Impressionen eines Wochenendes (30): Wenn der Clown vom Hochseil fällt

Sonntag/Sonne/warm.
ZZR/Eichsfeldhighway/Harz.

Kurz vor Braunlage meldet sich Anna in meinem Ohr. „Jetzt abbiegen“, sagt das Navi. Ich soll von der Bundesstraße 27 links abbiegen auf den Zubringer zur B4. Nichts leichter als das.

Aus der Gegenrichtung kommt ein Skoda. Er blinkt rechts, will also auch auf den Zubringer. Fahre ich zuerst, muss er dann im Kreuzungsbereich warten. Einfach.

Ich komme aus Südwesten und will links rum. Der Skoda kommt aus Nordosten und will rechts rum.

Die Kreuzung ist groß und übersichtlich und außer uns beiden kein anderes Fahrzeug in Sicht. Ich fahre also links rum und behalte während des Abbiegens den Skoda aus den Augenwinkeln im Blick. Ja, der wird langsamer. Huch, da schießt ein Motorrad am Skoda vorbei. Wo kam das her?

Egal, denke ich und ziehe um die Kurve und nehme wieder den Skoda ins Visier, den ich wegen des Motorrads für einen Moment aus den Augen gelassen habe. Normalerweise lasse ich nicht den Blick von Autos an Einmündungen. Entsetzt sehe ich, dass der viel näher ist als er sein dürfte, nur wenige Meter von mir entfernt, – und er beschleunigt, genau auf mich zu!

„Der hat mich nicht gesehen“, begreife ich schlagartig, als die Motorhaube des Wagens schon so nah ist, dass ich sie gefühlt mit ausgestrecktem Arm berühren kann. Der Zusammenstoß ist unvermeidlich, der Skoda wird die ZZR in einem 45 Grad Winkel treffen. Wir haben sicher beide so um die 30, 40 km/h drauf. Genug für ernste Konsequenzen.

Ich greife in die Vorderradbremse und latsche gleichzeitig auf das Bremspedal für das Hinterrad. Ausweichen ist nicht mehr, ich gucke nur noch stur nach vorn und konzentriere mich auf´s Bremsen. Die ZZR federt vorne tief ein, aber es ist zu spät: Ich kann den Wagen weniger als einen Meter entfernt von mir sehen. Gleich kracht es. Oder hat es schon gekracht?

Dann passiert etwas ganz Seltsames.

Das Hinterrad ist beim harten Bremsen blockiert und rutscht nun weg. In der Rutschbewegung legt sich die ZZR leicht auf die Seite und dreht sich dabei nach rechts und damit aus der Bahn des Skodas heraus, bis sie parallel zur Bewegungsrichtung des Wagens ist.

In dem Moment mache ich die Hinterradbremse wieder auf. Das Hinterrad bekommt wieder Haftung und die Maschine richtet sich auf, als es „Wummp“ macht und ich die Berührung des Autos spüre. Aber es ist kein harter Einschlag, auf den ich jetzt eingestellt bin. Stattdessen spüre ich die leichteste aller Berührungen an meinem rechten Fuß. Geradezu zart, als wenn ganz kurz mit der Hand die Außenseite meines Stiefels berührt, so fühlt sich das an.

Dann ist der Moment vorüber, der Skoda zieht an mir vorbei. Ich fange das Motorrad ab und stehe pumpend mitten auf der auf der Zufahrt. Der Skoda fährt Schlangenlinien, dann hält er an. Ich fahre hinter das Auto und stelle den Motor ab. Ein weißhaariger Mann von bestimmt 80 Jahren steigt aus, dann eine kleine Frau im selben Alter. „Haben sie mich nicht gesehen?“, frage ich.

„Erst zu spät“, sagt der Mann sichtlich zerknirscht, „Ist Ihnen was passiert?“. Ich gucke meinen Fuß an. Er ist noch dran. Es war wirklich nur eine sanfte Berührung.

Dann gucke ich das Motorrad an. Sieht aus wie immer.

Alles wie immer.

„Ich habe sie nicht mal gesehen, ich habe nur gerade den Wumms gehört und die Berührung gemerkt“, sagt er. Ich inspiziere die ZZR ganz genau. Aber da ist… nichts. Tatsächlich fällt mir jetzt erst auf, dass die Fußraste das exponierteste Teil des Fahrzeugs ist. Nur mit deren Äußerster Spitze und meinem Fuß habe ich das Auto touchiert, dabei war der Vollcrash schon so gut wie sicher. Unglaublich.

