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Archiv der Kategorie: Momentaufnahme

Momentaufnahme: April 2015

Herr Silencer im April 2015
Hust, Röchel, wo ist der Frühling?

Wetter: zu kalt und zu trocken. Zu Beginn des Monats 15 Zentimeter Schnee und Temperaturen, die um wenige Grad um den Nullpunkt osziliieren. Ab der zweiten Woche zumindest zweistellig, am Wochenende sogar mit Sonnenschein. Die dritte und vierte Woche werden verregnet und wieder eisig: Nachtfrost, morgens nur 2 Grad. Ein Monat zum im Bett bleiben.
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Lesen:

– Diverse Reiseführer. Eigentlich sogar diverseste. Mehr wird nicht verraten.

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Hören:

aprilsound

Nightwhish: Endless Forms most beautiful [MP3]
Darf man diese Band eigentlich noch mögen, so wie die mit ihren Sängerinnen umgeht? Wie zuvor Tarja erfuhr auch die kleine Olson eine Nacht vorher, dass sie morgen beim Konzert nicht mehr dabei sein wird, weil hinter ihrem Rücken eine andere Frontfrau engagiert wurde. Sowas geht gar nicht. Allerdings ist die neue wesentlich besser als Olson. Floor Jansen ist eine Metalgöttin, die sowohl die Songs der Tarja- als auch der Olson-Ära sehr gut performt. Das Album klingt auch wie ein Mix aus beiden und kommt durchgehend sehr kraftvoll daher.

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Sehen:

Aprilmovies

Game of Thrones, Staffeln 1-4 [BluRay]
Auf dem Kontinent Westeros dauern die Jahreszeiten unvorhersehbar lang. Der jetzige Sommer geht schon 9 Jahre, und unter seiner Sonne kämpfen die Herrscher von Westeros um den eisernen Thron. Es passiert allerhand Mord und Totschlag, Sex, Intrigen und Inzest. Während die Könige sterben wie die Fliegen, kommt aus Süden eine Sklaven- und aus dem Norden eine Zombiearmee anmarschiert. Und der Winter kommt auch…

GoT ist DIE Serie der letzten Jahre. Auch wenn man mit Fantasy nichts am Hut hat, packt einen hier der hohe Production Value (deshalb nur 10 Folgen pro Jahr) und das Element des Unvorhersehbaren: Protagonisten sterben in Massen, kein Charakter ist sicher. Quasi Herr der Ringe in erwachsen und in Serie. Sehr toll.

Paddington [PSN]
Ein kleiner Bär kommt aus dem tiefsten, dunklen Peru nach London und wird am Bahnhof Paddington von Familie Brown aufgelesen. Denen zieht er den Stock aus dem Hintern, und es passiert Marmelade.

Ich liebe ja Paddington und die alte Animationsfilmserie aus den 70ern, die sehr langsam, aber gewaltig witzig und liebenswürdig war. Dementsprechend unterwältigt war ich nach den ersten Trailern, die einen krachlauten, computeranimierten Pippi-Kacka-Bären zeigten, der in Slapsticksituationen mit Ohrenschmalz herumfuhrwerkt und von Nicole Kidman gejagt wird. Umso angenehmer ist die Überraschung, dass die 2015er Auflage von “Paddington” ein wirklich feiner Film geworden ist, an dem Erwachsene und Kinder Spaß haben können. Einer der großen Verdienste des Filmes ist, dass endlich gezeigt wird, warum Paddington sprechen kann und wieso er so feine Manieren hat. Kann man sich gut an verregneten Sonntagnachmittagen angucken.

Furious 6 [PSN]
Dom und Paul Walker fahren Auto in Spanien. Dann kommt The Rock und sagt, sie sollen in London Auto fahren, aber am Ende explodiert in Amerika ein Panzer.
Echt, keine Ahnung um was es in dem Film ging. Aber das mit dem Autofahren, das können die schon.

Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere [PSN]
Nach zwei langen Filmen hat Zwergenkönig Zottelbart mit seiner Bande aus Pimpi, Mimpi, Pupsi, Hupsi und dem Dicken endlich den Berg eingenommen. Vermutlich aus Langeweile wird er nach 5 Minuten verrückt, und vor dem Berg marschiert jeder und seine Mutter mit einem Heer auf. Dann gibt´s aufs Maul, der blonde Frodo steht doof daneben, und am Ende kommen die Adler.

Achje. Irgendwer hätte Peter Jackson mal sagen sollen, wann es genug ist. Dieser Film hat von allem zu viel. Zu viel Overacting, zu viel Colorgrading, zu lange und weilige Kampfszenen, eine zu lange Laufzeit. Zuwenig hat er nur an Geschichte. Das ist vor allem daran zu merken, das Bilbo in seinem eigenen Film die meiste Zeit nur rumsteht und betroffen guckt. Dabei geht es die ganze Zeit nur darum, dass ein Zwerg in einem Berg hockt! Nix mit fühlbarer Bedrohung, kein Ende der Welt oder eine große Gefahr, wie sie seinerzeit von Sauron ausging. Hier geht es um nichts, die Charaktere sind egal, und das merkt man sehr schnell. Postiv: Es gibt wenigstens keine Klötenkobolde oder Gopro-Wasserrutschen, Negativ: Es gibt schon wieder Adler! ARG! Egal welche Abenteuer unterwegs sind, vier der sechs HDR-Filme enden mit Adlern! Ob in “Zwei Türme”, “Rückkehr des Königs”, “Eine unerwartete Reise” oder jetzt in der “Schlacht der fünf Heere”: Fünf Minuten vor Ende kommen die Adler und retten den Tag. Das ist nicht nur ärgerlich, das entwertet auch die bis dahin überstandenen Strapazen. Wenn sie so toll sind, hätten nicht die doofen Adler den Ring in den Vulkan werfen können?!

Avengers: Age of Ultron [Kino]
Robert Downey Junior manipuliert an Tom Hiddlestons Stab herum und erschafft dadurch ein künstliches Arschloch namens Ultron. Der fängt sofort an rumzupupen und erst das das Internet und dann die Menschheit kaputt zu machen. Tja, mit Vorratsdatenspeicherung wäre DAS nicht passiert!

Avengers II ist ein sehr cooler Film mit jeder Menge Schauwerte. Die Eröffungssequenz wird später in Lehrbüchern auftauchen, und die Effekte, Kamera und Schauspieler sind alle 4fach A. Glücklicherweise hat Joss Whedon jemand gesagt wann es genug ist, und er hat den Film von über 3 Stunden auf 160 Minuten runtergeschnitten. Dennoch sind manche Szenen zu lang, manchmal holpert das Pacing, und ich werde das Gefühl nicht los, das manche der Holperszenen das Requiem Whedons auf seine Zeit mit den Avengers ist.

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Spielen:

Aprilgames02
Assassins Creed Chronicles: China [PS4]
China, 1530: Der Assassinenorden ist vernichtet. Die letzte Assassinin ist die junge Shao Yun. Sie macht sich auf den Weg nach Italien, um von Mentor Auditore zu lernen, wie sie die Bruderschaft neu Aufbauen kann. Zurück in China macht sie sich auf einen Rachefeldzug gegen intrigante Schlüsselfiguren.

“AC: Chronicles” ist kein normales Assassins Creed, sondern ein Minispiel und Bestandteil des Season Pass von Unity. Es handelt sich im Kern um einen 2,5D Stealth-Sidescroller, sehr linear, kaum Story, kein AC-Überbau. Steuert sich präzise, macht Spass. Das Besondere ist die Optik: Zwischensequenzen, Figuren und Hintergründe sehen aus wie Tuschezeichnungen, was dieses kleine Spiel zu einer Perle macht. Wenn AC II “Poetry in Motion” war, ist ACC: China “Art in Motion”.

Deadpool [XBOX 360]
Deadpool ist ein genetisch veränderter Söldner im X-Men-Universum. Deadpool legt Leute um. Und Deadpool ist verrückt. Er ist schizophren, manisch, hat eine multiple Persönlichkeit und Halluzinationen. Und: Er ist sich bewusst, dass er eine Comicfigur in einem Computerspiel ist. Das führt zu absurden Situationen, etwa, wenn er direkt mit dem Spieler redet, vor der Kamera wegläuft, sein eigenes Spiel umgestaltet oder er mittendrin so viel Kram in die Luft jagt, dass den Produzenten das Budget ausgeht und alles auf 8-Bit zurückgsschaltet wird. Das ist irrsinnig komisch und sehr schön inszeniert. Ein ums andere Mal musste ich laut loslachen ob der absurden Situationen und Einfälle. Mit die absurdeste: Deadpool spielt eine zentrale Rolle bei der Rettung der Welt, verkündet ein Botschafter aus der Zukunft, denn… Ja, und ab diesem Punkt hört Deadpool schon nicht mehr zu und als Spieler erfährt man nie worum es eigentlich geht. Bei so viel Skurrilität sehe ich gerne über repetitives Gameplay im Arkham-Asylum-Stil hinweg.

Life is Strange [PS4]
Nach Jahren kommt die junge Max in ihre Heimatstadt zurück um dort zu studieren. Plötzlich wird sie von Visionen geplagt, in denen der Ort von einem Sturm zerstört wird. Noch merkwürdiger: Max kann plötzlich die Zeit manipulieren.

“Life is strange” ist ein Adventure im Episodenformat vom französischen Studio Dontnod, die mit dem großartigen, aber kommerziell erfolglosen, “Remember Me” bereits bewiesen haben das sie was können. Ihr neuestes Werk wird gerne mit “Twin Peaks” verglichen, hat aber außer einer abgelegenen Kleinstadt, sehr langsamer Erzählweise und vieeelen Dialogen wenig mit der Kultserie gemein. Sehr schick ist der Einfall, dass man nach Durchlaufen der adventuretypischen Dialoge und Entscheidungen die Zeit zurückdrehen kann, um zu gucken, was passiert wäre, wenn man anders gehandelt hätte. Nach der zweiten von fünf Episoden zeigt sich das Spiel als langsam und stellenweise in der Bedienung sperrig, aber auch atmosphärisch und spannend. Hier wird die Bühne für etwas Großes gebaut, und ich hoffe sehr, dass mit der nächsten Episoden das ganze an Fahrt gewinnt.

Back to the Future [PS3]
1986, ein Jahr nach den Ereignissen der Filme: Marty McFly erfährt, dass Docs alte Garage versteigert werden soll, weil der alte Mann seit einem Jahr verschollen ist. Auf dem Weg zur Auktion wird Marty fast vom DeLorean überfahren, dessen Notfallschaltung ihn aus dem Jahr 1930 in Martys Gegenwart geschickt hat. Zusammen mit Einstein macht sich Marty auf in die Zeit der Prohibition, nur um festzustellen, dass Doc im Knast sitzt, die Stadt in der Hand des Alkoholschmugglers Tannen ist, der junge Doc Anwalt werden soll und eine gewisse Miss Strickland das moralische Gewissen der Stadt ist.

Einige Verwicklungen später springt die Zeitmaschine wieder ins Jahr 1986, das sich aber radikal verändert hat. In der Vergangenheit haben Doc und Edna geheiratet und Hill Valley zu einer total überwachten, moralisch einwandfreien Gesellschaft gemacht. Marty muss zusammen mit der Punkerin Jennifer Parker eine Revolution anzetteln und noch einmal in die Vergangenheit, um alles wieder in Ordnung zu bringen. Aber in der Vergangenheit existiert Hill Valley nicht mehr…

“Back to the Future – The Game” ist eine der ersten Lizenzumsetzungen von Telltale und schon 2011 rausgekommen. Das Studio ist auf Adventures spezialisiert, die in kurzen Episoden herauskommen. BTTF ist ein klassisches Point-and-Klick-Adventure in 3D mit den üblichen Macken, wie einer leicht orientierungslosen Steuerung und einem umständlichen Inventar. Das verzeihe ich aber gerne, denn das Spiel ist excellent geschrieben, von den Originalautoren der Filme, und super vertont. Das Spiel ist eine würdige Fortsetzung der Filmgeschichte. Wer schon immer mehr Marty, mehr Doc, mehr Einstein und mehr DeLorean wollte, der ist hier richtig.

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Machen:
Nochmal gepflegt krank sein. Einen Balkon einrichten. Dinge vorbereiten.
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Neues Spielzeug:

Einen Elektrogrill, einen Severin PG 8523. Und den dazu passenden Balkon, für den jede Menge Möbelzeug und Blumen gekauft werden wollten.

severgrill

Archiv Momentaufnahmen ab 2008

 
3 Kommentare

Verfasst von - 30. April 2015 in Momentaufnahme

 

Momentaufnahme: März 2015

Herr Silencer im März 2015
SCHNIEF.

Wetter: Stark wechselhaft. Zu Anfang normaler März, leichte Plustemperaturen, stetig steigend. Mitte des Monats heftige Schwankungen: Nachts Minusgrade, tagsüber 15 Grad. Dann einen Tag Sonnenschein, den anderen Schneefall. Am Montatsende unfreundliches Sturm/Regenwetter bei einstelligen Temperaturen.
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Lesen:

Erich Maria Remarque: Im Westen nichts Neues [Kindle]
Paul Bäumer bekommt von seinen Lehrern eingeimpft, dass er zur Ehrenjugend gehört und es seine Pflicht ist, in einen kurzen Krieg gegen Frankreich zu ziehen. Er meldet sich freiwillig und wird in die Vernichtungsmaschinerie des ersten Weltkriegs hineingezogen. Das endlose Sterben um ihn herum macht es ihm unmöglich weiter als Mensch zu funktionieren.
Ein Roman, sicher, aber Remarque erlebte den ersten Weltkrieg ab 1917 tatsächlich an der Front mit. Seine Erlebnisse und die von anderen, die er im Lazarett notierte, sind in dem Buch zusammengeführt. Bedrückendes Zeitdokument über den ersten Weltkrieg und was der Krieg mit Menschen anstellt.

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Hören:

Femme Schmidt: Femme Schmidt [CD]
Tolle Jazzstimme, aber auf diesem Erstling stimmt der Stil noch nicht so ganz. Die zwischenzeitlich erschienenen Singles “Heart shaped Gun” und “Kill Me” schlagen da bessere Töne an. Vielleicht braucht Frau Schmidt noch bis zum nächsten Album, um zu sich selbst zu finden (wie ich diese Formulierung verabscheue, aber hier passt sie).

