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Motorradreise 2015 (11): Der Fluch von Montespluga und das Ende einer Reise

02 Jan

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Sommerreise mit dem Motorrad. Heute geht es gen Heimat, wobei ich aber Montespluga unterschätze und auf dem letzten Tropfen durch die Schweiz eiere. Am Ende der Reise steht der höchste Kirchturm der Welt und – Lila.


Mittwoch, 24. Juni 2015, Mailand

Früh am Morgen ist der Berufsverkehr von Mailand eine einzige, endlose Blechlawine, die sich bis zum Horizont auf den Autobahnringen enlangschiebt. Zu einem Viertel muss ich die Stadt auf dem Ring umrunden, dann geht es Richtung Norden, nach Monza, und von dort aus erst Richtung Lecco, dann am Comer See entlang nach Sondrio.

Abfahrbereit: Das Motorrad in Mailand, bereit für die Reise über die Alpen.

Abfahrbereit: Das Motorrad in Mailand, bereit für die Reise über die Alpen.

Am Comer See bin ich noch nie gewesen. Die Straße führt hier durch eine Aneinanderreihung von Tunneln, die jeweils mehrere Kilometer lang sind. Ich fahre gerne Tunnel, und diese besonders: In ihnen ist es warm, während die Luft draußen mit 15 Grad schon recht kühl ist.

Die GPS Linie ist immer wieder unterbrochen und zeigt dadurch sehr gut wie viele Tunnel sich entlang des Sees ziehen.

Die GPS Linie ist immer wieder unterbrochen und zeigt dadurch sehr gut wie viele Tunnel sich entlang des Sees ziehen.

Als die Tunnelfolge vorbei ist, fahre ich rechts ran, ziehe die Lüftungsöffnungen der Kombi zu und wechsele von den ungefütterten Sommerhandschuhen auf die dicken und wasserdichten Ganzjahreshandschuhe. Doch, es ist deutlich zu merken, dass ich in den Bergen bin.

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Dann führt das Navi über Dörfer der Voralpenlandschaft, von denen eines ins andere übergeht. Überall ist Tempo 50, und das langsame Rumgezockele macht mir gar keinen Spaß. Ich möchte Strecke machen, die heutige Etappe führt von Mailand nach Ulm, das sind 500 Kilometer. Das kann man in 4 Stunden schaffen. Eigentlich. Man muss dann aber bereit sein, rund 70 Euro für Autobahnmaut in Italien, Tunnelmaut, Schweizer Vignette und Österreichische Vignette zu zahlen.

Will man das nicht, dann bleibt nur ein langer Weg – den zu Berechnen das Garmin-Navigationsgerät am Motorrad in die Verzweifelung treibt. Bei Routen über mehrere Länder ist die Planung des ZUMO mit „erratisch“ noch euphemistisch bezeichnet. An dieser speziellen Auswahl, durch vier Länder, ohne Mautstrecken und ohne Vignetten, rechnet das ZUMO fast eine Minute herum und zeigt dann stolz eine 600 Kilometer lange Route und 11 Stunden dauernde Route über den Brenner an. Eine erneute Berechnung bringt ein ähnlich dummes Ergebnis, und beim dritten Versuch hängt sich das Navi gleich ganz auf.

Google Maps kann da mehr, das hat eine fahrbare Strecke gefunden. Behauptete es zumindest in der Vorplanung zu Hause, und auch jetzt findet es mit ein wenig Rumbiegerei eine Strecke, die fast schnurgerade von Mailand durch die Alpen nach Ulm führt, 450 Kilometer lang und mit sieben Stunden Fahrzeit.

Um dem Navi die Google Route beizubringen, habe ich einzelne Orte per Hand als Ziel eingegeben, unter anderem Montespluga. Je näher ich den Bergen komme, desto mehr habe ich allerdings das Gefühl, dass ich vielleicht hätte nachgucken sollen, ob „Montespluga“ wirklich ein Ort nahe der Schweizer Grenze ist, oder ob es sich dabei doch eher um was anderes handelt.

