Reisetagebuch Sardinien (2): Das Dorf der Bilder

Herbstreise nach Sardinien. Heute geht es an das Eisencap, die roten Klippen und in ein Dorf, das einem Erinnerungen entgegenschreit.

Sonntag, 20. Oktober 2018, Hotel Maggio di Fiore, Villasimius
Lange vor dem Weckerklingeln bin ich wach, aufgeschreckt aus einem Traum, der irgendwie mit der Arbeit zu tun hatte. Die ist noch tief in meinem Kopf. Kein Wunder, gestern Mittag saß ich in irgendwelchen Meetings.

Ich liege noch ein wenig im Bett rum und mache mir bewusst, dass ich Urlaub habe und heute echt nichts machen muss. Keine Deadlines, keine Termine, keine Papers.

Ich bin auf Sardinien, ich bin frei zu machen was ich will. Sardinien, was ist das eigentlich für ein seltsamer Name? Klingt unappetitlich, so wie Sardine. Wer ist bloß auf die Idee gekommen, die Insel nach Dosenfisch zu benennen? Ich gleite wieder ab in einen Halbschlaf, in dem Traumfetzen auftauchen und durch den Dosenfisch schwimmt.

Erst um kurz vor Acht stehe ich langsam auf. Im Untergeschoss der Hotelanlage rumort es schon. Hier haben sich in einer Art riesiger Laube schon ein Dutzend französischer Renter um einen Tisch drapiert und schnattern. Ich gucke die missmutig an, diese geballte gute Laune geht mir jetzt schon auf den Sacque.

Neben dem Tisch der Spaßgranaten ist ein, für italienische Verhältnisse, gigantisches Frühstückbuffet aufgebaut. Statt dem üblichen Stück Trockenkuchen und Bröckelzwieback gibt es hier Brötchen, Wurst und Käse sowie Rührei und Schinken und frischen, saftigen Topfkuchen. Wahnsinn! Ich schnappe mit ein frisch gebackenes Croissant und verziehe mich in eine Ecke der Frühstücksveranda, möglichst weit weg von Leuten.

Kurz darauf sitze ich schon wieder im Fiat 500 und rufe die Route auf, die ich mir für heute grob zurechtgelegt habe, und die im Handy gespeichert ist.

Das mit der Routenplanung war gar nicht so einfach. Ich habe unter iOS keine Software mehr gefunden, in der man noch bequem Routen mit mehreren Punkten planen und speichern kann. Meine alte Navigonsoftware läuft zwar noch, aber um da präzise Punkte eingeben zu können, muss man 16stellige Koordinaten eingeben, in einem Untermenü, für das man fünf mal klicken muss, um es zu erreichen. Das ist echt in Arbeit ausgeartet, alle Punkte dieser Reise zu erfassen hat einen ganzen Sonntagnachmittag gebraucht. Das Backup der Dinge, die ich gerne sehen würde, sieht daher etwas merkwürdig aus:

Liste mit Wegpunkten für heute.

Egal. Rein ins Auto, raus auf die Straße und ab durch die Mitte, erst durch Villasimius und dann an die Küste.

Ich bin im äußersten Südosten der Insel gewesen, jetzt geht es nach Norden. Die Straße windet sich direkt an der Küste entlang. Ich muss leider ständig anhalten – um die Landschaft zu bestaunen.

Die Küste ist felsig und fällt steil ins Meer ab. Der Bewuchs besteht aus knotigem, harten Buschwerk, das aus dem rötlichem Sandboden wächst. Am Fuß der Klippen sind oft kleine Buchten, manchmal mit weißem Sand direkt an der Wasserlinie. Ich bin total fasziniert davon, wie das Meer über die kleinen Strände und gegen die Felsen schwappt. Ich mag Berge, ich mag Meer, und hier stehen Berge quasi direkt IM Meer. Für mich ist das sowas wie das Beste aus allen Welten. Für andere ist das halt Steilküste mit Meer, aber mein Hirn steht leicht fassungslos davor und jubelt dauernd „Woah! Guck die das an! Unfassbar!!!“

Eine halbe Stunde die Küste hoch ragt eine besonders große Landzunge mit einem Berg drauf ins Meer. Das ist das „Capo Ferrato“, das Eisen-Cap. Ich versuche darum herumzufahren
scheitere aber, weil mir unterwegs die Straße ausgeht.

Bild: Google Earth 2018

„Fine Asfalto“, soso. Na, dann nicht.

Meine erste Station soll die Miniera di Monte Narba sein, eine alte Minensiedlung, die heute eine Geisterstadt ist. Von der Satdt San Vito aus geht es nach Westen, und der kleine Fiat rumpelt über einen kleinen und kaputten, einspurigen Feldweg auf dem Weg dahin. Auf den Satellitenbilder sieht es so aus, als würde der Weg irgendwann enden, ab da muss ich dann zwei Kilometer zu Fuß laufen, um den ehemaligen Ort zu erreichen. Aber soweit komme ich gar nicht, denn hier heißt es nicht „Fine Asfalto“, sondern der ganze Weg ist einfach weg. Wirklich, der Weg ist weggeschwemmt, und zwischen dem Wegende und dem Punkt, wo der Fußpfad in die Berge führt, ist ein Sturzbachbett. Das führt gerade Wasser, was den starken Regenfällen und Unwettern der letzten Tage geschuldet ist.

Ich stelle den Fiat vor einer Barrikade ab und stapfe etwas unentschlossen am Rande des Geröllbetts herum. Spontan verlässt mich die die Lust. Die Unwetter der letzten Tage haben alles aufgeweicht, der Weg zur Geisterstadt führt durch einen Fluss und ist danach ist eine einzige Schlammpiste. Nee, das will ich nicht. Ich wende den Wagen und bin wieder froh, dass ich so ein kleines Auto genommen habe. Der Cinquecento ist nicht nur übersichtlich, er wendet praktisch auch auf der Stelle.

Also keine Geisterstadt, dafür Landschaft. Ich fahre die alte Strada Statale 125. Während die neue Version schnurgerade über Brücken und durch Tunnels durch die Landschaft fräst, ist die alte SS125 wunderbar geschwungen.

Mehrere Stunden Fahrt nach Norden liegt die Hafenstadt Arbatax. Der Name ist seltsam, der passt besser zu einem Zauberer in einem Fantasyroman oder einem Pferd in „Die unendliche Geschichte“, aber nun. Ich parke mein knuffiges Miniauto vor einer Flutmauer.

Hier gibt es rote Klippen, die recht berühmt sind. Ich kann verstehen warum, die großen Felsen erheben sich fast schon majestätisch aus der Brandung.

Schade, dass man einen Großparkplatz bis direkt an die Klippen heran gebaut hat. Dadurch wird der erhabene Eindruck etwas entwertet.

Dann scheucht mich das Navi durch Winzstädtchen, bis es endlich wieder in die Berge geht. Dann heißt es: Bergstraße, stundenlang, und ich verfalle fast in Trance. Nur Autofahren, mehr muss ich nicht tun, und das ist super.

Die Straßen hier sind ein Paradies für Motorräder: Breit, gut ausgebaut, fast makelloser und griffiger Asphalt. Ich wünschte, ich könnte hier mit der Barocca oder, noch besser, der Renaissance unterwegs sein, aber auch mit dem Auto macht das Fahren Spaß.

Ich fahre gerne Auto, stundenlang, und das hier ist pure Entspannung für mich. Das Auto, die Bergstraße, im Radio ein Hörbuch von Heinz Strunk, draußen jede Menge sehr dreidimensionale Landschaft. Ich habe die Fenster offen. Die Bergluft ist mit 23 Grad nicht zu warm und nicht zu kalt . Die Berglandschaft ist schroff und spröde, mit nur wenig Gebüsch bewachsen. Sieht fast aus wie in Griechenland hier.

Mal steuere ich den Fiat steile Steigungen an Felswänden entlang, mal biege ich um Kurven und werde von weiten Blicken in tiefe Felsschluchten überrascht. Sehr urtümlich und unberührt sieht das aus. Ist es natürlich nicht. Als Sardinien unberührt war, war es bedeckt von Urwäldern. Aber die Insel wurde immer schon ausgebeutet. Als erstes von den Römern, die alle Wälder hier fällten um daraus Schiffe zu bauen. Früher war hier überall Urwald. Jetzt gibt es nur noch karge Felsen mit Gebüsch. Beindruckend ist die Landschaft trotzdem.

