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Reisetagebuch Rom 2013 (6): Engel und Sklaven

23 Nov

ebheaer

Im Oktober 2013 nahm sich Herr Silencer viel Zeit um Rom, die ewige Stadt, zu Fuß zu erkunden. Heute findet er dabei explodierende Engel. In weiteren Meldungen: Das Wiesel möchte so gerne eine Bestie sein.

Mittwoch, 23. Oktober 2013, Rom

Der Tag beginnt viel zu früh – nach dem langen, gestrigen Tag und nachdem ich in der Nacht noch bis um 2.00 Uhr Apple-Keynotes gucken musste, fällt mir das Aufstehen um 07.30 Uhr dann doch sehr schwer.

Der erste Weg führt mich auch heute Morgen ins Browns & Co., wo ich schnell im Stehen einen Caffé trinke und dann wieder durchstarte. Mein erstes Ziel heute: Die Engelsburg.

Das ist dieses seltsame Gebäude, dass vor dem Vatikan am Tiber steht und irgendwie wirkt wie ein gelandetes Raumschiff. Seine Architektur ist so seltsam, dass mir kein Gebäude einfällt, mit dem man sie vergleichen könnte. Wie eine große Trommel mit einem Kommandofenster sieht das Bauwerk aus, rundherum dicke Mauern und DARUM vier vorgezogene Fortezzas. Letztere sind im wesentlichen hohe Mauern mit Plattformen für Kanonen oben drauf.

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Tatsächlich handelt es sich bei der Engelsburg um das Mausoleum des Kaisers Hadrian. Er liess es schon zu Lebzeiten, um das Jahr 123, erbauen. Als er dann abgenippelt war, durfte er allerdings zunächst nicht darin bestattet werden – der Senat, mit dem er sich zeitlebens gezofft hatte, verweigerte zunächst die Beisetzung der Urne.

Später wurde das Gebäude als Festung genutzt. Dann als Baustofflager, denn ursprünglich war es Außen komplett mit weißem und Innen mit dem seltenen und wertvollen gelben Marmor ausgekleidet. Davon ist heute nicht mehr übrig, und auch vom ursprünglichen Bauszustand ist kaum noch was original. Die Grabstelle wurde über die Jahrhunderte immer wieder umgebaut und den Erfordernissen angepasst. Mal wollte ein Papst eine Loggia oder einen Aufzug darin, mal galt es, die Festungsmauern gegen und für moderne Waffentechnik aufzurüsten.

Der Eingang. Hier begrüßte einen Hadrian persönlich, in Gestalt einer sechs Meter hohen Statue.

Der Eingang. Hier begrüßte einen Hadrian persönlich, in Gestalt einer sechs Meter hohen Statue.

So sah das Mausoleum vermutlich früher einmal aus: Innen und Außen mit Marmor verkleidet und mit Statuen vollgestellt.

So sah das Mausoleum vermutlich früher einmal aus: Innen und Außen mit Marmor verkleidet und mit Statuen vollgestellt.

Wie ein Schihtkuchen: Die Ebenen des 50 Meter hohen Gebäudes.

Wie ein Schichtkuchen: Die Ebenen des 50 Meter hohen Gebäudes.

Der gefundene Aufgang zur Grabkammer. Die Löcher in den Wänden stammen von Metallklammern, die dort die Marmorverkleidung hielten. Die wurde als erstes geklaut.

Der gewundene Aufgang zur Grabkammer. Die Löcher in den Wänden stammen von Metallklammern, die dort die Marmorverkleidung hielten. Die wurde als erstes geklaut.

Ihren Namen hat die Burg von einem Papst, der krasses Zeug geraucht haben muss. Während draußen das Volk von der Pest dahingerafft wurde, hatte er Visionen von Erzengel Michael, der sein Schwert zurück in die Scheide steckt. Tatsächlich war die Pestepedimie bald vorbei, und in Erinnerung an das „göttliche Zeichen“ wurde die Festung in Castel Sant´Angelo umbenannt und flugs ein Engel mit Schwert auf´s Dach montiert. Was keine gute Idee war, oder zumindest war es keine gute Idee dem Marmorengel Schwert und Flügel aus Kupfer anzukleben. Dahin schlug nämlich der Blitz ein, was erst den Engel, und dann die unter ihm liegende Pulverkammer zur Explosion brachte.

