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Abgrundbeleuchtung (1): Mauve

Zwei Herzen schlagen, ach, in meiner Brust. Das eine kann Kleidung und Schuhe kaufen nicht leiden und versucht diesen Vorgang auf ein Minimum zu reduzieren , deshalb juckt der Klickfinger stets in Richtung Internetbestellung. Das andere Herz möchte gerne den lokalen Einzelhandel unterstützen, weil hey, das hier ist meine Stadt und unsere Arbeitsplätze und es ist nicht gut, wenn man die kleinen Geschäfte aktiv kaputt macht, indem man alles nur noch über Internet macht.

In Götham City gibt es 8.342 Schuhläden. Da mich Schuhe nicht interessieren, überblendet mein Hirn die Info “Hier ist ein Schuhladen” mit einem grauen Rauschen. Ich nehme die gar nicht war. Es ist, als hätte ich einen zuschaltbaren blinden Fleck, der Schuhläden einfach aus meinem Sichtfeld entfernt. Das gleiche passiert mit Modeläden, Drogerien und Kaffeeshops, weswegen die meisten Innenstädte durch meine Augen gähnend leer sind. Wenn ich dann den blinden Fleck ausschalte, weil ich halt Schuhe oder was anderes brauche, dann bin ich immer wieder überrascht, was es nicht alles für Geschäfte gibt. Noch überraschter bin ich aber davon, was in diesen Geschäften für Leuten arbeiten.

Ich brauchte nicht nur Schuhe, sondern auch ein neues Hemd. Als ungern-Kleidungskaufer kenne ich meine Größen ganz exakt, immerhin will ich schnell wieder aus dem Geschäft raus. Was ich nicht kannte war der Farbton “Mauve” meines bevorzugten Hemdenherstellers, und den wollte ich mir im Einzelhandel mal angucken. So nahm das Drama seinen Lauf.

“Guten Tag, ich würde in der Herbstkollektion der Luxor-Hemden gerne mal den Farbton Mauve sehen”, spreche ich die Verkäuferin an, eine Frau in den Vierzigern, im schwarzen Kostüm und glatten, zum Pferdeschwanz gebundenen Haaren.
“Die Luxor gibt es nur in Modern Fit oder Comfort”, flötet Sie zurück.
“Genau. Hätte ich gerne Mal in Mauve gesehen”, antworte ich, etwas lauter, in der Annahme, dass sie mich vorher nicht richtig verstanden hat. In Ihrem Blick liegt plötzlich Unsicherheit.
“Wir, äh, gehen da nur nach Produktnummern und von den Herstellern bekommen wir nur Codes, so Zahlen halt.”
Ich gucke sie verständnislos an. Sagt die Frau mir gerade, dass sie nicht weiß, was Mauve ist? Um ehrlich zu sein: Ich weiß es auch nicht, deshalb bin ich ja hier, im Fachgeschäft. Nunja, zumindest in der Herrenabteilung von Karstadt. Ich habe eine diffuse Vorstellung eines Violetttons im Hinterkopf, aber vielleicht ist das nur wegen der lautmalerischen Nähe von Mauve zu Malve. Aber hey, MEIN Job ist es ja auch nicht, jeden Tag Kleidung in tollen Farben zu verkaufen. Wenn er es aber wäre, dann wüsste ich schon was ein Mauve ist.

“Ah, hier, das hier könnte Mauve sein”, sagt die Verkäuferin und zieht ein x-beliebiges Hemd aus einem Fach, das gerade in Reichweite ist.
“Nein”, sage ich, “ich weiß zwar nicht wie Mauve aussieht, aber DAS ist Limette”. “Ja. Oder Curry”, kichert die Blonde, guckt sich dann suchend um und verschwindet, als sie nichts anderes Mauve-Verdächtiges entdecken kann, mit den Worten “Ich frage aber mal die Kollegin, Momentchen” in der Auslage.

Als sie nach drei Minuten wiederkommt, habe ich schon was gefunden, was Mauve sein könnte. Ein Violett, halt.
Die Blonde sagt nun sehr ernst: “Die Kollegin guckt jetzt mal. Mauve ist ja… so ein Grauton. Davon gibt´s ja mehrere.”
“Mauve ist mit Sicherheit KEIN Grauton”, sage ich. Langsam finde ich das hier nicht mehr witzig. Soll sie halt sagen, wenn sie nicht weiß was das ist, aber mich nicht verarschen.
“Ham wa nicht”, schrillt es plötzlich durch die Abteilung. Die Kollegin oder Vorgesetzte der Blonden kommt auf uns zugesteuert.
“Wir ham keine Namen für die Farbtöne. Bei uns geht das nur nach Nummern. Kennense die Nummer von dem Farbton?”, fragt die Schrille. “Was?!”, entfährt es mir, “Ich will doch nur wissen wie der Farbton Mauve aussieht – ob das jetzt ein Gelb oder ein Violett oder sonstwas ist!”. “Nein”, sagt die Schrille, “Ohne Nummer können wir Ihnen nicht helfen.”

