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Archiv der Kategorie: Gnadenloses Leben

Momentaufnahme: Juni 2014

Herr Silencer im Juni 2014
On the Road.

Wetter: Anfang des Monats so mitteltrüb, in der zweiten Monatswoche plötzlich brüllend heiß, danach gleich wieder Temperatursturz und ab da Aprilwetter.
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Lesen:


William E. Bowman: The Ascend to Rum Doodle [Kindle]
Im viktorianischen London bekommt eine Gruppe Gentlemen die Mission das größte Gebirgsmassiv der Welt, den Rum Doodle, zu besteigen. Leider sind sie dafür vollkommen ungeeignet: Der Missionsleiter verfügt über keinerlei Führungsqualitäten, der Expeditionsarzt ist ständig krank, der Diplomat streitet sich mit allen und der Navigator verläuft sich ständig. Außerdem ist da noch der Expeditionskoch Pong, vor dem es zu flüchten gilt, und 30.000 yogistanische Sherpas…
Der britische Humor und Steife, mit der diese Liga der außergewöhnlichen immer wieder montypythonesk scheitert, ist staubtrocken. Das die Geschichte nie so over-the-top geht wie sie könnte liegt auch daran, dass sie bereits 1956 verfasst wurde. Ich hatte beim Lesen meinen Spaß und habe ein paar mal herzhaft gegnichelt, der Burner ist es allerdings nicht.

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Hören:

Lorde: Everybody wants to rule the World [MP3]
Song zum Trailer des nächsten Assassins Creed und ganz schön cool. Der Trailer übrigens auch.

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Sehen:

School of Rock
Seinerzeit hoch gelobt, letztlich aber nur belangloser Quatsch und eines der schlechteren Jack-Black-Vehikel.

Mad about you (Season 5)
Die Buchmans waren kurz vor der Trennung, nun sind sie schwanger. Nach der anfänglichen Freude im Geheimen bekommen sie es aber schnell mit Kontrollverlust zu tun, Jamie hängt noch an ihrem alten Job und Paul versucht sich als Freelancer durchzuschlagen, was aber nicht gut klappt.
Auch die 5. Staffel von MAY ist einfach nur – goldig. Helen Hunt und Paul Reiser sind großartig, und einige Gastauftritte lassen einen vor Lachen über den Boden rollen (Kevin Bacon knows!).

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Spielen:
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Machen:
Quer durch Europa fahren, am Strand liegen, Leute kennenlernen, Abenteuer erleben.
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Neues Spielzeug:
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Archiv Momentaufnahmen ab 2008

 
Ein Kommentar

Verfasst von - 15. Juli 2014 in Momentaufnahme

 

Momentaufnahme: Mai 2014

Herr Silencer im Mai 2014
Noch so viel zu tun, so wenig Zeit.

Wetter: Sehr wechselhaft. Sonnige Abschnitte wechseln sich mit Regenphasen ab, teilweise ist es über Tage stürmisch. Temperaturen sinken morgens nochmal auf 5 Grad, tagsüber 10-15. Um den 20. rum plötzlich fast 30 Grad, die nach kurzer Zeit aber in Gewitter und Schmuddel bei einstelligen Temperaturen übergehen.
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Lesen:

Eoin Colfer: WARP: The reluctant Assasin [Kindle]
Das FBI hat ein Zeugenschutzprogramm, das Personen in der Vergangenheit versteckt. Shit hits the Fan als ein viktorianischer Trickmörder in einen Quantentunnel gerät, in dem gerade ein Wissenschaftler explodiert. Das Ergebnis: Einer der gruseligsten Psychokiller der jüngeren Literatur. Colfer möchte gerne von Artemis Fowl weg, probiert hier aber nicht wirklich was neues aus, und ein wenig nervt der Fimmel, nach dem “Per Anhalter”-Flop unbedingt Kinderbücher schreiben zu wollen. Zumal der der Killer aus der Vergangenheit wirklich gruselig ist.

Eoin Colfer:Artemis Fowl: The Last Guardian [Kindle]
Opal Koboi explodiert und wird zu einem Quantenwesen, dass Armageddon auslösen will. Haven wird zerstört, und Artemis und Holly haben alle Hände voll zu tun um Koboi aufzuhalten und sich gegen 10.000 Jahre alte Berserker, die in den Körpern von Kaninchen und 4jährigen Jungen festsitzen, zu erwehren. Zum Glück hat Mulch Diggums Blähungen.
Der achte und letzte Teil der “Artemis Fowl”-Reihe ist wieder vollgestopft mit Hightech, Action und bizarren Situationen – ein schöner Abschluss.

Bill Willingham:Fairest: The Maharadscha [Graphic Novel]
Ein indisches Dorf wird von Wildhunden überfallen. Als nur noch die Alten, Kinder und Frauen über sind, macht sich die junge Nalayani auf den Weg, um den Maharadscha Sha Ah-Ming um Hilfe zu bitten. Der erweist sich für Fables-Kenner überraschend als alter Bekannter.
Schöne, wenn auch langsame Geschichte, die allerdings mittendrin einen echten Hänger hat, aus dem sie nur mit einem kruden Plot Device wieder herauskommt. Die Reaktivierung von Prince Charming hätte es aber nicht wirklich gebraucht – sein Überleben schmälert retrospektiv das große Opfer, dass er eigentlich erbracht hat, und Charming ist ein zu gefährlicher Charakter, als dass man den einfach so durch die Welt laufen lassen könnte.

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Hören:

Marc-Uwe Kling: Die Känguruh-Offenbarung [Hörbuch]
Kleinkünstler Marc-Uwe geht es gar nicht gut, denn ohne Känguru langweilt er sich zu Tode. Das Känguru, wir erinnern uns, ist ausgewiesen und abgeschoben worden, und selbst das asoziale Netzwerk scheint tot. Aber dann tritt eine Veränderung mit einem großen Schnautzbart in Marc-Uwes Leben, und eine Jagd um die Welt beginnt, an deren Ende am Strand von Griechenland die unfassbare Wahrheit offenbart wird…

Die Geschichten um das sprechende, kommunistische Känguru sind brilliant, ich könnte in einem Fort über den Boden rollen vor Lachen. Die “Offenbarung” ist zum Glück so gut wie seine Vorgänger, die “Känguru Chroniken” und das “Känguru Manifest”. Dabei zerfällt das Werk selbst in zwei Teile. Während der erste in Setting und Ton die Vorgänger weiterführt, verändert sich im zweiten Teil sowohl Umgebung als auch Handlungsbogen. Das ist eine willkommene Abwechselung, und auch wenn es dann letztlich alles total absurd wird: Hey, es sind Geschichten mit einem SPRECHENDEN KäNGURU!
Tip: Nicht das Buch kaufen, sondern das Hörbuch hören. Das wird von Kling selbst vor Livepublikum gesprochen, und viele Gags funktionieren nur in diesem Medium. Abgesehen davon ist seine Intonation des Kängurus einfach nur genial.