Der nächste Engel war aus Marmor, gefiel aber keinem wirklich. Er wurde deshalb bald ersetzt, wieder durch einen aus Marmor. Der wurde bei einer kurzen Besatzung geklaut. Ein Ersatzengel aus Holz fand den Gefallen der Kirchenoberen nicht, also gaben sie bei einem Renaissancekünstler einen neuen Engel in Auftrag. Der wurde wunderschön, aber dooferweise erinnerte sich wohl niemand mehr an die Geschichte mit dem Blitz und dem Pulvermagazin, denn Version 5.0 hatte wieder Kupferflügel. Wer sich an seine Geschichte nicht erinnert, ist gezwungen sie zu wiederholen. Diesmal explodierte nur die Statue, und das auch nur teilweise. Sie ist heute noch im Innenhof aufgestellt.

Engel, Version 5.0. Mit Blitzeinschlag, aber wenigstens hat das Gebäude keinen Schaden genommen.

Engel, Version 5.0. Mit Blitzeinschlag, aber wenigstens hat das Gebäude keinen Schaden genommen.

Auf dem Dach steht ein Bronzenengel, der vergoldet war und einen schimmernden, silbernen Brustharnisch trug. Dadurch blendete er wohl heftigst, weswegen der Überzug wieder abgekratzt und durch Grünspan ersetzt wurde.

Die Kirche konnte sich das alles locker leisten. In der Engelsburg war auch der Kirchschatz untergebracht. Bis zu 3 Millionen scudi (?), in einer Kiste, die zu Öffnen es sechs Schlüssel bedurfte, die alle bei unterschiedlichen Personen waren:

Schatzliste: Hier drin wurde tatsächlich das Vermögen der katholischen Kirche aufbewahrt.

Schatzkisten: Hier drin wurde tatsächlich das Vermögen der katholischen Kirche aufbewahrt.

Bis zur eigentlichen Grabkammer ist der Weg in die Engelsburg Straightforward, spätestens beim Erreichen des Innenhofs auf dem Dach wird des dann aber konfus. Über die Jahrhunderte wurde hier an- und umgebaut, so dass es auf dem Dach mehrere kleine Gebäude, eine Kappelle und diverse Rundgänge sowie eine Galleria in einer umlaufenden Loggia gibt.

Escheresk: An und Umbauten machden das Obergeschoß zu einem skurrilen Sammelsurium von Gebäuden und Treppen.

Escheresk: An und Umbauten machden das Obergeschoß zu einem skurrilen Sammelsurium von Gebäuden und Treppen.

Die Kapelle.

Die Kapelle.

Loggia mit Rundgang.

Loggia mit Rundgang.

Sogar ein Café gibt es hier oben, und von hier hat man einen tollen Blick auf die Engelsbrücke, den Vatikan und den Rest von Rom. Das Wiesel ließ sich dann auch freudig den Wind um die Nase wehen.

Laubengang mit Café.

Laubengang mit Café.

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Besonders stark nutzte Papst Alexander, auch bekannt als Rodrigo Borgia, die Engelsburg. Natürlich nicht allein, sondern mit seiner ganzen Baggage. Er neigte ja dazu, alle Ämter mit Neffen zu besetzen, was zum Begriff des „Nepotismus“ führte. Zu seiner Familie gehörten auch zwei Personen, die bis heute bekannt und berüchtigt sind: Die direkten Kinder Cesare und Lucrezia Borgia. Ersterer war ein charismatischer Anführer, dem Niccolò Macchiavelli seinen „Il Principe“ widmete, letztere ist bekannt als Ehemannmordenes Politikinstrument und inzestiöses Lustobjekt.

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Die Borgia-Bande nutze die Engelbsburg sowohl als Liebesnest für familiäre Doktospielchen als auch als Schatz- und Folterkammer, Gefängnis und Zuflucht. Caterina Sforza, die tapfere Fürstin von Forlì, wurde 1500 hier eingesperrt – als sie 1503 entlassen wurde, hatte sie Zeitzeugen zufolge weiße Haare und war katatonisch. Kein Wunder, dass die folgenden Päpste versuchten durch An- und Umbauten des Gebäudes die Spuren der Borgia zu tilgen. Von einem Feature der spanischen Clique konnten sich aber niemand trennen: Dem Passetto Borgia, einem Geheimgang, der, getarnt als Verteidigungsmauer, von der Fortezza San Marco, der hinteren, linken Kanonenplattform der Engelsburg, bis in den Apostolischen Palast im Vatikan führt.

Der Passetto Borgia, der geheime Fluchtgang der Päpste, verläuft im Inneren einer Mauer vom apostolischen Palast bis zur Engelsburg.

