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Archiv der Kategorie: Assassins Creed

Unboxing: Assassins Creed Origins Dawn of the Creed Edition

So sicher wie sonst wenig auf der Welt kommt im Herbst ein neuer Ableger der „Assassins Creed“-Videospielserie. Gut, bis auf letztes Jahr, da hatten ausnahmsweise mal alle die Nase voll. Denn eines lässt sich nicht leugnen: „Assassins Creed“ steigt spielerisch immer weiter ab. Ihren Höhepunkt hatte die Serie 2009/2010, alles was danach kam war erzählerisch schlechter. Hersteller Ubisoft hat schlicht keine Ahnung, was sie mit einer einst so großartigen Geschichte anfangen sollen. Diese Richtungslosigkeit hat vor drei Jahren den Spielen, und in diesem Jahr dem Kinofilm das Genick gebrochen. Im Game wird nun versucht Geschichten durch eine offene Welt zu ersetzen, was ich sehr ermüdend finde.

Deshalb bin ich auch nicht wirklich begeistert von „Assassins Creed Origins“. Aber nun, ich habe in diesem Jahr aus lauter Tradition noch einmal die Sammleredition „Dawn of the Creed-Edition“ bestellt. Die Kiste, die der Postbote gestern anschleppte, ist serientypisch groß – die Verpackung von „Black Flag“ dient bei mir noch als Couchtisch. Da „Origins“ in Ägypten um Viertel vor Jesus spielt, glotzt einen überall ein Auge des Ankh an.

Beim Öffnen fällt zunächst auf, dass Spiel und einige Goodies nicht in der eigentlichen Spielverpackung sind sondern oben drauf liegen. Ich hatte erst gedacht sie hätten das Spiel ganz vergessen, dabei hatte ich nur den Karton verkehrt rum aufgemacht. Ähem. Dabei verbirgt sich so noch so viel mehr Mumpitz in der Verpackung.

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Verfasst von - 2. November 2017 in Assassins Creed

 

Assassins Creed Syndicate: Big Ben Collectors Edition Unboxing

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Ubisoft ist ja bekannt und berüchtigt für seine überbordenden Sammlereditionen in der Assassins Creed Reihe. Unvergessen etwa die „Black Flag“-Edition, die kaum durch die Tür passte und heute noch als Beistelltisch in meinem Wohnzimmer Dienst tut.

So wie „Syndicate“, der 2015er AC-Teil, spielerisch einen Gang zurückschaltet, ist auch die Collectors Edition etwas kleiner als seine Vorgänger. Passend zum Setting im viktorianischen London ist die Box wie Big Ben aufgemacht.

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Das Zifferblatt ist magnetisch und kann abgeommen werden, dann schwenkt die Box nach Vorne auf. Im Inneren: Ein Diorama und eine 40 Zentimeter hohe Figur von einem der beiden Protagonisten, Jacob Frye, der auf dem Uhrwerk von Big Ben steht.

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Damit erschöpft sich der Inhalt der Box natürlich nicht, auch wenn sie leer aussieht. Auf der Rückseite gibt es eine versteckte Schublade.
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Verfasst von - 27. Oktober 2015 in Assassins Creed

 

Assassins Creed II Live Cosplay

Was passiert, wenn sich ein italienischer AC-Fan und Cosplayer, ein Fotoggraf und ein Videofilmer zusammentun und Rom, Floren und Venedig besuchen? Eine Version von Ezio an Originalschauplätzen! Wirklich sehr gelungen, beosnder gefällt mir, wie er glotzende Leute mit der typischen Handbewegung aus dem Weg schiebt. Authentischer bekommt man das nicht hin, ohne einen Animus zu benutzen.

…und ich kenne jeden einzelnen Drehort 🙂

 
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Verfasst von - 12. März 2015 in Assassins Creed

 

Review: Assassins Creed Rogue (2014)

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Der Assassine Shay Patrick Cormac wird 1755 durch Achilles Davenport von Amerika nach Lissabon geschickt um ein Artefakt der Vorfahren zu bergen. Cormac findet das Artefakt, löst damit aber ein Erdbeben aus. 30.000 Menschen sterben allein in Lissabon, der entstehende Tsunami überspült die Westküste Amerikas. Ähnliches ist vier Jahre zuvor auf Haiti geschehen, und Cormac erkennt, dass es noch mehr solcher Artefakte gibt, und das sie die Welt im Inneren zusammenhalten. Er bittet die Assassinenbruderschaft die Suche nach ihnen einzustellen, um nicht noch mehr Menschenleben zu gefährden. Mentor Achilles glaubt ihm nicht und eröffnet die Jagd auf Shay, der sich den Templern anschließt und seinerseits die Assassinen in den Kolonien dezimiert, bis nur noch Achilles übrig ist.

„Rogue“ ist zeitgleich mit „Unity“ erschienen. Während letzteres aber technisch und spielerisch aus PS4 und XBONE neue Wege geht, ist Rogue kaum mehr als eine Kombination aus „AC III“ und „Black Flag“ für die alten Konsolen XBOX 360 und PS3. Das ist weniger schlimm als es sich anhört: Die Technik funktioniert, die Kanten sind abgeschliffen, und die Seefahrtmechaniken machen nach wie vor einen Heidenspaß. Shay Cormac segelt im herbstlichen Flußtal des Hudson River, rennt durch ein neu gestaltetes New York oder turnt im schneebedeckten Nordatlantik herum, was sich grundlegend anders anfühlt als die Karibik in „Black Flag“. Aufgrund des eisigen Szenarios sind Tauchgänge gestrichen, dafür gibt es Schiffswracks im Packeis zu erkunden und die Nordwestpassage zu finden.

