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Archiv der Kategorie: Momentaufnahme

Momentaufnahme: Juni 2014

Herr Silencer im Juni 2014
On the Road.

Wetter: Anfang des Monats so mitteltrüb, in der zweiten Monatswoche plötzlich brüllend heiß, danach gleich wieder Temperatursturz und ab da Aprilwetter.
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Lesen:


William E. Bowman: The Ascend to Rum Doodle [Kindle]
Im viktorianischen London bekommt eine Gruppe Gentlemen die Mission das größte Gebirgsmassiv der Welt, den Rum Doodle, zu besteigen. Leider sind sie dafür vollkommen ungeeignet: Der Missionsleiter verfügt über keinerlei Führungsqualitäten, der Expeditionsarzt ist ständig krank, der Diplomat streitet sich mit allen und der Navigator verläuft sich ständig. Außerdem ist da noch der Expeditionskoch Pong, vor dem es zu flüchten gilt, und 30.000 yogistanische Sherpas…
Der britische Humor und Steife, mit der diese Liga der außergewöhnlichen immer wieder montypythonesk scheitert, ist staubtrocken. Das die Geschichte nie so over-the-top geht wie sie könnte liegt auch daran, dass sie bereits 1956 verfasst wurde. Ich hatte beim Lesen meinen Spaß und habe ein paar mal herzhaft gegnichelt, der Burner ist es allerdings nicht.

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Hören:

Lorde: Everybody wants to rule the World [MP3]
Song zum Trailer des nächsten Assassins Creed und ganz schön cool. Der Trailer übrigens auch.

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Sehen:

School of Rock
Seinerzeit hoch gelobt, letztlich aber nur belangloser Quatsch und eines der schlechteren Jack-Black-Vehikel.

Mad about you (Season 5)
Die Buchmans waren kurz vor der Trennung, nun sind sie schwanger. Nach der anfänglichen Freude im Geheimen bekommen sie es aber schnell mit Kontrollverlust zu tun, Jamie hängt noch an ihrem alten Job und Paul versucht sich als Freelancer durchzuschlagen, was aber nicht gut klappt.
Auch die 5. Staffel von MAY ist einfach nur – goldig. Helen Hunt und Paul Reiser sind großartig, und einige Gastauftritte lassen einen vor Lachen über den Boden rollen (Kevin Bacon knows!).

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Spielen:
-
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Machen:
Quer durch Europa fahren, am Strand liegen, Leute kennenlernen, Abenteuer erleben.
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Neues Spielzeug:
-

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Archiv Momentaufnahmen ab 2008

 
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Verfasst von - 15. Juli 2014 in Momentaufnahme

 

Momentaufnahme: Mai 2014

Herr Silencer im Mai 2014
Noch so viel zu tun, so wenig Zeit.

Wetter: Sehr wechselhaft. Sonnige Abschnitte wechseln sich mit Regenphasen ab, teilweise ist es über Tage stürmisch. Temperaturen sinken morgens nochmal auf 5 Grad, tagsüber 10-15. Um den 20. rum plötzlich fast 30 Grad, die nach kurzer Zeit aber in Gewitter und Schmuddel bei einstelligen Temperaturen übergehen.
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Lesen:

Eoin Colfer: WARP: The reluctant Assasin [Kindle]
Das FBI hat ein Zeugenschutzprogramm, das Personen in der Vergangenheit versteckt. Shit hits the Fan als ein viktorianischer Trickmörder in einen Quantentunnel gerät, in dem gerade ein Wissenschaftler explodiert. Das Ergebnis: Einer der gruseligsten Psychokiller der jüngeren Literatur. Colfer möchte gerne von Artemis Fowl weg, probiert hier aber nicht wirklich was neues aus, und ein wenig nervt der Fimmel, nach dem “Per Anhalter”-Flop unbedingt Kinderbücher schreiben zu wollen. Zumal der der Killer aus der Vergangenheit wirklich gruselig ist.

Eoin Colfer:Artemis Fowl: The Last Guardian [Kindle]
Opal Koboi explodiert und wird zu einem Quantenwesen, dass Armageddon auslösen will. Haven wird zerstört, und Artemis und Holly haben alle Hände voll zu tun um Koboi aufzuhalten und sich gegen 10.000 Jahre alte Berserker, die in den Körpern von Kaninchen und 4jährigen Jungen festsitzen, zu erwehren. Zum Glück hat Mulch Diggums Blähungen.
Der achte und letzte Teil der “Artemis Fowl”-Reihe ist wieder vollgestopft mit Hightech, Action und bizarren Situationen – ein schöner Abschluss.

Bill Willingham:Fairest: The Maharadscha [Graphic Novel]
Ein indisches Dorf wird von Wildhunden überfallen. Als nur noch die Alten, Kinder und Frauen über sind, macht sich die junge Nalayani auf den Weg, um den Maharadscha Sha Ah-Ming um Hilfe zu bitten. Der erweist sich für Fables-Kenner überraschend als alter Bekannter.
Schöne, wenn auch langsame Geschichte, die allerdings mittendrin einen echten Hänger hat, aus dem sie nur mit einem kruden Plot Device wieder herauskommt. Die Reaktivierung von Prince Charming hätte es aber nicht wirklich gebraucht – sein Überleben schmälert retrospektiv das große Opfer, dass er eigentlich erbracht hat, und Charming ist ein zu gefährlicher Charakter, als dass man den einfach so durch die Welt laufen lassen könnte.

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Hören:

Marc-Uwe Kling: Die Känguruh-Offenbarung [Hörbuch]
Kleinkünstler Marc-Uwe geht es gar nicht gut, denn ohne Känguru langweilt er sich zu Tode. Das Känguru, wir erinnern uns, ist ausgewiesen und abgeschoben worden, und selbst das asoziale Netzwerk scheint tot. Aber dann tritt eine Veränderung mit einem großen Schnautzbart in Marc-Uwes Leben, und eine Jagd um die Welt beginnt, an deren Ende am Strand von Griechenland die unfassbare Wahrheit offenbart wird…

Die Geschichten um das sprechende, kommunistische Känguru sind brilliant, ich könnte in einem Fort über den Boden rollen vor Lachen. Die “Offenbarung” ist zum Glück so gut wie seine Vorgänger, die “Känguru Chroniken” und das “Känguru Manifest”. Dabei zerfällt das Werk selbst in zwei Teile. Während der erste in Setting und Ton die Vorgänger weiterführt, verändert sich im zweiten Teil sowohl Umgebung als auch Handlungsbogen. Das ist eine willkommene Abwechselung, und auch wenn es dann letztlich alles total absurd wird: Hey, es sind Geschichten mit einem SPRECHENDEN KäNGURU!
Tip: Nicht das Buch kaufen, sondern das Hörbuch hören. Das wird von Kling selbst vor Livepublikum gesprochen, und viele Gags funktionieren nur in diesem Medium. Abgesehen davon ist seine Intonation des Kängurus einfach nur genial.

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Sehen:

Warhorse [Watchever]
Eigentlich eine total bekloppte Geschichte: Sie folgt dem Leben eines Pferds in der Zeit des ersten Weltkriegs. Was total nervig hätte sein können, ist erstaunlicherweise ein spannender Film mit tollen Bildern geworden. Das allerdings sogar das Pferd mehr Charakter in seiner Rolle entwickelt als Tom Hiddleston und Benedict Cumberbatch in ihren Kurzauftritten, ist ein wenig seltsam.

No Country for old man [Bluray]
Tolle Schauspieler, großartig gespielt. Ganz super, bis zu dem Moment, wo die Leinwand mittendring schwarz wird. Diese Macke der Coen-Brüder, nichts mehr zu Ende zu bringen, lässt einen unbefriedigt zurück.

Brave [BluRay]
Auch eine schottische Prinzessin im 9. Jahrhundert pubertiert mal. Highlanderin Merida gerät an eine Hexe, die nur Bären kann, und gibt bei der eine Überarbeitung der nervenden Königinmutter in Auftrag. Es passieren… Bären. Der Film ist schon drei Jahre alt, war aber bislang an mir vorbeigegangen. Weil “Frozen” im vergangenen Monat meine romantische Seite angesprochen hat, nun also mal Merida angeguckt. Die Geschichte ist total banal und viele Gags vorhersehbar, ABER: Meine Güte, JEDES EINZNE BILD IST EIN KUNSTWERK! Und dann diese Animationen! Großartig.

Angel, Staffel 3-4 [DVD]
Das Spin-Off zu Buffy wurde seinerzeit von ProSieben, wie es damals noch hieß, regelrecht verstrahlt: Ab Staffel 3 gabe es mal hier eine Folge, mal da, oft nach Mitternacht oder auch mal ein Jahr gar nicht. Dabei wird die Serie erst in der 3. Staffel richtig gut: Allein für die Idee, dass die finsteren Mächte heutzutage als Anwaltskanzlei unterwegs sind und böse Taten als casual nine2five-Job ansehen, verdient Lobpreisungen.

