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Nachtrag

19 Nov

Kleiner Nachtrag zum gestrigen Artikel: Der Mißbrauch der Geschehnisse in Paris zur Durchsetzung eigener Ziele ist nach wie vor in vollem Gange. Sogar der ewige Wiedergänger „Kriminologe“ Pfeiffer kommt aus seinem Loch gekrochen und nutzt die Attenate als Werbung für seine
„Expertisen“: Es sei denkbar, dass sich die Attentäter virtuell am Töten berauscht hätten. Und wo? Auch das weiß Pfeiffer: In World of Warcraft. Dazu fällt mir nichts mehr ein.

Ernstzunehmender sind die lautstarken Forderungen der Politik, die Überwachung der Bevölkerung zu verstärken und Verschlüsselung zu verbieten oder einzuschränken, denn sicherlich wurden nur dadruch die Anschläge möglich.

Und was stellt sich nun heraus? Die Attentäter von Paris nutzten weder Apples verschlüsseltes Nachrichtensystem noch kommunizierten sie über den Gamechat der PS4. Sie nutzten gar keine verschlüsselte Kommunikation.

Sie verwendeten SMS.

Ganz einfache, doofe, unverschlüsselte SMS. Die wird in Frankreich schon lange, und nun auch hierzulande inklusive der Inhalte, also im Volltext, von den Geheimdiensten abgegriffen. Vielleicht einfach mal im Hinterkopf behalten, wenn das nächste Mal die Aufstockung der Überwachungsmaßnahmen mit Paris begründet wird.

 
2 Kommentare

Verfasst von - 19. November 2015 in Betrachtung

 

2 Antworten zu “Nachtrag

  1. Albrecht Wagenhöfer

    20. November 2015 at 10:57

    Du weißt selbst, daß INet offen wie ein Buch ist, tragen doch die Onlinekäufe, Twitter, FB und anderes ihren Teil dazu bei. SMS? Warum denn nicht? Da geht es in vielen Dingen um Uhrzeiten. Machen wir mal nen Schlüssel und schreiben: Ich komme später wie 09.32, es kann auch 10.11 oder wenn es nicht klappt, wird es 12.55. Wir treffen uns um 19.17.
    Darin sind alle Treffs und Zeitpunkte enthalten.
    Was meinst du, wer das überprüft, analysiert und auswertet und wie hoch die Möglichkeiten des Schlüssels ist?
    Selbst wenn da ne Auswertung richtig wäre bzw. analysiert, ist der „Film“ gelaufen.
    Deshalb schon meine Hochachtung den „Schlapphüten“, darf ich doch dafür recht sicher in unserem Land leben.

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  2. Silencer

    23. November 2015 at 13:14

    Genau mein reden: Der Ruf nach Verschlüsselungsverboten und mehr Überwachung ist Quatsch und eine hysterische Forderung. Die Täter nutzen unverschlüsselte SMS, die komplett abgegriffen werden, und selbst dadurch kommt man ihnen nicht im Vorfeld auf die Spur.

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