Klaas Heufer-Umlauf, Jan Böhmermann: Förderschulklassenfahrt [MP3]
Die Klasse 9c der Claudia-Nolte-Förderschule Vechta macht eine Klassenfahrt nach Berlin. Mit dabei: Zwei Inklusionsschüler, Jerome, Frau Retkowski und der irre Bogdan. Der zweite Teil spielt ein Jahr später: Die Personen sind allesamt nicht mehr an der Schule, treffen sich aber unvermittelt in einem Freizeitpark.
Was kommt dabei raus, wenn zwei der größten Talente im deutschen Fernsehen zusammenkommen und ein “Eventhörspiel” improvisieren? Na klar: Quatsch. Stellenweise ganz guter Quatsch, der mich beim Hören giffeln lies, etwa wenn Jerome die Theorie entwickelt, dass Coolness von Schwerkraft beeinflusst wird und beim beschleunigen im Bus herumschwappt, weswegen die coolen Leute immer hinten sitzen. Über lange Strecken hinweg ist es aber unschöner Quatsch. Gerade die Darstellung der behinderten Mitschüler ist unterträglich, unlustig und einfach nur nervig. Zudem sind die Hörspiele mit 60 Minuten sehr kurz und hören unvermittelt auf. In jedem Fall das Geld nicht wert, selbst wenn man die beiden Autoren mag.

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Sehen:

House, Staffel 8 [DVD]
Serie über einen Arsch, der zufällig ein gutes Gespür für Diagnosen hat. Nachdem zum Ende von Staffel 7 wieder mal alles den Bach runtergegangen ist sitzt Dr. House nun tatsächlich im Gefängnis. Natürlich kommt er da wieder raus und schafft es irgendwie sogar zurück in die Klinik, aber diesmal ist er so weit über alle Grenzen hinausgegangen, dass die Konsequenzen schlimm sind: Cuddy ist weg, das Team aufgelöst und das Ende naht.
Wow. Was für ein Abschluss einer gelungenen Serie. Die achte Staffel dreht nochmal voll auf, zeigt einen House in ekliger Hochform und bietet ein Ende, das anders nicht hätte sein können. Sehr toll.

I, Frankenstein [BluRay]
Frankensteins Monster lebt schon 250 Jahre und jagt in der heutigen Zeit Dämonen. Die dritte Fraktion in diesem geheimen Krieg ist ein Clan von waffentragenden Engeln, die als Gargoyles Wache auf der Erde halten. Als der Oberdämon beschließt mit Frankensteins Formel Zombies zu erschaffen, kommt es zur offenen Schlacht.

Bei manchen Filmen kann ich mir genau vorstellen wie sie zustande gekommen sind. Im Falle von “I, Frankenstein” hat irgendein 5jähriger eine Geschichte um Frankenstein, Zombies, Dämonen, Gargoyles und Engel mit Wachsmalstiften zu Papier gebracht und ist damit stolz zu seinem Papa gelaufen. Weil der ein arabischer Scheich war und Sohnemann einen Gefallen tun wollte, hat er eine Produktionsfirma, Bill Nighy und Aaron Eckhart gekauft und einen Film daraus gemacht. Ich habe ja großen Spaß an kruden Stories (bin der einzige lebende Fan von “Van Helsing”), aber hier macht es die grauenvolle Inszenierung kaputt. Der Film hat überhaupt kein sinnvolles Pacing, die Effekte sind unterirdisch, und in der Summe hat man immer wieder das Gefühl, hier einer überlangen Folge “Buffy” beizuwohnen, nur ohne clevere Dialoge oder sympatische Charaktere.
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Spielen:

Valiant Hearts: The Great War [PS4]
Ein junger Deutscher heiratet eine Französin und beginnt ein Leben als Bauer in Frankreich, als der erste Weltkrieg ausbricht. Er wird des Landes verwiesen und muss für Deutschland in den Krieg ziehen, wo er grausamerweise seinem Schwiegervater im Grabenkrieg gegenübersteht. Währenddessen erleben eine belgische Krankenschwester, ein amerikanischer Fremdenlegionär und ein Sanitätshund andere, aber nicht minder schlimme, Abenteuer.

“Valiant Hearts” ist ein Sideproject von Ubisoft. Der Publisher nutzt seine Cashcows wie “Assassins Creed” und die “Far Cry”-Serie, um solche kleinen Spieleperlen zu entwicklen, die sich dann auch schonmal mit schwierigen Themen befassen. Valiant Hearts möchte die Geschichte und das Grauen des ersten Weltkriegs durch persönliche Geschichten vermitteln, und tut das über Comicgrafik, sanfte Klaviermusik und simple Rätselspielchen. Dazwischen gibt es jede Menge Fakten über den großen Krieg. Der Spagat zwischen bewusst anspruchslosen und einfachen Spielelementen und ernster Erzählung gelingt leider nicht immer, aber immer noch gut genug um emotional zu berühren und Wissen zu vermitteln. Wer alles liest, lernt viel – Valiant Hearts ist einen spielerische Geschichtsstunde. Hut ab vor diesem Experiment, die Welt braucht mehr Spiele wie Valiant Hearts.

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Machen:
Krank sein, das erste Mal in drei Jahren. Bäh.
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Neues Spielzeug:

Neue Reifen für´s Mopped, wieder Pirelli Angel GT.

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Archiv Momentaufnahmen ab 2008

 
17 Kommentare

Verfasst von - 30. März 2015 in Momentaufnahme

 

Momentaufnahme: Februar 2015

Herr Silencer im Februar 2015
Ich. Will. SOMMER!

Wetter: Zu Beginn einstellige Plustemperaturen, Mitte des Monats leichte Minustemperaturen und Schnee. In der vierten Woche Sonnenschein und Schnee abwechselnd bei knapp über Null bis 10 Grad.
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Lesen:

Tim Parks: Italian Neighbours: An Englishman in Verona [Kindle]
Der Engländer Parks zieht in ein Mehrfamilienhaus im Veneto und versucht sich mit den Eigenheiten der italienischen Nachbarn, der italienischen Gepflogenheiten und der italienischen Volksseele auseinander zu setzen.
Parks erreicht in seinem Erstling noch nicht das fein-ironische Niveau seiner späteren Werke. “Neighbours” hat deutliche Längen, bietet aber immer wieder Perlen an Alltagsbeobachtungen und interessante Erklärungen für Eigenheiten der Italiener, die nur aussenstehenden auffallen.

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Hören:

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Sehen:

House, Staffeln 6 und 7 [DVD]
Serie über einen Arsch, der zufällig ein gutes Gespür für Diagnosen hat.
Staffeln 6 und 7 kannte ich noch nicht. Erstaunlicherweise sind die gut – ich hätte erwartet, dass die Serie nach hinten raus krass schlechter wird.

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Spielen:

The Order: 1886 [PS4]
London im Jahr 1886, in einer leicht veränderten Realität. Die Tafelrunde existiert noch, und die modernen Ritter (und Ritterinnen) sind die schnelle Eingreiftruppe der Königin. Nikola Tesla baut ihnen Elektrogewehre und ähnliche Gadgets, mit denen sie das Empire gegen Vampire und Werwölfe verteidigen. Soweit das Tagesgeschäft, seltsam wird es, als eine Mordserie in Whitechapel beginn und Ritter Galahad Indizien für eine Verschwörung innerhalb des Empires findet. Er ermittelt auf eigene Faust und hat plötzlich seinen eigenen Orden zum Feind. Als Gejagter hat er keine Chance, also nutzt er sie.

Moderne Ritter! Steampunkwaffen! Luftschiffe! Schnauzbärte! London! Ein wenig “Assassins Creed”, viel “Underworld”, dazu ordentlich Steampunk: “The Order: 1886″ wartet mit einer zusammengeklauten, aber unterhaltsamen Story auf. Die ist allerdings vorhersehbar, wird gelegentlich holprig und nicht immer logisch erzählt und endet mit Cliffhangern.

