Reisetagebuch Motorradherbst (6): Ascolana Tenera

Tagebuch einer kleinen Motorradtour im Pandemieherbst 2020. Heute mit dicken Dingern und einem Leck in der V-Strom.

Montag, 28. September 2020, „La Vecchia Fontana“, Roccafinadamo

Die Abruzzen sind von den 20 Regionen, aus denen Italien besteht, mit Sicherheit eine der interessantesten. Sie liegt mitten in Italien, aber die Italiener:innen denken von ihr als dem Norden – dem Norden von Süditalien. Die Region erstreckt sich vom Latium, kurz hinter Rom, bis zur Adria im Osten und von den Marken im Norden bis zum Molise, was quasi niemand kennt, im Süden.

Karte: Wikimedia, CC BY SA NorNordWest

So richtig besiedelt sind die Abruzzen nur an der Küste, wo auch die Großstadt Pescara liegt. In der Mitte liegen die Berge des Apennin und der Grand Sasso, ein großes Bergmassiv. In diesen Gebirgsregionen gibt es große Gebiete, die als Naturschutzgebiete ausgewiesen sind, u.a. der Grand-Sasso Nationalpark, der Abruzzesische Nationalpark, der Nationalpark Majella und noch weitere Regional- und Nationnalparks. Allein die drei größten haben zusammen eine Fläche von 280.000 Hektar, was rund 400.000 Fußballfeldern entspricht, oder 1,08 Saarland (Saarländern?).

Weil es so viele Naturschutzgebiete gibt und die Gegend rau ist, ist das Innere der Abruzzen die am wenigsten besiedelte Region Europas. Nur wegen der weitgehenden Abwesenheit von Menschen gibt es hier noch rund 100 europäische Braunbären, mehre Rudel aus rund 40 Apennin-Wölfen, dazu europäische Wildkatzen, Stachelschweine, Dachse, Luchse oder Rothirsche. Wegen der Abwesenheit von Menschen bin auch ich hier, und wegen der Landschaft.

Schon kurz nach dem Aufstehen packt mich die Begeisterung, als ich auf der Terrasse des kleinen Gasthauses „La Vecchia Fontana“ stehe. Obwohl Oktober ist, ist die Landschaft hier noch satt grün, und als die Morgensonne auf die Berge fällt erwarte ich unwillkürlich den Startsound von Windows XP zu hören.

Es ist kühl, aber die Sonne scheint, und das ist viel besser als der Eisregen und das Unwetter gestern. Nach einem kleinen Frühstück sattele ich die V-Strom und lasse den Motor an. Die Maschine ist sofort da, anscheinend hat sie die Sintflut von gestern gut überstanden. Haushund Jack guckt mir gelassen bei den Startvorbereitungen zu.

Zur Hauptstraße führt ein Feldweg, der abwechselnd aus zerbröckeltem Asphalt und festgestampfter Erde besteht und der heute morgen zwar schon wieder weitgehend trocken ist, aber durch das Wetter gestern teilweise von Sand und Erde überspült ist. Ein wettergegerbter Bauer kommt mir entgegen und grüßt freundlich. Die letzten Meter des Wegs sind recht steil, aber weder der Schlamm noch die Steigung stellen für die Suzuki ein Problem dar. Das Motorrad wühlt sich den Berg hoch und biegt oben auf eine geteerte Straße ab.

Die Straßen in den Abruzzen sind scheiße, muss man einfach so sagen.

Dünn besiedelte Gegend, wenig Geld für Instandhaltung, heiße Sommer und sehr kalte Winter – kann man sich vorstellen, das die Straßen hier zerbröckelt und voller Schlaglöcher sind. Mit einer Sportmaschine macht es hier überhaupt keinen Spaß, aber mit der V-Strom und ihrer weichen Federung ist auch das kein Thema. Die Kiste flitzt über die Bergstraßen, dass es eine Freude ist.

Ah, diese Luft! Ist mir gar nicht bewusst gewesen, aber in diesem Moment wird mit klar: Ich habe frische Luft vermisst. Tief ziehe ich mir die kühle Bergluft in die Nase. „Wie ein Banker das Koks. Hihi“, denke ich und überlege im nächsten Moment, ob man von frischer Luft wohl high werden kann und ob es bei mir gerade soweit ist.

Die Straße führt über Hügel und Berge. Links und rechts sind ab und an vereinzelte Häuser und Gehöfte. Wo mehr als zwei Gebäude stehen, leistet man sich schon ein Ortsschild.

Von der Bergstraße aus sehe ich immer wieder das Bergmassiv des Gran Sasso, und zwar dessen Rückseite, die nach Norden weist. Steile Hänge, die Baumgrenze – und die Gipfel sind tatsächlich schon schneebedeckt!

Ich halte an um ein paar Fotos zu machen. Beim Absteigen merke ich, wie eine Flüssigkeit aus dem Motorrad plätschert. Ich kann sehen, wie etwas auf Höhe der Fußrasten auf die Straße pladdert. Was zum Geier!?

Schnell steige ich ab, unter der Maschine steht schon eine kleine Pfütze.

Was zum…? Was ist das, wo kommt das her? Auch auf der Verkleidung ist Flüssigkeit. Ich tippe einen Finger hinein. Riecht nach nichts, ist auch nicht warm. Wasser?

Ich checke die Maschine mit schnellen Blicken. Kühl- und Ölleitungen, Benzin… sieht alles gut aus. Scheint auch nicht aus dem Motorbereich zu kommen, an der Aussenverkleidung ist auch ein Rinnsaal, und das kommt von…? Ich drücke auf die Sitzbank, und aus einer Naht blubbert schaumig Wasser heraus.

Aha. Der Regen gestern war so viel und so heftig, dass sich tatsächlich die Sitzbank durch die handgenähten Nähte vollgesogen hat wie ein Schwamm. Na, wenn es weiter nichts ist! Als ich wieder in den Sattel steige, spritzt eine kleine Fontäne aus der Naht und läuft mir das Bein runter.

Ich genieße die Fahrt durch die Landschaft. Kleine Straßen, meist nur einspurig, führen durch die Berge, und ich bin hier praktisch alleine. Mal kann ich richtig Gas geben und auf der V-Strom um die Kehren donnern, mal muss ich vorsichtig über Abschnitte steuern, die von Erdrutschen vom Unwetter mit Schlamm bedeckt sind.

An solchen Stellen bricht dann auch schonmal das Hinterrad aus, aber die Barocca bleibt immer beherrschbar und das macht Spaß. Schon eine tolle Kiste, die V-Strom.

Beim Örtchen Basciano geht aus den Bergen heraus und auf bessere Straßen, auf denen auch mehr Verkehr ist. Also, es ist überhaupt Verkehr, die letzte Stunde habe ich praktisch kein anderes Fahrzeug gesehen. Zwischen Feldern hindurch geht es an an Teramo vorbei. Dann wechseln sich Bergketten und Flußtäler ab, bis ich nach zwei Stunden die Abruzzen verlasse und in der Region Marken ankomme. Hier folge ich einem Flusstal in Richtung Apennin und komme nach 20 Kilometern in Ascoli Piceno an.

Der Ort duckt sich zwischen drei Bergen auf einer Art Plateau über einem Flußeinschnitt.

Mein vorher ausgesuchter Moppedparkplatz ist heute leider von einem Wochenmarkt vollgestellt, und da das Centro Storico fast nur aus Einbahnstraßen besteht, muss ich eine absurd weite Runde ein Mal um die ganze Altstadt fahren, bis ich wieder an einem geeigneten Parkplatz in der Nähe der Fußgängerzone bin.

Zwischendurch biege ich nochmal falsch ab und verfahre mich in einer Schleife (oben links), wofür ich an einer Ampel von einer Oma auf einem Motorroller mit einem zahnlosen Lachen und feixenden Rufen verspottet werde.

Ascoli Piceno ist ein sehr harmonisch wirkender Ort, trotz manch krasser Gegensätze. Auf dem Weg in die die Innenstadt komme ich am Justizpalast vorbei, dem Sitz des Amtsgerichts. Brutal riesig thront die faschistische Architektur auf einer Straßenseite und fordert durch puren Bombast Respekt, während auf der anderen Straßenseite klassizistische Stadthäuser mit kleinen Geschäften im Erdgeschoß sowie Reste der Stadtmauer mit Wehrtürmen stehen. Ein wilder Mix.

Der Kern des Centro Storico besteht aus zwei Hauptplätzen vor Dom und Rathaus und einem Gewirr von Gassen. Hier ist deutlich zu sehen, dass Ascoli Piceno früher sehr reich war. In seiner 2.000jährigen Geschichte war der Ort immer wieder ein bedeutendes Handelszentrum. Er lag an den Handelsrouten der Römer, wurde später wehrhaft und durch seine besondere Lage mit den schützenden Bergen erst spät eingenommen. Zur Zeit der Renaissance stritten sich die ganz großen Familien um den Ort, u.a. die Sforzas und die Malatestas, gerade weil hier so viel Handelsgeld saß. Zu Hoch-Zeiten reckten sich 200 Geschlechtertürme von reichen Familien in den Himmel über der Stadt. Die sind heute nicht mehr erhalten, was es aber noch gibt sind zahlreiche Profan- und Sakralbauten aus Romanik und Renaissance.

Besonders schön ist der Dom. Da werfe ich aber nur einen kurzen Blick hinein.

Im lokalen Museum gibt es eine interessante Ausstellung, aber in dieser Phase der Pandemie kommt es nicht in Frage, mit vielen Menschen in geschlossenen Räumen zu sein. Ich bin auch gar nicht wegen Kunst und Kultur hier, sondern aus einem Grund, der bei mir meistens eigentlich gar keine Rolle spielt: Einer Spezialität zum Essen.

Die gibt es in diesem Laden hier, „Migliori“, und zum Glück auch im Straßenverkauf:

In der Gegend von Ascoli Piceno wachsen besonders große und fleischige Oliven der Sorte Ascolana Tenera. Die wurden schon von den alten Römern geschätzt, weil sie saftig und groß wie Pflaumen sind.


(Bild: http://www.ascoliconfagricoltura.it)

Die Oliven werden entsteint, mit Rindertartar gefüllt, paniert und frittiert und dann als Olive all’ascolana verkauft, das ist DIE Spezialität der Region.

Die wirklich besten Olive all’ascolana gibt es bei Migliori (das bedeutet wörtlich „allerbeste“), direkt am Domplatz.

Ich lasse mir eine Tüte geben und ziehe mich damit in die Arkaden des Palazzo dell´Arengo zurück. An eine Säule gelehnt beobachte ich das Treiben auf der Piazza und widme mich den Oliven.

Der Geschmack und das Mundgefühl von den Dingern ist unglaublich. Man beisst durch eine krosse Panadehülle in das dicke Fleisch der Oliven, das sich unter den Schneidezähnen teilt als würde es auseinanderfallen, und dann kommt die Zunge an die salzige Rinderfüllung heran, die locker aus der Olive herausgleitet. Ein Genuss der seinesgleichen sucht.

Nachdem die Oliven weg sind (viel zu schnell übrigens, aber danach bin ich auch satt) beginnt es zu regnen. Grummelnd mache ich mich auf den Rückweg zum Motorrad und ziehe dort die Regenklamotten an. (Wer mehr von Ascoli sehen möchte: Ich war 2016 schon einmal hier)

Da ich keine Lust habe im Regen rumzufahren, mache ich mich auf den Rückweg zu La Vecchia Fontana, wo ich am Nachmittag eintreffe.

Auf dem Schild am Eingang steht „Ein agrituristisches Unternehmen von Anna Silverio“. Ach, guck an, Also gehört der ganze Laden hier Signora Anna und nicht Mauro, wie ich immer dachte. Nunja.

Hier regnet es nicht, und so kümmere ich mich erst um das Motorrad. Die Kette sieht erbarmungswürdig aus, sie ist schmutzig und hat nach mittlerweile 10 Tagen Regenwetter sogar Flugrost angesetzt. Das wundert mich, denn das ist die gleiche DID-Kette die auch die ZZR hat, und die macht sowas nie sondern ist immer blank und setzt nie Dreck an, und hier: Das.

Normalerweise muss ich mich auf Reisen nie um die Kette kümmern, denn die V-Strom hat nachträglich ein automatisches Kettenölsystem eingebaut bekommen. Das funktioniert so gut, dass ich sie nie putzen oder abschmieren muss. Wieviel Öl auf die Kette kommt kann ich am Lenker einstellen. Vermutlich war ich mit der Durchflussmenge einfach zu sparsam für das Schietwetter der vergangenen Tage. Die Menge an Sand und Steinchen am Fahrwerk zeigt, wie Unschön die Gegebenheiten waren.

Immerhin sieht die Kette nur auf der Außenseite scheiße aus, die Laufrollen sind gut geschmiert. Ich hole einen Ziplockbeutel raus. In dem ist eine kleine Dose Kettenspray und ein Halbliterkanisterstchen mit Motoröl. Das Kettenspray will ich aber gar nicht benutzen. Es ist nur für den Fall gedacht, dass das automatische Kettenölsystem komplett ausfällt. Wenn ich jetzt das Fettspray auftrage, hält anschließend das dünnflüssige Öl des Kettenölers nicht mehr auf der Kette. In Ermangelung eines Lappens trenne ich einen Streifen von meinem kleinen Handtuch ab und tränke den mit Motoröl, dann reibe ich die Kette sorgfältig damit sauber. So, das sieht doch schon besser aus!

Den Rest des Nachmittags kümmere ich mich nur um mich selbst. Ich lungere ein wenig auf der Terrasse herum, aber bei 10 Grad wird mir das rasch zu frisch. Also lese ich ein wenig in meinem Zimmer, erst ein Buch, dann über Drohnenvorschriften in Italien. Ach Mist, die sind seit Sommer so verschärft worden, dass ich hier nicht fliegen darf. Typisch italienisch ist alles übermäßig kompliziert: Um eine Drohne zu betreiben muss man, sobald die eine Kamera hat, nicht nur sich und die Drohne registrieren, sondern auch einen Onlinetest machen, 50 Euro zahlen und ein Zertifikat per Post erhalten. Natürlich muss die Registrierung in einer bestimmten und übertrieben umständlichen Weise erfolgen, die Zahlung per Überweisung passieren und der Onlinetest ist für Ausländer nicht verfügbar. Na dann.

Schade. So wird die Mavic Air, die ich neuerdings dabei habe, hier nicht zum Einsatz kommen können. Also, zumindest nicht offiziell. Ich bin hier in den Abruzzen, hier wird mich kein Carabinieri erwischen. Da ist die Wahrscheinlichkeit höher, das ein Wilderer das Ding mit einer Ladung Schrot aus Himmel holt und danach ein Bär die Drohne frisst.

Zwischendurch fummele ich am Helm herum, aber dessen Kommunikationssystem ist immer noch voller Wasser und gibt entweder keinen Ton von sich oder versucht alle Funktionen gleichzeitig auszuführen.

Ich seufze und stelle das Ding beiseite, dann lege ich mich auf´s Bett und schließe die Augen. Als ich Mauro und Signora Anna nebenan in der Gaststube höre, beschließe ich den beiden Gesellschaft zu leisten.

Zu meiner großen Freude ist der Kamin angeheizt – irgendwie steckt mir die Kälte von gestern noch in den Knochen. Am Kamin sitzt Signora Anna Silverio in Schürze und Küchenkappe und stochert im Feuer, dann blickt sie auf und sagt mit von der Hitze geröteten Wangen: „Hier, guck! Das wird Dein Abendessen!“

In der Glut steht ein Gestell mit Würstchen! Sind das etwa…?! „Salsicce“, sagt Anna. „Spezialität des Hauses!“

Ich grinse vor Freude über die Ränder der Maske hinweg, weil ich Salsicce sehr mag, und Signora Anna freut sich, dass ich mich so freue.

Wir kommen ein wenig ins Gespräch, und sie erzählt, dass das hier früher ihr Elternhaus war. Kaum mehr als ein Schuppen, und als die Familie in den 80ern an der Straße ein neues, großes Haus gebaut hatte, wurde das hier nicht mehr benutzt und verfiel.

1997 sanierten und erweiterten sie dann das alte Gebäude zu eine Gasthof, erst nur mit Restaurantbetrieb, später auch als Agriturismo, als Bauernhof mit Gästezimmern, und dann als Lehrhof für Familien. Seitdem versuchen die Silverios und die Scianellis, Mauros Familienseite, den Stadtmenschen und -kindern die Natur nahe zu bringen und einen Ort der Erholung zu bieten.

Ich nicke und lasse fallen, dass ich ja 2013 schon mal hier war und es genau die Ruhe und Abgelegenheit und das gute Essen waren, die mich wieder hergeführt haben. Signora Anna ist überrascht. „Du warst echt schon mal hier? Und bist wegen uns wieder da? Von Deutschland aus?“ Ich nicke, sie freut sich.

Dann zieht sich Signora Anna in die Küche zurück, und kurz darauf gibt es Essen. Und was für eines! Mauro rennt in einem fort zwischen Annas Küche und meinem Tisch hin und her und trägt Speisen herbei und räumt Teller wieder weg.

Die Antipasti bestehen aus Käse und selbstgemachtem Schinken und Salat aus frischen Tomaten in Öl, dann folgt ein Teller Spaghetti und dann die Salsicce und ein, äh, Rippendings vom Lamm? Alles ist fantastisch, und Anna und Mauro freuen sich, dass es ihrem einzigen Gast an diesem Abend so schmeckt.

Am Ende bekomme ich wirklich keinen Bissen mehr herunter, so viel und so gut war das. Mauro und Signora Anna verabschieden sich und fahren nach Hause, in das Haus vorne an der Straße, und ich bleibe ganz allein im Gasthaus zurück.

Der Kamin verbreitet eine wohlige Wärme, und ich setze mich davor und schreibe Tagebuch.

Als das Feuer runtergebrannt ist, halte ich es plötzlich für eine gute Idee den Helm an den Kamin zu stellen, damit er im Inneren trocknet.

Obwohl ich die ganze Zeit denke „Pass auf, dass der nicht zu heiß wird“, unterschätze ich natürlich die Hitze der Glut. Als ich den N104 nach nur wenigen Minuten wieder anfasse ist die linke Seite sehr warm, aber zum Glück ist der Kunststoff nicht weich geworden. Trotzdem: Trottel!

Angenehm benebelt von der Wärme und dem Rotwein, den es zum Essen gab, tappe ich ein wenig durch´s Haus und gucke mir die Deko an den Wänden an. Gelbstichige Fotos zeigen, wie hier noch in den Siebzigern Landwirtschaft betrieben wurde: Mit Ochsen und Muskelkraft.

Ich stromere aus der Hobbit-Tür des Gasthauses hinaus in die kühle Nachtluft und dann über die Terrasse, um die Sterne über den Abruzzen anzugucken.

Ich bin ganz allein hier, mitten in den Bergen, und das tut so gut, das ich vor Wohlbehagen schaudere. Als könnte ich mich in das Alleinsein einkuscheln wie in eine weiche Decke, die vor allem Umgemach der Welt schützt. Andere Menschen sind gleichbedeutend mit Stress und Verletzung. Hier bin ich von allem so weit weg, dass es mir richtig gut geht, und hier bin ich nur dank des Motorrads. Das ist der Grund weshalb ich Motorradfahren so mag.

Tour des Tages: Von Roccafinadamo nach Ascoli Piceno und Retour, 182 Kilometer, rund 6 Stunden Fahrzeit.

Zurück zu Teil 5: Hände wie Mülltüten

Kategorien: Motorrad, Reisen | 5 Kommentare

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5 Gedanken zu „Reisetagebuch Motorradherbst (6): Ascolana Tenera

  1. lupo631

    Moin Silencer, ich habe mal eine ganz andere Frage: Wie buchst Du eigentlich während der Touren? Über Booking.com oder Empfehlung?

    GRuss

    Lupo

    Gefällt mir

  2. OK, ich sehe schon, ich komme um den Artikel „Wie ich reisen plane“ nicht mehr drum rum. Da erkläre ich das 🙂

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  3. lupo631

    Perfekt, danke!

    Gefällt mir

  4. rudi rüpel

    Hei Silencer,
    ich glaube bei Deiner Abruzzen Inventur ist Dir evtl. ein Fehler unterlaufen, Du hast alle Viecher aufgezählt, sogar die Braunbären haben es in Deine Liste geschafft, wobei ich mich frage ob mir ein Blaubär vielleicht liebär wäre, aber egal es geht hier ja schließlich nicht um mich. Du hast die Wiesel vergessen, nein nicht DIE Wiesel sondern, schlimmer noch, DAS Wiesel!
    Gibt es dafür eine Erklärung?
    LIEBEn Gruß
    rudi rüpel

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  5. Rudi: Das Wiesel ist ja ein Partytier. Dem waren die Abruzzen zu langweilig – zeitgleich zu den Tagen an denen ich mich vor der Welt versteckt habe hat das Mardertier Party auf Mallorca gemacht.

    Gefällt 1 Person

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