Trier (2012)

In den vergangenen, zugegebenermaßen ein klein wenig kryptischen, Einträgen konnte die geneigte Leserschaft die wichtigsten Stationen einer Kurzreise miterleben. Nur, was war das eigentlich? Wo ist der gemeinsame Nenner bei English Breakfast, Römern, nächtlichen Bauchtänzerinnen und Marylin Monroe? Und vor allem: Warum? Im Folgenden alles noch Mal etwas geordneter, inklusive der Erklärung, warum ich ein blaues Wunder erlebte, wie ich zum VIP wurde und warum Katy Karrenbauer. Und nein, das fehlt kein Wort.

Alles begann, wie so oft, mit einem Kaffee aus der Tasse, die seit Anfang der 90er meine „Jetzt folgt Abenteuer“-Tasse ist.

Also, eigentlich begann alles auf der Learntech 2005, aber das würde jetzt zu weit führen, also belassen wir es bei der Kaffeetasse und der Andeutung, dass in Trier nette Leute wohnen, die ich als Kunden auf einer Messe kennengelernt habe, die aber im Laufe der Zeit Bekannte und schließlich Freunde geworden sind. Die galt es zu besuchen, und zwar am „Brot & Spiele“ Wochenende. In Trier dreht sich ganzjährig alles um Römer. Römer hier, Römer da… überall stolpert man über Römer. Oft wörtlich, denn wenn man in Trier bauen will, muss man Rudel wilder Archäologen mittels Dachlatten von der Baustelle fernhalten. Am besten heuert man die Mafia an, um die die toten Römer, die überall aus dem Boden quellen, in der Mosel verschwinden zu lassen, bevor die marodierenden Archäologen Witterung aufnehmen. Sonst wird das Eigenheim NIE fertig.

Im Ernst. Als ich 2006 das erste Mal in Trier war, war neben meinem Hotel eine Baustelle. Dort sollte seit 5 Jahren ein Parkhaus gebaut werden, aber dann stellte sich heraus, dass die Baustelle einen schlimmen Fall von toten Römern hatte. Dann fiel die Archäologenmeute ein und wieselte überall rum, murmelte von was von unfassbaren Schätzen und fing an überall drin rumzupröppeln. Da man der Wissenschaftlerplage nicht mehr Herr wurde, gab man am Ende das Projekt auf und machte einfach einen Glaskasten über die Baustelle. So kommt es, das heute auf dem Viehmarkt mitten in Trier ein Loch ist, in dem Ruinen sind. Darüber steht ein dreistöckiges Glashaus, und darin sitzen Archäologen und vertreten die Auffassung, dass Steine viel zu wertvoll zum Werfen sind.

Pompa!

Trier lebt davon, einmal die Hauptstadt der Provinz Germanien gewesen zu sein. Trachtengruppen fröhnen herbeiimaginiertem römischem Brauchtum, Bauwerke sind touristisch erschlossen und jeder rostige Römernagel bekommt ein eigenes Museum. Der Römerfimmel der Trierer kann ganz schön nerven, aber am Schlimmsten ist es zum Brot & Spiele Wochenende. Dann verkleidet sich ein erstaunlich großer Teil der Trierer Insassen als Römer, marschiert durch die Stadt und brüllt Dinge wie „Mein Pilum piekt gleich Dein Sternum!“, oder so.

Neben der Pompa, dem Römeraufmarsch, gibt es auch ein Römerlager, Theateraufführungen und Sonderausstellungen. Das alles will ich mir seit 5 Jahren schon ansehen, und dieses Jahr hat es ENDLICH geklappt.

Also erst Kaffee, dann am Freitag Morgen rauf auf´s Motorrad.

Diesmal ohne Wiesellounge: Für die Kurzreise reicht die Minikonfiguration mit zwei Koffern an der ZZR.

