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Archiv des Autors: Silencer

Über Silencer

Alles was Herr Silencer schreibt ist wichtig, wahr und schön.

Übergesetzt

Ich hätte ja so gerne eine Alternative zu Google, aber ach, Bing ist leider keine. Die Suchergebnisse sind blödsinnig gerankt, und was die Übersetzungsmaschinerie angeht…

bingueber

 
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Verfasst von - 18. Dezember 2014 in Ganz Kurz

 

Scan meine Nase!

Das hier liegt gerade Pluspäckchen von DHL bei. Das Rentier fordert einen auf seine Nase zu scannen.

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Man nimmt ein Video für den Empfänger auf, die unter dem QR-Code im Netz gespeichert wird. Scannt der Empfänger die Nase des Elches, kommt er an die Botschaft. Skurril, aber nette Idee.

 
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Verfasst von - 16. Dezember 2014 in Ganz Kurz

 

Sorry

Nein, Huhu, wir haben noch keinen geeigneten Platz um Deine Lieblingsweihnachtskette aufzuhängen. Tut mir leid.

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Verfasst von - 16. Dezember 2014 in Ganz Kurz

 

Wird langsam (4)

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Von vorweihnachtlicher Stimmung keine Spur. Mein Leben ist gerade ein Baustelle, und eine hektische noch dazu. Ziel war, innerhalb von dreieinhalb Wochenenden die neue Wohnung fertig zu bekommen und umzuziehen, und das hat geklappt. Naja, zumindest so halbwegs. Das ganze Gelumpe ist von A nach B gewandert, aber bis alles am richtigen Ort steht, dauert es noch. Zumal aktuell noch ein halber Raum voll mit Hinterlassenschaften des Vormieters ist, die in Kürze vom Sperrmüll abgeholt werden.

Hinterlassenschaften des Vormieters (alles auf der linken Seite).

Hinterlassenschaften des Vormieters (alles auf der linken Seite).

Dieses Wochenenden ist das Wohnzimmer umgezogen. Das war die letzte Herausforderung, denn zum einen standen da Dinge drin, die ich beim besten Willen nicht allein bewegen konnte, zum anderen ist so ein Hightech-Haushalt auch immer komplex verkabelt. Es hat allein einen halben Tag gekostet alle Geräte abzuklemmen und die Verkabelug am neuen Ort wieder einzurichten. Aber jetzt läuft alles, und besser und ordentlicher als vorher.

Das Ende eines vernetzten Haushalts...

Das Ende eines vernetzten Haushalts…

Foto 13.12.14 16 14 35

...und die Geburt eines neuen.

…und die Geburt eines neuen.

Ein wenig sorgen macht mir noch das Badezimmer. war mir vorher nicht aufgefallen, dass das Klo ein Flachspüler ist. Ich weiß ohnehin nicht, warum es diese Bauform gibt. Warum sollte man sich seine Fäkalien noch einmal ansehen wollen bevor man sie wegspült? Gut, das ist jetzt ein eher kleines Problem, ein Klo ist schnell ausgetauscht. Schwerwiegender ist da schon, dass das Waschbecken in Kinderhöhe montiert ist und es im ganzen Bad keine einzige Steckdose gibt. DAS ist uncool, da werde ich mir noch was überlegen müssen. Für´s erste habe ich mir was zusammenimprovisiert was funktioniert.

Kommt demnächst: Waschmaschine.

Kommt demnächst: Waschmaschine.

Aber erstmal muss noch Kram umgestellt und Bilder aufgehängt werden. Und danach brauche ich noch Zeit mich an alles zu gewöhnen. Die erste Nacht in der neuen Wohnung war merkwürdig. Alles fühlte sich… falsch an, während jedes Betreten der alten Wohnung wie ein nach Hause kommen war. Es braucht einfach Zeit und Gewöhnung, bis sich alles richtig anfühlt.

 
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Verfasst von - 15. Dezember 2014 in Ganz Kurz

 

Kauft Geld!

dpartei

“Wählt DIE PARTEI! Sie ist sehr gut!”
– Martin Sonneborn

Die Parteienfinanzierung ist ganz schön merkwürdig. In Deutschland sowieso, wo sich Parteien so üppig wie fantasievoll Wahlkampfkosten erstatten lassen, dass man in den Fußgängerzonen eigentlich Kugelschreiber aus purem Gold nachgeworfen bekommen müsste.

Auf EU-Ebene ist es aber nicht viel besser. Parteien bei einer EU-Wahl bekommen für jede Stimme Geld, aber nur bis maximal zur Höhe der Spendeneinnahmen der Partei. Das ist schlecht für kleine Parteien, die nicht viele Spenden bekommen. Der Anspruch auf Parteienfinanzierung wird aber durch sämtliche Einnahmen einer Partei finanziert, und exakt DAS ist der Grund dafür, dass die rechtspopulistische Rückwärtspartei der AFD Gold verkauft. Die ewiggestrigen Professorenbrüder behaupten natürlich das sie das tun um eine sichere Geldanlage zu bieten, weil der Euro ja so böse ist. Ihr Vorsitzender Lucke verwandelt derzeit gerade jede Talkrunde, in der er was sagen soll, in einen Teleshoppingveranstaltung. Tatsächlich steigert die AFDallein durch den Umsatz ihre Ansprüche auf staatliche Zuwendungen.

Den AFD-Quatsch kann DIE PARTEI natürlich nicht auf sich sitzen lassen und hackt das System der Parteienfinanzierung jetzt genauso, nur noch eine Spur krasser: DIE PARTEI verkauft Geld! Im Ernst: Man kann jetzt bei der Partei Geldscheine bestellen. Da nicht der Gewinn, sondern allein der Umsatz den Anspruch auf Parteienfinanzierung erhöht, kann man bei DER PARTEI das Geld zum Selbstkostenpreis kaufen, und allein der Vorgang bringt der Partei Kohle.

Irre. Die Gesetze.
Sehr cool. DIE PARTEI.

Mehr unter kauf-kein-scheiss-gold-bei-der-afd-kauf-geld-bei-uns.de oder per Mail unter FCKAfD@die-partei.de

 
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Verfasst von - 11. Dezember 2014 in Ganz Kurz

 

Nachtzug

Die Bahn ist für mich die erste Wahl bei den Reisemitteln, zumindest innerhalb Europas. Wenn man früh genug bucht sind die Preise günstig, ich kann direkt von Göttingen aus ohne umzusteigen halb Europa erreichen, und dabei ist das ganze viel umweltschonender und zeitsparender als fliegen. Zudem ist, bei immer knapperen Ressourcen, die Bahn, um das mal dramatisch auszudrücken, das Fortbewegungsmittel der Zukunft. Leider hat das niemand Grube gesagt, der Mann, der mit Vornamen Bahnchef heißt. Die Deutsche Bahn ist die teuerste und unpünktlichste in ganz Europa, selbst die vielgescholtene Trenitalia ist besser als die DB. Das sind Hinterlassenschaften der Mehdorn-Jahre, der das Unternehmen runtergewirtschaftet hat um für Anleger attraktiv zu sein.

Für Preisbewusste gibt es jetzt eine Alternative zur Bahn: Fernbusse. Die fahren zu ähnlichen Preisen wie in anderen Ländern die Bahn, und die DB spürt die neue Konkurrenz. Leider reagiert sie in die verkehrte Richtung. Statt selbst attraktiver zu werden, versucht sie ihre Fans zu vergraulen. Dieser Tage wurde kolportiert, dass die Bahncard abgeschafft bzw. in “personalisierten Rabatten” aufgehen soll. Prima Plan, Vielfahrer damit vor den Kopf zu stoßen. Strategie Nummer zwei: Fernreisende vom fern Reisen abhalten, durch Streichung der Nachtzuglinien. Nachtzug, das ist, wenn man Abends um 23 Uhr in Götham in den Zug steigt, sich ins Bett legt um morgens um 09.00 Uhr in Paris, Venedig oder Rom ist. Man spart damit einen Anreisetag und ist sofort mitten drin im Urlaub. Und das für sagenhaft wenig Geld, Nachtzug gibt es ab 39,- Euro.

Vor sechs Wochen noch bin ich mit dem Nachtzug nach Paris gereist. Der Zeitpunkt war gut gewählt, denn diese Linie wird als erste eingestellt. Und zwar nicht nächstes Jahr oder irgendwann, sondern nächste Woche. Das ist nicht nur Schade, das ist eine überaus dumme Strategie von der Bahn. Statt genau solche Verbindungen auszubauen und ihre internationalen Connections zu nutzen, überlässt sie jetzt das Feld der Konkurrenz – denn Fernbusse haben zwar keine Betten, fahren aber auch über Nacht.

In Götham gibt es morgen eine Demo gegen die Einstellung der Nachtlinie nach Paris. Ich fürchte zwar, dass außer dem Organisator niemand daran teilnimmt, aber immerhin habe ich hier mal meinen Unmut geäußert: Ich bin ein Fan von Nachtzügen und möchte, dass die Bahn weiterhin als Fernreisemittel funktioniert.

 
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Verfasst von - 10. Dezember 2014 in Betrachtung

 

Wird langsam (3)

Erkenntnis der vergangenen Woche: My, das ist noch VIEL Arbeit bis die neue Wohnung fertig ist. Mittlerweile ist alles umgemeldet und bereit zum Umschalten, magisches Datum ist Freitag, der 12.12. Danach stehen Restarbeiten an. ich habe das Gefühl diesem Datum entgegen zu trudeln oder besser: Darauf zuzustürzen. Viel zu schnell als das ich bis dahin alles schaffen könnte was noch ansteht.

