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Assassins Creed Rogue: Collectors Edition Unboxing

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Dieses Jahr kommen gleich zwei “Assassins Creed”-Spiele raus. Für die neuen Konsolen ist “Unity” erschienen, das gerade massiv Prügel bezieht. Für die alten Konsolen XBOX 360 und PS3 kam zeitgleich “Rogue” heraus. Das dreht sich um Shay Patrick Cormac, einem abtrünnigen Assassinen, der zu den Templern überläuft und zur Zeit des Sieben-Tage-Kriegs die Bruderschaft in den Kolonien so dezimiert, bis am Ende nur noch Achilles überbleibt – der 20 Jahre später Connor in den Geschehnissen von Assassins Creed III ausbilden wird.

Es handelt sich also um ein Prequel und den Abschluss der Nordamerika Saga. Ubisoft behandelt das Spiel ein wenig stiefmütterlich, aber wenigstens Amazon spendiert ihm eine kleine Collectors Edition.

Bei Rogue zeigt schon das Cover der Eurobox wohin die Reise geht: Das Assassinen-Symbol ist zersplittert und zerstört, die Rückseite zeigt das Symbol der Templer.

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Im Inneren finden sich neben dem Spiel eine Soundtrack-CD, ein Artbook und ein Briefumschlag

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Verfasst von - 15. November 2014 in Assassins Creed

 

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Motorradreise 2014 (4): Surreal

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Im Sommer 2014 reiste Herr Silencer mit dem Motorrad durch Europa. 24 Tage, 7.187 Kilometer, durch sechs ein Viertel Länder. Am vierten Tag ist Ausruhen angesagt. Eigentlich.

Montag, 09. Juni 2014, Leucate-Plages, Mittelmeerküste, Frankreich

Als der Wecker um 06.45 Uhr klingelt ist es noch viel zu früh. Ich fühle mich nicht ausgeruht, sondern immer noch müde und erschöpft. Die letzten drei Tage mit der Dauerfahrerei waren anstrengend, und die vielen Eindrücke sorgen für unruhigen und leichten Schlaf – das Hirn hat einfach zu viel zu verarbeiten und träumt viel zu viel. Außerdem war ich gestern zu lange wach. Ich schlurfe ins Bad des Appartements am Meer und blicke in den Spiegel. Eine müde Person blickt mir mit hängenden Lidern entgegen.

Eine Rasur später mixe ich mir einen dreifachen Instantkaffee. Das Pulver kommt aus dem kleinen Notvorrat des Motorrads, das Wasser brüllend heiß aus dem Hahn. Anscheinend hat der Hobbyklempner den Wasserhahn direkt an ein Atomkraftwerk angeschlossen oder so. Das Gebräu sorgt sofort für Pulsbeschleunigung und Herzklabastern, aber auch für wach.

Ich klettere auf´s Motorrad und fahre die morgentlich-leeren Straßen am Strand von Leucate entlang.

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Dann geht es nach Westen, und dort auf die Schnellstraße gen Süden. Die wird immer schmaler, je weiter ich komme, und teilt sich nach einer Stunde in kleine Bergstraßen auf, die sich durch die Ausläufer der Pyrenäen ziehen.

Von Leucate (nördlichster Punkt) über einen Ausläufer der Pyrenäen nach Figueres in Spanien (ganz im Süden), dann über die Küstenstraße zurück.

Von Leucate (nördlichster Punkt) über einen Ausläufer der Pyrenäen nach Figueres in Spanien (ganz im Süden), dann über die Küstenstraße zurück.

Durch enge Felsentäler geht es weiter bis nach Le Perhus, den letzten Ort auf französischer Seite vor der Grenze zu Spanien. Dort stoppe ich das Motorrad und ziehe das Navigationsgerät aus der Halterung. Es ist ab hier nutzlos und der Grund, weshalb ich etwas übernächtigt bin. Gestern Abend habe ich erst gemerkt, dass das TomTom den heutigen Zielort einfach ausge-Xt hat. Statt die Route anzuzeigen gibt es nur Xse auf weißem Hintergrund. Ein schneller Check am Netbook bestätigte die Befürchtung: Der Grund dafür ist fehlendes Kartenmaterial.

