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Wer keine Rettungsgasse bildet, hat einen extrem kleinen Pimmel

17 Mrz

„Die haben mich gefragt, was ich mir einbilden würde, wer ich überhaupt sei, und ich soll nicht so einen Zirkus machen.“

Der Satz ist nicht an der Theke eines Schnellrestaurants gefallen, sondern wurde genau so einem Stadtbrandinspektor ins Gesicht gesagt – WÄHREND er auf dem Weg zur Rettung eines Schwerverletzten war.

Was war passiert? Unfall auf der Autobahn, Stau, Rettungskräfte kommen nicht durch, weil irgendwelche Bematschten die Rettungsgasse verstopfen. Passiert in Deutschland leider dauernd.

Jetzt könnte man natürlich sagen: Was soll man denn bitte erwarten? Die Deutschen sind zu doof sich ans Rechtsfahrgebot zu halten, begreifen nicht wie das Reißverschlusssystem funktioniert und sind sogar von Kreiseln überfordert, wen wundert es da, dass sie Rettungsgasse nicht können?

In obigen Fall haben Idioten tatsächlich vorsätzlich eine vorhandene Rettungsgasse verstopft und dann die Retter angepöbelt. Dafür werden sie jetzt hoffentlich derbe zur Rechenschaft gezogen. Aber viele Autofahrer WISSEN gar nicht wie Rettunggasse geht, weil sie es nicht in der Fahrschule gelernt oder nicht mehr präsent haben. Rettungsgasse? Wo bildet man die bei mehrspurigen Straßen? Zwischen der Linken und mittleren Spur? Oder zwischen der rechten und mittleren? Oder ist der Standstreifen die Rettungsspur?

Um sich das ganz einfach zu merken, gibt es seit Anfang des Jahres die „Rechte-Hand-Regel“. Der Daumen ist die linke Spur, die Finger alle anderen, und ZWISCHEN Daumen und Fingern wird die Rettungsgasse freigehalten. Das sieht dann so aus:

Die Regel gilt übrigens auch in Österreich und der Schweiz.
Ach, nochwas: Wer keine Rettungsgasse bildet UND DANN auch noch die RETTUNGSKRÄFTE DUMM ANMACHT hat einen einen extrem kleinen Pimmel. Und wählt in 94% aller Fälle auch noch AFD.

 
4 Kommentare

Verfasst von - 17. März 2017 in Service

 

4 Antworten zu “Wer keine Rettungsgasse bildet, hat einen extrem kleinen Pimmel

  1. Albrecht Wagenhöfer

    17. März 2017 at 10:30

    Gibt es bei mir öfter beim (eigentlich verbotenem) Durchschlängeln im Stau mit dem Möpp: Manche machen die Gasse noch extra zu, obwohl die mich erkennbar, auch Dank der vielen Lichter vornedran, sehen. Ich kapiere das Gehabe der doch „Zivilisierten“ nicht immer, eher den Ellbogen rausstrecken und Machoallüren an den Tag zu legen als leger und rücksichtsvoll im Straßenverkehr unterwegs zu sein. Viele LKW-Fahrer bügeln deren Fehler aus und ziehen noch weiter nach rechts. Bei Sommerhitze mit Vollschutzanzug plus Helm im Stau zu stehen, kann sich mancher „Gassenverenger“ nur sehr schwer vorstellen, der von der Klimaanlage umfächelt wird.
    Für Rettungskräfte sollte es ein Räumstatus geben mit Ramme vornedran, dann würden viele eher mal nachdenken. Das gilt auch beim Parken in 2. oder 3. Reihe…..und Rettungskräfte kommen nicht durch.

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  2. Silencer

    17. März 2017 at 11:02

    Da sagste was. Ich bin auch kein Freund von durchschlängeln (zumal das mit Koffern dran auch schwer ist), aber wenn man im vollen Ornat und in praller Sonne stundenlang rumsteht, dann wird einem schon ganz anders. Im klimatisierten Auto kann man schnell mal was trinken, auf dem Möpp geht das nicht. Ich erinnere mich da mit Grauen an die Autobahn bei Menton, da wäre ich vor Dehydrierung beinah vom Bock gefallen.

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  3. Albrecht Wagenhöfer

    17. März 2017 at 12:28

    Trotz allem…….deiner Schlagzeile nach…….dürfte ein Großteil der Fahrbahnverenger doch weiblicher Natur sein. Da funzt der Vergleich der Pimmelgröße nicht mehr oder hab‘ ich da was anatomisch übersehen? Ach ja, dann geht’s um die Haarfarbe. Hehe.

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  4. Silencer

    17. März 2017 at 13:03

    Menschen, die absichtlich Rettungsgassen zum Überholen verwenden und Rettungskräfte bepöbeln unterstelle ich mal (ein kleines) männliches Geschlecht. Sollten auch Frauen darunter sein, vermute ich Testosteronüberproduktion.

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