Wie sich herausstellt ist Montespluga vor allem ein Berg und ein Pass, und erst in letzter Instanz der Definition ein Ort. Was aber wichtiger ist: Der Weg dahin ist das Härteste, was mir auf dieser Reise bislang untergekommen ist. „Everything looks flat on google earth. It´s a curse! „, hörte ich mal einen Texaner über die ungewöhnliche und grausame Geografie der Berge sagen. Das man damit Streetviebildern und Google Maps vorsichtig sein muss weiß ich eigentlich, und so einen krassen Fall von „Gelände radikal unterschätzt“ hatte ich bislang noch nicht. Bis zu zehn 180 Grad-Kehren folgen aufeinander und überwinden dabei auf engstem Raum bis zu 100 Höhenmeter. Es ist tatsächlich ein Fluch, denke ich bei mir. Der Fluch von Montespluga. Ein Mal nicht aufgepasst, schon in unmöglichem Terrain gelandet. Der Höhenmesser im Cockpit der Renaissance schnellt nach oben, von 300 auf 1.200, dann weiter auf 2.000 Meter.

Innerhalb kürzester Zeit übwindet die Straße hunderte von Höhenmetern....

Innerhalb kürzester Zeit übwindet die Straße hunderte von Höhenmetern….


...und verläuft dabei oft mehr übereinander als nebeneinander. Das GPS schafft es hier nicht, die korrekte Position zu tracken.

…und verläuft dabei oft mehr übereinander als nebeneinander. Das GPS schafft es hier nicht, die korrekte Position zu tracken.

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Vom Tal auf über 2.000 Meter hoch, über eine gerade mal 30 Km lange Strecke.

Vom Tal auf über 2.000 Meter hoch, über eine gerade mal 30 Km lange Strecke.

Mittlerweile ist es schweinekalt, und ich schalte die Griffheizung des Motorrads an, während ich die Maschine um die wirklich absurd steilen und engen Kehren wuchte. Ein ums andere Mal schelte ich mich selbst wie eine Karre Mist zu fahren, wenn ich in der Mitte der Kehre in die Gegenfahrbahn komme. Wobei, was heisst Gegenfahrbahn? Die Straße ist nur so breit, dass ein Auto und ein Motorrad Platz haben, sie besteht nur aus einer Fahrspur. Dabei Kehren sind so steil, dass ich ihnen nicht mal mit dem Blick folge kann, weil ich den Kopf im Helm nicht hoch genug bekomme.

Das hier ist Kotze aus der Hölle, und als es endlich vorbei ist und die wenigen Häuser des Ortes Spluga vor mir liegen, bin ich ehrlich froh.

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Ich will anhalten und erst einmal durchatmen, aber daraus wird nichts, weil plötzlich eine Kuh angaloppiert kommt. Mit heraushängender Zunge kommt sie direkt auf mich zugewalzt, wie ein Hund, der ein Auto jagt. Ich verlasse mich besser nicht darauf, dass die nur spielen will, und gebe Gas.

Als ich die Kuh abgehängt habe, halte ich an und nehme erst einmal einen Schluck Wasser. Vor mir liegen mehrere kleine Steinhäuschen, dem Aussehen nach Hirtenhütten, die nur im Sommer genutzt werden. Außerdem gibt es noch eine Holzkirche und… eine absurd große Betonmauer? Was soll das denn?

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Als ich weiterfahre entdecke ich, dass es sich um eine Staumauer handelt, hinter der sich ein großer See verbirgt.

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Jemand hat allen Ernstes einen Ort, wenn auch einen kleinen, vor eine Staumauer gebaut! Auf der anderen Seite des Sees liegt der Ort Spluga, der aus alten Steinhäusern besteht. Viele sind zu verkaufen, selbst die, die eine perfekte Aussicht auf den See und die Berge haben. Aber kein Wunder – wer will hier oben, so abgeschieden und isoliert, schon noch leben? Insbesondere im Winter muss das echt hart sein, vermutlich kommt man dann hier gar nicht mehr weg.

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Hinter Montespluga geht die Straße NOCH weiter nach oben. Jetzt ist sie über der Schneegrenze, links und rechts der Straße glänzen immer wieder Schneefelder in der Sonne.

Im Vorbeifahren fällt mir ein großes Holztor auf.

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Das Holztor sitzt am Kopf einer Steinkonstruktion, die sich parallel zur Straße auf mehreren Hundert Metern langzieht:

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Was ist das? Ein Tunnel? Ein Lagerhaus für Schneemaschinen? Nein, es handelt sich um eine Lawinengalerie von 1850. Da lief früher die Straße durch. Hundert Jahre später entschied man, den Pass im Winter zu schließen. Die Lawinengalerie wurde nicht mehr gebraucht, und man baute die neue Straße drum herum. Das die alte Galerie dabei erhalten blieb ist ein Glücksfall – sie ist die letzte ihrer Art und inzwischen unter Denkmalschutz.

