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Archiv der Kategorie: Ganz Kurz

Momentaufnahme: Mai 2015

Herr Silencer im Mai 2015
Brimming with Power

Wetter: Immer noch zu kalt und zu trocken. Pünktlich zu den Eisheiligen erfrieren letzte Blumen, danach ist es bedeckt mit Temperaturen zwischen Einstellig und 13 Grad auch nicht wirklich warm. Wenige Tage sind sonnig und über 20 Grad, und auch am Monatsende ist noch Wärmflasche und, ein Mal, sogar Heizung angesagt.
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Lesen:

Oliver Bowden Assassins Creed Unity
Elise de la Serre wächst im 18. Jahrhundert in Versailles auf. Sie trägt ein schweres Erbe, denn eines Tages soll sie in die Fußstapfen ihres Vaters steigen und Großmeisterin der Templer von Frankreich werden. Dabei steht sie sich hitzköpfige Kämpferin jedoch selbst am meisten im Weg, dicht gefolgt von ihrer Liebe Arno Dorian, der dummerweise das Erbe der Assassinen in sich trägt.

Das Buch ist quasi die Vorgeschichte zum Spiel und findet in dem Moment statt, in dem Arno, am Ende der Story von Unity, Elises Tagebuch findet. Eine typische Bowden-Auftragsarbeit: Fluffig und lesbar geschrieben, aber zu langatmig, zu sehr an Details klebend. Man möchte der Erzählerin aus der ich-Perspektive gerne zurufen: Mach hin, Du verschwendest gerade meine Lebenszeit!

Jonas Jonasson Der Hundertjährige, der aus einem Fenster stieg und verschwand
Ein hundertjähriger steigt aus einem Fenster, klaut 50 Millionen Kronen und hinterlässt eine Spur aus Toten in Schweden. Dabei hält er immer wieder inne, um über sein Leben zu sinnieren – wie er West und Ost die Atombombe gab, Mao, Chruchill, Truman und Einstein traf und am Ende sogar einen Elefanten.

Die Geschichte fängt langsam an und gewinnt nicht an Fahrt. Im Prinzip ein Forrest Gump im Altersheim, ist “der Hundertjährige” so ruhig und monoton erzählt, das selbst Blut und brechende Knochen den Leser kaum aus dem Tiefschlaf zu holen vermögen. Gegen Ende gleitet alles in vollkommene Bedeutungslosigkeit ab, denn “es wird sich schon fügen”.

Bill Willingham Fairest Vol. 4: Of Men and Mice
Ein Bombenanschlag auf ihr Leben führt Cinderella, Fabletowns gefährlichste Geheimagentin, auf die Spur einer Jahrhunderte alten Geschichte – die sich als ihre eigene herausstellt. Eine der Mäuse, die einst ihre Kürbiskutsche zogen, weilt nämlich seit der berühmten Ballnacht unter dem Menschen und fröhnt der freien Liebe – mit schlimmen Resultaten. Und Cinderellas böse Stiefschwester lebt auch immer noch, ist aber jetzt eine Auftragskillerin.
Im mag dieses Spiel mit alternativen Geschichten um bekannte Märchenfiguren, und sowohl “Fables” als auch das Spin-Off “Fairest”, das hier zum ersten Mal mit der, zuvor eigenständigen, Serie “Cinderella” zusammengeführt wird, erzählen schöne Geschichten – um Klassen besser als “Once upon a Time”, das in einem vergelichbaren Setting ziemlicher Käse ist.

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Hören:

Irgendwie nichts richtig, und wenn, dann nur ein wenig Podcasts.

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Sehen:

Interstellar [PSN]
Zwanzig Minuten in der Zukunft wird die Erde langsam zur Wüste. Höhere Technologie ist größtenteils verloren, die Menschen sind Farmer und leben in einem neuen geistigen Mittelalter, in dem die Errungenschaften der Vergangenheit als Mythen abgetan werden. Nur das Double von Christian Bale ist noch clever, und deshalb führen Klopfzeichen aus dem im Bücherregal seiner Tochter ihn in einen Keller, in dem Michael Caine und Catwoman sitzen. Die sind die NASA, und schießen Christian Bale, weil er so clever ist, zum Mond. Am Ende kommt raus, dass er selbst im Bücherregal seiner Tochter hockt und klopft.

