Erste Erfahrungen mit Airbagkleidung: Alpine Stars Valparaiso mit Tech Air Street

Secret Confession: Ich HASSE es, Klamotten zu kaufen. Das Drama um die Anschaffung einer neuen Motorradjacke werde ich mit Sicherheit nie vergessen, so abgrundtief verabscheuenswert war das Ganze. Am Ende hat es fast drei Monate gedauert. Warum ich jetzt eine Jacke trage, die mehr wert ist als meine ZZR 600, wieso ein Stück Technik aus der Zukunft gefallen ist und warum es trotzdem nervt, erzähle ich hier.
Hinweis: Mittlerweile gibt es ein Update zu diesem Artikel, in dem ich berichte, welche Erfahrungen ich mit dem Airbagsystem im Alltag und auf einer Fernreise gemacht habe. Hier geht es zum 7.500 km-Update.

Es begab sich vor zwei Jahren, das ich dachte: Mensch, meine Mohawk Sympatex-Kombi, die hat schon ordentlich was mitgemacht. Regen, Wind, wochenlange Touren in salziger Luft, teils extreme UV-Einstrahlung, hohe Temperaturen… wer weiß wie lange der Kunststoffkram das aushält. Spätestens 2018, wenn es in die siebte Saison geht, sollte ich die mal austauschen.

Was ich wollte, stand schnell fest…

Also begann ich nach einer Nachfolgerin für die Mohawk zu suchen. Es sollte wieder eine Textilkombi sein, die ich hauptsächlich auf Reisen tragen würden. Sie sollte tauglich sein um damit zu fahren, aber auch um damit bei großer Hitze durch Städte zu laufen, auf Berge zu steigen oder in Höhlen herumzuklettern. Das bedeutete: Außen Cordura oder etwas in der Art, aber die sturzgefährdeten Stellen sollten bitte wieder mit Leder verstärkt sein. Membran wünschenswert, Thermofutter nicht nötig.

Schnell stellte sich raus: Leder/Textil-Kombis waren gerade total out. Das, was ich wollte, gab es in ansprechender Qualität nur von der Firma Alpine Stars. Das ist nicht schlimm, die genießen einen hervorragenden Ruf und statten in der Moto GP jeden zweiten Fahrer aus. Die erstklassige Qualität lassen sie sich auch angemessen vergüten, die Jacke, die ich wollte, sollte 700 Steine kosten. Aber nun, ich hatte noch zwei Jahre Zeit bis zur Neuanschaffung, also fing ich an zu sparen. Auf eine Alpine Stars Valparaiso-Jacke.

Bild: Louis.de

Dann kam der Unfall im vergangenen Jahr, bei dem zum Glück nicht viel passiert ist, der mich aber zum Nachdenken brachte. Ich ertappte mich dabei, wie ich ernsthaft abwog, ob ich von meiner Wunschjacke nicht das Sondermodell nehmen sollte. Die Valparaiso gibt es nämlich auch in einer Ausführung, in der sie für die Aufnahme eines Airbagsystems vorbereitet ist.

Airbags bei Motorrädern sind noch sehr selten. Das merkt man schon an den Diskussionen, die darum noch geführt werden. „Airbagjacken sind für Pussies“ hört man genauso oft wie „Die verleiten zu falschem Sicherheitsdenken! Wer sowas trägt, geht nur noch höhere Risiken ein“ oder „die schränken mich nur ein, ohne das Kram bin ich effizienter“. Das sind natürlich genau die Art von Blödargumenten, die wir schon bei der Einführung der Helmpflicht gehört haben. Oder, die Älteren erinnern sich, als bei Autos die ersten Airbags aufkamen. Oder noch früher, als Sicherheitsgurte und Kopfstützen Pflicht wurden. Immer die selben, dummen Sätze, immer die gleichen Pseudoargumente. Darf man gar nicht hinhören, kriegt man nur Blutdruck von.

Tragbare Airbagsysteme sind heute technisch möglich, und sie werden sich nur noch weiter verbreiten. Aktuell gibt es im Einsteigersegment schon Systeme, die man wie Rettungswesten über dem Fahreranzug trägt und die mit einer Reissleine oder einem Sensor ans Motorrad gekoppelt werden. Die Idee dabei: Macht man einen Abflug über den Lenker, soll die Leine oder der Sensor die Weste auslösen. Problem dabei: Die Auslösezeit ist mit gemessenen rund 200 Millisekunden sehr lang. In der Zeit kann es sein, dass schon ein Einschlag stattgefunden hat und man muss sich wirklich schon im Flug befinden. Dafür sind diese Systeme recht günstig, rund 500 Euro muss man für so ein Ding in Schwimmwestenoptik hinlegen..

Ästhetischer sind die Systeme, die gleich in die Klamotten eingebaut werden. Die lösen über Sensoren und einen Computer im Inneren aus, und zwar wesentlich schneller als die Reissleinenkollegen. Problem dabei: Die Teile gibt es nur von zwei Herstellern und sind unfassbar teuer.

