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Preis für Realitätsverlust

02 Aug

Thomas Oppermann. Bild von Moritz Kosinsky, CC-BY-SA-NC 3.0

Der dieswöchige Preis für Realitätsverlust geht an, Taadaa, den Thomas Oppermann von der SPD.
Der Oppermann kommt aus der Stadt in der ich wohne, und hier fiel er schon unangenehm auf, weil er ü-ber-all auftauchte um sein Gesicht in die Kamera zu halten.

Wirklich, Oppermann, oder, wie wir ihn hier nennen, Oppermann, ist als Photobomber berüchtigt. Egal was, ob Supermarkteröffnung, Museumseinweihung oder Geburtstag von Oma Traudel: Zack, tauchte der Opperman auf und griente in die Kamera. Nichtmal Selfies im abgeschlossenen Badezimmer konnte man machen, weil auf dem Bild mit Sicherheit irgendwo der Oppermann hinter dem Duschvorhang hervorgrinste.

Seit er seine merkwürdige Auffassung von Politiksimulation auf Bundesebene betreibt, hält er seinen gebräunten Teint gerne in Berlin in die Kameras. In dieser Woche strömten dann Worte aus seinen gebleachten Zähnen, die von fortschreitender Hirnzersetzung künden. Der SPIEGEL, in dieser Woche bereits durch ein menschenverachtendes Cover unangenehm aufgefallen ist, hat das Oppermann´sche Gestammel mal kommentarlos aufgeschrieben:

„Nach der Spähaffäre des US-Geheimdienstes NSA müsse nun weiter an einer Normalisierung der deutsch-amerikanischen Beziehungen gearbeitet werden, mahnte Oppermann. Allerdings gebe es noch keine gemeinsame Wahrnehmung. „Die Amerikaner können offenkundig unser Problem nicht verstehen.“

Oppermann argumentierte: „Wir müssen jetzt zunächst damit leben, dass wir in einer wichtigen Bündnisfrage nicht einer Meinung sind. Es geht nun darum, verlorenes Vertrauen wiederherzustellen und das bewährte Bündnis mit den Amerikanern fortzusetzen“, betonte er.“
Quelle

Oppermann erklärt die massenhafte Überwachung aller Menschen zur „Affaire“ und die faktisch für beendet und erhebt USA-Schmuserei zum wichtigsten Task. Wie, bitte, soll man Vertrauen wiederherstellen, wenn man weiterhin abgehört und ausgeforscht wird? Daran hat sich nämlich in der Tat nichts geändert, wir werden nach wie vor ALLE ausgespäht, über die Geräte die wir tagtäglich benutzen. Die US-Regierung weigert sich sogar, mit unserer „Bundesregierung“ auch nur darüber zu sprechen. Und da will Oppermann was „normalisieren“? Ich würde das ja als Zeichen der Verzweifelung und Resignation werten, ich fürchte nur: Der Oppermann, der glaubt wirklich was er da sagt.

 
8 Kommentare

Verfasst von - 2. August 2014 in Betrachtung, Internet

 

8 Antworten zu “Preis für Realitätsverlust

  1. ruediger

    2. August 2014 at 17:27

    Irgendwie schwebt in meinen Gedanken über seinem NSA-Kommentar ein kindergartenschmollmundgesicht. 😀 // Schon lustig, wie man unter ‚Freunden‘ mit sich umgehen lässt und gar nichts schlimmes dabei findet. Vielleicht gibt es ja mittlerweile eine NSA Whitelist? Getreu dem Motto, wir sind alle gleich, nur wir sind etwas gleicher als ihr.

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  2. Leandrah

    2. August 2014 at 19:21

    Was ist denn an unseren Verhältnis mit der USA bewährt? ZU Reagans Zeiten hieß es: Ami go home, Bush jun. hat mit seiner Attacke gegen den Iran und den falschen Berichten die Welt getäuscht und Obama hört ab. Ich frage mich ernsthaft ob wir nicht vielmehr hinterfragen sollten? Alles was aus den Staaten rüber schwappte ist immer so begeistert aufgenommen worden… Distanz wäre eindeutig besser.

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  3. ruediger

    2. August 2014 at 20:41

    weil es gerade passt: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/snowden-oppermann-draengt-whistleblower-zur-rueckkehr-in-die-usa-a-983956.html

    So was wie Hr. Oppermann nennt man hierzulande Dummschätzer.

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  4. ruediger

    2. August 2014 at 20:43

    oops, Link doppelt gepostet, weil Wuelle beim ersten Lesen nicht besucht … *peinlich.

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  5. Silencer

    4. August 2014 at 08:35

    Leandrah: Stimme ich Dir ganz zu.

    Rüdiger: 🙂

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  6. hirnwirr

    4. August 2014 at 10:22

    Den Preis könnte er sich mit dem CDU Kollegen Harald Noack teilen. 🙂

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  7. noch ein Markus

    7. August 2014 at 15:08

    dieses ‚der glaubt wirklich was er sagt‘ ist ja ein ganz großes Problem bei ganz vielen Menschen, bevorzugt Politikern.
    und Experten. 🙂

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  8. Katja

    8. August 2014 at 14:24

    Eine Beziehung, die nicht auf Augenhöhe basiert, kann ja gar nicht normal, in einem gesunden Sinne, sein.
    Ich glaube / fürchte, die glauben wirklich, was sie sagen, weil das viel einfacher ist, als (sich selber) einzugestehen, dass das eigentlich auch vorher nicht gestimmt hat und man sich nur was vorgemacht hat. Das hieße ja auch, sich mit eigenen Fehlern auseinanderzusetzen.

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