Die alte Frau erholt sich derweil von dem Schreck und plappert drauf los. „Sie waren wie ein Schatten, plötzlich da. Wir kommen gerade aus Thale. Da ist es sehr schön. Ich habe gerade noch zu meinem Mann gesagt „Jetzt weiß ich, warum Heinrich Heine das hier so schön fand“. Wir kommen ja aus dem Erzgebirge, da ist es nicht so schön. Quedlinburg ist auch schön, und bei dem Wetter ist das aber auch ein schöner Tag, heute.“ Ihr Ehemann unterbricht den Redeschwall mit einer eleganten Überleitung. „Und jetzt ist er noch schöner, weil ihnen nichts passiert ist“, sagt er. Ich nicke.

Wir tauschen Adressen aus, nur für den Fall das doch was ist, dann fährt das alte Ehepaar weiter.

Ich gucke mir nochmal die gebogene Bremsspur an, die die ZZR auf dem Asphalt hinterlassen hat und lasse das ganze Revue passieren. Alter Schwede. Mehr Glück als Verstand. Das war kein fahrerisches Können, das war Zufall, dass es mich hier nicht erwischt hat. Oder gehörte Können am Ende doch dazu? Fühlt sich gerade nicht so an.

Was wäre wohl gewesen, hätte die ZZR ABS? Wäre ich dann gar nicht erst in die Situation gekommen, weil ich eher gestanden hätte? Oder hätte es mich erwischt, weil das Hinterrad nicht weggerutscht und sich die Maschine so aus der Bahn gedreht hätte? Vermutlich Letzteres.

Ich steige auf die Renaissance und fahre weiter.

„Wenn der Clown vom Hochseil fällt, dann erzähle den Artikel über den Zirkusbesuch um Himmels Willen bloß nicht chronologisch!“, so lautet eine Regel im Journalismus.

Da der Clown, der heute vom Hochseil gefallen ist, jetzt abgefrühstückt ist: Ja, der Rest des Tages war wirklich nett. Bis zu diesem Zwischenfall und danach auch wieder.

Die letzten Tage waren hochsommerlich warm, dazwischen gab es kalte Nächte. Die Spinnen kommen schon wieder ins Haus und suchen Unterschlupf. Dorf, halt.

Genau das richtige Wetter um mal mit der ZZR loszufahren. Aber wohin? Götham ist ja verkehstechnisch gut gelegen zwischen Weserbergland und Harz.

Heute entscheide ich mich für´s Mittelgebirge, wohlwissend, dass das voller Touris sein wird.

Und wie das voller Touris ist… Schon morgens um 10 knattert Rotte um Rotte Motorradfahrer durch den Wald. Hunderte müssen das sein, auf jeder kleinen Landstraße. Dazu SUVs und Famlien-Vans. Ich bin sofort genervt, denn das hier ist keine Entspannung. Beim Moppedfahren bin ich gerne alleine, in der Kolonne hintereinander her fahren ist anstrengend. Ach, und dann sind da ja noch die Trecker.

An den Laubwäldern ist gut zu sehen wo es im Sommer zu trocken war. Dort mischt sich das Braun vertrockneter Blätter ins blasse Herbstgrün. Dort, wo der Wald genug Wasser hatte, werden die Blätter gelb und Rot. Ich mag Herbst, und ich mag, wie elegant die ZZR um die Kurven zieht.

…auch, wenn die Straßen manchmal nicht sooo toll sind. Aber hey, die Renaissance hat mehr erlebt als die meisten GSen, die ficht das nicht an.

Nach zwei Stunden bin ich am Hexentanzplatz in Thale. Das liegt am Nordost-Zipfel des Harzes und ist Sachsen-Anhalt. Der Hexentanzplatz ist ein ganzjähriger Rummelplatz, wie es aussieht. Ein großer Parkplatz, Souvenirgeschäfte, mehrere Cafés und Wurstbuden bilden die Peripherie des Hexentanzplatzes, der auf einer Klippe über der Stadt Thale thront.

Für Kinder gibt es ein windschiefes Hexenhaus mit einem märchenerzählenden Plastikbaum, der während seines Gebrabbels mit den künstlichen Ästen wedelt. Ich muss an die peitschende Weide von Hogwarts denken.

Für Erwachsene gibt es Tanzshow mit Hexen.

Von einem Café aus hat man einen tollen Ausblick über Thale. Hinter dem Ort beginnt das platte Land, im wahrsten Sinne des Wortes.

Der Hexentanzplatz selbst ist eine kreisförmige Ansammlung von Findligen, auf und an denen Bronzeplatiken drapiert sind. Deren Qualität ist erstaunlich, ihr Mut zum Frivolen auch.

