Unrund

Manchmal läuft es einfach nicht rund, auf verschiedensten Ebenen. Nichts klappt auf Anhieb, alles wird immer mehr, scheint sich zu summieren und /oder ansteckend zu sein. In einer solchen Phase befinde ich mich gerade.

Alles fing damit an, dass das Kleine Gelbe AutoTM neue Reifen bekam – hinten. Die Alten, die noch gut waren, kamen nach vorne. Leider hatten die einen leichten Sägezahn, so dass der Wagen fortan hubbelte und schleifte. Er lief nicht mehr rund, im wahrsten Sinne des Wortes. Das ist nun gerade behoben, die alten Reifen stecken wieder hinten, und alles ist gut.

Der Werkstattärger setzt sich aber fort – ich hätte nicht gedacht, dass man einer Motorradwerkstatt erklären muss, dass die Steckdose, die man gerne angebracht hätte, doch bitte wasserdicht sein soll. Und wenn der Techniker schon die Empfehlung abgibt, dass die nur bei eingeschalteter Zündung funktionieren sollte, und man sich einig ist dass das sinnvoll ist, dann erwarte ich eigentlich auch, das die Umsetzung genau so gemacht wird. Aber ach, die liefen halt nicht ganz rund, an dem Tag.

Davon, dass der Dienstrechner alle zwei Sekunden mit einer defekten Netzwerkkarte nervt, das überfällige Hermespaket vermutlich verschollen ist, die alte Vermieterin keine Nebenkostenabrechnung erstellen will („Sie wohnen hier schließlich nicht mehr“) oder das berufliche Projekte mit dem Kampfschrei „Nur unter Druck entstehen Diamanten“ (Projektmanagement mit BWLern 101, my Ass wie ich sowas leiden kann) in Freizeit, Wochenenden und Feiertage einzubrechen versuchen, fange ich besser gar nicht erst an. Da könnte ich mich ja genausogut gleich wieder über die Deutsche Bahn aufregen, die mich zu individualisertem Schienenersatzverkehr genötigt hat, oder über Gaby (diese Mutti hier, sieht auch genauso aus wie sie heisst), die allen Ernstes eine Antwort von mir wollte auf die Frage, warum ich nicht ihren Kollegen (der mich zu ihr geschickt hat) mit dem Wunsch, teure Dinge zu kaufen, belästigen würde, und sich ernsthaft anfängt mit mir zu streiten. Oder über den anderen Vollpfosten, der sich darüber mokiert, dass ich als Kunde nicht von selbst darauf komme, dass man nach er Suche nach „Öl“ bei dem Artikel „500 ml“ noch die Packungsgröße in 125, 250 und 500 ml auswählen muss, was Gaby zu gehässigem Wiehern verleitete. Oder über den Bürokraten, der sagte „Nur Seite 13 ist für sie relevant“. Ja, Seite 13 eines zwölfseitigen Dokuments. Nein, mit all diesen Sachen fange ich gar nicht an, sonst steigt mein Blutdruck wieder sonstwohin.

Aktuell mache ich mir Gedanken darüber, dass am Wochenende ca. 150 Km entfernt ein Sicherheitstraining für´s Motorrad ansteht. Das war als schöner Ausflug, verbunden mit Weiterbildung, geplant. Leider scheint das Wetter nicht mitzuspielen. Ich bin kein Schönwetterfahrer, aber ich sag mal… Die Aussichten auf den angekündigen Starkregen, Schneeschauer und 4 Grad lassen die Sache plötzlich deutlich unattraktiver erscheinen.

Aber was soll´s, Jammern und Abwarten hat noch nie zu etwas Positivem geführt. Also hoch den Hintern und durch: Hier feilen, da hobeln und dafür sorgen, dass alles wieder runder läuft. Wird schon.

Kategorien: Gnadenloses Leben | 4 Kommentare

Beitragsnavigation

4 Gedanken zu „Unrund

  1. Gnadenloses Leben, ja, so ist das.
    letztes Wochenende mit der Firma wo ich arbeite umgezogen, meine Woche bisher war auch etwas unrund, sozusagen.

    aber sag mal: das kleine gelbe Auto war doch ein Seat, oder?
    auf jeden Fall mit Frontantrieb.
    und jetzt sag mal welche Pappnase kommt auf den Gedanken die abgefahrenen Vorderen mit den gebrauchten Hinteren zu tauschen und hinten neue drauf zu machen?
    seltsam, so etwas.

    Liken

  2. Uhm, die Werkstatt sagt, das macht man so, damit man hinten nicht ausbricht… Ich hätte es auch andersrum gemacht (= neue vorn), von wegen Antriebsräder machen mehr Verschleiß und so… Was meinst du dazu? Warum die neuen nach vorn?

    Liken

  3. Ach, und: Beileid zum Umzug! Ist nervig, aber: Ab jetzt wird alles besser!

    Liken

  4. keine Ahnung.
    ich hätte auch die neuen nach vorne gemacht, so kenne ich das eigentlich.
    mit dem hinten nicht ausbrechen ist theoretisch grundsätzlich richtig, bei nicht komplett abgefahrenen Winterreifen im Schnee und bei normalem Betrieb aber doch eher unpraktisch.
    da halte ich die bessere Bremswirkung bei Regen zB. auf der Vorderachse doch für wichtiger, an sich.
    hmmm.

    Liken

Kommentar verfassen (und sich damit mit der Speicherung von Daten einverstanden erklären, siehe "Rechtliches & Kontakt")

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

Bloggen auf WordPress.com.

%d Bloggern gefällt das: