Reisetagebuch (5): Braking Bad
Mittwoch, 04. Juni 2025
Als ich um kurz nach acht die Stufen von meinem Zimmer zum Gastraum hinuntersteige, sehe ich eine junge Frau auf dem Sofa gegenüber der Rezeption sitzen. Dem Aussehen nach gehört sie definitiv zur Familie, die den Gasthof betreibt. Sie guckt in ein Handy.
“´Giorno” nuschele ich und sie grüßt freundlich zurück, macht aber keine Anstalten sich zu erheben.
Ich gehe hinüber in den Gastraum, wo ein Tisch für mich gedeckt ist. Saft und ein Cornetto, daneben ein Joghurt. Fein, es braucht wenig mehr. Ich stecke den Kopf durch den Türrahmen und frage “È possibile un caffé?” Besteht die Möglichkeit einen Kaffee zu kriegen? “Certo”, sagt die junge Frau und erhebt sich von der Couch, ohne den Blick vom Handy zu nehmen.
Den Kaffee brauche ich auch. Ich bin wieder (oder immer noch) sehr, sehr müde.
Erschöpft, geradezu.
Das Abendessen gestern war einfach ZU gut, aber leider auch zu spät. Mein Magen fühlte sich an, als hätte ich eine Bowlingkugel verschluckt. So überfressen kann niemand gut schlafen.
Außerdem war es eine heiße Nacht, im wahrste Sinne des Wortes. Draußen hat es sich kaum abgekühlt, und dementsprechend war es auch im Zimmer sehr heiß, und die Klimaanlage wollte auch nicht. Irgendwann fingen draußen Hunde mit einem Bellduell an, und ab 6 Uhr morgens stimmte eine Motorsäge in die Kakophonie ein. Irgendwann laserte die Sonne ins Zimmer. Immerhin war ich im Vorfeld dieser Tour schlau und hatte eine Schlafbrille eingepackt, ohne die wäre ich vermutlich heute morgen erblindet.
Ich schlürfe meinen Kaffee, dann stehe ich auf und bitte die junge Frau die Klimaanlage zu checken. Es ist nicht mal halb neun und schon wieder knalleheiß, das wird doch heute wieder so ein 38-Grad-im-Schatten-Tag.
Was mache ich nun, müde wie ich bin? Eigentlich wollte ich nahegelegene Städte besuchen, aber bei der Hitze gehste ja tot.
“Nichts” wäre wieder eine verlockende Option. Oder einfach faul am Meer rumliegen, das wäre auch nett. Dummerweise liegt Pomarico auf einem Felsen mitten in der Basilikata, der nächste Strand ist… wie weit entfernt? Fünfzig Kilometer?
Ach, warum nicht.
Pomarico ist ein winziges Kaff, aber um kurz nach Neun bereits erstaunlich belebt. Lieferfahrzeuge blockieren die engen Gassen, alte Herren schauen halten auf dem Bürgersteig Schwätzchen, alte Damen zuckeln gebeugt und mit Einkaufstaschen in der Hand an ihnen vorbei.
Als ich endlich aus dem kleinen Ort heraus bin, geht es den Berg hinab und über die Ebene. Wie eine Wüste sieht das hier aus, alles ockerfarben und verbrannt.
Dabei ist das hier nicht nur verbrannte Erde. Es sind Felder. Vor allen Dingen Getreide, wie es aussieht, aber zum Teil schon abgeerntet. Kein Wunder, in der Hitze des Sommers hier verdorrt alles.
Zur Küste hin wird das Land schnell flach. Schnurgerade führt die Strada Statale auf die Küste zu. Die V-Strom zieht leise pötternd im sechsten Gang über die endlose Straße, über der hitzeflirrend die staubige Luft. Links und rechts ziehen verbrannt Felder vorbei, und ab und zu tauchen sonnengebleichte Gebäude auf. Zum überwiegenden Teil sind sie verfallen.
Eine Kirche, eine geschlossene und teilweise abgebrannte Tankstelle, hier und da mal ein Wohnhaus, dessen Vorgarten von Kakteen überwuchert ist. Als würde ich durch Mexico fahren, so fühlt sich das hier an.
Das einzige satte Grün ist kaum sichtbar, weil es sich unter dem Straßenniveau befindet. Bäume und Büsche wachsen in “Ravines”, Erdspalten. Aus der Luft betrachtet wirken die, als sei die trockene Erde hier einfach aufgeplatzt, und dann hätten sich die Pflanzen von der Oberfläche in die sichere Vertiefung zurückgezogen. Oder wie grüne Flüsse, das Bild passt auch:
Die letzten Kilometer bis zum Meer führen über staubige, unbefestigte Buckelpisten. Vor mir schwankt ein Bus durch die Schlaglöcher und wirbelt so viel Staub auf, dass trotz weitem Abstand das Motorrad und ich nach kurzer Zeit davon bedeckt sind. Leider bringt das nicht mal was, denn die Zufahrt zum Wasser endet an einer Schranke. Die Piste führt durch ein kleines Wäldchen, und in dem ist wohl ein Campingplatz, und deshalb wollen die keinen Durchfahrtsverkehr.