Bild: Alpine Stars.

Mir sagte das Airbag-System der italienischen Firma Alpine Stars sehr zu. Das „Tech Air“ ist komplett autark, also unabhängig vom Motorrad. Außerdem ist es modular: Der ganze Airbagkram steckt in einer Weste, dem sogenannten Chassis, und das kann in verschiedene Jackenmodelle eingesetzt werden. Wie in die Valparaiso, in die ich mich ja ohnehin verguckt hatte.

Ein weiteres Jahr, eine kleine Steuerrückzahlung und gespartes Weihnachtsgeld später stand die Entscheidung fest: Ich wollte so ein Airbagdingens.

Damit fingen die Probleme an, denn die Teile kann man nicht einfach online bestellen. Airbags enthalten immerhin pyrotechnische Ladungen, Lithium-Ionen-Akkus und und Gaskartuschen, die explosionsartig ihre Inhalt freigeben. Sowas wird nicht verschickt. Man kann sie aber auch nicht einfach überall kaufen; Jeder Verkäufer muss von Alpine Stars an dem System geschult werden.

Louis, eine der führenden Ketten für Motorradbekleidung und Zubehör, hat in Deutschland nur sechs Filialen, in denen sie das Tech Air-System verkaufen, und nur eine davon ist in Mittel- bzw. Norddeutschland.

Glücklicherweise ist die nächste Filiale von meinem Wohnort aus „nur“ 130 Kilometer entfernt, das hätte schlimmer kommen können. So kam es, dass ich mich eines Samstag morgens im Februar ziemlich spontan auf den Weg nach Hannover machte, denn Louis hatte genau die Jacke, die ich wollte, an diesem Wochenende im Preis gesenkt. Dazu kam eine Gutscheinaktion und irgendwelches Bonuspunktegehökere und am Ende sollte das Ding 330 Euro kosten. Also, nur die Jacke, ohne Airbag. 330 Euro für ein Kleidungsstrück, das ist viel Geld, aber hört sich schon anders an als 700.

Die Odyssee begann

Vor Ort musste ich dann erst mal eine Stunde warten, bis der einzige Verkäufer, der dort die Airbag-Ausbildung hat, zum Dienst kam. Dann begann der Teil am Klamottenkaufen, den ich so sehr hasse. Denn ich wusste zwar welche Jacke ich wollte, aber nicht in welcher Größe.

Das Problem mit der Größe hat drei Facetten. Zunächst mal: Mein Körperbau ist ziemlich dumm. Ich bin mit 1,70 m nicht groß. Dick bin ich auch nicht, aber ein wenig füllig, und vor allem habe ich einen breiten Brustkorb. Ich bin halt kein schlanker Athlet, sondern eher ein Shetlandpony – klein, kräftig und ausdauernd. Das war Problem Nummer eins.

Problem Nummer zwei ist, das bei Alpine Stars in der Schneidereiabteilung alle durchgeknallt sind. Anders ist es nicht zu erklären, das eine Größe auf „Bella Figura“ getrimmt ist, eine Größe drüber aber auf „nasser Sack“.

Problem Nummer drei ist der Schichtaufbau der Valparaiso-Jacke. Die besteht nämlich aus drei Einzeljacken: Unter die eigentliche Lederjacke kommt eine Jacke aus Membranmaterial, und darunter bei kaltem Wetter noch ein Thermofutter. Und DARUNTER noch der Airbageinsatz.

Schichtkuchen. Thermofutter in Membranfutter in Jacke, darunter noch der Airbag. Ächz.

Thermofutter.

Die Membran ist übrigens die Alpine-Stars-eigene „Drystar“, Goretex oder Sympatex gibt es nicht.

Diese drei Herausforderungen in Kombination sorgten bei mir am Ende für milde Verzweifelung. Die Jacke in Größe M saß schon ohne Thermofutter, aber mit Airbag, äußerst knackig. Mit Thermofutter oder einer leichten Fleecejacke darunter blieb mir fast die Luft weg.

Bild: Garage NYC

In Größe L war alles gut, zumindest um Bauch und Brustkorb herum, auch mit warmer Schicht darunter. Dafür schlabberten die Ärmel durch die Gegend, die waren zu lang und auch viel zu breit.

„Die werden noch kürzer“, meinte Thomas, der Verkäufer. Der musste an dem Tag sehr leiden, denn ich nötigte ihn, immer und immer wieder einen Airbageinsatz von Größe M in eine Jacke Größe L einbauen, und wieder zurück. Zwei Stunden lang probierte ich immer wieder die eine und die andere Jacke aus, mal mit Unterzieher, mal ohne, mal auf einem Showmotorrad sitzend, mal herumwatschelnd. Ich habe jede einzelne Minute gehasst. Thomas vermutlich auch.

