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Hoeneß-Hoeneß-Hoeneß

11 Mrz

Hoeneß-Hoeneß-Hoeneß auf allen Kanälen, in allen Blättern,sogar als Liveticker neben dem Logo des Fernsehsenders. Hoeneß-Hoeneß-Hoeneß im Internet, auf allen Portalen ganz oben. Hoeneß-Hoeneß-Hoeneß hat 3,5, nein 18,5, nein 23 Millionen Euro Steuern hinterzogen, Hoeneß-Hoeneß-Hoeneß, den Edmund Stoiber als Freund bezeichnet, den er in schweren Zeiten nicht im Stich lässt. Hoeneß-Hoeneß-Hoeneß, überall Hoeneß-Hoeneß-Hoeneß.

Kleine Erinnerung: Das ist nicht wichtig.

Wieviel Steuern ein bayerischer Manager hinterzogen hat spielt ÜBERHAUPT KEINE ROLLE.

Wichtig sind Fragen wie: Wie geht es auf der Krim weiter? Wie können wir Europa gestalten? Und: Wie schaffen wir es, die allumfassende Kontrolle der Geheimdienste zu brechen? DAS sind die wichtigen Fragen, nicht die nach den Erdnüssen eines aufgequollenen Wurstfabrikanten. Ich wünschte, auch nur EIN Medium hätte den Arsch in der Hose die Niete in Nadelstreifen zu ignorieren und dem Gatekeeper-Selbstverständnis gerecht zu werden und ein anderes Agenda-Setting zu betreiben.

Aber nein, Hoeneß-Hoeneß-Hoeneß.

 
5 Kommentare

Verfasst von - 11. März 2014 in Medienschau

 

5 Antworten zu “Hoeneß-Hoeneß-Hoeneß

  1. Leandrah

    12. März 2014 at 09:35

    nun wie auch immer…er liebt das Bad in der Menge ich habe letzte Woche wie immer ja den stern gelesen und der Typ der die ganze Sache ins Rollen gebracht hat hat einen verdammt guten Artikel über alles was er seitdem dazu recheriert hat dazu verfasst. Klar und objektiv. Nicht reisserisch und nur ganz klein auf dem Cover er war dort nur Randfigur. Dieser Gutmensch aus Bayern, der glaubte alles und jeden maßregeln zu können. Mich würde interessieren wie er einen Menschen wie ihn jetzt betrachten würde.

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  2. zimtapfel

    12. März 2014 at 11:38

    Hmmmm. So ein „Haben wir keine dringenderen Probleme?“ um die Relevanz eines Themas kleinzureden hätte ich eher an vielen anderen Stellen als bei dir erwartet.
    Ja, die von dir genannten Probleme sind wichtig und dringend. Ja, die Steuerhinterziehungen eines Herrn Hoeneß sind dennoch ein strafrechtlich und gesellschaftlich sehr relevantes Thema.

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  3. Silencer

    12. März 2014 at 11:57

    Zimt: Das geht ein Bißchen an meinem Kernpunkt vorbei. Normalerweise wird die „Haben wir keinen anderen Probleme“-Keule ausgepackt um Probleme zu marginalisieren oder von ihnen abzulenken. Mir geht es nicht darum das Thema komplett aus den Medien zu bekommen, sondern die völlig verquere Gewichtung und den medialen Overhype darzustellen. Einblendungen neben dem Senderlogo gab es zuletzt bei Fukushima. Ist das wirklich mit Hoeneß vergleichbar?

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  4. zimtapfel

    12. März 2014 at 12:45

    Ja nee. Das nun wirklich nicht. Ist an mir aber auch ein wenig vorbeigegangen, da bei mir die letzten Tage außer mal ein bißchen Tagesschau, wenns zeitlich passte, eher nur der DVD-Player lief.
    Aber ich befürchte, die Sender machen das, weil es genau das ist, was die Leute sehen wollen. Sowohl die Fanboys als auch die Hater. (Um der Einfachheit halber Twittersprech zu bemühen…)

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  5. Silencer

    12. März 2014 at 13:06

    Genau, und das ist ein Problem-. Wenn das journalistische Selbstverständnis vom Wächter der Infos, der auch Agendasetting betreibt, nur noch im Ansatz vorhanden wäre, dürften die Medien den Leuten nicht reinfüttern was sie wollen, sondern eben Themen auch gewichten. Sowas wie Hoeneß gehört in Boulevard oder Vermischtes.

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