“Egal. Ich finde schon eine andere Zufahrt”, denke ich, aber das ist gar nicht so einfach – jeder Weg zum Wasser ist gesperrt, ein Privatweg oder endet in einem kleinen Ort. Diese Orte sind keine der alten Wohnorte, das sind Neubausiedlungen mit Stadtvillen und Yachthäfen und Luxusresorts. Ich hatte von sowas gelesen – Georgia Meloni hat Trump und die G7-Kollegen in so einer Gated Community empfangen, aber das war in Apulien. HIER hätte ich sowas nicht vermutet. Aber warum soll es in der Basilicata anders sein als sonst irgendwo. Die Region ist arm, und an das wenige Schöne haben sich die Reichen unter den Nagel gerissen.
Schließlich finde ich eine Zufahrt zum Meer, die in einem großen, öffentlichen Parkplatz endet.
Parallel zum Strand führt eine Straße an den Strandbars der Mietstrände vorbei und zu einem Parkplatz näher am Wasser – denke ich, bis ich nach wenigen hundert Metern feststellen muss, dass die Straße nirgendwohin führt, und auch gar nicht mehr geteert ist, sondern aus feinem Dünensand besteht, wie der Strand. Fuck!
In Sand zu fahren ohne sich einzugraben ist schon nicht ohne, aber auf einer engen Sandpiste zu WENDEN ist die Hölle. Ich versuche die Wende am Stück zu fahren, was aber nicht klappt. Kurz bevor ich in die Richtung stehe, in die ich will, sinkt das Vorderrad in den weichen Sand ein. Lenken geht so nicht mehr. Mist. Und nun?
Ich setze den linken Fuß auf den Boden und neige die Maschine leicht zur Seite, dann gebe ich beherzt Gas. Das Hinterrad rutscht einen halben Meter zur Seite. So fühlt sich das zumindest an. Tatsächlich sind es höchstens 10 Zentimeter, aber ich weil ich sowas noch nie gemacht habe, fühlt sich das an, als würde die V-Strom unter mir wegrutschen. Ich setze den Fuß um, dann mache ich das nochmal. Wieder rutscht das Hinterrad ein Stückchen, aber diese Mal fühlt sich das schon kontrollierter an.
Jetzt steht die V-Strom in die richtige Richtung. Nun brauche ich nicht mehr lenken, sondern kann sie einfach aufrichten und dann behutsam geradeaus Gas geben. Das Hinterrad fasst, das Vorderrad hebt sich aus der Sandkuhle, und erleichtert bin ich wieder in die andere Richtung unterwegs.
An der Einfahrt zum Meer stelle ich die Morrigan auf einem frisch geteerten Motorradparkplatz ab. Der ist hinter einer kleinen Polizeiwache, die aber heute nicht besetzt ist. Ist auch kaum was los, zumindest scheinen nicht viele Badegäste da zu sein. Dafür lungern recht viele Personen einfach so hier rum und haben offensichtlich nichts zu tun.
Ich stemme die Händen in die Hüfte, sehe mir das kleine Polizeigebäude an und überlege. Ist das hier so ein heißes Pflaster, dass der Strand echt so eine Polizeipräsenz braucht?
Nun, Vorsicht hat noch nie geschadet. Ich löse das signalfarbene ABUS-Schloss von der Seite des Motorrads und klicke es in die vordere, linke Bremsscheibe ein. Das Schloss ist etwas schwergängig. Kein Wunder, ich benutze es normalerweise nie. Und weil ich es extrem selten benutze, habe ich auch das neonfarbene Spiralkabel nicht dabei, das man normalerweise um den Lenker schlingt. Das soll einen daran erinnern vor dem Losfahren daran zu denken das Schloss zu entfernen. Aber egal, so wie ich noch nie einen Schlüssel verloren habe, habe ich noch nie ein Bremsscheibenschloss vergessen.
Die Morrigan trägt heute nur einen der beiden Seitenkoffer und das Topcase. Darin verschwindet der Helm, im Seitenkoffer die Jacke und die Airbagweste.
Mit einem kleinen Rucksack über Schulter stapfe ich über den Parkplatz und zum Strand, wo ich erfreut feststelle, das zwischen den Bezahlstränden ein kleines Stück frei genutzt werden kann.
Ich baue die Strandmuschel im feinen, weißen Sand auf, entledige mich den Motorradstiefeln und der Tourenhose, unter der ich eine Badehose trage, dann springe ich ins Meer.