Ich bin normalerweise sehr entscheidungsfreudig, aber bei Klamotten hört´s echt auf. Da treffe ich auch dann schon mal eine Entscheidung unter der Prämisse „Werde ich mich schon dran gewöhnen“ oder „Läuft sich schon ein“, einfach nur damit ich´s hinter mit habe. Bei diesen Fluchtentscheidungen liege ich dann schon mal ordentlich daneben, da können die unbenutzten Trekkingschuhe (eine Nummer zu groß) und die verbannten Handschuhe von Held (eine Nummer zu klein) ein Lied von singen. Was bei Beträgen von 80, 90 Euro gerade noch zu verschmerzen ist, wollte ich bei einer Jacke, die mit Innenleben einen ordentlichen vierstelligen Betrag kostet, nicht riskieren.

Am Ende verliess ich den Store mit einer Jacke in Größe M, aber ohne Airbag. Denn das sogenannte Chassis wird nach dem Kauf auf die eigene Person registriert und lässt sich dann nur noch schwer umtauschen, im Gegensatz zur Jacke.

Kaum war ich eine halbe Stunde aus dem Geschäft raus, da kamen erste Zweifel. Hatte ich gerade eine ähnliche Nummer wie mit den Handschuhen oder den Trekkingschuhen gebracht? Wieso hatte ich die Größe gekauft, in der ich kaum atmen konnte? War ich eigentlich dumm oder was?!

Kaum zu Hause klemmte ich mich an den Rechner und nutzte die Supersonderaktion von Louis, um mir eine zweite Jacke in Größe L zu bestellen. Das Unternehmen gewährt freiwillig eine Rückgabefrist von 24 Monaten, also konnte ich mir später mal einen Airbag kaufen, DANN in Ruhe zu Hause ausprobieren, welches die richtige ist, und die nicht passende Jacke zurücksenden. Denn wenn ich schon so viel Kohle ausgebe, sollte die Jacke auch perfekt passen, oder? Soweit der Plan. Dann hieß es warten.

Louis macht meistens im Frühjahr eine Aktion, bei der es 10 oder 20 Prozent Rabatt gibt. Dieses Jahr natürlich nicht. Und eine weitere Komplikation ergab sich: Anders als von Thomas behauptet, passte nicht ein Airbageinsatz sowohl in eine Jacke Größe L und M, sondern den musste man auch in der richtigen Größe kaufen!

Zumindest hatte ich genügend Zeit, mir die Valparaiso-Jacken zu Hause in Ruhe anzusehen.

Wie gewünscht ist an den sturzgefährdeten Stellen Leder verbaut, der Textilteil ist aus Polyamid. Es ist allerdings kein Cordura (das ist nur ein Markenname für die Polyamid-Mischung eines schweizer Unternehmens), sondern eine Eigenentwicklung von Alpine Stars.

An den Gelenken gibt es Stretcheinsätze. Die sollen für bequemeren Sitz sorgen, außerdem bieten sie eine Expansionszone, wenn der Airbag ausgelöst wird.

Die Jacke hat vier vordere Außentaschen. Zwei davon sind mit einer Silikonmembran versehen, die sich nach dem Schließen darüberlegt und die Taschen wie mit einer Haut wasserdicht verschliesst. Die Reissverschlüsse heilen sozusagen langsam zu. Wie abgefahren ist das bitte?

Auf der Innenseite gibt es mehrere Netzinnentaschen und eine wasserdichte Napoleontasche.

Rundherum sind Reflektoren eingearbeitet, von der unauffälligen Sorte.

Auch für Lüftung ist gesorgt. Vorne kann man mittels Reißverschluss beide Brustsegmente komplett öffnen. Da geht der Fahrtwind rein…

… und am Rücken, der sich komplett öffnen lässt, kommt er wieder raus.

Auch die Ärmel lassen sich öffnen. Der Zweiwegereissverschluss erleichtert wahlweise das Einsteigen mit Handschuhen…

…oder hält die Handschuhe fest und ermöglicht Durchlüftung.

Am verlängerten Rücken ist noch eine Tasche, in der sich die Membraninnenjacke verstauen lässt.Trägt man die nicht unter der Hauptjacke, wird es übrigens sehr schnell recht kühl. Das Außenmaterial ist dünn, da merkt man schon den Fahrtwind.

Das Ganze ist sehr, sehr leicht, obwohl die Jacke schon Protektoren enthält. Die müssen aus D3O-ähnlichem Material sein, sie sind sehr dünn und flexibel, haben aber trotzdem Schutzklasse II.

Die Verarbeitung und die Qualität der Materialien schlägt alles, was ich bislang in den Fingern hatte. Meine Sympatex-Version der Mohawk-Kombi von Polo ist nicht eben die Krone der Textilkombis, aber ich kenne durchaus auch hochwertige Fahreranzüge von Rukka oder BMW, und selbst die sind noch ziemlich weit von der Wertigkeit der Alpine Stars entfernt.

