Motorradreise 2012, Tag 2: Frühstück Deluxe und Unterwältigung in München

Herr Silencer war im Juni 2012 mit dem Motorrad in Europa unterwegs. 4.500 Kilometer, über 30 Orte, 16 Tage. Dies ist das Tagebuch der Reise. Zweiter Tag, erste Station: Essen, Netzhautkalorien, schlechte Kunst und die bayerische Landeshauptstadt.
Die hat ein Problem. Oder auch 1.378.316.

2. Juni 2012, München, Bayern
An diesem Morgen weckt mich der Duft von frischem Kaffee. Frau B. hat dem Wiesel (oder auch „D´m Wiesl“, wie es sich in bayerischen Gefilden gerne nennt) ein „Frühstück Deluxe“ im Garten angerichtet, und ich darf ausnahmsweise daran teilhaben. Kaffee, Saft, frisches Obst, Croissants, frisch gebackene Brötchen, Wurst Käse, Joghurt, Nutella… Gegen diesen Frühstückstisch ist das Frühstücksbuffet vieler Hotels ein Armutszeugnis.

Noch ist der Tisch quasi leer, bald biegt er sich unter Köstlichkeiten. Ein Frühstück Deluxe, mitten im grünen Garten. Es duftet nach Blumen, und eine Amsel guckt neugierig aus dem Baum.

Nach ausgiebigem Gelage in der morgendlichen Sonne geht es gegen Mittag mit der U-Bahn in die Münchner Innenstadt. Gemeinsam mit Frau B. und d´m Wiesl geht es über den Viktualienmarkt (Viktualien = Lebensmittel), auf dem in einer großen Vielfalt die unterschiedlichsten Waren angeboten werden. Pesto, Obst, Gemüse, Wurst, Käse, frisch gepresster Saft – das Angebot ist riesig, und überall duftet es verführerisch.

Brunnen auf dem Viktualienmarkt. Gearbeitet wird in München so selten, dass jedem, der es versehentlich doch tut, ein Denkmal gebaut wird.

D´s Wiesl bleibt natürlich am Hofbräuhaus hängen, aber für ein Bier ist es mir noch zu früh. Genau gegenüber des Hofbräuhause gibt es ein anderes Traditionshaus: Das Hardrockcafe. Auch das wird natürlich besucht.

Unterwältigend klein, voller Ramm-Tamm-Tamm und Touristen: Das Hofbräuhaus.

Für NUR FÜNF EURO darf man einen echten Hofbräuhausgolfball mit nach Hause nehmen!!!111!!einself!!

Die Beliebigkeit der Postmoderne: Gegenüber des Hofbräuhauses ist das Hardrockcafe.

D´s Wiesl will Kalesco unbedingt ein Shirt mitbringen, aber mal ehrlich: Sowas bekommt man nicht geschenkt, sowas muss man selbst vor Ort kaufen.

Anschliessend stöbern wir durch Schubecks Fressviertel. Das nenne ich so, weil in mehreren Strassen ein Geschäft von Koch Alfons Schubeck am nächsten klebt. Schubecks Tee, Schubecks Gewürze, Schubecks Schokolade,… dem Mann gehört gefühlt ein eigenes Viertel in der Münchner City.

Schuhbeckviertel in der Münchner City.

Wir besuchen Dallmayr, ebenfalls ein Feinkostladen. Da sollte man am besten mit geschlossenen Augen durchgehen, denn schon vom Anblick der Leckereien nimmt man zu. Ja, echt. Kalorienaufnahme über die Netzhaut. Die folgenden Bilder sollte daher auch niemand ansehen.

Zu sehen gibt es ganz viel, auch so originelle Dinge wie Keksbaukästen im Glas oder die Kaffeetheke, die jeder aus der TV-Werbung kennt.

