Reisetagebuch: Japan (1)

Im Herbst 2019 verschlägt es Herrn Silencer nach Japan. Die Reise findet ohne Motorrad statt, weswegen die nächsten Teile, die immer Samstag erscheinen, nicht im Motoblogger-Reddit auftauchen werden. Auch ohne zwei Räder: Abenteuerlich wird es trotzdem.

Donnerstag, 31. Oktober 2019, Götham

Man, bin ich müde.

Müde, weil ich wenig geschlafen habe und schon seit 6:30 wach bin.

Dabei ist heute Feiertag, Reformationstag, der 31. Oktober. Ich habe also frei und könnte ausschlafen. Aber das wäre erstens nicht gut und zweitens bin ich jetzt doch ein wenig aufgeregt.

Zum wiederholten Male checke ich Webseiten.
Bus? Fährt.
Bahn? Fährt, wenn auch verspätet, was für eine Überraschung.
Flieger? „Heute ist ein hohes Reiseaufkommen, planen Sie mehr Zeit für den Checkin ein“, meldet der Flughafen, sonst aber alles gut.

Ich mache den Rechner aus, stelle die Heizung ab und klicke dann die Sicherungen der Wohnung raus. Dann zippe ich den Rucksack zu. Alles, was ich für drei Wochen brauche, ist da drin.

Verreisen mit möglichst minimalistischem Handgepäck, das habe ich ursprünglich mal von Kalesco und Modnerd gelernt. Während Modnerds Gepäck dann im Laufe der Jahre immer voluminöser wurde, entlang den immer handgepäckfreundlicheren Regeln von Ryan Air, ist meines immer noch weiter geschrumpft.

Nach jeder Reise gucke ich genau, was ich nicht gebraucht habe und was beim nächsten Mal zu Hause bleiben kann. Hier was weglassen, da ein paar Gramm einsparen, dort ein Teil durch etwas leichteres ersetzen.

Zwei Erkenntnisse daraus:
1. Aus vielen, wenigen Gramm, die man hier und da einspart, wird irgendwann ein Kilo und das kann entscheidend sein.
2. Ich brauche unterwegs nicht viel.

Die Bonuserkenntnis: Ich bin kein Rollkoffertyp.

Ich habe es echt versucht, aber ich kann mich mit den Dingern nicht anfreunden. Griffmechanik und Rollen sind zusätzliches Gewicht und nehmen Platz weg, was mir schon in der Seele weh tut. Und man hat die Hände nicht frei, wenn man ein Köfferchen ziehen muss. Deshalb bin ich mit einem Gepäckstück unterwegs, das leicht ist, und mit dem ich – anders als bei Rollkoffern – die Hände frei habe.

Zum ersten Mal verwende ich Packing Cubes, ultraleichte Reißverschlusstaschen, um Klamotten im Rucksack nach Ober-/Unterbekleidung und Schmutzwäsche zu trennen. Sowas hatte ich bislang nicht, nach alter Moppedfahrermanier habe ich bislang meine Klamotten immer in Müllbeutel verpackt, weil die wasserdicht und superleicht sind. Aber gut, ich muss zugeben, mit den Cubes sieht es ordentlicher aus.

Ich bin auch deshalb müde, weil ich ein wenig kränkele. Ich werde ja nie krank, aber vorgestern Nacht bin ich stundenlang bei Temperaturen nahe Null und viel zu leichter Bekleidung durch die Gegend gerannt. Eine Hausmeisterin fand es wohl witzig, den Parkplatz der Volkshochschule abzuschließen, während die Schüler noch drauf standen, nur um dann Feierabend zu machen. Fast eineinhalb Stunden bin ich durch die Kälte gerannt bis ich endlich jemanden gefunden hatte, der mein Auto vom Parkplatz lassen konnte. Scheiß Aktion. Die Quittung dafür: Husten und verschnupfte Nase. Mist.

Ein letzter Blick zurück. Huhu, der Blogpinguin, wird in meiner Abwesenheit auf alles aufpassen. Jetzt hat er es sich auf der Couch bequem gemacht und winkt zum Abschied.

Ich schließe die Wohnung ab und mache mich auf den Weg zum Bus.

Es ist Mittag, und ich stehe allein an der Dorfstraße. Als der Bus kommt, wuppe ich den Rucksack auf den Sitz neben mir und gucke aus dem Fenster. Draußen sind die Straßen gesäumt von bunten Blätterhaufen.

Ich bin auch müde, weil das ganze letzte Jahr anstrengend war. Viel Arbeit, kaum Zeit für angenehme Dinge. Und dann auch das noch: Im November eine Reise nach Japan!

Ich würde ja gerne schreiben, dass diese Reise der schöne Gedanke war, der mich durch´s Jahr begleitete und das ich mich seit Ewigkeiten darauf freue. Dem war aber nicht so. So eine große Reise erfordert viel Planung und Zeitaufwand, und eigentlich war der Gedanke daran eher ein unangenehmer. „Es gibt noch so viel zu tun, und so wenig Zeit“.

Ich weiß gar nicht mehr, wie ich vor eineinhalb Jahren auf Japan gekommen bin. Ich glaube, ich wollte einfach nur mal ganz weit weg und was völlig Fremdes sehen, über das ich so gut wie nichts weiß.

Fest stand nur: Ich wollte diesen Trip nicht allein unternehmen. Erstaunlicherweise war mein alter Reisegefährte Modnerd sofort Feuer und Flamme, weil er auch selbst schon sehr lange mit Japan liebäugelte. Ursprünglich dachten wir kurz an eine Neuauflage der „Überraschungsreise“ von 2015, bei der er nicht weiß wohin es geht, aber das verwarf ich dann schnell. Ein so fremdes Land wie Japan, mit anderer Kultur und Sprache und fremder Schrift, da ist es schon sinnvoll, dass man sich da gemeinsam drauf vorbereitet.

Der Bus hält an der Uni. Ich springe raus, schwinge den Rucksack über die Schulter und gehe den letzten Kilometer zum Bahnhof zu Fuß.

Im Herbst 2018, vor fast einem Jahr, fand Modnerd dann günstige Flüge. Anfang des Jahres hatte er dann Langeweile und plante unsere Japanreise, und das schneller als ich gucken konnte. Das nervte mich anfangs total an, denn ich plane und gucke auch gerne, und immer wenn ich an einem Punkt was schauen wollte, hatte er schon etwas gebucht. Wie im Rausch, vermutlich hat sein Klickfinger schon geglüht.

Hier ein Hotel auf Booking, Klick-Klick, da ein Mietwagen, klick-klick. Ätzend. Das fühlte sich an wie vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden, und das mag ich nicht, und Modnerds Buchungsrausch fühlte sich so an. Wir können immer noch alles ändern, ich mache nur Vorschläge“, sagte Modnerd und meinte das auch so. Jaja, mach mal. Ok, klick-klick-klick. Ich kam nicht mehr hinterher, und dabei war die Reise noch 11 Monate hin!

Als ich dann im Verlauf des Frühjahrs und des Sommers aber feststellte, dass ich überhaupt keine Zeit hatte mich um irgendwas zu kümmern, war ich ihm fast dankbar. Lange Zeit war diese Reise für mich abstrakt und unwirklich, weil weit weg.

Fast schon ein wenig mißmutig stapfe ich über den Bahnhofsvorplatz.

Das Frühjahr 2019 rast vorbei, dann kam die Sommerreise, dann flutschte der Herbst vorbei und Zack, jetzt ist der Reisetermin da und ich habe in der Zwischenzeit kaum mehr geschafft als ein paar Youtubevideos über Japan zu gucken. Na gut, vielleicht habe ich noch ein paar Bücher gelesen. Und vielleicht noch dieses oder jenes vorbereitet, aber ich habe mich weniger mich weniger mit der Reise ans Ende der Welt beschäftigt als mit einer nach Österreich, und im Kern muss ich Modnerd für seine Klickorgie im Januar jetzt dankbar sein. Grummel.

Idee im Sommer 2018, Zack, jetzt sind eineinhalb Jahre rum, heute geht´s los und ich bin müde und krank und aufgeregt. Aufgeregt bin ich immer vor Flugreisen, weil mir die ganzen Prozederes fremd und seltsam sind und ich immer denke, ich habe was Wichtiges vergessen. Gerade bei Japan, da kann man leicht so viel vergessen, weil man sich so viel merken muss – schon wie das Symbol für die Toilettenspülung aussieht. Ich bin noch nie in meinem Leben aus Europa rausgekommen, und nun wird es an das andere Ende der Welt gehen!

Mit dem Flug selbst habe ich übrigens keine Probleme. Modnerd schon.

Seit einem Jahr gibt es gibt es die Klimastreiks und Fridays for Future, und Modnerd hat echt intensiv gegrübelt, ob es in Zeiten des menschengemachten Klimawandels überhaupt noch statthaft ist zu fliegen. Ich habe damit wenig Probleme, zumindest für Fernreisen. Das mache ich so selten und auch ansonsten ist mein CO2-Footprint so klein, da habe ich kein schlechtes Gewissen. Modnerd selbst sollte das auch nicht haben. Der Mann besitzt nicht mal ein Auto und fährt entweder Rad oder Öffis.

„Moin“, sage ich, als ich das Café im Bahnhof betrete. Modnerd sitzt schon an einem der Bistrotische. „Und, wie is?“, frage ich. „Och ja“, sagt Modnerd. Manchmal merkt man doch, dass wir fast Norddeutsche sind. Wir wissen gerade auch nicht wirklich, was wir reden sollten. Wir kennen uns so gut, dass wir auch ohne Worte zu wechseln wissen, dass wir beide aufgeregt sind und große Dinge in den kommenden Wochen vor uns liegen.

Ich trinke ich erst einmal einen kleinen Kaffee. Ein großes Abenteuer sollte immer mit einem kleinen Kaffee beginnen.

Modnerd hat was im Café gefunden. Na, wenn ich abergläubisch wäre, dann würde ich das als gutes Omen begreifen. Zum Glück bin ich Wassermann. Wassermänner sind nicht abergläubisch.

Die Bahn ist erstaunlicherweise pünktlich, und nicht mal umgekehrte Wagenreihung gibt es.

Gut, in Frankfurt Flughafen kommen wir trotzdem 30 Minuten zu spät an, aber das ist uns egal – wir sind immer noch fast drei Stunden zu früh dran. Sicherheitspolster. Verlass Dich nie auf die Deutsche Bahn.

Als wir am Frankfurter Flughafen aussteigen und durch die Gebäude laufen, bin ich erst einmal am Stauen, wie riesig und unübersichtlich das alles hier ist. Fernbahnhof, Bahnhof, Skytrain, Bus, Flughafen – Hilfe! Erstmal gucken, in welcher Halle Japan Airlines ist. OK. Dann den Weg dahin finden. Ein Bus. Na gut.

Modnerd gibt sein Gepäck auf, ich behalte meinen Rucksack bei mir. Der Cabin Max hat genau Handgepäckmaße und wiegt voll bepackt 9,5 Kilo, und da ist sogar das kleine Daypack mit drin. Und ein dickes Wiesel, das es schon wieder irgendwie geschafft hat sich reinzuschmuggeln. Aber trotzdem: Ein Rucksack, alles drin. Daran erkennt man den Moppedfahrer“, twittert mir jemand zu. Stimmt. Eigentlich ist es egal, ob man zwei Wochen oder zwei Monate verreist, die Menge an Klamotten zum Mitnehmen ist die gleiche.

Die Dame an der Gepäckaufnahme weißt uns den Weg, wenig später stehen wir an der Bordkartenkontrolle. Die ist mittlerweile vollautomatisch. Ich rufe den QR-Code der Boardingkarte auf dem Telefon auf und lege es auf einen Scanner, der sofort grün aufleuchtet. Dahinter ist die Passkontrolle, mittlerweile auch automatisiert. Die Kontrollautomaten sehen aus wie gläserne Schleusen, davor stehen bauchhohe Säulen mit Scanflächen.

Ich trete an eine der Säulen und lege meinen Reisepass aufgeklappt auf das Scanfeld, das in ein Fach eingelassen ist. Oben auf der Säule ist ein Bildschirm eingelassen, der die Position des Passes auf dem Scanfeld zeigt und dazu Pfeile, die anzeigen wie man die Lage des Passes verändern soll, bis er richtig liegt.

Das ist ein nerviges Spiel um Millimeter. „Weiter nach links“, zeigt der Pfeil. Ich bewege den Pass nach links. „Nein, nach rechts“, zeigt der Bildschirm. Dauernd ändern sich die Pfeile. Ich bin zwar leidenschaftlicher Videospieler, aber das hier macht keinen Spaß. Irgendwann läuft ein blauer Streifen über den Bildschirm, der Pass ist gescannt und eine gläserne Absperrung hinter der Säule öffnet sich. Der Zugang zu einer Schleuse. Die ist nach oben offen, aber links und rechts sind Wände und vorne und hinten halbhohe Glastüren.

Ich nehme meinen Pass wieder an mich und trete durch die die Glastür direkt auf einen großen Bildschirm zu, der wie ein Spiegel funktioniert und mich zeigt. Ich soll direkt auf den Bildschirm gucken, zeigt ein Piktogramm. Also glotze ich dullig geradeaus, und plötzlich leuchten vier Spotlights auf. Das Gerät scannt mein Gesicht, dann schwenkt der Bildschirm, der direkt in die zweite Glastür eingelassen ist, nach Außen und gibt den Weg frei.

Vor uns liegt eine Ladenstraße mit Parfüm- und Zeugsläden sowie einem Restaurant. Weder Modnerd noch mich interessiert das, deshalb gehen gleich zum Sicherheitscheck.

Anders als beim letzten Mal, als ich geflogen bin, habe ich dieses Mal keine Probleme im Körperscanner. Damals hatte ich eine versteckte Tasche mit einer Kreditkarte für Notfälle am Körper, weshalb ich mich mitten im Sicherheitsbereich ausziehen musste. Dieses Mal habe ich darauf verzichtet und trage zudem meine Reiseklamotten, bei denen Uhr und Gürtelschließe aus Kunststoff sind. Damit gehe ich einfach so durch den Metalldetektor und bin durch.

Großalarm löst aber ein Typ aus, der eine komplexe Apparatur in seinem Koffer herumträgt. Eine Sicherheitskontrolleuse nötigt den Mann, sein Gepäckstück zu öffnen, und begutachtet den Inhalt, der sie völlig irritiert. Es ist eine Seltsame Apparatur ais weißem Kunststoff mit faltbaren Armen und mit Düsen und Schlitzen. Ich habe sowas auch noch nie gesehen. Was ist das bloß?

Die Sicherheitsfrau ruft einen Kollegen herbei. Zusammen untersuchen sie den Apparat. Der Mann dem das Ding gehört, ein Russe, macht Handbewegungen und spielt Pantomime. Die Sicherheitsfrau reisst plötzlich die Augen auf und ruft die Frau“Ach Gott, dass ist ein Hemdenbügler!“ der Mann nickt und grinst. Dann darf er seinen Koffer wieder einpacken, aus der Plastikkiste vom Sicherheitsband nehmen und in Richtung der Maschine nach Moskau davoneilen, deren letzter Aufruf gerade ertönt. Als er um eine Ecke verschwunden ist, hebt die Sicherheitsfrau ein iPad vom Boden der Kiste auf, zuckt die Schultern und reicht es einem Kollegen. Der Hemdenbügler wird erst im Flugzeug merken, dass sein iPad in Frankfurt geblieben ist, aber das ist ja nicht das Problem der Sicherheitsfrau.

Dann heißt es warten. Wir sitzen vor dem Gate von Japan Airlines. Den Flug hat Modnerd übrigens Finnair bei Japan Airlines gebucht. Klingt komisch, kostet aber dann für Hin- und Rückflug nur knapp über 600 Euro pro Person. Das ist ein Witz, dafür, dass man ein Mal rund um die Erde fliegt.

Ich spiele an meiner Armbanduhr rum und stelle die analogen Zeiger auf Zielzeit, die LED-Anzeige auf Heimatzeit. Acht Stunden beträgt der Unterschied. Krass. Bin gespannt wie sich das anfühlt, wo mir in den letzten Jahren doch schon die eine Stunde Zeitumstellung immer mehr zu schaffen macht. Draußen wird es langsam dunkel. Das Warteareal füllt sich.

Schließlich kommt die Besatzung des Flugzeugs, alles Japanerinnen und Japaner. Zusammen gehen sie durch eine Absperrung, bleiben stehen, drehen sich dann synchron um und verneigen sich in Richtung der wartenden Fluggäste.

Nach einer Stunde wird das Gate geöffnet und die Passagiere in Gruppen aufgerufen. Das Person wirft noch einmal Blicke auf unsere Pässe und Boardingcodes, dafür bekommt jeder Passagier ein Tütchen Halloween-Gummibärchen in die Hand gedrückt.

Das Flugzeug ist schon an das Terminal angedockt. Über einen Verbindungstunnel laufen wir hinüber und im Flugzeug an den Liegen und Einzelkabinen der Businessklasse vorbei. Man, ist das luxuriös! Jeder Passagier hat einen kleinen Raum mit einem Bett und Schreibtisch und Fernseher.

Modnerd und ich fliegen nur Economy-Klasse. Das sind einfache Sitzplätze mit kaum mehr Platz als auf einem Ryanair-Flug, aber besserem Service. Ich verstaue meinen Rucksack im Fach über meinem Sitz. Vorher nehme ich noch ein kleines Daypack heraus. Das enthält alles, was ich auf dem Flug brauche: Buch, Netbook, Ohrenstöpsel. Modnerd verschwindet weiter hinten in der Kabine. Wir sitzen nicht zusammen, weil ich unbedingt an einen Fensterplatz wollte.

Neben mir nimmt ein Glatzköpfiger mit Nickelbrille Platz. Anscheinend Reiseprofi, er zieht sofort seine Schuhe aus und schlüpft in mitgebrachte Slipper, dann klippt er ein Brillenetui an den Sitz vor ihm. Sehr gut: Er riecht nicht, er redet nicht, er quillt nicht über die Sitzlehne.

Ich drehe noch ein Kopfkissen etwas ratlos in der Hand. Wo soll ich das hinpacken, ist doch kein Platz hier? Aber wenigstens gibt es eins. Hatte ich doch fast vermutet, das extra für diesen Flug gekaufte Nackenkissen hätte ich mir sparen können.

Um kurz nach 19:30 Uhr donnern die Triebwerke auf, und die Boing 787 „Dreamliner“ hebt ab und verschwindet im Nachthimmel. Frankfurt von oben und bei Nacht, das sieht hübsch aus. Hätte ich gar nicht gedacht. In meinem Kopf ist Frankfurt immer grau und hässlich, aber jetzt funkelt und schimmert es im Schwarz der Nacht.

Eine Flugbegleiterin verteilt Dokumente, die jeder Reisende ausfüllen muss. Das wusste ich vorher und habe dafür extra einen Kuli mitgebracht und mir Infos notiert. Wie ich heiße und wo ich wohne weiß ich gerade noch auswendig, aber in den Einreiseunterlagen muss u.a. auch angegeben werden, wo ich in Japan wohnen werde und wie die Telefonnummer der Unterkunft lautet. Diese Infos trage ich im Smartphone mit mir rum. Ich mache den Papierkram besser gleich, dann habe ich es hinter mir.

Nach einer Stunde in der Luft wird ein Abendessen aus Kabeljaufilet, Nudeln und Salat serviert, zum Nachtisch gibt es Joghurt und Milkaschokolade und Hagen Dasz Sorbet. Das ist lecker. „Wir wollen, dass sie nur wegen des Essens mit uns fliegen“, posaunt die Fluggesellschaft. Das ist nett, aber ich würde leckeres Essen jederzeit gegen WLAN eintauschen, aber das gibt es nur gegen 10 Dollar pro Stunde.

Nach zweieinhalb Stunden, gegen 22:00 Uhr, geht langsam das Licht in der Kabine aus und die Fenster verdunkeln sich. Der Dreamliner kann verschiedene Lichtstimmungen und dabei in der Kabine Tageslicht genauso simulieren wie einen Sonnenuntergang oder eine Mondscheinnacht.

Ich studiere das Entertainmentsystem, dessen Bildschirm in der Lehne des Sitzes eingelassen ist. Das ist gut gefüllt mit japanischer Musik, japanischen Serien und aktuellen Hollywood-Blockbustern. Ich gucke noch „Once Upon a Time in Hollywood“ zu Ende, dann ziehe ich mir eine Schlafmaske über die Augen, stecke mir Stöpsel in die Ohren und klemme mir das Kissen unter die Schulter. Das Flugzeug rauscht und dröhnt und in der Kabine ist es sehr warm. Lange kann ich nicht einschlafen, obwohl ich schon 18 Stunden auf den Beinen und eigentlich müde bin.

Gegen Mitternacht dämmere ich langsam ein. Während ich in einem unruhigen Schlaf voller wirrer Träume versinke, rast das Flugzeug um die nächtliche Erde.

Aber nicht lange, schon nach dreineinhalb Stunden werde ich langsam wieder wach. Auf Toilette muss ich immer noch nicht, gehe aber trotzdem – und treffe da prompt Modnerd. Er hat sich im Vorfeld viel Sorgen um die Auswirkungen eines möglichen Jetlags gemacht und sich deshalb einen detaillierten Plan zurecht gelegt, nach dem er in den vergangenen Tagen schon seinen Körper an die anstehende Zeitverschiebung zu gewöhnen versucht hat. Teil des Plans ist wohl auch, um 4:00 Uhr Morgens absichtlich wach zu sein.

Kurze Zeit später geht ohnehin die Beleuchtung im Flugzeug wieder an, die Innenkabine simuliert das warme Licht eines Sonnenaufgangs. Es ist jetzt vier Uhr morgens in Deutschland, aber 12:00 Uhr Ortszeit in Japan. Wir sind seit 7,5 Stunden unterwegs, in drei Stunden sind wir am Ziel. Unermüdlich drehen die Flugbegleiterinnen ihre Runden durch die Kabine, servieren Saft, Wasser, Kaffee und Frühstück.

Ich sehe aus dem Fenster. Tief unten sehe ich eine karge Landschaft ohne Vegetation. Sieht nach Wüste aus. Ist das die Mongolei? Oder China? Grübele ich herum, bis mir einfällt, das ich schlicht nichts über Wüsten in dieser Region weiß und hier nichts verorten kann. Im Minidisplay des Flugzeugs läuft „Toy Story 4“ und ichh notiere diesen Text hier im Netbook. Als Woody endlich Buzz Lightyear gerettet hat und mit der schönen Schäferin in die Freiheit entflohen ist, schalte ich den Film aus und die Navigationsanzeige an.

Ein kleines Flugzeug zieht eine Spur um eine virtuelle Weltkugel, die ich mit den Fingern drehen kann. Die Spur reicht von Frankfurt über Russland bis fast zum Polarkreis und ist jetzt über China. Wow, das heißt, wir sind schon fast am Ziel!

Wir befinden uns in 10.000 Metern Höhe, draußen sind Minus 53 Grad und aktuell sind wir mit 900 Kilometern pro Stunde unterwegs. Unfassbar!

Ist auch gut so, das wir bald da sind. Meine Knochen sind nach 11 Stunden in unveränderter Position doch etwas steif. Aber immerhin fühlen sich meine Beine gut an. Meine Familie neigt zur Wasseransammlung im Bindegewebe, weshalb ich zur Vorsicht gerade Kompressionsstrümpfe trage, aber da ist alles OK.

Plötzlich wird mein Nebenmann aktiv und redet zum ersten Mal seit Beginn des Flugs. Er stellt sich als frundlicher Japankenner heraus und war schon so oft in dem Land wie ich in Italien. Er gibt mir Tips, bringt mir Aussprache bei und weist darauf hin, dass wir im Landeanflug den Fuji sehen könnten. Das stimmt auch, wenn auch nur schemenhaft und in der Ferne.

Das Flugzeug setzt in Narita auf. Tokio hat zwei Flughäfen. Narita liegt rund 60 Kilometer Luftlinie vom Stadtzentrum weg, dafür sind de Flüge hier hin günstiger.

Bild: Google Maps 2020.

Die Passagiere erheben und strecken sich, und um 15:00 Uhr Ortszeit verlassen alle das Flugzeug durch einen langen Korridor aus Glas.
Draußen scheint die Sonne an einem wolkenlos blauen Himmel, es sind 24 Grad und die Luftfeuchtigkeit ist spürbar hoch.

Erste Werbung in Japan: Für Toto, die Megatoiletten!

Zunächst geht es an die Einreiseregistrierung. Ich habe sowas noch nie gesehen und beobachte alles ganz genau. Als ich an der Reihe bin, mache ich nach, was ich bei den Personen vor mir gesehen habe.

Zunächst bittet mich ein älterer Herr mit einer blauen Weste an einen Tisch, dann nimmt er mir meinen Pass aus den Händen und schiebt ihn in ein Scangerät. Dann muss ich meine Zeigefinger auf separate Glasflächen legen und dullig geradeaus gucken. Unspürbar werden meine Fingerabdrücke gescannt und ein Foto von mir gemacht und zusammen mit den Passdaten gespeichert.

Dann wird alles nochmal per Sichtprüfung verglichen und eines der Einreiseformulare einkassiert, die ich im Flugzeug ausgefüllt habe. Dafür bekomme ich einen Aufkleber in meinen Pass.

Die dritte Kontrolle ist der Zoll. Die wirft aber nur einen Blick auf meine Eigenerklärung, dass ich keine Waffen oder Drogen dabei habe, dann bin ich durch.

Der Flughafen Narita liegt in all seiner verwirrenden und etwas schäbigen Pracht vor mir. Verwirrend, weil der Flughafen riesig und mit niedrigen Stockwerken und asymetrischen Gebäudeteilen so verschachtelt ist, dass der Flurplan eher wirkt wie die Explosionszeichnung eines Sternenzerstörers.

Schäbig, weil alles improvisiert und unfertig wirkt. Wände sind nicht gestrichen, Rohre laufen über Werbetafeln, Poster verdecken Risse im Mauerwerk.

Modnerd holt seinen Koffer ab, den ein Bediensteter schon vom Kofferkarussell genommen und auf den Boden gestellt hat, dann setzen wir uns auf eine Bank und pfriemeln japanische SIM-Karten in unsere Telefone. Die haben wir vorab gekauft, über eine Firma, die sowas für Touristen nach Deutschland exportiert. 30 Tage gültig, LTE, kein Datenlimit. Zwar kann man Simkarten auch hier am Flughafen direkt aus Automaten ziehen, die haben aber meist eine Begrenzung auf wenige GB und sind teurer.

Nach dem Einsetzen der Karten bin ich sofort wieder Online, nur Anrufe funktionieren mit der neuen SIM nicht. Aber wer nutzt sein Smartphone schon zum Telefonieren?

So, das Wichtigste ist damit erledigt. Jetzt fehlt noch Geld. In Japan wie in Deutschland ist nur Bares Wahres.

Zum Glück stehen überall Geldautomaten herum. Mit meiner Kreditkarte hole ich aus einen grünen Postbankautomaten 10.000 Yen, ungefähr 80 Euro. Mehr geht nicht. Der Automat nimmt dafür unverschämte 220 Yen, also fast 1,75 Euro, Gebühren. Modnerd, der an einem blauen Fuji-Bankomaten nebenan steht, muss nur 10 Yen Gebühren bezahlen.

Ich hatte mir vorher den Bauplan des Sternenzerstörers eingeprägt und finde schnell zu den Büros der Bahngesellschaften. Davon gibt es in Japan nämlich mehrer. Im Untergeschoß des Flughafens, das wie ein improvisierter Keller wirkt, tauschen wir in den Agentur der Japan Rail Group unsere vorab gekauften Gutscheine gegen einen Japan Railpass und eine Fahrkarte für den Kensei-Skyliner ein.

Das Prozedere für den Railpass, den man nur aus dem Ausland bestellen kann, ist überaus komplex und beinhaltet viele Formulare zum Ausfüllen, Dinge die gestempelt, Dinge die aufgeklebt und Dinge, die um andere Dinge herumgefaltet werden. Am Ende erhalten Modnerd und ich jeder ein Heftchen mit unseren, in Folie verklebten, Unterschriften und dem Foto eines blühenden Kirschbaums in der Hand. Das wird in einigen Tagen noch wichtig werden, jetzt brauchen wir es nicht.

Am Schalter von Kensei tauschen wir zwei Internetgutscheine gegen Fahrkarten für Metro und den Skyliner zwischen Narita und Tokio ein.

Der Skyliner ist ein schneller Zug, der uns bis zum Bahnhof Ueno mitten in Tokio bringt. Unterwegs probiere ich schon mal den Google Übersetzer in meinem Handy aus und bin doch sehr angetan. Einfach die Kamera auf ein japanisches Schild halten und zack, kann man zumindest erahnen was da steht. Wunder der Wissenschaft und Technik!

Es ist bereits dunkel, als wir in Ueno ankommen. Als ich vor den Bahnhof trete, atme ich tief die warme Nachtluft ein.

Autos brummen durch die Straßen, Busse halten quietschend, um uns herum eilen Menschen. Das ist also Tokio. Oder Tokyo. Beide Schreibweisen sind richtig laut Duden.

Wir beschließen, zu Fuß unserer Unterkunft zu laufen. Ein wenig Bewegung nach dem langen Flug tut gut, und so marschieren wir vom Bahnhof einige Kilometer an einer Straße entlang, dann über einen Fluss und in ein Wohnviertel, über dem sich ein großer Turm erhebt.

Der Checkin im „Oak Hostel Fuji“ ist unkompliziert, der Mann am Empfang spricht gutes Englisch. Das Hostel ist in einem schmalen Wohnhaus untergebracht. Im Erdgeschoss ist ein gemütlicher Aufenthaltsbereich aus Holz, in dem junge Reisende über Notebooks sitzen.

Wir bringen unsere Sachen in den vierten Stock, wo Modnerd und ich ein Vierbettzimmer für uns gebucht haben. Das ist geräumig und hat sogar einen kleine Balkon, der einen Ausblick über ein erstaunlich ruhiges Viertel voller niedriger Häuser bietet. Außerdem hat das Hostel eine Dachterrasse, auf der sich die Backpacker entspannen können.

Blick aus dem Zimmer. Alles recht kleine Häuser.

Dann machen wir uns auf die Jagd nach Essen. Kein Restaurant, einfach irgendwas Fertiges. Das denken sich auch viele Städter in Tokyo, und deshalb gibt es an jeder Ecke „Conbinis“. Das ist eine seltsame Verlautschiebung von „Convinience Store“ und bezeichnet kleine Geschäfte, in denen es abgepacktes Fertigessen und kleine Dinge des täglichen Bedarfes gibt. In einem Conbini mit dem Namen „Seven Eleven“ werden wir fündig und kaufen verpackte Sandwiches und Fertigsuppe.

Als ich bezahlt habe, deutet der Kassierer auf meine Hand. „This ist Rott“ sagt er und hält mir eine rote Kiste mit einem schmalen Schlitz im Deckel hin. Was soll ich damit machen? Ich betrachte die Münzen in meiner Hand. Soll ich die da reinwerfen? Ach klar, Yen-Münzen sind ja nix wert! „This is Rott“, wiederholt der Angestellte und wedelt drängend mit der Box.

Ich werfe das Geld in die Kiste und bedanke mich. Der Angestellte reißt entsetzt die Augen auf, schüttelt den Kopf und fischt mit der Hand in dem Kistchen herum, um mir meine Münzen wieder zu geben.

Am Ende stellt sich raus: Lotterie. „this is rott“ ist die seltsame Aussprache von „This is a Lottery“. Ich hätte ein Los ziehen sollen, stattdessen habe ich mein Wechselgeld versenkt.

Zurück im Hostel nehmen wir unser Fertigabendessen auf der Dachterasse ein. Die ist gemütlich beleuchtet, und da es spätsommerlich warm ist, macht das Mahl im Freien richtig Spaß. In der Ferne ist ein großer Turm festlich beleuchtet, das ist der „Sky Tree“.

Als wir mit dem Essen fertig sind, blicke ich auf die Uhr. Noch früh am Abend. Und nun?

Wir beschließen noch ein wenig spazieren zu gehen. Ich kann es immer noch nicht ganz glauben. Ich bin in Japan! Und alles fühlt sich so… echt an! Obwohl es alles um mich rum so riesig ist und so fremd und doch irgendwie normal und nicht exotisch.

Der kleine Maulwurd auf japanisch.

Der Weg führt uns in den Tempelbezirk von Asakusa (Geprochen: Asaksa). Die Tempel sind hell erleuchtet und lassen mich staunen. Allein die große Pagode erhebt sich fünf Stockwerke in den Nachthimmel.

Vor den Tempeln steht ein 24 Stunden Orakel. Davon hatte ich gelesen und kann Modnerd erklären, wie das funktioniert. Man wirft eine Münze ein und dreht eine Säule, damit würfelt man sich ein Symbol aus. Das Symbol sucht man auf Schubladen. In den Schubladen sind fotokopierte Zettel, auf denen eine Weissagung für das eigene Schicksal steht. Dieses Schicksal liest man sich durch, und damit es wahr wird, knotet man es an eine Gestänge vor dem Tempel.

Das hier ist übrigens ein Tempelsymbol. Wer also mal einen japanischen Stadtplan sieht und sich wundert, warum darauf alles voller Hakenkreuze sind: Das sind keine doofen Nazis, die ihr Symbol verkehrtrum gemalt haben. Das sind Tempel.

Es ist halb acht, als wir vom Tempelbezirk zurückgehen. Die Geschäfte haben schon geschlossen und die Bürgersteige sind hochgeklappt. Wie in Deutschland.

Immerhin gibt es noch große Leuchtfiguren, die Werbung für Restaurants machen. Sowas gibt es zu Hause nicht.

Ah, überhaupt, die Restaurants. In großen Vitrinen vor den Restaurants ist ausgestellt, was drinnen angeboten wird. Alles sieht superlecker aus! Nur gut, das ich schon gegessen habe.

Der Gag dabei: Alles in den Vitrinen ist aus Kunststoff. Es ist ein altehrwürdiges Handwerk, Essen aus Kunststoff nachzubilden. In Asakusa gibt es eine ganze Straße nur mit Kunsthandwerkern, die nichts anders machen als Essen .

Über den Fluss wandern wir zurück zur Unterkunft. Ich kann es immer noch nicht glauben: Ich bin in Japan! Vor 24 Stunden war ich noch in Mumpfelhausen, und jetzt bin ich am anderen Ende der Welt.

Am Ende hat alles funktioniert, und ich bin um 21:45 (was bei uns 13:45 ist) sogar rechtschaffend müde.

Der Fußweg vom Bahnhof Ueno nach Sumida und durch Asakusa.

Bild: Google Earth 2020.

Und das hier ist Tokyo insgesamt. 10 Millionen Menschen leben in der Kernstadt, die Metropolregion hat sogar 38 Millionen Einwohner. Allein auf diesem Gebiet lebt die Hälfte der Einwohnerzahl Deutschlands! Mein Hirn verknotet sich, wen ich mir versuche das auch nur vorzustellen.

Bild: Google Earth 2020.

Kategorien: Motorrad, Reisen, Wiesel | 14 Kommentare

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14 Gedanken zu „Reisetagebuch: Japan (1)

  1. Modnerd

    Hach. Immer wieder eine besondere Sache selbst in einem Reisebericht aufzutauchen. Wie immer bei unseren gemeinsamen Reisen habe ich schon wieder ein paar Sachen gesehen oder gelesen, die ich so gar nicht mitbekommen habe.
    Und ich freue mich, dass meine übereifrige Planung, die mich selbst etwas gewundert hatte, dann am Ende doch genau richtig war.

    Die nächste Reise planst du!

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  2. Toll toll toll!
    Danke!

    Nach Japan würde ich gern wieder 🥰
    Muss mir glatt mein eigenes Blog wieder durchlesen.

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  3. Kalesco: Aber unbedingt! Ich habe Dein Blog nach jeder noch so kleinen Info durchgesiebt und muss sagen: Das Lesen lohnt sich immer noch.

    Modnerd: OK 🙂

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  4. Deine Einreise lässt mich sofort an meine erste Einreise per Flugzeug nach Japan denken. Ich habs fast identisch wie du erlebt. Vom Ausfüllen der Einreisedokumente bis hin zum abholen vom JR Pass.

    Bin gespannt wie es weiter geht.

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  5. Vielen Dank, ich werde den Reisebericht gut studieren. Der Anfang gefällt mir schon gut, wobei ich über Deinen Airport Bericht schmunzeln muss.
    So habe ich den Frankfurter Flughafen vor ca. 40 Jahren betrachtet, bei meinen ersten Flugreisen.
    Wobei er damals ja wirklich noch sehr übersichtlich war.

    Früher wollte ich auch mal nach Japan, warum auch immer. Aber heute nicht mehr.
    Du erinnerst Dich vielleicht, ich war mal in Korea. Das war auch eine tolle Erfahrung, aber ich habe gemerkt, dass ich, die ständig in irgendwelche Fettnäpfchen tritt, dort nicht so gut zurecht kommt.
    Wobei, nach Jeju, dem Hawaii Asiens, dorthin möchte ich noch mal.

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  6. Marco: Du armer, Du hast jetzt bestimmt besonders Sehnsucht, oder?

    Hirnwirr: Ja, ich bin Neuling was Großflughäfen angeht, und Frankfurt bislang nur drei Mal gewesen. Das lässt mich immer noch Staunen.

    Japan würdest Du Dich vermutlich nicht wohl fühlen. Wirklich das genaue Gegenteil der USA. Und keine Wollläden.

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  7. Hallo Silencer, seit ich Deine Reise schon auf Twitter und Instagram ein bisschen verfolgen durfte, freue ich mich darauf, wenn diese Blogserie online geht.
    Ich war noch nie in Japan, liebe aber japanische Literatur, manche Filme und hatte immer den Traum, einmal eine solche Reise zu machen wie Du und Modnerd sie gemacht haben.
    Wer weiß, vielleicht schaffe es irgendwann einmal dorthin. Bis dahin vergnüge ich mich mit Deinem Reisebericht und kann nur sagen, ich mag es sehr, wie Du schreibst und einen auf Deine Reisen mitnimmst. (Bislang war ich immer stiller Mitleser Deiner schönen Motorrad-Reiseberichte).
    Ich bin gespannt, wie es weitergeht und freue mich schon auf die nächsten Blogposts (egal, ob Japan, Corona oder Motorrad-Neuigkeiten. Oder Vermischtes 😉 )
    Liebe Grüße!

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  8. Dankeschön, liebe Sayuri! Ich freue mich über den lieben Kommentar und dass Du dabei bist!

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  9. Ich bin von deinem Rucksack begeistert: Deinen beeindruckenden Minimalismus. Und dieses überschaubare und ordentliche Innenleben. Ich glaube, ich werde auch einmal versuchen so zu reisen.

    Deine Japan-Beiträge sind sehr spannend.

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  10. Danke, Thomas!

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  11. Stephan

    Die Ausreise von Frankfurt aus ging ja erstaunlich einfach…als ich vor etlichen Monaten ans „andere Ende der Welt“ (ich bin als einer der Ersten ins Jahr 2019 gestartet) gereist bin, war ich derjenige der „raus gefischt“ wurde.
    Ich hatte als Handgepäck meinen Motorrad- Rucksack dabei…Offensichtlich fanden sich daran noch Benzindämpfe wieder, sodass das Sprengstoff- Spürgerät (ich wurde wohl zufällig füf eine Wischprobe ausgewählt) „Alarm“ schlug.
    Ich durfte dann auf einen „tatsächlichen“ (Bundes-) Polizisten -im Gegensatz zu den Dienstleistern, die die Kontrolle durchführen- warten, der den kompletten Inhalt meines Rucksacks in die Plastewanne ausgeleert hat…Mir sein OK gegeben hat und den ganzen Vorgang fein säuberlich in eine Liste eingetragen hat.
    Dann durfte ich mein Sachen- Tetris nochmal neu durchführen…Aber bitte nicht direkt an dem Tisch hinter der Kontrollstelle

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  12. Jackpot 😁

    Wischtest durfte ich auch schon, zum Glück immer negativ.

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  13. Stephan

    …aber ich hatte ja zum Glück ausreichend Zeit eingeplant…Ich bin am Vortag abends in Frankfurt angekommen und hatte mir ein Hotelzimmer in der Nähe des Bahnhofes gesucht.
    Frankfurter Bahnhofsviertel…nach Einbruch der Dunkelheit…mit vieeel Gepäck (ca. 40 kg…Es war eine längere Reise)…Ich habe mich selten so fehl am Platz – und auch etwas „unwohl“ – gefühlt 😅

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  14. Uh, das glaube ich. Bahnhofsviertel sind überall komisch, aber Frankfurt ist extrem Shady 🙂

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