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Sehen:

Warhorse [Watchever]
Eigentlich eine total bekloppte Geschichte: Sie folgt dem Leben eines Pferds in der Zeit des ersten Weltkriegs. Was total nervig hätte sein können, ist erstaunlicherweise ein spannender Film mit tollen Bildern geworden. Das allerdings sogar das Pferd mehr Charakter in seiner Rolle entwickelt als Tom Hiddleston und Benedict Cumberbatch in ihren Kurzauftritten, ist ein wenig seltsam.

No Country for old man [Bluray]
Tolle Schauspieler, großartig gespielt. Ganz super, bis zu dem Moment, wo die Leinwand mittendring schwarz wird. Diese Macke der Coen-Brüder, nichts mehr zu Ende zu bringen, lässt einen unbefriedigt zurück.

Brave [BluRay]
Auch eine schottische Prinzessin im 9. Jahrhundert pubertiert mal. Highlanderin Merida gerät an eine Hexe, die nur Bären kann, und gibt bei der eine Überarbeitung der nervenden Königinmutter in Auftrag. Es passieren… Bären. Der Film ist schon drei Jahre alt, war aber bislang an mir vorbeigegangen. Weil “Frozen” im vergangenen Monat meine romantische Seite angesprochen hat, nun also mal Merida angeguckt. Die Geschichte ist total banal und viele Gags vorhersehbar, ABER: Meine Güte, JEDES EINZNE BILD IST EIN KUNSTWERK! Und dann diese Animationen! Großartig.

Angel, Staffel 3-4 [DVD]
Das Spin-Off zu Buffy wurde seinerzeit von ProSieben, wie es damals noch hieß, regelrecht verstrahlt: Ab Staffel 3 gabe es mal hier eine Folge, mal da, oft nach Mitternacht oder auch mal ein Jahr gar nicht. Dabei wird die Serie erst in der 3. Staffel richtig gut: Allein für die Idee, dass die finsteren Mächte heutzutage als Anwaltskanzlei unterwegs sind und böse Taten als casual nine2five-Job ansehen, verdient Lobpreisungen.

Wreck-it Ralph [BluRay]
Figuren aus Computerspielen führen ein Eigenleben, wenn niemand ihr Spiel spielt. Ralph ist der Bösewicht in einem uralten 8Bit-Spielautomaten. Er hadert damit, dass niemand ihn leiden kann. Bei einem Ausflug in andere Spiele stolpert er unversehens in ein seltsames Abenteuer hinein.
Ja, ich arbeite gerade die Animationsfilme der letzten Jahre auf. “Ralph reicht´s” ist in vielerlei Hinsicht bemerkenswert und einer der Filme, die einen wirklich zu Tränen rühren kann. Als Gamer hat man besondere Freude an den vielen Cameos und Anspielungen auf Videospiele, von Supermario bis hin zu Mass Effect.

Frozen [PSN]
Eine Prinzessin entwickelt eisige Superkäfte und wird dadurch einsam und unglücklich, bis sie vor den Menschen flüchtet. Ihre kleine Schwester macht sich auf die Suche nach ihr.
Ui, was für ein interessanter Film. Elegant animiert, witzig, starke Frauenbilder und ein gekonntes Spiel mit Disney-Klischees. Der Zeichenstil gefällt mir persönlich nicht, weil alles ein wenig zu sehr nach “Lissy und der letzte Kaiser” aussieht, aber dennoch absolut sehenswert.
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Spielen:

Spec Ops: The Line [PS3]
Dubai ist durch einen Sandsturm von der Außenwelt abgeschnitten. Die Amis schicken eine Armee rein, die geht verschütt. Also schickt man ein Dreierteam Aufklärer rein. Die klettern im Auge des Sturms in der Luxusstadt herum und entdecken grässliche Greultaten der amerikanischen Armee.
Spec Ops: The Line spielt sich wie ein klassischer Shooter, ist aber ein Antikriegsspiel. Die Aufklärer, deren Anführer man spielt, machen eine Reise mit, die an “Apocalypse Now” angelehnt ist und wie diese verstörende Bilder bietet. Der richtige Hammer kommt am Ende in Form eines Twists, der Stunden vorher mit Fanfaren und Trompeten angekündigt wurde und innerhalb der Spielwelt einen Sinn ergibt, dem Spieler gegenüber aber unfair ist. Die eigentliche Wirkung setzt vorher ein: Man fühlt sich schlecht, während man Spec Ops spielt. Das mag für Shooterfans eine Offenbarung sein – da ich diesen ganzen Modern Warfare- und Battlefield-Quatsch aber eh schlimme scheiße finde, hat mich das nicht umgerissen. Nichtsdestotrotz haben wir es hier mit einem Antikriegsspiel in Analogie zum Antikriegsfilm zu tun – und DAS kann man den Machern von Yager nicht hoch genug anrechnen.

Watch Dogs [PS4]
Aiden ist Hacker. Gut für ihn: In der nahen Zukunft ist alles mit allem vernetzt, und Aiden nutzt das, um die Mörder seiner Nichte zu jagen.
Lange drauf gewartet, nun ist Watch Dogs mit einem halben Jahr Verspätung erschienen. Die habe man gebraucht, um das Spiel zu polieren, heisst es. Wenn ich mir ansehe was jetzt dabei rausgekommen ist, muss es im vergangenen Jahr eine Katastrophe gewesen sein, denn auch im heutigen Zustand ist das Spiel eine Ansammlung von Features und ein einziger Activity-Overkill in einem mittelmäßig aussehenden Open-World-Sandkasten. Watch Dogs wurde vor 5 Jahren konzipiert und hätte ein starkes Statement zu einer allüberwachten und vernetzten Welt sein können. Leider hat es dazu keine Meinung, und versucht mit dem Vernetzungsgedanken zu beeindrucken. Das zieht aber in der Post-Snowden Welt nicht mehr, und da auch die Story belanglos und schlecht erzählt ist, haut Watch Dogs mich nicht wirklich um. Allerdings gibt Ubisoft seinen Franchises Zeit zum wachsen. Das erste “Assassins Creed” war spielerisch auch ein Totalausfall und die Story völlig Banane, erst der zweite Teil wurde ein Meisterwerk. Ich würde Watch Dogs wünschen, dass es das auch schafft. Das Potential ist da.
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Machen: Vorbereiten. Planen. Tarja.