Straßenverkehr in der Galerie um 1910. Foto von einer Schautafel vor Ort.

Straßenverkehr in der Galerie um 1910. Foto von einer Schautafel vor Ort.

Dann ist es geschafft: auf 2.115 Metern erreiche ich den Splügenpass, wie er hier heisst.

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Hier verläuft die Grenze zwischen Italien und der Schweiz, und die Wasserscheide zwischen dem Rhein und dem Po. Der Splügenpass war seit der Römerzeit bekannt und im 19. Jahrhundert einer der wichtigsten Pässe über die Alpen. Heute wird er nur noch von Touristen und Abenteurern benutzt, der normale Verkehr läuft durch den San Bernardino-Tunnel.

Tatsächlich gibt es hier oben eine Grenzstation, und prompt wird mir signalisiert anzuhalten. Die Renaissance rollt in eine überdachte Haltestelle des Grenzhauses, aber anstelle der erwarteten Zollkontrolle werde ich nur von einer Umfragetante gebeten einige Fragen zu beantworten. Das sei aber freiwillig und falls ich keine Zeit hätte, dann hätte sie da auch Verständnis für. Sie friert sich im Nirgendwo bei 2 Grad den Arsch ab, und schon deshalb beantworte ich ihre Fragen nach Wohnort, woher und wohin.

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Dann bin ich in der Schweiz, und jodele auf der anderen Seite durch mehr als 20 weitere Kehren wieder ins Tal hinab.

Mir wird salutiert. Sehr freundlich, die Schweizer.

Mir wird salutiert. Sehr freundlich, die Schweizer.

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Die Strecke runter ist nicht so schlimm wie es aussieht.

Die Strecke runter ist nicht so schlimm wie es aussieht.

Direkt vor mir verläuft die A13, aber die nehme ich nicht – wenn man Autobahn fahren will, und sei es nur ein Mal, dann muss man gleich eine Jahresvignette kaufen. Die kostet, durch die absurde Finanzpolitik der Schweiz, neuerdings 50 Euro. Das ist mir zu viel für nur wenige Stunden Nutzung, zumal direkt neben, unter und über der A13, die Straße 13 verläuft. Auf der darf man mit 80 fast so schnell fahren wie auf der Autobahn, dafür verläuft sie ungleich interessanter.

Links oben die Autobahn 13, darunter die mautfreie Straße 13.

Links oben die Autobahn 13, darunter die mautfreie Straße 13.

So kurve ich durch die Berge, durch tiefe Felstäler und über hohe Brücken auf meinem Weg nach Norden. Dabei fahre ich so spritsparend wie möglich. Mit GAAAANZ viel Glück schaffe ich es bis nach Österreich, aber vermutlich muss ich vorher tanken – und DAS wird nicht billig. 2015 hat die Schweiz aufgehört den Franken künstlich schwach zu halten. Das hat zu einer urplötzlichen und enormen Verteuerung geführt, für alle Geschäfte, die in Franken abgewickelt werden. Die Folgen für das Land sind dramatisch: Der Tourismus ist quasi über Nacht weggebrochen, weil sich niemand aus dem Euroraum einen Urlaub in der Schweiz leisten kann. Und Schweizer Firmen, die ihre Ausgaben in Franken haben (Arbeitskräfte, Rohmaterialeinkauf) aber ihre Einkünfte in Euro, haben riesige, wirtschaftliche Probleme und wandern ins Ausland ab. Klassischern Fall von Selbts-ins-Knie-geschossen, diese Finanzpolitik.

Nunja, mich interessiert tatsächlich nur das Tanken – schaffe ich es durch das kleine Land, oder muss ich an einer Tankstelle eine meiner Nieren opfern, um 5 Liter Benzin zu bekommen?

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Seen glitzern im Sonnenlicht.

Seen glitzern im Sonnenlicht.

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An eine Pause denke ich nicht mal. Ich will nur fahren, durch diese herrliche Landschaft gleiten und um die Kurven flitzen und den Wind am Helm spüren. Alles was zählt ist die Straße und das Motorrad und die Konzentration auf beides, der Rest der Welt ist weit weg und ziemlich egal.

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Ein Licht am Ende des Tunnels!

Ein Licht am Ende des Tunnels!