Im Weggehen ruft mir die Blonde mit einem vorwurfsvollen Unterton hinterher: “Sagen sie mal… haben Sie kein Internet, dass sie Mauve mal googeln können?”

 

Abgrundbeleuchtung (1): Mauve
Abgrundbeleuchtung (2): Schuhe Kaufen I
Abgrundbeleuchtung (3): Schuhe kaufen II

 
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Verfasst von - 25. August 2014 in Historisches, Uncategorized

 

Starstecher in Hann. Münden

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Ich muss Schuhe kaufen. In Götham gibt es zwar 8.234 Schuhgeschäfte, aber die verkaufen alle bloß Damensandälchen und bunte Crocs. Deshalb bin ich dem Tip eines Bekannten gefolgt und ins 30 Kilometer südlich gelegene Hannoversch Münden gefahren.

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Der Ort heißt offiziell Hann. Münden, ist die südlichste Stadt Niedersachsens und dafür bekannt das hier Werra und Fulda zur Weser zusammenfließen. Alexander von Humboldt soll gesagt haben, dass “Hann. Münden eine der sieben am schönsten gelegensten Städte ist”. Was vermutlich mehr über Humboldts Reiseerfahrung aussagt als über Hann. Münden. Möglicherweise ist das Zitat auch frei erfunden, schriftlich gibt es das jedenfalls nicht.

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Welches Gebot ist für Sie das wichtigste?, fragt die Kirche in Hann Münden. Als Antwort darf man Murmeln verteilen. "Du sollst nicht töten" ist das wichtigste, aber wieseo ist "Du sollst Vater und Mutter ehren" auf Platz 2?

Welches Gebot ist für Sie das wichtigste?, fragt die Kirche in Hann Münden. Als Antwort darf man Murmeln verteilen. “Du sollst nicht töten” ist das wichtigste, aber wieseo ist “Du sollst Vater und Mutter ehren” auf Platz 2?

In Hann. Münden ist das Grab des Dr. Eisenbarth, der 1727 auf Durchreise hier spontan verstarb. Eisenbarth war reisender Handwerkschirurg und Starstecher. Hihi, “Starstecher”. Nein, er war kein Pornostar des 18. Jahrhunderts, sondern hat Leuten Nadeln in die Augen gestochen um Grauen Star zu behandeln. Anders als das Trinklied über ihn nahelegt, war Eisenbarth übrigens weder Akademiker noch Metzger. Seine Operationstechniken waren überaus innovativ und wirksam, und weil er ein cleverer Geschäftsmann war und gut mit den Fürsten konnte, hatte sein Unternehmen zeitweise 120 Mitarbeiter, die mit ihm durch die Lande reisten und auf Flugblättern Werbung für die Dienste des reisenden Arztes machten.

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Hann. Münden ist wirklich hübsch – viele kleine und interessante Geschäfte säumen die historische Innenstadt, und wer die Gassen genug erkundet hat, kann sich auf einen Kaffee und eine kleine Mahlzeit in das Aegidiencafé zurückziehen. Das ist durchaus was besonderes, befindet es sich doch in einer Kirche.

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Schuhe habe ich allerdings nicht gefunden. :-(

 
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Verfasst von - 24. August 2014 in Reisen

 

3D-Face Mapping

Ich bin ja ein Riesenfan von 3D-Mapping auf Gebäuden, wie hier auf dem alten Uhrenturm in Prag.

Aber 3D-Mapping und Projektion auf menschliche Gesichter, als virtuelles Make-Up? Das ist… ziemlich creepy:

 
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Verfasst von - 19. August 2014 in Ganz Kurz

 

Zauberei: SSD Fusiondrive selber bauen

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Eines meiner Arbeitsgeräte ist ein MacBook Pro aus dem Jahr 2010. Ein feines Gerät, dient im Büro als Desktopersatz. Leistungstechnisch ist es immer noch mehr als ausreichend, dennoch war das Arbeiten damit zuletzt eine Qual. Jeder Mausklick löste nicht sofort eine Aktion, sondern sekundenlanges Gerödel auf der Festplatte aus. Tastatureingaben erschienen bei manchen Programmen nur noch mit Verzögerung. Der Start großer Programme dauerte eine halbe bis zwei Minuten. Alles war quälend langsam.