Wreck-it Ralph [BluRay]
Figuren aus Computerspielen führen ein Eigenleben, wenn niemand ihr Spiel spielt. Ralph ist der Bösewicht in einem uralten 8Bit-Spielautomaten. Er hadert damit, dass niemand ihn leiden kann. Bei einem Ausflug in andere Spiele stolpert er unversehens in ein seltsames Abenteuer hinein.
Ja, ich arbeite gerade die Animationsfilme der letzten Jahre auf. “Ralph reicht´s” ist in vielerlei Hinsicht bemerkenswert und einer der Filme, die einen wirklich zu Tränen rühren kann. Als Gamer hat man besondere Freude an den vielen Cameos und Anspielungen auf Videospiele, von Supermario bis hin zu Mass Effect.

Frozen [PSN]
Eine Prinzessin entwickelt eisige Superkäfte und wird dadurch einsam und unglücklich, bis sie vor den Menschen flüchtet. Ihre kleine Schwester macht sich auf die Suche nach ihr.
Ui, was für ein interessanter Film. Elegant animiert, witzig, starke Frauenbilder und ein gekonntes Spiel mit Disney-Klischees. Der Zeichenstil gefällt mir persönlich nicht, weil alles ein wenig zu sehr nach “Lissy und der letzte Kaiser” aussieht, aber dennoch absolut sehenswert.
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Spielen:

Spec Ops: The Line [PS3]
Dubai ist durch einen Sandsturm von der Außenwelt abgeschnitten. Die Amis schicken eine Armee rein, die geht verschütt. Also schickt man ein Dreierteam Aufklärer rein. Die klettern im Auge des Sturms in der Luxusstadt herum und entdecken grässliche Greultaten der amerikanischen Armee.
Spec Ops: The Line spielt sich wie ein klassischer Shooter, ist aber ein Antikriegsspiel. Die Aufklärer, deren Anführer man spielt, machen eine Reise mit, die an “Apocalypse Now” angelehnt ist und wie diese verstörende Bilder bietet. Der richtige Hammer kommt am Ende in Form eines Twists, der Stunden vorher mit Fanfaren und Trompeten angekündigt wurde und innerhalb der Spielwelt einen Sinn ergibt, dem Spieler gegenüber aber unfair ist. Die eigentliche Wirkung setzt vorher ein: Man fühlt sich schlecht, während man Spec Ops spielt. Das mag für Shooterfans eine Offenbarung sein – da ich diesen ganzen Modern Warfare- und Battlefield-Quatsch aber eh schlimme scheiße finde, hat mich das nicht umgerissen. Nichtsdestotrotz haben wir es hier mit einem Antikriegsspiel in Analogie zum Antikriegsfilm zu tun – und DAS kann man den Machern von Yager nicht hoch genug anrechnen.

Watch Dogs [PS4]
Aiden ist Hacker. Gut für ihn: In der nahen Zukunft ist alles mit allem vernetzt, und Aiden nutzt das, um die Mörder seiner Nichte zu jagen.
Lange drauf gewartet, nun ist Watch Dogs mit einem halben Jahr Verspätung erschienen. Die habe man gebraucht, um das Spiel zu polieren, heisst es. Wenn ich mir ansehe was jetzt dabei rausgekommen ist, muss es im vergangenen Jahr eine Katastrophe gewesen sein, denn auch im heutigen Zustand ist das Spiel eine Ansammlung von Features und ein einziger Activity-Overkill in einem mittelmäßig aussehenden Open-World-Sandkasten. Watch Dogs wurde vor 5 Jahren konzipiert und hätte ein starkes Statement zu einer allüberwachten und vernetzten Welt sein können. Leider hat es dazu keine Meinung, und versucht mit dem Vernetzungsgedanken zu beeindrucken. Das zieht aber in der Post-Snowden Welt nicht mehr, und da auch die Story belanglos und schlecht erzählt ist, haut Watch Dogs mich nicht wirklich um. Allerdings gibt Ubisoft seinen Franchises Zeit zum wachsen. Das erste “Assassins Creed” war spielerisch auch ein Totalausfall und die Story völlig Banane, erst der zweite Teil wurde ein Meisterwerk. Ich würde Watch Dogs wünschen, dass es das auch schafft. Das Potential ist da.
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Machen: Vorbereiten. Planen. Tarja.

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Neues Spielzeug: Eine Eagle Creek Hemdentasche.

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Archiv Momentaufnahmen ab 2008

 
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Verfasst von - 30. Mai 2014 in Momentaufnahme

 

Momentaufnahme: April 2014

Herr Silencer im April 2014
“Na, wieviel ist denn jetzt 30 durch 10 mal drei?”

Wetter: Aprilwetter, aber durchaus warm. An Ostern über 20 Grad und strahlender Sonnenschein. Erst in der letzten Monatswoche nochmal einstellige Temperaturen am Morgen.
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Lesen:

Stefan Ulrich:Bonjour La France [Kindle]
Stefan Ulrich, Korrepsondent der Süddeutschen Zeitung, zieht mit Frau, Kinder und Meerschweinchen von Rom, der Stadt seiner Träume, nach Paris. Die Umgewöhnung erfordert etliche Lernprozesse, denn französischer Alltag unterscheidet sich in vielen Dingen vom Leben in Deutschland oder Italien. Die Ulrichs kämpfen mit einem überfluteten Haus, Mikroklima in der Bretagne, Untersetzern, Übersetzern und Nachbarn mit Strümpfen auf dem Kopf.
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Hören:

Podcasts, mal wieder. Bevorzugt “Schöne Ecken” und “90s Rewind”, über das Aufwachsen und Leben in den 90ern.

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Sehen:

Warehouse 13, Staffel 4 [DVD]
Und dann hört die eigentlich Mediocre Staffel 3 mit einem solchen Cliffhanger auf, dass ich Staffel 4 auch gleich gucken musste. Die ist signifikant besser. Das dem mäßigen “Warehouse”-Cast nun der gute Teil der Besetzung von “Buffy” (Anthones Sewart Head, James Marsters) zur Seite gestellt wird, wertet die Serie stark auf. Diesmal geht es um einen Konflikt mit einer uralten Bruderschaft, deren Chef (Brent Spiner) sich an Arty rächt, und wie sich mit den Konsequenzen von Handlungen leben lässt. In der Folge wird das Warehouse infiltriert und entgleitet der Kontrolle von Verwalterin Frederic, die dadurch langsam wahnsinnig wird. Spannend, gut geschrieben, und der Nervfaktor liehgt wesentlich geringer als noch in Staffel 3.

Star Wars: The Clone Wars, Staffel 4 [Watchever]
Watchever hat “Clone Wars” im Programm, eine schöne Gelegenheit die mal zu gucken. Erster Eindruck nach zwei Staffeln: Stark unterschiedliche Folgen, teilweise sehr spannend und gut, teilweise trivial. Kann man gucken.

Match Point [DVD]
Woody Allen Film. Herrje. Der Cast stottert sich durch eine triviale und uninteressante Erzählung. Außerdem sieht ALLES scheiße aus, von den schönen Schauspielern bis hin zu London ist alles mies gefilmt. Lebenszeitverschwendung.

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Spielen:

Enslaved: Odyssey to the West [PS3]
Die Städte liegen in Trümmern und sind von Grün überwachsen, in den Ruinen gehen Roboter und Sklaventreiber auf die Jagd nach den letzten Menschen. Was hier passiert ist, erfährt man nicht, aber es muss schon lange her sein. Die Spielfigur ist ein muskelbepackter Hüne namens Monkey, den Geschichtsstunden auch nicht interessieren. Er ist ein Meister darin in dieser feindseligen Umgebung zu überleben, aber jetzt hat er ein Problem: Die zierliche Hackerin Trip hat ihm ein Kopfband angelegt, das verhindert, dass er sich zu weit von ihr entfernt. Trip und Monkey sind einem Sklavenschiff entkommen, und nun will sie nach Hause, weiß aber auch, dass sie das allein nicht schaffen wird. Also versklavt sie Monkey, und gemeinsam gehen die beiden auf eine lange Reise, die zur Odyssee wird.

Von kleinen Kameraschwächen abgesehen ein gelungenes Actionadventure, bei dem sich Kletter-, Schleich-, Prügel- und kleinere Rätselpassagen abwechseln. “Enslaved: Odyssey to the West” bezieht seinen eigentlichen Reiz aus der Chemie der beiden Hauptdarstellter. Zwar steuert der Spieler nur Monkey durch die Ruinen der Welt, aber ähnlich wie Elizabeth in “Bioshock Infinite” ist auch Trip jederzeit präsent und arbeitet mit Monkey zusammen, der sie wiederrum schützen muss. Das funktioniert erstaunlich gut: An keiner Stelle nervt die Trip KI, die durchaus in der Lage ist eigene Wege zu gehen, sich im Kampf zu verstecken oder Monkeys Ausrüstung zu verbessern.