Kern des Spiels ist die lineare Inszenierung. Ich bin ein großer Fan davon, weil man, anders als in dem Open-World-Krempel, Geschichten wirklich gut und dicht erzählen kann. “The Order” setzt dabei allerdings die Prioritäten nicht ganz richtig. Optik, Kamera und Schnitt sind auf Filmniveau. Auf der Strecke bleibt bei der cineastischen Erzählung das Gameplay. Viel zu oft muss man als Spieler nur einen Knopf zwischen zwei Zwischensequenzen drücken. Andere Passagen, in denen geschlichen und geschossen werden soll, sind dagegen deutlich zu lang und repetitiv, mit teilweise nervigen Speicherpunkten. Auch wenn die Grafik das bislang beste ist, was man bislang auf der PS4 gesehen hat, das Spiel ist dennoch keine Augenweide. Mit seinen vielen Bewegungsunschärfen und Farbfiltern ist die Optik schön, aber unterkühlt und zu dunkel, und in Kombination mit einem zu niedrigen Kamerafokus führt dazu, dass man als Spieler dauernd den Kopf verrenkt und denkt, man habe was an den Augen.

In der Summe ist “The Order: 1886″ eine schöne Idee mit einem tollen Szenario. Jetzt bitte noch ein wenig mehr Fokus auf eine gute Geschichte, eine vernünftige Steuerung und ein ordentliches Gameplay, dann wird da ein ähnlich erfolgreiches Franchise draus wie “Assassins Creed”. Ich freue mich auf jeden Fall schon auf “The Order: 1887″.

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Machen:
Kurzurlaub in Genua!

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Neues Spielzeug:

Diverse Batterien und Akkus und ein Garmin ZUMO 590, dass den TomTom Urban Rider ersetzen wird.

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Archiv Momentaufnahmen ab 2008

 
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Verfasst von - 27. Februar 2015 in Momentaufnahme

 

Momentaufnahme: Januar 2015

Herr Silencer im Januar 2015
Ich würde jetzt gerne Winterschlaf halten. Nunja, mit kaputten Zeh auf dem Sofa rumliegen kommt dem recht nahe.

Wetter: Zu Beginn einstellige Plustemperaturen, dann zwei Tage leichten Schneefall, Mitte des Monats dann eine Woche Sturm und Temperaturen im zweistelligen Plusbereich. In der dritten Woche der Absacker knapp unter Null Grad, am Monatsende abwechselnd Sturm, Sonnenschein, Regen und Schnee – an einem Vormittag.
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Lesen:

Cheryl Strayed: Wild: A Journey from Lost to Found [Kindle]
Eine wahre Geschichte: Cheryl Strayed ist Mitte Zwanzig, als ihre Mutter unerwartet stirbt. Das wirft die junge Frau total aus der Bahn, sie versucht ihre Trauer mit One-Night-Stands, Alkohol und später Heroin zu betäuben – die Abwärtsspirale scheint unstoppbar. Eines Tages bekommt sie einen Reiseführer über den Südpazifik-Trail in die Hände und beschliesst den 1.600 Meilen langen Weg zu Fuß zu laufen, um sich selbst zu finden und “wieder der Mensch zu werden, zu dem meine Mutter mich erzogen hat”. Unerfahren, mit viel zu viel Gepäck und immer der Verzweifelung nahe geht Cheryl Schritt für Schritt vorwärts, durch glühende Hitze und über schneebedeckte Berge, immer im Kampf mit dem Weg, sich selbst und dem eigenen Körper – der irgendwann so am Ende ist, dass es “eine Erleichertung ist, sich die Zehennägel abzureißen”.
Interessanter Reisebericht, auf jeden Fall. Handwerklich wirkt es, als hätten zwei verschiedene Autorinnen daran geschrieben. An manchen Stellen ist die Geschichte zu poliert und verwendet filmreife und nachgerade unglaubwürdige Bilder, an anderen Stellen klingt es wie das Tagebuch eines Teenagers. Das sind meist auch die Stellen, die ziemliche Längen haben – wenn zum gefühlt hundertsten Mal der Verlust der Mutter beklagt wird oder sich die Gedanken um den Junkiesexbuddy drehen, möchte man einfach nur rufen “JA! Wir haben es ja verstanden, Du Zimperliese!”
Trotzdem ein lesenswertes Buch, zumal für die 5 Euro, die die englische Kindleausgabe kostet.

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Hören:


Awesome Mix Vol. 1 [MP3]
Interessanter Mix alter 70s Songs, Soundtrack zu Guardians of the Galaxy.

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Sehen:

Guardians of the Galaxy [BluRay]
Eine Bande Gauner rettet das Universum. Schön, schräg, humorvoll, actionreich – macht Spaß.

Die zauberhafte Welt von Oz [PSN]
Ein schlitzohriger Jahrmarktzauberer gerät um die Jahrhundertwende in Kansas in einen Tornado und findet sich in Oz wieder. Dort wurde die Ankunft eines Zauberers prophezeit, und prompt schlüpft der Trickbetrüger in diese Rolle um die hübsche Hexe des Nordens zu verführen. Und ihre Schwester. Und eine andere Hexe. Das bricht der Nordhexe das Herz, und sie wird grün und böse und dann geht´s los.

Nette Idee, ein Prequel zu “Der Zauberer von Oz” zu drehen. Stellenweise ist das auch mit originellen Ideen recht gut gelungen, an anderen Stellen hat der Film deutliche Längen und ist schlecht getrickst. In der Summe durchwachsene Unterhaltung.

Veronica Mars – Der Film [BluRay]
Veroncia Mars hat alle Privatdetektivambitionen begraben. In den letzten 8 Jahren hat sie ihr Jurastudium durchgezogenen und arbeitet an einer Karriere als Rechtsanwältin, als die Freundin ihres alten Freudes Logan ermordet wird. Noch einmal kehrt Veronica nach Neptune zurück und trifft alte Bekannte.
Acht Jahre nach dem unvermittelten Ende der Serie bekommen Fans mit diesem, per Kickstarter finanzierten und von Kristen Bell selbst produzierten, Film eine Gelegenheit, sich in Ruhe und Würde von den Charakteren zu verabschieden. Dabei muss man die Serie nicht unbedingt kennen, ohne Vorkenntnisse ist es ein kurzweilig Who-Dunnit. Kennt man aber die drei Staffeln, ist es eine liebevolle Hommage.

Lucy [BluRay]
Der Mensch nutzt nur 10 Prozent seines Gehirns. Lucy nur 7. Das ändert sich, als sie mit einer blauen Wunderdroge in Kontakt kommt, die sie stückweise auf 100 Prozent bringt. Am Ende verwandelt sie sich erst in Gott, dann in einen USB-Stick.
“Lucy” ist ganz großer Quatsch, und keiner von der unterhaltsamen Sorte. Der Film ist geradezu unanständig dumm. Das fängt bei der platten wie falschen Grundannahme (10 Prozent) an, geht über die Ästhetik (Spielfilm wird ständig unterbrochen von Dokumentarfilmbildern), die Schauspielerei (Scarlett Johannsonn telefoniert ihre Rolle nur durch) und die Charaktere (alle unsympathisch außer Morgan Freeman) und vom Plot wollen wir erst gar nicht anfangen: Nachdem Lucy gehackten Schlumpf geschnupft hat, kann sie sofort fliegen, elektronische Geräte fernsteuern und Leute durchleuchten. Am Ende scrollt sie durch Zeit und Universum, um dann … allen ernstes ein göttlicher USB-Stick zu werden. What. The. Fuck.
Ich mag SciFi- Unsinn, aber dieser Quatsch lässt mich ratlos zurück. “Lucy” ist Luc Bessons “2001”, und den finde ich auch doof.
Rausgeschmissenes Geld.

Genova [DVD]
Bei einem Unfall verliert ein amerikanischer Uniprof seine Frau. Um der Trauer zu entfliehen nimmt er eine Stelle an der Universität von Genua an und zieht mit seinen beiden Töchtern nach Italien. Dort versuchen alle drei auf ihre Art mit dem Verlust und dem neuen Leben klar zu kommen.
Ein äußerst ärgerlicher Film, anders kann ich es nicht ausdrücken. Es ist ärgerlich, dass die Kamera gewollt Artsy-Fartsy ständig in Nahaufnahme im Gesicht der Schauspieler herumwackelt. Es ist ärgerlich, dass die Figuren allesamt egal sind – von der Hauptfigur bleibt bis zu Ende des Films nicht mal der Name hängen. Es ist ärgerlich, dass alles so gewollt auf Arthaus gemacht ist und dabei überstilisiert wird: Der Uniprof hat nichts anderes zu tun als mit 8 Studenten in einem Riesensaal zu sitzen und Gespräche auf Kaffeehausniveau zu führen, wenn er nicht gerade mit Studentinnen flirtet. Die große Tochter pubertiert und schmeisst sich jedem Loverboy an den Hals. Und die kleine Tochter geht stiften, was man ihr bei der Baggage auch nicht verübeln kann. Und es ist ärgerlich, das wirklich so gar nichts passiert.
Ein absurd schlechter, belangloser und langweiliger Film, dessen einziges Highlight die schauspielerische Leistung der damals 11jährigen Perla Haney-Jardine ist.

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Spielen:

Middle Earth: Shadow of Mordor [PS4]
Vor den Ereignissen von “Herr der Ringe”: Talion ist ein Ranger von Gondor. Er hält am schwarzen Tor Wache und passt auf, dass es in Mordor ruhig bleibt. Das bleibt es nicht, ein Überraschungskommando von Urukhs tötet ihn und seine Familie. Aber Talion bleibt nicht tot: Ein Ringgeist ergreift von ihm Besitz und bringt ihn zurück. Beide, Ranger und Wraith, sind fortan eins – und können nicht sterben. Gemeinsam versuchen sie die Vergangenheit des Ringgeists zu ergründen und einen Weg zur letzten Ruhe zu finden. Dabei kommen sie Sauron in die Quere, der im Verborgenen seine Rückkehr vorbereitet.

Was war ich bereit das Spiel zu verachten – es hat nichts eigenständiges, sondern klaut hemmungslos von meinen Lieblingsfranchises, seine Geschichte ist kurz, platt und schlecht erzählt, und die Mechaniken repetitiv. Und trotzdem hat es mich gefesselt. Das Schleichen und Klettern aus Assassins Creed funktioniert in Kombination mit dem Kampfsystem aus den “Arkham”-Spielen besser als in “Unity” und macht sogar mehr Spaß. Ab der Hälfte des Spiels wird es taktisch: Die Urukh-Gesellschaft mit ihren Rängen wird simuliert. Unbedeutende Orks werden zu Captains, Captains zu Wachen von Kriegsherren.

Talion kann diese Veränderungen direkt beeinflussen, Konflikte schüren und sogar Orks mit Hilfe des Ringeistes manipulieren. Das funktioniert hervorragend und führt zu tollen Situationen. Etwa, wenn Talion einen Kriegsherren stellt, der seine Bodyguards ruft und plötzlich begreift, dass diese ihm nicht helfen werden, weil sie unter Talions Bann stehen.

Jeder Ork sieht anders aus, und jeder hat eine eigene “Persönlichkeit”. Sie erinnern sich an frühere Begegnungen, tragen manchmal Narben von Wunden, die ihnen Talion zugefügt hat, und kommentieren das entsprechend. Dieses System ist auch auf anderer Ebene überaus motivierend: Talion kann zwar nicht dauerhaft sterben, aber wenn ein Ork ihn im Kampf besiegt, wird er mächtiger und steigt in den Rängen von Saurons Armee auf. Wenn man nicht aufpasst und einen der gleiche Ork immer und immer wieder besiegt, steht man am Ende tatsächlich einer mächtigen Nemesis gegenüber. Ein hervorragendes und motivierendes Actionadventure.

Assassins Creed Unity: Dead Kings [PS4]
Wenige Tage nach dem Ende der Terrorherrschaft der französischen Revolution: Arno ist von der Trauer um Elise gebrochen und säuft sich durch die Tage und Nächte, als der Marquis de Sartre ihn um einen Gefallen bittet. Arno begibt sich nach St. Denis, einem Vorort von Paris, und steigt hinab in die alten Königsgrüfte, in denen Grabräuber nach etwas suchen.
Exakt wie das Hauptspiel ist auch “Dead Kings” optisch eine Schau, Storytechnisch aber mau. St.Denis ist düster in Szene gesetzt, hier unterscheidet sich der DLC vom Feeling deutlich von “Unity”. Erzählerisch geht es nur um einen McGuffin, die Story trägt für maximal drei Stunden. An Gameplay wurden absurderweise die schlechtesten Elemente des Hauptspiels genommen und prominent in Szene gesetzt – wer einmal versucht hat mit der Parcours-Steuerung eine Verfolgungsjagd durch eine viel zu enge Katakombe zu spielen, weiß, was ich meine: Alle zwei Meter klettert die Spielfigur einen Türrahmen hoch statt hindurchzulaufden. Das lässt einen vor Frust ins Gamepad beißen, zumal dieser Mist ein Showstopper sein kann. In der Summe: Mehr Zeit in der Welt von Unity, aber kein guter DLC.

Infamous: First Light [PS4]
Fetch sitzt im Gefängnis und erzählt ihre Geschichte. Sie und ihr Bruder waren drogenabhängig und lebten auf der Straße. Ein letzter Deal sollte ihnen den Ausstieg ermöglichen, aber der ging natürlich schief und der Bruder wurde entführt. Was keiner wusste: Fetch ist ein Conduit und verfügt über Übermenschliche Kräfte. Das macht sie zur Zielscheibe für die Geheimpolizei und Gangsterbanden, die ihre Gabe jeweils für sich nutzen wollen.
Standalone-DLC zu Infamous: Second Son, dreht sich ganz um die junge Fetch. Die war im Hauptspiel ein Nebencharakter, nun erfahren wir ihre Geschichte. Schöne Variation, interessante Geschichte, sehr gut inszeniert. So muss DLC!

GTA V [PS4]
Los Santos ruckelfrei und in HD, mit Egoperspektive und vielen optischen Aufhübschungen. Zwar habe ich die Geschichte um die drei Gauner Michael, Trevor und Franklin schon vor einem Jahr auf der XBOX 360 gespielt, aber auf der PS4 geht das Ganze erst richtig ab. Der Nachbau von Los Angeles ist unfassbar detailliert, die Spielewelt so mit Leben gefüllt und so eine Augenweide, dass es eine Freude ist einfach nur durch die Stadt zu fahren. Die Missionen sind abwechselungsreich, und die Heists großartig. GTA ist verdientermaßen das bislang größte Videospiel. Schade ist, dass inhaltlich die Satire nicht weiß was sie will und die Welt mit sexistischen Pipikacka-Witzen überfrachtet ist – GTA ist die Leinwand für große Erzählungen, aber genau hier versagt es und ruft keine Emotionen außer Ekel hervor.