Ich muss ganz ehrlich sagen: Diese Jacke wirkt wie etwas, das durch ein Zeitloch aus der Zukunft gefallen ist. So ein Gefühl hatte ich das letzte Mal, als ich 2009 mein erstes iPhone in der Hand hatte.

Ich wartete und wartete, aber natürlich hatte Louis ausgerechnet in diesem Frühjahr beschlossen, dass die Kunden mit Gutscheinen zu sehr verwöhnt worden seien, und das man mal das andere Extrem einschlagen müsste. Generelle Rabattaktionen waren komplett gestrichen worden. Doof für mich. Mitte Mai hatte ich die Warterei satt und fuhr wieder nach Hannover, ohne Gutschein oder Rabattkarte.

Verkäufer Thomas rollte vermutlich innerlich schon mit den Augen, als er mich kommen sah, legte aber bereitwillig nochmal Jacken und Einsätze in Größe M und L aus. Dieses Mal stand die Entscheidung nach der ersten Anprobe, die sommergerecht ohne Innenfutter oder Fleecejacke stattfand. Die nächste Tour passiert ohnehin im Sommer, und die Membranjacke brauche ich als Schutz vor Regen ohnehin schlicht nicht. Ich lehne dieses Prinzip, die Außenhülle durchregnen zu lassen und dann das Wasser mit einer Membran vom Körper abzuhalten, ab. Stattdessen bin ich ein großer Fan von Regenkombis, die über dem Fahreranzug getragen werden.

Größe M saß dieses mal zwar knackig, aber bei der L hingen die Ärmel wieder so runter, das sich im Fall eines Unfalls die Protektoren an Ellenbogen und Schultern weggedreht hätten. Echt, die Ärmel der Valparaiso sind ab Größe L so geschnitten als wären sie für Popeye gemacht. Da KANN niemand reinpassen. Keine Ahnung, was da in der Schneiderei von Alpine Stars schiefgelaufen ist.

Ich bekam noch eine „Minisschulung“ mit Infogehalt nahe Null. Zu beachten gibt es eigentlich nicht viel, außer, dass man nicht versuchen sollte den Airbag zu essen oder aufzuschneiden..

Ich verliess ich den Laden mit gedämpfter Stimmung und einem großen Loch im Portemonnaie. 1.200 Euro sind für mich sehr, sehr viel Geld. So viel auf einmal auszugeben, das macht keine Freude. Nein, dieser Kauf machte mich nicht glücklich. So lange hatte ich auf dieses Ding gespart, und nun hatte ich das Gefühl, etwas Falsches getan zu haben. Und überhaupt: Habe ich schon erwähnt, dass ich Klamotten kaufen hasse?

Wieder zu Hause sah ich mir das Airbagsystem genau an. Die Airbageinheit besteht aus einer Weste aus hoch festem Polyamid mit einem Meshgewebe darüber.

Im Inneren findet sich übrigens der Hinweis „Schutz kann nicht garantiert werden“ – um genau den Leuten den Wind aus den Segeln zu nehmen, die o.g. Argumentation des verminderten Risikobewusstseins aufgrund falschen Sicherheitsgefühls anführen.

Ebenfalls im Inneren sind Hüftgurte, die mit Gorilla-Klett eingeklebt werden können. Der Effekt: Der Protektor sitzt noch sicherer, und das Gewicht wird besser verteilt.

Die Rückseite wird von einem Kunststoffprotektor bedeckt. Genau wie bei einer „Schildkröte“, den klassischen Protektorenwesten. Die Weste schützt also schon passiv, auch ohne Airbag ist hier Schutzwirkung gegeben.

Bild: Alpine Stars.

Anders als bei anderen Westen enthält dieser Protektor aber den Steuercomputer für das Airbagsystem sowie zwei Argon-Gaskartuschen. Das folgende Video beginnt an dem Punkt, an dem der Aufbau gezeigt wird:

Im Rücken und den Schultern der Weste sind Sensoren eingelassen, sowohl zur Messung der Lage als auch der Beschleunigung.

Bild: Alpine Stars.

Der Steuercomputer enthält die eigentliche Magie, und zwar in Form von Algorithmen, die mit den über Jahrzehnte gesammelten Daten aus dem Rennsport angelernt wurden. Anhand der Sensordaten in der Weste muss die Software einige Tausend Mal pro Sekunde das Szenario berechnen und entscheiden, ob der Fahrer nur gerade doll bremst, Off-Road fährt, über seine eigenen Füße gestolpert ist oder ob es gerade einen Unfall gibt, und der Fahrer irgendwo gegen fährt oder angefahren wird. Diese Software ist es, die das System so verdammt teuer macht.

