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Sans papiers

05 Sep

…bin ich nicht mehr. Ich habe jetzt nämlich endlich einen Reisepass! Ich hatte noch nie einen. Warum auch, bislang brauchte ich nie einen, bin ja nie aus Europa rausgekommen, sieht man mal von Ausflügen nach Bayern und in die Schweiz ab. Das ich jetzt einen beantragt habe, hat nicht mal einen aktuellen Grund. Es steht keine Reise außerhalb der EU an. Ich finde es mittlerweile nur gut, ein zweites Ausweisdokument zu besitzen. Außerdem hatte ich gerade Zeit und 59,- Euro Ausstellgebühr übrig.

IMG_4378.JPG

Bemerkenswert übrigens:

  • Die Schnelligkeit, mit der Passbeantragung und Abholung dieser Tage beim Amt ging. Jeweils 3 Minuten Wartezeit, 5 Minuten Bearbeitung durch superfreundliche Mitarbeiterinnen, nach 10 Minuten wieder draußen. Ich war ganz verwirrt und wusste nicht, was ich mit dem Rest des Vormittags machen sollte.
  • Die Schnelligkeit der Bundesdruckerei. Weniger als 3 Wochen hat die Ausstellung gedauert, und die kennen noch einen Expressmodus.
  • Bei der Ausstellung geht ALLES digital. Die Abnahme der Fingerabdrücke, die im Chip gespeichert werden, sowieso. Selbst das Bild bekommt man wieder, weil es gescannt wird. Auch die Unterschriften, die zu leisten waren, habe ich auf Digipads gemacht.
  • Apropos Fingerabdrücke: Früher steckte man als erstes den Pass in die Mikrowelle, um den darin befindlichen RFID-Chip ungültig zu machen. Heute ist das eine dumme Idee, weil mittlerweile an nahezu jeder Grenze der Chip gelesen werden kann. Nach den neuen Verordnungen ist der Pass ungültig, wenn der Chip defekt ist.
  • Wusste ich nicht: Der Pass ist rechtlich Eigentum der Bumsrepublik Deutschland. Ich habe ihn mir nur von ihr ausleihen dürfen. Und ich Dummerjahn dachte das wäre meiner. Nur weil mein Bild und meine Unterschrift drin ist.
  • Die Hinweise auf der letzten Seite sind witzig: „Dieser Reisepass enthält sensible Elektronik und sollte mit der gleichen Sorgfalt behandelt werden wie andere elektronische Geräte. Zur Erhaltung der Funktionalität insbesondere daher bitte nicht biegen, perforieren oder extremen Temperaturen oder extremen Temperaturen aussetzen.“ Klingt, als hätte das ein Bayer formuliert.
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    4 Kommentare

    Verfasst von - 5. September 2014 in Gnadenloses Leben, Reisen

     

    4 Antworten zu “Sans papiers

    1. Owley

      5. September 2014 at 09:01

      Watch your tongue, little man… 😛

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    2. TautiTauti

      5. September 2014 at 09:40

      Es ist immer gut ein zweites „Standbein“ zuhaben. Habe ich auch mit Fingerabdruck.
      mfg Tauti

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    3. Rufus

      5. September 2014 at 11:08

      Bumsrepublik – so sprichst Du also von zuhause.

      Habe ich mir aber gleich gedacht, dass Du nur die Prozesse von Bestellung, Produktion etc. testen wolltest… 😉

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    4. Silencer

      5. September 2014 at 11:31

      Owley: Nun, Schweiz ist ECHT ein Kulturschock für EU-Ler. Grenzkontrollen, Zöllner… Sowas kennen wir hier nicht mehr.

      Tauti: Ja, sicher ist sicher.

      Rufus: Das ist eine sehr alter Gag. Helmut Kohl sprach, durch seine doppel-, Dreifach- und Verfachkinne behindert, die Bundesrepublik immer wie Bumsrepublik und seine Funktion immer als Bumskanzler aus. 🙂

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