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Momentaufnahme: Juli 2014

31 Jul

Herr Silencer im Juli 2014
Ou est-ce que je peux acheter un carnet de tickets?

Wetter: Sehr warm, in der Mitte wochenlang heiß und schwül, am Monatsende Regen bei Temperaturen um die 20 Grad. Hey, in Italien sind gerade 14 Grad.
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Lesen:
Reiseführer und -berichte, historische Aufzeichnungen. Ich verrate aber nicht von wo. Tatsache ist, dass ich gerade die nächsten vier Reisen plane.

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Hören:


Lana del Ray Ultraviolence [MP3]
Mag ich. Mehr kann ich gar nicht dazu schreiben, schon weil mir für Musikrezensionen Hintergrund und Terminologie fehlen. Für mich ist „Ultraviolence“ more of the same des ersten Albums. Gut arrangierte Stücke zu einem ruhigen Gesang.

Garbage Not your kind of Garbage [MP3]
Frontfrau Shirley-Ann Manson als T-1000 in SCC zu sehen hat das Bedürfnis ausglöst mal wieder Garbage zu hören. Die mag ich sehr, besaß aber nur ein Album (Beautiful Garbage) von denen. „Not your Kind of Garbage“ ist von 2012, klingt soundtechnisch aber wie durch ein Zeitloch aus den 90ern gefallen. Inhaltlich ist es ziemlich uninteressant und stellenweise einfach nur …schlecht.

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Sehen:

2014-07-30 16_24_57-Terminator2014-07-30 16_25_26-Terminator_ The Sarah Connor Chronicles - Die komplette zweite Staffel 6 DVDs_ A

Terminator: SCC – The Sarah Connor Chronicles (S01/S02) [Watchever]
Die Geschichte von Terminator sollte eigentlich nach den Geschehnissen in „T2“ von 1991 abgeschlossen sein. Ist sie aber nicht: Der Judgement Day kommt trotzdem, die Maschinen übernehmen die Kontrolle und die Menschheit geht vor die Hunde. Im Jahr 2027 kämpfen die letzten überlebenden Menschen unter der Führung von John Connor. Die Maschinen schicken deswegen Killerroboter zurück in unsere Gegenwart, in der John noch ein Teenie ist, und versuchen ihn hier zu töten. Dagegen hat Johns Mutter, Sarah Connor, verständlicherweise etwas. Verstärkung erhalten die Connors durch eine Teenie-Terminatorin, die der Zukunfts-John zurückgeschickt hat um dem Teenie-John zu helfen.

Cheesy Idee, und ich war der Meinung, dass das nur eine Katastrophe werden konnte. Terminator als Teenie-Soap? OMG! Angenehm, dass es eine wirklich gute Serie geworden ist. Die Autoren wenden einen cleveren Trick an, um Sarah und John in die Gegenwart des Jahres 2014 zu bekommen. Staffel 1 mäandert noch ein wenig herum und setzt zu sehr auf das „Monster of the week“-Rezept, ist aber mit 8 Folgen zu kurz um lanweilig zu werden. Staffel 2 dreht dann richtig auf und hat lange Handlungsbögen, Flüchtlinge aus der Zukunft, eine Terminatorin mit Dachschaden, Shirley Manson als T-1000 und natürlich: Die großartige und bildschöne Leena Headly (die Inzestschwester aus Game of Thrones) als Hauptdarstellerin.
Sehr unterhaltsam, leider war nach der zweiten Staffel Schluß mit der Serie.

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Spielen:

Watchdogs [PS4]
Wie befürchtet: Watchdogs ist ein Open-World-Spielkasten, der mit einem simulierten Chicago und der Idee, dass alles miteinander vernetzt ist und gehackt werden kann, protzen will. Dummerweise war es zu lange in der Entwicklung. Alles, was Watchdogs Welt an Assets bietet, brachte GTA V im letzten Jahr besser und schöner – auf die letzte Konsolengeneration. Zur Vernetzungsidee mit all ihren Gefahren hat Watchdogs gar keine Meinung. Es wirkt geradezu, als hätte man das halbe Jahr, um das sich das Spiel verschoben hat, genutzt, um im Nachgang der Snowden-Enthüllungen jegliche Haltung gegenüber Überwachung, Vernetzung und der Frage, wer eigentlich die Wächter überwacht, aus dem Spiel zu entfernen. Lediglich im Abspann kommen noch Elemente vor, die eine kritische Haltung verraten und mit denen das Spiel mehr Sinn ergibt- aber irgendwie hat man das alles vor dem Release kastriert.

Vielleicht liegt es daran, dass Watchdogs Geschichte belanglos und der Spielercharakter uninteressant ist, vielleicht liegt es an der Tateinheit mit einer absolut ärgerlichen Physik, teilweise nervigem Missionsdesign und vielen offenen Enden, aber als Fazit bleibt: Das war nichts.