Das kann evtl. daran liegen, das Apple nicht mehr für die Nutzung mit Festplatten entwickelt und die Programme nicht optimiert sind – das würde das behäbige Verhalten von iPhoto erklären, mit seinem zwei Minuten dauernden Start. Es kann auch daran liegen, dass ich seit 2010 und damit über vier Betriebssystemversionen nie eine saubere Neuinstallation gemacht habe. Woran auch immer es lag: Der Rechner war zur Arbeit kaum noch zu gebrauchen, ich war genervt, aber eine Neuanschaffung für einen ansonsten top funktionierenden Rechner nicht einsehbar.

Deshalb folgte ich Modnerds Tip zur Lebensverlängerung alter Rechner und beschloss eine SSD einzubauen. Das sind Festplatten aus Flashspeicher, d.h. keine mechanischen Teile und irre schnell. Das Problem: SSDs waren (und sind es noch) im Vergleich zu Festplatten und in Relation zur Größe deutlich teurer. Es ist daher sinnvoll, das Betriebssystem auf einer (kleinen) SSD zu installieren und zusätzlich eine traditionelle Festplatte im Rechner zu haben, auf der dann Terabyteweise Daten liegen können. Auf diese Weise hat man hohe Fluppdizität bei gleichzeitig hoher Speicherkapazität. Bei Apple gibt es sogar die Möglichkeit einen sog. Fusiondrive zu bauen. Dabei werden Festplatte und SSD zu einem logischen Laufwerk zusamengefasst, und das Betriebssystem kümmert sich selbstständig darum, wichtige Daten und oft benötigte Programme in die schnellen SSD-Bereiche zu verschieben.

Standardmäßig bringen neue Macs sowas schon mit, bei alten Modellen kann man das selbst bauen – wenn man sich traut. Wobei sich direkt das nächste Problem auftut: In ein MacBook Pro passt kein zusätzliches Laufwerk. Die Lösung: Man wirft einfach das DVD-Laufwerk raus! Da die meisten Daten heute eh über das Netz oder per USB kommen, ist ein DVD-Benner im Notebook eh überflüssiger Ballast.

Um Anstelle der alten Festplatte eine SSD einzubauen und die Festplatte an die Stelle des DVD-Laufwerks
zu verpflanzen braucht es einen Adapter. Die Firma Hardwrk liefert für 49,- Euro ein Komplettset, in dem eine Adapterhalterung, eine SEHR gute Anleitung, alles benötigte Werkzeug und ein externes DVD-Gehäuse enthalten sind. Jetzt braucht es nur noch eine SSD, in meinem Fall eine Samsung 840 Evo Pro, dann wird ein Backup auf eine externe Festplatte mittels Time Machine gemacht, und schon kann die Bastelei losgehen!

Fantastische Arbeit der Firma Hardwrk: Sehr gute, bebilderte Schritt-für-Schritt-Anleitungen zur Entfernung des DVD-Laufwerks und dem Einbau einer SSD.

Fantastische Arbeit der Firma Hardwrk: Sehr gute, bebilderte Schritt-für-Schritt-Anleitungen zur Entfernung des DVD-Laufwerks und dem Einbau einer SSD.

Im Set ist alles enthalten was zum Tausch gebraucht wird. Nur die SSD muss noch zusätzlich gekauft werden.

Im Set ist alles enthalten was zum Tausch gebraucht wird. Nur die SSD muss noch zusätzlich gekauft werden.

Die Anleitung ist super bebildert und ermöglicht auch Laien den Do-it-yourself Austausch. Ich muss allerdings gestehen, dass mir schon ein wenig komisch war, als ich das MacBook offen hatte. An PCs Rumschrauben ist unaufregend, aber in so einem hochintegrierten Gerät wie einem Notebook rumwurschteln, das ist schon spannend. Nur ein Folienkabel beschädigt, und das Gerät ist kaputt. Dem entsprechend vorsichtig sollte man zu Werke gehen. Zudem gab es an den MacBook-Innereien immer mal Veränderungen, so dass die Anleitung vermutlich in den seltensten Fällen zu 100% passt. Bei mir habe ich z.B. nie rausgefunden, wie man den Akku abklemmen kann – weil der Stecker ganz woanders sitzt als beschrieben und die Entfernung Spezialwerkzeug erfordert.

Spuren im Staub: Nach 4 Jahren ist das Innere des MacBook Pro noch erstaunlich sauber, lediglich im Deckel über den Lüftern hat sich etwas Staub angesammelt.

Spuren im Staub: Nach 4 Jahren ist das Innere des MacBook Pro noch erstaunlich sauber, lediglich im Deckel über den Lüftern hat sich etwas Staub angesammelt.