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Neues Spielzeug: Eine Eagle Creek Hemdentasche.

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Archiv Momentaufnahmen ab 2008

 
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Verfasst von - 30. Mai 2014 in Momentaufnahme

 

Nachwirkungen

Ich habe neulich ja mal die üblichen Impfungen auffrischen lassen. Es gibt da so eine Kombiauffrischung, mit der wird auf Keuchhusten, Diphtherie und Tetanus auf ein Mal aufgefrischt. Ein Pieks in den Oberarm und fertig.

Naja, nicht ganz. Interessanterweise passierten nämlich vier Tage später komische Dinge. Am vierten Tag nach der Impfung war mein Oberarm plötzlich knallrot und tat weh, außerdem fühlte sich die Haut heiß an. Am Abend kamen dann Übelkeit und leichtes Fieber hinzu. Glücklicherweise habe ich ein irre starkes Immunsystem, und nach einer durchgeschlafenen Nacht war zumindest das Fieber weg. Bis der Arm wieder normal war dauerte es aber noch drei Tage.

Merkwürdig ist das allemal, denn bei der Auffrischung handelt es sich um einen Totimpfstoff, damit kann man sich nicht mit der Krankheit infizieren. Keine Ahnung, was diese heftige Reaktion bei mir ausgelöst hat. Vielleicht habe ich das Konservierungsmittel in der Impfung nicht vertragen.

 
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Verfasst von - 18. Mai 2014 in Gnadenloses Leben

 

Wir raten ab!

Was früher die oft legitime Empfehlung des literarischen Quartetts war, macht mich gerade einfach nur sehr, sehr wütend: Der Satz “Wir raten ab!”.

Ich mag es, im Ausland Internet zu haben. Wlan gibt es zwar fast überall, aber meist gerade dann nicht, wenn man es wirklich braucht. Roaming ist teuer, also ist eine SIM-Karte für einen Netzbetreiber im Ausland sinnvoll. Ich habe keine Zeit und keine Lust mich im Ausland mit den Besonderheiten der dortigen Netzbetreiber und ihren achttausendfünhundert Tarifen rumzuschlagen. Um das zu vermeiden gebe ich gerne Dienstleistern Geld dafür, damit die das für mich erledigen.

Das kostet dann Bearbeitungsgebühr, aber dafür spart es mir Zeit und Nerven. Gegen Zahlung von um die 30 Euro bekomme eine fix und fertige SIM, die ich im Ausland nur noch in den mobilen Accesspoint stecke, und schon haben alle meine Gadgets WLAN. Das Telefon bleibt aber trotzdem unter seiner deutschen Nummer erreichbar. So unkompliziert läuft es zumindest bei meinen Lieblingsanbietern messaxxio.com (Italien) und simcardshop.eu (Großbritanien). Einfach SIM bestellen, die Dienstleister kümmern sich um die Registrierung, buchen die gewünschte Option und aktivieren die Karte zum richtigen Zeitpunkt.

Das es auch komplett anders geht, beweist ein gewisser Shop, der global Prepaidkarten verkauft. Auch diesen Dienstleister hatte ich damit beauftragt eine Karte zu laden, mit einer Datenoption zu bebuchen und zu aktivieren. Kostet zwar fast 40 Euro, aber egal. Nach zwei Tagen lag die Karte im Briefkasten, samt persönlicher Anleitung. Die war offensichtlich von jemandem mit !!! GROSSER Freude AN FORMATIERUNGEN !!! erstellt worden und enthielt zwei Seiten voller Anweisungen, wie ich zwei Codes aufladen und aktivieren sollte, um dann eine Datenoption zu buchen. Alles bequem von meinem SIM-Lockfreien Handy aus. Lediglich ein Anruf bei einer automatischen Hotline und eine SMS seien dafür nötig.

WTF?! Genau so einen Quatsch will ich mir doch ersparen! Also Kontakt mit dem Anbieter aufgenommen. Hier verkürzt die Inhalte des Mailverkehrs:

“Guten Tag. Diese Anleitung bei meiner SIM – ist das nur ein Formblatt, oder muss ich das tatsächlich so machen wie es da steht? Die Karte ist nämlich für den Einsatz in einem Accesspoint gedacht, der kann weder Hotlines anrufen noch SMS versenden.”

Dienstleister: “Die Anleitung wurde für Sie persönlich zusammengestellt. Sie müssen jeden einzelnen Schritt durchführen. Wir raten generell von der Verwendung von Accesspoints ab, die sind zu kompliziert. Nehmen Sie lieber ein modernes Android-Handy und nutzen Sie die Tehtering-Funktion (SIC)”

Ich: “Äh, Moment. Sie bewerben die Karten auf Ihrer Seite als geeignet und getestet mit Surfsticks und für den Einsatz in Tablets. Das Produkt heisst sogar “Daten-SIM für Smartphnone, Tablet, Router”. Das man für die Aktivierung ein Handy braucht steht da nirgends. Außerdem beauftrage ich aus genau diesem Grund Dienstleister wie Sie mit der Bereitstellung von SIM-Karten. Ich bezahle Sie doch, damit SIE sich um Aktivierung und Buchung kümmern!”

Dienstleister: “Im Anhang an diese Mail finden Sie eine Anleitung, wie sie Ihren Accesspoint konfigurieren müssen.”

Ich: “Ich WEIß wie mein Accesspoint konfiguriert werden muss! Ich halte die Technik für durchaus beherrschbar! Tatsache ist aber, dass ich kein Handy für normale SIMkarten habe und auch nicht brauche, weil die Aktivierungs- und Buchungsvorgänge die Dienstleistung sind, die sie erbringen! Wenn ich gewusst hätte, dass sie das nicht tun, hätte ich mir die Betsellung bei Ihnen gespart. Kleiner Hiweis zur Verbesserung: Sowas sollte auf Ihrer Website stehen!
Mal abgesehen davon: In der Anleitung steht was von “Ich müsse unbedingt beide Codes aufladen”. Da steht aber nur einer. Wo ist der andere?”

Dienstleister: “Die Codes stehen in Ihrer persönlichen Anleitung. Bitte geben Sie den Accesspoint keinesfalls Kollegen mit, die sich damit nicht auskennen.”

Ich: “Da steht:
“Einfach die SIM in ein simlockfreies Handy einlegen und beide Codes aufladen
*456*4544465465654334464# und Hörer abheben und wählen.” Wo ist der zweite Code?”

Dienstleister: “Der Code steht in Ihrer persönlichen Anleitung!! UNd in Ihrer Mail steht er auch!!!! 4544465465654334464!!!!”

Ich: “Das ist EIN Code, wo ist der ZWEITE?”

Dienstleister: “Sie brauchen nur einen.”

Ich: “Ach, super, dass die Anleitung persönlich und nur für mich zusammengestellt wurde. Dann besten Dank, ich gehe mir dann jetzt ein Androidhandy kaufen.”

Einigermaßen unfassbar, oder? Dem Kunden ein Produkt zu verhökern, und wenn dann festgestellt wird, dass es die beworbenen Eigenschaften gar nicht besitzt bzw. noch andere Schritte notwendig sind, zum Kauf eines anderen Geräts raten? Das ist ungefähr so, als wenn ich Reifen für mein Auto kaufe, und dann feststelle, dass sie nur passen, wenn ich mir komplett andere Felgen zulege – und der Händler dazu sagt, dass er vom Einsatz der Reifen an Kleinen Gelben AutosTM generell abrät.
Un-Glaub-Lich.

Nunja. Anderen Dienstleistern bin ich über Jahre treu und beauftrage sie immer wieder mit Aufladungen und Aktivierungen. DIESER “Dienstleister” hat mich das letzte Mal gesehen – obwohl ich in diesem Jahr noch zwei Mal eine SIM in diesem Land brauche. Aber dann gehe ich doch lieber vor Ort in einen Telefonladen. Ist einfacher. Übrigens: Nach meiner Beschwerde wurde auf der Produktseite ein Satz in der Beschreibung (bei der auch jeder Satz in Fett, kursiv, unterstrichen oder Grün formatiert ist) eingefügt: “Bei Ankunft einfach beiliegenden Code in einem simlockfreien Telefon eingeben”.
Immerhin. Leider zu spät.

 
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Verfasst von - 11. Mai 2014 in Gnadenloses Leben

 

Eingeimpft

Neulich, als mich ein dreckiges, altes Steuergerät in den Daumen gebissen hat, ging mir so durch den Kopf “Wann war eigentlich Deine letzte Tetanusimpfung?”. Ich wusste noch, dass die irgendwann mal aufgefrischt wurde, aber ich wusste nicht mehr wann und warum, also muss das Anfang der 90er gewesen sein. So begab ich mich auf die Suche nach einem historischen Dokument: Meinem Impfpass.

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Der stammt aus dem Jahr 1975, und dass er Anfang 1997 eine Woche hinter einer leckenden Heizung lag hat Spuren hinterlassen. Anfang der 2000er war er dann mal mehrere Jahre verschollen, aber beim vorletzten Umzug ist er wieder aufgetaucht. Wenn ich mir die fast-Frakturschrift so ansehe und das Einlageblatt im Inneren, muss ich mir eingestehen, dass 1975 näher an den 50er Jahren als an 2014 dran
war:

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Wie auch immer: Die letzten Impfungen waren dann jetzt doch ETWAS her, und eine Auffrischung hat es tatsächlich nie gegeben. Was total bescheuert ist. Erwachsene sollten alle 10 Jahre Tetanus, Diphterie und Pertussis (Keuchhusten) auffrischen lassen. Das habe ich dann heute mal gemacht.

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Nebenbei habe ich bei Tante Doktor gelernt: Wenn man öfter in Südeuropa unterwegs ist, sollte man sich gegen Hepatitis A und B impfen lassen. Und was heutzutage anders ist als damals, in den 70ern: Junge Mädchen zwischen 12 und 17 sollten sich DRINGEND gegen Humane Pappilomviren impfen lassen, weil die Auslöser von Gebärmutterhalskrebs sind und die Chance, sich mit dieser Herpesart zu infizieren, bei über 90% liegt.

Gegen die grundlegenden Dinge sollte sich jeder impfen lassen. Ich halte zwar nichts von diesen Grippeimpfungen, die in jedem Herbst propagiert werden, aber eine Grundimmunisierung muss sein. Die jüngsten Auswüchse verwirrter Eltern, die ihre Neugeborenen nicht mehr impfen lassen, weil Impfschutz eine Erfindung der Konsumgesellschaft ist, kann ich nur mit Kopfschütteln begegnen. Aber tatsächlich gibt es eine wachsende Gruppe von Impfgegnern, die pseudowissenschaftlich sogar herzuleiten versuchen, das Impfungen bei Kindern Autismus bewirkt. WAS FÜR EIN QUATSCH. Das sind Rückfälle in´s tiefste Mittelalter.

Also: Wann war denn Eure letzte Auffrischung?

 
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Verfasst von - 9. Mai 2014 in Gnadenloses Leben

 

Momentaufnahme: April 2014

Herr Silencer im April 2014
“Na, wieviel ist denn jetzt 30 durch 10 mal drei?”

Wetter: Aprilwetter, aber durchaus warm. An Ostern über 20 Grad und strahlender Sonnenschein. Erst in der letzten Monatswoche nochmal einstellige Temperaturen am Morgen.
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Lesen:

Stefan Ulrich:Bonjour La France [Kindle]
Stefan Ulrich, Korrepsondent der Süddeutschen Zeitung, zieht mit Frau, Kinder und Meerschweinchen von Rom, der Stadt seiner Träume, nach Paris. Die Umgewöhnung erfordert etliche Lernprozesse, denn französischer Alltag unterscheidet sich in vielen Dingen vom Leben in Deutschland oder Italien. Die Ulrichs kämpfen mit einem überfluteten Haus, Mikroklima in der Bretagne, Untersetzern, Übersetzern und Nachbarn mit Strümpfen auf dem Kopf.
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Hören:

Podcasts, mal wieder. Bevorzugt “Schöne Ecken” und “90s Rewind”, über das Aufwachsen und Leben in den 90ern.

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Sehen:

Warehouse 13, Staffel 4 [DVD]
Und dann hört die eigentlich Mediocre Staffel 3 mit einem solchen Cliffhanger auf, dass ich Staffel 4 auch gleich gucken musste. Die ist signifikant besser. Das dem mäßigen “Warehouse”-Cast nun der gute Teil der Besetzung von “Buffy” (Anthones Sewart Head, James Marsters) zur Seite gestellt wird, wertet die Serie stark auf. Diesmal geht es um einen Konflikt mit einer uralten Bruderschaft, deren Chef (Brent Spiner) sich an Arty rächt, und wie sich mit den Konsequenzen von Handlungen leben lässt. In der Folge wird das Warehouse infiltriert und entgleitet der Kontrolle von Verwalterin Frederic, die dadurch langsam wahnsinnig wird. Spannend, gut geschrieben, und der Nervfaktor liehgt wesentlich geringer als noch in Staffel 3.