Wolfenstein – The New Order [PS4]
1946 – der zweite Weltkrieg tobt, und die Alliierten verlieren. „Das Regime“ (der Nazis) gewinnt dank überlegener Technologie, von der niemand weiß woher sie kommt, und unterwirft die Welt. Im letzten Kampf wird der Soldat B.J. Blazkowicz verwwundet und fällt ins Koma. Als er in einem polnischen Sanatorium wieder aufwacht, sind 14 Jahre vergangen. Widerstand gegen das Regime gibt es nicht mehr, und so macht sich Blazkowicz daran, einen aufzubauen.

Ich mag ja alternative Realitäten, und die von Wolfenstein erzeugt Gänsehaut – schon wegen der Thematik an sich (Nazis gewinnen den zweiten Weltkrieg), aber vor allem auch wegen der Umsetzung: Gruselige Experimente und Technologie wie „Panzerhunde“ lassen einem Schauer über den Rücken laufen. Dazu kommt die Story: Obwohl „nur“ ein Shooter, erzählt New Order sehr detailliert eine nicht unkomplizierte Geschichte, in der ausgefeilte Charaktere im Kontext der Welt glaubwürdig handeln. Wer einmal die tristen Betonwüsten von Berlin oder die Kommandantin Frau Engel oder Krankenschwester Anja gesehen hat, weiß, wovon ich rede. Außerdem ist die historische Geschichte glaubhaft verbogen, was durch Zeitungsartikel und Bücher, die in der Spielwelt herumliegen, ausgeführt wird. So wurden in den 1950ern die USA wurden durch den Abwurf einer Atombombe auf New York zur Kapitulation gezwungen, Japan durch Verhandlungen über den Tisch gezogen. Alles schrecklich, alles gruselig, und darauf bezieht Wolfenstein seinen Reiz.

Grafisch ist das Ganze auf der PS4 einfach nur eine Wucht – bei den Figuren sieht man jedes Haar, jede Narbe, jede Pore in den Gesichtern. Die ZWischensequenzen sind das beste, was ich je an Zwischensequenzen gesehen habe. Dabei ist das Gameplay eine Mischung aus neu- und altmodisch: Es gilt Medizinpäckchen aufzusammen, Autoregenerierung gibt es nicht, und Achievements schalten Fähigkeiten frei – BJ wird anhand der eigenen Spielweise in den Bereichen, die man als Spieler bevorzugt, so immer besser.
„Wolfenstein – New Order“ ist der beste Shooter seit Bioshock 1 und steht mit dem verdient auf einer Stufe.

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Machen:
Einen Vortrag halten. Auf Englisch. In Paris. Mache ich nicht jeden Tag, war schon was Besonderes.
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Neues Spielzeug:

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Archiv Momentaufnahmen ab 2008

 
9 Kommentare

Verfasst von - 31. Juli 2014 in Gnadenloses Leben, Momentaufnahme

 

9 Antworten zu “Momentaufnahme: Juli 2014

  1. noch ein Markus

    31. Juli 2014 at 16:02

    du planst die nächsten 4 !!! Reisen???
    ich habe noch nicht einmal Ahnung wann ich den nächsten freien Tag, geschweige denn Urlaub machen könnte … :/

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  2. kalesco

    31. Juli 2014 at 22:33

    Un.er.sättlich.

    Unglaublich, so weit ist es bei dir schon. Ich… Ähm. Hm… Unglaublich. Vier?!
    Das ist mehr als meine Pipeline! Du bist jetzt offiziell freakiger als ich. X-)

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  3. Leandrah

    31. Juli 2014 at 23:11

    Kurztrips oder längere Ausflüge? Nun wie auch immer ich freue mich auf die Berichte die dann irgendwann wieder folgen. 🙂

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  4. Silencer

    1. August 2014 at 09:30

    Tatsächlich vier, Dauer jeweils mindestens eine Woche: Herbst 14, Jahresanfang 15, Sommer 15, Herbst 15. Für die ersten drei mussten jetzt schon Buchungen passieren, und Herbst 15 wird so absurd, das braucht VIEL Vorlauf. Ist strange, wenn man schon weiß, wo man in einem Jahr sein wird. Aber auch super, weil die Vorfreude so lange hält 🙂

    Und Kalesco: DAS kann gar nicht sein!

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  5. hirnwirr

    1. August 2014 at 10:05

    WOHIN????

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  6. Silencer

    1. August 2014 at 10:48

    Im Sommer unspektakulär nach Österreich, Slowenien und Italien. Über den Rest will bzw. darf (Herbst 15) ich nicht reden 🙂

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  7. hirnwirr

    1. August 2014 at 11:02

    Reisen sind immer spektakulär, für mich. Egal wohin!

    und im Herbst 2015 willst Du auf die ISS, ich weiß es doch! 🙂

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  8. Silencer

    1. August 2014 at 11:18

    Arrrrr, dad hat Dir der teufel gesagt! *Reissentzwei*

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  9. hirnwirr

    1. August 2014 at 11:31

    Nein, der nicht. jemand anderes 🙂

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