Impressionen einer Novemberwoche

Ja, der November ist kalt und grau und nass und doof. Umso mehr ist man verpflichtet sich selbst was Gutes zu tun. In dem man z.B. Herrn Wischmeyer besucht, der einer vollbesetzten Schulaula voller Wohnmbobilbesitzer und ältlicher Jägerzaunfans erzählt, wie spießig und verschroben sie doch sind. Die Texte aus seinem neuen Buch „Vorspeise zum jüngsten Gericht“ waren unterlegt mit netten Bildern und – Drohnenfilmen. Ja, der Herr Wischeimer experimentiert wohl ganz gerne mit Drohnen.

Dienstreise nach Dienstreise… zum Wochenausklang verschlug es mich nach Hamburg.

Am ersten Abend dort muss ich immer zu Soul Kebab am Busbahnhof, einer der besten Dönerteller der Stadt.

Endlich mal einen Changhong in freier Wildbahn gesichtet. „Bits & So“-Hörer werden jetzt wissend grinsen.

Wenn schonmal in Hamburg, dann gleich Kultur gucken. Ich bin ja ein Fan von Musicals, und „König der Löwen“ kannte ich noch nicht. Die beiden Stage Theater liegen mitten im Hafen, dahin kommt man mit einem Shuttle-Boot.

Die Inszenierung war schon sehr beeindruckend, und das die Texte auf Deutsch waren, war gar nicht schlimm. Der Cast bestand nämlich zum großen Teil aus Amerikanern mit sehr, nun, sagen wir: Amerikanischer Aussprache. Bei manchen Darstellern konnte man echt kein Wort verstehen, es klang, als würden sie englisch sprechen. Diese Radebrechen hat mich bei „Starlight Express“ sehr genervt, hier war es mir egal.

Das ist keine Sonne, sondern deren Reflexion in einer Gebäudefassade.

Erstaunlich fand ich übrigens, dass ich sogar im Theater einigen Umsitzenden erklären musste, dass es maximal uncool ist, sich während der Aufführung anzuschreien, um die Musik zu übertönen und die Unterhaltung mit dem Kumpel fortzuführen. Was geht in diesen Leuten vor? „Ich habe 150 Euro für die Karte bezahlt, ich habe mir damit das Recht erworben mich zu benehmen wie ich will“

Die Heimreise erfolgte im Nebel und direkt in einen abgeriegelten Bahnhof. Waren wohl wieder Nazis unterwegs oder Fußballfans oder beides.

2 Gedanken zu “Impressionen einer Novemberwoche

  1. Jaaaa, König der Löwen, da muss man nix verstehen von den Dialogen (kann man doch eh auswendig oder?!), beim Musical geht’s um die tollen „Puppen“ – ich freu mich! Hab es in Sydney 2003 schon gesehen, und ist ein Fixpunkt in Hamburg nächstes Frühjahr.

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