Der Passetto Borgia, der geheime Fluchtgang der Päpste, verläuft im Inneren einer Mauer vom apostolischen Palast bis zur Engelsburg.

Die Mauer mit dem Geheimgang im Inneren verschwindet zwischen den Bäumen im Park des Castello.

Die Mauer mit dem Geheimgang im Inneren verschwindet zwischen den Bäumen im Park des Castello.

Verlauf des Geheimgangs zwischen Engelsburg und Vatikan.

Verlauf des Geheimgangs zwischen Engelsburg und Vatikan. (Klick macht groß!)

Eingang zum Passetto.

Eingang zum Passetto.

Im Laufe der Jahrhunderte ist mehr als ein Papst durch den Geheimgang in die Engelsburg oder aus dieser in den Vatikan geflüchtet. Besichtigen kann man den Passetto leider nicht, wie der Audioguide erläutert. Allerdings kann man wohl darin wohnen, in der Mauer gibt es anm einer Stelle etwas, das ein fensterloses Hotel zu sein scheint. Der Audioguide zur Engelsburg ist übrigens sehr empfehlenswert: Die Stationen sind klar gekennzeichnet, die Informationen sind gut sortiert und aufbereitet und die Übersetzung ist prima!
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Nach der Engelsburg steht noch eine Besichtigung auf dem Plan: Das Colosseum. Allerdings mit einer besonderen Führung: Während sich normale Besucher nur im äußeren Ring des Erdgeschosses und im ersten Stock bewegen, darf ich auch in die Arena, in den Keller (bzw. das Hypogäum, wo die Tiere kampfbereit gemacht wurden) und auf´s Dach (bzw. den kürzlich geöffneten dritten Ring).

Palmenfrüchte in der Stadt.

Palmenfrüchte in der Stadt.

Werbung überall: Man kann seinen Namen auf Nutellagläser drucken lassen. "Der Morgen hat einen neuen Namen: Ursula". Ähm.

Werbung überall: Man kann seinen Namen auf Nutellagläser drucken lassen. „Der Morgen hat einen neuen Namen: Ursula“. Ähm.

Apropos Plan, der macht mir ein Bißchen Sorgen. Auf dem ausgedruckten Gutschein, den ich dabei habe, steht lediglich, man würde sich am Ticketschalter am Nordeingang treffen. Der Gutschein lässt sich in ein Ticket umtauschen. Mehr Infos gab´s nicht.

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Pro Tag besuchen 16.000 Personen das Kolosseum, das Gedränge und Geschiebe im Untergeschoss kann man sich vorstellen, und es gibt nicht einen, sondern mindestens 10 Ticketschalter. Eine etwas präzisere Info zum Ablauf und zum Treffpunkt wäre sinnvoll, liess sich aber auch auf Nachfrage nicht in Erfahrung bringen. Das macht mich etwas nervös. Was aber völlig unnötig ist, wie sich herausstellt. Am Eingang zum Kolloseum gibt es drei Zugangsspuren ins Innere, Ordner weisen einen in die richtige Spur ein.

Leute mit Onlinereservierungen nehmen die mittlere Spur, laufen an den schlangestehenden Nichtreservierthabenden vorbei und kommen direkt zu Schalter Sieben, wo mein Voucher von einer rothaarigen Kassendame skeptisch betrachtet wird. Dann tippt sie was in den Computer ein, dreht den Kopt ruckartig zu mir, schwenkt dann zurück auf ihren Bidschirm und tippt noch einmal mit spitzen Fingern auf der Tastatur herum. Fast erwarte ich ein Littler Brittaineskes „Computer dice NON“ zu hören….

…stattdessen ruft die Kassendame die Aufsichtskraft. Die Aufsichtskraft guckt, dann holt sie den Chef aller Ticketschalter. Der holt einen Programmierer. Der tippt im Stakkato auf der Tastatur herum, zwirbelt sich den Spitzbart, zuckt mit den Schultern und geht weg. Der Rest der Truppe steht im Halbkreis um den Bildschirm herum, bis einer nach dem anderen auch mit den Schultern zuckt und weggeht. Nur die Kassendame bleibt und schiebt mir seufzend einen Aufkleber und die Eintrittskarte zu. Den Aufkleber muss ich mir auf´s Hemd kleben, darauf steht die Uhrzeit meiner Führung und „Meetingpoint 3“. Aha! so geht das also.