Die Geschichte von Rogue ist wesentlich interessanter als die seiner direkten Vorgänger ACIII und Black Flag. Shay Cormacs Leben ist packender und seine Motive glaubwürdiger als die anderer Serienhelden. Das geschickte Spiel mit historischen Ereignissen wie den Erdbeben oder Personen wie Benjamin Franklin und Captain Cook sorgt für Nervenkitzel, und da wir Achilles schon als gebrochenen, alten Mann kennen, Adéwalé und andere dagegen als junge Piraten, ist es interessant zu sehen, wie Rogue die zeitlichen Lücken füllt und erklärt, warum zu Beginn von ACIII die Bruderschaft nicht existent ist.

Leider bleiben die Aha-Effekte auf diese Szenen begrenzt, abseits davon ist die Inszenierung recht platt und die gute Geschichte kurz und zu hingeholpert erzählt. Weder wird der Hintergrund des siebenjährigen Kriegs (des ersten, echten Weltkriegs!) noch die Story um den Seitenwechsel zu den Templern vernünftig, im Sinne von angemessen dramatisch, dargestellt. Die wenigen Storymissionen hat man in 10 Stunden durch, ohne auch die Hälfte der Welt gesehen haben zu müssen. Um das Schiff hochzurüsten, Orte zu entdecken, Geheimnisse zu finden und Dinge zusammenzupuzzlen ist man sicher locker 40-60 Stunden beschäftigt.

Die Modern Day Story ist übrigens wieder quasi abwesend, wer will, kann in Egoperspektive und Schneckentempo durch das Büro von Abstergo Entertainment kriechen und 20 mal das gleiche, doofe Puzzle lösen, um irgendeinen egalen Quatsch über eine Nebenfigur der Gegenwartstempler anzuhören. Glücklicherweise ist dieser Blödsinn zum großen Teil Optional und ansonsten ignorierbar.

Nichtsdestotrotz bleibt aufgrund der Spielmechanik und der vielen, feinen Details in der Summe ein tolles und vollwertiges Spiel über. Rogue hat mich an vielen Stellen überrascht, angefangen bei der Pinguinkolonie, die ich in einem Schiffswrack entdeckte, über die Storyverästelungen zu Black Flag und ACIII bis hin zur Vertonung, die für sich schon ein Erlebnis ist. Shay spricht ein breites, irisches Englisch, in dem Vokale deutsch ausgesprochen werden. Wenn er seltsam fremdbetont losnäselt und Dinge sagt wie „Oi mäkk mei ouen Lugg“ (I make my own luck) ist das sehr atmosphärisch.

Insgesamt ein würdiger Schluss der Nordamerika-Trilogie und ein gelungener Abschied von den alten Konsolen.

Wer übrigens die Wahl zwischen Rogue und Unity hat, sollte Rogue zuerst spielen. Erstens bildet es eine tolle Brücke zu den Geschehnissen in Unity. Zweitens kann man, wenn man ein Mal die Schönheit von Unity gesehen hat, die Grafik auf den alten Konsolen nur noch schwer ertragen.

 
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Verfasst von - 25. November 2014 in Assassins Creed, Games, review

 

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Assassins Creed Unity: Guillotine Collectors Case Edition Unboxing

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So sicher wie der Winter kommt auch ein neues Assassins Creed. Diese Woche erschien nun „Unity“, und anscheinend hat Ubisoft es diesmal verbockt. Das Spiel ist so Nextgen das man eine PS5 dafür braucht, auf Currentgen-Konsolen wie XBOXOne und PS4 läuft es jedenfalls stellenweise ruckelig, und auf dem PC tauchen absurde Glitches auf. Anscheinend hat Ubi das Ding halb fertig aus der Tür geschoben, obwohl es noch ein halbes Jahr Politur gebraucht hätte. Wie schlimm es wirklich ist, werde ich mir selbst angucken.

Fertig geworden ist auf jeden Fall die Collectors Edition des Spiels, die bei Ubisoft ja mittlerweile legendär ist. Nachdem im vergangenen Jahr der Piratenableger in einer Schatzkiste geliefert wurde, die kaum durch die Tür passte und die mittlerweile in meinem Wohnzimmer als Couchtisch dient, ist „Unity“ ein bißchen weniger voluminös.

Die Verpackung ist, zum Thema französische Revolution passend, in der Form einer Guillotine gestaltet – inklusive Metalleffekt und Blutspritzern.

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Die Verpackung ist GROß, wenn auch nicht so groß wie die von Black Flag. Hier ein Größenvergleich. Als Maßstab eine normale DVD-Hülle davor.

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Das Fallbeil der Guillotine ist der Deckel der Verpackung und öffnet tatsächlich nach oben, wen man an dem Band mit der Trikolore zieht.

