Reisetagebuch 2019 (4): Motorrad-Tourette

Sommerreise mit dem Motorrad. Heute mit einer Traumfrau, einem räuberischem Fürstentum und vielen Kraftausdrücken.

Sonntag, 09. Juni 2019, Asprémont, Frankreich

Ich schrecke aus dem Schlaf hoch. Ein gewaltiger Donner rollt durch die Täler hinter Nizza. Das Gewitter muss direkt über Asprémont sein, Regen trommelt auf das Dach des Hotels.

Ich blicke auf die Uhr. Kurz nach 4. Ich versuche noch einmal einzuschlafen, aber so ganz will mir das nicht gelingen, draußen kracht und rumpelt es im Sekundentakt. Wieso gibt es überhaupt Gewitter, also, jetzt? Gestern Abend war davon nicht zu sehen.

Nach zwei schlaflosen Stunden werfe ich um kurz vor sechs einen Blick auf die Wetterkarte. Darauf ist zu sehen, wie sich gegen zwei Uhr nachts praktisch spontan und aus dem Nichts ein Tiefdruckgebiet gebildet hat, direkt über Asprémont. Und nicht nur das: Ab sieben Uhr wird es weiterziehen, und zwar exakt auf meiner Reiseroute und auch nur da. Ich bin wohl doch ein Wettergott.

Ächzend quäle ich mich aus dem Bett. Meine Füße tun immer noch weh. Die Blasenpflaster werfen jetzt selbst monströse Blasen, während sie versuchen die nässenden Löcher in meinen Fersen abzudecken.

Es ist Pfingstsonntag, aber selbst heute und um kurz vor sieben Uhr ist Sabine schon wach und unterwegs. Während ich die Koffer zum Motorrad trage, höre ich die Sächsin in der Küche werkeln.

Die Barocca durfte die Nacht über auf der Terrasse stehen und ist noch nass vom Wolkenbruch. Nass und… dreckig? Tatsächlich. Der Regen war voller Sand. Wüstenstaub, wahrscheinlich. Den hat wohl der Mistral Scirocco, wie man in Frankreich den starken Wind aus Süden nennt, aus Afrika rübergeweht. Das schwarze Motorrad hat nun ein sandfarbenes Tupfenmuster und sieht aus, als wäre es gerade eine Wüstenrallye gefahren.

Ich hänge die Koffer an das Motorrad und schiebe es vor das Tor, dann leiste ich Sabine an der Kaffeebar im Erdgeschoss ihres Hotels Gesellschaft. Die Leipzigerin trägt heute Morgen das platinblonde Haar zu einem Pferdeschanz gebunden. Zusammen mit einer ärmellosen, weißen und tief dekolletierten Bluse sieht sie ein wenig aus wie ein Filmstar aus den Fünfzigern.

Gerade schraubt und schaltet sie an einer schrankwandgroßen Espressomaschine herum. „Die braucht noch einen Moment zum Aufwärmen, aber ich habe uns schon mal deutschen Kaffee gemacht“, sagt sie und gießt mir einen Filterkaffee ein. Ich habe kein Frühstück gebucht, aber ohne einen Kaffee auf den Weg lässt sie mich nicht weg. Der Preis dafür ist eine kleine Plauderei, und Sabine kann ohne Punkt und Komma reden.

Da habe ich aber überhaupt nichts gegen, denn sie ist eine sehr angenehme Gesellschaft und eine kluge und erfahrene Frau, von der man selbst in kurzen Gesprächen viel lernen. Die Hotelierin war nach der Wende als Reiseleiterin mit „Studiosus“ in ganz Europa unterwegs, spricht mehrere Sprachen fließend und hat letztlich der Liebe wegen in Asprémont Wurzeln geschlagen.

Sie hat mir vor drei Jahren bei einem kurzen Frühstückskaffee mehr über Frankreich beigebracht als Ulrich Wickert in drei Büchern. Die er übrigens, zumindest zum Teil, genau hier verfasst hat: An dem Fenstertisch da hinten rechts, im Restaurant in diesem Hotel.

„Wissen sie“, sagt Sabine, „ich komme mir hier gerade vor wie in einer Diktatur. Ich bin in eine Diktatur hineingeboren worden und manchmal fühlt es sich so an, als sei ich nie aus der DDR rausgekommen.“

Jetzt sind sie aber ein wenig hart“, sage ich und nippe am Kaffee. „Nein, gar nicht“, sagt sie. „Ich meine das ernst. Ein Beispiel: Die Gelbwestenproteste, davon hat man doch plötzlich nichts mehr in den Medien gehört, oder? Die waren von jetzt auf gleich kein Thema mehr in den Nachrichten.“ Da hat sie recht. „Wissen sie, warum?“, fragt sie.
Ich schüttele den Kopf.