Von Göttingen aus ging es 300 km bis Koblenz, per Autobahn. Das ist zwar langweilig, aber wenigstens geht es schnell. Von Koblenz aus wollte ich das Moseltal entlang zockeln. Dooferweise fing es dann an zu regnen. Was ich erst als Schauer abtat, steigerte sich zu Starkregen mit Sturm, der 150 Km andauerte. Durchgefroren und müde fiel ich in einem kleinen Gasthof in der Innenstadt von Trier vom Motorrad. Die Anzugkombi, die ich auf Reisen immer trage, hatte zwar den Körper trocken gehalten, aber dieses Textil/Membrankram funktioniert so, dass die Membran keine Feuchtigkeit durch lässt, das Äußere der Kombi sich aber mit Wasser vollsaugt. Im Fahrtwind wird das dann sehr schnell sehr kalt. Bibber. Aber egal, ich bin ja keine Schönwetterbikertrine.

Eine heiße Dusche und eine, bei den Freunden druchsumpfte, Nacht später schien aber die Sonne. Im Gasthof gab es ein kleines, aber super durchdachtes Frühstücksbüffet, und kurz nach dem Aufstehen streifte ich schon durch die Stadt. Das Hotel Pieper, das ich nur empfehlen kann, ist nur wenige Minuten von der Porta Nigra entfernt.

Die Porta Nigra war früher ein weißes Sandsteintor. Durch Mikroorganismen, die in den Poren des Steins verwesten, wurde das Stadttor schwarz. Als man um das Jahr 1.000 herum, die Römer waren schon lange weg, die alten Befestigungsanlagen abreissen wollte, stellten die Stadtherren nicht unerstaunt fest, dass im ehemaligen Nordtor ein italienischer Eremit hockte, der sich dort hatte einmauern lassen.

Das Innere der Porta Nigra.

Der Alte weigerte sich herauszukommen und verhöhnte durch die Mauerritzen die aufgefahrenen Würdenträger. Ein ungewaschener, zottelbärtiger Byzantiner, der in einem Stadttor eingemauert ist und irre keckert? Die Trierer zogen sofort den einzig logischen Schluss und folgerten messerscharf: Der musste vom Geist Gottes erfüllt sein. Man wartete noch bis er abgenippelt war, dann sprach man ihn flugs heilig und segnete die Porta Nigra zur Kirche. Nur deshalb steht das Bauwerk heute, nach 2.000 Jahren, immer noch.

Obergeschoss der Porta Nigra

An diesem Samstag morgen war ich allein dort oben, die Touristen waren noch nicht wach. Von der Porta Nigra erblickte ich zum ersten Mal Klippen hinter Trier. Rote Sandsteinfelsen, die steil ins Moseltal abfallen. Ganz oben drauf: eine Säule. Wo eine Säule ist, da kann man auch hinklettern. Gesagt, tun getan. Ein schmerzendes Knie und zehn verkratzte Fingerkuppen später stand ich am Fuß der Mariensäule und blickte von oben auf Trier hinab.

Dann ging es ins Rheinland-Pfälzische Landesmuseum. Eine nette Dame vom Service schenkte mir nach einer angenehmen Plauderei ein Freiticket für die Show, für die ich auch bezahlt hätte: Die Schatten der Unterwelt. Was das ist? Nun, im Museum, dass natürlich voll mit Römerkram ist, gibt es eine ganze Halle mit Grabmalen.

Während der Unterwelt-Show wird dieser Raum wird komplett verdunkelt, und dann projezieren 20 Hochleistungsbeamer Bilder an die Wände und auf die Grabmale, während aus Dutzenden Lautsprechern Christoph Maria Herbst eine Spielhandlung liest. Die dreht sich darum, dass ein römischer Kaufmann so um seine Frau trauert, dass ihn der Gott Merkur mit in die Unterwelt nimmt. Dort versucht er den Kaufmann mit allerlei fleischlichen Genüssen von seiner Trauer abzulenken. Die Show bleibt leider weit unter den Möglichkeiten, die man mit solch einem Setting hätte. Dennoch ist es eine Erfahrung, wenn man sich als Besucher ständig durch den Raum bewegen muss, weil mal hier eine ganz Wand lebendig wird, mal dort Fresken mittels 3D-Mapping bewegt werden.

