Review: Nolan N100-5 mit N-Com B901L

Nolan hat 2018 einen neuen Tourenklapphelm rausgebracht, den N100-5. Dazu passend: Das B901L, die nächster Iteration des Kommunikationslösung mit Rücklicht im Helm. Ich habe mir beides im August vergangenen Jahres zugelegt und eine Meinung dazu.

Was jeder von einem Helm erwarten kann:

  1. Sicherheit
  2. Bequemer Sitz

Was ich persönlich noch möchte:

  1. Klappmechanismus
  2. Pinlock-Visier
  3. Sonnenblende
  4. Bluetooth
  5. möglichst leise

Bei Klapphelmen gelten allgemein die teureren Helme der Firma Schuberth als Referenz. Leider habe ich keinen Schuberth-Kopf, die Dinger passen mir einfach nicht. Perfekt passen dagegen die Helme der italienischen Traditionsfirma Nolan. So landete ich 2012 bei einem N90, einem günstigen Klapphelm, der aber eigentlich für die Stadt und nicht für Touren gemacht ist. 2016 waren dessen Visierdichtungen hinüber, und so gesellte Sich ein N104 Tourenhelm der zweiten Generation, der N104 Evo mit einem B5L N-Com, dazu (Review dazu hier). Fortan nutzte ich den N90 für kurze Strecken, den N104 für Reisen.

Richtig warm geworden bin ich mit dem N104 aber nie. Das liegt nicht nur an dem gewöhnungsbedürftigen Design der Front, mit dem der Helm irgendwie aussieht wie ein Fisch, der bekifft vor sich hin grinst.

Vor allem mag ich den N104 deswegen nur so mittel, weil ich gerne mit leicht offenem Visier fahre. Das geht mit dem N104 ab einer bestimmten Geschwindigkeit schlicht nicht. Dessen Visier ist nämlich riesig und rund und instabil. Ab ca. 80 km/h beginnt es zu schwingen. Dann wird die Sicht so verzerrt, dass man es komplett schließen muss. Macht man das nicht, schlägt es irgendwann mit einem Knall von alleine zu.

Nolan hat den N104 seit 2012 in drei Revisionen angeboten (Original, Evo und Absolute), wobei bei jeder Iteration die Schalldämpfung verbessert wurde. Anfang 2018 kam nun der echte Nachfolger des 104, der N100-5. Wieder ein Tourenklapphelm, aber in neuem Design, mit neuer Technik und vor allem, so Hersteller und Fachpresse: Noch leiser! Aber: Stimmt das?
(Hinweis: Wenn in Überschriften von Zeitungsartikeln Fragen gestellt werden, lautet die Antwort in 99 Prozent aller Fälle: Nein. Hier verhält es sich ähnlich.)

Als ich den 100-5 dann das erste Mal im Geschäft sah, war es um mich geschehen. Das Ding sieht für meinen Geschmack einfach nur cool aus. Verschwunden ist die Grinsefisch-Optik des Vorgängers. Das kantige und gleichzeitig elegante Design des 100-5 sieht eher aus wie ein Helm der Space Marines. Die 100-5er-Reihe gibt es in dutzenden verschiedenen Dekoren, von simpel einfarbig bis knallbunt beklebt. Relevant sind bei all der Vielfalt nur zwei Unterschiede. Die „Special“-Ausführungen sind günstiger, weil sie keinen Pinlockeinsatz haben und nicht alle Teile in Farbe der Helmschale lackiert sind. Das bekommt man nur bei den 40 Euro teureren „Classic“-Ausführungen.

So ein Classic ist meiner, natürlich wieder in Platin Silber. Auf allen Nolan-Helmen ist Klarlack, der den Helm UV-beständiger und haltbarer macht, und außerdem für ein wertiges Finish sorgt. Gerade das Metallic-Silber scheint von innen heraus zu leuchten.

Der Klappmechanismus ist Nolan-Typisch über zwei Tasten am Kinn mit einer Hand bedienbar. Das funktioniert in der Praxis ohne Fummelei, ist aber für Ersthelfer der Megaalbtraum. Wenn man nicht weiß, wie diese Helme geöffnet werden, hat man keine Chance die vom Kopf zu bekommen.

Das Kinnteil ist in geschlossenem Zustand so gut integriert, dass man dem 100-5 nicht ansieht, dass er ein Klapphelm ist. Öffnet man ihn, kann man das Kinnteil in der offenen Position verriegeln und darf damit sogar durch die Gegend fahren: Der 100-5 hat eine Zulassung als Integral- und Jethelm. Wer meine Meinung zu Jethelmen kennt, kann sich jetzt ausmalen, was ich davon halte.

Verriegelung für die Position als Jethelm.

Befestigt wird der Helm mit einer „Mikrolock“-Steckratsche, das funktioniert bequem und sicher und ist das Zweitbeste nach Doppel-D-Ringen.

Die Herstellerangabe von 1.650 Gramm stimmt zu keinem Zeitpunkt. Mein Helm in Größe M wog im Urzustand schon 1.790 Gramm, mit montiertem N-Com liegt er jetzt bei 1.840 Gramm. Das Gewicht ist OK, zumindest wenn man Klapphelme gewohnt ist, ein Fliegengewicht ist der Helm aber nicht.

Während die Front des Helms nun kantiger daherkommt, ist die Rückseite runder. Die war beim N104 geradezu bullig. Die Auslassöffnungen der Lüftung verbergen sich beim 100-5 nun elegant im Spoiler. Ist die Lüftung offen, soll sich dort ein Vakuum bilden, das die warme Luft aus den Venturikanälen der Helmschale heraussaugt. Links der N104, rechts der N100-5:

Die Belüftungsöffnungen an Kinn und Oberseite sind clever designed und lassen sich einfach bedienen. Beim Vorgänger wurde noch auf fisselige Schieberchen gesetzt, die sich mit Handschuhen nie ertasten ließen. Der N100-5 spart sich das, bei dem gibt es nur noch große, gummierte Streifen. Zur Bedienung legt man einfach die Hand flach auf den Kopf oder ans Kinn und schiebt mit der ganzen Handfläche.

Wie sein Vorgänger hat auch der N100-5 ein riesiges Visier. Also, WIRKLICH riesig. 190 Grad in der Horizontalen und 45 Grad in der Vertikalen ist echt maximale Rundumsicht, es ist fast, als ob man einen Jethelm trägt. Anders als beim Vorgänger ist das Visier aber so geformt, dass es leicht eckig ist. Dadurch liegt es stabiler im Wind liegt. Es wubbelt nicht so schnell hin und her wie das des N104. Die Fahrernase wird gut vom Wind umweht, ohne das die Sicht verzerrt wird.

Das Sonnenvisier im Inneren hat nun 4 Raststufen, so dass man es je nach Geschmack weiter runterfahren kann als beim 104. Leute mit großer Nase und grober Motorik werden sich damit bei den ersten Benutzungen den Riecher guillotinieren, aber irgendwann hat man dann raus, dass man das Visier nicht auf Anschlag fahren darf. Auf Knopfdruck schnellt das Sonnenvisier zurück in den Helm. Diesen Federmechanismus hatte der 104 auch schon, er ist langlebig und funktioniert tadellos.

Im Inneren gibt es ein neugestaltetes Futter. Das besteht aus Mesh und Schaumstoff und soll für gute Lüftung sorgen. Tut es auch, der Helm ist bei warmen Wetter keine Sauna und angenehm zu fahren.

Neu und schalldämpfend soll die Unterseite des Helmes sein. Der Windabweiser am Kinn ist größer und schließt nahtlos mit der Halskrause ab. Die verfügt erstmals über einen Seilzug und ist damit in der Weite einstellbar, soll damit enger am Hals liegen und Windgeräusche minimieren.

Enger anliegen tut das Ganze tatsächlich, aber die Weitenverstellung fühlt sich an wie ein unnützes Gimmick – an der Lautstärke ändert sie nichts, dafür lässt sich der Helm schwieriger aufsetzen. Wegen des engeren Kragens muss man den Kopf wirklich genau „einpassen“, und der lange Windabweiser hakt beim Schließen erst am Kinn des Trägers und vernüddelt sich dann mit dem Kinnriemen. Bei jedem Aufsetzen muss man den erst Winabweiser erst in Form fummeln. Das nervt und ist unangenehm und nährt den Verdacht, das hier Ideen umgesetzt wurden, die auf dem Papier gut aussahen, die in der Praxis aber nicht wirklich getestet wurden.

Neue Technik

Der N100-5 ist vorbereitet für die Nolan-eigene Kommunikationslösung namens N-Com. Das kann alles, was man 2019 von Bluetooth erwartet, bringt zudem ein Radio und eine Notbremsleuchte mit. Die ist nicht neu, neu ist aber, dass der 100-5 schon eine Aussparung für die LED-Leuchte mitbringt. Wie gewohnt ist die Installation in 20 Minuten gemacht, danach sitzen Akku und Steuerteil am Hinterkopf, die Antenne im Helmkragen und das Bedienteil am linken Helmrand.

Blöd: Die Halteschraube für den Helmkragen sitzt immer noch unter der Notbremsleuchte. Will man das Futter rausnehmen und reinigen, muss man die Leuchte mit sanfter Gewalt entfernen – dabei reißt einem in Nullkommanichts das fragile Flachkabel ab. Selbst schon ausprobiert.

Die Tasten sind auch mit dicken Handschuhen gut bedienbar. Das System startet schnell, hat eine Sprachführung und kann auch über eine Smartphone-App drahtlos oder über einen per USB-verbundenen Rechner konfiguriert werden. Das Mikro ist hochwertig und sitzt an einem stabilen Schwanenhals, der dick abgeschirmt ist. Da im 100-5 genug Platz ist, hängt einem das Mikro auch nicht dauernd in der Nase oder im Bart.

Nach wie vor ein Gimmick ist das UKW-Radio, die Empfangsqualität ist unterirdisch.

Neu ist, dass die LED-Leuchte jetzt mehrere Betriebsmodi kennt. Per Default dient sie als zusätzliche Bremsleuchte, die bei Starkbremsungen anspringt. Auf Knopfdruck kann man die Leuchte alternativ auf Dauerlicht stellen (was bei Nebel oder anderen, schwierigen Sichtverhältnissen vorteilhaft sein kann) oder auf Dauerblinken (was in Notfällen oder bei Unfällen sinnvoll ist).

Und in der Praxis?

Soweit die Theorie, nun die Praxis. Der Helm sitzt in Größe M auf meinem Kopf fest, aber bequem. Das Sonnenvisier kommt weit runter und stört weniger als beim Vorgänger. Fummelig ist der neue Windabweiser, der schlicht zu groß ist und sich gerne am Kinnriemen zusammenkrumpelt, von wo aus man ihn erst richtig hinfummeln muss. Die Lüftung funktioniert gut, und was mich persönlich freut: Das neue Visier wackelt erst ab 100 km/h, man kann es also länger leicht geöffnet fahren.

Gleich bei der ersten Ausfahrt kam dann Überraschung: Der 100-5 ist nicht leiser als sein Vorgänger. Er ist nicht mal genauso laut. Er ist WESENTLICH LAUTER. Also, im Sinne von SCHEISSEND LAUT!!!!

Schon der N90 war nicht leise, und der N104 Evo auch nicht. Zudem bin ich es gewohnt, lange Bundesstraßenpassagen und Autobahn mit Gehörschutz zu fahren. ABER SELBST MIT GEHÖRSCHUTZ IST DER 100-5 EINFACH NUR LAUT!!! Ich habe keine Ahnung, warum die Fachpresse den Helm ob seiner Lautstärke so bejubelt. Sind die Qualitätsjournalisten auch nur ein Mal mit mehr als Schrittgeschwindigkeit über einen Parkplatz gefahren? Falls ja, dürfte ihnen die hohe Lautstärke nicht entgangen sein.

Ich habe mal NOLAN angeschrieben und angeregt, dass Schalldämpfung ein wünschenswertes Feature sei. Der sehr gute deutsche Nolan-Support (kein Witz) hat sich daraufhin gemeldet und sich den Helm schicken lassen, um ihn zu prüfen. Dafür vielen Dank, das gibt Karmapunkte. Gebracht hat es freilich nichts. In der Werkstatt wurden wohl etwas dickere Wangenpolster eingebaut, aber der Effekt ist leider gleich Null. Der Helm ist immer noch knallend laut.

Für die Lautstärke dürften zwei Gründe verantwortlich sein. Zum einen ist der Haltemechanismus für das Kinnteil neu gestaltet worden. An dem und/oder an der N-Com-Bedieneinheit gibt es Verwirbelungen, die links signifikant lauter sind als rechts.

Zum zweiten: Nolan hat sich weite Teile des schalldämpfenden Innenfutters an Wangenpolstern gespart. Die Polster selbst sind sehr klein, und die Innenschale des Helms ist jetzt aus Hartplastik. Die Folge: Meine Ohren liegen frei und lauschen in die Helmschale, die mangels Dämpfung jedes Windgeräusch in einer Frequenz überträgt, die mich irre macht.

Wo der N104 eine Schicht aus Schaumstoff über Wangen und Ohrenpartie hatte, besitzt der 100-5 nur flimmsige „Noise Absorber“. Das sind 5 Zentimeter lange Dreiecke aus dünnem Schaumstoff, die die Windgeräusche blocken sollen. Vermutlich funktioniert das auf dem Papier und im Computermodell, in der Praxis ist es ganz großer Mist.

Zum Vergleich: Links die Wangenpolster und durchgehende Schalldämpfung des N104 Evo aus drei Schichten Schaumstoff (die des 104 Absolute sind noch einmal dicker), rechts die Mickerdinger des N100-5 mit den Noise Absorbern.

Was soll sowas? Hat sich Nolan die ordentliche Schalldämpfung aufgehoben für die Modellpflege der kommenden Jahre? Wieso macht man den ganzen Aufwand mit verstellbarer Halskrause und PiPaPo, wenn man dann auf den lumpigen Schaumstoff verzichtet, der WIRKLICH eine Schallreduktion bewirkt?

Zur Ehrenrettung sei angemerkt: Auf einem Motorrad mit hoher Scheibe ist es nicht ganz so schlimm, und die meisten Tourenmotorräder haben einen solchen okayen Windschutz. Ich für meinen Teil fahre aber gerne mit kurzen Scheiben, so dass mein Helm komplett im Wind liegt. Dann ballert der N105 schon ab 60 km/h los, ab 80 ist es so schlimm, dass ich mich kaum noch konzentrieren kann – obwohl ich einen Gehörschutz trage. Der Helm wird ab da mit zunehmender Geschwindigkeit dann nicht mehr viel lauter, aber das macht es nicht besser: Lange Touren möchte ich damit nicht fahren.

Weil der Helm so laut ist, muss man auch die Sprachansagen des Navis über Bluetooth recht laut stellen. Das geht aber nur, wenn das Kommunikationssystem auf ein hochwertiges Audioprofil für das Navi eingestellt ist. Das klappt aber von Haus aus nicht automatisch, vor allem, wenn man auch noch ein Telefon mit dem Helm verbindet. Das Telefon bekommt dann nämlich automatisch das gute Audioprofil für Anrufe und Musik, während das Navi das qualitativ minderwertige bekommt.

Was dann passiert, ist dramatisch: Die Sprachansagen sind ab einer gewissen Lautstärke, die es aufgrund des lauten Helms braucht, völlig verzerrt. Es klirrt und scheppert nur noch und es hört sich an, als würde man die kleinen Lautsprecher im Helm völlig überlasten. Es knistert und krökelt, dass es eine Pracht ist. An den Lautsprechern selbst liegt es aber nicht, denn die geben bspw. Musik vom Handy auch in höherer Lautstärke in sehr guter Qualität wieder. Es liegt also definitiv an der Software, und die merkt sich nicht immer, welches Gerät wohin gehört. Nach zwei, drei Neustarts knarrt und knistert es dann plötzlich wieder.

Das Knistern und abgehackte Sprachansagen treten aber selbst mit der guten Audioverbindung gelegentlich auf. Ich habe hier eine Energiesparfunktion im Verdacht. Das System verbraucht extrem wenig Strom, und anscheinend wacht die Verbindung mit einem Navi manchmal nicht schnell genug auf und knistert dann vor sich hin. Bei der nächsten Sprachansage ist dann wieder alles gut, liegt dann wieder eine längere Pause dazwischen, knisterts wieder. Das ist schade, denn ansonsten ist das 901 ist ein schönes Bluetooth-Set, das mit gut strukturierten Menüs und einer angenehmen Stimme aufwarten kann. Auch die Notbremsleuchte funktioniert gut.

Meinung
Meine Güte, sieht der schön aus. Ich war verliebt und wollte diesen Helm unbedingt mögen. Allein, es gelingt mir nicht. Der N100-5 macht fast alles richtig, reisst dann mit dem Hintern alles wieder um: Er ist so laut, dass er für mich ein Totalausfall ist, den ich allenfalls nutzen werde um zur nächsten Eisdiele zu fahren.

Diese erste Version des N100-5 ist schlicht nicht empfehlenswert für alle, die noch ein wenig Wert auf ihr Gehör legen. Zumindest sollte man vor dem Kauf ausführlich auf dem eigenen Mopped ausprobieren, wie laut der Helm wirklich ist. Tourenfahrer mit hohen Scheiben können den neuen Nolan erträglich finden, alle anderen werfen in zwei, drei Jahren einen Blick auf die EVO-Variante, die dann hoffentlich eine Schalldämmung mitbringt, die den Namen auch verdient. Und vielleicht hat das 901-Kommunikationssystem bis dahin ein Update bekommen und verbindet Navis nicht mehr in UKW-Qualität.

Für Reisen bleibe derweil lieber bei dem alten N104. Der sieht zwar scheiße aus, aber das sehe ich ja nicht, wenn ich ihn auf dem Kopf habe. Der alte Helm wurde gerade nochmal aufgerüstet, mit dem Innenfutter des 104 Absolute. Jetzt ist er absolut Ohrenschonend – denn ein gutes Gehör ist unbezahlbar, das setze ich nicht durch einen hübschen, aber schlechten Helm auf´s Spiel.

Kategorien: Meinung, Motorrad | 10 Kommentare

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10 Gedanken zu „Review: Nolan N100-5 mit N-Com B901L

  1. Lupo

    Moin Kämpfer,

    ich habe ein bisschen was mit Aerodynamik zu tun und kann Dir sagen, warum er so laut ist: Grundsätzlich ist jede Abrisskante oder jeder Schlitz ein Schallerzeuger. Dämpfungsmaterial ist nur eine Behandlung des Symptoms, aber die Ursache ist eine ganz andere: Die ganzen Schlitze und Kanten. Dort bilden sich Verwirbelungen, sprich Turbulenzen und das sind Schallerzeuger. Bei Segelfugzeugen gibt es nicht umsonst Abdeckungen aus Mylarband und Spaltabdichtungen, um diese zu vermeiden, denn es sind natürlich auch Energiefresser.