Die Eintrittskarte wird von einem Barcodescanner an mehreren Drehkreuzen gelesen. Hat man die hinter sich, geht man einfach immer weiter geradeaus bis zu den, mit großen Zahlen markierten, Treffpunkten.

Hier lang zum Meeting Point.

Hier lang zum Meeting Point.

An meinem Meeting Point stehen schon drei ältere Herrschaften, zwei Männer und eine Frau. Natürlich Amerikaner, diesmal aus Pennsylvania, aber wenigstens haben sie Humor. Les, der gesprächigere der beiden Herren, ist in Luzern aufgewachsen und spricht sogar deutsch. Oder was die Schweizer halt so deutsch nennen. „But, you know, since we are ugly americans, we expect everyone to speak english“, sagt er, und überhaupt käme er ja in Italien mit deutsch nicht weit. Ich erkläre ihm, dass, ganz im Gegenteil, er mit deutsch sogar recht weit kommt – sehr viele der älteren Männer in Italien waren Gastarbeiter in Deutschland und verstehen zumindest ein paar Worte, die meisten sprechen sogar sehr flüssig deutsch. Wenn man also irgendwo in Italien strandet und sich gar nicht mehr verständigen kann, dann sollte man den Dorfältesten aufsuchen, der stand evtl. bei VW am Fließband.

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Von Karen, seiner Frau und ehemaligen Französischlehrerin, erfahre ich, dass der Keller des Colosseums gerade nicht besucht werden kann. Daher seien die Karten auch billiger gewesen. Jetzt begreife ich, warum mein Voucher an der Kasse so einen Aufstand hervorgerufen hat – der war im voraus per Paypal bezahlt, und anscheinend sieht das Ticketsystem nicht vor, bei Preisreduktionen Barauszahlungen vorzunehmen. Deshalb hat das Kassenpersonal wohl nach kollektiver Handlungsunfähigkeit beschlossen, mit gar nicht erst was davon zu sagen. Der Keller ist übrigens deswegen geschlossen, weil irgendwo ein Stein aus einer Wand gefallen ist, und jetzt alles zur Sicherheit geprüft werden muss. Das Wiesel ist äußerst enttäuscht, wollte es doch auch einmal als wilde Bestie im Colosseum posieren.

Das Wiesel guckt traurig ins Hypogäum, in dem es so gerne Gladiatorenbestie sein wollte.

Das Wiesel guckt traurug ins Hypogäum, in dem es so gerne Gladiatorenbestie sein wollte.

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Unsere Führerin heisst Maria, eine junge und routinierte Angestellte des Kolosseums. Sie führt uns erst in einen Teil auf dem Boden des Amphitheaters, der für normale Besucher nicht zugänglich ist, dann einmal im ersten Stock darum herum, dann in die dritte Etage.

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Dabei habe ich gelernt:
1. „Colosseo“ ist nur der Spitzname für „Amphitheater Flavius“. Den Spitznamen hat es sich eingefangen, weil Kaiser Nero vom Koloss von Rhodos gehört hatte (einem der sieben Weltwunder der Antike), und seinen eigenen Koloss wollte. Den bekam er auch, und so stand vor dem Amphitheater eine 36 meter hohe Statue mit Neros Gesicht.

2. Das Kolosseum wurde in nur acht Jahren gebaut. Sklavenpower.

3. Das Kolosseum wurde auf einem trockengelegten See gebaut.

4. Das Kolosseum war früher Innen und außen mit Marmor und Travertin verkleidet. Beides wurde geklaut, letzteres vom Vatikan, der damit den Petersdom bestückte.

5. Es gab keine Nachstellung von Seeschlachten im Colosseum. Das war nur eine Theorie, weil es unterhalb der Anlage Kanäle gibt. Mittlerweile ist aber klar, dass keiner davon genug Wasser führen kann, um das Colosseum zu fluten.

6. Es gab keine Daumen-hoch oder Daumen-runter Geste des Kaisers, um Gnade oder Ungnade über Überlebende zu fällen. Es gab nur eine Geste: Den Daumen an der Kehle vorbeigeführt. Was das bedeutet, kann man sich denken.