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Verfasst von - 16. November 2014 in Assassins Creed

 

Assassins Creed Rogue: Collectors Edition Unboxing

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Dieses Jahr kommen gleich zwei „Assassins Creed“-Spiele raus. Für die neuen Konsolen ist „Unity“ erschienen, das gerade massiv Prügel bezieht. Für die alten Konsolen XBOX 360 und PS3 kam zeitgleich „Rogue“ heraus. Das dreht sich um Shay Patrick Cormac, einem abtrünnigen Assassinen, der zu den Templern überläuft und zur Zeit des Sieben-Tage-Kriegs die Bruderschaft in den Kolonien so dezimiert, bis am Ende nur noch Achilles überbleibt – der 20 Jahre später Connor in den Geschehnissen von Assassins Creed III ausbilden wird.

Es handelt sich also um ein Prequel und den Abschluss der Nordamerika Saga. Ubisoft behandelt das Spiel ein wenig stiefmütterlich, aber wenigstens Amazon spendiert ihm eine kleine Collectors Edition.

Bei Rogue zeigt schon das Cover der Eurobox wohin die Reise geht: Das Assassinen-Symbol ist zersplittert und zerstört, die Rückseite zeigt das Symbol der Templer.

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Im Inneren finden sich neben dem Spiel eine Soundtrack-CD, ein Artbook und ein Briefumschlag

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Verfasst von - 15. November 2014 in Assassins Creed

 

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Review: Assassins Creed IV Black Flag (2013)

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Story: Im Jahr 2013 wird ein namen- und geschlechtsloser Mensch (der Spieler selbst in Egoperspektive) bei Abstergo Entertainment eingestellt. Abstergo, das weiß man bereits, ist ein Konzern, der von Templern geführt wird. Der namenlose Spielercharakter soll Erinnerungen sichten und daraus Unterhaltungsprodukte machen. Piratenfilme stehen gerade hoch im Kurs, und mittlerweile steht unter jedem Schreibtisch eine Erinnerungsmaschine, so dass man in die DNA von Piratennachfahren eintaucht. Tatsächlich erlebt man das Leben von Edward Kenway nach, einem walisischen Taugenichts, der sich in der Karibik auf einem Freibeuterschiff verdingt. Eines Tages klaut er einem geheimnisvollen Fremden dessen Kapuzenkutte und gibt sich als Assassine aus – dabei interessiert ihn weder die Bruderschaft noch die Templer, die sich nun an seine Fersen heften, und erst recht nicht der „Weise“, der der Schlüssel zu einem Bauwerk von Interesse ist. Nein, Kenway will nur saufen, vögeln und looten, und dabei trifft er auf Anne Bonni, Edward „Black Beard“ Thatch und die anderen, bekannten Piraten, die von Privateers im Auftrag der Krone zu Outlaws geworden sind. Gemeinsam versuchen sie eine Pirtenrepublik zu gründen, mit dem bekannten Ausgang.

Meine Meinung: Die Story von „Black Flag“ ist so banal wie Banane, sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart. Wobei die Gegenwartstory nach dem Tod von Desmond Miles quasi nicht vorhanden ist, und die kläglichen Stümpfe funktionieren nicht für zwei Cent. Als Spieler WEISS man einfach schon seit 5 Jahren, das hinter Abstergo die Templer stecken. Welchen Sinn hat es, uns eine Figur spielen zu lassen, die das nicht weiß? Die Steuerung ist zudem unwürdig: In der 1st-Person-Perspektive schleicht man im Schneckentempo durch Büros und löste Geschicklichkeitsrätsel, um an Infohäppchen zu Desmonds Tod und Juno Verbleiben zu gelangen, beides wird aber nicht wirklich geklärt. Ähnlich Schizophren ist, dass Abstergo Entertainment die Assassins Creed-Spiele rausgebracht haben soll – in den Büros steht die Verpackung von AC III rum. Diese Konstruktion ergibt null Sinn und funktioniert einfach nicht.

Ähnliches gilt für die Piratengeschichte. Der sorgfältig aufgebaute Mythos, dass Assassinen ihre Fähigkeiten durch jahrelanges Training erhalten, wird einfach mal über Bord gekippt. Edward zieht die Kutte über und kann ad hoc alle Parcoursmoves, die Ezio und Connor vorher jahrelang trainieren mussten.

Man kann es vielleicht so zusammenfassen: Wenn die Welt von Assassins Creed eine Scheibe ist, dann segelt „Black Flag“ mit voller Fahrt geradewegs über den Rand. Es lässt alles hinter sich, was das Franchise narrativ ausmacht, und zieht sein eigenes Ding durch.

Gerade das ist eine Stärke. Man muss „Black Flag“ zu Gute halten, dass es seine ganz eigene Welt baut, und die macht einen Heidenspaß. Man schippert mit seinem Piratenschiff durch die Karibik, kapert Handelsschiffe, befreit Inseln, taucht durch Wracks, buddelt Schätze aus, jagt Wale, prügelt sich durch Kneipen und hat Spaß am Plündern. Assassinen kommen nur als merkwürdige Eingeborene vor, und Templer sind arrogante Spanier, die man ignorieren kann.