TomTom hat so ein superdummes Kartenkaufmodell, bei dem man sich für eine Kartenkombination entscheiden muss. Einzelne Länder kaufen geht nicht, man muss immer für 12 oder 18 Monate ein Paket kaufen. Aus Kostengründen hatte ich mich für Zentraleuropa entschieden. Genau das richtige für mich, dachte ich, alles relevante drin, und nach Spanien würde ich mit dem Motorrad sowieso NIE fahren. Ist ja viel zu weit weg, so verrückt bin ich ja nicht. Dachte ich.

Spanien.

Spanien.

Und jetzt stehe ich mit der Kawasaki auf einem Parkplatz an der Grenze und blicke über die weite Landschaft aus braunen Hügeln, die schon zu Spanien gehört, und mein Navigationsgerät zeigt nur noch weißes Rauschen an. Ich stecke es in seine Halterung im Topcase, dann ziehe ich das iPhone aus der Tasche und werfe die Navigon-Software darauf an. Das HAT Karten von ganz Europa zur Verfügung, und seit gestern Nacht ist auch Spanien darauf und das heutige Reiseziel programmiert.

Das Telefon koppelt sich an meinen Helm, und schon kann ich nach den Sprachanweisungen der App steuern. Das klappt auch ganz gut, ich finde den Ort Figueres auf Anhieb. Figueres ist eine kleine Stadt im katalanischen Küstenland. Drum herum sind Hügel, die wie gefaltet wirken, bedeckt mir grünen Wiesen und vereinzelten Bäumen, die nicht gerade wachsen sondern sich wie Breakdancer jeder in eine andere Richtung lehnen. Diese Landschaft ist surreal und vielleicht ist sie mit daran Schuld, das einer der größten Surrealisten von hier kommt.

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Im Gewirr der Gassen der Altstadt von Figueres fehlt dann aber doch ein Display mit einer optischen Anzeige, so dass ich etliche Ehrenrunden durch immer gleiche Einbahnstraßen drehen muss, bis ich mein Ziel finde: Das Theater von Dalí. Freunde waren vergangenes Jahr dort und brachten Bilder mit, die mich zum Staunen und dann zu der spontanen Reaktion “da muss ich hin” verleiteten. Ein ehemaliges Theater, von Dalí erworben und selbst zum Kunstwerkt umgestaltet wurde.

Das Theater von Dalì

Das Theater von Dalì


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Verfasst von - 15. November 2014 in Motorrad, Reisen, Wiesel

 

Regionalklasse

Ach guck mal an, jetzt zieht die Autoversicherung zur Beitragsberechnung neben dem Alter und Geschlecht des Fahrers, dem Vorhandensein von Wohneigentum, dem Vornamen des Hundes und den Feigwarzen der Großmutter mütterlicherseits auch Schadenstatistiken zu Autotypen und geographischen Regionen mit ein.

Diese Karte hier findet sich bei der RV24, dabei gleich eine Erklärung, was das Ganze zu bedeuten hat.

Leider sind nur die Großstädte aufgeführt. Die Karte verleitet schnell dazu, von der Höhe der Beiträge auf das fahrerische Können der Einwohner zu schließen. Und tatsächlich können Berliner kein Auto fahren. Aber klar, je größer die Stadt, desto mehr Verkehr und desto häufiger kracht´s. In Hannover sind die Beiträge übrigens so niedrig, weil sich da niemand ein neues Auto leisten kann. Wenn´s da mal einen Unfall gibt, zucken die Besitzer der Uraltmöhren mit den Achseln und fahren einfach weiter, kommen aber nicht auf die Idee das der Versicherung zu melden.

Witzig fände ich mal eine Karte mit Beitragshöhen ländlicher Gebiete. Ich vermute mal: Die höchsten Beiträge zahlen Opelfahrer im Eichsfeld und Passatfahrer im Main-Taunus-Kreis.

 
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Verfasst von - 14. November 2014 in Ganz Kurz, Service

 

Innovation in den Grenzen von ´89

Zu welcher Branche gehört Ihr Unternehmen? Die Beantwortung dieser Frage ist notwendig, um mit der Befragung zum Innovationsmanagement fortzufahren.

  • Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln
  • Herstellung von Textilien und Bekleidung
  • Herstellung von Holz-/Flecht-/Korb- und Korkwaren
  • Herstellung von Papier, Pappe und Waren daraus
  • Herstellung von Druckerzeugnissen, Vervielfältigung von bespielten Ton-, Bild-, Datenträgern
  • Kokerei und Mineralölverarbeitung
  • Herstellung von chemischen Erzeugnissen
  • Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren
  • Herstellung von Glas- und Glaswaren, Keramik, Verarbeitung von Steine und Erden
  • Metallerzeugung und -verarbeitung
  • Herstellung von Metallerzeugnissen
  • Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen
  • Herstellung von elektrischen Ausrüstungen
  • Maschinen- und Anlagenbau
  • Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen
  • Sonstiger Fahrzeugbau
  • Herstellung von Möbeln
  • Herstellung von sonstigen Waren
  • Medizin-, Mess-, Steuer- und Regelungstechnik
    Recycling
  • Energie- und Wasserversorgung

In dieser Aufstellung des Bundesministeriums für Wirtschaft findet sich fast jeder wieder, vom VW-Konzern über den Müllmann bis hin zum Korbflechter. Was sich hier nicht wiederfindet: Alles, was irgendwie mit Internet und “neuen Medien” (man entschuldige diesen 90er-Jahre-Ausdruck) zu tun hat, sei es Softwareentwicklung, Dienstleistung oder Beratung. “Digital” findet halt in Deutschland nicht statt, aber irgendwas mit dicken Maschinen, das können wir. Innovation heisst im Deutschland des Jahres 2014: Ja gerne, aber nur in den Grenzen von 1989. Wir sollten alle Korbflechter werden. >:-(

 
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Verfasst von - 13. November 2014 in Berufsleben

 

Review: Assassins Creed IV Black Flag (2013)

2014-11-05 09_56_19-assassins_creed_4_black_flag-wide.jpg (JPEG-Grafik, 2880 × 1800 Pixel) - Skalier

Story: Im Jahr 2013 wird ein namen- und geschlechtsloser Mensch (der Spieler selbst in Egoperspektive) bei Abstergo Entertainment eingestellt. Abstergo, das weiß man bereits, ist ein Konzern, der von Templern geführt wird. Der namenlose Spielercharakter soll Erinnerungen sichten und daraus Unterhaltungsprodukte machen. Piratenfilme stehen gerade hoch im Kurs, und mittlerweile steht unter jedem Schreibtisch eine Erinnerungsmaschine, so dass man in die DNA von Piratennachfahren eintaucht. Tatsächlich erlebt man das Leben von Edward Kenway nach, einem walisischen Taugenichts, der sich in der Karibik auf einem Freibeuterschiff verdingt. Eines Tages klaut er einem geheimnisvollen Fremden dessen Kapuzenkutte und gibt sich als Assassine aus – dabei interessiert ihn weder die Bruderschaft noch die Templer, die sich nun an seine Fersen heften, und erst recht nicht der “Weise”, der der Schlüssel zu einem Bauwerk von Interesse ist. Nein, Kenway will nur saufen, vögeln und looten, und dabei trifft er auf Anne Bonni, Edward “Black Beard” Thatch und die anderen, bekannten Piraten, die von Privateers im Auftrag der Krone zu Outlaws geworden sind. Gemeinsam versuchen sie eine Pirtenrepublik zu gründen, mit dem bekannten Ausgang.

Meine Meinung: Die Story von “Black Flag” ist so banal wie Banane, sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart. Wobei die Gegenwartstory nach dem Tod von Desmond Miles quasi nicht vorhanden ist, und die kläglichen Stümpfe funktionieren nicht für zwei Cent. Als Spieler WEISS man einfach schon seit 5 Jahren, das hinter Abstergo die Templer stecken. Welchen Sinn hat es, uns eine Figur spielen zu lassen, die das nicht weiß? Die Steuerung ist zudem unwürdig: In der 1st-Person-Perspektive schleicht man im Schneckentempo durch Büros und löste Geschicklichkeitsrätsel, um an Infohäppchen zu Desmonds Tod und Juno Verbleiben zu gelangen, beides wird aber nicht wirklich geklärt. Ähnlich Schizophren ist, dass Abstergo Entertainment die Assassins Creed-Spiele rausgebracht haben soll – in den Büros steht die Verpackung von AC III rum. Diese Konstruktion ergibt null Sinn und funktioniert einfach nicht.

