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Motorradreise 2013 (7): Das kleinste Theater der Welt

25 Jan

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Im Juni 2013 waren Silencer und das Wiesel mit dem Motorrad unterwegs. 6.853 Kilometer, 22 Tage, mehr als 40 Orte. Dies ist das Tagebuch der LANGEN Reise. Am siebten Tag geht es nach Narnia und in die Unterwelt, und Simone macht himmlische Musik.

Samstag, 08. Juni 2013, Agriturismo Piana delle Selve nahe Amelia, Region Umbrien, Italien

„Averebbe una prima colazione per me?“, frage ich die fleissige Frau, die in der Osteria auf Piana delle Selve schon um kurz nach 08.00 Uhr die Fenster putzt. „Hättest Du ein kleines Frühstück für mich?“.
Ein Stück Kuchen und einen doppelten Espresso später knirscht die Renaissance auch schon den Schotterweg des Agriturismo hinab zur Landstraße. Nach den gestrigen Erlebnissen kann ich über den Schotterweg mit seinen Steinchen, Schlaglöchern und und Spurrillen nur müde lächeln und manövriere ihn mit links hinab.

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Mein erstes Ziel heute ist Assisi. Das ist der Herkunftsort des Franziskus von Assisi, dem Mönch, der Armut und Frieden predigte und in seiner Freizeit mit Tieren sprach. Nachdem der neue Papst den Namen des Dr. Doolittle unter den Heiligen angenommen hat, hat der Ort noch einmal einen Popularitätsschub erfahren. Gegen kurz nach 11.00 Uhr komme ich in dem kleinen Bergort an, und mir ist schon auch klar, dass weder Uhrzeit noch Tag besonders gut gewählt sind. Ab 11 Uhr fallen überall die Touristen ein, so ist es auch hier.

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In langen Schlangen quälen sich Busse und Autos den Berg hinauf und in Richtung des offiziellen Parkplatzes, vor dem sich schon ein beachtlicher Stau aufgebaut hat. Ich überhole die Meute und schlängele mich links und rechts an den stehenden Wagen vorbei. Das geht heute auch deshalb, weil das Motorrad nur ein Drittel so breit ist wie sonst. Ich werde ein paar Tage auf Piana delle Selve bleiben, weswegen die Renaissance in Tagesausflugskonfiguration ist. Am Heck der Maschine ist nur das Topcase angebracht, die breiten Koffer sind zu Hause geblieben. Damit sind wir etwas schlanker unterwegs als sonst.

Planung sei Dank muss ich mich nicht in den Stau einreihen. Stattdessen biege ich in eine ganz andere Richtung ab und fahre um den Berg, auf dem Assisi liegt, herum, bis ich mein Ziel gefunden habe: Einen Tunneleingang, vor dem zwei Parkwächter stehen. Auf die Bitte nach einem Ticket eilt einer der beiden zu einem Automaten und bringt es mir, dann steuere ich in den Tunneleingang. Der führt zu einem Parkhaus im Berg, hochmodern, mit Parkleitsystem und eigener Einkaufsmeile. Schwerlich ein Geheimtip, aber anscheinend kennen die meisten Besucher das doch nicht, denn hier ist wenig los.

Es hat Gründe, das ich mit dem Motorrad in ein Parkhaus fahre, obwohl es in Italien viele Motorradparkplätze gibt und die auch immer kostenlos sind. Zum einen will ich PLATZ. Motorradparkplätze in Italien sind für Vespas, die auf dem Hauptständer stehen und maximal 70 Zentimeter breit sind. Die Kawasaki ist beladen doppelt so breit und passt einfach nicht auf die Winzparkplätze. Und falls doch, ist sie bei meiner Rückkehr bis auf Milimeter von Vespas zugeparkt. Zum zweiten: Ich will nicht lange suchen. Meine Zeit ist wertvoll und verplant, und ich möchte sie mit was anderem verbringen als mit der Suche nach einem ebenen, breiten Parkplatz, nun um ein paar Euro zu sparen. Mit anderen Worten: In erster Linie ist es eine Frage der Bequemlichkeit, und ich bin bereit für meine zu zahlen.

Auch die Katze ist gemütlich.

Auch die Katze ist gemütlich.