In der Summe ganz großer Spaß, hat aber nichts mehr mit Geheimbünden und allem, das Assassins Creed stark gemacht hat, zu tun. Der Plot um den Waisen und das Astroskop ist schlicht albern und von Anfang an als Sackgasse zu erkennen, die die Geschichte in der Summe null weiterbringt. Aber die Welt funktioniert in sich, und mit der Jackdaw über die Meere zu segeln und zu plündern ist kurzweilig. In der Summe ist Black Flag ein überaus unterhaltsamer Lückenfüller, aber nicht mehr.

 
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Verfasst von - 12. November 2014 in Assassins Creed, Game, Games, Ganz Kurz, review

 

Review: Assassins Creed III (2012)

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Assassins Creed III (2012)
Story: Im Jahr 2012 steht die Erde wenige Tage vor der Vernichtung durch einen Sonnensturm – aber niemand weiß davon, außer den Templern und den Assassinen. Die sind mittlerweile in einer Höhle in Nordamerika angekommen, die merkwürdige Apparate der Vorfahren enthält. Allerdings kommen sie da nicht dran, es fehlt ein Schlüssel. In der Not steckt man Desmond in die Erinnerungsmaschine, und peilt in seiner DNA einen Vorfahren an, der in Nordamerika unterwegs war. Es folgt ein Sprung in das Jahr 1784, mitten in den amerikanischen Unbabhängigkeitskrieg.

Connor Kenway, der eigentlich Ratonhnhaké:ton heisst, ist Halbindianer – seine Mutter eine Mohawk, sein Vater Engländer und zufällig Großmeister der Templerloge der Kolonien. Connor geht beim letzten Assassinen Amerikas in die Lehre, gerät in den Unabhängigkeitskrieg und nimmt es dann mit seinem Vater auf. Ebenfalls rein zufällig war der im Besitz des Schlüssel zur Vorfahren-Höhle.

Nachdem Desmond nun weiß, wo der Schlüssel zu finden ist, öffnet er die Höhle. Dort trifft er auf Juno, eine Vorfahrin mit großem Hass auf die Menschheit. Ihr Geist steckt im Inneren der Maschinen, und sie war es, die über Jahrhunderte die Ereignisse sowie die Templer und Assassinen auf diesen Zeitpunkt hin manipuliert hat. Sie bietet Desmond Zugang zur Vorfahren-Technologie, um die Erde vor dem Sonnensturm zu retten. Dafür muss er sie aber befreien – und selbst sterben. Gesagt, getan: Desmond stirbt, Juno wird befreit, die Erde übersteht den 22.12.2012.

Meine Meinung: Die bislang größte Enttäuschung. Mit großem TamTam angekündigt, war AC III für mich ein ziemlicher Rohrkrepierer. Es funktioniert auf fünf Ebenen nicht:
1. In den vorangegangenen Spielen standen originelle Charaktere im Mittelpunkt. AC III ist hier anders. Connor Kenway hat so viel Charakter wie ein Knäckebrot und ein ist ein einsilbiger Klotz. ACIII ist kein Spiel über einen Charakter, sondern lediglich über die amerikanische Revolution.

2. Historische Ereignisse: Bei historischen Ereignissen hielten sich die Assassinen bislang stets im Schatten, was einen ganz eigenen Charme hatte. Die Geschichtsbücher sind voller Ereignisse, die unter merkwürdigen oder nie geklärten Umständen stattfanden. Es ist eine nette Idee, diese Lücken in der Historie mit fiktiven Geschichten zu füllen. Das ist ebenso clever wie spannend, aber leider macht ACIII hier alles anders. Connor IST der Mittelpunkt und löst Ereignisse sogar aus. Boston Tea Party? Den Tee hat Connor persönlich über Bord geworfen. Paul Reveres Ritt? Der saß bei Connor hinten auf dem Pferd. In der Summe mehr eine Karikatur als alles andere.

3. Bei der Gegenwartsstory merkt man, dass die Autoren mit Desmond nichts mehr anzufangen wissen. Sie wird extrem lieblos behandelt, und weil man nicht weiß wohin es gehen soll, wird Desmond umgebracht. Das hat er nicht verdient.

4. Im Konflikt Templer vs. Assassinen verschwimmen die Grenzen. Tatsächlich ist Haitham Kenway, der Templer, ein cleverer, sympathischerer und coolerer Charakter als sein Sohn Connor. In der Handlung wird dann erläutert, dass Templer und Assassinen die gleichen Ziele haben – nur ihre Methoden sind anders, und die der Templer scheinen oft eleganter. Als Spieler zweifelt man bald sehr an den Assassinen – hat aber keine andere Wahl, als den Klotz Connor zu spielen. Wenn man sich schon wünscht, eine andere Figur spielen zu können – dann stimmt was nicht.

5. Gameplay: Das Kampfsystem wurde überarbeitet, aber nicht zum Besseren. Der Benny-Hill-Effekt (Spielfigur läuft vorneweg, 20 Verfolger in einer Reihe hinterher), der bei den Vorgängern manchmal auftreten konnte, ist hier extrem ausgeprägt. Oft kommt es auch zu Massenkeilereien, an deren Ende 30, 40 Gegner am Boden liegen. Das spielt sich nicht nur doof, es ist auch ein Verstoß gegen den Creed: „Wirke unentdeckt im Hintergrund“.