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Verfasst von - 18. August 2014 in Berufsleben

 

Mein erstes Mal: Fernbusfahrt

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Zum Weltwieseltag wollten das Wiesel und ich standesgemäß mit einem Riesenauto und eigenem Chauffeur in Hamburg vorfahren. Also nahmen wir einen Fernbus.

Fernbusse waren in Deutschland lange Zeit nicht erlaubt, weil der Gesetzgeber die Bahn schützen wollte. Das ist seit Kurzem vorbei, und jetzt expandieren Fernbusunternehmen. In Deutschland sind das vor allem “MeinFernbus”, “Flixbus” und neuerdings der ADAC. Von Fernbussen hatte ich nur Gutes gehört: Viel günstiger als die Bahn, bequem, mit WLAN-Austattung und allem Komfort sollten die sein. Das musste ich ausprobieren, und buchte daher einen Fernbus der Firma Flixbus, Göttingen-Hamburg und Retour für 19 Euro pro Fahrt.

Das erste Problem tauchte sofort nach der Buchung auf. Die Seite mahnte, man solle auch ja rechtzeitig an der richtigen Haltestelle sein. Nur: Welche Haltestelle das ist, das verrät sie nicht. Das steht klein auf dem Busticket, und wenn man das auf einem altersschwachen Schwarz/weiß-Laserdrucker ausdruckt, ist der Hinweis kaum lesbar. Apropos Website und App: Die sollten eigentlich die Standorte der Haltestellen anzeigen. Tun sie oft ach, aber gelegentlich (= immer wenn man es wirklich braucht) ist die Integration von Google Maps einfach kaputt und es gibt statt Landkarte nur Fehlermeldungen. Zum Glück bekam ich am Tag vor der Abfahrt noch raus, von wo es los ging, und freute mich auf die Fahrt in der rollenden WLAN-Butze.

Die Ernüchterung erfolgte recht schnell. Den QR-Code auf der App konnte der Fahrer mangels Lesegerät nicht kontrollieren, aber zum Glück hatte ich aber den altersschwachen Ausdruck des Tickets dabei. Mit dem Komfort war es nicht weit her. Ich kann mich täuschen, aber mir schien, als wären in dem Bus die Standardsessel durch enger stehende Versionen ersetzt, um mehr Personen unterbringen zu können. Unbequem sind die nicht, aber das geht halt auf Kosten der Beinfreiheit. Einen Rucksack in den Fußraum zu stellen, was bei der Bahn problemlos möglich ist, ist im Bus nicht drin. Snacks und Getränke kann man theoretisch im Bus kaufen, allerdings wird man gebeten passend zu zahlen, da der Fahrer das auf eigene Rechnung macht. Uh.

Den Bus, den ich erwischt hatte, war dreckig. Die Scheiben waren verschmiert und die Netze der Sessel waren voller Müll. In Göttingen hat der Bus 20 Minuten Aufenthalt, aber die nutzte der Fahrer nicht, um mal durchzugehen und den größten Ranz einzusammeln. WLAN gab es übrigens ebensowenig wie Durchsagen des Busfahrers. Dabei wäre es durchaus interessant gewesen mal zu erfahren wie lange er Pause zu machen gedachte oder wann wir wohl am Ziel ankommen würden, hatten wir doch durch einige Staus und Baustellen ordentlich Zeit verloren. Am Ende kamen wir mit 2 Stunden Verspätung in Hamburg an.

Die Rückfahrt war ähnlich, aber mit Problemen auf anderen Ebenen. Der Zentrale Omnibusbahnhof in Hamburg ist groß und modern, und im Minutentakt kommen dort Busse an und fahren wieder ab. Es gibt ein elektronisches Anzeigesystem, welcher Bus an welchem Bussteig hält. Dummerweise wird die Anzeige aber nicht an die aktuellen Gegebenheiten angepasst, falls ein Bus an einem anderen Steig steht als geplant. Und das Flixbus auf Busnummern verzichtet, macht es nicht einfacher. Während MeinFernbus eindeutige Nummern für seine Routen hat, heisst die bei Flix nur “Startstadt – Endstadt”. Das steht aber nicht auf den Tickets. Dort steht nur der Teil der Fahrt, den man gebucht hat. Ich musst ealso raten, ob mein Ticket für “Hamburg – Göttingen” jetzt für die zeitgleich abfahrenden Linien “Hamburg – Frankfurt” oder für “Hamburg-Berlin” gedacht war.