Die tolle Grafik und die hervorragenden Sprecher tun das Ihrige zur Atmo: Andy Serkins, bekannt als Gollum aus den “Herr der Ringe”-Filmen, grummelt sich als Monkey durch eine Handlung, an deren überraschenden Ende sogar ein Realfilm mit ihm steht – eingeleitet mit einem Storytwist, den man nicht kommen sehen kann und der das Spiel am Ende unvergesslich macht.

Schon die (nicht stattfindende) Romanze zwischen Trip und Monkey ist wunderbar in Szene gesetzt. So resigniert Trip an einem Punkt der Handlung und deaktiviert das Sklavenkopfband von Monkey. Der Nomade könnte nun seiner Wege gehen, und sein Blick sagt, dass das seine Natur ist und er das früher oder später tun würde – und doch bittet er sie, das Kopfband wieder zu deaktivieren, damit er eben nicht seinen Instinkten nachgeben kann, sondern das richtige tut und bei ihr bleibt. Solche stark gespielten Momente sind es, die “Enslaved” zu einer Spieleperle machen, die bei ihrer Veröffentlichung 2010 zu Unrecht untergegangen ist.
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Machen: Motorradtraining in Gründau mit Besuch in Bad Orb und Schotten.

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Neues Spielzeug:
Ein neuer Satz Protektoren für die Motorradkombi, diverser Kleinkram für Reisen.

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Archiv Momentaufnahmen ab 2008

 
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Verfasst von - 29. April 2014 in Momentaufnahme

 

Momentaufnahme: März 2014

Herr Silencer im März 2014
“Das war der Spiegel.”

Wetter: Ohne Umweg über den Frühling direkt in den Sommer: Bis zu 20 Grad und so gut wir kein Regen. Erst in der letzten Monatswoche nochmal einstellige Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt. ——————————————————————————————————————————————————–
Lesen:

Terry Pratchett:Making Money [Kindle]
Lord Vetinari hat großes mit der Stadt vor, aber dafür braucht er Geld. Leider befinden sich die Banken in desolatem Zustand und in der Hand weniger Familien, und Gold kann man auch nicht beliebig vermehren. Folgerichtig installiert Vetinari den ehemaligen Trickbetrüger und erfolgreichen Postmeister Moist von Lipwig im Vorsitz der größten Bank von Ankh-Morpork. Der denkt sich sofort eine radikale Neuerung aus: Geld aus Papier! Natürlich gefällt das etlichen Leuten nicht, weshalb Lipwig und sein Vorgesetzter, ein altersschwacher Hund mit dem Namen Mr. Fuzzpot, bald auf der Abschussliste landen.

Die späten Pratchett-Romane haben nichts mehr mit der Slapstick-Fantasy-Comedy der frühen Jahre zu tun. So auch hier: Die ganze Geschichte um Moist von Lipwick dient eigentlich nur dazu, Dinge wie Marktwirtschaft, Münz- und Papiergeld und das Bankenwesen an sich zu betrachten. Allerdings aus Pratchetts “The Lion Upside Down”-Blickwinkel, der dem Leser ganz neue Perspektiven eröffnet – u.a. wie manche Personen es schaffen, aus Gier ein ganzes System zu beschädigen.
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Hören:


Andrew Lloyd Webber: Phantom of the Opera [BluRay]
Angefixt vom Livebesuch des Musicals, klar.

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Sehen:

Warehouse 13, Staffel 3 [DVD]
Im Warehouse werden übernatürliche Artefakte eingelagert. Das erste Warehouse war die Bibliothek von Alexandria, Version 13 steht in einer Wüste in Ohio und beherbergt in seinen Kilometerlangen Regalen z.B. Indiana Jones Bundeslade. Superspannendes Setting, Ausführung aber vergurkt. Konnte sich die Serie in den letzten Staffel nicht entscheiden ob sie eher Akte-X-mäßig ernst oder doch eher lustig daherkommen wollte, ist Staffel 3 nur noch Comedy. In Kombination mit den wirklich schlechten Schauspielern (Ausnahme: Allison Scagliotti als Claudia) leider nichts für mich.
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Spielen:

Saints Row IV [PS3]
Der Anführer der Straßengangs Saints ist nach den Ereignissen in Saints Row – The Third zum Präsident der USA – allerdings nicht lange, Außerirdische überfallen die Erde und versklaven die Menschen in eine virtuelle Welt. Zum Glück gibt es Helfer, die die Simulation hacken und die eigene Spielfigur mit Superkräften ausstatten.
Wer schon immer mal wissen wollte wie es wäre Neo in der Matrix zu sein – hier kann man es ausprobieren. Die Open-World-Stadt Steelport wird zur Spielwiese für 200-Meter-Sprünge, Sprints an Hochhäusern hinauf und Massenkeilereien gegen außerirdische Agenten. Das Ganze mit absurdem Humor und komischen Dialogen angereichert. Großer Spass.

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Machen: Städtereise nach Hamburg, Phantom der Oper angucken!

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Neues Spielzeug:

- Zwei neue Sommerreifen :-(

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Archiv Momentaufnahmen ab 2008

 
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Verfasst von - 30. März 2014 in Momentaufnahme

 

Momentaufnahme: Februar 2014

Herr Silencer im Februar 2014
“And remember, I am your driver, not your Mother.”

Wetter: Sehr warm und trocken. So gut wie kein Niederschlag, selten unter dem Gefrierpunkt, viel Sonne. Frühlingshaft. ——————————————————————————————————————————————————–
Lesen:

Terry Pratchett: Raising Steam [Kindle]
Auf der Scheibenwelt bricht das Dampfzeitalter an. Vetinari freut es, Lu-Tze sorgt es, Moist von Lipwig hat eine Menge Arbeit, die Mrs. Cripslock begleitet und Vimes macht das, was Vimes am besten kann.
Die Geschichte ist schön, und vor allem nicht langatmig erzählt. Dadurch, dass nahezu alle Figuren aller Bücher auftreten, wirkt dieses Buch allerdings fast wie ein Abschiedsgruß von Pratchett. Zumindest muss man damit rechnen, dass dies sein letztes Scheibenwelt-Buch sein könnte.
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Hören:

David Arnold, Michael Price: Sherlock [MP3]
Der Ohrwurm des Monats. Leider ist nur das Opening- und das Maintheme nett, aber jeweils nur ganz kurz zu hören. Der Rest steht nicht für sich allein.

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Sehen:

Top Gear, Staffel 12 [Watchever]
Ach ja, auch mal schön. Die perfekte Unterhaltungssendung. Mit Fahrzeugen.
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Spielen:

Tomb Raider: Definitive Edition [PS4]
Einfach ein gutes Spiel, mit 60FPS und in Full-HD, mit Partikeleffekten und funktionierender Physik gleich nochmal besser.

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Machen: Städtereise nach London!

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Neues Spielzeug:

- Ein neues Visier für den Motorradhelm

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Archiv Momentaufnahmen ab 2008

 
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Verfasst von - 28. Februar 2014 in Momentaufnahme

 

Momentaufnahme: Januar 2014

Herr Silencer im Januar 2014
“Verbimmelt!”

Wetter: Sehr warm und trocken für Januar, von knapp über Null bis zu 8 Grad. Erst in der letzten Woche etwas Kälter und für drei tage Schnee. ——————————————————————————————————————————————————–
Lesen:


Bill Willingham Fables Vol. 19: Snow White [Graphic Novel]
Snowwhites Ehe mit Bigby Wolf ist ungültig, behauptet ein Hanswurst. Leider ist der aufgeblasene Möchtegern überaus mächtig, nimmt Snow gefangen und wartet darauf, dass Bigby zum Duell kommt.
Zähe Folge mit unglaubwürdigen und abruptem Ende. Nach Ende des “Adversary”-Bogens weiß Fables nicht wohin es will, und schockierte erst mit Ekel (“Cubs in Toyland”) und opfert jetzt beliebte Figuren um interessant zu sein. Hätte nicht gedacht, dass ich das mal sage, aber: Gut, dass die Serie demnächst endet. Sie hat ihr Verfallsdatum lange überschritten.

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Hören:

Tarja Colors in the Dark [MP3]
Das “rote Album” der Sopranistin ist leider überarrangiert. Eine instrumentelle Bombastpassage wird auf die andere gehäuft, was in der Summe beliebig klingt und keinen bleibenden Eindruck hinterlässt. Kein Vergleich zu “Winterstorm” oder ähnlichen Perlen.