Zum Glück ließ sich vergangene Woche ein Tag frei einrichten, und der war auch dringend nötig.
Einen Einkauf beim Elchhändler später konnten 30 weitere Regalböden verbaut werden und das Arbeitszimmer damit komplett umziehen. Schon merkwürdig: Die neue Wohnung ist noch in jedem Raum Baustelle, aber wenn ich die eine Tür öffne – dann stehe ich mitten in meinem Arbeitszimmer, das fast so aussieht wie vorher aber am falschen Ort ist und sich irgendwie fremd anfühlt. Früher hatte es honigfarbene Holzdielen, jetzt Birkenlaminat. Es sind diese Details, die dafür sorgen, dass es sich gerade anfühlt als wäre es mein Arbeitszimmer aus einem Paralleluniversum.

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Außerdem habe ich einige der merkwürdigen Hinterlassenschaften des Vormieters beseitigt, von denen immer neue aufzutauchen scheinen. Gipfel des Irrsinns: eine Armatur für ein Vorhängeschloss. An der Balkontür. AUßEN an der Balkontür. Ich kann mir kein Szenario vorstellen, in dem das wirklich sinnvoll ist.

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Einen Teil des Novembers hatte ich damit verbracht einen Kleiderschrank zu planen. Ikea hat dafür ein nettes Tool, mit dem man sich alles so hinschieben kann wie man es braucht und dann spuckt es einem die Liste der einzukaufenden Teile aus. Sowas zu planen ist eine Sache, es zu bauen eine andere.

Ich mag Ikea-Möbel ja sehr. Die sind wie ein großes Überraschungsei oder ein Legobausatz für Erwachsene: Viel Bastelei nach Anleitung, und wenn man sich nur an die hält, wird auch was draus. Ich erinnere mich noch mit Grauen an den Tag im Jahr 1989, als für einen Teil meines Konfirmationsgeldes mein “Jugendzimmer” geliefert wurde. Schrankwand mit Schreibtisch, Bett, Kleiderschrank und Sideboard sollten das sein. Theoretisch. Praktisch wurde ein Haufen Sperrholz geliefert, mit einer unverständlichen Kauderwelschanleitung. Der Aufbau erforderte jede Menge Zusägen, Leimen und Bohren, und wäre mein Großvater nicht Tischler gewesen, dieses Zimmer hätte vermutlich erst gestanden als ich aus der Pubertät schon wieder draußen war.

Ikea ist da viel einfacher, aber im Fall eines Kleiderschranks doch aufwendig. Allein das Gewicht ist heftig: Über 50 Kilo wiegt allein der Korpus, die Türen und die Innenausstattung ungefähr sie Hälfte. Außerdem muss sehr genau gearbeitet werden, damit die Türen nicht später drei Zentimeter Versatz haben oder die ganze Kiste umfällt. Genau Arbeit und sperrige, schwere Dinge exakt zusammenfügen, dass ist schon eine logistische Herausforderung wenn man allein arbeitet. Ich weiß, dass ich mir jederzeit Hilfe hätte holen können, aber einige Hilfskonstruktionen sorgten dafür, dass ich es auch allein geschafft habe. Anders als die Anleitungen behaupten IST es möglich die Riesenschränke allein aufzustellen.

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Am Ende ist es genau so geworden wie ich es mir vorgestellt hatte. Sieht nicht übel aus und ist vor allem funktional mit Attention to Details: Die Türen und Schubladen gleiten ganz langsam zu, es gibt einen Glasboden, unter dem Uhren, Manschettenknöpfe und Krawatten in einem eigenem Boden liegen, und die sich ständig vertüddelnde Bettwäsche hat einen eigenen Korb, in dem sie sich so viel vertüddeln kann wie sie will. Der Zeitaufwand war allerdings heftig. Als ich den Bogen raus hatte, dauerte ein Korpus nur noch eine Stunde, aber bis alles stand, Türen dran waren und das Innenleben eingebaut war, dauerte es in der Summe eineinhalb Tage. Der Rest des Wochenendes ging für Bodenpflege drauf: Das Parkett und das Laminat wurden sorgfältig gesaugt, gewischt und anschliessend mit einer Intensivppflege versiegelt. Das ist so Profizeug, bekommt man als Endkunde gar nicht zu kaufen, das schenken einem meine Vermieter beim Einzug.

In der Summe recht erfolgreiche drei Tage. Allerdings kann ich jetzt nicht mehr laufen. Der rechte große Zeh brüllt bei jedem Schritt vor Schmerz. Entweder mochten es die Gelenke nicht, dass ich drei Tage in einer unbeheizten Wohnung rumgekrautet habe, oder er nimmt es mir Übel, dass ich Schränke auf ihm abgelegt habe.
Nunja. Ein wenig Verlust ist immer.

 
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Verfasst von - 7. Dezember 2014 in Gnadenloses Leben

 
 
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