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Instantkaputt

22 Feb

Nehmen wir mal an, sie hätten an einem Sonntag Nachmittag nichts besseres zu tun als einen Rechner komplett neu aufzusetzen. Dank SSD und USB 3.0 geht die Installation von Windows viel schneller als erwartet vonstatten, und Sie sind schon ganz verwirrt, weil sie gar nicht wissen, was sie mit dem Rest des Tages machen sollen. Was tun sie dann?

Nun, die einfachste Möglichkeit ist, einfach die Windowsinstallation zu wiederholen. Damit sie dafür auch einen Grund haben, machen sie die Arbeit der letzten Stunde einfach mit drei Klicks kaputt.

Alles, was sie dafür benötigen, ist der mitgelieferte Internet Explorer. Starten Sie ihn, klicken Sie sich durch die Unmengen an Pop-Ups, die er ihnen um die Ohren haut („Jetzt auch mit… Re-Gis-Ter-Kar-Ten!“) und geben Sie in das Suchfeld von Bing „Google Chrome Download“ ein.

Bing zeigt ihnen jetzt eine Karte von Peru und die Kinovorstellungen in Massachusetts, weil Bing einfach scheiße ist.
Ignorieren sie das und klicken Sie stattdessen auf den Suchtreffer irgendwo in der Mitte der Seite, der korrekt zu Google.com und dort zum Chrome-Dowload führt. Auf der nun folgenden Seite klicken sie auf den Chromeinstaller und führen ihn aus. Herzlichen Glückwunsch, damit ist ihr nagelneues Windows IM ARSCH.

Was nämlich nur auffällt wenn man ganz genau hinguckt: Statt bei Google.com, worauf man geklickt hat, bringt Bing einen zu dem Suchtreffer, den es für besser geeignet hält. Im Ernst: Bing biegt Links um. Ist eigentlich unmöglich, aber ich kann das hier in diesem einen Fall reproduzieren. Statt auf Google.com landet man auf einer Seite, die genauso aussieht, aber der vermeintliche Chromeinstaller, den man dort laden kann, installiert gleich erstmal munter alle möglichen Toolbar, Pc-Tuning-Tools und Keylogger. Und den Scheiß wird man nicht mehr los, versucht man den Krempel über die Systemsteuerung zu deinstallieren, bekommt man Captchas(!) vorgelegt, die man angeblich immer falsch beantwortet und sich damit noch mehr Krempel ins System schaufelt. Die Windowsinstallation ist unrettbar verseucht, dank dem debilen Internet Explorer und seinem hinterlistigen Kumpel Bing. Wer Chrome installieren will, ist halt selbst schuld.

Und schon kann man sich wieder von Neuem an eine Windowsinstallation setzen, und der Nachmittag ist gerettet.

 
4 Kommentare

Verfasst von - 22. Februar 2015 in Rechner

 

4 Antworten zu “Instantkaputt

  1. kalesco

    22. Februar 2015 at 21:23

    Oh sch****. Das klingt ja ein bisschen wie Jugend forscht. Da hast du aber eine ganz schöne Sauerei entdeckt. 😦

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  2. ruediger

    23. Februar 2015 at 07:41

    Gut, also alles wie immer. // Ehrlich: wer auf Bing-Links klickt ist selber schuld. *duckundweg

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  3. Katja

    23. Februar 2015 at 11:11

    Was für eine Pest! Bing biegt wirklich Links um und glaubt, besser zu wissen, was gut für dich ist? Wessen Mutter hat das denn programmiert? (Meine ist ja bei solchen Absurditäten ganz weit vorne, aber hier ausnahmsweise aus dem Schneider. Die weiss nicht mal, was eine Suchmaschine ist.)

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  4. Silencer

    23. Februar 2015 at 15:43

    Rüdiger: Ja, alles wie immer 🙂

    Katja: 😀

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