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Sehen:

Ich bin ein Star, holt mich hier raus! [TV]
Einmal im Jahr Dschungelcamp, und in der achten Staffel so unterhaltsam wie bislang selten.
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Spielen:

Assassins Creed: Liberation HD [PS3]
Das Vita-Abenteuer kommt, knapp anderthalb Jahre nach seinem Debüt, auf die Konsolen und den PC. Nach wie vor leidet der Ableger um die weibliche Assasine Aveline de Grandpré an einer schlechten und schlecht erzählten Story, kurzen und dummen Missionen und unverständlichen Charakteren. Aber es hat auch Momente, etwa die Möglichkeit Kleidung zu wechseln und sich damit Situationen anzupassen, oder ein Crossover mit Connor aus AC-III. Das ist nett für zwischendurch und Die-Hard-AC-Fans werden ihre Freude haben, alle anderen sollten die Finger davon lassen. Zumal “Black Flag” ungefähr sieben Mal besser ist.

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The Walking Dead, Season II EP. 1: All that Remains [PS3]
Drei Jahre nach dem Tod ihres Beschützers Lee kämpft sich die elfjährige Clementine allein durch die Überreste der post-zombikalyptischen Welt.
Ich finde ja Zombiegeschichten generell doof und denke, dass die nur was für elfjährige sind. Eine Ausnahme macht “Walking Dead”, zumindest die Spiele von Telltale. Das man als erwachsener Spieler nun ein schwaches, aber nicht hilfloses Kind statt einer väterlichen Beschützerfigur lenkt ist eine mutige Designentscheidung. Die Ereignisse der ersten, rund drei Stunden langen, Episode deuten den Grundton der zweiten Staffel an: Es wird sehr, sehr übel.

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Machen: Tee.

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Neues Spielzeug:

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Archiv Momentaufnahmen ab 2008

 
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Verfasst von - 28. Januar 2014 in Momentaufnahme

 

Das war das Jahr, das war (2013)

Das war es also schon mit 2013.

Es wird mir als das Jahr in Erinnerung bleiben, in dem sich viel in der Wahrnehmung von Internet und Technik geändert hat. Die Enthüllungen von Edward Snowden zeigen, dass unser aller Leben konstant abgehört und überwacht wird. Das ist ein echter Game Changer. Ich wusste sowohl am 09. November 1989 als auch am 11. September 2001, das an diesen Tagen etwas passiert war, das die Welt jetzt ändern würde. Im Juni 2013, als ich das erste Mal von PRISM hörte, war dieses wissende Gefühl wieder da. Snowden hat die Welt verändert. Plötzlich sind Geheimdienste, die ich für das Relikt einer alten Zeit hielt, wieder relevant. Alles hat sich geändert, von der Wahrnehmung von Technik hin zur Wahrnehmung der USA an sich, die jetzt als neuer Feind darstehen, der spioniert und manipuliert.

Privat war es kein schlechtes Jahr, aber auch nicht spektakulär gut. Zwei Mal im Krankenhaus gewesen, was neue Erfahrungen waren. Ansonsten viel unterwegs gewesen, europäische Länder angeguckt, Leute getroffen, viel gelernt. Das war gut.

In diesem Jahr habe ich versucht meine Grenzen zu finden. Ein Mal ist das auch gelungen, als es mit einem unbekannten Motorrad ins Gelände ging, bei über 30 Grad. Da konnte ich irgendwann vor Erschöpfung nicht mehr. Ansonsten kann ich aber mehr als ich gedacht hätte. Ausdauer, Sprachen, Kochen, Kreativität, Willensstärke – da war mehr drin als vermutet. Das Jahr, in dem ich so fit und aktiv war wie nie zuvor – fühlt sich gut an.

2013 war außerdem das Jahr, in dem Menschen weggegangen sind. Mal geographisch, mal emotional. Gefühlt sind viele nach Berlin gezogen, anscheinend konzentriert sich da gerade alles. Wie bei einem Schwarzen Loch. The Place to be, merkwürdiges Phänomen.

Zusammengefasst war 2013 eine Konzentration auf mich selbst. Dafür bröckelt der Freundeskreis an allen Ecken und Enden, und ich hoffe, dass setzt sich nicht so fort.

Und sonst noch?

Worte des Jahres: Hoffen ist kein Plan.

Zugenommen oder abgenommen? Abgenommen.

Haare länger oder kürzer? Kürzer.

Mehr Kohle oder weniger? Weniger.

Mehr ausgegeben oder weniger? Weniger, und vor allem anders: Geld ist nicht so häufig in Anschaffungen geflossen als vielmehr in Programm während Reisen.

Mehr bewegt oder weniger? Sehr viel mehr.

Die hirnrissigste Unternehmung? Bei über 30 Grad ein Motorradtraining in voller Montur machen.

Ort des Jahres? Rom.

Die teuerste Anschaffung? Neue Bremsen für´s Auto.

Das leckerste Essen? Saras Steak mit schwarzem Salz in der Villa Luigia in Bagio Callalta.

2013 zum ersten Mal getan? Mit einem Geländemotorrad Felswände hochgefahren.

2013 nach langer Zeit wieder getan? Sport. Im Fitnessstudio.

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen? Teure Autoinstandhaltung, wochenlang schlaflose Nächte aus unbegründeter Sorge, diese Scheiss-“Strasse” in den Abruzzen.

Gereist? Oh ja.

2013 war in einem Wort…? Bröckelnd.

Überraschendster Film des Jahres: Pacific Rim. Hätte nicht gedacht, dass der mich so unterhält.

Album des Jahres: Assassins Creed 4: Black Flag (Sea Shanties Edition)

Spiel des Jahres: War ein guter Jahrgang für Spiele. Beyond: Two Souls, Bioshock Infinite, Tomb Raider und The Last of Us haben mich am tiefsten beeindruckt. The Cave hat mich zum Lachen und Staunen gebracht und GTA V und AC4: Black Flag lassen mich den Hut vor dem Fleiss der Produzenten ziehen.

Buch des Jahres: Mr. Penumbras 24h-Bookshop. Danke für den Tip, Daniel, das hätte ich nie von allein gefunden.

Bestes Musikstück des Jahres: “Tangled Up” von Caro Emerald.

Spielzeug des Jahres: Das kleine Acer Netbook, dass ein treuer Reisebegleiter geworden ist.

Das schönste Konzert? Caro Emerald in Hamburg.

Die meiste Zeit verbracht mit…? Planungen.

Die schönste Zeit verbracht damit…? Fremde Orte zu erkunden.

Vorherrschendes Gefühl 2013? Das ich so langsam zum Grumpy Old Man werde.

Erkenntnis des Jahres: Nichts ist so wichtig wie andere es machen und nichts ist für die Ewigkeit.

In diesem Sinne: Ich wünschen einen guten Start in ein tolles 2014!

 
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Verfasst von - 31. Dezember 2013 in Gnadenloses Leben, Momentaufnahme

 

Momentaufnahme: Dezember 2013

Herr Silencer im Dezember 2013
Dem mach ich Licht an´s Rad!

Wetter: Sehr warm und trocken für Dezember, von knapp über Null bis zu 14 Grad an Weihnachten.
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Lesen:


Bill Willingham Fairest Vol. II [Graphic Novel] Rapunzel bekommt einen Hinweis, dass die Kinder, die ihr einst geraubt wurden, noch Leben könnten und reist nach Japan um den nachzugehen. Dabei wird sie von Jack begleitet und von Totenkinder, Bigby und asiatischen Fables verfolgt. Nette, aber inkonsistente Geschichte, die klar auf den einen Plotpoint mit dem hohem Ekelfaktor hin konstruiert ist. Eine gute Idee macht aber noch kein Buch aus.

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Hören:

Diverse Assassins Creed IV Black Flag: Sea Shanties Edition [MP3]
Seefahrershanties aus dem 18. Jahrhundert. Ernsthaft, Ubisoft hat ein ganzes Album mit den Shanties rausgebracht, die im Spiel die Crew auf See singt und die in den Kneipen zu hören sind. Herrlich!

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Sehen:

Mad about you, Season 3 und 4 [DVD]

Irgendwie neurotisches Paar in den 30ern lebt mit Hund im New York der 90er.
Ach, ich liebe “Verrückt nach Dir”. Die Folgen sind auch heute gut guckbar, der Humor ist nicht peinlich, und ich bin schon wieder schwer veriebt in Helen Hunt. Was beim Schauen in Originalsprache auffällt: Die Serie war damals geradezu anarchistisch (Auftritte von Promis! Rudi Giuliani!), hoch innovativ und mutig (eine ganze 30-Minuten-Folge ohne einen Schnitt gedreht!).
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Spielen:
adewale

Assassins Creed IV: Black Flag [PS4]
Ich tat ja schon an anderer Stelle meine Meinung zu AC4 kund und erwähnte dabei, dass es LANG ist. Auf der PS4 ist das Abenteuer noch mal schöner, weil in HD. Und dann kam noch der DLC “Freedom Cry” raus, bei dem man bad-Ass Adéwale in Port-au-Prince steuern darf.