Errechnet das System aus den Sensordaten, dass gerade ein Unfall passiert ist, löst die Weste innert 30 ms aus – das ist deutlich bevor ein Einschlag passieren kann. Eine versehentliche Auslösung soll nicht möglich sein – dafür dient u.a. eine Kalibrierung bei jedem Start des Systems und ein Failsafe, was die Sensoren angeht, denn aus mindestens 2 von denen müssen ein Unfallszenario herleiten lassen.

Das eigentliche Aufblasen ist dann geradezu unspektakulär: Es gibt einen kleinen Knall, und die Jacke wird etwas dicker – und bretthart. „Als ob einen jemand heftig umarmt“, so drückt es der Verkäufer aus, der im Rahmen seiner Schulung sowas mitgemacht hat.
Das folgende Video zeigt, wie eine Jacke ausgelöst wird:

Die Luftpolster schützen Nieren, Oberbauch, Brust, Rücken und Schultern. Insbesondere Nieren und Brust werden bislang bei Moppedklamotten sträflich vernachlässigt. Hand auf´s Herz, wer hat Brustprotektoren? Oder auch nur Klamotten, die darauf vorbereitet wären? Eben. Und doch sterben jedes Jahr Motorradfahrer an Verletzungen des Brustkorbs.

Bild: Alpine Stars

Nach der Auslösung entweicht die Luft innerhalb von 2 Minuten langsam aus dem Anzug.

Die Weste gibt es in zwei Ausführungen: „Street“ und „Race“, wobei die „Race“-Version auch per Software auf die Straßenversion umgepatcht werden kann. Der Unterschied besteht hauptsächlich darin, dass im „Race“-Modus zwei mal ausgelöst werden kann, im „Street“-Modus nur einmal. Das liegt daran, dass Unfälle auf der Rennstrecke gut definierbarem Muster folgen. Dafür wird nur eine der Argonkartuschen verfeuert, bei einem glimpflichen Unfall kann der Fahrer gleich weiterfahren und hat noch einen zweiten Schuß.

Bei Straßenunfällen kann aber alles passieren, z.B. kann einem ein Auto von hinten reinfahren – und dann soll die Jacke rund herum auf das maximale Volumen aufgepustet werden. Die „Street“-Version verbaut übrigens auch BMW in ihre Airbagjacken.

Der Computer im Rückenpanzer hat drei Anschlüsse. Zwei davon sind Datenkabel, die an die Jacke angeschlossen werden. Eines prüft, ob die Jacke vernünftig geschlossen wurde, eines gibt Statusmeldungen an den LED-Panel im Ärmel aus. In der Mitte sitzt ein Micro-USB-Port zum Aufladen des Akkus. Außerdem kann man die Weste an einen Rechner anschließen, und mit einer Software von Alpine Stars die Funktion prüfen, den Fehlerspeicher auslesen, neue Firmware einspielen oder zwischen Renn- und Straßenmodus hin- und herpatchen.

Airbagweste und Jacke

Dann kam der Moment der Hochzeit, das Chassis wurde mit der Jacke vermählt. Der Einbau ist schnell erledigt: An drei Punkten wird die Weste in Schlaufen in der Jacke eingeknüpft, zwei Reissverschlüsse verbunden und die Datenkabel im Rücken der Jacke angesteckt. Fertig.

Am linken Jackenärmel befindet sich ein LED-Panel, das bei Verbindung mit der Airbagweste anzeigt, ob das System eingeschaltet und funktionsbereit ist und wie der Ladestand des Akkus ist. Der benötigt 6 Stunden zum Laden und hat dann Saft für 25 Stunden Betrieb.

Akku von Ansmann.

Dann probierte ich in aller Ruhe rum und stellte zu meiner ziemlichen Überraschung fest: Die Elektronik in der Valparaiso-Jacke ist echt gewöhnungsbedürftig! Eigentlich soll sich das System einschalten, sobald die Jacke geschlossen wird. Nur: Das funktionierte bei meiner nicht zuverlässig. Mal startete es, mal nicht. Nach kurzer Zeit wusste ich auch warum. Tech-Air Jacken und Westen haben normalerweise einen Klettverschluss über den Sensoren am Jackenverschluss. Liegen die übereinander, bootet der Computer. Nur: Meine Jacke hatte diese Klettriegel nicht. Entweder gibt es die in Größe M nicht (was ich nicht glaube), oder der Klett kam erst in einer späteren Revision, und die in Hannover gekaufte Jacke war so alt, das sie das nicht hatte.

Kurz entschlossen bestellte ich bei Louis in Hamburg noch eine Valaparaiso in M. Die hatte allerdings ebenso wenig einen Klettverschluss wie die erste. Das ist schade, aber mittlerweile habe ich einen Handgriff gefunden, mit dem ich die Jacke schließen und das System auf Anhieb starten kann. War letztlich eine Gewöhnungssache. Dafür, dass ich eine alte Revision bekommen habe, hat sie halt auch 370 Euro weniger gekostet als eine aktuelle. 370 Euro für einen Klettverschluss, damit kann ich leben.