Aber zu meinem eigenen Erstaunen reicht der Sprit durch die Schweiz, und ich breche in verhaltenen Jubel aus als die Grenze vorbeizieht. Im österreichischen Feldkirchen kann ich für 1,20 Euro pro Liter tanken. Dann geht es weiter nach Norden, aber quälend langsam. Ort geht in Ort über, Ampel drängt sich an Ampel, und die Österreicher und Liechtensteiner fahren wie die letzten Idioten: Immer schön behäbig, und sobald ein Fußgänger einen Zebrastreifen nur aus weiter Etfernung anguckt, wird eine Vollbremsung hingelegt und dabei das eigene Auto abgewürgt. Wo lernen diese Komiker fahren? Ich sehe einige mit einem „L“ im Heckfenster und deduziere messerscharf, dass das die Abkürzung für Looser ist.

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Tatsächlich bin ich gerade um den Bodensee herum unterwegs, und ganz ehrlich: Schön ist das hier nicht. Viel zu viele, zu dicht gebaute Orte, zu viel Verkehr, alles hässlich. Ich bin nachgerade froh, als ich endlich auf die German Autobahn komme. Auf der beginnt sofort wieder der Krieg, aber zumindest geht es vorwärts. Nach weiteren hundert Kilometern und insgesamt 8 Stunden Fahrt komme ich um 15.45 Uhr in Ulm, genauer gesagt: In Neu-Ulm, an.

Tour des Tages: 450 Kilometer über die Berge, etwas mehr als 8 Stunden.

Tour des Tages: 450 Kilometer über die Berge, etwas mehr als 8 Stunden.

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Mein Quartier ist im Donau Hotel, einem günstigen und in die Jahre gekommenen Etablissement, in dem viele Handwerker auf Montage wohnen. Das Hotel liegt in direkter Nähe zur Altstadt. Ich lade kurz die Klamotten ab und schlüpfe in Jeans und Trekkingschuhe, dann laufe ich in die Stadt und suche das Münster.

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Das Ulmer Münster hat mit 156,5 Metern den höchsten Kirchturm der Welt. Ich steige alle 768 Stufen hinauf. Zum Vergleich: Der komplette Vatikan hat bis zur Spitze nur 521 Stufen. Zu meinem eigenen Erstaunen komme ich dabei nicht mal außer Atem. Ich bin aktuell gerade sehr fit.

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Auf halber Höhe liegt die Wohnung des Turmwarts. Er kann einen Korb hinablassen, für Nahrungsmittel. Im Vorraum hängen Bilder anderer großer Bauwerke, und nicht ohne Stolz stelle ich fest, dass ich viele davon schon besucht habe.

Der neue Turmwart: Wiesel.

Der neue Turmwart: Wiesel.

Mit Korblift für die Nahversorgung.

Mit Korblift für die Nahversorgung.

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Kein Abstieg! Die sozialen Netze funktionieren!

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Die Auftsiegsmöglichkeiten sind allerdings auch begrenzt 😦

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Der Turm ist schwindelerregend und majestätisch zugleich. Besonders beeindrucken die fast schon fragil wirkenden Stützkonstruktionen. Hier hat jemand mit sehr viel Ehrgeiz gebaut!

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Die Aussicht ist jede Treppenstufe wert.

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Nach dem Münster drehe ich eine Runde durch die Innenstadt. Das hier ist der letzte Abend der Reise, und das zelebriere ich in einem Restaurant mir typischen Spezialitäten: Käsespätzle, Maultaschen und dazu einem „Goldochsen“ Kellerbier.

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Luftmotorad. Deko in einem Einkaufsmarkt.

Luftmotorad. Deko in einem Einkaufsmarkt.

Dann trabe ich zurück zum Hotel – die lange und anstrengende Fahrt fordert ihren Tribut, ich bin totmüde.

Seltsam: die Vorhänge im Hotel filtern das Licht so, dass alle schwarzen Kunststoffteile Lila aussehen.

Seltsam: die Vorhänge im Hotel filtern das Licht so, dass alle schwarzen Kunststoffteile Lila aussehen.

Dabei sind sie wirklich schwarz!

Dabei sind sie wirklich schwarz!

Funfact: Im Juni ist es halb so warm wie im Dezember 2015.

Funfact: Im Juni ist es halb so warm wie im Dezember 2015.

Tanken auf der Heimfahrt. Diesmal wirklich. Kenner/-innen wissen, wo das hier ist.

Tanken auf der Heimfahrt. Diesmal wirklich. Kenner/-innen wissen, wo das hier ist.