Am Hamburger ZOB kann man sehr schön sehen, wie unterschiedlich die Unternehmen organisiert sind. Der ADAC hat “Bodenpersonal”, das einen kleinen Check-In-Tisch an den Bussteig rollt. Den Fahrgästen wird das Gepäck abgenommen, alle steigen gesittet ein. Bei Flix gab es einfach nur riesiges Chaos. Mein Bus kam und kam nicht, obwohl ich laut Anzeige am richtigen Steig stand. Das machte mich nicht unerheblich nervös, leider half die Flix-App mit der Rubrik “Aktuelle Meldungen” auch nicht weiter. Irgendwann kämpfte sich ein Mann durch das Getümmel der vielen hundert Menschen, die am Sonntag Nachmittag dicht an dicht durch den ZOB schoben, und sagte zu der Frau neben mir, dass der Bus heute ganz woanders fahren würde.

Tatsächlich stand acht Haltebuchten weiter ein blauer Flixbus mit einem Schild “Hamburg-Frankfurt über Göttingen” hinter der Scheibe. Hätte ich nicht durch Zufall das Gespräch der beiden Fahrgäste mitbekommen, ich hätte den Bus verpasst.

Vor dem Bus war eine Menschentraube, und in deren Mitte ein Fahrer, der laut brüllte “Jetzt hört dochmal auf, ihr macht mich ja verrückt hier!” Währenddessen wuppten Fahrgäste ihre Koffer und Rucksäcke bereits selbst in den Laderaum, was dem Fahrer nicht gefiel – prompt verkündete er, dass alles nochmal raus und auf der ANDEREN Seite wieder in den Bus eingeladen werden sollte. Tickets wurden auch diesmal nicht wirklich kontrolliert, was dazu führte, dass der Flixbus auch Fahrgäste von “Mein Fernbus” mit an Bord nahm, in deren Haltebucht er laut Anzeige stand. Dafür blieben vermutlich etliche Flixbus-Kunden in Hamburg zurück, die brav am Gate mit der Flix-Anzeige warteten.

Der Bus war zwar nicht voller Müll, aber die Toilettentanks waren voll und rochen erbärmlich. WLAN zeigte sich nur in Form eines Accesspoints, aber der hatte sich wohl aufgehangen, denn schon die Startseite des APs zu laden dauerte Minuten, und Internet war gar nicht möglich.

Mit einer halben Stunde Verspätung ging es dann los, und meinem Sitzplatz in der zweiten Reihe und dem Mitteilungsbedürfnis des Fahrers ist es zu verdanken, dass ich mehr über sein Seelenleben mitbekam als es mir lieb war. Zum einen versuchte er die verlorene Zeit schon im Stadtverkehr wieder rauszuholen, was natürlich genauso sinnlos wie gefährlich war und lediglich zu einer Vollbremsung und dem Überfahren Kirschgrüner Ampeln führte. Auf der Autobahn beschäftigte sich der Mann dann mit dem, ihm nicht wirklich vertrauten, Busmodell, was diverse Flüche und merkwürdige Handlungen nach sich zog. Wer wollte, konnte meine Fahrt auf Twitter in Echtzeit miterleben:

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Als die Spielerei mit dem Fahrzeug langweilig geworden war, gab sich der Fahrer der Verkehrserziehung anderer Verkehrsteilnehmer hin, hupte langsame Kleinwagen aus dem Weg oder bedrängt Wohnmobile in Baustellen, wenn er nicht gerade Telefonierte, mit seinem Handy rumspielte oder der Teenagerin in der ersten Reihe Knöpfchen erklärte.

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Höhepunkt der Fahrt war dann Hannover, was den Fahrer in der Peripherie schon so durcheinanderbrachte, dass er der Teenagerin das Navi in den Schoß warf und rief: “Hier, sag mir mal wo´s lang geht.”

Die zückte dann ihr Telefon und navigierte damit den Bus erstaunlich souverän durch die Großstadt, bis zu dem Zeitpunkt, als Baustellen die Navianzeige nichtig machten. Ab da begannen Fahrgäste Vermutungen zu äußern, wo es lang gehen könnte, und so wurde der Bus nach Mehrheitsentscheid navigiert.

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Mit dem erwartbaren Ausgang, nach wenigen Minuten standen wir verkehrt rum in einer Einbahnstraße. Der Fahrer war tödlich genervt, hupte Autos aus dem Weg, versuchte Fußgänger bei Ampelquerungen zu verängstigen und forderte gleichzeitig die Fahrgäste auf, sich die Kennzeichen von Autos zu merken, die er nich anzuzeigen gedachte.