Star Wars: The Clone Wars, Staffel 4 [Watchever]
Watchever hat “Clone Wars” im Programm, eine schöne Gelegenheit die mal zu gucken. Erster Eindruck nach zwei Staffeln: Stark unterschiedliche Folgen, teilweise sehr spannend und gut, teilweise trivial. Kann man gucken.

Match Point [DVD]
Woody Allen Film. Herrje. Der Cast stottert sich durch eine triviale und uninteressante Erzählung. Außerdem sieht ALLES scheiße aus, von den schönen Schauspielern bis hin zu London ist alles mies gefilmt. Lebenszeitverschwendung.

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Spielen:

Enslaved: Odyssey to the West [PS3]
Die Städte liegen in Trümmern und sind von Grün überwachsen, in den Ruinen gehen Roboter und Sklaventreiber auf die Jagd nach den letzten Menschen. Was hier passiert ist, erfährt man nicht, aber es muss schon lange her sein. Die Spielfigur ist ein muskelbepackter Hüne namens Monkey, den Geschichtsstunden auch nicht interessieren. Er ist ein Meister darin in dieser feindseligen Umgebung zu überleben, aber jetzt hat er ein Problem: Die zierliche Hackerin Trip hat ihm ein Kopfband angelegt, das verhindert, dass er sich zu weit von ihr entfernt. Trip und Monkey sind einem Sklavenschiff entkommen, und nun will sie nach Hause, weiß aber auch, dass sie das allein nicht schaffen wird. Also versklavt sie Monkey, und gemeinsam gehen die beiden auf eine lange Reise, die zur Odyssee wird.

Von kleinen Kameraschwächen abgesehen ein gelungenes Actionadventure, bei dem sich Kletter-, Schleich-, Prügel- und kleinere Rätselpassagen abwechseln. “Enslaved: Odyssey to the West” bezieht seinen eigentlichen Reiz aus der Chemie der beiden Hauptdarstellter. Zwar steuert der Spieler nur Monkey durch die Ruinen der Welt, aber ähnlich wie Elizabeth in “Bioshock Infinite” ist auch Trip jederzeit präsent und arbeitet mit Monkey zusammen, der sie wiederrum schützen muss. Das funktioniert erstaunlich gut: An keiner Stelle nervt die Trip KI, die durchaus in der Lage ist eigene Wege zu gehen, sich im Kampf zu verstecken oder Monkeys Ausrüstung zu verbessern.

Die tolle Grafik und die hervorragenden Sprecher tun das Ihrige zur Atmo: Andy Serkins, bekannt als Gollum aus den “Herr der Ringe”-Filmen, grummelt sich als Monkey durch eine Handlung, an deren überraschenden Ende sogar ein Realfilm mit ihm steht – eingeleitet mit einem Storytwist, den man nicht kommen sehen kann und der das Spiel am Ende unvergesslich macht.

Schon die (nicht stattfindende) Romanze zwischen Trip und Monkey ist wunderbar in Szene gesetzt. So resigniert Trip an einem Punkt der Handlung und deaktiviert das Sklavenkopfband von Monkey. Der Nomade könnte nun seiner Wege gehen, und sein Blick sagt, dass das seine Natur ist und er das früher oder später tun würde – und doch bittet er sie, das Kopfband wieder zu deaktivieren, damit er eben nicht seinen Instinkten nachgeben kann, sondern das richtige tut und bei ihr bleibt. Solche stark gespielten Momente sind es, die “Enslaved” zu einer Spieleperle machen, die bei ihrer Veröffentlichung 2010 zu Unrecht untergegangen ist.
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Machen: Motorradtraining in Gründau mit Besuch in Bad Orb und Schotten.

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Neues Spielzeug:
Ein neuer Satz Protektoren für die Motorradkombi, diverser Kleinkram für Reisen.

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Archiv Momentaufnahmen ab 2008

 
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Verfasst von - 29. April 2014 in Momentaufnahme

 

Ein Stück Passwort

Beim Rumschrauben hat mich ein altes Steuergerät in den Daumen gebissen.

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Das tut weh, ist aber nicht weiter tragisch. Ungewohnt und unbequem ist aber die Reaktion der Technik darauf. Modnerds erste Reaktion war “Woah, jetzt fehlt Dir ein Stück Passwort”, und er hat recht: Der Fingerabdrucksensor, der das iPhone entsperrt, will so einen unvollständigen Abdruck nicht akzeptieren. Da der zweite Dauemn auch gerade verkratzt ist und an den restlichen Fingern gerade Superkleber klebt (Fragen sie nicht!) muss ich nun wieder ganz ordinär den Zugansgcode eintippen. Wird Zeit für einen Retinascan zur Geräteentsperrung.

 
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Verfasst von - 28. April 2014 in Gnadenloses Leben

 

Der dritte Molar

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“Heute… werden wir Zeuge der Extraktion des dritten Molaren”, sagt Ian McKellen mit seiner tiefen, rauhen Gandalfstimme in meinem Kopf. Irgendwie hört sich ja “der dritte Molar” an wie ein Begriff aus einem Fantasyroman. Gandalf schaut also in die Runde der versammelten Krieger, während er langsam um den Tisch in der Mitte der Ratshalle geht und mit bedeutungsschwerem Unterton sagt: “Wenn im Zeitalter des Flughunds, wenn der Mond im achten Haus steht und der Erbe Calendulas den Sitz der sieben Schilde für sich beansprucht, dann wird der dritte Molar extrahiert werden.”

Hihi.

Tatsächlich denkt sich mein Hirn nur so einen Quatsch aus um mich davon abzulenken wie nervös ich bin. “Extraktion des dritten Molaren” hört sich auch viel besser an als “wir ziehen einen Weisheitszahn”. Davon habe ich zum Glück nur einen, oben rechts, und der bereitet nicht mal akute Probleme. Allerdings wächst er immer weiter – weil er im Unterkiefer kein Pendant hat, und deshalb kriege ich jetzt im wahrsten Sinne des Wortes den Mund nicht mehr ganz zu. Also raus damit.

