Momentaufnahme: Januar 2019

Herr Silencer im Januar 2019

Ischkannnichmehr.

Wetter: Für die Jahreszeit zu warm, mit 5 Grad und viel Regen (in Süddeutschland: Schneemassen). Erst ab der dritten KW wird es schweinkalt, bis minus neun Grad. Am Monatsende wieder knapp über dem Gefrierpunkt und viel Regen.


Lesen:

Reiseführer


Hören:

Bild: Morhardt

Good Morning in the Morning
Launiger Podcast von Dennis Morhard und Renke Bruhns zum Dschungelcamp 2019. Zeitnah, täglich und dieses Mal sogar vorbereitet seziert GMITM die IBES-Folge vom Vortrag. Diesmal mit Gästen, u.a. Modnerd.


Sehen:

Ich bin ein Star, holt mich hier raus! [Kino]

Guter Jahrgang, u.a. mit dem CurryWurstMann, dem Yotta, der Kreisch-Giselle, Tommy Piper, Sibylle Rauch, der Bobfahrerin Sandra, dem wandelnden Haarersatzteil Domenico Dingens, irgendso einer Schauspielerin, einer GZSZ-Grinsebacke, Peter Orloff, einem Blondchen und Leila Lowfire. Das Blondchen wird Dschungelkönigin, warum, weiß niemand.


Spielen:


Red Dead Redemption 2 [PS4]

Die USA im Jahr 1899. Der Westen ist nicht mehr wild, sondern wird Stück für Stück gezähmt. Die Zivilisation breitet sich aus, mit Zügen, Straßen und Elektrizität. Agenten der Detektei Pinkerton sorgen für Recht und Ordnung, unkontrollierte Gebiete werden immer kleiner.

Das ist doof für Arthur Morgan, denn er ist ein Outlaw, ein Gesetzloser, der sich mit seiner Bande vor den Gesetzeshütern versteckt. Arthur ist klar, dass die Zeit der Outlaws vorbei ist. Er möchte lieber heute als morgen mit Betrügereien und Überfällen aufhören und ein geregeltes Leben führen. Das Problem dabei: Damit die Gang aus Männern und Frauen endlich sesshaft werden kann, brauchen sie Geld. Also muss noch ein letztes, großes Ding her, ein Überfall auf eine Bank oder ein Casino oder einen Zug, und dann ist wirklich Schluß mit dem Verbrecherleben.

Ach welch Tragödie sich hier entfaltet. Langsam und behäbig erzählt RDR2 eine Geschichte um den Abgesang einer alten Welt, und was mit denen passiert, die sich nicht ändern können oder wollen. Der Protagonist hätte dabei alle Möglichkeiten – aber er nimmt sie nicht wahr, aus Loyalität zu seiner Wahlfamilie. Dadurch sieht man Arthur Morgan langsam und Stück für Stück in einen Strudel hineinrutschen, bei dem schon klar ist, wie das alles enden wird. Das wird langsam und tieftraurig inszeniert und schön erzählt.

Der eigentliche Star bei RDR2 ist die lebendige und wunderschöne Welt, sowas hat man auf der 8. Konsolengeneration noch nicht gesehen. Schwachpunkte sind die unintuitive Steuerung und ein Bewegungsmodell, dass einen durch ständige Restriktionen in den Wahnsinn treibt. Situations- und Ortsabhängig wird Arthurs Bewegungsgeschwindigkeit oder sein Bewegungsspielraum eingeschränkt. Mal bewegt er sich in Schneckengeschwindigkeit, mal kann er sich nicht von einem bestimmten Ort entfernen. Mal kann er Waffen tragen und ziehen, mal nicht. Das ist völlig widersinnig: In einer der schönsten, offenen Welten, die je geschaffen wurden, spielen sich die Missionen, als würden sie auf Schienen laufen.

Außerdem erzählt einem das Spiel sehr wenig. Es erklärt viele seiner Systeme nicht, darunter, wie man die Schnellreisefunktion nutzt oder wie ein Duell funktioniert.

