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Momentaufnahme: September 2013

30 Sep

Herr Silencer im September 2013
Ich gehe heute nicht vor die Tür.

Wetter: Die ersten fünf Tage noch einmal Sommer mit 25 Grad, dann bäh mit morgens teils um die 4 Grad und zugefrorenen Scheiben, Tagsüber 14-19. Wenig Regen.
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Lesen:


Robin Sloan: Mr Benumbra´s 24-hour Bookstore [Kindle Edition] Nachdem auch die letzten seiner tollen Projekte und Start-Ups an den Baum gefahren sind, fängt ein Hipster in einem skurrilen Buchladen in San Francisco an. Kundschaft ist in Zeiten von Kindle und iPad rar, aber wenn welche kommt, muss sie sofort bedient werden. Mit Büchern, nach denen die Leser verlangen wie Drogenabhängige. Und die der Hipster nicht lesen darf.

Noch nicht mit durch, liest sich aber herrlich – gerade wenn man die Web-Branche kennt.
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Hören:

Young in the 80s

Christian und Peter Schmidt Young in the 80s [Podcast]
Zwei Brüder (geboren 1977 und 1980) unterhalten sich über das Jahrzehnt in dem sie groß geworden sind. Hört sich in einem Elevatorpitch nach Sehnsucht-nach-gestern-Nostalgieblödsinn an, ist aber erstaunlich unterhaltsam. Das liegt unter anderem an der Mischung aus Anekdoten aus dem Schmidt´schen Haushalt und ziemlich Verklärungsfreier Analyse aus Erwachsenensicht. Hier wird also nicht hochgejubelt nach dem Motto „Früher war alles besser“, sondern sehr genau auch die abseitigen Dinge der 80er benannt (von denen es viele gab). Der Podcast erklärt zum Teil auch, warum meine Generation heute so ist wie sie ist.

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Sehen:

The World´s End [Kino]
Fünf alte Schulfreunde machen sich auf zu einem launigen Kneipenabend, am Ende steht der Weltuntergang.
Großartig. Vielleicht nicht ganz so großartig wie Shaun of the Dead oder Hot Fuzz, aber das kann sich noch ändern. Simon Pegg-Filme reifen im Abstand zur Betrachtung. Seine Darstellung des Loosers Larry King und die Zeichnung der anderen „Schufreunde“ hat etwas beklemmendes – solche Charaktere kennen wir älteren alle. Das ist sehr auf den Punkt und deswegen schon klasse.

Scarface [Watchever]
1980 öffnet Fidel Castro Cuba für „Familienzusammenführungen“. Mehr als 100.000 Menschen machen sich mit Booten auf in die USA. Mit an Bord: Verbrecher und geistig Kranke, die die Bootsbesatzungen mitnehmen müssen. Kurz darauf wird Miami von 25.000 kubanischen Verbrechern heimgesucht. Einer von ihnen ist Tony Montana, der sich skrupellos in der Gesellschaft nach oben mordet.
Bildungslücke geschlossen, denn diesen Gangsterfilm muss man kennen. Dafür, dass er in so vielen Filmen und Spielen zitiert wird, war ich dann doch erstaunt wie platt und uninspiriert Scarface oft daherkommt. Viel macht dabei auch die unfassbar schlechte Synchronisation kaputt, die wirkt, als hätte eine Horde Studenten die Tonspur aus besoffen und aus Jux eingesprochen.
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Spielen:

Splinter Cell: Blacklist [XBOX 360]
Agent jettet um die Welt und schleicht sich dauernd irgendwo rein um irgendwas zu verhindern. Dieser ganze Ami-Geheimdienst-Quatsch nervt mich mittlerweile unsäglich an, und wenn ich in den Raum mit den Datenanalysten komme, frage ich mich mittlerweile unweigerlich, wen die dafür alles Ausschnüffeln. Sicher, das Spiel ist poliert, schwer und die Spielmechanik gut gemacht. Das hat mich aber trotzdem nur bedingt motiviert.

InFamous [PS3]
Man nehme eine offene Spielwelt in einer Großstadt und verleihe der Spielfigur Superkräfte. Was aktuell bei „Saints Row IV“ gut funktioniert, hat dieser PS3-Titel 2009 vorgemacht. InFamous ist ein Spiel voller Gegensätze: Die Hintergrundgeschichte wird nur am Rande und viel zu langsam aufgerollt, kann dann aber immerhin mit Steampunk-Alchemisten aufwarten. Die Aufgaben sind repetitiv, lassen sich aber oft unterschiedlich lösen. Das Gut/Böse-Entscheidungsschema ist simpel, die Auswirkungen aber äußerst Spassig. Die Spielewelt ist groß, aber hässlich. Das Klettern ist nett, aber nicht gut umgesetzt. Trotzdem hatte ich einen Heidenspass. Superheld müsste man öfter sein.

Grand Theft Auto V [XBOX 360]
Tolle Welt, irre gemacht. Drei Hauptdarsteller-Konzept funktioniert großartig. Nur diesen Trevor, den will ich nicht spielen, der macht mir Angst.

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Machen: Die Größte Tagung aller Zeiten.

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Neues Spielzeug:
Nach dem teuren letzten Monat und dem anstehenden nächsten hat das Konto jetzt erst einmal eine Verschnaufpause.

 
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Verfasst von - 30. September 2013 in Momentaufnahme

 

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