Im Original ist sie übrigens unterwältigend klein:

Nach dem Gang durchs Fressviertel schauen wir uns nach ein paar Gebäude an. Das Münchner Wahrzeichen, die Frauenkirche mit den beiden Zwiebeltürmen, die in keiner Stadtsilhouette fehlen darf, ist übriges von Innen so beeindruckend eine Parkhaus. Insbesondere die Sakristei versprüht den Charme einer Klassenzimmers aus den 70er Jahren. Das einzig coole Teil am ganzen Gotteshaus ist sie hier, und ich muss bei Gelegenheit nochmal nachgucken, wo in der Bibel Drachen vorkommen:

Während ich mir Sakralbauten ansehe, sorgt d´s Wiesl auf den Strassen von München für gute Laune (aber nur bei Touristen, Müncher können sich an nichts erfreuen):

Danach stromere ich allein durch die Stadt, Frau B. und d´s Wiesl gehen andere Wege. Ich lasse mich treiben, immer weiter in Richtung Museumsviertel, und denke darüber nach, warum ich die ganze Zeit so ein komisches Gefühl in dieser Stadt habe. Ich fühle mich hier nicht wohl, kann das aber nicht genau festmachen. Dann höre ich einen aufheulenden Motor, ein lautes Hupen und quietschende Reifen. Und dann weiß ich, was mir hier Unwohlsein verursacht.

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Die Geschichte der Münchner
München, das darf ich an dieser Stelle nicht verhehlen, ist keine liebenswerte Stadt. Folgerichtig mag S
ich sie auch nicht besonders. Das liegt vor allen Dingen daran, dass München voller Münchner ist. Keine Ahnung, warum die nicht ganz rund laufen. Mag ein einzelner Münchner noch erträglich sein, in Gruppen sind gemeine Münchner aber vor allem das: GEMEIN. Nun gibt es viele gemeine Menschen auf der Welt, aber die Münchner sind da was besonderes, denn Sie vereinen drei unerfreuliche Wesenszüge zu einer widerlichen Melange. Das beginnt mit dem Auftreten, das stets zwischen Überheblichkeit und Verachtung schwankt.

Hacked in Real Life: Die Blaue Zone wird zum Refugium des Dark Knight.

So, wie man in Münchner Geschäften und Restaurants bedient wird, habe ich das in der Form noch nirgends anders erlebt. Egal ob im Restaurant oder im Schuhladen, stets wird einem unmißverständlich klar gemacht, dass man erstens stört und zweitens die Bedienung unfraglich zu Höherem berufen ist, und sich deswegen schon mal gar nicht mit Kunden abgeben muss. So stelle ich mir das in Hollywood vor, wo ja auch jede Kellnerin ein unentdeckter Star ist und jeder Tankwart ein geniales, aber unentdecktes Drehbuch in der Schublade hat. In Restaurants hat das übrigens für Auswärtige einen ausgleichenden Effekt. Münchner Restaurants sind unfassbar teuer, aber da die Bedienung Arbeitsverweigerung betreibt (weil sie sich so selten blicken lässt, kann man maximal die Hälfte von dem bestellen, was man gerne hätte. Davon wird dann nochmal die Hälfte vergessen), bleibt die Rechnung in der Summe doch normal.

Zur Überheblichkeit kommt noch ein überaus aggressives Verhalten, das sich meist latent spüren lässt, sich aber auch spontan entladen kann. Das kann das unkontrollierte Rumbrüllen in der Fussgängerzone genauso sein wie der Versuch, eine Fussgängerin zu überfahren, die 100 Meter weiter die Strasse quert. Ich habe das live miterlebt: Plötzlich fängt ein, bis dahin normal fahrendes Auto, an zu hupen und wie irre zu beschleunigen. Die Fussgängerin sprang verschreckt wieder zurück. Das ist der dritte Wesenszug der Münchner: Sie sind Gartenzwergig bis zum geht nicht mehr. Wenn irgendwas nicht ordentlich nach den Buchstaben des Gesetzes läuft, wird draufgehalten, um mal Zucht und Ordnung wieder herzustellen. Und wenn es dazugehört, eine Fussgängerin, die den Zebrastreifen nicht benutzt, mittels eines Überfahrversuchs wieder auf Linie zu bringen. Die wird schon sehen was sie davon hat.

