5.679

So, ich wäre dann auch mal wieder im Lande. Mit der Barocca, der 650er V-Strom, ging es Mitte September über die Alpen bis nach Livorno, von dort mit dem Schiff nach Sardinien, dann über Provence und Carmargue und die Vogesen wieder zurück. 5.679 Kilometer waren das am Ende, an 21 Tagen an der frischen Luft.

Interessanterweise war das die zweite, lange Motorradtour in diesem Jahr. Dieses Mal war der Plan: Rumlungern. Nach der atemlosen Tour durch das Unvereinigte Königreich im Juli wollte ich nun vor allem eines: Ruhe haben. Nicht jeden Tag stundenlang im Sattel sitzen oder pausenlos Dinge angucken, sondern einfach nur doof am Strand rumliegen oder lesen oder eine Wand anstarren. Rumlungern, eben.

Deshalb sollte es auch kein Reisetagebuch dazu geben – was sollte da im Erfolgsfalle auch drin stehen außer „Geschlafen. Gegessen. Rumgelungert.“

Nun, der Plan mit dem Rumlungern hat auch tatsächlich funktioniert, aber zwischendurch war ich doch ein wenig unterwegs…

…und habe doch das ein oder andere erlebt, was sich aufzuschreiben lohnt. Die alte Troposcatter-Station auf dem Monte Limbara, zum Beispiel, ist jetzt bis in den letzten Winkel erkundet.

Die V-Strom geht jetzt erst noch einmal in die Werkstatt – das Dritte Mal in diesem Jahr, dieses Mal für neue Reifen. Nach 12.000 km, davon zwei Drittel auf Autobahnen, waren die einfach eckig gefahren. Übrigens hat die Maschine wieder alles klaglos mitgemacht, es gab keine Panne, kein Stottern, obwohl die Kiste jetzt 95.000 km runter hat. Zuverlässigkeit, dein Name ist V-Strom.

Auch andere Dinge müssen überholt werden – es ist ganz erstaunlich, was ein kleines Steinchen anrichten kann, wenn es nur mit genug Geschwindigkeit in das Visier eines Motorradhelms einschlägt.

Ich mache mich jetzt mal daran von beiden Touren, UK und Sardinien, das Material zu sichten und daraus das Tagebuch zusammenzukleben. Was ich an der Universität Cagliari getrieben habe, wieso Herr Kachelmann sich schon Sorgen macht, wenn ich unterwegs bin, wieso Frankreich zum Mad-Max-mäßigen Albtraum wurde, warum ich GS-Fahrer Mitte 60 schwierig finde und mit welcher interessanten wie liebenswürdigen Motorradbloggerin ich schöne Abende verlebt habe – das gibt es dann demnächst, hier im Blog.

(Kein Selfie, hier hat das Motorrad mich fotografiert.)

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Kategorien: Motorrad, Reisen | 5 Kommentare

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5 Gedanken zu „5.679

  1. zwerch

    Freu 😀

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  2. Also rumlungern wäre ja nix für mich, aber willkommen zurück. 😉

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  3. lukra

    2 Touren: freu-freu! 🙂 🙂
    Reichen da die verbleibenden Samsatge bis zum nächsten Saisonbeginn?

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  4. 😁 der Wintermonat lang

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  5. Rumlungern ist immer gut…….Ich bin aber auch auf alles andere gespannt.

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