Beim ersten Anblick bietet sie sich den Besuchern geradezu ästhetisch:

Beim genaueren Hinsehen ist sie dann aber nicht mehr ganz so attraktiv. Auf den zweiten Blick lugen Mäuse und Ratten aus den Haaren der Frau, Spinnen krabbeln über ihren Körper, und wenn man ein Mal die Plastik umrundet, sieht man ihr wahres Gesicht.

Vom höchsten Findling herab deutet ein Teufel auf die Besucher. Er besitzt undefinierbare Gesichtszüge und sowohl sekundäre weibliche als auch primäre männliche Geschlechtsteile. Sehr cool.

Und dann ist da noch dieser Nasengnom. Der guckt nur streng.

Als Motorradfahrer musste ich auf dem Parkplatz ein Ticket lösen, bezahlen muss ich aber nichts. Vermutlich, weil ich mich nur kurz auf dem Rummelsplatz aufgehalten habe.

Mir gehen die ganzen Menschen hier auf die Nerven. Ganz besonders die SUV-Fahrer. Noch während ich diesen Meisterparker hier fotografiere, der gleich mal zwei Parkplätze belegt…

…weißt nebenan eine Frau den Fahrer eines riesigen VW Touareg darauf hin, dass er auf einem Behindertenparkplatz steht. Ist ihm aber egal. Wundert mich nicht. Das er ein egoistisches Arschloch ist, hat er mit der Wahl seines Autos ja schon bewiesen.

ich schwinge mich wieder auf´s Motorrad und brumme zurück durch den Harz. Hier um die Ecke wäre noch viel Schönes anzugucken, Quedlinburg etwa oder der Domschatz in Halberstadt, aber für heute reicht es mir.

Die Landstraßen hier fahren sich toll und führen durch urige Orte mit alten Holzhäusern und großen Gutshäusern aus Backstein.

Vor Siptenfelde sind riesige Sonnenblumenfelder. Leider schon vertrocknet. Schade, ich habe noch nie ein Feld mit blühenden Sonnenblumen gesehen.

Das Harzvorland ist bereits abgerntet und gepflügt. Das Land ist vorbereitet für den nächsten Winter. Ich merke, dass ich melancholisch werde – ich möchte den Sommer noch nicht gehen lassen. Aber noch ist es ja nicht so weit, noch einen Monat haben die Bäume Blätter und Motorradfahren ist noch drin.

Nach 5 Stunden und 270 Kilometern bin ich dann wieder zu Hause. Unverletzt, das Motorrad unbeschädigt. Guter Tag.

Kategorien: Impressionen, Motorrad | 14 Kommentare

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14 Gedanken zu „Impressionen eines Wochenendes (30): Wenn der Clown vom Hochseil fällt

  1. Oha, mächtig Glück gehabt! Für den Oppa bist du per se schon alleine wegen „Motorradfahrer sein“ der Schuldige.
    .
    .
    Aber ganz ehrlich. Du hast noch nie ein blühendes Feld voller Sonnenblumen gesehen? Kann ich kaum glauben…

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  2. Ali

    Wow, Glück gehabt. Hatte mit dir schon eine Diskussion, Bremsen mit/ohne ABS.
    Es kommt auf die Situation an, ob der Reifenblock Sinn macht oder auch bewußt wie im Sand und steil abwärts.
    Da meine jetzige Mühle ABS hat, greife ich doch beherzter zu.
    Tolle Plastiken mit Fantasie und Ausdruckskraft. Hinten hui, vorne p…flegebedürftig.

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  3. zwerch

    Mönsch, sowas will ich immer gar nicht lesen. Gänsehaut.
    Gut dass du heil geblieben bist!!!!!