Beyond: Two Souls [PS3]
Stationen im Leben der jungen Jodie (Ellen Page), die untrennbar mit einer unsichtbaren Entität verbunden ist. Was hat es mit dem Poltergeist auf sich, der mit einem unsichtbaren Band und einer hassliebe mit ihr verbunden ist?

Mein Spiel über Weihnachten, denn auf “Beyond” muss man sich einlassen können. Dann ist es packend, spannend und emotional berührend. Als Spieler erlebt man die teils konfuse Geschichte von Jodie in zeitlich verwürfelter Abfolge und mit Sprüngen über Jahrzehnte hinweg. Beyond ist mehr Film als Spiel, aber mehr Spiel als sein direkter Vorgänger “Heavy Rain”. Die Grafik ist dabei über weite Stellen fotorealistisch.

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Machen: Nicht wirklich viel. Klar, bis kurz Weihnachten stand viel Arbeit an, aber privat bin ich gerade Unlustig überhaupt was zu tun.

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Neues Spielzeug:

Ein, ähm, PS4, Hust.

Es gab da diesen Abend im Juni, als ich in Siena herumsaß, Nachrichten über Microsofts XBOX-One Unverschämtheit las und spontan beschloss dagegen ein Zeichen zu setzen. Also bestellte ich aus Protest die Konkurrenzkonsole. Logisch, oder?

Lässt sich gut bedienen, ist spürbar schneller und nutzerfreundlicher als die PS3. Das sind die positiven Seiten. Die negativen: Das Start-Lineup ist nach der Verschiebung von Watch Dogs ein Witz, der Sharebutton ist natürlich Quatsch und das unnütze Dauerleuchten des Kontroller saugt den Akku ratzfatz leer. Fazit: Braucht zum jetzigen Zeitpunkt kein Mensch, mit dem Kauf kann man noch zwei Jahre warten und bis dahin die tollen Titel der alten Konsolen spielen.

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Archiv Momentaufnahmen ab 2008

 
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Verfasst von - 30. Dezember 2013 in Momentaufnahme

 

Momentaufnahme: November 2013

Herr Silencer im November 2013
Es. Schneit.

Wetter: Bis Mitte des Monats für Novemberverhältnisse recht mild, bei Temperaturen bis 10 Grad. Dann kurz Schnee, ab dem 20. knackig kalt mit Temperaturen von bis zu minus fünf Grad.
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Lesen:

Oliver Bowden Black Flag [Kindle Edition] Die Vorgeschichte zum Spiel: Eward Kenway wächst Anfang des 18. Jahrhunderts als Sohn eines Schafsfarmers in Wales auf. Er verliebt sich in die gutbürgerliche Caroline, und um der ein besseres Leben zu bieten wird er Freibeuter.
– Es überrascht mich immer wieder, wie viel und in welch hoher Qualität Bowden um die Spielstories noch herumstricken kann. Da die Story im Game sehr löcherig ist, ist dieses Buch ein Muss, um Motivationen und Personen zu verstehen. Leider, möchte man sagen – das sollte nicht nötig sein. Das Buch ist flockig geschrieben, spielt mit historischer Fiktion herum und hat recht wenig mit Assassinen und Templern zu tun. Edward geht es schließlich nicht um Freiheit oder irgendwelche anderen abstrakten Werte – ihm geht es um Gold.

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Hören:

The Corrs Alle Alben [MP3]
Ich mochte die irische Geschwisterband mit dem überproportionalen Anteil an heißen Schwestern schon immer, habe aber nie ein Album von ihnen besessen. Jetzt gab es alle fünf Studioalben auf einmal für wenig Geld, da konnte ich nicht widerstehen.

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Sehen:

Pacific Rim [BluRay]
Große Ungeheuer klettern aus dem Meer und fressen Städte auf. Das einzige was der Menschheit einfällt: Turmhohe Roboter bauen und sich mit den Monstern prügeln.
– Die Grundidee ist total Banane, aber letztlich auch egal – die Umsetzung der riesigen Roboter und der ekligen Monster ist super, da fallen selbst die Abziehbildcharaktere oder der Storyschwachsinn nicht auf. Zudem ist -anders als etwas “Transformers”- alles so gefilmt, dass man der Action auch folgen kann und wirklich alles episch wirkt. So gut unterhalten fühlte ich mich im Krachwumm-Genre schon lange nicht mehr!

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Spielen:

Assassins Creed IV: Black Flag [XBOX 360]
Assassinen und Templer im Piratensetting? Da war ich doch sehr skeptisch. Tatsächlich wird der epische Konflikt der beiden klandestinen Parteien in “Black Flag” gar nicht ausgeführt. Edward Kenway klaut einem abtrünnigen Assassinen die Uniform, Peng. Das war´s fast schon. Assassinen kommen im Spiel nur als verschrobene Eingeborene mit Mönchskapuzen vor, die Templer als ebenso gepuderte wie blasierte Spassbremsen ohne jede Gefährlichkeit. Die Story um Edward ist bestenfalls löcherig und mit so großen Sprüngen und so knapp erzählt, dass sie kaum Sinn ergibt.

Machen wir uns nichts vor, “Black Flag” ist ein Reboot der Serie. Weg vom storygetriebenen Actionadventure aus Teil II, das mich zum Fan hat werden lassen, hin zu einem Open World Titel, bei dem die Welt der Rahmen ist und Handlung nur am Rande passiert. Das “Black Flag” dennoch funktioniert und einen Heidenspaß macht, liegt an genau dieser Welt: Die Karibik des Jahres 1715 ist wunderschön und organisch, es gibt viel zu tun was sich gut einfügt und überhaupt: So detailverliebt hat man noch kein Seefahrtspiel erlebt. Wenn man mit seiner Brig zwischen den Inselchen rumsegelt und die Crew anfängt alte Shanties zu singen, wird um so schmerzhafter bewusst was “Assassins Creed III” alles falsch gemacht hat. Der historische Teil funktioniert also, auch wenn ausgerechnet der so wichtige Teil der Erzählung schwach ist. Dabei ist die Geschichte eigentlich spannend, sie wird nur schlecht inszeniert.

Das durchwachsene Lob gilt leider nicht für die Gegenwart, die schlicht unterirdisch ist: Mit Desmonds Tod haben die Designer nicht nur zwei Handlungsstränge, sondern gleich eine ganze Interaktionsebene beerdigt. Der Spieler spielt nun in Egoperspektive einen namenlosen und stummen Angestellten von Abstergo, der die Erinnerungen von Desmond sichtet, auf der Suche nach Material für – ein Spiel.

WTF? Statt in der Gegenwart von Templern gejagt zu werden, läuft man nun im Schneckentempo und first Person durch Büroräume und lauscht Leuten mit französischem Akzent? Tatsächlich steht Abstergo im Spiel nun für Ubisoft und bringt im Spieluniversum selbst “Assassins Creed” Spiele raus.

Klar, dass dieses, übrigens in “Liberation” begonnene, Setting nicht für 5 Cent funktioniert – als Spieler WEISS man schon, dass Abstergo die Templer sind, auch wenn der Spielercharakter unwissend ist. Und man weiß ebenso, dass die “Assassins Creed”-Spiele, die im Spiel rumliegen, nicht die sein können, die man selbst gespielt hat. Ich fürchte, die Storyautoren haben sich hier keinen Gefallen getan – ich fürchte hier den “Lost”-Effekt, wo am Ende auch kein epischer Mindfuck stattfand, sondern lediglich deutlich wurde, dass die Autoren keine Ahnung hatten, wohin sie mit ihrem Storygerüst wollten. Zudem tut man sich NIE einen Gefallen, wenn man weit hergeholte Geschichten plötzlich selbst nicht mehr ernst nimmt. Die Grundprämisse von AC war immer die Zeitreise in das eigene genetische Gedächtnis und die inhärente Bedrohung durch übermächtige Templer – das wird hier einfach über Bord geschmissen, und durch etwas ersetzt, das wie eine schlechte Parodie wirkt.

Fazit: AC4 ist beileibe kein schlechtes Spiel, im Gegenteil, es macht eine Menge Spass und ist LANG. Aber es ist schlecht erzählt, und der übergreifende Handlungsbogen fährt gerade gegen die Wand.


Remember me [PS3]
Im Jahr 2064 trägt jeder Mensch eine Gedächtnisschnittstelle. Unliebsame Erinnerungen lässt man fix mal löschen, schöne Erinnerungen sind Handelsware. Nilin ist eine Erinnerungsjägerin und kann Erinnerungen anderer stehlen oder manipulieren. Bis sie eines Tages in der Todeszelle aufwacht, ohne zu wissen warum – weil ihr selbst jemand die Erinnerung gestohlen hat.