Assisi hat auch ruhige Strassen, die schmuck im Sonnenlicht liegen. Je näher ich allerdings der Kirche komme, desto mehr Menschen und Touristen sind unterwegs, und desto dichter die Geschäfte, die Souvenirs verkaufen.

Nettes Städtchen, dieses Assisi.

Nettes Städtchen, dieses Assisi.



Natürlich lese ich hier auf den ersten Blick "Assassini". Seufz.

Natürlich lese ich hier auf den ersten Blick „Assassini“. Seufz.

Auf dem Vorplatz der Abtei ist ein StarGate aufgebaut, aber nicht in Betrieb.

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Um die Kirche herum hat sich ein Menschenklumpen gebildet, und als ich mich endlich ins Innere vorgekämpft habe, bin ich amüsiert – „Silenzio“ steht in großen Lettern überall angeschlagen, und exakt alle 60 Sekunden kommt ein lautes „Shhhhhh!!!“ von Band und rauscht durch die heiligen Hallen.

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Vor der Abtei bilden Büsche das Wort „PAX“. Hier steht auch der Pellegrino, ein müder Pilger, der aussieht wie ein trauriger Ritter. Das Wiesel versucht ihn zu trösten, aber ohne Erfolg.

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Wo ich schon einmal im Norden Umbriens unterwegs sind, kann ich mir auch gleich mal Perugia ansehen. Das ist die Hauptstadt der Region und hat die größte Universität für ausländische Studierende. Außerdem hat sie ein paar Besonderheiten. Ich stelle die Renaissance unter der Piazza Partigiani im Parkhaus ab. Aus Energiespargründen hat man hier die Beleuchtung bis auf ein Minimum zurückgefahren, aber das Passivlichtsystem des Motorrads wird schon verhindern, dass es jemand hier umfährt:

Auch im Dunkeln gut zu sehen, dank sehr guter Reflektoren.

Auch im Dunkeln gut zu sehen, dank der guten Reflektoren.

Perugia liegt natürlich, wie jeder Ort in Umbrien, auf einem Berg. Ich fahre mit mehreren Rolltreppen in der Stadtmauer nach oben bis in die Markthalle. Eine unterirdische Markthalle, wohlgemerkt. Die ist nur spärlich beleuchtet und ein wirklich altes Gewölbe, das heute zum Teil als öffentliche Kunsthalle, zum Teil für Geschäfte, überweiegend aber von Fußgängern genutzt wird. Die Rocca Paolina ist ein eigener Stadtteil, nur unter der Erde!

Tief in den Fundamenten der Stadt: Eine unterirdische Markthalle.

Tief in den Fundamenten der Stadt: Eine unterirdische Markthalle.

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Die letzte Rolletreppe spuckt mich direkt vor einer Brüstung aus, die einen atemberaubenden Ausblick über Umbrien bietet.

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Dem Wiesel gefällt´s.

Dem Wiesel gefällt´s.

Die Altstadt von Perugia ist nicht groß, und nach einem kurzen Bummel über einen Kunsthandwerksmarkt komme ich am berühmten Brunnen Fontana Maggiore an. Er gilt als einer der schönsten Brunnen der Welt. Seine Basis ist ein 25-Ecke, dass noch einmal durch kleine Säulen durchbrochen wird. Darin befinden sich insgsamt 50 Bildtafeln, die Geschichten aus der Bibel, der Geschichte, aber auch Erkenntnisse aus der Wissenschaft wiedergeben. Ein sehr erzählfreudiges Werk, dieser Brunnen.

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Ich meine mal gehört zu haben, dass man Einwohner von Perugia wird, wenn man 12 mal nackt um den Brunnen rennt. Ist wohl nur ein Gerücht, aber bevor ich mich versehen habe, hat das Wiesel seinen Schal abgelegt und ist, unter lautem Gelächter der Umstehenden, zwölf Mal um den Brunnen geflitzt. Das Wiesel wird ab jetzt immer behaupten, Einwohner von Perugia zu sein, und sich „Donnolla da Perugia“ nennen, wenn wir in Italien unterwegs sind. Nunja, gibt schlimmeres, zumal sowieso niemand das Wiesel versteht.