So sind sie, die Münchner: Überheblich, aggressiv und gartenzwergig, was in der Summe nicht nur unangenehm, sondern gefährlich ist. Insbesondere dann, wenn der gemeine Münchner mit seinem Stadtauto (BMW X6, Audi Q7, Hummer) unterwegs ist. Damit stehen die Münchner auf der Widerwärtigkeitsskala noch eins unter den Schwaben, und DAS muss man erstmal schaffen.
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Das alles geht mir durch den Kopf, während ich durch die Stadt streife. Mein Ziel ist die Pinakothek der Moderne, die unter einem Dach ein Kunst- und Designmuseum beherbergt. Dem guten Ruf der Münchner Pinakotheken gemäß erwarte ich, GROSSES in dem protzigen Bau vorzufinden – und bin von den Ausstellungen absolut unterwältigt.

Das liegt im Designbereich am Fehlen eines vernünftigen roten Fadens, wie ich ihn bei Stylectric so bewundert habe. Dort wurde vernünftig kuratiert, oder wie auch immer das heisst, was Kuratoren so machen, ich meine damit: Alles wurde erkennbar ineinandergreifend zusammengestellt.

Im Designbereich der Pinakothek der Moderne wirkt die Platzierung der Exponate dagegen beliebig, eine Verbindung ist, zumindest für mich, nicht erkennbar. Da stehen alte Rechner neben Autos, dort eine Teekanne neben einem Radio, daneben Prototypen von BMW-Motorrädern. Erklärungen gibt es keine, zumindest nicht in Form von Texten, und ich gehöre nicht zu den Leuten, die genug Lebenszeit für Audioguides haben. Ausserdem ist alles sehr läppisch präsentiert – gelegentlich fühlt man sich, als sei man in einer IKEA-Ausstellung. Das das ganze Untergschoß voller Sperrmüll aus den 60ern steht, trägt entscheidend zu diesem Eindruck bei.

Nicht viel besser sind die Austellungen im Obergeschoß – „PABLO PICASSO, MAX BECKMANN, WILLEM DE KOONING: FRAUEN“, schlagzeilt es in Kapitalien Kapitalisten Großbuchstaben. Fotografieren verboten, teurer Eintritt, ha, da muss ja der RICHTIGE Schweinkram hängen!

Tut es leider nicht. Beckman und De Koonig können nicht für fünf Cent malen, und warum da jetzt drei Punkte und fünf Striche mit „Frau am See beim Menstruieren“ oder so ähnlich betitelt sind, erklärt auch kein Text. Das Erklären nur die Führerinnen durch die Ausstellung, aber, ganz ehrlich, diese Kunstwerke gefallen mir nicht, die will ich auch nicht erklärt haben. Dabei lehne ich das nicht generell ab – das Peggy-Guggenheim-Museum in Venedig hängt ebenfalls voll abstrakter, moderner Kunst, aber mit der kann ich was anfangen. Mit diesem Zeug hier aber nicht.

Trotzdem stehen Münchner in der Gegend die „Oh“ und „Ah“ machen, als würden sie einen Botticelli betrachten. Ich bin mir sicher: DIE TUN NUR SO ALS OB SIE DAS GUT FINDEN.

Für mich keine Kunst: Tote Katze auf Tisch. Bestimmt lacht der Urheber noch heute, dass er diesen Müll als Kunst verhökern konnte und sich andere Leute nun fragen, was er dabei gedacht hat.

Ja, vielleicht bin ich in der Beziehung ein Kunstbanause, aber ich habe immer, wenn ich im Museum ein Krakelbild oder einen vollgerotzen Küchentisch mit einer toten Katze drauf sehe, das Gelächter des „Künstlers“ im Ohr, wie der kranke Mistkerl sich darüber kaputtlacht, dass er so einen Mist als Kunst an Deppen mit mehr Geld als Grips verhökern konnte. Bah.