Abgesehen davon spielt das ganze in Amerika. Damit kann ich weniger connecten als mit den europäischen Schauplätzen der letzten Teile. Amerika, Indianer,… das ist alles geistig so weit weg, dass es fast Fantasiewelt ist. Genauso könnten da auch Schlümpfe und Einhörner rumspringen. Davon abgesehen ist es auch vom Gameplay unspannender: Es ist durchaus ein Unterschied, ob man auf dem gewaltigen Dom in Florenz oder der Hagia Sophia in Istanbul rumklettert oder auf einer dieser zweigeschossigen Holzkirchen in Boston oder New York des 17. Jahrhunderts. Letzter hat kein Gefühl von Höhe. Da hilft es dann auch nichts, dass in ACIII manchmal Schnee fällt und man Karnickel jagen kann. Ich mag den Teil einfach nicht besonders.

 
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Verfasst von - 11. November 2014 in Assassins Creed, Game, review

 

Review: Assassins Creed Revelations (2011)

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Assassins Creed: Revelations (2011)
Story: Desmond Miles liegt im Koma. Die fremden Erinnerungen von Ezio und Altair haben ihm so zugesetzt, dass seine eigenen Hirnmuster kollabiert sind. In ihrer Not legen die Assassinen ihn in die Erinnerungsmaschine, in der Hoffnung, dass das gleiche Gerät, dass den Kollabs auslöste, ihn auch beheben kann. Tatsächlich driftet Desmonds Geist durch die virtuellen Testräume der Maschine. Von einem anderen Kollabierten bekommt er den Tip, dass er einen Knotenpunkt finden muss, in dem sich die Erinnerungen seiner Vorfahren überschneiden. Nur dann könne sein Bewusstsein von den fremden Erinnerungen isoliert werden. Das Problem: Desmond, Ezio und Altair lebten 900 Jahre auseinander.

Sporadisch bekommt Desmond Zugang zu Erinnerungen von Ezio Auditore. Am Ende seines Lebens hatte sich der Meisterassassine aufgemacht, die alte Assassinenbibliothek im heiligen Land zu finden. Angeblich liegt unter der ein großer Schatz, der das geamte Wissen der Assassinen enthält. Dummerweise ist alte Hochburg in Masyaf von Templern überlaufen und zudem versiegelt. Ezio macht sich auf die Suche nach den passenden Schlüsseln, die mit Niccólo Polo nach Istanbul gereist sind. In Istanbul findet Ezio die Schlüssel, die zudem Erinnerungsartfakte sind. Durch sie erlebt er wichtige Stationen im Leben von Altair Ibn La-Ahad. So erlebt Desmond die Erinnerungen von Ezio, der die Erinnerungen von Altair erlebt. Der Knotenpunkt ist da, die Erinnerungsmaschine sortiert die drei Personen auseinander, und Desmond erwacht aus dem Koma. Er findet sich in Nordamerika wieder, wohin in die Jetztzeit-Assassinen zwischenzeitlich gebracht haben.

Meine Meinung: „Revelations“ hat alles, was ein AC-Spiel braucht. Mit der summenden Metropole Istanbul einen tollen Schauplatz, witzige Charaktere, neue Features wie Bombenbau. Allein, so richtig begeistern kann es nicht. Einige der neuen Spielsysteme wie „Verteidige den Stützpunkt“ sind überkompliziert und passen nicht recht ins Gesamtkonzept. Die Engine und das Kampfsystem werden nun schon zum dritten Mal eingesetzt, da machen sich gewisse Abnutzungserscheinungen breit. Die Charakter des Ezio Auditore ist nach wie vor Klasse, aber er ist halt mittlerweile echt alt. Einem Opa beim klettern zuzusehen ist nur so mittelspannend, zumal er dauernd stöhnt und Kommentare abgibt wie „Früher war das einfacher“. Da wünscht man sich direkt, dass er endlich in Rente gehen darf.

Revelations kann nur schwer verbergen, dass der Titel eine Farce ist: Enthüllt wird hier nichts, die Gegenwartsstoryline tritt seit „Assassins Creed II“ auf der Stelle. Der Kampf der Ottomanen gegen die Byzantiner interessiert nicht wirklich, die Templer sind albern… Ein Großteil der Zeit geht es aber einfach um – nichts. Das fördert die Spannung nicht. Selbst die Altair-Geschichte weiß nicht zu fesseln, auch wenn die Einblicke in sein Leben interessant sind. Letztlich wird hier auf hohem Niveau auf der Stelle getreten.

 
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Verfasst von - 10. November 2014 in Assassins Creed, Game, review

 

Review: Assassins Creed Brotherhood (2010)

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Assassins Creed: Brotherhood (2010)
Story: Desmond und die Assassinen fliehen in ein Geheimversteck unter der italienischen Festungsstadt Monteriggioni. Von dem Versteck hat Desmond aus den genetischen Erinnerungen seines Vorfahren Ezio Auditores erfahren hat. Immer noch auf der Suche nach dem Artefakt aus den Kreuzzügen begibt sich Desmond nochmal in die Erinnerungsmaschine und erlebt Ezio Auditores Leben nach.