“Remember me” ist in vielen Einzelheiten das großartigste Spiel diesen Jahres. Das Setting ist neu und unverbraucht. Die Story ist ein Mix aus Total Recall und Blade Runner, beginnt beklemmend und steigert sich ins Uber-epische. Das Artwork ist großartig und wurde eindeutig von Blade Runner, Matrix und Deus Ex inspiriert. Hier stimmt fast alles: Von der Gestaltung der Menüs über den Grafikstil bis hin zu den Texturen: Überall staunt das Auge. Allein wie Neo-Paris hier in Szene gesetzt wird, mit diesem Mix aus alter Bausubstanz und futuristischen Gebäuden, ist eine Augenweide.

Leider kann die Spielmechanik nicht mit der intelligenten Geschichte und der schönen Verpackung standhalten, mehr als ein wenig Hüpfen und Prügeln gibt es nicht zu tun. Spannend wird es dann, wenn Nilin in das Gedächtnis anderer Personen eingreift und deren Erinnerungen verändert, was sich unmittelbar auf das Verhalten der Person in der Gegenwart ausübt. Die Resultate sind überaus interessant: Eine unbesiegbare Gegnerin wird durch veränderte Erinnerungen plötzlich zur Freundin, eine Misanthropin wird zur Wohltäterin, usw.

Pacing und Immersion werden leider dadurch aus dem Tritt gebracht, dass das Spiel einen Overhead aus Optionen mitbringt und in den ersten Spielstunden alle zwei Minuten etwas neues einführt. “Remember me” benimmt sich dabei wie ein ADHS-Kind im Spielwarenladen, das einem tausend Sachen gleichzeitig zeigen will. Manchmal möchte man nur rufen “Jetzt lass mich endlich in Ruhe und mich erst einmal eine Sache vernünftig lernen”. Dann aber wird das Spiel muksch, was man auch merkt: Die Kämpfe sind mitunter viel zu lang und nervig schwer, aber immer machbar. Lohnend ist das Game aber allemal, selten fühlt man sich nach dem Ende der Geschichte so zufriedengestellt.

Tip: Playstation Plus-Abonenten erhalten “Remember Me” im Moment kostenlos. Oder andersherum: Ein Jahr Playstation Plus, bei dem man alle paar Wochen kostenlose Spiele bekommt, kostet genauso viel wie “Remember me” auf dem Gebrauchtmarkt.

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Machen: Nicht wirklich viel, kurz vor Jahresende steht halt viel Arbeit an. Außerdem macht sich winterschlafmäßige Unlust breit.

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Neues Spielzeug: Ein neuer, großer Rucksack, der gleichzeitig auch Reisetasche ist. Musste sein, beim Alten platzen die Schnallen weg.

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Archiv Momentaufnahmen ab 2008

 
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Verfasst von - 28. November 2013 in Momentaufnahme

 

Momentaufnahme: Oktober 2013

Herr Silencer im Oktober 2013
Fu-cking-Un-be-lievable.

Wetter: Die ersten Tage sehr kalt, mit Temperaturen im einstelligen Bereich und zugefrorenen Scheiben am Morgen. Dann berappelt sich das Wetter, es wird wärmer, bis in der dritten Woche über 20 Grad erreicht werden. Das Monatende versinkt in Regen bei 15 Grad.
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Lesen:

Robin Sloan: Mr Benumbra´s 24-hour Bookstore [Kindle Edition] Nachdem auch die letzten seiner tollen Projekte und Start-Ups an den Baum gefahren sind, fängt ein Hipster in einem skurrilen Buchladen in San Francisco an. Kundschaft ist in Zeiten von Kindle und iPad rar, aber wenn welche kommt, muss sie sofort bedient werden. Mit Büchern, nach denen die Leser verlangen wie Drogenabhängige. Und die der Hipster nicht lesen darf. Am Ende läuft es auf einen Kampf uralte Bruderschaft gegen Google und seine endlosen Kapazitäten hinaus, gewürzt mit alter Typografie. Liest sich einfach nur super weg und ist spannend.

Eoin Colfer: The Atlantis Complex [Kindle Edition]
Ach ja, Artemis Fowl. Die ersten Bücher habe ich geliebt und verschlungen, dann wurde es etwas dösig und ich habe die Serie nach dem Tierschutzteil vergessen. The Atlantis Complex ist, wie seine Vorgänger, wie ein Actionfilm geschrieben – Eoin Colfer kann absolut was. Allerdings schreibt er hier keinen Spielfilm, sondern “nur” eine sehr gute Episode einer HBO-Serie. Sozusagen.

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Hören:

Lana del Rey Born to Die [MP3]
Hatte ich bislang ignoriert, jetzt wollte ich mal wissen, was Lana so kann. “Videogames” hatte mir schon vorher sehr gut gefallen. Leider kann der Rest des Albums da nicht mithalten. Irgendwann wird doch deutlich, wie stimmlich eingeschränkt die Sängerin ist, und das sich irgendwie alles nach Genöhle anhört.

Brian Tyler Assassins Creed IV: Black Flag [MP3]
Nachdem Jesper Kydd hörbar keinen Bock mehr hatte und Lorne Balfe nach seinen Arbeiten für Assassins Creed in die Topliga der Filmkomponisten aufgestiegen ist, darf nun Brian Tyler den Soundtrack machen. Der ist bereits Top Notch hat die Musik u.a. zu Iron Man 3, Thor – The Dark World und den letzten Fast Furious auf dem Gewissen. Was er für AC4 zusammenschraubt hat keinen Bezug zu den Wurzeln und Themen der Seire, die Balfe so mühsam und kunstvoll installiert hat. Das ist ärgerlich ist, aber dafür hört es sich alles nach schmissigem, zeitgemäßem Seemannsgarn an und passt sich perfekt in die karibischen Welten ein. Sehr angenehm ist zudem, dass es hier endlich einen Composer gibt, der nicht versucht Hans Zimmer zu imitieren.

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Sehen:

Person of Interest [Watchever]
Der creepige Typ aus Lost hat Software für die NSA geschrieben, die anhand von Kommunikationsmetadaten Verhaltensweisen voraussagt und Persons of Interest meldet. Weil es kompliziert sein muss, bekommt er aber nur Sozialversicherungsnummern und weiß nicht, ob sich dahinter Täter oder Opfer verbergen – also heuert er ein männliches Unterwäschemodel an um dem nachzugehen.
Spannendes Setting, dass leider in der ersten Staffel nie sein Potential auch nur ansatzweise ausschöpft. Die Analyse von digitalen Profilen für Rückschlüsse auf Handlungen bleibt bloßes Storyvehikel, wird nie hinterfragt und ist letztlich belanglos. Die zu lösenden Fälle sind dagegen klein-klein und Banane.

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Spielen:

Grand Theft Auto V [XBOX 360]
Tolle Welt, irre gemacht. Drei Hauptdarsteller-Konzept funktioniert großartig, auch wenn dieses Trevorviech einfach nur furchtbar ist. Ein großes Spiel.

Batman: Arkham Origins [PS3]
Tja. Hm. Da hat Rocksteady zwei Batman Spiele gemacht, die vor Liebe zum Material trieften und tiefes Verständnis für die Materie zeigten. Und dann übergeben die alles an Warner Bros. Montreal Studio, und die kloppen irgendeinen Scheiß aus den vorhandenen Figuren und Assets zusammen. So ungefähr könnte man das zusammenfassen, was mit Origins abgeliefert wurde. Natürlich sind die Spielmechaniken immer noch spassig, wurden aber stellenweise verschlechtert. Die Welt von Gotham ist immer noch cool, sieht aber genauso leer aus wie in Arkham City und ist ohne dessen Setting eines abgeschlossenen Verbrecherviertels nicht glaubwürdig. Highlight sollen die Bosskämpfe sein, was ich nur ärgerlich finde. Im Jahr 2013 verzichten die allermeisten Spiele auf Bosskämpfe, weil sie Mist sind und für die Spieler frustrierend. Aber Warner baut die als Neuerung ein. Da passen dann auch schlecht designte Rätsel, unfassbar dämliche Speicherpunkte, nicht funktionierende Schnellreisefunktion und einbrechende Frameraten ins Bild: Anscheinend hat dieses Game nie jemand Probegespielt.

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Machen: Tollster Oktober aller Zeiten! Hamburg! Caro Emerald! Italien!

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Neues Spielzeug:
Keine Gadgets, aber eine neue Krawatte. Oh, und natürlich die Schwarze Truhe.