Ähnliches gilt für die Piratengeschichte. Der sorgfältig aufgebaute Mythos, dass Assassinen ihre Fähigkeiten durch jahrelanges Training erhalten, wird einfach mal über Bord gekippt. Edward zieht die Kutte über und kann ad hoc alle Parcoursmoves, die Ezio und Connor vorher jahrelang trainieren mussten.

Man kann es vielleicht so zusammenfassen: Wenn die Welt von Assassins Creed eine Scheibe ist, dann segelt “Black Flag” mit voller Fahrt geradewegs über den Rand. Es lässt alles hinter sich, was das Franchise narrativ ausmacht, und zieht sein eigenes Ding durch.

Gerade das ist eine Stärke. Man muss “Black Flag” zu Gute halten, dass es seine ganz eigene Welt baut, und die macht einen Heidenspaß. Man schippert mit seinem Piratenschiff durch die Karibik, kapert Handelsschiffe, befreit Inseln, taucht durch Wracks, buddelt Schätze aus, jagt Wale, prügelt sich durch Kneipen und hat Spaß am Plündern. Assassinen kommen nur als merkwürdige Eingeborene vor, und Templer sind arrogante Spanier, die man ignorieren kann.

In der Summe ganz großer Spaß, hat aber nichts mehr mit Geheimbünden und allem, das Assassins Creed stark gemacht hat, zu tun. Der Plot um den Waisen und das Astroskop ist schlicht albern und von Anfang an als Sackgasse zu erkennen, die die Geschichte in der Summe null weiterbringt. Aber die Welt funktioniert in sich, und mit der Jackdaw über die Meere zu segeln und zu plündern ist kurzweilig. In der Summe ist Black Flag ein überaus unterhaltsamer Lückenfüller, aber nicht mehr.

 
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Verfasst von - 12. November 2014 in Assassins Creed, Game, Games, Ganz Kurz, review

 

Sterne

“Myriaden von Sternen, funkelnd im Dunkel des Alls, wie Diamanten auf schwarzem Samt…”

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…aber auch Poesie wird mich nicht davor retten, mal den Monitor vom Staub befreien zu müssen.

 
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Verfasst von - 11. November 2014 in Ganz Kurz

 

Review: Assassins Creed III (2012)

2014-11-05 09_55_15-assassins_creed3.jpg (JPEG-Grafik, 1024 × 576 Pixel)

Assassins Creed III (2012)
Story: Im Jahr 2012 steht die Erde wenige Tage vor der Vernichtung durch einen Sonnensturm – aber niemand weiß davon, außer den Templern und den Assassinen. Die sind mittlerweile in einer Höhle in Nordamerika angekommen, die merkwürdige Apparate der Vorfahren enthält. Allerdings kommen sie da nicht dran, es fehlt ein Schlüssel. In der Not steckt man Desmond in die Erinnerungsmaschine, und peilt in seiner DNA einen Vorfahren an, der in Nordamerika unterwegs war. Es folgt ein Sprung in das Jahr 1784, mitten in den amerikanischen Unbabhängigkeitskrieg.

Connor Kenway, der eigentlich Ratonhnhaké:ton heisst, ist Halbindianer – seine Mutter eine Mohawk, sein Vater Engländer und zufällig Großmeister der Templerloge der Kolonien. Connor geht beim letzten Assassinen Amerikas in die Lehre, gerät in den Unabhängigkeitskrieg und nimmt es dann mit seinem Vater auf. Ebenfalls rein zufällig war der im Besitz des Schlüssel zur Vorfahren-Höhle.

Nachdem Desmond nun weiß, wo der Schlüssel zu finden ist, öffnet er die Höhle. Dort trifft er auf Juno, eine Vorfahrin mit großem Hass auf die Menschheit. Ihr Geist steckt im Inneren der Maschinen, und sie war es, die über Jahrhunderte die Ereignisse sowie die Templer und Assassinen auf diesen Zeitpunkt hin manipuliert hat. Sie bietet Desmond Zugang zur Vorfahren-Technologie, um die Erde vor dem Sonnensturm zu retten. Dafür muss er sie aber befreien – und selbst sterben. Gesagt, getan: Desmond stirbt, Juno wird befreit, die Erde übersteht den 22.12.2012.

Meine Meinung: Die bislang größte Enttäuschung. Mit großem TamTam angekündigt, war AC III für mich ein ziemlicher Rohrkrepierer. Es funktioniert auf fünf Ebenen nicht:
1. In den vorangegangenen Spielen standen originelle Charaktere im Mittelpunkt. AC III ist hier anders. Connor Kenway hat so viel Charakter wie ein Knäckebrot und ein ist ein einsilbiger Klotz. ACIII ist kein Spiel über einen Charakter, sondern lediglich über die amerikanische Revolution.

2. Historische Ereignisse: Bei historischen Ereignissen hielten sich die Assassinen bislang stets im Schatten, was einen ganz eigenen Charme hatte. Die Geschichtsbücher sind voller Ereignisse, die unter merkwürdigen oder nie geklärten Umständen stattfanden. Es ist eine nette Idee, diese Lücken in der Historie mit fiktiven Geschichten zu füllen. Das ist ebenso clever wie spannend, aber leider macht ACIII hier alles anders. Connor IST der Mittelpunkt und löst Ereignisse sogar aus. Boston Tea Party? Den Tee hat Connor persönlich über Bord geworfen. Paul Reveres Ritt? Der saß bei Connor hinten auf dem Pferd. In der Summe mehr eine Karikatur als alles andere.

3. Bei der Gegenwartsstory merkt man, dass die Autoren mit Desmond nichts mehr anzufangen wissen. Sie wird extrem lieblos behandelt, und weil man nicht weiß wohin es gehen soll, wird Desmond umgebracht. Das hat er nicht verdient.

4. Im Konflikt Templer vs. Assassinen verschwimmen die Grenzen. Tatsächlich ist Haitham Kenway, der Templer, ein cleverer, sympathischerer und coolerer Charakter als sein Sohn Connor. In der Handlung wird dann erläutert, dass Templer und Assassinen die gleichen Ziele haben – nur ihre Methoden sind anders, und die der Templer scheinen oft eleganter. Als Spieler zweifelt man bald sehr an den Assassinen – hat aber keine andere Wahl, als den Klotz Connor zu spielen. Wenn man sich schon wünscht, eine andere Figur spielen zu können – dann stimmt was nicht.

5. Gameplay: Das Kampfsystem wurde überarbeitet, aber nicht zum Besseren. Der Benny-Hill-Effekt (Spielfigur läuft vorneweg, 20 Verfolger in einer Reihe hinterher), der bei den Vorgängern manchmal auftreten konnte, ist hier extrem ausgeprägt. Oft kommt es auch zu Massenkeilereien, an deren Ende 30, 40 Gegner am Boden liegen. Das spielt sich nicht nur doof, es ist auch ein Verstoß gegen den Creed: “Wirke unentdeckt im Hintergrund”.

Abgesehen davon spielt das ganze in Amerika. Damit kann ich weniger connecten als mit den europäischen Schauplätzen der letzten Teile. Amerika, Indianer,… das ist alles geistig so weit weg, dass es fast Fantasiewelt ist. Genauso könnten da auch Schlümpfe und Einhörner rumspringen. Davon abgesehen ist es auch vom Gameplay unspannender: Es ist durchaus ein Unterschied, ob man auf dem gewaltigen Dom in Florenz oder der Hagia Sophia in Istanbul rumklettert oder auf einer dieser zweigeschossigen Holzkirchen in Boston oder New York des 17. Jahrhunderts. Letzter hat kein Gefühl von Höhe. Da hilft es dann auch nichts, dass in ACIII manchmal Schnee fällt und man Karnickel jagen kann. Ich mag den Teil einfach nicht besonders.

 
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Verfasst von - 11. November 2014 in Assassins Creed, Game, review

 
 
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