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  4. rudi rüpel

    „Und jetzt ist er noch schöner, weil ihnen nichts passiert ist“, sagt er. Das hat der alte Mann schön gesagt. Wenn man: „hab ich nicht gesehen“ übersetzt, dann bedeutet es oft, ich habe nicht geguckt. Ist evtl. ein Psychotrick um sich ein wenig aus der Verantwortung zu nehmen, denn wenn man sagt, ich habe nicht geguckt, dann deutet diese Aussage auf ein gewisses Verantwortungsbewußtsein und Selbstreflexion. Ich kann mich dem Alten nur anschließen, schön daß es so ausgegangen ist.
    Mir ist dieses Wochenende auch nix passiert, wobei es einen Mitbürger gab der sich genau das gewünscht hat, glaube ich. Ich rolle durch ein kleines Eifeldorf, da nimmt mir ein Kleinbus die Vorfahrt. Na gut, egal. Ich zuckel hinter ihm her und denke nachdem wir aus dem Ort sind, warum beschleunigt der denn nicht. Also schließe ich auf um mich fürs überholen zu positionieren. Plötzlich ist mein Helmvisier und meine Jacke nass, es riecht nach Scheibenreiniger. Ich bremse ab, laß eine Lücke und denke, o.k. Waschtag. Kleinbusfahrer stellt seine Fontainen ab und rollt immer noch mit ca. 45 km/h, wo 100 km/h erlaubt sind. Ich schließe wieder auf um mich bereit zu machen. Und siehe da immer noch Waschtag. Also gut war wohl noch etwas Schmutz auf der Windschutzscheibe. Abremsen, abwarten, nochmal! Und schon wieder, Wasser marsch, unterstützt von Bremslichter und wildem rechts und links blinken. Jetzt fällt mir auf daß die Düsen von seiner Wischanlage so eingestellt sind, daß sie über und an dem Bus vorbei zur Seite und nach hinten spritzen. Der will mich also nass machen, nein der macht mich nass, ganz bewusst also. Der meint mich, obwohl der mich doch überhaupt nicht kennt. Nun ist meine Neugier geweckt. Was ist das für einer? Den möchte ich mir mal genauer anschauen. Da ich die Strecke gut kenne, wußte ich gleich kommt ne Stelle wo ich überholen kann. Kein Gegenverkehr, also Gas und durch den Wasserstrahl vorbei an dem Komiker. Nach drei Kilometer habe ich mein Mopped an einer kleinen Kapelle geparkt, bin abgestiegen und habe auf meinen neuen „Freund“ gewartet.
    Was da vorbei fuhr machte den Eindruck von einer armseeligen und unscheinbaren Kreatur von Mensch, welche bei mir nur Mitleid erweckte. Was ist in dem seinem Leben nur schief gelaufen, denke ich. Die Begegnung hat mich noch ne ganze Weile beschäftigt. Zuerst dachte ich das macht der bestimmt bei allen Moppedfahrern. Kann sein, aber evtl. hat der garkeine bestimmte Zielgruppe und verteilt seinen „Spasz“ auf alle möglichen Mitmenschen, sprich Kinder, Fußgänger, Radfahrer, Autofahrer undundund. Vielleicht schätze ich die Geschichte auch ganz falsch ein. Es könnte natürlich auch sein das es sich bei dem Fahrer um einen Pfarrer gehandelt haben und es war geweihtes Wischwasser womit er seine Schäfchen so im vorbeifahren segnet. Halleluja! hahahahahahaha!

    rudi grüßt euch und sagt AMEN!

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  5. Tauti

    Gott sei Dank hat Ihr Schutzengel gut aufgepasst und Sie super reagiert Herr Silencer. Eine schöne Woche 🙂

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  6. dermeikel

    Was für eine abgefahrene Geschichte – kaum vorstellbar die Situation…ich hab das so a la Matrix-Style vor meinem geistigen Auge, wo sich die Zeit verlangsamt – der Protagonist geht in den SloMo Mode über..legt das Bike geschickt so auf die Seite, dass er Rückwärts zum entgegenkommenden Auto zum Stehen kommt, welches eine Briefmarke breit ihn nur hauchzart touchiert statt ihn volley zu nehmen und von der Straße zu boxen…Junge Junge…Glück gehabt.

    Schein allerdings gestern einer dieser Tage gewesen zu sein oder an der Gegend gelegen zu haben…ich kam nachmittags vom Bikertreff Uslar so ziemlich die gleiche Strecke wie Du entlang mit meinem „Kaccadoo“ und musste in einem Moment der eigenen Unachtsamkeit und Sonnenblendung den Anker werfen…nicht halb so spektakulär wie Dein Vorfall und dennoch ähnlich knapp…ob die gestern gewechselten Bremsbeläge oder das ABS mir den Hintern gerettet haben vermag ich nicht zu sagen…zum Glück ist in beiden Fällen nichts passiert 😉

    BG
    Der Meikel

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  7. Thom

    Ich war zufällig an diesem WE mit einigen Leuten auch im Harz und wie der Zufall es will, waren wir auch am Hexentanzplatz. Habe ich noch nachträglich in die Route eingebaut, weil ich den nicht kannte. Wir waren alle sehr enttäuscht. Das ist ja der größte Touristennepp im Harz. Die Aussicht hinten raus hat aber ein klein wenig entschädigt. Danach noch zum Kyffi und das Denkmal besichtigt. Auch nicht gerade günstig, aber wenn man es nicht kennt, sehenswert.

    War jetzt zum dritten Mal im Harz und ich denke das reicht erstmal für lange Zeit.