Im Italien des Jahres 1503 will sich Ezio in Monteriggioni zu Ruhe setzen, als das Festungsdorf von Cesare Borgia angegriffen und zerstört wird. Ezio flieht nach Rom, das ganz in der Hand der Borgias ist. Die stellen sich zu allem Überfluss auch noch als Templer heraus. Allein kann Ezio es nicht mit ihnen aufnehmen, und so gründet er den Assassinenorden neu und vereint die Söldner, Diebe und Huren der Stadt, um gemeinsam die Stadt zu befreien. In den Wirren der Revolution kommt Ezio in den Besitz des Artefakts, das er 1510 unter einer Kirche in Rom versteckt. Dann jagt er Cesare Borgia bis nach Spanien.

Endlich mit dem Wissen der Ruhestätte des Artefakts ausgestattet, reisen 2012 Desmond und die Assassinen nach Rom. Desmond geht es nicht gut – die lange Zeit in der Erinnerungsmaschine bringt ihn zusehends durcheinander. Er kann die Erinnerungen seiner Vorfahren nicht mehr von seinen eigenen unterscheiden, und Trugbilder trüben seine Wahrnehmung. Unter der Kirche in Rom öffnen die Assassinen das Versteck des Artefakts, als wieder eine Frauengestalt erscheint: Juno, eine derer, die zuvor waren. Unter ihrem Einfluß sticht Desmond eine Freundin nieder, dann fällt er ins Koma.

Meine Meinung: Schon zwölf Monate nach dem grandiosen AC II ein neuer Teil? Das kann ja nichts werden! – dachte ich zumindest. Ich lag falsch. Brotherhood is more of the same, bringt aber frische Elemente mit rein. Das man die Assassinen nun befehligen kann ist großartig, und die Story ist mit den beiden Love Interests (Caterina Sforza! Lucretia Borgia!) witzig und spannend. Dazu kommt ein Multiplayermodus, bei dem man sich erstmals mit anderen messen kann. Der Cliffhanger in der Gegenwartsstory ist einer übelsten, die ich je erleiden musste, und ich war sehr skeptisch, ob die Autoren dieses Kuddelmuddel, in das sie sich reingeschrieben hatten, jemals würden auflösen.

 
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Verfasst von - 9. November 2014 in Assassins Creed, Game, review

 

Review: Assassins Creed II (2009)

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Assassins Creed II (2009)
Story: 2012: Die vermummten Befreier stellen sich als moderne Assassinen heraus, die Desmond Miles aus dem Labor der Templer gerettet haben. Er wird in ihr Versteck gebracht, in der sich ebenfalls eine Erinnerungsmaschine befindet. Für die Assassinen ist klar: Wenn die Templer das Artefakt der Kreuzzüge in die Finger bekommen, steht der Welt nichts Gutes bevor. Um heraus zu bekommen wo es im Lauf der Jahrhunderte abgeblieben ist, steigt Desmond freiwillig in die Maschine und durchlebt die Erinnerungen seines Vorfahren Ezio Auditore. Der war ein junger Edelmann und Playboy im Florenz der 15. Jahrhundert, der an irgendeinem Punkt seines Lebens Kontakt mit dem Artefakt hatte. Desmond erlebt Ezios Leben, von der Geburt bis zu dessen 40. Lebensjahr.

Die Familie Auditore wird durch eine Intrige der Templer getötet, und Ezio schwört Rache. Dabei hilft ihm der klägliche Überrest des italienischen Assassinenordens und ein gewisser Leonardo da Vinci, der nicht nur sein Freund wird, sondern ihm auch Ausrüstung baut. Im Verlauf der nächsten 20 Jahre deckt Ezio die Machenschaften der Templer in Florenz, Venedig, Forlí und Rom auf, die gegen Freigeister wie die Medici intrigieren.

Im Vatikan stellt Ezio den Drahtzieher hinter der Verschwörung: Den Papst Rodrigo Borgia. Dieser flieht, und unter dem Vatikan entdeckt Ezio einen leuchtenden Raum. Eine Frauengestalt, die sich als Minerva vorstellt, spricht eine Warnung aus: Die Erde wird zerstört werden, wenn der Auserwählte nicht handelt. Sie blickt Ezio in die Augen und spricht ihn mit dem Namen Desmond an.

Dieser erwacht 600 Jahre später in der Erinnerungsmaschine. Es stellt sich heraus, dass die Erde tatsächlich durch einen Sonnensturm bedroht wird. Am 22. Dezember 2012, dem Maya-Datum des Weltuntergangs, wird der Planet brennen. Das ist schon einmal passiert. „Die, die vorher waren“, eine außerirdische Rasse, zu der auch Minerva gehört, hielt die Menschen einst als Sklaven. Nach der Katastrophe vermengten sich die beiden Rassen, und die heutigen Menschen sind die hybriden Nachkommen. In einigen sind die Gene der „Vorfahren“ stärker als in anderen, und Desmonds genetische Disposition macht ihn zum Auserwählten. Durch seine Ausflüge in die Erinnerungen seiner Vorfahren hat er zudem begonnen deren Fähigkeiten in Kampf und Parcours zu lernen. Plötzlich wird das Versteck der Assassinen von Templern gestürmt, und die Episode endet mit der Flucht durch Norditalien.

