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Bye, SPON

28 Aug

Ach, SPIEGEL Online fehlt mir ja schon ein wenig.

Schon länger kann man die Seite nicht mehr ohne Adblocker besuchen, weil man dann von blinkenden und blitzenden Bannern, animierten Skyscrapern und durch´s Bild fliegendem Videomüll blind wird. Unabhängig davon konnte man echte Videos nicht angucken, weil SPON vor einen 10 sekündigen Nachrichtenschnipsel von Youtube oder REUTERS 30 bis 60 Sekunden Werbung schaltete. Erträglich war das Ganze wirklich nur mir Adblocker, auch wenn durch den immer mehr Werbung durchrutschte.

Seit vergangener Woche wird man nun von SPIEGEL Online geblockt, wenn man einen Adblocker im Browser hat. Sowas kannte ich bislang nur von den Seiten des SPRINGER-Verlags, aber BILD und Co. lese ich ohnehin nicht. Nun also auch SPON.

Die bieten zwar auch ein Abo an, aber das ist 1. preislich nicht angemessen für Inhalte wie „Massentourismus an der Ostsee“, „die Enttäuschung der Trump-Anhänger“ oder „So gefährlich ist ihr Küchenschwamm“ und 2. wird m.W. auch dieser Content mit Werbung ausgeliefert. Und das ist es dann genau nicht wert.

Tja. Wir hatten eine lange, gemeinsam Geschichte. Seit 1997 lese ich SPON, jetzt heißt es Abschied nehmen. Mach´s gut, SPIEGEL ONLINE.

 
6 Kommentare

Verfasst von - 28. August 2017 in Ganz Kurz

 

6 Antworten zu “Bye, SPON

  1. Olpo Olponator

    28. August 2017 at 14:17

    Ich denke, daß der noch größere Bruder, welcher über die nationalen Großen Brüder wacht, zur entscheidenden Attacke ansetzt. Allerorten wird die Parole ‚Friß was ich dir vorsetze oder verhungere‘ zelebriert, es wird eng für Denkende – das hatten wir schonmal und es wird keinen Unterschied in der Wirkung geben; nur die Methoden sind psychologisch derart ausgereift und die zu gehende Linie medial allgegenwärtig, sodaß auf konzentriertes Wegsperren Unwilliger verzichtet werden können dürfte.
    Wahrscheinlich hörte Spiegel schon längst auf Springer.

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  2. Silencer

    28. August 2017 at 14:30

    Das steht zu vermuten, zumal SPON schon vorvergangenes Jahr sehr viel Springerpersonal eingekauft hat.Die Effekte auf die redaktionelle Arbeit konnte man sofort besichtigen, plötzlich wimmelte es vor Lifestyle-Dummfug und Bento-Kinderkram.

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  3. ruediger

    28. August 2017 at 14:51

    SPON ist hier schon im frühen 2016 eingestellt, nach dem Leistungsschutzgesetz und Spiegel Online sich meines Erachtens lächerliche begründet haben, dass Google mit dem Auflisten deren Artikel Geld verdienen würde und sie nicht. Damit ich denen keine weiteren Schaden hinzufüge bin ich halte weg geblieben und es geht auch.

    Dafür habe ich mir die FAZ als Online-Abo angeschafft. Die haben zwar auch Werbung auf der Seite, sind aber bzgl. Werbeblockern nicht so mimimi wie SPON oder die SZ. Guter Journalismus darf Geld kosten, den finde ich aber bei SPON nicht. /rant out

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  4. Thomas

    28. August 2017 at 16:34

    Mit dem Addon NoScript werden auch die Hinweise auf den Addblocker unterdrückt.
    Zumindest die Texte kann man dann ohne Störung lesen.

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  5. Silencer

    28. August 2017 at 16:50

    @Ruediger: Sehe ich genauso. Ich abonnier sogar journalistische Services, wenn ich sie für gut halte. Spon ist das nicht wert.

    @Thomas: Tatsache, danke für den Hinweis! Allerdings habe ich noscript schon einige Zeit ausgeschaltet, weil damit zu viele andere Sachen im Web einfach kaputt sind. Auch das ist SPON mir nicht wert. 🙂

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  6. typ3typ

    28. August 2017 at 17:30

    Bei meiner Konfi (Firefox mit uBlog Origin) auf dem (Linux)Rechner und auf den Android-Geräten läuft SPON weiterhin ohne Werbe-PopUps. Die Werbung vor den Videos ist störend, aber ich guck die eh selten an. Bin mehr für das geschriebene. Das mit der sinkenden Qualität der Artikel stimmt allerdings. Wobei ich deswegen noch nicht den Aluhut rausholen muss. 😉

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