Bin noch nicht durch damit, deshalb noch keine abschließende Meinung.


Machen:
Arbeiten – Der Jahresendirrsinn, den ich eigentlich hoffte im Dezember entsagen zu können, setzt sich weiter fort. Außerdem: Sorgen. Blutdruck, immer noch seltsames Auto, das vorne höher liegt als hinten, überaus viel Streß – das ist gerade alles unspassig.


Neues Spielzeug:

Archiv Momentaufnahmen ab 2008

Kategorien: Momentaufnahme | 11 Kommentare

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11 Gedanken zu „Momentaufnahme: Januar 2019

  1. RDR2 erntet in meiner Filterblase unglaublich viel Lob und Begeisterung für das Spiel im Gesamten. Ich kann nicht mitreden, ich habe es nicht und plane es auch nicht mir anzuschaffen.

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  2. Nicht mal aus Interesse, zu sehen, warum alle auf dem Hyptrain sitzen?

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  3. Tatsächlich keinerlei Interesse an dem Spiel. +70€ als Preisvorstellung von Sony finde ich unverschämt und für den MP muss man bei Sony grundsätzlich extra blechen. Sicher könnte man ich mir das auch als Disc zulegen, der OnlineKey ist dann aber schon benutzt und man kann nur SP spielen. Zumal ich mich mit derartigen Rollenspielen schon immer schwer tue. FunFact: Ich habe kürzlich erst GTA V mal begonnen, weil es in 2018 auf Steam für <15€ im Sales war.

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  4. Wetter: Der von dir aufgeführte Schnee. Ist noch immer da, heute Nacht noch mal so 4-8 cm obendrauf.

    Lesen: Die Spuren im Schnee. Wichtig: »Don’t eat yellow snow« (wusste auch schon Zappa).

    Hören: Die Schneefräse in der ansonsten leisen Nacht.

    Sehen: Die Schneefräse wenn ich morgens um halb 6 nachschaue wie viel Neuschnee da ist weshalb der Hausmeister das blöde Ding schon wieder einsetzen muss.

    Spielen: Spiele in denen kein Schnee vorkommt. Habe aber keine aktuelle PS und mein TV hält HDMI für einen USB-Stecker und schwört selbst auf SCART.

    Machen: Kommentare in Blogs schreiben. Viel besser als draußen in der Kälte herumzulaufen und auszurutschen. Die Treppe im Trockenen herunterzufallen war schon Aufregung genug.

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  5. @rüdiger: 70 Euro für 80 Stunden Spaß im Singleplayer sind ein Sonderangebot für gute Unterhaltung. Würde man das in Kinostunden umrechnen, würde man arm 🙂 Was den Multiplayer angeht, kann ich echt gar nichts dazu sagen. Ich leiste mir zwar Playstation Plus, halte aber Onlinespielen mit fremden Leuten für unhygienisch und lehne es daher ab.

    @X_Fish: Etwas Wetterfixiert gerade, odr?

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  6. > @X_Fish: Etwas Wetterfixiert gerade, odr?

    about:blank ist meine Startseite im Browser… 😀

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  7. 😀

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  8. @Silencer
    Gegenwert in Spielstunden liest sich attraktiv, hilft leider dennoch nicht, wenn der Plot so gar nicht reizt.

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  9. OK, das kann ich nachvollziehen. Und gerade die Story eiert wirklich SEHR lange herum.

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  10. Brigitte Eckert

    Eigentlich dachte ich, ich klicke auf die Fortsetzung des spannenden Motorradreiseberichtes (der für mich als vor Jahrzehnten zum letzten Mal durch die Eifel angeklammerter Beifahrerin ganz erstaunliche Informationen bringt), aber leider ist es das nicht.
    Also sage ich mal als Blutdruckexpertin: Geduld, das braucht Zeit und trial and error, und bei gelungener Anpassung gibt immer wieder mal unerklärliche Veränderungen… also keinesfalls die Nerven verlieren.
    Und auch ansonsten tapfer bleiben…!

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  11. Danke, das macht Mut!

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