Meine Meinung: Assassins Creed II habe ich gespielt bevor ich den ersten Teil kannte. Gut so, denn der Erstling war so enttäuschend, dass ich den zweiten Teil nicht mit der Kneifzange angefasst hätte, hätte ich den gekannt. So habe ich AC II gespielt ohne zu wissen was mich erwartet. Er kam aus dem nichts und hat mich weggeblasen. Das Italien der Renaissance ist wundervoll simuliert, die Städte sehen genauso aus wie in der Realität. Durch die Toskana zu reiten, San Gimignano oder Florenz zu besuchen oder dem geschäftigen Treiben in Venedig zuzusehen – das allein ist schon faszinierend. Dabei ist die Welt des Spiels nicht der Mittelpunkt. Das ist die Narration. Die starke Erzählung um die Geheimbünde treibt die Handlung voran, das jetzt allerdings auch noch die Mayaprophezeeiung eine Rolle spielt ist fast schon over the Top. Das Kampf- und Bewegungssystem ist nochmal besser geworden, Kämpfe laufen fast wie ein Ballett ab. Dazu kommen tolle Charaktere, schöne Dialoge, ein umwerfender Soundtrack und nochmals hübschere Grafiken. „AC II is poetry in motion“, schrieb der Gameinformer, und es stimmt. Assassins Creed II ist das Meisterwerk von Designer Patrice Desilets und Producerin Jade Raymond.

 
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Verfasst von - 7. November 2014 in Assassins Creed, review

 

Warnung: AC-Seuche in den nächsten Tagen

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2009 hat mich das Videospiel „Assasins Creed II“ dazu gebracht zu reisen, Sprachen zu lernen und mich für Geschichte zu interessieren. Seit 2009 erscheint nun jedes Jahr ein neues AC, aber so gefesselt wie Teil II hat mich keines mehr. Jeder Nachfolger hatte mit seinen ganz eigenen Problemen zu kämpfen.

In 7 Tagen erscheint nun „Assassins Creed: Unity“, das einen frischen Start in einem tollen Setting, der französischen Revolution, verspricht, sowie die Rückkehr zu den Wurzeln der Serie. Die sind nämlich in den letzten Jahren in Vergessenheit geraten, was mehr als Schade ist.

Obwohl es meine Lieblingsspiele sind, gab es hier im Blog noch nie eine Rezension zu einem von ihnen. Zeit, dass mal nachzuholen – der Vollständigkeit halber und weil es die Dinger einfach verdient haben, denn die Story ist großartig. Meistens, zumindest.

Heute und bis zum Start von „Unity“ und dem Templerspiel „Rogue“ gibt es darum Kurzzusammenfassungen und Rezensionen der Hauptspiele. Nicht berücksichtigt werden die zahlreichen Ableger für Comics, Bücher und Ableger für Smartphone, Facebook und Handhelds.

In Kurz: Heute und bis nächste Woche kommt jetzt jeden Tag was von diesem Videospielquatsch, den kann man gerne überlesen.

 
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Verfasst von - 6. November 2014 in Assassins Creed

 

Review: Assassins Creed (2007)

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Assassins Creed (2007)
Story: Im Jahr 2012 wird der Barkeeper und Taugenichts Desmond Miles entführt und in ein Labor in einem Konzernhochhaus gesperrt. Seine Kidnapper erzählen ihm eine unglaubliche Geschichte: Sie sind angeblich eine Nachfolgeorganisation der Tempelritter, auf der Suche nach etwas, das zur Zeit der Kreuzzüge verschütt gegangen ist, und einer von Desmonds Vorfahren war der letzte, der es in der Hand hatte. Aber es kommt noch besser: Die Templer haben angeblich eine Maschine, mit der sie die Erinnerungen anzapfen können, die in Desmonds DNA gespeichert sind.

Er wird in die Erinnerungsmaschine gesteckt und durchlebt darin das Leben seines Vorfahren Altair Ibn L´Ahad. Der war zur Zeit des Kreuzzuges ein angehöriger der Sekte der Assassinen. Bei der ist er gerade in Ungnade gefallen, weil er gegen die Regeln der Bruderschaft (den namensgebenden Creed) verstoßen hat. Es stellt sich heraus, das Assassinen und Tempelritter erbitterte Gegner sind. Während die Templer alles daran setzen, die Gesellschaft durch das Ziehen von Fäden im Hintergrund zu steuern, glauben die Assassinen an die Macht des freien Willens jedes Einzelnen. Um den Templern im heiligen Land Herr zu werden, ermorden sie gezielt einzelne Schlüsselfiguren, bevorzugt heimlich, mittels einer versteckten Klinge am Unterarm. Am Ende deckt Altair eine Verschwörung innerhalb der Verschwörer auf und findet ein Artefakt, dass plötzlich ein Hologramm der Erde projiziert – inkl. Kontinenten, die zu der Zeit noch gar nicht entdeckt sind. Kurz nachdem er diese Erinnerung durchlebt hat, erbebt das Labor, in dem Desmond gefangen ist, unter Explosionen, und er flieht mit einer Gruppe vermummter Personen.