Christopher-Nolan-Filme sind meist sehr besonders. Insomnia, Memento, Prestige, die Dark Knight-Reihe, Inception – irre Filme. Interstellar will erkennbar für Nolan das sein, was “2001” für Kubrik war. Nur: 2001 war ein langweiliger, langsamer, ziemlich platter Film mit zu viel Laufzeit, und genau das ist “Interstellar” auch. Die Erzählung kommt nicht in den Quark, die Charaktere sind allesamt doof und egal, die Handlung ist total unglaubwürdig, das Design ziemlich meh, und drei Stunden Laufzeit hätte es nun wirklich nicht gebraucht. Allein die Roboter sind so ungefähr das dümmste, was seit “Plan 9 im Weltall” auf der Leinwand zu sehen war, und der Score düdeld ab Minute eins so aufdringlich, dass er einem auf den Nerven rumfidelt. Dabei gibt es durchaus nette Ideen, wie den Wissenschaftler, der sich über den Egoismus der Menschen beklagt, und anschliessend alles tut, um seine Haut zu retten. Oder auch den Schlußgag, der aber, wie alles andere, so ausgewalzt wird, das man nur noch möchte, dass es vorbei ist. Wenn dann endlich die Credits laufen, hat man erstaunlicherweise das Gefühl, was Episches gesehen zu haben. Das ist Regiekunst: Jedes einzelne Teil des Films ist Banane, aber die Summe ist bei nicht allzuviel Nachdenkens episch.

Marvels Agents of S.H.I.E.L.D., Staffel 1 [TV]
Zwischen “Avengers” und “Captain America: Winter Soldier”Agent Coulson und ein Team SHIELD-Agenten fliegen in einem Airbus um die Welt und jagen Artefakte, böse Leute und anderes.
Ab der Mitte der Staffel fällt Coulson dann auf, dass es irgendwie seltsam ist, dass er überhaupt noch lebt, weil er ja eigentlich in “Avengers” gestorben ist. Dann enttarnt sich Hydra, Nick Fury stirbt, und die Agenten müssen fliehen.

Am Anfang langsame Einführung über ein neues Crewmitglied, dann langsame Spannungssteigerung über einen langen Handlungsbogen. Die erste Staffel von AoS macht schon viel richtig, aber erst als die Handlung die Ereignisse von “Winter Soldier” einholt, geht richtig die Post ab. Gute Schauspieler runden das Ganze ab. Joss Whedon und sein Bruder haben hier eine gute Bühne bereitet, um die Lücken und die Zeit zwischen den Filme zu füllen. Mehr davon!

Lilyhammer, Staffel 3 [DVD]
Ein ehemaliger Mafiosi aus New York packt aus und fängt ein neues Leben an – im norwegischen Lillehammer. Die ersten beiden Staffeln der Serie erzählen, wie er still und langsam Mafiamethoden in der verschlafenen Stadt einführt und zum Nachtclubbesitzer aufsteigt. Staffel 3 räumt den Nebenfiguren viel Platz ein, was den Ton der Serie ändert. Denn die Geschichten der Helferlein sind keine feinen Miniaturen mehr, die von den Problemen mit überfahrenen Elchen handeln. Stattdessen sind sie völlig over-the-top und überzogen. Wenn der Dicke in Brasilien von Koksdealenden Damenwrestlerinnen gejagt wird, dann macht die Serie fast keinen Spaß mehr. Umso schöner sind die Momente, wenn die Mafia wieder reinspielt. Wie ein New Yorker Gangster auf Gastbesuch von einem Schafhirten Schutzgeld erpressen will, dass muss man gesehen haben.

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Spielen:

Wolfenstein: The Old Blood [PS4]
Vor den Ereignissen von “New Order”: BJ Blazkowicz wird in die Alpen entsendet. Dort haben sich die Nazis im Ort Paderborn (fragen sie nicht) in der gewaltigen Bergfestung Wolfenstein verschanzt und graben nach Geheimnissen von König Otto. BJ infiltriert Wolfenstein, aber da er Meister des Gefangengenommenwerdens ist, nur so ca. 5 Minuten.

“Wolfenstein: The New Order” war die Shooter-Überraschung des letzten Jahres: Tolle Story, tiefe Charaktere. Nichts davon gibt es in diesem Stand-Alone DLC, den es Online (Achtung: 37GB!) oder auf Scheibe gibt. Hier sind die Charaktere egal und die Handlung Mumpitz, aber der Nervenkitzel und der Spaßfaktor angesichts Maschinensoldaten und Zombienazis immer noch hoch. Okayes Prequel, aber beim Sequel bitte wieder Story und Charaktere zum Mitfühlen.

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Machen:
Planen, tun, vorbereiten, vielviel Sport.
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Neues Spielzeug:

Archiv Momentaufnahmen ab 2008

 
 

Aktueller Gemütszustand:

 

(Pinguin im Wartezimmer des Zahnarztes. Dessen neue Kollegin den verkehrten Zahn behandelt hat.)

 
4 Kommentare

Verfasst von - 26. Mai 2015 in Ganz Kurz

 

Münzgeld

Drei Jahre hat es seit dem letzten Mal gedauert, nun war er wieder voll. Die Rede ist von diesem praktischen Zylinder, den wir 2001 benutzt haben um D-Mark einzusammeln. Der Deckel des Zylinders ist so geformt, dass man da auch eine ganze handvoll Münzen draufwerfen kann, ohne das der Einwurf verstopft.

