Impressionen eines Wochenendes (33): Hamburg und das verfluchte Kind

„…und wenn das Ding nach Hamburg kommt, werde ich mich um Karten bemühen!“ – so endete die, immer noch wahre, Rezension von „The Cursed Child“ , dem offiziellen achten Teil von „Harry Potter“. Gibt es nicht als Buch oder Film, nur als Theaterstück. Ursprünglich nur in London, aber 2020 sollte es nach Hamburg kommen, und im März 2019 kaufte ich zwei der ersten Tausend Karten dafür.

Pandemiebedingt wurde der Besuch dann drei Mal verschoben, aber nun sollte es endlich soweit sein – und ich Doof suchte mir ausgerechnet das Wochenende aus, an dem Hamburg von Touristen völlig überlaufen würde, das des Hafengeburtstags.

Aber Glückes Geschick: Der fiel aus, und so konnte ich erst das Miniaturwunderland mit den neuen Abschnitten Italien, Provence und Südamerika angucken, dann die Elbphilharmoine besuchen und schließlich mit Frau Zimt fein essen gehen.

Am Samstag dann „Das verwunschene Kind“, so der deutsche Titel, angeguckt. Immer mit dabei: Mudder Silencer. Das passte, denn meine Mudder ist nicht nur cool drauf und riesiger Harry Potter-Fan, es war auch noch das Muddertagswochenende (was ich aber genauso vergessen hatte wie den Hafengeburtstag).

Das Theaterstück, was zur Hälfte Zaubershow ist, wird in zwei Sessions a drei Stunden aufgeführt. Dazwischen sind zwei Stunden Pause, und während der Sessions wird alle 90 Minuten für 20 Minuten unterbrochen.

Die Umsetzung ist super und steht der in London in nichts nach. Lediglich der quiekende Hauptdarsteller nervt etwas, und das Theater, das auf dem Gelände eines Großmarkts ist mit nichts drum rum als LKW-Parkplätzen, stinkt gegen das magische Backsteingebäude in der Shaftesbury Ave gewaltig ab. Ansonsten unbedingt empfehlenswert, auch wenn die tagesfüllende Unterhaltung schon bei den Karten mit zwei- bis dreihundert Euro zu Buche schlägt, und die Preise der Gastronomie sind eine Frechheit.

Übrigens: Im MiWuLa und in dem mit 1.500 Personen vollbesetzten Mehr!-Theater trug kaum jemand eine Maske. Meine Corona-Warn-App rappelt heute noch jeden Tag.


Kategorien: Impressionen | 3 Kommentare

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3 Gedanken zu „Impressionen eines Wochenendes (33): Hamburg und das verfluchte Kind

  1. Gruß an deine Mudder: du hast da sicherlich ein „nur“ vergessen:
    > denn meine Mudder ist nicht cool drauf und riesiger Harry Potter-Fan <

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  2. Natürlich. Ich kaufe ein „nur“ 🤗

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  3. Ich rede mir ja immer ein bisschen ein, dass das Thema Maske auch ein wenig von Publikum/Zielgruppe abhängt.
    Nun liegt zwar unser Wochenende in HH etwas länger zurück, aber wir haben da eben vorrangig Museen besucht, da trugen (noch) alle Maske. Aber da war es auch nicht voll, so dass man da zusätzlich auch entsprechend große Abstände halten konnte.
    Die eine Warung in meiner CWA war dann wohl auch nur von der Hinfahrt im Zug.

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