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Mit dem frischgebackenen Perugiawiesel sehe ich mir noch den Palazzo Communale an, dann geht es zurück zum Motorrad. Der Besuch hier war nur kurz, denn zum einen habe ich heute noch mehr vor, zum anderen ist es tierisch heiss. Die 30 Grad Marke hat die Temperatur schon kurz vor dem Mittag überschritten.

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Ich möchte hören wie Umbrien tickt, und wo ginge das besser als auf seinen Straßen? Die präsentieren sich nicht so grün, wie es Umbriens Slogan „Das grüne Herz Italiens“ vermuten liesse. Im Gegenteil: Sie sind rot. Rot gesäumt von Klatschmohn, der in dichten Gebüschen links und rechts der Strasse steht, und von dichten Kleefeldern.

Das folgende Bild passt leider nicht wirklich. Man stelle sich bitte 10 Mal mehr Mohn vor als auf dem Foto zu sehen ist, und das über Kilometer links und rechts der Straße.

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Ich cruise durch die platte Landschaft Umbriens, die früher ein See gewesen sein muss, und die an allen Seiten von Bergen umgeben ist. Eine überaus reizvolle wie augenfreundliche Kombination. Auf vielen Bergen sind alte Festungsstädtchen, die heute oft nur noch wenige Einwohner haben. Umbrien ist ein altes Land, nicht nur geografisch. Auf einem der Berge liegt Monte Castello di Vibio, eines der uralten Winzdörfer mit wenigen Einwohnern und exakt an den, über Streetview ausgeguckten Koordinaten, findet sich ein Parkplatz.

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Monte Castello di Vibio ist ein winziger Ort. Die Altstadt besteht nur aus ein paar Dutzend Häusern. Alles ist so sauber und gepflegt wie in einer Museumsstadt.

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Von hier sind es nur noch wenige Schritte bis zum Teatro Concordia, dem kleinsten Theater der Welt. Das ist mißverständlich, deshalb muss man für das deutsche Publikum eher sagen: Die kleinste Oper der Welt, denn ein Teatro dell´Italiana dient in erster Linie der Aufführung von Musik.

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Als ich das Concordia betrete, werde ich von einem älteren Herrn empfangen, der sich dafür entschuldigt, dass mein Füherer noch nicht bereit steht. Zwei Minuten später ächzt und rumpelt es auf einem Treppenaufgang, und herab kommt Simone. Der gemütliche Mann in den Vierzigern hat strohblondes Haar und einen leicht watschelnden Gang. Er führt mich die Treppe hinauf ins Theater und erläutert auf englisch, was ich hier sehe.

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Wir stehen vor der Bühne, und ich kann auf die gerade mal 99 Sitzplätze sehen. Der Innenraum ist wunderschön und realistisch bemalt, was ein Künstler aus Perugia in nur vier Wochen geschafft hat. „Speed Painter“, lacht Simone. Alle Fresken im Haus hat der Sohn des Künstlers geschaffen – als er gerade mal 15 Jahre alt war. Simone hat eine sehr angenehme Stimme, und ich könnte ihm stundenlang zuhören wie er so begeistert über „sein“ Theater spricht. Leider dauert die Erläuterung nicht lange, nach zwanzig Minuten weiß ich alles, was ich wissen muss.

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Die Geschichte des Teatro della Concordia
Das Teatro della Concordia wurde 1808 eröffnet. Gebaut hatten es neun reiche Familien des Ortes, die gerne Kunst und Kultur in diesen versteckten Winkel der Welt holen wollten. Die Benennung „Concordia“, Einigkeit, sollte ein Zeichen in Richtung Napoleons sein, der gerade diese Gegend besetzt hatte und dessen Ideale den Montecastellesi gefielen. Der Grundriss des Teatro ist glockenförmig, mit der Bühne an der Basis. Es hat 99 Plätze, davon 37 in Logen und 62 in dem nur 68 Quadratmetern großem Gastraum. 1951 wurde das Theater wegen Baufälligkeit geschlossen, und erst 30 Jahre später erwarb es die Stadt und restaurierte es. 1988 wurde es wieder eröffnet und seitdem von den Bürgern ehrenamtlich betrieben. Gerade im Sommer gibt es zahlreiche Veranstaltungen. Internationale Weltstars kommen nach Monte Castello del Vibio, nicht nur für Auftritte, sondern auch für Aufzeichnungen. Die Akustik im Haus ist nämlich ziemlich einzigartig.
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Dann lässt mich Simone in der kleinsten Oper der Welt alleine und startet eine Aufzeichnung eines Konzerts, das hier stattgefunden hat. Ich setze mich in eine Loge und höre ergriffen der Musik zu. Das ist wieder einer dieser magischen Momente, die man nicht planen kann. Jetzt sitze ich hier, ganz allein in der kleinsten Oper der Welt, und höre klassische Musik, die so schön ist, dass mir die Tränen kommen.