 
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Verfasst von - 30. Oktober 2013 in Gnadenloses Leben, Momentaufnahme

 

Momentaufnahme: September 2013

Herr Silencer im September 2013
Ich gehe heute nicht vor die Tür.

Wetter: Die ersten fünf Tage noch einmal Sommer mit 25 Grad, dann bäh mit morgens teils um die 4 Grad und zugefrorenen Scheiben, Tagsüber 14-19. Wenig Regen.
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Lesen:


Robin Sloan: Mr Benumbra´s 24-hour Bookstore [Kindle Edition] Nachdem auch die letzten seiner tollen Projekte und Start-Ups an den Baum gefahren sind, fängt ein Hipster in einem skurrilen Buchladen in San Francisco an. Kundschaft ist in Zeiten von Kindle und iPad rar, aber wenn welche kommt, muss sie sofort bedient werden. Mit Büchern, nach denen die Leser verlangen wie Drogenabhängige. Und die der Hipster nicht lesen darf.

Noch nicht mit durch, liest sich aber herrlich – gerade wenn man die Web-Branche kennt.
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Hören:

Young in the 80s

Christian und Peter Schmidt Young in the 80s [Podcast]
Zwei Brüder (geboren 1977 und 1980) unterhalten sich über das Jahrzehnt in dem sie groß geworden sind. Hört sich in einem Elevatorpitch nach Sehnsucht-nach-gestern-Nostalgieblödsinn an, ist aber erstaunlich unterhaltsam. Das liegt unter anderem an der Mischung aus Anekdoten aus dem Schmidt´schen Haushalt und ziemlich Verklärungsfreier Analyse aus Erwachsenensicht. Hier wird also nicht hochgejubelt nach dem Motto “Früher war alles besser”, sondern sehr genau auch die abseitigen Dinge der 80er benannt (von denen es viele gab). Der Podcast erklärt zum Teil auch, warum meine Generation heute so ist wie sie ist.

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Sehen:

The World´s End [Kino]
Fünf alte Schulfreunde machen sich auf zu einem launigen Kneipenabend, am Ende steht der Weltuntergang.
Großartig. Vielleicht nicht ganz so großartig wie Shaun of the Dead oder Hot Fuzz, aber das kann sich noch ändern. Simon Pegg-Filme reifen im Abstand zur Betrachtung. Seine Darstellung des Loosers Larry King und die Zeichnung der anderen “Schufreunde” hat etwas beklemmendes – solche Charaktere kennen wir älteren alle. Das ist sehr auf den Punkt und deswegen schon klasse.

Scarface [Watchever]
1980 öffnet Fidel Castro Cuba für “Familienzusammenführungen”. Mehr als 100.000 Menschen machen sich mit Booten auf in die USA. Mit an Bord: Verbrecher und geistig Kranke, die die Bootsbesatzungen mitnehmen müssen. Kurz darauf wird Miami von 25.000 kubanischen Verbrechern heimgesucht. Einer von ihnen ist Tony Montana, der sich skrupellos in der Gesellschaft nach oben mordet.
Bildungslücke geschlossen, denn diesen Gangsterfilm muss man kennen. Dafür, dass er in so vielen Filmen und Spielen zitiert wird, war ich dann doch erstaunt wie platt und uninspiriert Scarface oft daherkommt. Viel macht dabei auch die unfassbar schlechte Synchronisation kaputt, die wirkt, als hätte eine Horde Studenten die Tonspur aus besoffen und aus Jux eingesprochen.
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Spielen:

Splinter Cell: Blacklist [XBOX 360]
Agent jettet um die Welt und schleicht sich dauernd irgendwo rein um irgendwas zu verhindern. Dieser ganze Ami-Geheimdienst-Quatsch nervt mich mittlerweile unsäglich an, und wenn ich in den Raum mit den Datenanalysten komme, frage ich mich mittlerweile unweigerlich, wen die dafür alles Ausschnüffeln. Sicher, das Spiel ist poliert, schwer und die Spielmechanik gut gemacht. Das hat mich aber trotzdem nur bedingt motiviert.

InFamous [PS3]
Man nehme eine offene Spielwelt in einer Großstadt und verleihe der Spielfigur Superkräfte. Was aktuell bei “Saints Row IV” gut funktioniert, hat dieser PS3-Titel 2009 vorgemacht. InFamous ist ein Spiel voller Gegensätze: Die Hintergrundgeschichte wird nur am Rande und viel zu langsam aufgerollt, kann dann aber immerhin mit Steampunk-Alchemisten aufwarten. Die Aufgaben sind repetitiv, lassen sich aber oft unterschiedlich lösen. Das Gut/Böse-Entscheidungsschema ist simpel, die Auswirkungen aber äußerst Spassig. Die Spielewelt ist groß, aber hässlich. Das Klettern ist nett, aber nicht gut umgesetzt. Trotzdem hatte ich einen Heidenspass. Superheld müsste man öfter sein.

Grand Theft Auto V [XBOX 360]
Tolle Welt, irre gemacht. Drei Hauptdarsteller-Konzept funktioniert großartig. Nur diesen Trevor, den will ich nicht spielen, der macht mir Angst.

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Machen: Die Größte Tagung aller Zeiten.

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Neues Spielzeug:
Nach dem teuren letzten Monat und dem anstehenden nächsten hat das Konto jetzt erst einmal eine Verschnaufpause.

 
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Verfasst von - 30. September 2013 in Momentaufnahme

 

Momentaufnahme: August 2013

Herr Silencer im August 2013
Endlich mal warm.

Wetter: Gemischt. Erste Monatshälfte bedeckt-sonnig, danach schon fast herbstlich mit Regen und morgendlichen 13 Grad, aber tagsüber noch warm.
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Lesen:

Stefan Ulricht: Quattro Stagioni – Ein Jahr in Rom [Kindle Edition] SZ-Journalist wird Italienkoresspondent und zieht mit der ganzen Familie nach Rom. Italienische Eigenarten, bürokratische Probleme und komische Mißverständnisse machen das ganze lehrreich und unterhaltsam.
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Hören:

Morisson Poe: Evolution [MP3]
Interessante Mischung aus Rock, Gesang und elektronischen Rythmen. Alt (Soundtrack zu Perfect Dark: Zero), aber gut.

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Sehen:

GI Joe: Dei Abrechnung [PSN]
Mei, wos für a Schmarrn.

Breaking Bad, S5.2 [Watchever]
Wow, ganz legal Breaking Bad nur drei Tage nach der Premiere in den USA sehen. Super, bitte immer so!

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Spielen:


The Walking Dead [PS3]
Zombies finde ich immer noch doof, aber das Spiel ist großartig. In 5 Episoden muss der Spieler immer wieder Entscheidungen treffen, um eine Zombieapokalypse zu überstehen. Intensiv, emotional. Kein Wunder, dass das Ding Spiel des Jahres 2012 wurde. Gemacht von Telltale, die auch Schon Zurück in die Zukunft Teil 4 gemacht haben und demnächst Fables bringen.

Little Inferno [PC]
Kleines Indiespiel. Man bestellt Dinge aus einem Katalog, und verbrennt die dann in einem Kamin. Verbrennt man eine Kombination aus korrekten Sachen, geht es weiter. Nur: Warum verbrennt man eigentlich Dinge? Und wieso schickt die irre Nachbarin aus der Wohnung nebenan Briefe? Um das zu ergründen, muss man 99 Kombinationen von Verbrennungssachen finden. Die Auflösung fällt dann, je nach Betrachtungsweise, als epochale, nie dagewesene, epische, die Welt verändernde Kunst aus – oder banal. Gibt es auch für iDevices und Mac.

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Machen: Weltwieseltag in Hamburg feiern und einiges organisieren.

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Neues Spielzeug:
Neue Kamera (Lumix TZ41, dazu später mehr), neue Sporttasche, neue Armbanduhr (AW-80V-1BVEF, nichts besonderes, aber praktisch und leuchtet), neue Jacke (ggf. aich dazu später noch eine Geschichte), Kawasaki durch die 60.000er Inspektion. War ein teurer Monat, aber alles nötig. Aufschieben hätte nichts gebracht, und jetzt ist wenigstens schon alles für die Herbstreise vollständig.

 
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Verfasst von - 31. August 2013 in Ganz Kurz, Momentaufnahme

 

Momentaufnahme: Juli 2013

Herr Silencer im Juli 2013
Endlich mal warm.