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Als wir endlich am ZOB Hannover ankamen, schickte der Fahrer die Fahrgäste, die nach einer Toilette fragten, in eine Fantasierichtung und war umso erstaunter, als die tatsächlich erleichert zurückkamen – ein Hotel hatte Gnade mit ihnen gehabt. Aber wenigstens einen englischen Touristen, der nach dem Bus nach Berlin fragte, konnte er nachhaltig verwirren.

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Ohne weitere Zwischenfälle ging es dann zurück nach Göttingen.

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Mein Fazit: Fernbusse sind tatsächlich ein Erlebnis. Man muss sich allerdings darüber klar sein, dass lediglich der Preis für sie spricht – wenn man früh genug bucht, kurz vor der Abfahrt sind Busfahrkarten und Bahn-Spezialangebote auf ähnlichem Niveau. In Punkto Sauberkeit, Komfort und Pünktlichkeit kam diese Busfahrt hier nicht an die Bahn heran. Mit “meinem” ADAC werde ich noch eine Fernfahrt wagen, von der Nutzung von Flix werde ich zukünftig absehen.

 
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Verfasst von - 18. August 2014 in Reisen

 

Maria, ihm schmeckt´s nicht! (2014)

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Jan möchte Sara heiraten. Sara ist Halbitalienerin, und für ihren Bappo Antonio steht sofort fest: Die Hochzeit muss in Italia stattfinden! Inmitten von Oma, Opa, Onkel, Tanten, Nichten, Neffen, Nachbarn… eben der ganzen Familie! Das italienische Familienleben mit ausgedehnten Strandbesuchen, verrückten Geschäftsideen, toten Opas und andauernden Freßorgien geht Jan schon nach kurzer Zeit auf den Geist, was die zukünftige Verwandtschaft vermuten lässt, dass es ihm nicht schmeckt. Dann brennt Sara auch noch mit ihrer Jugendliebe durch, und für Jan steht fest: Er fährt zurück nach Krefeld, weil es da normaler ist als in Campobasso.

Das Buch von Jan Weiler war vor einigen Jahren der Sommerhit auf den Büchertischen. Es war so erfolgreich, dass das ZDF 2011 einen Film produzierte, in dem ein fehlbesetzter Cast um einen desorientierten Christian Ulmen den Stoff gegen die Wand fuhr. Für die Adaption bei den Domfestspielen orientierte man sich auch nicht am Film und nicht im Detail am Buch. Stattdessen wurden Schlüsselszenen zu Musicaleinlagen umgearbeitet – und was für welchen! “Maria” als Musical – das gibt es NUR in Bad Gandersheim. Schon zum zweiten Mal: Nach dem großen Erfolg im vergangenen Jahr wurde “Maria” extra noch einmal ins Programm genommen.

Nochmal Domfestspiele.

Nochmal Domfestspiele.

Ich kann ja über die Produktion der Domfestspiele in Bad Gandersheim nur staunen. Das Niveau, auf dem hier geschrieben und umgesetzt wird, hätte ich hier nicht erwartet. Nachdem Evita schon beeindruckend war, hat mich “Maria…” echt von den Socken gehauen. Das Stück ist mit ziemlicher Geschwindigkeit inszeniert, hat ordentliche Musik und feine Texte. Auch ein wenig Klamauk kommt vor, aber die Essenz des Buchs wird sehr eindrücklich erzählt. Letztlich dreht sich alles darum, dass Jan, der Deutsche in Italien, begreift, was es heißt fremd zu sein und wie man dies übersteht. Dabei wird geschickt und auf zwei Zeitebenen die Lebensgeschichte des Schwiegervaters erzählt, der in den 60ern in Deutschland Gastarbeiter war und Vorurteile gegenüber Italienern aushalten musste.

Meine Tastatur. Hübsch, nicht? Sie wird leider zum Teil vom Programmheft verdeckt, auf dessen linker Seite Tabea als Sara, Ulf Schmitt als Jan und Hans-Jörg Frey als Antonio Marcipane zu sehen sind. Recht: Jan mit Nonna Chiara (Christine Dorner).

Meine Tastatur. Hübsch, nicht? Sie wird leider zum Teil vom Programmheft verdeckt, auf dessen linker Seite Tabea als Sara, Ulf Schmitt als Jan und Hans-Jörg Frey als Antonio Marcipane zu sehen sind. Recht: Jan mit Nonna Chiara (Christine Dorner).