Ich muss nichts anderes machen als dieses Auto zu steuern und die Aussicht zu genießen. Keine anderen Aufgaben. Nichts, was ich gleichzeitig auch noch machen müsste. Keine Verantwortung, außer diesen Mietwagen und mich von A nach B zu bringen. Großartig.

Motorräder treffe ich übrigens erstaunlich wenige. Die Saison ist halt vorbei, es geht auf November zu. Nur hier, auf Sardienen, ist es noch schön. Aber um hier her zu kommen, muss man durch kontinentales Späterherbstnebelregenwetter. Und hier? Sonnenschein. Wärme. Großartige Aussichten.

Am Nachmittag erreiche ich Orgosolo. Das Bergdorf war früher ein Banditennest, wobei das den Kern der Sache nicht trifft. Es entspricht seit je her der Tradition der Sarden, mit ihren Schafsherden über die Lande zu ziehen, die jedem gehörten. Dieses Konzept vertrug sich nicht mit den Vorstellungen der Franzosen und Kontinentalitalienern, die die Insel nacheinander besetzten, aufteilten und ausbeuteten. Für sie waren die armen Wanderhirten Banditen, die es zu jagen galt. Die Kolonialherren machten so viel Druck, dass sie damit eine echte Widerstandsbewegung anstießen – und die versteckten sich in den unzugänglichen Bergen, und besonders in Orgosolo.

Heute ist Orgosolo bekannt für seine Murales, seine Wandmalereien. Am ersten Mauerbild komme ich gleich am Ortseingang vorbei.

Gleich gegenüber steht das Ortsschild, das durchlöchert ist von Schrotladungen und Kleinkaliberlöchern. Hat der Ort seine Banditenvergangenheit doch noch nicht ganz abgelegt?

Nahezu jedes Haus ist bemalt, und alle haben eine politische Aussage. Oft sehe ich den Wunsch nach Frieden an den Wänden, aber auch soziale Ungerechtigkeit wird oft angeprangert. Manche Botschaften sind sehr einfach zu dekodieren, andere komplexer. Die erste hier erinnert an einen Jungen in einer pakistanischen Fabrik, der gegen Kinderarbeit protestierte und von Schlägertruppen des Fabrikbesitzers totgeschlagen wurde. Sein Tod machte auf die Verhältnisse aufmerksam.

Andere Bilder sind leichter zu verstehen:

Meist ist es hilfreich, italienisch zu verstehen. Sehr häufig geht es übrigens um Frauen und Frauenrechte. Die Frauen werden hier gehuldigt, aber nicht auf doofe oder sexistische Weise. Im Gegenteil. Die Bilder zeigen oft starke Frauenfiguren, die den Kern der Gemeinschaft bilden, alles zusammenhalten und zeigen, wo es lang geht..

Manche Murales erinnern an Ereignisse wie einen Brand in einer Fabrik im Jahr 1928 in New York, bei dem die weiblichen Arbeiterinnen ums Leben kamen. Orgosolo bewahrt solche Erinnerungen.

Ah, die 90er.

Angefangen hat das hier mit den Wandmalereien, als sich 1975 ein Kunstlehrer aus Siena in Orgosolo niederließ. Er brachte den Kindern des runtergekommenen Dorfes bei, Proteste in Bildern zu artikulieren und die Wände der Häuser mit diesen Murales zu verschönern.

Anfangs ging es darum, an den Partisanenkampf gegen die Faschisten im zweiten Weltkrieg zu erinnern. Dann protestierten die Kinder und schließlich auch die Erwachsenen mit Bildern gegen einen geplanten Truppenübungsplatz der Amerikaner hier in der Nähe. Und schließlich protestierten erinnerten und kommentierten sie alle möglichen Ereignisse des Weltgeschehens, weshalb Helmut Schmidt genauso an den Wänden zu finden ist wie Zeichnungen zu 09/11.