Das Wasser ist angenehem frisch und nicht so kalt wie in Maìera. Ich schwimme mit kräftigen Zügen rund 50 Meter hinaus, bis ich merke, wie die Strömung anfängt zu ziehen. Besser kein Risiko eingehen – außer mir ist nur eine ältere Dame mit einem großen Sonnenhut am Strand. Ich schwimme zurück, packe mich in den Schatten der Strandmuschel und lese. Immer wieder fallen mir die Augen zu, einschlafen kann ich aber nicht.
Fast fünf Stunden verbringe ich lesend am Strand. Als die letzte Seite des packenden Thrillers durch ist, wird mir erst bewusst, wie heiß es mittlerweile geworden ist. Über 30 Grad sind es ganz sicher, und ich fühle mich leicht matschig. Ein letztes Mal noch springe ich ins Wasser, dann packe ich zusammen und wandere zurück zum Motorrad.
Das steht noch unberührt hinter der kleinen Wache und in der prallen Sonne. Die Maschine ist glühend heiß, und noch bevor ich den Helm aufhabe, bin ich schon schweißüberströmt. Boah, bloß weg hier!
Ich schwinge mich in den Sattel und starte den Motor, warte bis Anna den Rückweg gerechnet hat, dann lege ich den Gang ein und lasse die Kupplung kommen.
Die V-Strom setzt sich in Bewegung, dann buckelt sie plötzlich und macht markerschütternde Geräusche, als ob etwas blockiert. Gleichzeitig ruckt sie, legt sich auf die linke Seite und beginnt umzustürzen.
“WAS ZUM…” entfährt es mir, und dann weiß ich es: Ich habe das Bremsscheibenschloss vergessen. Die Erkenntnis nützt nur leider nichts, die V-Strom ruckt und schlägt und ich kann sie nicht mehr halten. Ich kann nur noch aus dem Sattel springen und sie zu Boden fallen lassen.
Mit einem Krachen schlägt die Suzuki auf den Asphalt. Ich stürze vor und will den Kill-Schalter am Lenker drücken, aber noch bevor ich ihn erreiche stirbt der Motor, und mein Motorrad liegt tot am Boden.
Ich stemme die Maschine hoch, rolle sie ein Stückchen zurück und stelle sie auf den Seitenständer, dann suche ich sie nach Schäden ab. Die Gabel scheint keinen mitbekommen zu haben, die Tauchrohre haben nicht mal eine Macke. Auch die Bremsscheibe sieht noch gerade aus. Das Cashpad am Lenker und der Sturzbügel haben Abschürfungen und ein paar Kratzer, aber nichts ist verbogen. Gut so, genau dafür hat man ja diese Protektoren.
Ich puhle ein Stück Asphalt von der Fußraste. Die V-Strom hat Spuren in der frischen Teerdecke hinterlassen. Es ist deutlich zu sehen, wo das durchdrehende Hinterrad war und wo das stehende Vorderrad über den Asphalt geschoben wurde. Und natürlich sind auch die Einschlagpunkte von Lenker und Seite zu sehen.
Ich stecke das Bremsscheibenschloss weg und schwinge mich in den Sattel. Im Display der Suzuki steht ein großes, rotes Warnsymbol und darunter auf englisch “Nicht startbereit. Lagesensor kontrollieren”.
Sie hat gemerkt, dass sie umgefallen ist und sich selbst abgeschaltet. Ich mache die Zündung aus, warte 10 Sekunden und schalte sie wieder ein. Jetzt ist die Meldung verschwunden, und zu meiner Erleichterung springt die Maschine sofort an.
Noch auf dem Parkplatz mache ich ein paar Bremsübungen. Erst zaghaft, dann fester greife ich in die Vorderradbremse und achte genau auf Geräusche oder Vibrationen. Nein, alles wie immer.
Ich atme tief durch. Sieht aus, als hätte meine Dummheit keine bleibenden Schäden hinterlassen*. Gerade nochmal gut gegangen, aber trotzdem: Dumm, dumm, dumm!, schelte ich mich selber, während die V-Strom zurück über die endlose Staubstraße in Richtung Pomarico steuert. Der erste Umfaller der Morrigan – und dann nicht bei verwegenen Fahrten durch Olivenhaine oder beim Wenden in Sand, sondern wegen Dummheit des Fahrers!
Zurück im Colledisto dusche ich mir den Sand ab und lege mich dann auf´s Bett. Die Nachmittagssonne scheint durch die Fensterläden, im Zimmer ist es angenehm dämmrig und jetzt auch kühl – die Klimaanlage tut anscheinend.
Schlafen kann ich aber immer noch nicht, zu aufgedreht ist mein Hirn immer noch. Wie Flipperkugeln bouncen Gedanken um Arbeit, Ehrenamt und Sorgen um die Familie darin herum, und zur Abwechselung zeigt es mir immer wieder den Moment, in dem die V-Strom herzzerreißende Geräusche macht, buckelt und zu Boden stürzt.