Das folgende Video zeigt das Theater von Innen:

Fast eine Viertelstunde verbringe ich in der Loge, dann streife ich durch die beiden Stockwerke des Gebäudes. Ganz allein, während immer noch die Musik durch die Luft schwebt.Das Theater ist komplett aus Holz gebaut. Was wie Ornamente oder wertvoller Stoff aussieht, ist lediglich aufgemalt.

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Der Eintritt und die Führung sind kostenlos, aber das war so schön, dass ich 10 Euro in die Spendenkasse werfe. Simone freut sich darüber, und schenkt mir nicht nur ein Poster, sondern besteht auch darauf, dass ich Mitglied werde im Kreis der Freunde des kleinsten Theaters der Welt, so richtig mit Mitgliedsausweis und so.

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Mir gehen die Bilder aus der Oper nicht aus dem Kopf, als ich schon lange wieder unterwegs bin. Die Kawasaki jagt den Berg hinab und rast über die Landstrassen. Rasen trifft es diesmal wirklich, denn ich bin spät dran für eine wirklich einzigartige Verabredung: Es geht nach Narnia. Dem Narnia aus dem Wandschrank.

Beziehungsweise nach Narni. Der kleine Bergort in Umbrien ist in mehrerer Hinsicht bemerkenswert. Zum einen war er in der Tat Inspiration für die Chroniken von Narnia, die zum Teil auch hier verfasst wurden, zum zweiten ist hier Mittelpunkt Italiens und zum Dritten kann man hier in die Unterwelt hinabsteigen. Letzteres aber nur am Samstag um 18.00 Uhr, und heute ist Samstag, das lasse ich mir das nicht entgehen.

Ich lasse das Motorrad auf einem Parkplatz unterhalb der Stadt zurück, den ich erreicht habe, obwohl mir das Navi eine 25 Prozent Steigung ohne Einmündung gerechnet hat. Wenn man fast senkrecht einen Berg hochfährt und dann anhalten muss, um in eine unübersichtlich verlaufende Straße einzubiegen, dann ist das scheißgefährlich. Aber immerhin ist es der erste Mordversuch an diesem Tag.
Über zwei Aufzüge geht es hinauf in die Altstadt von Narni.

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Das Büro von „Narni Sotteranea“, der Unterwelt Narnis, liegt ein wenig versteckt. Man muss durch diverse Gassen schleichen, einen Kinderspielplätz queren und durch eine konspirative Tür in einer Mauer treten, dann ein paar Treppen in einen HInterhof hinabsteigen und schon steht man im Ticketoffice.

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Die geführte Tour dauert eineinhalb Stunden und umfasst den Besuch diverserer Kellerräume, deren Entdeckung man einem Gärtner zu verdanken hat. Der Rundgang umfasst eine unterirdische Kirche, Gräber, eine Folterkammer (inklusive der Story „The Narni Code„) und einer Zelle, deren Wandkritzeleien von einem Freimaurer stammen und ein Fest für Symbologen sind. Er erzählt darin verschlüsselt die Geschichte seiner Region und seiner Festnahme, wobei Tierfiguren und Symbole Personen darstellen.

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Als einziger Deutscher bin ich Aussenseiter in der ansonsten rein italienischen Gruppe, und nach der wahrheitsgemäßen Beantwortung der Anfangsfrage nach der Herkunft kann ich mich auch nicht mehr verstecken. Der Guide spricht leidlich englisch und fasst die wichtigsten Dinge für mich zusammen, aber zum Glück gibt es noch Isabeaux – die Englischstudentin wird, trotz der schlechten Witze des Guides über einen generischen Deutschen namens Hans Beckenbauer, gebeten, mir die schwierigen Wortspiele zu übersetzen, und das erweist sich im Verlauf als sehr wertvoll. Leider darf man nicht fotografieren. Darauf besteht Massimo Grifoni, der das alles hier aufgezogen hat und mit den Führungen ein wenig Geld verdient, um seine Forschungen fortsetzen zu können.