Wer aber mit dem Gedanken spielt sich eine Valparaiso zum regulären Preis zuzulegen, muss auf diesen gelben Klettverschluss achten (den die Jacke in Größe L hatte):

Erfahrungen mit dem Tech Air-System: Negatives…

Recht schnell stellte sich raus, dass noch einiges mehr am Tech Air nervt. Am meisten die Zeit, die das System zur Kalibrierung benötigt. Wird die Jacke geschlossen, fängt das LED-Panel mit einer Lichtershow an. Hört die auf, ist der Rechner im Rückenpanzer online und kalibriert die Sensoren. Jetzt blinkt nur noch eine grüne LED, und zwar zwischen 20 und 60 Sekunden. In der Zeit sollte man nicht still stehen, aber auch keinen Dauerlauf machen. Am besten irgendwas dazwischen, dann klappt die Kalibrierung.
Meistens.

In 10 Prozent der Fälle klappt sie nicht, dann musst man die Jacke nochmal öffnen und wieder schließen. Über eine Minute bis alles läuft, und das aber auch nur in 9 von 10 Fällen – das ist nicht gut genug. Erstaunlicherweise nervt es in der Praxis dann aber gar nicht so sehr. Jacke schließen, Handschuhe anziehen, Helm aufsetzen – bis man damit fertig ist, ist das System online und kalibriert.

Was mehr nervt: Knöpft man die Weste, wie in der Anleitung beschrieben, mittels zwei Druckknöpfen in eine Halterung am Rücken der Jacke ein, hängt die so hoch, dass dadurch der Kragen so eng wird, dass er auf dem Kehlkopf aufliegt und einem die Luft abdrückt. Abhilfe schafft hier einfach Ignoranz: Wenn man die Druckknöpfe ignoriert und den Airbageinsatz nur an den Frontreissverschlüssen und den drei Laschen im Rücken einknöpft, hat man das Problem nicht. Im Gegenteil, dann trägt der Protektor nicht mal dick auf, und die Jacke sieht aus wie eine gewöhnliche Motorradjacke.

Sie ist halt nur schwerer. Die eigentliche Valparaiso-Jacke ist mit 1.800 Gramm inkl. Protektoren superleicht, aber die Airbagweste wiegt halt 2 Kg. Fast 4 Kg Jacke, das muss man auch erstmal durch die Gegend tragen können. Aber ich bin ja ein Sheltandpony. Trotzdem zum Vergleich: Meine Mohawk-Jacke wiegt inkl. der dicken Protektoren an Schultern, Ellenbogen und Rücken „nur“ 2,8 Kg. Man stelle sich in dem Zusammenhang zwei 1,5 Liter PET-Wasserflaschen vor, die man permanent mit sich rumschleppt. Und die Tech Air ist nochmal schwerer, mit ein wenig Geraffel in den Taschen sind es drei PET-Flaschen.

Immerhin, das High-Tech-Innenleben sieht man der Valparaiso nicht auf den ersten Blick an. Es seit denn, man guckt auf den Ärmel. Dort leuchtet das LED-Panel wie ein Scheinwerfer. Die LED sind hell. WIRKLICH hell.

Klar, man kann sie auch bei Sonnenlicht gut ablesen, aber man läuft halt rum wie ein elektrischer Cowboy. Aber immerhin hat man im Dunkeln eine Taschenlampe am Arm. So hell ist die Status-LED bei absoluter Dunkelheit: Auf 3 Meter Entfernung wirft die diesen Kreis mit 1 Meter Durchmesser auf die Wand meines Schlafzimmers!

Abhilfe schafft hier ein Stück Isolierband zum Abdecken der LEDs, so dass nur noch ein kleines Bisschen Licht nach Außen dringt. Das reicht zum Ablesen des Status, wirkt aber nicht so aufdringlich.

Immerhin ist das Statuspanel gut designt. Das kann man vom Ladeanschuss nicht behaupten, der halt in der Mitte des Rückenprotektors sitzt. Insbesondere wenn die Innenfutter eingeknöpft sind, ist das finden des Micro-USB-Ports eine irre Fummelei. Abhilfe schafft hier ein kurzes USB-Kabel, das man einfach dauerhaft dran lässt.

Ebenfalls schlecht designt: Die Valparaiso-Jacke hat mehre Netzinnentaschen, die mit dem Airbageinsatz aber alle nicht mehr nutzbar sind. Die Airbagweste selbst verfügt über keine Taschen. Das ist vermutlich so gewollt, damit man nicht versehentlich die Weste oder sich selbst perforiert, aber trotzdem schade.