„Weil die französische Regierung das Militär gegen die Demonstranten eingesetzt hat! Hier in Nizza hatte die Bewegung ja ihren Ausgangspunkt, und hier ist allen Ernstes das Militär aufmarschiert, im Verhältnis fünf zu eins. Die Soldaten haben dann nichts gemacht, die standen nur zu Hunderten am Rande der Kundgebungen mit umgehängten Waffen, aber alleine ihre Präsenz war so einschüchternd, dass die Gelbwesten weggeblieben sind.“

Sabine gießt sich selbst einen Kaffee ein und reicht mir ein Körbchen über den Tresen „Hier, nehmen Sie ein Schokocroissant. Ach, es ist gerade kompliziert. Überall. Ich habe ja gute Freunde in Russland und mache da regelmäßig Urlaub, auch im Winter. Gerne auch mal weiter im Osten, am Baikalsee und so. Wussten sie, das Russland das christliche Land mit den meisten Muslimen ist?“
Ich mümmele am Schokocroissant herum und mache „ne“.

„Aber die machen das anders, statt Integration setzt Russland auf Enklaven. Jeder für sich. Es gibt prachtvolle muslimische Städte in Russland, bewohnt nur von Muslimen. Die werden dort auch völlig in Ruhe gelassen. Aber wenn von dort jemand nach Moskau will, dann wird er sehr genau kontrolliert. Und das funktioniert, es ist alles friedlich.“

Na, ich weiß ja nicht. Egal ob man es Enklave nennt oder die kleinere Version davon Ghetto: Die Isolation von Bevölkerungsgruppen war noch nie eine gute Idee. Mir ist eine integrierte Gesellschaft lieber, und das sage ich ihr auch.

Sabine guckt kurz in die Ferne, dann sagt sie „Naja, jedenfalls: Ich bin der Meinung, dass einer der Hauptfehler der EU die überhastete Osterweiterung war.“

Ich nicke. Das denke ich auch. Sie fährt fort: „Man hätte erstmal eine Nord- und eine Süd-EU machen sollen, und erst dann vielleicht eine separate Ost-EU, und dann alles langsam annähern. Der zweite Fehler der EU ist dieses bedingungslose Festhalten an den USA und das Verteufeln von Putin. Man mag denken was man will, aber durch die Abschottung des Westens steuert Putin jetzt Russland in Richtung China. Auch die Mongolei orientiert sich an China. Das sind starke Partner, da kann Europa nicht gegen an, dafür ist es einfach zu klein. Europa wird zerrieben, und in Italien nimmt es gerade seinen Anfang.“ „Die neue Seidenstraße?“, frage ich und nehme noch einen Schluck Kaffee.

Sabine nickt. „Genau, die neue Seidenstraße. Der Hafen von Triest ist schon komplett an die Chinesen verkauft, und aktuell diskutiert man, ob auch Genua und einige andere Häfen und Infrastrukturprojekte wie Brücken oder Straßen von den Chinesen übernommen werden sollen. Der Faschist Salvini, der tut ja immer so als wäre er Patriot, aber er betreibt gerade einen Ausverkauf seines Landes. 340 Milliarden pro Jahr, so munkelt man, soll China nach Italien bringen. Verstehen sie, was das heißt?“, fragt Sabine mit finsterer Miene.

Ich überlege. Dann geht mir ein Licht auf. „Bei der Menge an Geld… braucht Salvini die EU nicht mehr.“ Sabine lächelt grimmig. „Ganz genau. Salvini macht seinen rechtspopulistischen Schwachsinn wahr und zeigt der EU den Finger, und das kann er, weil er sich an die Chinesen prostituiert.“

Alter Falter. Das war mir gar nicht bewusst. Reisen bildet, auch politisch. Und meine Güte, wie toll ist diese Frau eigentlich, dass die mir quasi so nebenbei in 10 Minuten die Weltpolitik erklären kann? Ich glaube, ich bin verliebt.

In dem Moment rollt wieder ein Donnergrollen durch das Tal. Wolken ziehen rasant schnell an der Fensterfront des Frühstücksraums vorbei.

„Verdammt, das ist die Nachhut des Gewitters“, sage ich und trinke den Rest Kaffee in einem Schluck aus. „Ich muss los, so Leid mir das auch tut“.
Sabine begleitet mich zum Motorrad. Erste Regentropfen beginnen zu fallen. „Sie kommen aber wieder, oder?“, fragt sie.
„Aber sicher“, sage ich, „aber nur wenn Sie dann noch hier sind, Sabine“.- Sie lächelt und eilt zurück ins Hotel, wo die ersten Gäste schlaftrunken in die Lobby wanken.

Ich hoffe sehr, dass ich diese außergewöhnliche Frau tatsächlich noch einmal wieder sehen werde.

Der Regen legt jetzt so richtig los. Ich ziehe Regenhose und -Jacke aus dem Seitenkoffer und versuche mich da hineinzwinden. Gar nicht so einfach, in voller Schutzkleidung den Einstieg in die Regenklamotten hin zu bekommen. Ich verhake mich erst beim Anziehen im Innenfutter der Hose und hüpfe fluchend auf einem Bein im Kreis bis ich fast umfalle, dann vernüddelt sich der Ärmel der Jacke irgendwo hinter meinem Rücken. Würde man diese Nummer aufzeichnen und das Video rückwärts ablaufen lassen, sehe ich vermutlich aus wie Houdini, der sich aus einer Zwangsjacke befreit. So sehe ich nur aus wie ein Depp.

Zu den Regenklamotten, die mich gerade ärgern, kommt die Luft: Es sind 24 Grad, sagt das Thermometer, und die Luftfeuchtigkeit ist tropisch. In solcher Luft fällt das Atmen schwer, und ich schwitze schon wieder wie ein Üchel.

Als endlich alles sitzt, hört der Regen so abrupt auf wie er begonnen hat. Leicht fassungslos gucke ich zum Himmel und denke laut „Arschloch“. Halb aus Trotz und halb aus der Befürchtung, das ich den Regen gleich wieder einhole, behalte ich die Regenklamotten an.

Ich steuere das Motorrad über die nassen Straßen und aus den Bergen hinab in die Großstadt. Eigentlich möchte ich da nicht hin, aber um aus Asprémont weg zu kommen muss ich hinab ins Tal, durch die Stadt und dann über eine weitere Bergkette wieder raus.

Wer sich heute morgen selbst übertrifft, ist meine virtuelle Copilotin. Motorrad-KI Anna hat Sprachalgorithmen, die auf lokalen Informationen rumrechnen, um möglichst natürliche Anweisungen geben zu können. Für Nizza gibt es davon offensichtlich sehr viele, und die nutzt sie reichlich. Ich bin erstaunt als ich ein ums andere Mal Sätze höre wie „Biegen sie am verspiegelten Gebäude links ab“ oder „An der Ampel vor dem würfelförmigem Gebäude rechts“ oder „Neben dem Kiosk rechts rein“ höre. Es ist wirklich so als hätte ich eine echte Beifahrerin in meinem Helm, die mir unerschütterlich ruhig ins Ohr wispert wo ich hin muss.

Die Barocca rollt durch die Straßen von Nizza. Es ist ja erst halb acht am Sonntag, deshalb gibt es noch keinen Stau, aber es ist doch schon mehr los als ich gedacht hätte. Autos und Motorroller flitzen durch die Straßen, und auch Fußgänger sind schon unterwegs.

Von Nizza geht es wieder in die Berge im Osten und dann die Küste entlang.

Bild: Google Earth 2019

Endlich bin ich aus Nizza heraus. In einer Haltebucht der Küstenstraße stoppe ich die Barocca und pfriemele mich wieder aus den Regensachen aus. Wenn ich die noch länger tragen muss, sterbe ich den Hitzetod.

Dann stehe ich an der Brüstung, gucke auf´s Meer hinaus und denke „Wow. Ist das schön.“

Da fällt mir noch was ein. Ich hole das Smartphone raus und stelle das Datenroaming ab.

Dann steige ich wieder in den Sattel und fahre weiter die Küstenstraße entlang. Es ist eine Erleichterung zu spüren, wie die Luft ihre feuchte Wärme verliert und frischer Seeluft weicht, die durch meinen Fahreranzug strömt und den Körper runterkühlt.

Das entspannte cruisen über die Küstenstraße dauert nicht lange, dann brauche ich wieder die volle Konzentration. Die Küstenstraße führt über Berge und hat streckenweise ein starkes Gefälle, und auf diesen Abschnitten sind heute morgen viele Radrennfahrer unterwegs. Argh! Schon wieder Radrennfahrer! Die hatten wir doch gestern erst.

Plötzlich sind die überall. Die Typen lassen sich von kleinen Transportern an den höchsten Punkten der Straße bringen, dort setzen sich auf ihre schlanken Rennmaschinen und fahren dann die Berge runter. Was sind denn das für „Sportler“, die nicht mal aufwärts strampeln?

Ich kneife die Augen zusammen. Und überhaupt: Sport, schön und gut. Aber warum im Straßenverkehr? Ich spiele ja auch nicht Tennis mitten auf der Autobahn, nur weil da der Belag so schön glatt ist. Jedes Fahrzeug, das rennmäßig betrieben werden soll, darf das nur auf privaten Strecken tun – wenn es einen Motor hat. Aber Rennfahrer auf Fahrrädern, egal in welchem Land, fahren mit nicht straßentauglichen Fahrzeugen wie die besenkten Säue auf öffentlichen Straßen rum.

So auch hier. Kreuz und quer eiern die quietschbunt gekleideten „Sportler“ über die Straße und schießen die Gefällestrecken mit 60, 70 Sachen hinab. Eigentlich gibt es hier ein über weite Abschnitte ein Tempolimit auf 50 km/h, aber dass das für die Herrschaften nicht gilt, ist ja eh klar.

Ich halte mich zumindest ganz ungefähr an die Geschwindigkeitsbegrenzung, was zu Folge hat, dass die Fahrradtrottel allen Ernstes in halsbrecherischen Manövern versuchen das Motorrad zu überholen, teils in unübersichtlichen Kurven, teils trotz Gegenverkehr. Ich muss permanent aufpassen das sich nicht einer links oder sogar rechts neben mich setzt. Das geht mir nach kurzer Zeit ganz mächtig auf die les burettes.

Ich mag mir gar nicht vorstellen was passiert, wenn die sich bei dem Tempo auf die Fresse packen, zumal deren Klamotten gerade mal die Dicke einer Wurstpelle haben. Vorsichtig halte ich Distanz und schauen ständig nach links und rechts. Auf Abschnitten mit weniger Gefälle ist das Motorrad natürlich schnelle, aber überholen tue die Spinner nur wenn das wirklich möglich ist, ohne sie und mich in Gefahr zu bringen.

Umgekehrt gibt es weniger Umsicht. In einer Kurve kollidiert beinahe einer der Rennradler mit der V-Strom, als er versucht mich zu überholen, dann aber dem Gegenverkehr ausweichen muss und mir dabei fast in die Seite fährt. Aus meiner Perspektive sieht es so aus, als ob der bereits gegen den Sturzbügel gedonnert ist, aber der erwartete Einschlag und Sturz bleibt aus. „ARSCHLOCH!“ brülle ich den Spandexpenner an.

Das Rumbrüllen ist eine Erleichterung. Auch den nächsten Radfahrer herrsche ich mit einem inbrünstigen „ARSCHLOCH“! an. Boah, das tut gut. OK, das wird jetzt die neue Challenge.

Challenges sind Dinge, mit denen ich mich während der Fahrt beschäftige, damit ein Restteil des Hirns was zu tun hat aufmerksam bleibt, während das Bewusstsein in Riders-Trance verfällt. Eigentlich ist die Challenge in diesem Jahr Fiat 500s zu zählen (aktueller Stand: 34). Aber nun gibt es noch eine zweite Aufgabe: Ab jetzt werde ich jedes Mal, wenn ich einen Radrennfahrer überhole, laut „ARSCHLOCH“ brüllen! Ja, der Gedenke gefällt mir.

Gleich der nächste Rennfahrer hat sich mein Motorradtourette auch verdient. „ARSCHLOCH!“ brülle ich ihn an, als er anfängt ohne sich UmzublickenSlalom über die ganze Straße zu fahren, während ich ihn gerade überhole. Sind die ALLE doof hier?

Möglichweise lässt sich das durch die Nähe zu Monaco erklären. Da sind alle verstrahlt, und das ist auch der Grund, warum ich vorhin das Handy ausgemacht habe: Das pissige kleine Fürstentum roamt einem nämlich sonst das Bankkonto leer, weil: „man gehört ja nicht zur EU“.

Das reicht wohl als Begründung, um sich wie Piraten aufzuführen und den Leuten Mondpreise für wenige Kilobyte an Daten zu berechnen. Echt: Bis vor wenigen Jahren hat Monaco das Mobilfunknetz von Frankreich mitgenutzt. Dann haben sie ein eigenes aufgemacht, und das ist eine echte Touristenfalle. Hat man das Handy auf „Roaming“ eingestellt und es bucht sich im Vorbeifahren in das nicht-EU-Netz von Monaco ein, dann werden 50kb-Weise bis zu 3 Euro abgerechnet! Wenn das Telefon dann gerade Mails holt oder man den Wetterbericht anguckt, ist man schlagartig arm. Guckt man in der Zeit Youtube, kann man gleich dableiben und bis an sein Lebensende Frondienste für die Adelsfamilie in den Mienen unter dem Felsen leisten.

Bild: Google Earth 2019

Hinter Monaco liegt Menton, und diesen Ort hasse ich ganz besonders inbrünstig. Der Straßenverkehr hier ist IMMER scheiße. Wenn nicht gerade die Taxifahrer durch einen Streik alles lahm legen, dann schaffen das die Einheimischen schon selbst, durch exzessives Scheißefahren. Dabei helfen zahlreiche, schlimm getaktete Ampeln in Tateinheit mit chaotischer Verkehrsführung und einer Straßenpflege, die offensichtlich von Irren betrieben wird. Anders ist es kaum zu erklären, dass in manchen Kreiseln willkürlich Stahlpilze in den Straßenbelag gehauen sind, die für Motorräder mindestens huppelig, bei Nässe aber auch schnell gefährlich, weil rutschig, sind.

Wenigstens ist die Hölle von Menton noch nicht voll erwacht, und die V-Strom läuft ohne Probleme. Anders als beim letzten Mal als ich hier war, und der Straßenverkehr stockte und völligen Irrsinn darbrachte, während unter mir die ZZR bockte und um ihr Leben kämpfte.

Ich bin froh, als ich endlich aus dem dämlichen Kackort raus bin und nicht mal böse, dass Anna statt Landstraße nun Autobahn gerechnet hat.

Die letzten Meter Autobahn in Frankreich sind nämlich mautfrei, ein Ticket muss man erst auf italienischer Seite ziehen. Da wollte ich jetzt ohnehin Autobahn fahren. Die Alternative wäre Gejuckel in dichtem Verkehr durch kleinste Dörfchen an der Küste. Nein, da gebe ich lieber 20 Euro aus und gleite dafür mit Tempo 130 die Costa dei Fiori, die Blumenküste, entlang.