Wetter: Ordentlich warm, fast durchgehend sonnig, am Monatsende kurzzeitig mal über 35 Grad.
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Lesen:

Terry Pratchett: Dodger [Kindle Edition] Ein Junge aus der Kanalisation treibt sich im viktorianischen London herum, rettet ein Mädchen in der Not und trifft nebenbei Charles Dickens, Sweeney Todd und andere Personen der Zeitgeschichte. Ich bin ja ein großer Fan solcher History-Fiction, aber was Pratchett sich hier zusammenschreibt ist schlicht langweilig. Wo er früher einen Charakter mit fünf Zeilen auf den Punkt brachte, benötigt er hier Dutzende Seiten, bis man als Leser rufen möchte: “Ja! Ich habe es verstanden! Er ist eine coole Sau und hat es schwer! Nun komm mit der Geschichte in den Quark!”. Aber das passiert nicht, wie zuvor “Nation” dümpelt auch “Dodger” vor sich hin und macht aus seinen interessanten Ideen viel zu wenig.
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Hören:

Jesper Kyd: Legacy [MP3]
Der Ubisoft-Hauskomponist folgt “Two Steps from Hell” und macht eine generische Soundtrack-CD. Kann man hören, auch wenn das nicht seine beste Arbeit ist.

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Sehen:


Dexter, Season 1 [Watchever]
Noch so eine Serie, die ich bislang ignoriert habe. Und wow, ist die gut.

The Tourist [BluRay]
Merkwürdiger Film. Schön fotografiert, elegante Kostüme, super Aufnahmen von Venedig. Aber die Story ist spannungsleer und lahmarschig, La Jolie sieht auch hier verhungert aus und Johnny Depp trägt ein aufgedunsenes Cortisongesicht zur Schau. Irgendwie hatten wohl beide keinen Bock auf diesen Streifen, denn anders als mit Arbeitsverweigerung ist die Nullperformance der beiden nicht zu erklären.

Community [Wacthever]
Every now and then kommt eine kleine Serie vorbei, die mich sofort aus den Socken haut mit ihren skurrilen Charakteren, tollen Skripten und abgefahrenen Ideen. Community ist das “Parker Lewis” für Erwachsene und einfach nur saukomisch. Mehr dazu bei Owley.
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Spielen:


The Last of Us [PS3]
Wow. Mehr dazu in einem eigenen Eintrag.

Halo: Reach [XBOX]
Halo ohne Masterchief. Zwar inszeniert Halo seine ohnehin nicht berauschenden Geschichten nie wirklich gut, aber das Spiel um das Noble-Team, das den Planeten Reach verteidigt, die KI Cortana rettet und am Ende untergeht, gefiel mir von den ersten Minuten an besser als die Abenteuer der Halo-Hauptserie.

Halo: ODST [XBOX]
Noch ein Halo ohne Chief, der Vollständigkeit halber. Es gibt nicht mal Spartans. Stattdessen latscht man als menschlicher Orbital Drop Shock Trooper durch ein nächtlichses Mombasa und erlebt in Rückblenden, was dem Rest des ODST-Teams nach einem mißglückten Drop erfahren ist. Inszenierung wie üblich nicht ausgereift, aber zumindest will man immer wissen wie es weitergeht. Dieser “kleine” Ableger ist definitiv einer der besten Serienteile.

Splinter Cell: Conviction [XBOX]
Mein erstes Mal mit Sam Fisher. Rasant inszeniert, actionreich, trotzdem hoher Schleichanteil – wenn man will. Wie eine gute Folge “24” zum Spielen. Hat mir gefallen.

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Machen: Endurotraining in Hechlingen.

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Neues Spielzeug:
Eine Tüte Luft. Dafür ist das Kleine Gelbe AutoTM durch die überfällige Inspektion.

 
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Verfasst von - 31. Juli 2013 in Momentaufnahme

 

Momentaufnahme: Juni 2013

Herr Silencer im Juni 2013
Ich bin nicht da.

Wetter: Starkregen und 5 Grad in Passau. Sonne und 40 Grad in Siena. Bedeckt und 9 Grad in Göttingen. In der Reihenfolge.
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Lesen:

Jasper Fjorde: The Woman who died a lot [Kindle Edition] Fünfter Band der Thursday-Next-Trilogie. Geheimagentin Thursday ist über 50, hat zwei oder drei Kinder und in 34 Jahren geht die Welt unter. Zusätzlich klaut ihr eine jüngere Kollegin die angestrebte Stelle, und in die Buchwelt kann sie auch nicht. Und zu allem Überfluss hat der ALLMÄCHTIGE GOTT auch noch angekündigt, die Menschheit strafen zu wollen. Deprimierend und zugleich witzig, mit Fforde-typisch abgedrehten Ideen.
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Hören:

Half Moon Run: Full Circle Wenn man nicht auf den Text achtet, wunderbar chilliges Stück und Soundtrack zur Reise.

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Sehen:

Ganz viel, aber kein TV und keinen Film.

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Spielen:

Halo 4 [XBOX]
Der Masterchief latscht von A nach B, um Halo-typisch mal hier einen Knopf zu drücken, mal da einen Knopf zu drücken. Wahlweise im Schwierigkeitsgrad ultraleicht oder unfassbar schwer. Originell ist anders, fast jedes Element kennt man aus den vorherigen Teilen. Aber zumindest gibt es diesmal ansatzweise eine Geschichte, und die Präsentation ist nicht mehr so verquast.
Trotzdem: Von Halo werde ich nie verstehen, warum es so gehypt wird.

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Machen: Fahren. Lernen.

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Neues Spielzeug: Neue Reifen :-/ wie vor 6 Wochen…

 
4 Kommentare

Verfasst von - 28. Juni 2013 in Momentaufnahme

 

Momentaufnahme: Mai 2013

Herr Silencer im Mai 2013
“Waaaah! Schon wieder November”

Wetter: Geht so. Manchmal fast 20 Grad und sonnig, mit kalten Ausreißern nach unten: Ende des Monats sind es dann nur noch 5 Grad, Starkregen und Überschwemmungen.

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Lesen:

Stefan Ulrich Arrividerci, Roma! [Kindle Edition] Das Leben des SZ-Korrespondenten in Rom, der innerhalb eines Jahres alle Regionen Italiens bereisen will. Manchmal fein beobachtet und interessant, leider oft banales Buch, dass man schmunzelnd nebenbei wegliest.

Dan Brown Inferno [Kindle Edition] Gott, schreibt der 1,80 große Mann mit den braunen, welligen Augen schlecht. Voller überflüssiger Beschreibungen und Wiederholungen schreibt der 1,80 große Mann Texte mit absurden Vergleichen, wie ein Panther auf der Jagd, und dabei vergisst der braunäugige Autor durchaus die Story. Wenn bloß die einzelnen Plotpoints nicht so spannend wären wie eine handgesticktes Taschentuch, das Setting nicht in Florenz und der Code nicht Dante Alghieris Inferno wären – ich würde das Buch des 1,80 großen Mannes mit den welligen Augen genauso lesen wie ein Grashüpfer auf dem Sprung. Oder auch nicht. Das Buch ist wirklich nicht gut – schlecht recherchiert, schlecht geschrieben, die Charaktere sind doof und die Erläuterungen seitenlang. Und trotzdem ist es spannend.
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Hören:

Caro Emerald: The shocking Miss Emerald Das neue Album, und MAN ist DAS GUT! Mit Orchester, größer und besser produziert als der Vorgänger. Das war die vier Jahre warten fast wert.

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Sehen:

Game of Thrones S1 & S2 (Aufzeichnung) Ja, ich gehöre zu den drei Leuten auf der Welt, die GoT noch nicht gesehen haben. Und ja, es IST super.

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Spielen:

Far Cry 3 [XBOX]
Erster Eindruck: Groß. Gerade beim Einstieg überfordert es einen mit zu vielen Meldungen und Möglichkeiten. Sammele Pflanzen, jage Tier, suche Sachen, befreie Türme, stürme Lager, fahr hierhin, dort ist was neues, hier gibt es Tattoo, der springende Hai macht, dass Du 23 neue Moves hast… ununterbrochen prasseln Meldungen auf einen ein. Dabei kann man FAST alles ignorieren. Warum dann der Stress? Bislang nur zwei Stunden angespielt, weil man sich wirklich Zeit für nehmen muss.

Ghostbusters [XBOX]
Spiel von 2009, geschrieben von Harold Ramis und Dan Akroyd, mit den Originalstimmen. Super gemacht, quasi der nie erschienene dritte Film – aber zum Spielen. Die Stories der beiden Kinofilme werden aufgegriffen und zu einem sinnvollen Ganzen zusammengeführt. Selbst Walter Peck vom Umweltschutzamt ergibt plötzlich einen Sinn. Leider bockschwer, auf “Leicht” habe ich aber einen Höllenspass gehabt. Das Ding ist witzig, sieht gut aus und spielt sich schön weg. Und ja, bei den Einsätzen geht so einiges zu Bruch – der Sperrstrahl des Protonenbeschleunigers ist aber auch zickig.

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Machen: ArbeitArbeitArbeit.

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Neues Spielzeug: Viel Kleinkram.

 
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Verfasst von - 28. Mai 2013 in Momentaufnahme

 
 
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