Da ich fantastisch gesunde Zähne habe, ist dass das erste Mal, dass mir ein Zahn gezogen wird, und deshalb bin ich nervös. Zumal ich nicht weiß wie das mit der Betäubung wird. Kann ich danach noch was machen? Oder werde ich, ähnlich wie nach der Vollnarkose im vergangenen Jahr, dumm wie ein Brötchen sein? Das spielt durchaus eine Rolle. Auf die Folgezeit habe ich mich schon vorbereitet. Gestern Abend habe ich den alten Gefrierschrank wieder angeworfen und Wasser eingefroren, also Kühlpakete gemacht. Dabei kam ich mir ein wenig vor wie Tom Cruise in Minority Report, bei der Sache mit der Augen-OP. Dabei fällt mir ein, dass ich meinen Kühlschrank mal wieder ausmisten und sauber machen müsste.

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“Wollnwer mal”, sagt der Zahnarzt und beginnt irgendwas zu machen, ich spüre gar nichts. “Wenn die Extraktion des dritten Molaren bevorsteht, sind die Sinne vernebelt. Dann, nur dann wird der Dolch des Schicksals angesetzt und…” Ach Gandalf, HALTS MAUL.

Der Zahnarzt würgt und ruckelt und zieht an dem Zahn rum, und erklärt dann mehrere Minuten, dass der Zahn ungewöhnlich fest sitzt und ein SO fester Sitz ja selten sei und *Kruspel* *Knirsch* *Zack* ist er dann doch draußen. “Ein Schreibtischzahn”, ruft der Zahnarzt freudig und zeigt den extrahierten Molar aufgeregt im Raum rum. Ich frage nicht nach was das sein soll, Gandalf kann mit “Schreibtisch” nichts anfangen. “Ja, hier, guckense, der ist geformt wie ein kleiner Backenzahn, ganz untypisch.”
Der Zahnarzt ist niedlich, wenn er sich so freut.

Plötzlich ist eine Helferin da und hält mir beide Hände hin. In den Handflächen liegen eingepackte Pillen. Auf eine ist mit Edding ein “S” gemalt. Wie Morpheus in “Matrix” steht die Helferin da. Ich überlege, ob ich die rote oder die blaue Pille will, aber ich soll dann doch beide nehmen. Die mit dem “S” ist für die starken Schmerzen.

Und jetzt sitze ich hier und warte darauf, dass die Schmerzen einsetzen. Die Matrix-Pillen liegen vor mir, das Minority-Eis ist im Gefrierschrank, und Gandalf liest mit seiner Gandalfstimme diesen Text Korrektur.
Hm. Und ich hatte irgendwann mal gedacht ich wäre gar kein Film-Nerd mehr.

Achtung, Bild des extrahierten Molaren nach dem Klick.

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Verfasst von - 4. April 2014 in Gnadenloses Leben

 

*Schnief*

Mein Immunsystem ist aus Stahl. Ach, was sage ich: Es ist aus Adamantium. Ich werde so gut wie nie krank, und selbst in Regionalzügen, den Seuchenschiffen der Neuzeit, prallen Viren an mir ab. Allergien sind mir unbekannt, und mit Heuschnupfen hatte ich noch nie zu tun.

Naja.

Bis auf dieses eine Jahr, als plötzlich die Nase lief und die Augen tränten. Aber das war wirklich nur ein Frühjahr lang, und dann nie wieder.

Bis jetzt.

Die Nase kitzelt, der Rachen kribbelt, die Augen brennen und gelegentlich bricht eine Nieskaskade aus mir hervor. Eine milde Form des Heuschnupfens? Hm. Ich mache mir da jetzt erst einmal keine großen Sorgen. Vermutlich ist das keine allergische Reaktion, sondern einfach mechanische Belastung. Pollen in Atemwegen stelle ich mir vor wie Sand im Getriebe. Da aktuell alles gleichzeitig blüht und es seit Wochen nicht mehr geregnet hat, ist eine solche Menge Dreck in der Luft, dass selbst das stärkste Getrieb mal knirscht. Das darf es dann auch. So lange wie das nicht zum Dauerszustand wird. Das Geschniefe nervt nämlich, und alle, die chronisch unter Heuschnupfen leiden, haben mein Mitgefühl.

 
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Verfasst von - 3. April 2014 in Gnadenloses Leben

 

Momentaufnahme: März 2014

Herr Silencer im März 2014
“Das war der Spiegel.”

Wetter: Ohne Umweg über den Frühling direkt in den Sommer: Bis zu 20 Grad und so gut wir kein Regen. Erst in der letzten Monatswoche nochmal einstellige Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt. ——————————————————————————————————————————————————–
Lesen:

Terry Pratchett:Making Money [Kindle]
Lord Vetinari hat großes mit der Stadt vor, aber dafür braucht er Geld. Leider befinden sich die Banken in desolatem Zustand und in der Hand weniger Familien, und Gold kann man auch nicht beliebig vermehren. Folgerichtig installiert Vetinari den ehemaligen Trickbetrüger und erfolgreichen Postmeister Moist von Lipwig im Vorsitz der größten Bank von Ankh-Morpork. Der denkt sich sofort eine radikale Neuerung aus: Geld aus Papier! Natürlich gefällt das etlichen Leuten nicht, weshalb Lipwig und sein Vorgesetzter, ein altersschwacher Hund mit dem Namen Mr. Fuzzpot, bald auf der Abschussliste landen.

Die späten Pratchett-Romane haben nichts mehr mit der Slapstick-Fantasy-Comedy der frühen Jahre zu tun. So auch hier: Die ganze Geschichte um Moist von Lipwick dient eigentlich nur dazu, Dinge wie Marktwirtschaft, Münz- und Papiergeld und das Bankenwesen an sich zu betrachten. Allerdings aus Pratchetts “The Lion Upside Down”-Blickwinkel, der dem Leser ganz neue Perspektiven eröffnet – u.a. wie manche Personen es schaffen, aus Gier ein ganzes System zu beschädigen.
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Hören:


Andrew Lloyd Webber: Phantom of the Opera [BluRay]
Angefixt vom Livebesuch des Musicals, klar.

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Sehen:

Warehouse 13, Staffel 3 [DVD]
Im Warehouse werden übernatürliche Artefakte eingelagert. Das erste Warehouse war die Bibliothek von Alexandria, Version 13 steht in einer Wüste in Ohio und beherbergt in seinen Kilometerlangen Regalen z.B. Indiana Jones Bundeslade. Superspannendes Setting, Ausführung aber vergurkt. Konnte sich die Serie in den letzten Staffel nicht entscheiden ob sie eher Akte-X-mäßig ernst oder doch eher lustig daherkommen wollte, ist Staffel 3 nur noch Comedy. In Kombination mit den wirklich schlechten Schauspielern (Ausnahme: Allison Scagliotti als Claudia) leider nichts für mich.
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Spielen:

Saints Row IV [PS3]
Der Anführer der Straßengangs Saints ist nach den Ereignissen in Saints Row – The Third zum Präsident der USA – allerdings nicht lange, Außerirdische überfallen die Erde und versklaven die Menschen in eine virtuelle Welt. Zum Glück gibt es Helfer, die die Simulation hacken und die eigene Spielfigur mit Superkräften ausstatten.
Wer schon immer mal wissen wollte wie es wäre Neo in der Matrix zu sein – hier kann man es ausprobieren. Die Open-World-Stadt Steelport wird zur Spielwiese für 200-Meter-Sprünge, Sprints an Hochhäusern hinauf und Massenkeilereien gegen außerirdische Agenten. Das Ganze mit absurdem Humor und komischen Dialogen angereichert. Großer Spass.

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Machen: Städtereise nach Hamburg, Phantom der Oper angucken!

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Neues Spielzeug:

- Zwei neue Sommerreifen :-(

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Archiv Momentaufnahmen ab 2008

 
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Verfasst von - 30. März 2014 in Momentaufnahme

 

Frühling!

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Höret und preiset das Frühlingswiesel! Das Frühlingswiesel sorgt dafür, dass auch in diesem Jahr wieder Frühling ist! Hiermit verkündet es zudem den Beginn der Motorradsaison! Der Winter war lang und kalt und dunkel, aber nun macht das Wiesel Frühling und gutes Wetter, dass es nur so kracht! Passt auf Eure morschen Knochen auf, fahrt vorsichtig und huldigt dem Frühlingswiesel!

Um ehrlich zu sein roch es hier das erste Mal Ende Februar nach Frühling und war auch frühlingshaft warm. Spätestens Anfang März hätte die erste Fahrt mit dem Motorrad stattfinden können, aber ach, es fehlte die Zeit aber jetzt ist es soweit…

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Verfasst von - 29. März 2014 in Gnadenloses Leben, Motorrad

 

Momentaufnahme: Februar 2014

Herr Silencer im Februar 2014
“And remember, I am your driver, not your Mother.”

Wetter: Sehr warm und trocken. So gut wie kein Niederschlag, selten unter dem Gefrierpunkt, viel Sonne. Frühlingshaft. ——————————————————————————————————————————————————–
Lesen:

Terry Pratchett: Raising Steam [Kindle]
Auf der Scheibenwelt bricht das Dampfzeitalter an. Vetinari freut es, Lu-Tze sorgt es, Moist von Lipwig hat eine Menge Arbeit, die Mrs. Cripslock begleitet und Vimes macht das, was Vimes am besten kann.
Die Geschichte ist schön, und vor allem nicht langatmig erzählt. Dadurch, dass nahezu alle Figuren aller Bücher auftreten, wirkt dieses Buch allerdings fast wie ein Abschiedsgruß von Pratchett. Zumindest muss man damit rechnen, dass dies sein letztes Scheibenwelt-Buch sein könnte.
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Hören:

David Arnold, Michael Price: Sherlock [MP3]
Der Ohrwurm des Monats. Leider ist nur das Opening- und das Maintheme nett, aber jeweils nur ganz kurz zu hören. Der Rest steht nicht für sich allein.

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Sehen:

Top Gear, Staffel 12 [Watchever]
Ach ja, auch mal schön. Die perfekte Unterhaltungssendung. Mit Fahrzeugen.
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Spielen:

Tomb Raider: Definitive Edition [PS4]
Einfach ein gutes Spiel, mit 60FPS und in Full-HD, mit Partikeleffekten und funktionierender Physik gleich nochmal besser.

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Machen: Städtereise nach London!

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Neues Spielzeug:

- Ein neues Visier für den Motorradhelm

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Verfasst von - 28. Februar 2014 in Momentaufnahme

 

Momentaufnahme: Januar 2014

Herr Silencer im Januar 2014
“Verbimmelt!”

Wetter: Sehr warm und trocken für Januar, von knapp über Null bis zu 8 Grad. Erst in der letzten Woche etwas Kälter und für drei tage Schnee. ——————————————————————————————————————————————————–
Lesen:


Bill Willingham Fables Vol. 19: Snow White [Graphic Novel]
Snowwhites Ehe mit Bigby Wolf ist ungültig, behauptet ein Hanswurst. Leider ist der aufgeblasene Möchtegern überaus mächtig, nimmt Snow gefangen und wartet darauf, dass Bigby zum Duell kommt.
Zähe Folge mit unglaubwürdigen und abruptem Ende. Nach Ende des “Adversary”-Bogens weiß Fables nicht wohin es will, und schockierte erst mit Ekel (“Cubs in Toyland”) und opfert jetzt beliebte Figuren um interessant zu sein. Hätte nicht gedacht, dass ich das mal sage, aber: Gut, dass die Serie demnächst endet. Sie hat ihr Verfallsdatum lange überschritten.

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Hören:

Tarja Colors in the Dark [MP3]
Das “rote Album” der Sopranistin ist leider überarrangiert. Eine instrumentelle Bombastpassage wird auf die andere gehäuft, was in der Summe beliebig klingt und keinen bleibenden Eindruck hinterlässt. Kein Vergleich zu “Winterstorm” oder ähnlichen Perlen.

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Sehen:

Ich bin ein Star, holt mich hier raus! [TV]
Einmal im Jahr Dschungelcamp, und in der achten Staffel so unterhaltsam wie bislang selten.
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Spielen:

Assassins Creed: Liberation HD [PS3]
Das Vita-Abenteuer kommt, knapp anderthalb Jahre nach seinem Debüt, auf die Konsolen und den PC. Nach wie vor leidet der Ableger um die weibliche Assasine Aveline de Grandpré an einer schlechten und schlecht erzählten Story, kurzen und dummen Missionen und unverständlichen Charakteren. Aber es hat auch Momente, etwa die Möglichkeit Kleidung zu wechseln und sich damit Situationen anzupassen, oder ein Crossover mit Connor aus AC-III. Das ist nett für zwischendurch und Die-Hard-AC-Fans werden ihre Freude haben, alle anderen sollten die Finger davon lassen. Zumal “Black Flag” ungefähr sieben Mal besser ist.

