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Ruby 2016

12 Apr

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Herr Silencer schreibt sich eine Notiz an sich selbst.

40 Zoll! 50 Zoll!!! 65 Zoll!!!!!111!! bejubeln Hersteller und Blödmarkt die Größe aktueller Fernseher. Darüber kann ich ja nur müde lächeln. Fernsehbilder werden bei mir mit einer bescheidenen Diagonale von 3,70 Metern angezeigt, was rund 140 Zoll entspricht.

Seit rund 5 Jahren tut ein kleiner und leiser Sanyo-Projektor bei mir seinen Dienst. Wenn der loslegt, wird eine ganze Wand des Wohnzimmers zum Full-HD-Display. Zwar steht hier irgendwo auch noch so ein Monster von Röhrenfernseher rum, aber der wird so gut wie nie benutzt. Egal ob klassisches Fernsehen, Streaming aus dem Rechner oder Gaming von einer der drei Konsolen: Alles läuft über den Beamer, den ich mittlerweile nicht mehr missen mag.

Kleiner Nachteil bei Beamern ist allerdings, dass das Leuchtmittel verschleißt. In ihrem Inneren werkelt eine Queecksilber-Hochdrucklampe, und die verliert im Laufe der Zeit an Leuchtkraft. Erst ein Bißchen, dann plötzlich schlagartig. Wenn das Bild so dunkel wird, das selbst Bilder vorm Strand in der Sonne so aussehen, als seien sie bei Nacht und Nebel entstanden, dann steht ein Lampenwechseln an.

Früher kostete eine Lampe um die 400 Euro. Die Zeiten sind zum Glück vorbei, Beamerlampen sind Massenartikel geworden. Originallampen für meinen Beamer kosten rund 250 Euro. Das geht auch billiger, wenn man beim Nachkauf etwas aufpasst.

Ein No-Go sind billigste Chinalampen um die 60 Euro. Die passen vielleicht, funzeln aber nur, weil sie nicht die erforderliche Lichtstärke haben.

In der Preisklasse um die 100 bis 130 Euro tummelt sich alles mögliche, allerdings in erster Linie Schrott. Vor zwei Jahren hatte ich aus der Region eine Lampe, die wie irre stank und zudem das Licht stark farbstichig abgab: Die linke Seite des Bildes war rot, rechts grün. Menschen in Filmen sahen dadurch entweder aus als wäre ihnen schlecht, oder als hätten sie gerade einen Wutanfall. Eine andere Lampe aus der Preisregion verabschiedete sich nach wenigen Betriebsstunden mit einem lauten Knall und hinterließ Tausende von Glassplittern im Inneren des Projektors und eine Quecksilberdampfwolke im Wohnzimmer.

Die beste Alternative, die ich bislang gefunden habe, sind die Ruby-Lampen. Das sind Originallampen von einem der drei großen Markenhersteller, quasi Erstausrüsterqualität. Die Spezifikationen sind exakt wie beim Original, sie stinken nicht, geben das Licht gleichmäßig ab, explodieren nicht ohne weiteres und kosten weniger als die Hälfte der Originallampe, in meinem Fall: um die 120 Euro. Je nachdem, von welchem Hersteller eine Ruby gerade kommt, ist der Käfig der Lampe leicht unterschiedlich (mal dickeres, mal dünneres Material, mal geklemmte, mal geschraubte Kabel), aber qualitativ sind die alle gleich gut und passend.

Bei meinem Sanyo baute die Originallampe nach 2.900 Stunden ab und wurde durch eine Ruby ersetzt. Die hatte jetzt schon wieder 2.500 Stunden auf der Uhr und wäre von der Helligkeit noch gut gewesen, aber ich wollte die gerne als Ersatz für Notfälle liegen haben. Daher jetzt eine neue Ruby, und deshalb auch dieser Blogeintrag: Er ist eine Notiz an mich selbst, dass ich im April 2016 die Beamerlampe gewechselt habe.

Rubylampen gibt es bei der Firma http://hcinema.de/
Was der Website an schickem Design fehlt, machen die mit Kompetenz und fairen Preisen wieder wett.