Die Inszenierung ist Bad Gandersheim ist nicht nur toll geschrieben, sondern auch durchgehend super besetzt. Besonders Hans-Jörg Frey als Antonio und Tabea Scholz als Sara glänzen in ihren Rollen. Frey gibt den komisch-vertrottelt wirkenden Antonio herrlich schlitzorig, und Tabea singt und spielt sich die Seele aus dem Leib. Und das sogar im strömenden Regen, den leider hatte ich bei der Aufführung am gestrigen Abend Pech:

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Pünktlich zu Beginn der Vorstellung begann es zu nieseln, was sich im Verlauf der folgenden zwei Stunden zu einem veritablen Wolkenbruch steigerte. Ich rechnete jeden Moment mit Abbruch, aber das Ensemble spielte und tanzte und sang im 14 Grad kalten Regen weiter, als wäre nichts dabei. Dafür gebührt ihnen allergrößter Respekt.

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Am Ende wird, vollkommen durchnässt, doch noch geheiratet.

 
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Verfasst von - 14. August 2014 in Event, Kunst & Kultur

 

Lara Croft exklusiv hinter Gittern

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Ich bin leidenschaftlicher Spieler von Computer- und Videospielen. Das Spielen eines schönen Spiels am Ende eines langen Tages hat bei mir den TV-Konsum ersetzt, der im Gegenzug fast auf Null gefallen ist. Ich mag am liebsten Abenteuerspiele mit einer guten Erzählung. Ist die Präsentation entsprechend, ist so ein Spiel wie ein gutes Buch oder ein guter Film – allerdings ein 20 Stunden langer Film mit MIR mitten drin.

Früher habe ich gerne auf dem PC gespielt, bis ich von den ständigen Treiberupdates, Inkompatibilitäten und dem Hardwarehunger genervt war. Eine Stunde Spielen am PC bedeutet eine halbe Stunde Updates machen, und das nervte so, dass ich mir eine Konsole zulegte.

Als Konsolenspieler begrüßte ich sehr, dass nach acht Jahren Ende 2013 endlich eine neue Konsolengeneration startete. Microsoft präsentierte seine XBOX One, Sony seine Playstation 4. Die XBOX One liegt im Rennen um die Spielergunst seitdem weit hinten, was vor allem an der verkorksten Idee und der fehlenden Strategie liegt. Während die PS4 ganz auf Spiele zugeschnitten ist und nebenbei noch 3D-Bluray-Player und Mediencenter ist (mit Watchever, Amazon Prime, Windows Mediaserver und allem Duttendeubel), wurde die XBOX One als Mediencenter konzipiert. Sie ist dafür designt, alle anderen Geräte im Wohnzimmer durchzurouten und zu steuern, und zwar über ihre Kameras und Mikrofone. Man stelle sich das vor: In Post-Snowden-Zeiten sollte man sich ein amerikanisches Gerät ins Wohnzimmer stellen, das IMMER eingeschaltet und online ist, das PERMANENT die Wohnung mit Mikros und 3D-Nachtischtkameras Nachtsichtkameras überwacht! “Aber damit kann man ganz toll TV und Sport gucken”, sagte Micosoft. Das interessierte aber schon niemanden mehr, zumal die Konsole auch in anderen Belangen an den Spielern vorbeigeht. Eine Konsole an de Start zu bringen, die in Spielen keine Full-HD-Auflösung schafft, das ging schon in 2013 nicht mehr.

Seit dem Verkaufsstart bekommt Microsoft dafür die Quittung. Selbst altgediente XBOX-Fans (wie ich) wandern zur Playstation ab, was sich in Zahlen ungefähr im Verhältnis 1:3 bemerkbar macht. Auf jede verkaufte XBOX One kommen drei abgesetzte Playstation 4s. Genaues weiß man nicht, weil Microsoft keine Zahlen veröffentlicht. Aber das denen der Arsch auf Grundeis geht, sieht man an den ständigen Strategiewechseln. Der Onlinezwang der XBOX wurde abgeschafft, mittlerweile läuft die Konsole auch ohne die Kinect-Kamera (und wird auch ohne sie verkauft) und jeden Monat wird an der Software rumgedoktert, um die Konsole mehr auf Spieler zuzuschneiden.

Ein klassisches Mittel um Leute ins eigene Lager zu locken, von dem ich gehofft hatte, dass es ausstirbt, ist die Exklusivität von Spieletiteln. Die meisten Spiele erscheinen plattformübergreifend, also sowohl für PC als auch für Xbox oder Playstation. Aber manche Titel gibt es halt nur auf einer Plattform. Die Produktionen des Studios Naughty Dog, zu denen die großartige “Uncharted”-Reihe oder das herausragende “The Last of US”gehören, sind nur auf Sonys Konsole spielbar. Oder “MarioCart”, was es exklusiv auf der Wii von Nintendo gibt. Im besten Fall sind solche großen Titel Systemseller, d.h. die Leute kaufen eine Konsole nur, um ein bestimmtes Spiel spielen zu können.