…und Positives

Es gibt aber auch Gutes zu vermelden. Hat man sich an den strammen Sitz gewöhnt, dann trägt sich das System aus Weste und Jacke wirklich bequem. Beim Fahren bemerkt man es ohnehin nicht, und auch beim Rumlaufen ist es kaum zu merken. Die dünnen Protektoren an Ellenbogen und Schultern sind kaum zu spüren, der Rückenprotektor hat eine angenehme Passform. Das Gefühl wie bei meiner alten Protektorenjacke, hier eine Ritterüstung zu tragen, stellt sich nicht ein. Im Gegenteil: Die Valparaiso Tech Air fühlt sich beweglicher an als die alte Jacke.

Erst im Laufe der Zeit fällt einem dann auf, wie clever manche Details designt sind. So ist die wasserdichte Napoleon-Tasche zwar eigentlich eine Innentasche, aber sie ist zugänglich ohne den Hauptreissverschluss öffnen zu müssen. Damit kann man schnell mal das Handy rausholen, ohne dass das Airbagsystem danach neu starten muss. Auch die Einstellmöglichkeiten und die Bedienung der Jacke sind sehr praxistauglich. Reissverschlüsse lassen sich gut greifen, Einstellbänder sorgen dafür, dass auch bei Tempo 200 nichts flattert und die Protektoren immer da sitzen, wo sie sein sollten.

Ebenfalls positiv ist der Support. Bei Alpine Stars bin ich jetzt Premiumkunde. Kurz nach dem Kauf habe ich Post und Zugang zu einem Portal bekommen. Darin kann ich nicht nur Support anfordern, Dokumente einsehen, Zertifikate und Software runterladen, sondern auch die Daten meines „Chassis“ ansehen: Seriennummer, welche Technikerin es in Asolo gefertigt hat, Servicehistorie, etc.

Alle zwei Jahre sollte die Weste eingeschickt werden. Gegen eine Gebühr von 100 Euro wird sie dann gewartet, dafür verlängert sich die Herstellergarantie um 24 Monate. Hatte ich einen Unfall und sowohl ich als auch die Weste haben das überlebt, kann ich im Portal eine Aufarbeitung bestellen. Die Weste wird dann geprüft und neu geladen, ist also in der Theorie mehrfach verwendbar.

Bequem ist auch die Software. Mittels einer einfachen Oberfläche lässt sich die Funktion der Weste prüfen und Softwareupdates einspielen. Nur den Punkt „Zünder Prüfen“ traue ich mich nicht anzuklicken.

Das vorläufige Fazit: Weiß noch nicht genau. Auf der einen Seite macht die Tech Air Valparaiso viel Freude durch die wertige Verarbeitung und die tollen Materialien. Auf der anderen Seite gibt es das ein oder andere, was nerven kann – wie schwer das wirklich wiegt, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Dann muss sich die Valparaiso Tech Air auf der Straße und im Dauereinsatz beweisen, dazu wird es dann ein Update geben. Einstweilen bin ich froh, dass ich dieses mehrmonatige Drama mit der Jackenanschaffung hinter mir habe.

Als Nächstes dann: Eine neue Hose. Oh, wie ich Klamottenkaufen hasse!

Alpine Stars Valparaiso Tech Air 2018

Bild: Garage NYC.

Negativ:
– Unergonomische Befestigung der Airbagweste
– Lange Kalibrationszeit
– Gewöhnungsbedürftiger Schließkontakt
– zu helles LED-Panel
– Hohes Gewicht
– Ladeanschluss versteckt irgendwo im Inneren der Jacke
– Innentaschen nicht nutzbar

Positiv:
+ Verarbeitung
+ Pfiffige Detaillösungen
+ Gigantische Lüftung
+ dünne und bewegliche Protektoren
+ Schichtsystem mit Membran- und Thermoeinsatz
+ Schutzwirkung (hoffentlich)

12 Gedanken zu “Erste Erfahrungen mit Airbagkleidung: Alpine Stars Valparaiso mit Tech Air Street

  1. Vorbildliche Beschreibung, wie fast immer – diese ist aber beinahe wissenschaftlich genau 😉 …

    Danke dafür, daß Du Dein eigenes Geld als Tester der NullSerie der Allgemeinheit kostenfrei zur Verfügung stellst. Ich bin nicht sicher, ob irgendwelche Tester eines Magazins so sehr ins Detail gehen können.

    Vergessen in der DummiesDiskussionsAufzählung: Jüngste Diskussion um ABS, Diskussion (für die GANZ Alten): Diskussion um die Einführung der hydraulischen (Scheiben)Bremse…

    Die dryStar-Membrane fährt bei mir im Sommer als kleinst staubarer Wärmeschutz mit, sie ist sehr brauchbar, finde ich – wie aktuell eben wieder jetzt – ab morgen… 😉

    Die zuwachsende Siliconhaut: unpackbar – doch in einem SciFi-Film geht natürlich alles. Sogar, (sich mit) eine/r Jacke zu vernetzen 😉 …

    Die Version „Doppelreißverschluß hält in einer Stellung die Handschuhe“ ist für die Praxis nicht zu empfehlen: üblicherweise stellt die Außenkante der Handschuhe bei einem ’normalen‘ Sturz den Erstkontakt zur Fahrbahn her … und dann ist die Gefahr, daß die Ärmel entgegen der Richtung der Flugbahn durch physische Reibung hochrutschen, sehrsehr groß; sinngemäß gilt das Gleiche dafür, die Hose ÜBER den Stiefeln zu tragen … ich mach‘ das fallweise selbst auch (in urbanen Gegenden zB mit [Moppet]Jeans und geringeren Geschwindigkeiten als außerorts), aber man sollte auf das höhere Risiko hingewiesen werden und darüber nachdenken, bevor manfrau sich entscheidet.