Narni ist eine merkwürdige Verbindung aus Mittelalter und Moderne. Uralte Bausubstanz wird ergänzt durch Metallkonstruktionen, die die enge, mittelaterliche Stadt ein wenig zugänglicher machen.

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Nach der Führung überlebe ich nur knapp einen weiteren Mordversuch des, von Dämonen bessenen, TomToms. Es lotst mich die 25%-Strasse wieder hinab, und in dem Moment, in dem ich dort einbiege und mit dem Motorrad im Berghang hänge, sehe ich das Schild „Durchfahrt verboten in 80 Metern“. Hämisch sagt das Navi in diesem Moment in meinem Helm „Bitte wenden Sie!“ – was natürlich auf einer zwei Meter breiten Strasse bei dem Gefälle nicht möglich ist. Ich beisse die Zähne zusammen und wage den Abstieg verkehrt herum durch die Einbahnstrasse und habe das Glück, dass in diesem Moment kein Gegenverkehr kommt.

Einmal Umbrien hoch und runter. Die Tagstour umfaste 265 Kilometer.

Einmal Umbrien hoch und runter. Die Tagstour umfaste 265 Kilometer.

Eine Minute später kurve ich durch die Bergwelt Umbriens zurück nach Piana delle Selve, wo ich erst dusche und mich dann in den ebenso vollen wie lauten Gastraum begebe. Claudio springt zwischen den Tischen herum und kümmert sich um seine Gäste. Mir klopft er im Vorbeilaufen auf die Schulter und ruft „Da Du die Leber gestern so gemocht hast, haben wir was davon an die Soße für Dich gemacht“. Uhh, nein, bitte nicht… Ausgerechnet Leber. Bäh.

Bei hausgemachter Tagliattelle con Cinghale (Nudeln mit Wildschweingulasch), gekochtem Rindfleisch auf Ruccola, drei Sorten Kuchen, Wein, Limoncello und Mokka (und JA, wirklich ALLES hausgemacht), lasse ich den Abend ausklingen.

Gastraum der Osteria in auf Piana delle Selve.

Gastraum der Osteria auf Piana delle Selve. Abends ist er voll mit Arbeitern und Gästen aus der Region.

Während eine australische Familie am Nebentisch herumschnattert und zwei Männer aus der Gegend mit stoischem Gesicht danebensitzen, schreibe ich noch ein wenig Tagebuch. Heute war ein ruhiger Tag, aber nachdem ich jetzt über eine Woche unterwegs war, ist es ganz schön, mal nicht etwas kürzer zu treten und an einem Ort zu verweilen.

Im nächsten Teil: Der Park der Monster.

Zurück zu Teil 6: Das Schlimmste und das Beste
Weiter zu Teil 8: Monster und Fussel

 
4 Kommentare

Verfasst von - 25. Januar 2014 in Motorrad, Reisen, Wiesel

 

4 Antworten zu “Motorradreise 2013 (7): Das kleinste Theater der Welt

  1. Leandrah

    25. Januar 2014 at 15:38

    der Mohn ist sehr schön – Ich liebe Klatschmohn – aber das Bild danach das sieht nicht nach Mohn aus was sind das für Blumen?

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  2. Rufus

    25. Januar 2014 at 17:39

    Der traurige Ritter auf seiner Maschin‘ hätte mich fast von diesem faszinierenden Traun in Gelb abgelenkt 😀

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  3. Leandrah

    25. Januar 2014 at 18:32

    Was ist denn das für ein Ort der mitten in den grünen Berghängen ist, Malerisch einsam. Die unterirdische Markthalle war es dort kühl?

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  4. Silencer

    25. Januar 2014 at 19:34

    leandrah: Das ist ein Kloster gegenüber von Narni, aber frag mich nicht wie das heisst. Ja, in der halle war es wunderbar kühl. Draußen hatte es an dem Tag über 30 Grad, und ich war in dicken Klamotten unterwegs, und da unten war es herrlich!

    Rufus: Traun?!

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