Assassins Creed II – Die Tour


Florenz.
San Gimignano.
Monterrigioni.

Wunderbar klingende Namen, die geschmeidig von der Zunge rollen. Florenz kennt natürlich jeder. San Gimignano ist dagegen meist nur denjenigen bekannt, die schon mal in der Toskana waren. Und Monterrigioni? Das kleine Dorf, das heute noch 64 Einwohner hat, kennen eigentlich nur – Videospieler.

Wer dieses Blog regelmäßig verfolgt, wird eine gewisse Affinität des Herrn Silencer zu einem Spiel namens „Assassins Creed II“ bemerkt haben. Es erzählt die Geschichte des jungen Adeligen Ezio Auditore da Firenze, der im 15. Jahrhundert geboren wird. Als Sohn eines Florentiner Bankiers geniesst er das Leben und die Frauen. Er schert sich nicht um seine Zukunft oder Politik. Das ändert sich schlagartig, als sein Vater und seine Brüder festgenommen und ohne Gerichtsverhandlung hingerichtet werden. Ezios Leben bricht zusammen, er flieht mit seiner Mutter und einer überlebenden Schwester zu seinem Onkel auf das alte Familiengut der Auditores, eben besagtes Monterrigioni. Dort wird ihm eröffnet, dass sein Vater Angehöriger eines Geheimbundes war, der die Geschicke der Menschheit durch die gezielte Förderung oder das Ausschalten von Personen beeinflusst.

Ezio lässt sich zum Assassinen ausbilden und jagt die Mörder seiner Familie. Was als Rachefeldzug voller Wut gegen die Familie der Pazzi in Florenz beginnt, wandelt sich im Laufe der Geschichte in eine Verschwörung von gigantischen Ausmaßen. Am Ende braucht Ezio mehr als drei Jahrzehnte um zu sich selbst zu finden und den Drahtzieher, Rodrigo Borgia, in Rom zu stellen.

Der Clou an Assassins Creed II ist die Story, die geschickt historische Ereignisse und Personen, wie das Fegefeuer der Eitelkeiten oder Leonardo da Vinci, mit der Mysterystory um Assassinen und Templer verwebt. Zum anderen ist es die wunderschön modellierte Spielewelt, die einen in den Bann zieht. Von der Landschaft der Toskana über eine verkleinerte Ausgabe von Florenz bis hin zum prächtigen Venedig simuliert das Spiel eine lebendige Welt, die man auch fei erkunden kann. Die ganze Pracht der Renaissance begeistert schnell, zumal die meisten Bauten frei erkletterbar sind und einige sogar im Inneren erkundet werden können. Wer einmal auf den Dom in Florenz geklettert ist, um auf der Ampel der Brunelleschikuppel ein Assassinengrab zu finden, vergisst das nicht mehr.

Gute Videospiele regen den Geist an. Sie machen Lust auf mehr. Assassins Creed II ist so ein Spiel, und begreift seinen Bildungsauftrag sogar. So gibt es bspw. eine Datenbank im Spiel, in der historische Personen und Gebäude korrekt beschrieben werden. Das macht Lust auf noch mehr. Das Spiel macht die Toskana der Renaissance, die Wiege des Humanismus, fühlbar. Ich war so angefixt von der Pracht von Gebäuden und Landschaft, dass ich Bücher und Bildbände über die Toskana verschlang. Der Entschluss wuchs, dass ich diese Orte selbst sehen musste. Irgendwann.
Vermutlich nach meiner Pensionierung.
Dachte ich.

Durch Glückes oder Schicksal oder das Können des Herrn Modnerds hat es sich ergeben, dass wir JETZT gemeinsam auf Reisen gehen. Wir werden auf den Spuren Ezio Auditores wandeln und Handlungsorte des Spiels abklappern. Ein Abenteuerkurzurlaub in der Toskana, bei dem ich überprüfe werde, wie genau es die Gamedesigner mit der Wiedergabe der Orte genommen haben. Ich kenne die Spielewelt bis in die Details und bin sehr gespannt darauf, was nun wirklich mit der Realität überein stimmt und was künstlerische Freiheit war. Das Ganze wird natürlich fotografisch dokumentiert und später Screenshots gegenübergestellt. Ob wohl wirklich unter Monterrigioni eine Gruft mit einem Assassinengrab zu finden ist? Wir werden sehen…

Herr Modnerd nennt es übrigens „Urlaub“.
Ich nenne diese Reise


(c) Ubisoft

Bis zu meiner Rückkehr hält Huhu hier die Stellung. Bitte nicht mit Fischstäbchen füttern. Danke.

Kategorien: Games, Ganz Kurz | Schlagwörter: | 4 Kommentare

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4 Gedanken zu „Assassins Creed II – Die Tour

  1. zimtapfel

    Oh, wie geil!
    Dir und dem Herrn Modnerd eine gute Reise und viel Spaß! Und stellt nichts an, was ich nicht auch tun würde. 😉

    Hach! Auch wenn ich mit dem Spiel nichts am Hut habe, ich beneide euch trotzdem. Sehr!

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  2. Prächtig. Gute Reise und viel Spaß und uns wünsche ich geile Photos. 🙂

    Keine Fischstäbchen. Aye. …. Aber hinhalten werden wir sie ihm doch dürfen, nein?

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  3. ich renne derweil virtuell durch die Toskana und Venedig und Co. 😉

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  4. zimtapfel

    @Schoni: Dann achte mal drauf, ob du da jetzt zwei Gestalten rumstolpern siehst, die normalerweise nicht im Spiel zu sehen sind. *irregacker*

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