Die Blumenküste heißt so, weil die vielen Hänge hier mit Gewächshäusern überzogen sind, in denen – na was wohl – Rosenkohl! nee, gezüchtet wird. Das hier ist eine der größten Anbauorte für Schnittblumen in ganz Europa.

Beim Fahren der Strecke werden Erinnerungen wach. Da ist der Parkplatz, wo ich bei der ZZR den Lichtmaschinenregler gewechselt habe und dafür das halbe Mopped zerlegen musste. Damals bin ich diese Strecke mit Sorgen und Angst gefahren. Schön, dass ich heute, drei Jahre später, dorgenfrei hier langcruisen kann. Irgendwas ist ja immer, aber die Suzuki läuft doch gerade schön zuverlässig.

Gegen 11:00 Uhr bin ich in Genua, diesem wuchernden Betongeschwür an der Küste Liguriens. Die Straße führt durch ein Gewirr aus Tunnels und Brücken und unter und über anderen Straßen und Bahnstrecken hinweg.

Ich mag die Stadt ja sehr, denn auch wenn Genua eine städtebauliche Sünde ist, die Stadt hat Charme und ich finde sie interessant. Von Oben, von der Hochstraße Sporaelevata, kann ich sehen, dass im Hafen wieder ein Markt aufgebaut ist.

Auf der Sopraelevata fahren alle ganz langsam, weil hier die Geschwindigkeit durch Abschnittsmessung kontrolliert wird. Ich weiß das eigentlich, vergesse das in dem Moment aber als ich mich durch den Verkehr mogele und denke erst wieder dran, als ich in eine Kamera gucke. Mist, könnte sein, dass diese Fahrt im Nachgang teuer wird.

Als die Hochstraße endet und in den Prachtboulevard Corso Italia übergeht, beginnt es wieder zu regnen. Habe ich das Unwetter aus Frankreich jetzt wieder eingeholt? Anscheinend ja. Zum Glück bleiben die Wolken aber an den Bergen östlich von Genua kleben, und ich kann meine Fahrt einfach so fortsetzen.

Naja, wobei „einfach so“ auch nicht stimmt, denn der Verkehr ist jetzt dicht, und es gibt sehr viele Ampeln. Das nervt mich, deshalb fahre ich wieder auf die Autobahn. Von oben sehe ich bekannte Orte wie Recco oder Rapallo. Über die Autobahn lassen sich wieder schnell Kilometer machen, aber es ist halt auch langweilig. Deshalb fahre ich nach einer Stunde fahre ich bei Chiavari wieder ab.

Auf der kleinen Landstraße geht es durch Sestri Levante, den um die 1900er mondänen Badeort. Kurz dahinter liegt Trigoso, und von dort geht es erst nach Moneglia, dann nach Deiva Marina durch absurd winzige Tunnel.

Die Uralt-Tunnel entsprechen überhaupt nicht dem, was heute so an Sicherheitsanforderungen gestellt wird. Sie sind schlecht beleuchtet, haben keine Reflektoren oder Leitplanken und sind einspurig und stellenweise so eng, das Wohnmobile Probleme bekommen. Damit sind sie praktisch sau gefährlich – aber scheissend geil zu fahren. Mit 80 bis 100 Sachen durch diese dunklen, engen Tunnel zu prügeln, deren Wände immer näher auf einen zukommen, das ist Nervenkitzel – weil es sich anfühlt, als fahre man 250 und die Wände immer weiter auf einen zukommen. Heute muss ich leider langsamer fahren, weil vor mir ein nicht besonders schnelles Motorrad vor mir rumeiert, aber selbst mit den erlaubten 70 Sachen fühlt sich das immer noch schnell an.Hier ein Video der Fahrt, und HIER eines von 2014.

Während der Durchfahrt meine ich im Dunkel einen seltsamen Fleck zu sehen, der irgendwie anders aussieht als der Rest des Tunnels. Ich sehe spüre eher, das hier was nicht stimmt, als das ich es sehe. Sofort ziehe ich zur linken Tunnelwand und verfehle nur um Haaresbreite einen Jogger, der im Dunkel durch den Tunnel läuft. „ARSCHLOCH!“, brülle ich ihm hinterher. Was für ein Wichser!

Kaum das der Tunnel hinter mir liegt, geht es ins Hinterland von La Spezia. Die Straßen hier sind gut und ziehen sich die steilen Berge entlang durch grünen Urwald, und wieder wird es tropisch warm.

Bild: Google Earth 2019.

Ich mag diesen Teil der ligurischen Riviera gerne, denn hier oben war ich bislang immer allein. Auch heute kurve ich fast ungestört eine halbe Stunde lang über die kleinen Bergstraßen, bis ich wieder auf die SS32 nach Carrodano komme.

Die Strada Statale 32 ist normalerweise nicht stark befahren, aber heute, am Sonntag, rasen hier Sportmaschinen im Pulk lang, die besten Fahrer vorneweg. Das ist gefährlich und dumm spielt sich immer gleich ab: Die vorderen Maschinen fahren noch OK, aber ab der Mitte kommen die Fahrer nicht hinterher und fahren sich deshalb den größten Miste zusammen. Die letzten im Pulk kommen mir dann meist schon auf meiner Straßenseite entgegen. Ich fahre sehr vorsichtig und möglichst weit rechts, um den Rennspinnern auszuweichen.

Bei Carrara leuchten die Berge weiß, aber nicht von Schnee, sondern von den Marmorsteinbrüchen. Der Verkehr wird dichter, und gleich wird die Landstraße in die endlose Vergnügungsmeile übergehen, die von Viagreggio bis Livorno reicht. Die Straße geht schnurgerade aus, wird alle paar hundert Meter von einer roten Ampel unterbrochen, und rechts und links liegt ein Fischrestaurant oder Nachtclub oder Wasserpark am Nächsten. Nein, da mache ich lieber wieder Autobahn. Eine Stunde, sagt Anna, kann ich damit einsparen. Na dann.

Bild: Google Maps 2019.

Eine Stunde später weiß ich, was eine Stunde auf italienischen Mautautobahnen wert ist: 11,60 Euro auf diesem Abschnitt. Das passt. Durch die Autobahnfahrerei habe ich heute gut 50 Euro Maut verbraten, aber fast 6 Stunden Zeit gespart und damit Nerven. Vom Verschleiss von Kupplung und Bremsen ganz zu schweigen.

In San Vincenzo, 30 Kilometer südlich von Livorno, fahre ich von der Bahn ab und stelle kurz darauf die Barocca vor dem Tor von „I Papveri“ ab.

Als ich aus dem Sattel steige, höre ich schon wie mein Name gerufen wird, gefolgt von einem lang gezogenen „Da bist Du ja!“ auf italienisch.

Eine ältere und sehr gepflegte Dame mit einer turmhohen Föhnfrisur eilt auf mich zu, drückt mir Küsse auf die Wangen, umarmt mich fest und ruft „Mein Deutscher Sohn“. Ich blicke auf meine Stiefelspitzen und sage „Ach Mama Franca, Du machst mich verlegen“. Sie lacht laut. Hinter ihr taucht Licio auf, ihr Mann und Hausherr von I Papaveri. Er lächelt still und und umarmt mich fest. Es ist das siebte oder achte Mal, das ich bei den beiden bin. Anfangs waren wir Gast und Gastgeber, heute sind wir heute mehr als das. Famiglia.

„I Papaveri“, die Mohnblumen, wie Licios und Francas Anwesen heißt, ist der perfekte Ort um sich zu verkriechen und nach einem langen Arbeitsjahr wieder Mensch zu werden.

Licio reicht mir den Schlüssel zu „Meinem“ Appartement im ersten Stock. „La Conchiglia“, die Muschel, hat ein riesiges Wohnzimmer mit Küche, Schlafzimmer und zwei Balkonen. Bei gutem Wetter guckt man von hier bis nach Elba.

Besonders schön: Die Jasminhecken rund ums Haus blühen. Alles duftet, und fühlt sich dadurch noch mehr nach vertrauter Ferne an. Wie sich überhaupt die Ankunft auf „I Papaveri“ wie nach Hause kommen anfühlt.

Ich falle auf´s Bett, schließe die Augen, rieche den Jasmin und lächele still.

Tour des Tages: Von Nizza nach San Vincenzo. Rund 450 Kilometer, ca. 10 Stunden. Bild: Google Maps 2019.

Strecke gemacht: In den vergangenen vier Tagen bin ich rund 1.800 Kilometer gefahren.

Bild: Google Maps 2019

Kategorien: Motorrad, Reisen | 13 Kommentare

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13 Gedanken zu „Reisetagebuch 2019 (4): Motorrad-Tourette

  1. StrayCat

    Hallo Silencer,
    Dein Reisebericht hat mir gerade einen Hauch der mediterranen Wärme ins winterlich kühle und ungemütliche Deutschland gebracht. Danke dafür 😁.
    Wie immer toll zu lesen und schöne Bilder.
    Weiterhin gute Fahrt, in der Hoffnung auf weitere sonnige Momente.
    Viele Grüße
    Frank

