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Momentaufnahme: April 2014

29 Apr

Herr Silencer im April 2014
„Na, wieviel ist denn jetzt 30 durch 10 mal drei?“

Wetter: Aprilwetter, aber durchaus warm. An Ostern über 20 Grad und strahlender Sonnenschein. Erst in der letzten Monatswoche nochmal einstellige Temperaturen am Morgen.
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Lesen:

Stefan Ulrich:Bonjour La France [Kindle]
Stefan Ulrich, Korrepsondent der Süddeutschen Zeitung, zieht mit Frau, Kinder und Meerschweinchen von Rom, der Stadt seiner Träume, nach Paris. Die Umgewöhnung erfordert etliche Lernprozesse, denn französischer Alltag unterscheidet sich in vielen Dingen vom Leben in Deutschland oder Italien. Die Ulrichs kämpfen mit einem überfluteten Haus, Mikroklima in der Bretagne, Untersetzern, Übersetzern und Nachbarn mit Strümpfen auf dem Kopf.
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Hören:

Podcasts, mal wieder. Bevorzugt „Schöne Ecken“ und „90s Rewind“, über das Aufwachsen und Leben in den 90ern.

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Sehen:

Warehouse 13, Staffel 4 [DVD]
Und dann hört die eigentlich Mediocre Staffel 3 mit einem solchen Cliffhanger auf, dass ich Staffel 4 auch gleich gucken musste. Die ist signifikant besser. Das dem mäßigen „Warehouse“-Cast nun der gute Teil der Besetzung von „Buffy“ (Anthones Sewart Head, James Marsters) zur Seite gestellt wird, wertet die Serie stark auf. Diesmal geht es um einen Konflikt mit einer uralten Bruderschaft, deren Chef (Brent Spiner) sich an Arty rächt, und wie sich mit den Konsequenzen von Handlungen leben lässt. In der Folge wird das Warehouse infiltriert und entgleitet der Kontrolle von Verwalterin Frederic, die dadurch langsam wahnsinnig wird. Spannend, gut geschrieben, und der Nervfaktor liehgt wesentlich geringer als noch in Staffel 3.

Star Wars: The Clone Wars, Staffel 4 [Watchever]
Watchever hat „Clone Wars“ im Programm, eine schöne Gelegenheit die mal zu gucken. Erster Eindruck nach zwei Staffeln: Stark unterschiedliche Folgen, teilweise sehr spannend und gut, teilweise trivial. Kann man gucken.

Match Point [DVD]
Woody Allen Film. Herrje. Der Cast stottert sich durch eine triviale und uninteressante Erzählung. Außerdem sieht ALLES scheiße aus, von den schönen Schauspielern bis hin zu London ist alles mies gefilmt. Lebenszeitverschwendung.

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Spielen:

Enslaved: Odyssey to the West [PS3]
Die Städte liegen in Trümmern und sind von Grün überwachsen, in den Ruinen gehen Roboter und Sklaventreiber auf die Jagd nach den letzten Menschen. Was hier passiert ist, erfährt man nicht, aber es muss schon lange her sein. Die Spielfigur ist ein muskelbepackter Hüne namens Monkey, den Geschichtsstunden auch nicht interessieren. Er ist ein Meister darin in dieser feindseligen Umgebung zu überleben, aber jetzt hat er ein Problem: Die zierliche Hackerin Trip hat ihm ein Kopfband angelegt, das verhindert, dass er sich zu weit von ihr entfernt. Trip und Monkey sind einem Sklavenschiff entkommen, und nun will sie nach Hause, weiß aber auch, dass sie das allein nicht schaffen wird. Also versklavt sie Monkey, und gemeinsam gehen die beiden auf eine lange Reise, die zur Odyssee wird.

Von kleinen Kameraschwächen abgesehen ein gelungenes Actionadventure, bei dem sich Kletter-, Schleich-, Prügel- und kleinere Rätselpassagen abwechseln. „Enslaved: Odyssey to the West“ bezieht seinen eigentlichen Reiz aus der Chemie der beiden Hauptdarstellter. Zwar steuert der Spieler nur Monkey durch die Ruinen der Welt, aber ähnlich wie Elizabeth in „Bioshock Infinite“ ist auch Trip jederzeit präsent und arbeitet mit Monkey zusammen, der sie wiederrum schützen muss. Das funktioniert erstaunlich gut: An keiner Stelle nervt die Trip KI, die durchaus in der Lage ist eigene Wege zu gehen, sich im Kampf zu verstecken oder Monkeys Ausrüstung zu verbessern.

Die tolle Grafik und die hervorragenden Sprecher tun das Ihrige zur Atmo: Andy Serkins, bekannt als Gollum aus den „Herr der Ringe“-Filmen, grummelt sich als Monkey durch eine Handlung, an deren überraschenden Ende sogar ein Realfilm mit ihm steht – eingeleitet mit einem Storytwist, den man nicht kommen sehen kann und der das Spiel am Ende unvergesslich macht.

Schon die (nicht stattfindende) Romanze zwischen Trip und Monkey ist wunderbar in Szene gesetzt. So resigniert Trip an einem Punkt der Handlung und deaktiviert das Sklavenkopfband von Monkey. Der Nomade könnte nun seiner Wege gehen, und sein Blick sagt, dass das seine Natur ist und er das früher oder später tun würde – und doch bittet er sie, das Kopfband wieder zu deaktivieren, damit er eben nicht seinen Instinkten nachgeben kann, sondern das richtige tut und bei ihr bleibt. Solche stark gespielten Momente sind es, die „Enslaved“ zu einer Spieleperle machen, die bei ihrer Veröffentlichung 2010 zu Unrecht untergegangen ist.
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Machen: Motorradtraining in Gründau mit Besuch in Bad Orb und Schotten.

IMG_3471

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Neues Spielzeug:
Ein neuer Satz Protektoren für die Motorradkombi, diverser Kleinkram für Reisen.

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Archiv Momentaufnahmen ab 2008

 
4 Kommentare

Verfasst von - 29. April 2014 in Momentaufnahme

 

4 Antworten zu “Momentaufnahme: April 2014

  1. Rufus

    29. April 2014 at 14:40

    Würde sagen 9 😉

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  2. Silencer

    30. April 2014 at 08:57

    Es hat einen Grund das Du studiert hast! Hervorragend!

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  3. ruediger

    17. September 2014 at 09:19

    mittlerweile alle 3 Bücher von ihm im letzten Urlaub gelesen, sehr kurzweilige und amüsante Unterhaltung, merci für de Erwähnung hier, die ihn auf meine Wishlist brachte. 🙂

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  4. Silencer

    20. September 2014 at 13:45

    Das freut mich! Er schreibt zwar nicht Pulitzerpreisverdächtig, aber die kleinen Beobachtungen des Alltags finde ich immer ganz interessant.

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