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The Walking Dead, Season II EP. 1: All that Remains [PS3]
Drei Jahre nach dem Tod ihres Beschützers Lee kämpft sich die elfjährige Clementine allein durch die Überreste der post-zombikalyptischen Welt.
Ich finde ja Zombiegeschichten generell doof und denke, dass die nur was für elfjährige sind. Eine Ausnahme macht “Walking Dead”, zumindest die Spiele von Telltale. Das man als erwachsener Spieler nun ein schwaches, aber nicht hilfloses Kind statt einer väterlichen Beschützerfigur lenkt ist eine mutige Designentscheidung. Die Ereignisse der ersten, rund drei Stunden langen, Episode deuten den Grundton der zweiten Staffel an: Es wird sehr, sehr übel.

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Machen: Tee.

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Neues Spielzeug:

-

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Verfasst von - 28. Januar 2014 in Momentaufnahme

 

Der iPad-Kurs

Gastbeitrag von Herbert Plusch

Herr Plusch ist seit einigen Jahren Buchhalter bei Herrn Silencer. Er ist nicht mehr der Jüngste, aber technischen Neuerungen gegenüber nicht nur aufgeschlossen, sondern geradezu begierig darauf, sich mit neuer Technik auseinanderzusetzen. Kürzlich erlebte er eine Geschichte, die er hier als Gastautor zum Besten gibt.

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Ich habe mir vor nicht allzu langer Zeit ein iPad angeschafft. Das war eine gute Entscheidung. Um noch besser damit umgehen zu können, habe ich an einer Bildungseinrichtung einer Universitätsstadt an einem ganz normalen Donnerstag in den Abendstunden einen Kurs belegt. Das war eine nicht ganz so gute Entscheidung. Mitzubringen war übrigens das eigene und bitte auch aufgeladene iPad.

15 Personen befinden sich in einem Raum.
Einer steht, das ist der Dozent. Wie sich später herausstellt, ist er sehr gut und mit einer unmenschlichen Geduld gesegnet.

14 Personen sitzen also in einem Raum. Mein Nebenmann und ich sowie 12 weibliche Kursteilnehmerinnen.
Meine Nebenfrau ist extrem jung, so in etwa 40 Jahre alt.
Es bleiben noch elf der Jugend schon ein wenig entwachsende Damen so in der Altersgruppe von 55++.

Der Kurs hatte noch nicht begonnen, sah eine der Elfergruppe in ihre Tasche, blickte entsetzt hoch, und folgender Dialog entwickelte sich:
Werfen Sie mich jetzt raus?
Der verwirrte Dozent fragte: Warum soll ich Sie rauswerfen?
Ich habe mein iPad vergessen.
Großherzig erlaubte der Dozent der Dame, zu bleiben.

Der Kurs beginnt also mit 14 Sitzenden. Jetzt folgen so einige Anmerkungen, ausschließlich aus der Generation 55++.

Was, mit einem iPad kann ich ins Internet?

Was, mit einem iPad kann ich Mails lesen?

Was ist ein eMail-Account?

Schade, ich kann mein iPad nicht für Mails nehmen, ich habe 2 eMails.
(Auf Rückfrage des Dozenten ergab es sich, dass die 55++ tatsächlich über zwei Accounts verfügt.)

Kann man im Nachhinein feststellen, ob mein Sohn oder mein Enkel mir da irgendwelche Spiele auf das iPad getan hat?

Ich war mit meinem iPad noch nie im Internet.

Aber es ist doch eingerichtet, das geht nur über das Internet.
Da müssen Sie sich irren, mein iPad war noch nie im Internet.

WLAN haben wir zuhause nicht.
Aber Sie sind zuhause im Internet?
Ja.
Und wie?
Keine Ahnung, jedenfalls haben wir kein WLAN.

Wenn ich jetzt mein iPad so einstelle, das ich den Hotspot von McDonald nutzen kann, muss ich dann zukünftig jedes mal nach McDonald, wenn ich Mails lesen will?

Haben Sie eigentlich ein iPad? Das von Apple oder das von Samsung?

Der mit Abstand beste Dialog fand über dieses Thema statt. Beteiligt sind eine 55++ und der Dozent:

Wieso reden Sie die ganze Zeit vom iPad von Apple?
Das iPad ist von Apple.
Mein iPad ist von Samsung.
Es gibt kein iPad von Samsung!
Und was ist das hier (Gerät hochhaltend).
Das ist ein Tablet von Samsung.
Sag ich doch, iPad von Samsung!!!
Nein, ein Tablet von Samsung, kein iPad.
Das finde ich aber jetzt nicht gut. In dem Programm der (Bildungseinrichtung) steht nicht, dass es nur von Apple das iPad gibt. Da steht nicht, dass der Kurs nicht für iPads von Samsung geeignet ist.
(Augenrollen, unterdrückte Muskelkrämpfe und vielleicht auch Mordgelüste des Dozenten).
Was ist denn für ein Betriebssystem auf Ihrem Tablet?
Sag ich doch die ganze Zeit, das ist Samsung.
Betriebssystem?????
Was gibt es denn da?
Windows oder Android.
Ist das auch von Samsung?
Prüfender Blick des Dozenten und nähere Betrachtung des Gerätes: Android!
Ich will Sie nicht loswerden (wollten wir aber alle), aber wollen Sie nicht lieber auf einen Android-Kurs umbuchen?
Und dann machen wir dann das Andro-Dingda mit dem iPad von Samsung?
Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa!

Zu unserer Erleichterung ging nun die 55++ lebend und aufrecht durch die Tür, ohne dass irgendwelche spitzen Metallgegenstände in ihrem Körper steckend sie daran gehindert hätten. Viel hätte aber nicht gefehlt, und die spitzen Metallgegenstände hätten in ihrem Körper nicht gefehlt.
Entsetzte Blicke der Verbleibenden.

Ich bin mir nicht sicher, was die entsetzten Blicke bei einigen 55++ ausgelöst hat und ob alle den tiefen Sinn verstanden haben.

Manches sollte ein Geheimnis bleiben.

 
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Verfasst von - 22. Januar 2014 in Gnadenloses Leben, Skurril

 

Dexter

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Was ich aus “Dexter” gelernt habe: Die großzügige Verwendung von Folie minimiert die Schweinerei bei der Entsorgung.
Die Erbringung einer Transferleistung vorausgesetzt lassen sich selbst aus einer TV-Soap über Serienmörder Haushaltstips ableiten.

 
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Verfasst von - 4. Januar 2014 in Gnadenloses Leben

 
 
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