7. Ein Papst erklärte das Colosseum zu aller Erstaunen zum heiligen Ort, weil da ja Christen gestorben seien, liess das Colosseum segnen und 14 Tabernakel aufbauen, eins für jede Station der Passion Christi. Das wollte keiner wirklich, aber es dauerte ewig die zurückzubauen, damit man endlich mit Ausgrabungen beginnen konnte. Zumal dort keine Christen geopfert wurden nur weil sie Christen waren, sondern weil sie -angeblich unabhängig von ihrer Religion- Verbrecher gewesen sein sollen. Die heidnischen Römer interessierte Religion nämlich nicht wirklich. Dennoch: Von diesem Anfall päpstlichen Segnungswahna ist heute noch ein Kreuz übrig, das direkt am Eingang steht.

8. Theater waren im römischen Reich eigentlich halbkreisförmig. Zwei Halbkreise gegenüber sind amphi, deshalb ist das Colosseum ein Amphitheater.

Nach weniger als einer Stunde ist die Führung leider schon vorbei. Sehr schade, aber ein Erlebnis war das allemal. Die Eintrittskarte zum Kolosseum gilt auch für das Forum Romanum, das Ruinen- und Tempelfeld zwischen den Hügeln Palatin und Capitol, also gehe ich als nächstes da hin.

//Protipp:
Übrigens ist das auch umgekehrt möglich – man kann am Palatin eine Eintrittskarte kaufen (dort gibt es nahezu keine Wartezeiten) und damit direkt an der, oft hunderte Meter langen, Schlange am Colosseum vorbeilaufen und direkt uns Innere spazieren. //Protipp

Das Ruinenfeld des Forum Romanum ist schon beeindruckend. Dicht an Dicht stehen hier zum Teil noch ganze Gebäude, und das schon seit ein paar tausend Jahren.

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In der Innenstadt gibt es noch eine gesperrte Ausgrabungsstelle am
Largo di Torre Argentina. Weil Menschen dort nicht hindürfen, haben Katzen dort eine Kolonie gegründet:

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Ich streife durch die Ruinenfelder bis es dunkel wird, dann laufe ich druch die Stadt in Richtung Vatikan. In der kleinen Trattoria hinter dem Passetto Borgo, dem Café Castello, esse ich zu Abend und gönne mir Anschliessend ein letztes Eis in der wirklich ausgezeichneten Gelateria „Arena die Gelati“ gleich nebenan. Man, Fruchteis können die wirklich. Dann ziehe ich noch einmal über den Petersplatz und die Engelsbrücke, Nachtfotos machen. Die sind übrigens alle aus der Hand geschossen, die kleine Lumix leistet da mit ihrem „Ich mache mehrere Bilder, lege die übereinander und rechne das Rauschen raus“ wirklich erstaunliches.

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Ich habe leider nicht vorher daran gedacht Bilder der Engel zu machen – dabei sind die von Bernini, wie ich jetzt weiß, dem genialen Bildhauer, der auch die sich in einen Lorbeerbaum verwandelnde Dafne oder den David gemacht hat.

BER-Ni-NI!!!!!

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Ich prokrastiniere absichtlich die Heimkehr ins Appartment, denn dort wartet eine unschöne Pflicht: Packen. Auf der Hinfahrt war der Rucksack nahezu leer, aber in der Zwischenzeit sind ein Wiesel, eine Rolle mit Repliken Historischer Landkarten, ein großformatiger Kalender, 6 Packungen Sternchenkekse sowie eine Flasche Limoncello und Grappa dazugekommen, ebenso diverser Kleinkram wie Krawatten, Gewürze und Fingerhüte für meinen verrückten Nachbarn. Die Kunst dabei ist, alles unversehrt und unverknickt über die Alpen zu bekommen.

Heute ist die letzte Nacht in Rom. Aber nicht der letzte Tag.

 
3 Kommentare

Verfasst von - 23. November 2013 in Reisen, Wiesel

 

3 Antworten zu “Reisetagebuch Rom 2013 (6): Engel und Sklaven

  1. Katja

    27. November 2013 at 14:38

    BER-NI-NI!

    Schicke Tilt-Shift Aufnahmen. Kann das deine Kamera auch von alleine? (Meine hat ein Programm dafür.) Der Effekt passt so gut zu einer Stadt, die so riesige und bedeutende Gebäude hat, dass die Menschen eh eher ameisengleich dazwischen durchzuwuseln scheinen.

    Das personalisierte Nutella gab es in Spanien übrigens auch (*klick*). 😀

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  2. Silencer

    29. November 2013 at 08:48

    Oh, es gab überall Nutella nur hier nicht? 😦 Nunja.

    Ja, meine kleine Lumicx hat komische Filter eingebaut. Tilt-Shift gehört mit dazu, und das macht sie gar nicht mal so schlecht.

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