    ICH habe Brustprotektoren … 😉 … in beiden Protektorenjacken, sowohl in jener für die Stadt sowie auch in jener für’s (MX)Land.

    Fazit als Leser: Ich freue mich schon auf die Beschreibung der Probleme bzw der Paßform beim Hosenkauf … *kicher*

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  2. Wieder einmal ein Artikel, der sich spannend und interessant liest, obwohl mich Motorräder und der Krams dazu eigentlich weniger interessieren, als Fußball. Und das will schon was heissen 😉

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  3. Typ3Typ: War schon klar 😀

    Modnerd: Finde ich cool, dass Du Dich durch sowas „fachfremdes“ durchkämpfst!

    Olpo: Danke, gut zu wissen, dass die Drystar taugt. Das Du Brustprotekoren hast finde ich cool, ich habe die noch nirgends gesehen – außer jetzt in den Alpine-Stars-Sachen. Bzgl. Handschuhe hast Du natürlich recht. Als Tourenfahrer trage ich aber sowohl Ärmel als auch Hosenbeine immer über den Handschuhen und den Stiefeln. Geht auch kaum anders, läuft sonst der Regen rein.

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  4. Tolle Beschreibung, damit wirst du sicher vielen weiterhelfen! (y)

    Zum Ladepunktproblem: wir haben gute Erfahrungen mit Magnetadaptern für den Micro USB Anschluss gemacht (für unsere Seniorentablets, die Fummelei ist sonst unzumutbar).

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  5. Toller Bericht, super Details und ich bin wirklich gespannt auf deinen Dauertest. Ich habe mich mal als trockenübung an die Heelite Weste gewagt, war aber von der „Schwimmweste“ nicht überzeugt.
    Danke für deinen Mut zum ausprobieren….

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  6. Kalesco: Danke, das probiere ich mal! Habe ich gar nicht dran gedacht. Vermutlich liegt die Micro-USB-Buchse zu tief dafür, aber Versuch macht klug.

    Maedchenmottorad: Sehr gerne, Follow Up kommt sicherlich im Juli.

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  7. Interessant, was die Jacke an Sicherheit schon im Vorfeld bietet ebenso die sehr gute
    augenscheinliche Verarbeitung, was dann auch den EKaufspreis relativiert.
    Finde ich toll, daß du dir sowas gönnst und auf Tour ausprobierst. Für mich selbst wäre das
    schon zu viel Gerödel auf Tour, auf das ich auch noch aufpassen (Klau), laden und leidlich
    pflegen müßte.

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  8. Zwerch: Jetzt kennst Du jemanden, der mit sowas fährt 🙂 Und ja, ich hoffe auch, dass ich nie Ausprobieren muss, wie sich das anfühlt…

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  9. Mag sein, dass ich da noch ein wenig altbacken klinge, aber ich kann mich noch nicht ganz mit dem Gedanken anfreunden, jetzt sogar schon eine Motorradjacke ans Ladegerät zu stöpseln. Gefühlt ist das für mich zumindest ein wenig „komisch“, jetzt schon Elektronik in der Motorradjacke zu verbauen.

    Ich schätze, die Produkte mit „Reißleine“ werden über kurz oder lang bestimmt noch besser (was die Reaktionszeiten angeht) und damit auch sicherer. Bis dahin werde ich mich, was eine Airbagweste angeht, noch ein wenig gedulden müssen.

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  10. Wie soll das gehen? Die Auslöseverzögerung bei Reissleinenprodukten kommt daher, dass so eine Leine sich erstmal spannen und die nötige Auslösekraft anliegen muss. Das braucht Zeit und Weg, ist also systembedingt und kann sich gar nicht bessern.Dazu kommt: Beim Abstieg über den Lenker funktionieren die Teile, wirst du von hinten oder von der Seite angefahren aber nur sehr bedingt – da schützen sei maximal vor dem zweiten Aufschlag, dem auf dem Asphalt.

    Du hast recht , es ist ein seltsamer Gedanke, den eigenen Anzug an ein Ladegerät zu hängen. Ich bin da näher dran, immerhin mache ich das schon seit 7 Jahren mit dem Helm. Aber selbst mich schauderts, wenn ic mir überlege, dass ich nun neue Firmware in meine Klamotten einspielen muss :-€

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