Der schönste Beitrag zum Thema Frauen findet sich in einem Postershop, ein paar hundert Meter vom Museum entfernt. Im Ernst, das ist besser als alles, was in der Pinakothek der Moderne hängt.

Nach dem unterwätigenden Erlebnis gucke ich mir ein wenig die Innenstadt an (alles voller Müncher!) und versuche Schnürsenkel zu kaufen. 110 Zentimeter lang sollen sie sein, und dunkel. In der Münchner Innenstadt ist das ein aussichtsloses Unterfangen. Schnürsenkel in Neonfarben, nachtleuchtend oder mit Glitzer – ja. Schwarze Schnürsenkel? Nein. In den meisten Schuhläden gibt es nicht mal Schnürsenkel, weil Münchner SchickiMicki-Mode-Ballerina-Pumps-Bumsfallera-Stückerlschuhe halt nicht geschürt werden.

Mein Weg durch München: Allein 15 Kilometer Innenstadt auf der Suche nach Schnürsenkeln. (Kartenmaterial Google Maps/Navteq)

Als ich ENDLICH, nach 9(!) Versuchen und zig gelaufenen Kilometern einen vernünftigen Laden finde und sogar dessen Belegschaft aus Ihren Privatgesprächen reissen kann, erfahre ich, dass es diese Länge gar nicht zu kaufen gibt. Super, München. DU bist also die Stadt, die nicht mal in der Lage ist, Schnürsenkel anzubieten. Aber mit Größe prahlen, das können die kleinpimmeligen Münchner. Zum Beispiel, in dem sie – ganz sinnfrei, den zweitgrößen Post-It, den ich je gesehen habe, auf ein Krankenhaus kleben:

Abends geht es dann in das Sportgebiet von München, wo ich auch Frau B. samt Begleitung und ein sehr verwöhntes Wiesl wieder treffe. Dort finden sich neben den Olympiaanlagen von 1972 (die München wie sonst keine andere Olympiastadt weitergenutzt und sogar erweitert hat), sondern auch die Zentrale von BMW, die alleine ein ganzes Viertel einnimmt. Natürlich leistet man sich ein Pendant zur Wolfburger Autostadt: In einem futurstischen Gebäude sind aktuelle BMW-Modelle ausgestellt.

Über frei im unter der Decke und im Raum schwebende Brücken werden besonders hochkarätige Fahrzeuge zur Übergabe an eine besonders zahlungskräftige Kunden vorgefahren.

D´s Wiesl und ich fahren nicht vor, sondern aufwärts.
Im Olypmpiaturm geht es mit dem Fahrstuhl mit 7 Metern pro Sekunde aufwärts. Das fühlt sich sehr schnell an, letztlich sind es aber „nur“ 25 km/h. Auf 182 Metern befindet sich ein Luxusrestaurant, bei dessen Erwähnung Frau B. feuchte Augen bekommt, weil es dort das beste Essen von München gibt. Das sehr junge Paar die mit uns im Fahrstuhl gefahren sind, lassen wir ausssteigen und durch den Samtvorhang entschwinden. Die Beiden sehen aus wie verkleidete 14jährige, vermutlich hat er all sein Taschengeld gespart, um sie jetzt hier auf eine Fanta einzuladen. Niedlich.

Wir wollen aber höher hinaus und fahren ein paar Meter weiter nach oben. Knapp 10 Meter über der Restaurantebene ist eine rundum verglaste Besucherplattform, die zudem ein Rockmuseum beherbergt. Hier ist d´s Wies´l nicht zu bremsen – seitdem es Rocko Schamoni kennengelernt und aus der Hose von Kay Ray hängen durfte (HIER der ganz Artikel dieses irren Abenteuers und wie das Wiesel die AIDA CARA für sich einnahm), ist es eine kleine Promihure. Zum Glück sind Freddie Mercurys Hose und Madonnas Top hinter Glas, aber zumindest auf Elton Johns Klavier schafft es das Wiesel, nachdem es zuvor geifernd vor Bildern von P!NK und Kylie Minogue hing. Ach nee, das mit dem Geifern war ich, das Wiesel hing da nur vor.