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  2. Wahrscheinlich werde ich nächstes Mal um Kaffee zu trinken, nicht in Asprogerakata sondern Aspremonte (das verstehen jetzt nur Insider – vielleicht) anhalten. Die Caffeeseuse scheint mein Grundwissen zu haben und einen vorlebenbedingten, weit größeren Erfahrungsschatz. Sieh Dich vor !!
    Deine Zurückhaltung bei Radfahrern jener Sorte, die Du beschreibst, ehrt Dich – ich habe zumindest bereits drei erlegt, einer davon war ein Bruder im Geiste, der in der Kurve in den Gegenverkehr stach; ich bin da leider ebenso unerbittlich, wie ich andererseits auf Radfahrer innerorts besonders achte oder auf die Grüppchen, die in schlanken Zweierreihen geschlossen einherfahren. Die Erklärung für die Downroader only ist: es werden auch +2000er mit Seilbahn, Halbschuhen und Handtäschchen bestiegen.
    Du beklagst Dich über Menton ? Lächerlich (außerdem ist die Stadt auf den Bildern verkehrsfrei *kicher*) – warte, bis Du einmal den Golf von Kotor gefahren haben wirst und die Montenegriner als Autofahrer irgendwo erleben durftest; zehn davon, können ganz D verkehrsmäßig lahmlegen…
    Genua, Hafen, Markt aufgebaut ? Aha. Ein Kreuzfahrgeschwür wird einlaufen. Ich erinnere mich an Deine Beschreibung des Friedhofes. Die Bilder davon haben in meiner erweiterten Umgebung die Runde gemacht, besonders jenes der Verrückten, die ein Leben lang auf ihren Tod und die nachfolgende außergewöhnliche Erlesenheit ihres Grabes sparte 😉 …
    Du hattest Jagdglück und hast den Jogger ausgelassen ? Weichei ! Andererseits: was soll er machen, wohin mit ihm, wenn er das darf. Unmöglich, das behördlich zu regeln, obwohl es angebracht wäre. Natürlich ist der nicht ganz dicht, denn wie man sieht, läuft der ganz am Rand, hat aber keine Möglichkeit, irgendwohin auszuweichen, wenn ein Fahrer, der eben halbblind in den Tunnel fährt, sich an der Linie rechts orientiert…
    Was hast Du nur gegen die Gebückten ? Ich lese das immer wieder aus Deinen Berichten – die liegen Dir wohl nicht, weil sie flotter fahren als Du ?
    Zum Schluß an diesem feinen Tag die Villa, von welcher der Name der Barocca kommt (bzw vllt auch von der Oberweite der Hausherrin ?) ! Endlich wieder da… darüber kommt hoffentlich noch was in der nächsten Folge, oder ;-?
    Alles in allem wieder ein Bericht, den es lohnt zu lesen. Mit Freude. Trotzdem bleibe ich lieber bei meinen Destinationen. Abgesehen von Aspremonte. Dort muß ich nichtmal französisch fließend sprechen, das tut gut und hilft dem inneren Ausdruck bei dem, was mann vermitteln möchte. Das wäre dort wichtig. Mal sehen, ob ich es schaffe, ein eventuelles nächstes Mal vor Dir da zu sein… denn immerhin: eine Schreibecke scheint es dort zu geben … 😉

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  3. rudi rüpel

    Hei Silencer,

    der Mistral ist auch ein ARSCHLOCH, eins was aus dem letzten Loch pfeift, aus dem letzten ARSCHLOCH sozusagen und seine ganze Kraft dafür aufbietet. Allerdings aus Nord West.
    Hab das zweimal erlebt einmal in der Drome und einmal an der Cote d’Azur. Dieses ARSCHLOCH hat mich ARSCHLOCH auf meinem Damenrad fast in den Strassengraben geblasen. Ich glaube je weiter man im Süden ist desto stärker wird die Windgeschwindigkeit, weil der durch das Rhone Tal bläst und dies wie ein Ventil wirkt. Is nur so ne Vermutung von mir. Silencer du kannst das ja mal recherchieren und wenn du keine Lust dazu hast, dann brüll ein lautes ARSCHLOCH in meine Richtung. Und wenn meine Aussage nicht stimmen sollte dann nehme ich freiwillig ein ARSCHLOCH auf mich.
    Hach Silencer, ich LIEBE deine Reise Tagebücher und aus dem Grund möchte ich dir etwas spendieren und zwar 137 sehr laute ARSCHLOCH Ausrufe zur freien Vergnügung gehen auf mich.
    So mein LIEBEr und das üben wir jetzt einmal. Sabine hast du so grandios und bildlich beschrieben, sodass ich nun auch in sie verliebt bin. Schickst du mir ein schönes Foto von ihr? Na? Silencer ich hör nix. Was ist der Rüpel? Ein?………….ARSCHLOCH! Na also klappt doch. hahahahahaha.

    LIEBEn Gruß vom rudi rüpel

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  4. motorrado

    Wie gut, dass auch Reiseberichte lesen bildet: Danke für den Input hinsichtlich des Datenroamings in Monaco. DAS hatte ich absolut gar nicht auf dem Schirm!

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  5. @Bildschirm: ich auch nicht. Bzw mißt meiner nur 28×35 mm, da ist der Datenfluß recht klein ;}

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  6. StrayCat: Danke, das freut mich! Solche Kommentare wie dieses sind es, die mich zum Schreiben motivieren!

    Olpo: Mach das, Besuch Apremont! Ein toller Platz zum Schreiben. Der Ulrich-Wickert-Gedenktisch blickt von hoch oben über die umliegenden Täler bis hin zur Küste. Freier kann man den Kopf nicht bekommen. In Genua ist der Neue Hafen recht weit von den Anlegestellen der Kreuzfahrer entfernt. Das ist auch eher ein Wochenmarkt, und Reisende kaufen meist nicht Honig oder Salatköpfe.