Morgen geht es dann nach Hause, und das war sie dann, die Motorradreise 2015.
5.479 Kilometer in 19 Tagen habe ich am Ende zurückgelegt. Gar nicht mal so lang und so viel, dieses Mal, und zum guten Teil ging es an bekannte Orte. Warum auch nicht, im Herbst habe ich noch viel vor, da darf die Sommerreise kürzer sein. Außerdem stand Entspannung im Vordergrund, und wenn man schöne Orte dafür kennt, kann man da auch mehrmals hinfahren.

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Eng gepackt: Auf der Heimfahrt sind die Koffer voller, es gilt viele Spezialitäten mitzubringen...

Eng gepackt: Auf der Heimfahrt sind die Koffer voller, es gilt viele Spezialitäten mitzubringen…

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So sehr ich mich auch freue nach Hause zu kommen, so melancholisch bin ich auch. Wieder in der Heimat werde ich mich einer Operation stellen müssen, und das ich in diesem Jahr noch einmal Motorrad fahren werde ist sehr unwahrscheinlich. Aber egal. Für dieses Jahr bin ich froh das alles gut gegangen ist. Kein Unfall, kein unangenehmer Zwischenfall, und selbst die Situation mit der italienischen Werkstatt habe ich hinbekommen. Doch, die vergangenen 2,5 Wochen waren entspannend und anstrengend, erholsam und fordernd, lehrreich und aufregend. Abenteuer light, so wie ich es mag. Nächstes Jahr werde ich dann wieder im Sattel sitzen, denn das ich wieder mit dem Motorrad verreisen möchte, das weiß ich jetzt schon.

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Die komplette Staffel Reisetagebuch Motorrad 2015:

 
8 Kommentare

Verfasst von - 2. Januar 2016 in Motorrad, Reisen, Wiesel

 

8 Antworten zu “Motorradreise 2015 (11): Der Fluch von Montespluga und das Ende einer Reise

  1. Rufus

    2. Januar 2016 at 09:17

    Interessantes Kirchchen – sollte ich vielleicht einmal beschallen… 😉

    Gefällt mir

     
  2. Silencer

    2. Januar 2016 at 13:04

    Ah, gut zu sehen, dass Du auch im neuen Jahr nichts von Deiner legendären Bescheidenheit verloren hast!

    Gefällt 1 Person

     
  3. kalesco

    3. Januar 2016 at 11:49

    Krasse Tour! Respekt!

    Und nach 8 Stunden Motorrad, 700+ Stufen ohne außer Atem zu kommen? Bist du neuerdings ein Superheld? Ich schaffe es nicht mal in den sechsten Stock ohne schnaufen, und bin auch recht fit…

    Ich freue mich auf die nächsten Abenteuerberichte, danke dass du dir so viel Zeit nimmst dafür! Meine Reisegeschichten sind ja immer recht knapp, weil a) mehr so (zeit)aufwändig ist und b) es eh kaum wer liest. (4 😉 )

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  4. Silencer

    3. Januar 2016 at 19:24

    Im Sommer war ich tatsächlich superfit und habe das sehr genossen. Leider ist nach dem zweiten Halbjahr 2015 davon nichts mehr übrig, aber ich arbeite wieder dran 🙂

    Es geht hier tatsächlich viel Zeit rein, aber letztlich mache ich das für mich – ich kann mich tatsächlich total dran freuen, wenn ich alte Reiseberichte mal wieder angucke. Wenn noch wer mitlesen mag ist das ein netter Bonus 😉

    Gefällt 1 Person

     
  5. Teichi

    6. Januar 2016 at 02:59

    Wunderbarer Bericht Silencer, ich bin ein stiller Mitleser deiner Touren, und bin doch sehr neidisch über deine Erfahrungen und Eindrücke. Hut ab und Respekt! Mach weiter so und das du 2016 wieder fitt genug bist, solche Reisen durchzuführen.

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  6. Silencer

    6. Januar 2016 at 09:00

    Hallo Teichi und offiziell willkommen im Blog! Danke für´s outing und mitlesen – ich freue mich über jeden Leser!

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  7. Teichi

    9. Januar 2016 at 16:57

    Ja, ich lese gerne deine Berichte. Meine ZZR hat außer den Schwarzwald, Bodensee und fränkische Schweiz noch nicht viel zu Gesicht bekommen.

    Gefällt mir

     
  8. Silencer

    11. Januar 2016 at 09:56

    Ah, noch ein ZZRler! Sehr schön! Schwarzwald muss auch ein tolles Gebiet zum Rumtoben sein, steht auch noch auf einer „to see“-Liste

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