Protest gegen laute Moppedfahrer im Dorf. Sehr verständlich.

Merkwürdige Vorstellungen von Anatomie.

Nach kurzer Zeit stelle ich fest, dass ich es vor Einbruch der Dunkelheit nicht schaffen werde, alle Murales zu fotografieren. Dafür gibt es einfach zu viele, und Orgosolo ist groß!

Gegen Abend fahre ich noch einige Kilometer weiter in die Berge hinein. Dort liegt der Berghof „Jannas“. Die Auffahrt ist so steil, dass ich den Fiat ein Mal zurücksetzen muss um die Kurve zu bekommen. Was von der Straße aussah wie eine halb verfallene Bruchbude, entpuppt sich als supermodernes, aber auf alt gemachtes Wohnhaus.

Auf dem Dach des Hauses turnt gerade ein Handwerker rum, der verdächtig nach Bob Hoskins aussieht. Das hat aber nichts zu sagen, alle italienischen Handwerker sehen entweder aus wie Bob Hoskins in „Supermario“ oder wie der Typ aus Prison Break, der sehnige, ausgemergelte. Dieser hier ist aber Supermario, klein, rund Glatze. Er klempnert aber nicht auf dem Dach, sondern mauert einen Schornstein aus Natursteinen.

Als ich aussteige, begrüßt mich ein riesiger Schäferhund, in dem er mir seine feuchte Nase ins Knie drückt. Die hinterlässt einen nassen und dreckigen Abdruck. Bäh, ein echter Schweinehund.

Der Handwerker bemerkt mich, klettert er die Leiter runter und, lächelt freundlich und sagt „Ich hol die Patrona“!

Er eilt zu einem Nebengebäude und klopft an einer Tür, und kurz darauf steht eine runde Frau im eckigen Türrahmen, ordnet ihre Kleider und begrüßt mich freundlich, dann führt sie mich zum Haupthaus.

Ihr Name ist Rita, und obwohl sie überaus nett und freundlich ist und gemütlich wirkt, verrät etwas an ihrem Blick, dass sie im Kern aus Stahl gemacht ist. Muss man wohl auch, wenn man alleine einen Hof mitten im Nirgendwo, 10 Kilometer entfernt von den nächsten Häusern, führt. Gnade denen, die Rita dumm kommen.

Wir stehen in einem großen Raum, der auch ein Restaurant sein könnte. Platz für bestimmt 30 Personen, eine Kaffeebar, alles was dazu gehört. Das ganze ist dekoriert wie eine Scheune. Freiliegende Balken, weißer Putz, darauf landwirtschaftliche Geräte genagelt. Vor einem Kamin steht eine Klimaanlage, die im Heizmodus läuft. Davor sitzt eine Frau im warmen Luftstrom. Das Alter hat sie so klein geschrumpft, dass sie hinter dem Tisch kaum zu sehen ist.

Suchbild: Unser Fotograf hat in diesem Bild eine Oma versteckt. Können Sie sie entdecken?

Im Eingang steht eine 50er, die bestimmt hundert Jahre alt ist oder so.

Rita fotokopiert meinen Ausweis, wie das so in Italien üblich ist. Plötzlich schnarrt etwas hinter ihr. Es ist ein mechanisches Geräusch, von Zahnrädern aus billigem Kunststoff. Dann macht es „Pffffft“, und eine kleine Aerosolwolke steigt aus einem Lufterfrischer.

Es ist einer dieser 20 Zentimeter hohen Plastikdinger, die in bestimmten Abständen Parfüm in die Luft sprühen. Die Werbung verspricht ja immer, dass diese Dinger wie „mediterrane Vasen“ aussehen, die nach „frischen weißen Blüten, fruchtiger Melone, dezenter Vanille und sonnigen Tagen“ duften, aber ich finde, die sehen sie nur aus wie überdimensionierte Klosteine und riechen auch so. Ich bemerke hinter, neben und vor Rita noch drei weitere von den Dingern. Die meiste Zeit über stehen sie harmlos rum, aber alle paar Minuten beginnen sie zu schnarren und unmittelbar darauf jauchen sie eine Ladung Parfüm in die Luft. Wie mechanische Pilze, die unvermittelt Sporen in die Luft pusten. Anscheinend hat die Frau aus Stahl ein Kryptonit: Gerüche.

