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Maximal Unselbstständig

12 Dez

Der Silencer-Gedächtnispreis für maximale Unselbstständigkeit in Tateinheit mit Hinter-Nicht-Hochkriegen und kombiniert mit Verschwendung von Beitragszahlermitteln geht in 2013 an:

DIE AOK NIEDERSACHSEN

Begründung: Statt, wie jede normale Institution, alle Beitragszahler kurz über die Umstellung von Lastschrift auf SEPA zu informieren und die bisherige Erlaubnis als Mandat für die Zukunft zu deuten, verschickt die AOK gerade Briefe, in der sie sich das Mandat neu erteilen lässt. Das ist überflüssig, aber dann auch noch maximal kompliziert gestaltet. In einem Anschreiben wird erläutert, dass man die „Lastschriftmandat bereits mit den Daten des Beitragszahlers vorbereitet“. Was mitnichten der Fall ist. Eingetragen in das Din-A4-Seiten lange Schreiben sind nur die alten Daten. Der Beitragszahler wird genötigt die 22-Stellige IBAN und sogar die BIC der Bank selbst zu recherchieren, dort einzutragen und das Ganze per Rückumschlag zurückzusenden.

Damit aber nicht genug: Die wichtige Mandantennummer, die schickt die AOK nicht mit. Man teile sie in einem gesonderten Schreiben mit, teilt sie in diesem Schreiben mit. Genau wie die Ankündigung zur Abbuchung.

Wir halten fest: Statt einmal selbst den IBAN-Rechner anzuwerfen und ein Infoschreiben mit allen relevanten Daten auf einmal zu versenden, braucht die AOK mindestens zwei Briefe, evtl. drei Briefe, nötigt Beitragszahler dazu selbst Daten zurückzumelden. Ressourcentechnisch braucht das mindestens drei Blätter und drei Briefumschläge, dazu noch die Kosten für Postversand und Postannahme, Scan, Druck, etc.

Das ist so lahmarschig, fehleranfällig, teuer und umständlich, dass es den Preis für maximale Unselbsständigkeit redlich verdient hat.


P.S.: Natürlich passiert es schon mal, dass so ein Beitragszahler eine krakelige Handschrift hat. Oder eine Zahl versehentlich fehlt. Oder sich ein Zahlendreher einschleicht. Bei meiner Rückmeldung trifft alles drei zu. Mal sehen, was die daraus machen.

 
Ein Kommentar

Verfasst von - 12. Dezember 2013 in Berufsleben

 

Eine Antwort zu “Maximal Unselbstständig

  1. Katja

    7. Januar 2014 at 16:28

    Unfassbar! Ich fand es schon unsäglich (aber vermutlich rechtlich notwendig), was es alleine kostet, diese Infoschreiben zu verschicken, aber das sind vermutlich echte Schnäppchen im Vergleich zu dem Aufwand, den du hier beschreibst. Das Bittere ist, dass es letztendlich die Beitragszahlerin ausbaden muss.

    Wie das PS aus- bzw. weitergeht, würde mich ja sehr interessieren.

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