 

Das Ding steht bei mir im Flur, und im Vorbeigehen werfe ich da alles an Münzen rein, was kleiner 50 Cent ist. Nun war ich wirklich gespannt wieviel sich da angesammelt hat. Zum Glück hat die Sparkasse hier vor Ort noch eine Zählmaschine, hätte ich die 1.341 Münzen per Hand rollen müssen, wäre ich Wahnsinnig geworden. In der Summe sind satt über 100 Euro zusammengekommen.

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Die wandern gleich erstmal in die Urlaubskasse, da kommen sie gut zupass. Davon kaufe ich mir dann ein Eis. Eines an jedem Tag der Reise.

 
8 Kommentare

Verfasst von - 21. Mai 2015 in Ganz Kurz

 

Verkehrt

Montag
Dienstag
Mittwoch
Sonntag
Montag
Samstag
Sonntag

Wobei ich ja erwartet hätte, dass sich der zweite Montag eher wie Freitag anfühlt. “Eine Woche voller Freitage” klingt auch viel sympathischer als “eine Woche voller Montage”.

 
2 Kommentare

Verfasst von - 15. Mai 2015 in Ganz Kurz

 

Empfehlung

– Laubbläser
– Rasenmähermänner
– Kanaluntersuchungsheinis

(welche Berufsgruppen unbedingt mehr streiken sollten. Wird fortgesetzt.)

 
Ein Kommentar

Verfasst von - 12. Mai 2015 in Ganz Kurz

 

Bing 2015

Ich komme aus einer Zeit, in der es noch mehr als eine Suchmaschine gab. Als ich mit dem Internet anfing waren Altavista und AskJeeves angesagt, nur Yahoo!, das war damals schon uncool. Google war am Anfang ein Geheimtipp, der sich dann aber verbreitete wie ein Lauffeuer. Und heute? Heute gibt es gefühlt keine andere Suchmaschine mehr. Microsoft investiert zwar ordentlich in seine Bing-Suche, aber irgendwie scheint die einfach nicht besser zu werden. Im Jahresabstand probiere ich die immer mal wieder aus, und jedes Mal habe ich das Gefühl, das Bing mir statt einem Trefferset zu meiner Suchanfrage einfach irgendwas anzeigt, was ihm gerade so einfällt (was Owlturd hier sehr schön auf den Punkt bringt). Während Google immer intelligenter zu werden scheint, verhält sich Bing wie ein Teenager mit Aufmerksamkeitsstörung.

Auch andere BING-Dienste, wie die Übersetzungsfunktion, strotzen nicht gerade vor Intelligenz:

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2015-05-07 15_29_23

Trucker als Trucker übersetzt. Braves Bing. Wir sehen uns im nächsten Jahr.

 
3 Kommentare

Verfasst von - 7. Mai 2015 in Ganz Kurz

 

Bauarbeiten

Achachah, im Moment muss man ja am Besten nirgendwo hin. Die Bahn streikt, was bedeutet, dass die hunderttausenden IT-Fachleute, die jeden Tag von morgens bis abends mit ICEs von A nach B quer durch die Republik gurken, um “wichtige Projekte anzuschieben”, “Deadlines zu flexibilisieren” und sich gegenseitig “Consulting” aufzudrängen vermutlich alle zu Hause sitzen und ihre Arbeitskollegen vollnöhlen oder ihre Familien bis aus Blut nerven.

Auto ist ja auch keine Alternative, die wichtigsten Autobahnen sind, so kurz vor dem Sommer, noch in Reparatur, und in den engen Baustellen von A5/A7 verunglückt alle 5 Minuten ein LKW und sorgt für Stau an Orten, die man nur aus dem Verkehrsfunk kennt, wie Ganderkesee Ost oder dem Dreieck Walsrode.

Im Nahverkehr ist´s auch nicht besser, in Hamburg fährt die S-Bahn wegen Wetters nicht mehr. Und in Göttingen kommt alles zum erliegen, weil weiter am eCycle Superhighway, dt. eRadweg, rumgebaut wird, damit auch ja das Innovationsschaufenster Elektromobilität Niedersachsen reich befüllt wird.

Wie, eRadweg kennt keiner? Na, dann wird es Zeit mal ein wenig aufzuklären. Ich habe schon im vergangenen Jahr was dazu geschrieben, der Artikel erschien als Timed Exclusive bei Katja im Rahmen der Sdfmsid-Aktion (durch die ich am Ende in den Genuss unfassbarer Leckereien kam) veröffentlicht. Nun ist es an der Zeit, den mal hier ins Blog zu bringen.

 
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Verfasst von - 6. Mai 2015 in Ganz Kurz

 
 
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