    Willst Du einen von Hause aus leisen Helm, so sollte er eine möglichst schlitzfreie Aussenseite haben.

    In gewissem Maß kann man dennoch entstehenden Schall mit Dämpungsmaterial eliminieren, aber das sollte Schalldämpfungseigenschaften haben und da reicht einfacher Schaumstoff nicht aus.

    Gruss

    Lupo

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  2. HI Lupo,
    danke für Deinen Kommentar! Vielleicht hat der Helm tatsächlich ein grundlegendes Designproblem. Beim Wechsel der Polster im Vorgängermodell ist mit aber was anderes aufgefallen: Die relativ dünnen Schaumstoffschichten haben dafür gesorgt, dass sich die Frequenz der Windgeräusche geändert hat. Möglichweise spielt das auch eine Rolle in der subjektiven Wahrnehmung, wie laut ein Helm ist.

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  3. Klasse ausführlicher Text! Gefällt mir👍

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  4. Lupo

    Moin,

    ja natürlich ist es ein subjektives Empfinden, da hast Du Recht. Masse, Material und Gasvolumen im Schaumstoff beeinflussen die Dämpfung.

    Lupo

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  5. Albrecht Wagenhöfer

    @Lupo, du hast mir mit deinem Kommentar den vorletztes Jahr gekauften Schuberth fast wieder schmackhaft gemacht. MIR war der vom Design zu rundgelutscht, kam mir auch etwas zu schwer vor und bin auf Billigheimer von L..s oder Lidl ausgewichen, mit denen ich auch leben kann.
    Dank der Airflowscheibe, gestörtem Gehör durch Steinbruch-und Holzarbeiten tangieren mich Windgeräusche weniger. Moderate Geschwindigkeit vorausgesetzt, fahre ich oft Visieroff und Sonnenblende runter. Bei Spaltöffnung vibrieren auch meine Visiere je nach Winddruck.
    Radio oder Navi im Helm finde ich für mich eher hinderlich, habe aber in vergangenen Jahren etliche Hörbücher reingezogen und gemerkt, daß dann auch die Konzentration nachlässiger wird.

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  6. JvT: Merci!

    Albrecht: Radio oder Hörbuch mag ich im Helm in der Tat auch nicht. Das lenkt mich zu sehr ab. Ich muss die Straße und das Motorrad hören können.

    Helme von Lidl? Interessant. Wie schrieb jemand im V-Strom-Forum neulich so schön: Ein billiger Helm hält bis zum Lebensende 😀

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  7. Ich bin ja keine Zielgruppe für Helmberichterstattungen, aber: gerne gelesen! Für sowas: „den Riecher guillotinieren“ lese ich auch Nischenthemen 😉

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  8. Danke, Du Liebe!

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  9. Tobias

    Danke für den ausführlichen Bericht! Ich hatte diesen Helm schon als möglichen Nachfolger für meinen N104evo ins Auge gefasst (habe nämlich genau wie Du einen Nolan- und keinen Schuberthkopf – und liebe das riesige Sichtfeld), aber die Lautstärke ist ein absolutes KO-Kriterium. Der 104evo ist mit MotoSafe-Ohrstöpseln erträglich laut, aber lauter sollte er nicht sein.. Dann muss der alte halt noch ein wenig halten, bis es eine erträglich laute Version des 100-5 gibt.
    Eine Kleinigkeit zum Interkom: das alte B5L(ESS) passt auch an den N100-5; das Innenleben passt direkt, und für die Bedieneinheit gibt es eine Adapterplatte.

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  10. Tobias: Ah, ein Gleichgesinnter 🙂 Dann hat es sich ja schon gelohnt, dass ich das hier aufgeschrieben habe. 😀

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