Seufzend stehe ich wieder auf und nehme mir den Airtag der Morrigan vor. Auch dessen Batterie ist leer, dummerweise kann ich die aber nicht einfach tauschen. Er steckt nämlich in einem wasserdichten Gehäuse, das mit winzigen Inbusschrauben verschlossen ist. Und natürlich habe ich den Schlüssel dafür nicht dabei. Kurzentschlossen klappe ich mein Schweizer Taschenmesser auf und säge das Gehäuse einfach auf.
Um kurz nach acht wälze ich mich aus dem Bett, schlüpfe ich in ein Hemd und eine lange Hose und gehe die Treppe zum Gastraum hinab. Vielleicht komme ich beim Essen auf andere Gedanken!
Ich versinke in den Untiefen der Speisekarte, und wenig später steht eine “Bruschetta alla Fantasie del Chef” vor mir. Die heißt so, weil sie mit dem garniert ist, worauf der Koch gerade Lust hast und was er gerade so rumfliegen hat. Heute sind das Oliven und eine Locke Mozzarella.
Auf die Bruschetta folgt eine Pizza Colledisisto mit Mozzarella, Cherrytomaten, Pferdehack und Fontino-Käse. Simpel, schmeckt aber unfassbar geil.
Doch, das war super. Aber leichtes Essen ist anders, denke ich, als ich mit dickem Bauch nochmal einen Spaziergang ums Haus mache.
Tour des Tages: Einmal ans Meer und zurück, 108 Kilometer.
* Zukunfts-Silencer hier. Mein Vergangenheits ich ist gerade mild erleichtert, dass seine dumme Aktion außer ein paar Kampfspuren scheinbar keine Schäden an der Morrigan hinterlassen hat.
Nur leider stimmt das so nicht. Mehrere Tausend Kilometer später merkte ich beim starken Bremsen Vibrationen in Gabel und Bremshebel. Das wurde immer schlimmer, bis am Ende schon beim leichten Bremsen an der Ampel die ganze Maschine hoppelte, weil sie anscheinend vorne links nur noch auf der halben Scheibe fasste. Am Ende mussten beide Bremsscheiben und auch die Beläge getauscht werden, ein Schaden von rund 650 Euro.
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6 Gedanken zu „Reisetagebuch (5): Braking Bad“
Oh, dass mit dem Bremsscheibenschloss ist echt dumm gelaufen.
Ist meinem Vater damals an seiner BMW RT1100 auch passiert.
Ich halte von diesen Schlössern nichts. Vor Diebstahl schützen sie eh nicht.
Lässt Du gleich auch den Schlüssel stecken? Vor Diebstahl schützt der ja eh nicht.
Nun kann man nicht überall das Mopped an- oder besser einschließen und je nach Gegebenheit genügt eben auch schon ein Bremsschreibenschloss, um zumindest für die Gelegenheitsdiebe eine gewisse Hürde darzustellen, damit sie sich nach einem einfacheren Opfer umsehen. Zusätzlich hilft es auch, dass Menschen die Maschine nicht mal einfach so durch die Gegend schieben, weil sie meinen der Parkplatz wäre nur für Dosen.
Klar, wenn da die Van-Gang kommt, spielt das alles keine Rolle, aber die Versicherung mag es schon, dass man das Mögliche getan hat.
Der Versicherung reicht es, wenn sie mit Lenkradschloss verschlossen war.
So ein Bremsscheibenschloss ( auch mit Alarmanlage) mache ich dir in unter 1 Minute mit einer Elektroflex auf.
Dickes, nasses Handtuch drüber, dann hörst du vom Piepsen nur noch ein leises Quäken.
Wie gesagt, halte davon nichts.
Gerade weil so viele Leute das Ding vergessen. Jede dicke Kette ist besser für Gelegenheitsdiebe.
In diesem Sinne, guten Rutsch.
Kommt immer drauf an, was man sich davon verspricht. Ein gutes Bremsschreibenschloss ist heute so gebaut, dass man einen Winkelschleifer schlecht ansetzen kann. Ein Dieb muss daher die Bremsscheibe durchtrennen oder die Maschine in einen Lieferwagen hieven – das kostet beides mehr Zeit und ist auffälliger als der schnelle Tritt gegen das Lenkradschloss und dann Wegschieben des Moppeds.
Das ist bitter und erinnert mich an die „Blogparade Umfallera“ von vor ein paar Jahren.
https://blablog.de/archives/253-Falling-Alps-oder-Blogparade-umfallera.html
Ugh, ja…
Ach, die Blogparade. Das war ich doch auch dabei?
https://silencer137.com/2017/03/30/umfallera-so-schnell-geht-das/