Nur um mal einen Eindruck zu geben: Dieser Stein hier trägt das Bildnis einer Tänzerin….

…die während der Geschichte lebendig wird und den Kaufmann mit sinnlichem Bauchtanz verführt.

Andere Steine bekommen Farbe, wie sie früher tatsächlich mal aussahen, und allein dadurch eine ganz andere Qualität.

Auch ansonsten gibt es im Museum einiges zu entdecken, von römischen Legionärsmasken…

…bis hin zur römischen Wohnzimmercouch, die mir verdächtig nach Ikea aussieht.

Am Tollsten fand ich das Modell von Trier. Das ist wirklich beeindruckend groß und zeigt u.a., dass das Trierer Amphitheater so geschickt gebaut war, dass es auch als Stadttor genutzt werden konnte. Oder das die Barbarathermen die zweitgrößte Badeanstalt des römischen Reiches waren – größer waren nur noch die Trajansthermen in Rom.

Nach dem Museum stromerte ich noch ein wenig durch die Innenstadt. Natürlich auch zum Dom, der Teile der ältesten Kirche Deutschlands enthält. Das Innere des Doms wirkt eigentümlich… gemütlich, nenne ich es mal in Ermangelung besserer Worte. Ich weiß nicht, ob es an den warmen Farben liegt oder an der Architektur – man kommt in den Dom und fühlt sich… behütet. Beschützt. Sicher. Geborgen. Nach dem Eintreten fühlte ich mich schlagartig ruhig und entspannt. Davon hatte man mir vorher erzählt, aber ich hatte es nicht glauben gewollt. Sehr seltsam.

Im Dom liegt der heilige Rock, von den Römern an die Mosel gebracht, angeblich. Der wurde früher nur alle 50 Jahre gezeigt, weil er ja so kostbar ist. Dann bekamen die Trierer mit, das man mit den Wallfahrten irre Geld machen kann, seitdem wird er alle paar Jahre ausgestellt.

Nach dem Dom wollte ich mir noch die Liebfrauenkirche ansehen, fand die aber auf Anhieb nicht. Grund: Sie ist so an den Dom angeflanscht, dass ich sie für ein Seitenschiff hielt. So eng zusammenstehende Gotteshäuser gibt es auf der Welt nicht nochmal.

Siamnesische Kirchen: Links Dom, rechts Liebfrauenkirche.

Der Dom hat zwei unterschiedliche hohe Türme. Man hat nämlich mit der Provinzkirche nebenan ein Wettrüsten der Türme veranstaltet. „Wer hat den höchsten?“, bis den Dombauern das Geld ausging um beide Türme gleichmäßig hochzurüsten.

Dann sah ich mir noch das Karl-Marx-Haus an, dort wurde der geboren. Vor dem Haus halten normalerweise riesige Busse und kübeln Unmengen von Chinesen aus, die das Haus dann angemessene zwei Minuten bewundern, bevor sie wieder weggeschafft werden und der nächste Bus kommt. Die chinesische Regierung hat das Karl-Marx-Haus nämlich zum Pflichtprogramm für Europabesucher gemacht. Übrigens, wenn im Dom der heilige Rock Jesu ausgestellt wird, wird im Karl-Marx-Haus eine Unterhose von Karl-Marx exponiert. Echt jetzt.

Die Konstantinbasilika guckt ich mir auch noch an, das ist das größte Gebäude der Welt. Also, war es mal. Damals. Ist auch immer noch beeindruckend, auch wenn hier weder Röcke noch Unterhosen ausgestellt sind. Sollte auch mal abgerissen werden, aber die Kirche segnete es mal fix und sorgte so für den Erhalt – als Kirche.

Hinter der Basilika liegen die Kaiserthermen, oder was von der Badeanstalt halt übrig ist. Dort ist ein Römerlager, wo Römerdarsteller Römer darstellen und so leben, wie sie sich vorstellen, dass Römer vor 2.000 Jahren gelebt haben.

