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Archiv der Kategorie: Ganz Kurz

Zeitumstellung

“Am Sonntag werden die Uhren vorgestellt. Viele Apple Fans fragen sich jetzt: Wie, es werden schon wieder Uhren vorgestellt… muss ich meine alte Apple Watch jetzt schon wieder wegschmeißen oder was? Nein, am Sonntag ist Zeitumstellung. Überall, außer in Dresden. In Dresden war schon Zeitumstellung, da ist jetzt 1933.”

Brutal komische Stand-Up Comedy ist nur ein Grund, warum man das Neo Magazin Royal lieben muss…

 
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Verfasst von - 28. März 2015 in Ganz Kurz

 

Smartwatch

“Ist das eine Smartwatch?”
“Aber ja! Die sagt mir vollautomatisch, wann es Zeit ist ein Gespräch zu beenden. TicTac, guckense, ist schon wieder so weit.”

Ich habe nie aufgehört Uhren am Handgelenk zu tragen und ja, ich weiß SEHR genau was ich antworten werde, wenn der erste fragt, ob ich eine Smartwatch trage.

 
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Verfasst von - 26. März 2015 in Ganz Kurz

 

Dummfug auf Pump

“Ey, Hellas, wir pfänden Euch das Goetheinstitut in Athen als Reparation für den zweiten Weltkrieg!”, sagt der griechische Innenminister an und alle, alle hyperventilieren darüber. Dabei ist zeugt der Satz von profunder Unkenntnis der Geschichte, und es lohnt sich IMMER, die Geschichte zu kennen.

Im aktuellen Fall gab es tatsächlich bereits einen Musterprozess vor dem internationalen Gerichsthof. Der war zwischen Italien und Deutschland abgestimmt um zu gucken wie das Gericht entscheidet. Es wurde eindeutig entschieden das Pfändungen nicht statthaft sind. Das war schon 1960. Zwischenzeitlich hat Deutschland alle anderen Länder mit dem 2plus4-Vertrag über den Tisch gezogen, der eben kein Friedensabkommen beinhaltet. Reichsbürger sehen das als Beweis dafür, dass die BRD nicht existiert. In Wirklichkeit hat man damit Reparationsforderungen ausgeschlossen. Deutschland ist damit auf der sicheren Seite.

Wenn die griechische Regierung klagen möchte, dann sollte sie das wegen eines Zwangskredits tun. Eine der verrückten Volten der Geschichte ist nämlich, dass Griechenland seine eigene Besatzung durch die Wehrmacht bezahlen musst. Das Deutsche Reich griff 1942 in die griechische Staatskasse und “borgte” sich Gelder im Wert von 500 Millionen Reichsmark, die bis 1945 zurückgezahlt werden sollten. Das passierte nicht, und wenn man den Betrag mal hochrechnet mit Zins und Zinseszins….

[Update:] Interessant dazu auch Horst Teltschicks Einlassungen. Money Quote:

(…) Wir wollten ja keinen Friedensvertrag. Wir hatten ja schon im Herbst die Anfrage aus Moskau, ob die Bundesregierung möglicherweise bereit sein könnte zu einem Friedensvertrag. Wir haben einen Friedensvertrag von vornherein abgelehnt – nicht zuletzt wegen der Gefahr von Reparationsforderungen. Und da wäre ja nicht nur Griechenland ein Fall gewesen, sondern bekanntlich war das Nazi-Regime mit über 50 Ländern dieser Welt im Kriegszustand. Und stellen Sie sich vor, wir hätten im Rahmen eines Friedensvertrages Reparationsforderungen von über 50 Staaten auf dem Tisch gehabt.

 
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Verfasst von - 17. März 2015 in Ganz Kurz

 

10 – Staunend

http://agnes-green.deviantart.com/art/Death-299019188

Death by Agnes Green

Ich erinnere mich.

Ich erinnere mich daran das alles so seltsam war. Eben war alles noch normal, nervös, aber normal, und von einem Moment auf den anderen fühlte mich wie ein Kind, das staunend und verwirrt auf alles schaut, einfach weil alles so ist wie es ist und ich nicht wusste, wirklich nicht wusste und auch nicht begriff, wie das sein konnte. Ich verstand nicht, wieso sich das Beste in den schlimmsten Albtraum verwandeln konnte. Ich verstand nicht, was mit mir geschah und wusste nicht, was werden würde. Die Vergangenheit war eine Fälschung, und eine Zukunft gab es nicht.

Ich war das Kind, das auf die Welt sieht und sie nicht begreift. In diesen Tagen war die Welt nicht mehr meine, ich war kein Teil mehr von ihr. Ich stand neben ihr, außerhalb, jenseits von Allem und blickte durch ein Fenster aus milchigem Glas.

Die Welt war grotesk in ihrer Banalität, und grausam in ihrer Ignoranz. Sie hielt nicht inne, sondern machte einfach weiter, als wäre gar nicht gewesen. Sie hätte stoppen müssen, oder zumindest den Atem anhalten, und ich verstand nicht warum sie das nicht tat. Alles lief weiter wie immer, so unbedeutend und öde es auch sein mochte, und ich sehnte mich nach öder Trivialität, nach einem unspektakulären Leben, aber Leben gab es nur in der Welt, und von der war ich kein Teil.

Damals begriff ich, dass die Welt einen im Vorbeigehen zerstören kann, und einen dabei keines Blickes würdigt. Die Welt kennt keine Gnade und kein Mitleid, und noch heute scheinen mir Menschen, die Mitleid und Sorge um andere in ihren Herzen bewahrt haben, wie ein Wunder.

9 – Davongelaufen
8 – Hinfortgerissen
7 – Hinter dem Spiegel
6 – Im Limbus
5 – Erinnerungen an andere Welten
4 – Heute Nacht, und jeden verdammten Tag

 
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Verfasst von - 13. März 2015 in Ganz Kurz

 

Wandervogel

Klonk.
Klonk…Klonk…Klonk
Huuuuuiiiiiii
KLonkKlonkKlonkKlonkKlonk

Seit sie in der neuen Wohnung steht, verhält sich die Waschmaschine merkwürdig. Sie ist in der Küche untergebracht, unter einer Arbeitsplatte und zwischen Geschirrspüler und Wand. Dort ruht sie, wie zuvor auch schon, auf einer dicken Gummimatte. Die nimmt die Vibrationen auf, und alles, was auf dem klebrigem Gummi steht, kann sich kein Stück bewegen.
Normalerweise.

Gestern Abend wurde ich von lautem KLonkKlonkKlonkKlonkKlonk aufgeschreckt und stürzte in die Küche, wo ich feststellen musste, dass die Waschmaschine auf Wanderschaft gegangen war. Sie hatte sich erst mit einem Fuß von der Gummimatte befreit, und sobald sie den auf dem Boden hatte, Stück für Stück von der Unterlage runtervibriert. Nun schubberte sie mit dem Hintern an der Wand entlang. An der sind leider auch die uralten Heizungsrohre verlegt, gegen die die Maschine nun hämmerte, wodurch das ganze Haus was vom Schleudervorgang hatte.

Der eigentliche Akt war dann, das Biest wieder in seine Höhle unter der Arbeitsplatte zu bannen. Eine Waschmaschine allein auf eine Gummimatte zu heben, wenn man nach oben und zur Seite nur wenige Zentimeter Raum hat, ist eine Herausforderung.

Seltsam. Durch den Umzug ist die Waschmaschine eine randalierender Wandervogel geworden. Sollte ich wohl besser ein Auge drauf haben.

 
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Verfasst von - 3. März 2015 in Ganz Kurz

 

Eigener Saft

Alte Plattformen können ja auch ganz lustig sein. Immer wenn ich eine Mail von Studi.VZ bekomme (“Sie haben eine neue Kontaktanfrage seit 56 Monaten nicht beantwortet”) denke ich “Huch, die gibt´s noch? Hat noch niemand den letzten Server ausgeknipst?”

Ähnlich geht es mit auch mit Xing: Da bin zwar angemeldet, nutze es aber nicht aktiv. Umso erstaunter war ich, als ich mich nach Ewigkeiten mal wieder daran angemeldet habe:
Sie haben 33 unbeantwortete Kontaktanfragen

dröhnt es mir entgegen. Ein kurzer Blick auf die Liste der Anfragen:

Rafzan Djani
JMH Finacen
marketng manager

Olga Popov
ADF
Finanzdienstleister

Hein Trönter
TrönterPartner GmbH & Co. KG
Unabhängiger Finanz- und Versicherungsmakler

Arne Christiansen
Chreis GmbH – Financial Solutions
Account Manager

Thomas Peterlein
H&J Systemfinanzierung, Mediaconsulting Berlin,
Bankkaufmann, freier Mitarbeiter, Vertrieb

und so geht das weiter. Natürlich kenne ich niemanden davon. Kann es sein, dass Xing nur noch ein Sumpf ist, in dem “Finanzdienstleister” im eigenen Saft schmoren und sich gegenseitig Dinge zu verhökern suchen?

 
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Verfasst von - 25. Februar 2015 in Ganz Kurz

 

Erstaunliche Erkenntnis

Erstaunliche Erkenntnis beim Gang durch die Stadt: Die alte Frau, die vor der Drogerie in einem Haufen Lumpen auf dem Boden sitzt, brabbelt gar nicht verwirrt vor sich hin – die telefoniert mit einem Bluetooth-Headset!

 
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Verfasst von - 4. Februar 2015 in Ganz Kurz

 
 
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