Mein Zimmer liegt ebenerdig, in dem Nebengbäude. Ein Laubengang verbindet mehrere Fremdenzimmer und endet in einer Terrasse, in die ein Pool eingelassen ist. Wenn man in dem liegt, kann man über die Berge gucken. Wie abgefahren ist das denn bitte? Leider ist es bereits zu kühl geworden, um noch darin zu baden.

Nicht weniger abgefahren ist mein Zimmer, das nagelneu, aber auch auf alt getrimmt ist. Das Bett ist ein Vierpfoster aus Naturholz. Im Zimmer ist ein falscher Kamin aus Granit eingelassen. Das Badezimmer ist riesig und gefliest mit handgemachten Kacheln. Die Kabel für die Elektroinstallation sind alle auf Putz verlegt. Sowas habe ich noch nie gesehen. Ein Wahnsinn.

Plötzlich ertönt ein schnarrendes Geräusch, gefolgt von einem „Pffft“. Ich mache mich auf die Suche und finde gleich mehrere Lufterfrischer. Einen im Bad, zwei im Zimmer und dazu noch einen Wunderbaum an der Garderobe. Was soll denn dieser Irrsinn?

Meine Mutter ist gelernte Drogistin und hat mir mal erzählt, dass alte Damen deswegen so viel Parfum benutzen, weil der jahrelange Gebrauch die Riechzellen abgetötet hat. Ganz langsam hat Chanel No. 5 oder Poison oder Trésor oder wie die alle heißen die Nasen der Damen kaputtgemacht, und in der Folge haben sie immer mehr Parfüm benutzt, um überhaupt noch wahrzunehmen, dass sie nach etwas riechen. Vielleicht ist das hier ähnlich?

Die elektrischen Luftbedufter baue ich auseinander und nehme die Batterien raus. Der Wunderbaum darf bleiben, der hat sich schon lange ausgewundert und riecht nicht mehr.

Dann hole ich meinen Rucksack aus dem Auto. Auf dem Rückweg zum Zimmer legt es mich fast lang, weil Zeus, so heißt der riesige Schäferhund, vorbeiwetzt und mir im vollen Galopp seine dreckige Schnauze in die Kniekehle rammt. Bei der Masse und Geschwindigkeit reicht das glatt aus, dass mir das Bein wegknickt, während Zeus an mir vorbeizischt, stoppt und sich schwanzwedelnd umsieht. Anscheinend freut er sich, das er mich erschreckt und ins Straucheln gebracht hat. Schweinehund!

Bei einer Gemüsesuppe, die ich heute Morgen im Supermarkt gekauft habe, lasse ich den Abend bloggenderweise ausklingen.

Als sich die Dunkelheit über die Landschaft senkt, stehe ich am Pool und blicke über die umliegenden Täler und Berge. Ich bin gespannt, wieviele Lichter von Siedlungen und Höfen ich wohl an den Berghängen sehen werde. Die Antwort lautet: Kein einziges.

Vollkommen dunkel liegt die Bergwelt da. Gegen den dunkelgrauen Himmel zeichnet sich dunkel ein Bergmassiv ab. Grillen zirpen, irgendwo bimmelt ein Schaf. Aber keine Zeichen der Zivilisation, keine Lichter, kein Auto und keine Menschen zu hören.

Wenn das so weitergeht, will ich hier nie wieder weg.

Die Tour des Tages: Von Villasimius ganz im Süden über das Capo Ferrato und die Geisterstadt nach Arbatax, dann nach Orgosolo, Rund 250 Kilometer über feinste Bergstraßen.

CC BY SA 4.0, Erstellt von Conte di Cavour, Ortseintragungen von Silencer

Bild: Google Earth 2018

Kategorien: Reisen | 2 Kommentare

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2 Gedanken zu „Reisetagebuch Sardinien (2): Das Dorf der Bilder

  1. gerne gelesen…

    Gefällt 1 Person

  2. Orgosolo sieht toll aus!
    Und Berge und Meer = Montenegro! 😉

    Gefällt mir

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