Microsoft hätte sowas auch gerne. Und so schlimm ich diesen Exklusivitätsquatsch auch finde, so legitim ist natürlich der Wunsch nach einem Systemseller. Im Unterschied zu Sony oder Nintendo hegt und pflegt Microsoft aber keine kleinen Studios, baut sie auf und bringt deren Titel dann groß raus. Microsoft geht los und kauft Spiele vom Markt weg, um sie in ihrer Plattform einzusperren. Das wurde schon einmal so gemacht: “Halo” war 1999 einer der am meisten erwarteten Titel auf dem PC. Alle gierten darauf, die Ringwelt zu erobern, die das Studio Bungie auf zahlreichen Messen zeigte. Und dann kam Microsoft und machte einen Exklusivdeal, und der Titel erschien nur auf der ersten XBOX. Seitdem wird die Serie als XBOX-Seller gehyped. Die XBOX One liegt aber so am Boden, das auch die Aussicht auf ein 2015 erscheinendes Halo 5 den Absätzen nicht hilft, und deshalb hat Microsoft wieder sein Portmonnaie gezückt und eine der besten, ambitioniertesten und erfolgreichsten Spiele vom Markt gekauft: Tomb Raider.

Ja, Lara Crofts nächstes Abenteuer wird exklusiv für die XBOX One erscheinen, weil, so XBOX-Chef Phil Spencer, er “die nächste Generation um jeden Preis gewinnen will”. Das ist ein ziemlicher Schock.

Seit der GameCon-Enthüllung das Gesicht des Bösen: Phil Spencer, XBOX-Chef.

Seit der GameCom-Enthüllung das Gesicht des Bösen: Phil Spencer, XBOX-Chef.

Tomb Raider hat eine breite Fanbasis über alle Systeme hinweg, und den nächsten Teil auf der XBOX One einzusperren, stösst allenthalben auf Unverständnis. Selbst bei der Microsoft Pressekonferenz auf der Gamescom in Köln, auf der heute diese Ankündigung gemacht wurde, gab es von den versammelten XBOX-Fans und Journalisten nur vereinzelt Applaus. Jeder wünscht “seinem” System Erfolg, aber schon Sekunden nach der Ankündigung war den Versammelten klar, dass das nicht der richtige Weg ist.

Möglicherweise haben wir es hier mit einer temporären Exklusivität zu tun – Tomb Raider erscheint vielleicht im Herbst 2015 exklusiv für die XBOX One und dann ein halbes oder ein Jahr später für PS4 und PC. Diese Hoffnung besteht, aber die Pressemitteilung von Crystal Dynamics, dem Entwicklerstudio, hört sich nicht danach an. Sie klingt eher so, als ob MS dauerhaft das Studio finanziert, damit sie Systemseller mit Lara Croft produzieren.

Der Wunsch, eine Serie vom Kaliber eines “Uncharted” auf der eigenen Konsole zu haben ist vollkommen legitim. Aber dann wäre in der Tat die Schaffung eines neuen Franchise und der Aufbau eines neuen Studios der richtige Weg gewesen. Ja, das kostet Zeit und Geld, und man geht lieber den einfachen Weg und kauft eine der erfolgreichsten Serien, und schließt dann 3/4 der Spielerschaft aus. Damit benimmt sich Microsoft wie der Schläger auf dem Schulhof, der anderen Kindern das Pausenbrot klaut – und das sehen sogar Microsoft-Anhänger und Fanboys so.

Meine Meinung: Plattformexklusivität gehört generell abgeschafft. Es hat einen Grund, dass es nicht viele Exklusivserien gibt: Exklusivität ist eine schlechte Idee. Die Hardware der neuen Konsolen ist ohnehin fast identisch, das bestimmende Unterscheidungsmerkmal sollten die Services der Hersteller drum herum sein. Diese Exklusivitätsdeals schaden langfristig den Studios und den Plattformen, die ohnehin starke Konkurrenz durch die immer besser werdenden Spielemöglichkeiten auf mobilen Geräten haben und über kurz oder lang von denen verdrängt werden. Exklusivität mag den Herstellern kurzfristig helfen, letztendlich ist es aber eine kurzsichtige Strategie, unter der zuerst die Spieler leiden, dann alle.

[Update 17.08.14] Mittlerweile ist klar, dass es sich um ein “Timed Exclusive” handelt. Rise of the Tomb Raider erscheint zunächst exklusiv für XBOX One und XBOX 360, später für andere, noch nicht angekündigte Plattformen. Wie lange die Exklusivität gilt ist nicht klar – zwischen drei Monaten und einem Jahr ist alles drin.

 
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Verfasst von - 13. August 2014 in Betrachtung, Games

 
 
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