    Thom

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  8. Alter Schwede du machst Sachen!! Gut, dass nichts passiert ist! (Und erstaunlich)

    Was ich aber schon empfehlen kann: blühende Sonnenblumenfelder. Ich muss immer lächeln wenn ich an einem vorbei komme 🙂 Werde dann in Zukunft dabei an dich denken.

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  9. Ralfi: Doch, wirklich, ich bin immer zum verkehrten Ort an der verkehrten Zeit um mal blühende Sonneblumenfelder zu sehen 😦

    Zwerch: Nicht nachmachen, wenn Du im Harz bist!

    Ali: Ich bleibe dabei: Mit ohne ABS kaufe ich mir kein Mopped mehr. Die Situationen, wo man ohne einen Vorteil hätte, sind bei meiner Nutzung… gering.

    Rudi: WATT ist das denn? Ich meine: klar, so wie sich viele unserer Moppedfahrenden Kollegen gebärden, kann man die schon hassen, aber den eigenen Wagen in eine Spritzpistole umbauen? Asig!

    Tauti: Dank dem Schutzengel! 🙂

    Meikel: So ähnlich war es auch – toll, dass der Text genau die intendierten Bilder bei Dir macht! Gut gewartete Bremsen und ABS sind auf jeden Fall eine gute Sache.

    Thom: Ich war auch ein wenig irritiert. Ich hatte einen ruhigen Ausblick erwartet, keinen Rummel. Aber gut, wenn das so ein Ding für Familien ist, dann sollen die ihren Spaß da haben. Für mich war es nichts.

    Kalesco: Wenn ich spontan niesen muss juckt, dann weiß ich: Du fährst an einem Sonnenblumenfeld vorbei und denkst gerade an mich. 😉

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  10. JP

    Fahre kein Motorrad, aber die Geschichte erinnert mich an einen Unfall mit dem Fahrrad. Bin mit dem Vorderrad vom Weg abgerutscht, in einen eingeweichten Rasen-Rand. Vorderrad bleibt stehen, und wir (das Rad un ich) machen ein schönes Salto nach vorn. Jedoch statt das Grass mit den Zähnen durchzupflügen, mache ich eine mustergültige Rolle über die Schulter und lande wieder auf den Füssen. Alles bevor mir überhaupt bewusst wurde, was passierte. Also stehe ich da, fest auf beiden Füssen und glotz mein Fahrrad an, das mehr Schaden nahm als ich.

    Dabei kenne ich solche Fall-Techniken nur aus der Theorie und Filmen. Also WTF?

    Manchmal denke ich unsere Körper kennen sich besser aus als unsere Köpfe und treffen bessere Entscheidungen. ¯\_(ツ)_/¯

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  11. Michael

    Motorrad fahren ist wie Schachspielen, man muss mehrere Züge vorrausschauen, wie der Gegner (andere Verkehrsteilnehmer) einen schlagen wollen.

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  12. JP: Du bist ein Artist!

    Michael: Richtig. Immer mit den Fehlern der anderen rechnen und denen einen Schritt voraus sein.

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  13. »Motorrad fahren ist wie Schachspielen, man muss mehrere Züge vorrausschauen, wie der Gegner (andere Verkehrsteilnehmer) einen schlagen wollen.«

    Nun ja… Aber es gibt einen großen Unterschied zwischen Schach und dem Straßenverkehr: Beim Schach gibt es Regeln…

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  14. Stephan

    @JP das erinnert mich an meinen Fahrrad- Unfall zu Schulzeiten
    Komme mit dem Fuß in das Vorderrad (wollte bei der Fahrt den Sensor des Fahrrad- „Computers“ „nachjustieren“ 🙈)
    Durch die plötzliche Bremswirkung und die Trägheit leite ich einen formvollendet Salto ein.
    Der Helm hängt „natürlich“ am Lenker (weil uncool 🙈) und ich „sehe“ mich schon mit dem Gesicht eine Asphalt- Probe nehmen…dann merke ich, wie mein Ranzen (extra tief hängend, weil „cool“) langsam meinen Rücken hoch marschiert und tatsächlich vor meinem Kopf auf dem Boden landet
    Mir ist (außer dem Schreck meines Lebens) nix passiert. Dem Fahrrad wurden mehrere Speichen aus der Felge gerissen und die Gabel so sehr verbogen, dass das Rad komplett blockiert wurde.
    Damals hatte definitiv ein Paar Schutzengel nur für mich Dienst (und ich fahre seitdem nicht mal mehr kurze Strecken ohne Helm….AUF dem Kopf)
    @Herr Silencer: schön zu hören, dass der Schutzengel- Service dich gerade noch so in die richtige Richtung „geschubst“ hat

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