Das Wiesel vor den Klamotten, die Madonna im Video zu „American Pie“ trug.

Das Wiesel vor Freddy Mercurys Hose. Der Mann war ganz schön klein.

Einmal Elvis aus der Hose hängen!

Vor Elton Johns Spiegelklavier.

Kylie!!

S´ Wiesl ist aus dem Rockmuseum fast nicht mehr weg zu bekommen. Erst als es eine Rakete entdeckt und mit der zum Mond fliegen will, ist Madonnas Unterwäsche vergessen.

Zur großen Enttäuschung des pelzigen No-brainers geht der Plan mit der Rakete nicht auf, aber den Wunsch, dem Mond, der schon am Himmel sichtbar wird, näher zu sein, der kann erfüllt werden.

Die höchste Besucherplattform ist auf 192 Metern. Dort ist es ganz schön windig, aus Richtung Süden riecht es nach Fäkalien und aus Osten nach Fisch. Aber es gibt einen fantastischen Ausblick über die Sportanlagen am Fuße des Turms und über die ganze Stadt. Von dort oben ist München fast erträglich.

Die Konzernzentrale im BMW-Viertel. Diese ganze Stadt ist aufgeteilt unter Unternehmen.

Diese Kleinstadt ist das olympische Dorf von 1972. Ich dachte immer, das wäre eine Containerburg gewesen, aber das sind richtige Hochhäuser mit kompletten Wohnungen!

Und das Wiesl? Nun, das ist ja bekanntlich frei von Höhenangst und hat seinen Spass. Zumindest so lange, bis es wieder eine Rakete entdeckt, mit der es zum Südpol fliegen will.

Als das nicht funktionert, ist es wieder fürchterlich enttäuscht und wird ganz knurrig. Mir reicht das, ich mag kein knurriges Wiesl und ich finde es auch nicht gut, wenn es in so luftiger Höhe Faxen macht, und so fuhren wir wieder runter. Am Ausgang bekommt das Wiesl aber wieder schlagartig gute Laune, weil es einen neuen Freund findet:

Ich lasse die beiden spielen und gehe mit Frau B. und Co. ins „Ziegelhaus“, wo wir weniger essen als intendiert, weil die Bedienung -natürlich- besseres zu tun hat als sich um uns zu kümmern. Ich esse Burritos, Jalapeno Poppers und Mozzarella Sticks, dazu gibt es ein dunkles Löwenbräu. Ein schöner Ausklang des Tags in München. Und Morgen geht es dann RICHTIG los. Die Überquerung der Alpen steht bevor. Aufgeregt bin ich nicht, sondern so erschöpft, dass ich sofort einschlafe. Keine Ahnung wie viele Kilometer ich insgesamt durch München gelaufen bin, aber sicher eine Menge. Genau sagen lässt sich das nicht, weil in dieser Stadt der GPS-Tracker zeitweise nicht funktioniert hat.

Im nächsten Teil: Über die Berge und auf den Kiwibauernhof

Kategorien: Motorrad, Reisen | 9 Kommentare

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9 Gedanken zu „Motorradreise 2012, Tag 2: Frühstück Deluxe und Unterwältigung in München

  1. Boah, was für ein langer, spannender Bericht! Dagegen sind meine Beiträge zum großen Abenteuer ja Kinderkram…
    Vielen Dank fürs an mich denken beim Hard Rock Cafe, ich stimme zu, dass man sich die Shirts selbst “erarbeiten“ muss! Ich war auch schon beim HRC in München, ohne einzukaufen. Mittlerweile habe ich das Sammeln der Shirts schon aufgegeben, da sie zumindest in der großen Anzahl nicht in meine Garderobe passen.
    Deine Beschreibung der Münchner erinnert mich an Wiener, die solltest du dir vergleichstechnisch auch mal geben…
    Der Hl. Georg (der Drachentöter) ist der Schutzheilige meiner Dorfkirche, cool, oder? 😉
    Die Reflexion des Bauches im Spiegelklavier ist ein bisschen … abstossend.