Beim Eintritt in die Thermen gab ich das geheime Losungswort an, und bekam ein VIP-Armband zugesteckt. „Access all Areas“, sagte die Servicekraft. „Und zwar wirklich überall!“, hauchte sie und drehte sich schnell weg, als sie einen Kollegen kommen sag. Der blickte auf das Bändchen, musterte mich, wie ich da in meinen normalen Abenteuerklamotten (schwarze Jeans, schwarzes Hemd, Field Jacket) rumstand und die Schutzfolie des Armbands befummelte, dann griff er unter die Theke und warf mir ein Pressekit zu. „Hier, das werden sie brauchen. Brauchense doch bestimmt noch ne Fotoerlaubnis.“ Zum Glück schaltete ich schnell genug. „Aber sicher, Kollege mit der Kamera kommt noch“. Ich bin mir fast sicher, ihn im Weggehen sagen gehört zu haben „Presseheinis, immer das Gleiche. Die erkenne ich überall.“ Anscheinend sehe ich genauso abgerissen und schlumpfig aus wie der durchschnittliche Käseblattschreiber. Nun gut, wenigstens nicht wie ein Touri.

Zack, hatte ich eine Foto- und Filmerlaubnis. FÜR ÜBERALL.

Dass sollte später noch eine Rolle spielen, aber zunächste erlebte ich mit diesen beiden Damen mein blaues Wunder.

——————————————————————

Die Geschichte vom Blauen Wunder

Die Römer hatten einen besonderen blauen Farbstoff, der Tücher intensiv blau färbte und von Wasser nicht ausgewaschen wurde. Dieser Farbstoff färbte aber nur, wenn das Färbegut in Urin eingelegt wurde, und zwar mehrere Wochen. Wenn also blau gefärbt werden sollte, tranken alle Färber erstmal Unmengen Bier und Wein, damit sie Wasser lassen konnten wie die Elche. Daher kommt der Ausspruch „Der ist ja blau“, wen jemand zuviel Allohol getrunken hat. Dann wurden Tücher und Pigment mehrere Wochen in Urin eingelegt, und wenn die Tücher dann wieder herausgeholt wurden, waren sie – grün! Der Farbstoff reagierte erst mit dem Sauerstoff in der Luft. Wenn man die grünen Tücher zum Trocknen aufhängte, wurden sie plötzlich blau. Daher kommt der Ausdruck „Ein blaues Wunder erleben“. Während die Tücher trockneten und blau wurden, hatten die Färber nichts zu tun und gingen nach Hause. Daher kommt der Ausdruck „blau machen“.

Ich liebe Etymologie, habe ich das schon mal erwähnt?
————————————————————

Dann ging es ins einzige in Deutschland erhaltene Amphitheater. Dort wurde „Herkules und die Macht des Bösen“ gegeben. In den Hauptrollen: Thorsten Nindel (Zorro aus der „Lindenstrasse“), Katy Karrenbauer („Der Frauenknast“) und Isaac Boateng, der einen sehr coolen Nubier spielte. Das Stück war hervorragend geschrieben, toll gespielt und wirklich szenisch und für den Ort gemacht inszeniert. In die Spielhandlung eingebettet waren Kampfeinlagen von der Kampfschule für Gladiatorenkämpfe in Mailand, und der weltbeste Pferdestuntman ritt und sprang auf Pferden durch die Arena, dass es nur so staubte. Auf meinem VIP-Platz in der ersten Reihe bekam ich wirklich viel Staub ab, aber auch Karry Katenbauer von sehr Nahem zu sehen. Die war mir schon im Junglecamp sympatisch, und MAN kann die spielen. Es ist nicht ganz einfach, ein Amphitheater mit Präsenz zu füllen, aber Frau Karrenbauer schafft das – kein Wunder, dass Sie schon zum zweiten Mal beim Brot&Spiele-Ensemble dabei ist.