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Machen:
Diverse Ärzte besuchen.

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Neues Spielzeug:

House – die komplette Serie. Günstig gebraucht geschossen. Eine sichere Geldanlage, die Box wird sonst für 90 – 150 Euro gehandelt, Tendenz steigend.

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Archiv Momentaufnahmen ab 2008

 
2 Kommentare

Verfasst von - 30. Januar 2015 in Gnadenloses Leben, Momentaufnahme

 

Das war das Jahr, das war (2014)

Im Februar 2014 lag das Jahr ausgeplant vor mir und ich war damit zufrieden, ahnend, das ich später dafür keine Zeit finden würde. Und so kam es auch: Ab März schaltete das Jahr den Turbo zu, und -WUSCH!- war der Sommer hin, der Herbst abgearbeitet, und dann startete ein stressiger Winter.

Ich habe meine Vorsatz eingelöst und mir weiterhin Europa angeguckt. Und das mit Volldampf, die vergangenen 12 Monate führten mich mit dem Motorrad durch Frankreich, Spanien, Seborga und Italien, und mit der Bahn war ich in London, Prag und Paris. Das war alles sehr, sehr großartig. Am Ende des Jahres wurde es privat noch einmal anstrengend, ein Umzug in eine andere Wohnung kam unverhofft und überraschend, war aber der richtige Schritt.

Ansonsten war 2014 seltsam. Die Welt brennt an vielen Ecken und überraschenderweise brechen alte, längst überwunden geglaubte Konflikte wieder auf. Die Ukraine dient als Mittel zum Zweck für eine neue Runde Der Westen vs. Russland, NSA, CIA und BND spionieren munter weiter, die Wirtschaftskrise in Europa wird immer schlimmer. Derweil macht die Bundesregierung strenggenommen gar nichts und lässt sich für eine schwarze Null im Haushalt feiern, während ringsum Schulen und Infrastruktur in sich zusammenfallen und Leute gegen nicht vorhandene Zuwanderung auf die Straße gehen. Stattdessen wurden politische Quatschprojekte forciert, wie die europafeindliche Autobahnmaut für Ausländer. Schlimm. Ich dachte wir wären inzwischen weiter.

Und sonst noch?

Worte des Jahres:

Zugenommen oder abgenommen? Im Schnitt gleich, aber in der Summe aktuell zugenommen.

Haare länger oder kürzer? Die Frage streichen wir ab jetzt, die ergibt keinen Sinn mehr.

Mehr Kohle oder weniger? Mehr.

Mehr ausgegeben oder weniger? Mehr. Auf Reisen spare ich nicht, und zum Jahresende musste eine Riesenrenovierung, neue Möbel, Ablöse und dopelte Miete gestemmt werden.

Mehr bewegt oder weniger? Gleichgeblieben, würde ich sagen. Besonders vor Motorradabenteuern immer noch viel Fitnessstudio. Die letzten Wochen aber Zwangspause, zu viel zu tun. In der Zeit habe ich mir die Bewegung über Möbelschleppen geholt.

Die hirnrissigste Unternehmung? 5 Stunden im kalten Paris rumstehen.

Ort des Jahres? Paris.

Die teuerste Anschaffung? Die größten Investitionen gingen in Reisen, Autoreparaturen und Möbel. Die teuerste Einzelanschaffung war tatsächlich ein Kleiderschrank.

Das leckerste Essen? Wildschweinsugo auf hausgemachter Pasta im Guerrin Meschino.

2014 zum ersten Mal getan? Während einer Reise kotzend über der Schüssel gehangen. Einen Reisepass beantragt.

2014 nach langer Zeit wieder getan? Eine Wohnung renoviert und Impfungen aufgefrischt.

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen? Das Wetter in Umbrien. Das Füße-plattstehen in Paris. Die Zehenentzündung im Dezember.

Gereist? Oh ja.

2014 war in einem Wort…? Für mich privat super, aber gefühlt seltsam kaputt. (Diese Formulierung borge ich mir von Modnerd)

Überraschendster Film des Jahres: Maleficient. Hatte nicht erwartet, dass der mich so umhaut weil er einfach schön ist. Der teilt sich aber den Platz mit Captain America 2 (Comicverfilmung thematisiert Abhörskandal!) sowie den Serien Veronica Mars (Toll!), Lillyhammer (Skurril!) und Game of Thrones (Staffel 4, totaler Mindfuck)

Album des Jahres: “Die Känguruoffenbarung” von Marc-Uwe Kling.

Spiel des Jahres: “Wolfenstein: The New Order”

Enttäuschung des Jahres: “Watch Dogs”. Trotz Verschiebung um 6 Monate halbgare Grütze ohne Spannung.

Buch des Jahres: Bin nicht viel zum Lesen gekommen, und von dem was ich gelesen habe, war “The eye of Zoltar” von Jasper Fforde noch am Besten. Kurzweiliger Quatsch der Spaß macht.

Bestes Musikstück des Jahres: “Everybody wants to Rule the World” von Lorde.

Spielzeug des Jahres: Ein kleines Asus EeeBook X205.

Das schönste Konzert? … war ein Musical: “Book of Mormons” in London.

Die meiste Zeit verbracht mit…? Planungen.

Die schönste Zeit verbracht damit…? Fremde Orte zu erkunden.

Vorherrschendes Gefühl 2014? Alles ist im Fluß, nichts stagniert. (Aber ist die Flußrichtung eine gute?)

Erkenntnis des Jahres: Ich bin mit mir und meinem Leben sehr zufrieden. Gefunden in einer Mondscheinnacht am Strand von Frankreich.

In diesem Sinne: Ich wünschen einen guten Start in ein tolles 2015!

 
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Verfasst von - 30. Dezember 2014 in Momentaufnahme

 

Momentaufnahme: Dezember 2014

Herr Silencer im Dezember 2014
“Nur noch mal schnell…”

Wetter: Grau, aber nicht kalt. Zwischendurch mal kurz um den Gefrierpunkt, aber kurz vor Weihnachten wieder 10 Grad Plus. Und: Eine Krankheitswelle sondergleichen, alle liegen mit grippalen Infekten am Boden. Alle außer mir.
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Lesen:

Panny: Krad-Vagabunden – Licht – und Schattenseiten einer Weltreise, Teil 1: Die Amerikas, Neuseeland und Australien [Kindle]

Frank “Panny” Panthöfer war ein Banker mit Schlips und Krawatte. Unter dieser Fassade: Tattoos und der Drang nach Freiheit. Irgendwann schmiss er seinen gutbezahlten Job hin und brach gemeinsam mit Partnerin Simone zu einer Weltreise per Motorrad auf.
Das Buch will Licht und Schattenseiten einer langen Motorradreise zeigen, leider hebt es aber zu sehr auf letzteres ab: Ärger mit Werkstätten, Probleme mit Grenzübertritten, schwierige Strecken, Krankheit… das nimmt alles sehr viel Raum ein. Motorradreisen SIND harte Arbeit, dass weiß ich aus eigener Erfahrung: Ständig um die Maschine kümmern, tägliches auf- und abgerödel des Gepäcks, jede freie Sekunde was angucken oder das angeguckte Dokumentieren – das schlaucht. Aber diese Reisen sind auch sehr belohnend – die Freiheit des Reisens, die wunderbaren kleinen Momente, die tollen Eindrücke, die man mitnimmt. Das kommt mir bei den Kradvagabunden zu kurz, was sicher aber auch dem Schreibstil geschuldet ist. Panny erzählt in schroffem, kurzem, fast stenohaften Stil, der nicht besonders fantasieanregend ist und keine Bilder im Kopf macht.