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  2. Kein Kinderkram – Du beherrscht die Kunst Dich kurz zu fassen. (Kann ich auch, wollte ich hier aber nicht ;-))

    In Wien war ich noch nicht, aber ich habe schon Wiener kennengelernt und muss zugeben, dass ich die Verwandtschaft im Geiste auch schon gesehen habe.

    Bei den HRCs gings mir auch irgendwann so… ich habe das Sammeln auch aufgegeben. Irgendwann ist man wohl aus dem Alter raus.
    Tja… der Bauch. Du bemerkst aber auch Dinge…. zumindest ist es NICHT meiner.

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  3. Ist das nicht eine Drachtöterin?

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  4. schön, dir geht es mit den Münchenern wie mir mit Frankreich und den Franzosen.
    und: Kunst ist, wenn man geld dafür bekommt.
    🙂

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  5. Ursus

    Aber schon traurig, wenn man in die Pinakothek geht und einem (wieder) bewusst gemacht wird, dass die Kunst an der Kunst ist, dass man einen Dummen findet, der einem Geld dafür gibt…

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  6. DAS ist die beste Definition für diese Art Kunst die ich bisher gehört habe. Danke, Ursus!

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  7. Ich wollte eigentlich gerade schreiben, dass das mit dem Drachen auch der Erzengel Michael sein könnte, der den Teufel in Gestalt eines Drachens besiegt hat, weil, soweit ich weiss, der heilige Georg, jener ist, der häufiger auf einem Pferd sitzt, wenn ein Drache im Spiel ist, wohingegen Michael oft auf dem Drachen steht, aber bei der Frauenkirche ist es tatsächlich Georg (Wikipediaklick).

    Gibt es bei den Golfbällen aus dem Hofbräuhaus irgendeinen Clou, weswegen es gerade Golfbälle sind, die sie verkaufen? Sind Golfbälle mit bestimmten Aufdrucken die neuen Stocknägel, wie mein Opa sie noch sammelte?

    Solche seltsame moderne ‚Unkunst‘ macht mir oft ein seltsames Gefühl im Magen. Besonders, wenn ich die gemeinsam mit jemandem anschaue, der, nur weil zufällig das Etikett ‚Kunst‘ darauf klebt, anfängt, da auch irgendwas Besonderes drin zu sehen. Der Logik folgend, dass es ja sonst schließlich keine Kunst wäre.
    Ich folge dann auch immer Ursus Definition, dass das weniger Kunst als mehr Geschäftstüchtigkeit ist, jemanden glauben zu machen, es sei Kunst.
    Ich hab ehrlich mal minutenlang auf einer Parkbank in einem Skulpturenpark gesessen und fassungslos das direkt gegenüberstehende Exponat, bei dem es sich um zwei Gartenstühle, die sich gegenüberstanden, handelte, betrachtet. Ich wollte erst gar nicht glauben, dass die zur Ausstellung gehörten, aber sie hatten eine offizielle Plakette. Die Parkbank, auf der ich saß, fand ich persönlich wesentlich künstlerischer.

    Vielen Dank für’s Mitnehmen nach München und deine interessante Schilderung deiner Eindrücke! Ich freue mich schon auf den nächsten Teil. 🙂

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  8. Ursus

    Wären die beiden Gartenstühle in der Pinakothek an die Decke geschraubt gewesen (am besten mit dem Titel: „Australischer Garten“) hätte mir das evtl. sogar ein Lächeln entlockt.
    Ich finde, bei Kunst sollte zumindest erkenntlich sein, dass sich der Künstler selbst in das Kunstwerk eingebracht hat.
    Wenn dem bei Tote Katze auf Tisch oder bei Katjas Gartenstühlen der Fall war, dann finde ich das schon bedenkenswert … also vielleicht doch wieder Kunst … weil man darüber nachdenkt ;-P

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  9. 🙂

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