    Gegen die Gebückten habe ich gar nichts- auf der ZZR bin ich selbst einer – Ich habe nur was gegen Leute, die es nicht können und damit andere gefährden. Dazu gehören insbesondere die Gruppen, die so organisiert sind, dass die schnellsten Vorneweg fahren. Das ist so dermaßen dilettantisch, das muss man einfach verachten.

    Motorrado: Niemand hat die Monaco-Piraten auf dem Schirm! 🙂 Nicht mal Olpo mit seinem WAP-fähigen Nokia 3310 😀

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  7. @Hendi: Ich hab jetzt nachsehen müssen, welches Nokia ich verwende und hab feststellen müssen, daß es gar kein Nokia ist. Es nennt sich Alcatel onetouch, was auch stimmen dürfte, denn es beherrscht hervorragend und nachweislich die Hosentaschentelefonie. Das 3310er war mein altes. Aber ich hab’s in Reserve. Was aber ist unter WAP-fähig zu verstehen, welch neumodisches Zeugs is‘ das schon wieder ?

    @Gebühren: Abgesehen von Monaco gibt es noch ein paar Fleckchen Erde, wo die Provider gut leben können: aufpassen sollte mann, wer mit dem Moppet in den europäischen Süden fährt ein wenig und dabei ein WegWischHendi nutzt: in Mazedonien, Albanien, Serbien, der Türkei und Montenegro kosten Daten 1 €/mb, Anrufe 0,86/min. Bin ich stationär in diesen Ländern, nutze ich jeweils ein Testangebot, wenn Daten fließen sollen, zb auf dem Tablet. Die gibt’s meist um 3-5 € für 24 Stunden; allerdings ist man dann eben an einen bestimmten Hotspot gebunden.
    Wer in den fernen Osten fliegt und zB in den VAE zwischenlandet, löhnt 6€/min, passiv noch immer 3€, Daten 15€/mb !!! – Utub meiden dort 😉 In Russland kostets auch noch 3€/min, 1€/mb Daten.

    @Gebückte: erwischt … ;-! Ein einziges Mal war ich bei einer solchen Partie mit Gebücktmaschine dabei: die Schnellen kannten die Strecke gut, die Newbies mußten sich neben der Strecke auch mit Wegweisern abmühen. Da reichte eine Zigarette alle 20 Kilometer nicht aus, um die Ankunft der Nachzügler abzuwarten… Heuer ist mir übrigens nur ein einziger der Selbstangetriebenen mit emanzipiertem Fahrwerk auf meiner Seite entgegengekommen. Und was wohl ? Fast richtig… Es war jedoch nur eine 1150er 😉

    Aspremont: DU brauchst den Tisch dort sowieso nicht, denn als ich Dich einmal fragte „wann kommt das Buch (Deiner Reisegeschichten)“ antwortetest Du „Wieso Buch ? Steht eh schon alles da…“ Stimmt. Und das kannst Du von zu Hause aus alles erledigen, in Ruhe … was eben eher kaum gelingt bei den Kollegen im Geiste, die auch diesen ganzen E-Schrott herumschleppen. Da liest man dann meist ausschließlich die Speisekarte mit und die Dichte der Touristenpulks, die Haftfähigkeit der Gummis und die Bilder sind auch … ähh, vorhanden. Da wart‘ ich doch lieber, bis Du endlich Zeit hast, damit selbst rauszurücken in Worten, die Bilder erzeugen und nehm‘ in der Ecke da oben schonmal im Geiste Platz, da läßt es sich bestimmt auch gut lesen … 😉

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  8. Rudi: Ich habe Mistral und Scirocco verwechselt, oder? Danke für den Hinweis! Das Blog hier hat schon echt eine tolle Leserschaft!

    Olpo: Na, ich dachte eher DU willst einen Tisch bei Sabine 😉

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  9. O jah… was die alles weiß, worüber andere nicht im Ansatz nachdenken – endlich eine mögliche Partnerin auf Augenhöhe 😉 … Am Liebsten wär‘ mir natürlich ein Platz an ihrem Tisch in ihrem Wohnzimmer. Aber der wird vermutlich besetzt sein. Trotzdem: danke für die umfassende Beschreibung, man fühlt sich dann nicht so ganz alleine mit seinem kosmischen Wissen 😉

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  10. rudi rüpel

    Olpo, genau! Und am liebsten wäre mir wenn der Platz an Sabines Tisch von mir besetzt wäre. Obwohl, wenn ich es mir genau überlege, wäre es noch besser, wenn Silencer du und ich an ihrem Tisch sitzen würden, dann könnte ich mit meinem Wissen prahlen, allerdings käme ich damit wahrscheinlich etwas ins Hintertreffen, denn im Gegensatz zu deinem ist meins doch eher ein komisches.
    LIEBEn Gruß rudi

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  11. Kosmisch betrachtet, ist natürlich jedes als komisch angesehene Wissen, egal von wem, doch ebenfalls ein kosmisches, oder ;-?

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  12. Komisches Wissen – naja, ich weiß nicht. Unnützes Wissen, darin bin ich Meister!

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  13. Ja schon … andererseits bekämen Deine Leser nicht so viel Bildinfo zu sehen – das hat durchaus Wert ;-!

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