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Hören:

Assassins Creed: Rogue Soundtrack [Podcast]
Elitsa Alexandrova variiert und mischt die Scores von “Revelations” und “Black Flag” sehr schön und mischt einen guten Schuß irische Musik hinzu. Super gelungen.

Hoaxilla [Podcast]
Beim tagelangen Umziehen hat mich Hoaxilla begleitet, zweifellos eine der Perlen der deutschen Podcastszene. Alexa und Alexander Waschkau nehmen sich jede Woche ein Thema vor, dass aus den X-Akten kommen könnte, und sezieren es wissenschaftlich und skeptisch. Von Prästronautik über Xenozoologie bis hin zur Homöopathie erklären die beiden “unerklärliches”. Unterhaltsam und gut!

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Sehen:

Veronica Mars, Staffel 02 [DVD]
Veronica Mars ist 17 und Tochter eines Privatdetektivs. Als ein Schulbus, in dem sie sitzen sollte, über ein Klippe stürzt und ihre Mitschüler getötet werden, redet sie sich ein, dass es ein Anschlag war und der ihr gegolten habe. Daran zerbricht sie fast, während um sie herum die Welt aus den Fugen gerät: Ihr Vater wird vom Bürgermeister unter Druck gesetzt, der Böse aus Staffel 1 kommt aus dem Gefägnis frei, Veronicas Freund hat ein Kind mit einer anderen und verschwindet. Halt findet sie ausgerechnet bei Logan, der in der ersten Staffel noch der Unsympath war. Unsympathisch ist er immer noch, aber zumindest ist auf ihn verlass. Sogar bis zum bitteren Ende, als das sich das Staffelfinale ebenso überraschend wie düster präsentiert.

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Spielen:

Assassins Creed: Unity [PS4]
Viel Häme wurde über Unity ausgekippt, das zum Start auf dem PC stark verbuggt war. Medien und Spieler tendieren immer noch dazu Unity auf die Summe seiner Fehler zu reduzieren. Das tut dem Spiel unrecht, denn sowohl grafisch als auch Spielmechanisch wird hier vieles neu und gut gemacht – in vielerlei Hinsicht ist es das beste Assassins Creed seit Teil II, und der ist 5 Jahre her. Ärgerlich hingegen ist eine kaputte Schleichmechanik und die dumme Geschichte. Man merkt einfach, dass der Serie ein Erzähler wie Patrice Desilets fehlt, der das große Ganze im Blick hat.

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Machen:
Renovieren und Umziehen
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Neues Spielzeug:

Mein Weihnachtsgeschenk an mich selbst: Ein neues Netbook, ein Asus eeBook. Eigentlich als F205 gelabelt, steckt aber ein amerikanisches X205 mit besserem Akku drin. Löst das alte Acer Aspire D125 Reisenetbook ab, das leider mittlerweile zu lahm für meine Ansprüche ist. Das X205 und macht mich gerade sehr glücklich: Es ist schnell, leicht (950 Gramm), hat eine tolle Chicklet-Tastatur, 8 Stunden Akkulaufzeit, keine beweglichen Teile und ist sehr wertig verarbeitet. Nachteil: Es hat keine Festplatte oder SSD, sondern nur 32 GB internen Flashspeicher, Windows BING ist vorinstalliert und das matte(!) Gehäusefinish zieht Fingerabdrücke an. DAS muss man auch erstmal hinkriegen. Trotzdem: Zum Preis von 200 Euro bekommt man gerade nichts besseres.

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Archiv Momentaufnahmen ab 2008

 
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Verfasst von - 27. Dezember 2014 in Gnadenloses Leben, Momentaufnahme

 

Momentaufnahme: November 2014

Herr Silencer im November 2014
Pax

Wetter: Zu Beginn 15 Grad warm und sonnig, ab Monatsmitte 5-12 Grad, Monatsende um die Null Grad oder drunter. Insgesamt sehr trocken.
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Lesen:

Jasper Fforde: The Eyre Affaire [Kindle]
In einem Paralelluniversum, in dem Käse illegal und die Bevölkerung lesesüchtig ist: Thursday Next ist bei der Literaturpolizei. Normalerweise jagt die hartgesottene Kommissarin und Kriegsveteranin Fälscher von Sonetten oder argumentiert gegen Baconisten. Das ändert sich, als sie in eine Jagd nach einem Meisterverbrecher hineingezogen wird, der unsterblich scheint, nach belieben Menschen manipulieren kann und im Vorbeigehen und aus Spaß tötet. Aus der Jägerin wird schnell die Gejagte. Als Thursday Next in Lebensgefahr gerät, erfährt sie unerwartet Rettung durch Mr. Rochester, den Hauptdarsteller im Buch “Jane Eyre” von Charlotte Brontë. Er nimmt sie mit ins Buch, und das ist nur der Anfang einer skurrilen Reise.

Kaum hatte ich das Buch Kalesco als Reiselektüre empfohlen, überkam mich der Drang es selbst noch einmal zu lesen. Kannte ich bislang nur auf deutsch, natürlich ist es im Original nochmal witziger. Fforde hat in seinem Erstlingswerk von 2001 noch Ecken und Kanten, ganz zu sich selbst findet er erst in den Fortsetzungen. Nichts desto trotz ist auch die “Affaire Jane Eyre” schon ein ebenso spannendes wie skurriles Buch. Plock-Plock, wie der Dodo Pickwick sagen würde.
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Hören:
Beim tagelangen Renovieren haben mich Podcasts begleitet:

Die Mikrodilettanten [Podcast]
Un schlechter Qualität aufgezeichnetes Stammtischgesabbel ohne Nährwert. Stellenweise unterhaltsam.

Freakshow [Podcast]
Tim Pritlove-Vehikel. Pritlove-typisch moderiert er es nicht, weil er nebenbei andere Dinge macht, und lässt den Rest der Gruppe einfach reden. Das führt dann schonmal dazu, dass eine dreiviertel Stunde über ein Buch zu FreeBSD geredet wird. Allerdings immer nur die gleichen drei Sätze. Ermüdend, langatmig, größtenteils langweilig. Das versendet sich aber fast, denn der ganze Käse ist mehr als vier Stunden lang. Sowas hört man zum Einschlafen.

Bits & So [Podcast]
Unterhaltsamer Technikpodcast, stellenweise witzig.

Fanboys [Podcast]
Klassiker: Technik, Spiele und Konsum-Podcast aus München. Kompetent und unterhaltsam.
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Sehen:

Maleficient [BluRay]
Die Fee Maleficient wächst im La-la-Land auf. Dann wird sie von Menschen betuppt und so doll grummelig, dass sie die Tochter des Königs mit einem Fluch belegt: An ihrem 18. Geburtag soll die sich an einer Spindel stechen und sterben. Dann kommt aber alles anders.

Die amerikanische Dornröschenfassung wird hier aus einem neuen Sichtwinkel interpretiert: Warum wurde die böse Fee böse? Was ist ihre Motivation, warum handelt sie so? Großartig getrickster und gespielter Film, der mit erstaunlich ruhigen und nachdenklichen Tönen daherkommt. Alleine Angelina Jolie als Maleficient ist das Ansehen wert.

Grand Budapest Hotel [PSN]
Ein fiktives Grandhotel in einem fiktiven Landstrich zur Zeit eines fiktiven Kriegs: Concierge Ralph Fiennes hat sein Haus und die Gäste im Griff. Das ändert sich, als der Verdacht aufkommt er habe eine reiche Besucherin des Hotel ermordet, und sich deren faschistischen Erben an seine Fersen heften.

Abgefahren-surrealer Film, der wirkt, als würde er in der gleichen Welt wie “Lemony Snickets Rätselhafte Geheimnisse”, “Delikatessen” oder “Amélie” spielen. Alle Charaktere sind wild überzeichnet, die Geschichte schräg und die Ausstattung pompös. Der Film macht in erster Linie viel Spaß, und die Überzeichnung macht die Hintergrundthematik (Sudetenlandkonflikt, zweiter Weltkrieg) nicht nur erträglich, sondern entlarvt sie auch: Als Kindergartenkonflikt verbohrter Egoisten.

Veronica Mars, Staffel 01 [DVD]
Veronica Mars ist 17 und Tochter eines Privatdetektivs und einer verschwundenen Alkoholikerin. Sie geht auf eine Highschool, die sowohl von superreichen Kids als auch von Schülern aus armen Verhältnissen besucht wird. Dort passieren immer wieder Dinge, und Veronica ermittelt als Juniordetektivin.

Hört sich bescheuert an, ist aber eine der erfrischendsten Serien, die ich in den letzten Jahren gesehen habe – und dabei ist die von 2004! Kristen Bell, die ich als Lucy aus “Assassins Creed” kannte, spielt die Hauptrolle der cleveren, toughen Juniordetektivin, die anderen immer einen Schritt voraus ist. Dabei schlägt die Serie, trotz der leichten Inszenierung, sehr ernsthafte und erwachsene Töne an. Veronica ist deswegen so tough und bemüht sich immer besser zu sein als alle anderen, weil sie von ihren eigenen Dämonen geplagt wird: Dem Verschwinden ihrer Mutter, dem Geheimnis um den Mord an ihrer besten Freundin und dem Trauma einer Vergewaltigung unter Drogen. Reichlich harter Stoff für eine Jugendserie. Aber es kommt noch besser: Die Highschool, traditionell in US-Serien das Vehikel für harmlose Konflikte mit Lehrern und Cheerleadern, dient hier als Hintergrund für soziale Konflikte zwischen Spoiled Brads und Ghettokids. In der Summe ist das wirklich interessant, spannend und gut gemacht. Die Welt bräuchte mehr so emanzipierte Serienheldinnen vom Schlag einer Veronica Mars.

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Spielen:

Watch Dogs: Bad Blood [PS4]
Nachdem sich die Aufregung um Aiden Pearce in Chicago langsam legt, gerät T-Bone ins Visier der Blume Corporation. Gemeinsam mit dem verrückten Tobias Frewer versucht er herauszufinden warum man den beiden ans Leder will.

Der DLC zu Watchdogs hat lange auf sich warten lassen. Geliefert wird eine spannende und umfangreiche Geschichte, die besser inszeniert ist als das Hauptspiel – Grummelfreak T-Bone und der Suchti Frewer sind interessanter als die Rauhfasertapete Aiden Pearce, und die Geschichte ist gut erzählt und füllt einige Lücken des Hauptspiels. Dazu kommen neue Gimmicks, wie das ferngesteuerte Auto, mit dem man aus der Ferne hacken kann. Nichts weltbewegendes, das im Gedächtnis bleiben würde, aber nette Unterhaltung und die 10 Euro allemal wert.

Far Cry 3 [PS3]
Ein Jugendlicher eiert mit seinen neureichen Freunden über eine tropische Insel und wird dabei von Piraten gefangen genommen. Der Typ flieht, wird von den Einheimischen zum Krieger ernannt, unter Drogen gesetzt und räumt dann im Alleingang unter den Piraten auf.

“Far Cry 3″ habe ich lange gemieden, weil es einem gleich zu Anfang sein ganze Repertoire in die Fresse haut. Wie ein Jahrmarktschreier brüllt es einem entgegen: Laufen! Schießen! Schleichen! Ablenken! Waffen! Fahren! Jagen! Crafting! SkillPoints! Blumensammeln! Tätowierungen! Wettrennen! Customisation! Artefakte! Stützpunkte einnehmen! Freunde befreien! Briefe sammeln! Funktürme hochklettern!

Das alles prasselt in den ersten Minuten auf den Spieler ein, und sorgt für das Gefühl gepflegter Überforderung. Das machen Spiele wie AC:U oder Arkham City zwar auch nicht besser, aber nie so kontextlos und in so schierer Masse wir FC3. So viel auf einmal zu lernen ohne zu wissen warum, das schreckt ab.

Nach einiger Eingewöhnung hat man dann verinnerlicht, was das Spiel von einem will, und stellt schnell fest: Das meiste ist Mumpitz, den man machen kann, aber nicht muss. Konzipiert ist das Spiel mit einem Open World-Ansatz, der aber im Fall von Far Cry 3 nur heisst: Es gibt eine große Karte, die man jederzeit frei bereisen kann, und jede Menge unzusammenhängende Rummelaktivitäten. Ansonsten passiert nicht viel, die tropische Inselwelt sieht hübsch aus, leben tut sie aber nicht. Es gibt keine Random Events oder zusammenhängende Nebenquest, die z.B. in Red Dead Redemption für eine glaubhafte Welt sorgten. Far Cry 3 fällt hier in zwei Teile auseinander: Einerseits ist die Welt grafisch sehr realistisch, andererseits ist sie unbelebt und künstlich. Höhepunkt der Immersionbrechung: Im Urwald liegen Steine herum, auf denen riesengroß die Highscores von Onlinespielern stehen.

Von der Geschichte her ist FC3 ein echtes Ärgernis. Es gibt nur eine Story, und die ist streng linear und stellenweise fürchterlich banal. Entscheidungsfreiheit und Auswirkungen gibt es nicht, und auch hier hat das Spiel wieder das Problem mit der Glaubwürdigkeit: Die Geschichte um mystische Tattoos, drogenvernebelte Krieger, wilde Piraten und Sklavenhändler ist so dermaßen verquast und so schlecht erzählt, dass man sich unweigerlich fragt, ob das hier jetzt Satire sein soll. Dabei gibt es durchaus Highlights: Piratenführer Vaas ist so gut gelungen, dass Ubisoft ihn als Blaupause für den Bösewicht in Far Cry 4 hergenommen hat, und das Thema “kann man nach solch traumatischen Erlebnissen noch in die gewohnte Zivilisation zurückkehren” ist durchaus ernsthaft. Allein, es geht alles unter im Gewalt- und Mystikbrei.
Wirklich gut funktioniert das Gameplay, als Shooter und Fahrsimulation macht FC3 eine gute Figur.

Unterm Strich ein netter Shooter mit guter Grafik, der mit viel zu vielen bedeutungslosen Sammel- und Fleißaufgaben nervt und dessen Geschichte verworren ist.

Assassins Creed: Rogue [XBOX 360]
More of the same im Nordatlantik, http://silencer137.com/2014/11/25/review-assassins-creed-rogue-2014/

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Machen:
Renovieren.
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Neues Spielzeug:
Eimer voll Farbe zählen wohl nicht? Na dann: Diehttp://silencer137.com/2014/11/16/assassins-creed-unity-guillotine-collectors-case-edition-unboxing/
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Archiv Momentaufnahmen ab 2008

 
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Verfasst von - 28. November 2014 in Momentaufnahme

 
 
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