Kaiserin Faustina paktiert gegen Marc Aurel

Einmal saß sie fast auf meinem Schoß. Ist aber nicht so mein Typ, sonst hätte ich vielleicht mal probiert, ob mir mein VIP-Status auch Zugang zu ihrer Garderobe verschafft hätte.

Commodus (der aus „Gladiator“) wird von Philosophie eingewickelt.

Thorsten Nindel als Avidius Cassius, der gerne Kaiser anstelle des Kaisers werden würde.

Das Presseschild reichte auf jeden Fall aus um in der Pause hinter die Kulissen zu kommen, während der Vorstellung unter den neidischen Blicken der Umsitzenden fotografieren zu können (sonst streng verboten), in alle weiteren Attraktionen umsonst reinzukommen und ungewöhnliche Perspektiven einzunehmen.

Das folgende Bild ist trotzdem nur ein Screenshot der Brot und Spiele Website, so gut ist meine Minikamera im Dunkeln nicht.

Nach der Vorstellung ging es in die unterirdischen Gänge der Kaiserthermen, in die mystische Nacht.

Blue Moon (der zweite Vollmond innerhalb eines Monats) über den Kaiserthermen in Trier.

Kerzen flackerten in den Mauern, Scheinwerfer und Nebel tauchten alles in seltsames Halblicht. Im Dunkel raunten Gedichte aus versteckten Lautsprechern, und immer wieder erklang aus Nebengängen Musik, zu der Bauchtänzerinnen ihre Kunst darboten.

Im Anschluss führte ich noch einen Kneipentest durch. Ergebnis: Im Fetzenreich kann man gut abstürzen, aber nicht ohne neue Geschäftsmodelle auszuhecken (die auch bei Tage noch Sinn ergeben) und zu erfahren, wie man in die verschlossenen Räume des Vatikans kommt. Den letzteren Tip muss ich irgendwann ausprobieren!

Am nächsten Morgen schwang ich mich auf die Kawa, die den letzten Tag im Fahrradschuppen des Hotels gestanden und in einer Gruppe Seniorinnen neue Verehrerinnen gefunden hatte, und düste rüber nach Luxemburg. Dort gibt es einen Ort namens Wasserbillig, wo es auch Benzin billig gibt. Luxembourg, die Hauptstadt, ist ein skurriles Ding. Der Kernort liegt unter dem Bodenniveau, auf einem Plateau, umgeben von tiefen Gräben, geschützt von Festungsanlagen. Die Felsen sind ausgehöhlt und konnten die ganze Bevölkerung aufnehmen. Niemand hat Luxembourg, den Igel unter den Städten, je einnehmen können. Niemand ausser Napoleon, aber der hat ja ALLES besiegt.

Über der historischen Altstadt, in der u.a. Frank Elsner in einem kleinen, aber fies teuren Haus wohnt, thronen die futuristischen Gebäude des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte und der Banken. Luxemburg hat viel, viel Geld. Das sieht man überall, am Preisniveau, an den Gebäuden, und an der Kultur. Eine Marilynausstellung, hell yeah!

Mit mehr Zeit hätte ich mir noch das Staatsmuseum angesehen, was angeblich seinesgleichen sucht. Jeder Besucher bekommt einen RFID-Chip, der bei Annährung an die Exponate zielgruppengerechte Infos in der richtigen Sprache auf den interaktiven Schildern anzeigt. Wissenschaft FTW!

Leider war die Zeit aber begrenzt, also querte ich das Land nur einmal von Süd nach Nord durch die legendären Sandsteinformationen der Müllerthäler in der luxemburgischen Schweiz (dauert nur ca. 45 Minuten). Dann ging es zurück nach Hause, was leider ebenso anstrengend war wie lange dauerte – die Genossen Passat- und SUV-Fahrer fuhren sich wieder eine Naht zusammen, dass es zum Mäusemelken war. Irgendwann haben die Lowperformer eine Vollsperrung verursacht, woraufhin mir das Navi eine Bundesstrasse rechnete. Dauerte zwar wesentlich länger, aber wenigstens lagen viel tolle Landschaft und ein Gasthof mit leckerem Essen am Wegesrand.

War in der Summe ein nettes Wochenende. Auch wenn ich heute noch dafür verspottet werde, weil ich mir kein Autogramm von Baty Karrenaua habe geben lassen.

Kategorien: Motorrad, Reisen | 9 Kommentare

Beitragsnavigation

9 Gedanken zu „Trier (2012)

  1. Sehr sehr schöner Artikel, dankeschön! Und super geschrieben, da warst du ja voll im Fluß, hm?
    Zum Museum in Luxemburg: das RFID interessiert mich, gibt’s da irgendwo Infos dazu? Eine kurze Suche danach ergab genau nix 😦
    Und noch eine Frage: warst du allein unterwegs?

    Liken

  2. Dankesehr! Ich wollte den jetzt weg haben bevor noch mehr anfällt, zu dem ich nicht komme. Das ist das Problem bei Kurzreisen: Man erlebt so viel in so kurzer Zeit, dass man ROMANE darüber schreiben könnte.
    Ich war in der Tat allein unterwegs, in den Kneipen Triers und in Luxembourg waren die Freunde aus Trier dabei.
    Einer der Trierer hat mir auch von den RFIDs erzählt. Die haben das wohl schon ewig, er erzählte, dass das Museum die Technologie schon vor fast zehn Jahren einsetzte. Damals so, dass es zwei Sorten Chips gab, die in die Besucherschilder verbaut waren: Einmal für Kinder und eine Sorte für Erwachsene. Die Exponate sind mit Bildschirmen versehen, die bei Annäherung entweder kindgerechte oder auf Erwachsene zugeschnittene Informationen offerieren. In späteren Jahren kam dann wohl noch die Internationalisierung hinzu.

    Liken

  3. mittenmank

    Neid. Tolle Reise!
    An der Schweizer Garde vorbei in den Vatikan kommt man zum Beispiel, wenn man den Deutschen Friedhof (campo tedesco?) besichtigen möchte. Einfach lieb fragen.

    Liken

  4. Mittenmank: Danke für den Hinweis. aber den Weg kannte ich schon. Der andere führt in… tiefere Regionen 🙂

    Liken

  5. Toll geschriebener und sehr interessanter Bericht! Vielen Dank dafür! 🙂

    Besonderen Dank für den etymologischen Exkurs. Ich finde das furchtbar spannend und schlage so Dinge oft nach. Das mit dem Urin beim Färben wusste ich und auch, dass dort ‚blau machen‘ seinen Ursprung hat, aber wie faszinierend, dass dieser Vorgang direkt 3 Redewendungen geprägt hat, die heute noch überaus gebräuchlich sind. 🙂

    Trier und Luxemburg habe ich auch beide auf der Liste der Orte, die ich gerne mal sehen würde – dein Artikel hat mir jetzt erst recht Lust darauf gemacht.

    Liken

  6. *Häkchenvergessenhmpfzusatzkommentar*

    Liken

  7. wenn ich denn ab morgen ein kleines Wohnmobil gehabt hätte wäre diese Richtung auch eine für mich.aber dazu später mehr.
    das mit dem „schlimmen Fall von toten Römern“ finde ich sehr schön, das passt in Köln übrigens auch sehr schön 🙂

    Liken

  8. Katja: Grazie – und beide Orte solltest Du Dir mal ansehen, lohnt sich wirklich!

    Markus: ???

    Liken

  9. deshalb: http://noch-ein-markus.blog.de/2012/09/07/versuch-wohnmobil-kaufen-14691773/
    aber ich komm da doch irgendwann mal hin … 🙂

    Liken

Kommentar verfassen (und sich damit mit der Speicherung von Daten einverstanden erklären, siehe "Rechtliches & Kontakt")

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

Bloggen auf WordPress.com.

%d Bloggern gefällt das: