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Archiv der Kategorie: Ganz Kurz

Das Allerletzte

Ich denke ja von meinem eBookreader gerne als DEM BUCH. Einfach, weil ich kein anderes mehr mit mir rumtrage. Im Kindle sind 100 Bücher gespeichert, neue Bücher nur einen Fingertipp entfernt. DAS BUCH kann sich in alles verwandeln, wonach mir gerade ist: Leichte Unterhaltung, Drama, Krimi oder wissenschaftlicher Aufsatz. The Book to end all books. Das Buch der Bücher. Großartig. Fast wie Magie.

Vergangene Nacht lag DAS BUCH auf dem Nachttisch, und am Morgen hatte es sich von allein in ein neues Werk verwandelt: The Shepherds Crown, die letzte Geschichte von Terry Pratchett. Hatte ich vorbestellt, in der Nacht hatte es DAS BUCH ohne mein zutun runtergeladen und am Morgen war es plötzlich da.

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Ich kann mich gerade noch nicht überwinden es anzufangen. Es sind wirklich die allerletzten Zeilen die Terry Pratchett zu Papier gebracht hat. Die zu lesen und das Buch zu beenden wäre wie eine endgültige Abschiednahme. Ich weiß gerade nicht, ob ich diese Leere wirklich will, oder ob ich dieses Gefühl, dass da noch eine, große Geschichte ist, die ich noch nicht kenne, nicht noch ein wenig länger haben möchte. Das fühlt sich nämlich ein klein wenig so an als wäre Terry Pratchett noch nicht ganz weg.

 
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Verfasst von - 28. August 2015 in Ganz Kurz

 

Aktuelle Farbpalette

Die Rose von Welt legt sich nicht auf eine Farbe fest. Aktuell im Angebot:

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  Ja, das ist alles an einer einzigen Pflanze.

 
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Verfasst von - 25. August 2015 in Ganz Kurz

 

Stand der Dinge, Zusammenfassung

Tag 28

Arrangements
Rumhantieren mit den Gehhilfen, Tragen des Vorderfußentlastungsschuhs, Duschen mit Behindertenhilfe – irgendwie geht alles, und sogar besser als gedacht. Einkaufen ist halt potentiell ein Problem, bislang aber ein theoretisches. Ich muss mich nur dran gewöhnen, das nicht alles immer und überall verfügbar ist. Die schnelle Fahrt in den Supermarkt ist halt nicht drin, und ich muss manche Sachen auf Vorrat kaufen.
Ich bin froh und glücklich, dass es noch den kleinen Dorfladen gibt, zu dem ich zu Fuß hinhumpeln kann. Auch wenn er nur zwei Mal die Woche Nachmittags offen hat. Da gibt es nicht alles, aber so alle zwei Wochen fahre ich dann gemeinsam mit jemandem zum Einkaufen in einen größeren Markt.

Mobiles
Der Verzicht auf´s Auto lässt sich mit unerwartet wenig Hilfe von Außen kompensieren. Zur Arbeit nimmt mich jemand mit. Bei anderen Fahrten tut es der Bus, in dem ich nun immer einen Sitzplatz habe.

Auf meinen Krücken bin ich fix unterwegs, in vertrautem Gelände wie zu Hause oder im Büro brauche ich nicht mal beide. Die Unterarmgehhilfen sind echt sperrig, und ein Gedanke war: Vielleicht reicht ja ein Gehstock aus. So zum Draufstützen. Das sieht dann zwar ein wenig nach Dr. House aus, aber zumindest wird das Ein- und Aussteigen in Auto einfacher. Tja. Netter Gedanke, funktioniert aber nicht so worklich gut, nur auf minimalkurzen Strecken oder beim Rumstehen.

Uberstruktur
Die zwei Wochen zu Hause waren geprägt von davonfliegenden Tagen. Es fehlte an Struktur, stattdessen überall Prokrastination. Klar, ein paar Dinge habe ich erledigt bekommen, aber wenn etwas nicht muss und alles egal ist wann es erledigt wird – dann fehlt halt auch Struktur.

Darüber kann ich mich jetzt nicht mehr beschweren. Statt null Struktur habe ich jetzt mehr davon als nötig. Ich darf kein Auto fahren, und ein freundlicher Arbeitskollege nimmt mich mit zur Arbeit. Nur: Wir haben ein Gleitzeitmodell, und der Kollege gehört zu der Sorte, die gerne spätestens um sechs anfangen zu arbeiten. Ich konnte ihn auf Sieben runterhandeln, immerhin, aber das bedeutet trotzdem früh aufstehen und diszipliniert früh ins Bett gehen. Also, für meine Verhältnisse. Sehr strukturiert gerade, diese Tage.

Hell it´s over
Endlich ist das tägliche Spritzen vorbei. Das fiel mir ja am Anfang sehr schwer, aber nach zwei Wochen war es Routine und am Ende wirklich nicht mehr schlimm. Man gewöhnt sich ja an alles.

Ärztliche Versorgung
Bislang scheint alles gut zu heilen. Da gerade ALLE Ärzte in Urlaub sind und ich zum Verbandswechsel allen Ernstes in die nächste Stadt müsste, mache ich das halt selbst. Die freundliche Helferin beim Orthopäden hatte mir Verbandsmaterial zugesteckt. Um herauszufinden, wie man den Verband richtig anlegt, habe ich gefilmt, wie ich den “Profiverband” aus der Praxis vom Fuß abwickle, und dann den Film rückwärts laufen lassen und ihn genau so wieder angelegt. Klingt nerdig, wichtig ist aber der outcome.

Was fehlt
Bewegung. Definitiv.
Mir fehlt echte, körperliche Bewegung, mir fehlt Sport. Immer nur rumsitzen und körperlich nichts tun nervt mich total an, ich kann praktisch zusehen wie ich zu Gummi werde.
Und Rasieren. Ich vermisse echt eine ordentliche Rasur. Rasieren verträgt sich er aber nur so mittel mit Thromboseprophylaxe. Habe ich gerade wieder gemerkt: Minimal mit dem Tesaabroller in den Finger gepiekt, schon blutet es eine Stunde lang.

Abgesehen davon vermisse ich erstaunlich wenig.

Grenzen
Manchmal juckt und kribbelt die Narbe, manchmal puckert der Fuß. Alles im Rahmen. Ich merke aber auch recht deutlich, wenn ich es übertrieben habe – zu lange am Schreibtisch gesessen oder zu viel oder zu schnell rumgelaufen äußert sich in Knochenschmerzen, und die haben es in sich. Also übertreibe ich es besser nicht.

Das Ende
Ist in sichtbarerer Nähe. Noch zweieinhalb Wochen. Dann stellt sich raus, ob der Ganze was gebracht hat oder ob der Aufwand für die Katz war. In jedem Fall bin ich dann wieder mobil und kann wieder körperlicher Ertüchtigung nachgehen.

 
 

USB-Haustier-Stein

Für die, die schon alles haben: Ein Stein mit USB-Anschluss. Aus der Beschreibung des Vertriebs: Kommt in einer kleinen Kiste mit Holzwolle. Kann an jeden Rechner mit USB 2/3 angeschlossen werden. Ist gut im zuhören. Wird depressiv, wenn man nicht mit ihm redet. Beherrscht verschiedene Challenges (wer starrt am längsten, wer verharrt am regungslosesten).

USBstein

Und weiter: “Stecken Sie einfach das USB-Kabel in eine freie Schnittstelle und beginnen Sie mit dem Spaß. Der USB-Pet Rock fängt sofort an, seine Magie zu zeigen. Sie werden gefragt werden, was Ihr USB-Pet Rock kann. Jedes Mal können Sie eine neue Geschichte erfinden; egal, was Sie sagen, es wird besser sein als die Wahrheit, denn diese USB Pet Rocks machen rein gar nichts. ”

Und ganz unten der ausführliche Hinweis: Es handelt sich wirklich nur um einen Stein, an den jemand ein Kabel geklebt hat. Mehr nicht. Noch besser als diese absurde Idee sind nur die Rezensionen auf dieser Seite.

 
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Verfasst von - 10. August 2015 in Ganz Kurz

 

Weltwieseltag 2015

Ich wünsche einen fröhlichen Weltwieseltag 2015!

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Merkwürdigerweise sind in diesem Jahr viele Wiesel mit anderen Verpflichtungen ausgelastet. Paddington Wiesel hat eine Identitätskrise und überlegt, ob es nicht doch ein Bär ist, Paraplü muss Mittenmank bei Abenteuern auf den Bühnen dieser Welt begleiten, John hat familiäre Verpflichtungen und Wiesela muss auf den Mittagsschlaf ihres Schützlings aufpassen. Und das Wiesel? Das geht natürlich auch ohne mich aus dem Haus, hat sich aber wohl verlaufen. Spielt aber keine Rolle, es freundet sich ja überall mit der örtlichen Flora und Fauna an.

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Die Festivitäten fallen also in diesem Jahr etwas kleiner aus als sonst, aber das passt ja auch: 2015 ist ein komisches Jahr, was man eigentlich jetzt schon abschreiben und mit 2016 weiter machen möchte.

In diesem Sinne: Möge der harte Kern der Weltwieseltagesfeiernden ein Lied für jedes absente Wiesel in der Karaokebar singen, alle anderen denken heute wenigstens ein Mal an ein Wiesel ihrer Wahl.

 
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Verfasst von - 8. August 2015 in Ganz Kurz

 

Tag 21.

Ha, Bergfest! OP war vor drei Wochen, drei weitere Wochen muss der Fuß noch bewegungslos bleiben.

Ich lerne ja so viel, gerade. Zum Beispiel das Wort “Vorderfußentlastungsschuh”. Damit hätte ich bei Galgenraten super Chancen zu gewinnen. Ein Vorderfußentlastungsschuh ist eine Sohle aus Hartplastik mit Klettgurten dran. Das verhindert, dass ich den Fuß abrollen kann und macht bei jedem Aufsetzen “Tock”, und wenn ich durch die Gegend humpele, hört es sich an, als käme gleich ein Pirat mit Holzbein um die Ecke.

Den komischen Schuh muss ich mir nicht nur anziehen, sondern ihn auch dauernd tragen. Das ist an sich nicht schlimm, nur: Nach drei Wochen fängt er langsam an zu riechen. Und der Geruch lässt sich auch nicht ab- oder rauswaschen. Das Fußbett ist nämlich nur aus recyceltem Linoliumimitatresten. Sicher gibt es auch vernünftige Fußbetten dafür, aber leider habe ich nicht gewusst, dass man die extra bestellen muss. Auch das habe ich gelernt: Das, was man von der Kasse an Standardmitteln bekommt, ist von den Herstellern so gebaut, dass es gerade so den Zweck erfüllt, aber dabei Pain in the Ass ist.

Oder Pain anderswo. Die klassische Unterarmgehhilfe, bespw., gibt es zwar auf Kassenkosten sogar in verschiedenen Farben, aber nur mit runden Griffen in Hartplastik. Wenn man mit solchen Griffen durch die Gegend eiert, tun einem nach kurzer Zeit die Handgelenke weh und man bekommt Schwielen an den Handflächen. Deshalb muss man sich quasi mit solchen Krücken auch gleich Fahrradhandschuhe zulegen, die man bei längerer Gehhilfenbenutzung am Stück anziehen sollte.

Dabei wäre es ein leichtes, die Hilfsmittel so zu bauen, dass sie uneingeschränkt tauglich sind. Das machen die Hersteller sogar. Das ist dann das “kleine Upgrade”, damit gibt es auch Vorderfußentlastungsschuhe mit ordentlichem Fußbett, oder Unterarmgehhilfen mit anatomischen Softgriffen, und alles mögliche andere halt in brauchbar. Nur: Das lassen sich die Produzenten vergolden. Die Krücke mit dem ordentlichen Griff, ansonsten baugleich zum schmerzverursachdenen Handgelenksbrecher, kostet die Krankenkasse gleich drei Mal so viel wie das Standardmodell. Klar, dass die das nicht freiwillig zahlt.

Geht doch: Gehhilfe mit anatomischem Softgriff, damit kann man stundenlang rumhumpeln ohne Schwielen oder Handgelenkschmerzen zu bekommen.

Geht doch: Gehhilfe mit anatomischem Softgriff, damit kann man stundenlang rumhumpeln ohne Schwielen oder Handgelenkschmerzen zu bekommen.

Als Betroffener gibt es nur die Möglichkeit, entweder beim eigenen Arzt ganz doll bitte-bitte zu machen, damit der das Upgrade verschreibt oder das eigene Portemonnaie aufmachen und im Sanitätshaus oder bei Amazon selbst medizinisches Hilfsgerät shoppen, soweit das ohne Rezept geht. Es gibt noch einen dritten Weg, auf dem bin ich an meine Luxusgehhilfen gekommen, aber der lässt sich nicht einfach so übertragen.

Daraus folgt die Erkenntnis, dass 1. Der Handel mit Sanitätswaren dank der alternden Gesellschaft nicht nur das Geschäft der Zukunft ist, sondern dass 2. Auch im hier und jetzt schon so manches Geschlechtsteil der Hersteller vergoldet wird.

So. Und was mache ich jetzt mit meinem Stinkefuß?

 
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Verfasst von - 7. August 2015 in Ganz Kurz

 

Findelrose

Mit dieser Wohnung habe ich auch jede Menge Schrott vom Vormieter übernommen. Neben seinem halben Hausrat hat der auch jede Menge Gerümpel auf dem Balkon zurück gelassen, u.a. vier total moosüberwachsene Blumenkästen. Aus einem stak ein Gestrüpp hervor, das mal eine Rose zu sein gewesen schien.

Die habe ich im Frühjahr in einen separaten Blumentopf gepflanzt, und harrte dann der Dinge. Tatsächlich trieb sie aus, und damit folgte die spannende Frage: Welche Farbe würde sie wohl haben? Rosa? Rot? Weiß?

Gut, dass ich keine Wetten abgeschlossen habe. Denn die Rose ist… vielfarbig! Ich wusste nicht, das es sowas gibt, aber jede Blüte hat eine andere Farbe!

Aktuell blüht sie in rot, orange, rosa, weiß und einem merkwürdigen Pfirsich-Pastellton, den Don Johnson in den 80ern als Jacketfarbe getragen hat. Irre.

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5 Kommentare

Verfasst von - 3. August 2015 in Ganz Kurz

 
 
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