I´m losing my favourite Game

DamalsTM, als es noch kein Internet gab und es höllencool (Oxymoronalarm!) war, ein Video auf dem Rechner abspielen zu können, begab es sich, dass ich mir eine Single nur deswegen kaufte, weil das Musikvideo mit drauf war. Ich kannte weder die Combo noch den Song, aber die Idee, zusätzliches Material auf eine Single zu packen, fand ich unterstützenswert.

Schon nach dem ersten Ansehen war ich dem Video verfallen, und bis heute halte ich es für eines der Besten, das je gedreht wurde. Es handelte sich um „My favourite Game“ von den Cardigans. Die Sängerin Nina Persson rast darin in einem Monster von Auto durch die Wüste und ist offensichtlich des Lebens überdrüssig (was genau zu meiner damaligen, eher morbiden, Phase passte). Auf der Single war gab es 4 Versionen des Videos, jeweils mit einer anderen Endsequenz.

Die einzig gültige und sinnvolle Version ist natürlich diese hier, die ich gerade auf Joutioub wiederentdeckt habe:

(Alle Enden (harmlos/humorvoll/schockierend) gibt es hier zu bestaunen.)

Da stimmt einfach alles: Setting, Schnitt, Kameraführung, Schauspielerei, wie die Stimmung eingefangen wird – großartig. Und: Es ist sehr, sehr böse. Böser als alles, was die selbsternannten Schockrocker zustande gebracht haben. Das erwartet man von einer schwedischen Indie-Pop-Band nicht unbedingt.

Das sind übrigens die gleichen Schweden, die mit Tom Jones später das House downgeburned haben:

und nochmal Zurückspulen und Löschen wollten:

…und die generell zu wenig Fans haben. Also: Zu Weihnachten „The Cardigans – Best of“ verschenken. Mehrmals. An alle, die ihr kennt. Z.B. an mich.
(Nein, immer noch kein Affiliate Link)

Kategorien: Betrachtung, Historisches | 3 Kommentare

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3 Gedanken zu „I´m losing my favourite Game

  1. Was heißt zu wenig Fans? Ich kenn‘ die doch!

    … und von den Schweden erwarte ich alles … okay, vielleicht nicht so viel wie von den Finnen. 😉

    Das einzige was mich an dem „My Favourite Game“ Video immer tierisch ablenkte war der Fleck auf dem roten Lederbezug. Wenn man sich schon ein Tattoo auf die Schulter malen muss, dann doch bitte mit Permanent-Stiften. Aber ich muss ja immer was nölen.
    *schonmaldenputzlappenhol*

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  2. DAS ist mir nie aufgefallen! 🙂

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  3. Die Cardigans, die Pioniere des Easy Listenings.

    Ein paar Monate später kam übrigens Scar Tissue ein „ähnliches“ Video (ziellos auf dem Highway), nicht ganz so kompromisslos, aber auch mit Verbänden. 🙂

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