Meine Meinung: „Assassins Creed“ erzeugte seinerzeit einen enormen Hype, dem das Spiel am Ende nicht gerecht wurde. Zu repetitiv das Gameplay, das einen die immer gleichen Aufgaben abklappern lies. Die Pluspunkte waren die hübsche Grafik, die Simulation eines unverbrauchten Settings (Damaskus! Akkon! Kreuzzüge!) und die ungewöhnliche Steuerung: Altair kann sich in einer Menschenmenge verstecken oder wie ein Parcourskünstler an Hauswänden hochklettern und von Dach zu Dach sprinten. Mutig war das Spiel allemal, und man kann es Ubisoft nicht hoch genug anrechnen, ein Game mit einer so komplizierten Hintergrundstory produziert zu haben. Der Einfall mit den Erinnerungen, die in Genen gespeichert sind und die ein Nachfahre nacherleben kann, ist grandios: Folgende Serienteile haben so die Möglichkeit, zwischen unterschiedlichsten Zeitepochen hin- und her zu springen, während die Gegenwartshandlung eine kohärente Klammer bildet. Trotz toller Geschichte und hübscher Technik bleibt „Assassins Creed“ spielerisch leider nur eine hübsche Techdemo, bei der man den Spielspass vergessen hat.

 
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Verfasst von - 6. November 2014 in Assassins Creed, Game, review

 

Trailer: Assassins Creed Unity

Assassins-Creed-Unity-Logo

So sicher wie der Herbst kommt erscheint in jedem Jahr seit 2009 ein Spiel in der Assassins Creed-Reihe. Das Reizvolle ist die Alternative Realtität, mit denen die Spiele agieren. Hinter jedem bedeutendem Ereignis der Geschichte stecken irgendwie die beiden Fraktionen der Templer und Assassinen. Die Templer wollen eine stabile Regierung im Geheimen durchsetzen, die Assassinen stehen für die Wahl und den freien Willen. In diesem Jahr blickt AC in die Wirren der französischen Revolution.

In Gastauftritten: Napoleon Bonaparte, der Marquis de Sade, Marie-Antoinette und natürlich Robespierre.

Die Trailer dazu sind allesamt wunderschön. AC:U ist ein reines Nextgen-Spiel, und sieht fantastisch aus. Es fühlt sich so an, als wäre es der legitime Nachfolger von AC II. Aber ich bleibe skeptisch: Der ausführende Regisseur hat auch AC Revelations gemacht, was von der Gamemechanik gut war, aber im Storytelling total versagt hat.
Nun, wir werden sehen. Ab dem 13.11. geht´s los, bis dahin kann man noch ein paar Mal die Trailer ansehen.

World Premiere Trailer:

Storytrailer:

„Für Elise“-Trailer

Geschichtstrailer:

Rob Zombies animierter Kurzfilm „French Revolution“:

Co-Op Trailer:

 
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Verfasst von - 6. Oktober 2014 in Assassins Creed

 

Assassins Creed Brotherhood Tour: A check game vs. reality in Roma

ACB-Logo

Im Jahr 1500 belagert und zerstört Cesare Borgia die Festungsstadt Monteriggioni, um an Ezio Auditore Rache zu nehmen. Der überlebt knapp und begibt sich nach Rom. Über die ewige Stadt herrschen die Borgia mit eiserner Hand: Rodrigo Borgia ist Papst, seine Kinder Cesare und Lucrezia Borgia betrachten die Stadt als ihr Eigentum. Klar, dass Ezio beginnt, gegen die spanische Familie zu opponieren. Im Untergrund schmiedet er eine Bruderschaft und belebt den Bund der Assassinen zu neuem Leben.

„Assassins Creed: Brotherhood“ war 2010 die nahtlose Fortsetzung von „Assassins Creed II“, jenem Spiel, dass mich neugierig auf die Welt machte. War man im Vorgänger noch in Florenz und Venedig unterwegs, spielt der Nachfolger „nur“ in einem simulierten Rom, das allerdings größer ist als die Spielwelt im zweiten Teil. Klar, dass ich mir auch Rom ansehen musste. Wie gut bildet das Spiel die Wirklichkeit nach?

Schauen wir mal…

Die Piazza del Popolo. Hier steht ein mächtiger Oberlisk, Richtig Innenstadt die Zwillingskirchen Santa Maria in Montesanto und Santa Maria dei Miracoli.

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Der Nachbau im Spiel ist detailarm und winzig im Vergleich zum Original. Was daran liegen könnte, dass die Kirchen erst 1630 errichtet worden sind!

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Tatsächlich hat der Barock, und insbesondere Bildhauer und Architekt Bernini, Rom so verändert, dass ohne diese stilbildenden Elemente die Stadt nicht zu erkennen wäre. Im Barock verschwanden viele der Bauwerke der Renaissance oder wurden stark verändert, und das Spiel nimmt sich die Freiheit, die Barockbauwerke in gewissem Umfang zu verwenden, damit man die Stadt wiedererkennen kann. Allerdings nicht alle – die Spanische Treppe bspw. steht auch in AC: Brotherhood noch nicht. Dafür befindet sich im Spiel im Jahr 1500 schon der Petersdom im Bau, dessen Spatenstich fand aber erst 1506 statt:

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Verfasst von - 24. September 2014 in Assassins Creed, Assassins Creed Touren

 
 
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