Lange Tage

Lange Tage

Gut, dass es Kaffee gibt.
Die Tage sind doch gerade ganz schön lang.

Von meinem BĂŒrofenster aus blicke ich ĂŒber einen schönen Garten auf eine Kreuzung und ein Wohnhaus. Eine Familie hat dort ein riesiges KĂŒchenfenster und verzichtet auf Gardinen. Ich bin nun bestimmt kein Spanner, aber manchmal fĂ€llt der Blick halt in diese Richtung. Dann merke ich, wie schnell die Zeit vergeht.

Nachdem ich morgens angefangen habe zu arbeiten, gibt es bei dieser Familie gemeinsames FrĂŒhstĂŒck und Verabschiedung. Ich vertiefe mich in die Arbeit, als es plötzlich drĂŒben schon Mittagessen gibt. Und ich sitze immer noch allein am Schreibtisch, wenn dort schon das gemeinsame Abendessen stattfindet.

Manchmal habe ich echt das GefĂŒhl, das Leben lĂ€uft an mir vorbei.
Kann das auf Dauer gutgehen, seine Tage so am Schreibtisch zu verbringen?

9 Gedanken zu „Lange Tage“

  1. Die Tage am Schreibtisch verbringen, konzentriert auf seine Arbeit und das GefĂŒhl zu haben den Tages zu ‘verpassen’, gehört leider zum Job den man tut. Schön ist es deswegen sicher nicht.

    Man schaut gegen Ende des Tages immer öfters aus dem Fenster in der Hoffnung etwas zu sehen. Es fehlen vielleicht Pflanzen, Bewegung, Farben, Sonne, ein optisches Kissen auf dem der Kopf sich kurz ablegen kann.

    Wie auch die Welt vor mir habe ich einen Blick auf einen tristen Innenhof und BĂŒros gegenĂŒber, denen es auch nicht besser geht.

  2. WdW: Kommt auf die Kollegen an 😉

    RĂŒdiger: Sicher gehört das dazu. Manchmal habe ich nur das GefĂŒhl, von Nachts bis Nachts dort zu sitzen, wĂ€hrend andere Leute zumindest sowas wie Arbeitszeiten haben. Aber das ist Gejammer auf hohem Niveau. Ich habe einen Job. Und einen tollen noch dazu.

    Katha: Nur, wenn es Kuchen gibt.

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