 
7 Kommentare

Verfasst von - 12. April 2016 in Ganz Kurz

 

7 Antworten zu “Ruby 2016

  1. Albrecht Wagenhöfer

    13. April 2016 at 14:17

    Fährst du mit „eco“ oder Vollmodus? Je nachdem, wie warm es im Zimmer ist (wir sinn hald alde Leud) bläst der Lüfter machmal schon hörbar. Gegen die Brillianz von nem guten Plasma kommt der Beamer nicht ganz ran. Röhrenfernseher sind alle entsorgt, im 4:3 Format könnte man die noch nicht mal unseren Neubürgern anbieten.

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  2. Silencer

    13. April 2016 at 14:29

    Im Eco-Modus. Volle Energie gebe ich nur beim Fotogucken o.ä., dann wird aber der Projektor, wie Du schon sagst, sehr hörbar.

    Mein Röhrenmonster ist tatsächlich noch 4:3, gekauft 1997. Wenn das Ding nicht so unfassbar schwer wäre, hätte ich auch schon mal den Hintern hoch bekommen und den entsorgt. Aber so denke ich jedesmal, wenn ich den sehe: Ach, besser ist es für die Bandscheibe, wenn der bleibt, wo er ist.

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  3. Albrecht Wagenhöfer

    13. April 2016 at 18:53

    Wo es doch die stromsparenden LED’s oder OLEDS gibt, mein Plasma zieht auch genug Strom.
    Ursprünglich wollte ich nur Spielfilme per Beamer schauen, jetzt läuft alles drauf. Spielkonsole leider nur eine XBox, kann aber auch Prime und Netflix usw. verwalten. Ich glaube, für einen der Richtung 70 marschiert, stehe ich mit ner Spielekonsole auf weiterer Flur.
    Kannst du mir einen Gefallen tun? Navi…(wenn du Osten draufhast) von z. B. Heidelberg nach Konstanza/Ro rechnen lassen OHNE AB! Von meinen älteren Nüvis schafft das keines, noch nicht mal LagoMaggiore ohne dass ne Meldung kommt, der Speicher langt nicht.
    Das oder der Motopilot von BP schafft das, habe aber Bedenken wenn ich update, dass er dann auch Streckenalzheimer bekommt.

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  4. modnerd1138

    13. April 2016 at 19:28

    Witzig. Du postest ausgerechnet an dem Tag diesen Artikel, als nach dem älteren davon suchen wollte. Bis zwar bei meinem Sanyo erst bei 1.900 Stunden, aber so langsam kann man mal gucken.
    Ist der Einbau eigentlich einfach? Und weißt du, ob die Lampen die Bildfarbe ändern können? Mein Beamer wurde scheinbar vom Vorbesitzer kalibriert…

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  5. Silencer

    13. April 2016 at 22:42

    Gedankenübertragung 🙂
    Der Einbau ist Trottelsicher. Wartungsklappe öffnen, zwei Schrauben lösen, Lampe aus dem Stecksockel ziehen. Neue Lampe einsetzen. Die läuft in Führungsschienen und kann gar nicht verkehrt eingesetzt werden. Die letzten Milimeter vorsichtig in den Stecksockel drücken. Sicherungsschrauben anziehen. Fertig.

    Ja, die Lampen ändern die Bildfarbe immer ein wenig und verändern die auch über ihre Lebensdauer hinweg. Da muss man dann ein wenig nachregeln.

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  6. Silencer

    13. April 2016 at 22:44

    Mit AB war das in einer Minute berechnet. Ohne AB rechnet das ZUMO 590 stundenlang, ohne Ergebnis. Wundert mich nicht, das hatte auch bei der Strecke Italien – Deutschland über die Schweiz ohne Maut und ohne Vignette Probleme. Irgendwas verhunzt Garmin da beim Grenzwechsel.

    Die XBOX360 ist ein feines Gerät, da lass mal nix drauf kommen. Schön, dass Du Dir den Spieltrieb bewahrt hast!

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  7. Albrecht Wagenhöfer

    14. April 2016 at 09:51

    Danke, dann bin ich vom Garminkaufgedanken befreit und muß die alten Nüvis „neu“ sehen.
    MotoPilot ist schon sehr abgespeckt, bin’s aber zufrieden. Nehme aber noch das alte Navi mit wenn es in Details geht, das kann OSM-Cards darstellen.
    Viele Spiele habe ich nicht für die XBox, Rollenspiele sind zeitaufwendig deshalb eher Rennen.
    Lampenwechsel kommt bei mir im Herbst, gestern bei BM wieder Stunden drauf.
    Bewahren? Mit zunehmendem Alter verlagert sich der „Spieltrieb“.

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