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Archiv der Kategorie: Internet

Machtübernahme

„Kommen wir zu Ihnen. Der Statistik nach sind sie männlich und zwischen 40 und 50 Jahren alt. Mit dem Internet haben Sie es nicht so, aber mit Facebook. Sie sind von einem Typen befreundet worden, der hat sie in die Gruppe eingeladen, und jetzt sind sie hier.“

So beginnt das Video von Shahak Shapira, das gestern zeitgleich in 31 Facebookgruppen veröffentlicht wurde. Diese Gruppen sind es, die mit „Hier“ gemeint sind. Es handelt sich um vormals geheime Gruppen wie „Heimatliebe“, „Mein Vaterland“, „Der Koran“ oder auch „Dr. Frauke Petry Fanclub“.

Rund 180.000 Menschen sind in diesen versteckten Gruppen organisiert, die alle eines gemein haben: Sie wurden von der AfD angelegt und orchestriert. Und nun wurden sie von der Partei „Die Partei“ übernommen. Nicht durch das Ausnutzen einer Sicherheitslücke, sondern in dem „Partei“-Mitlieder die Gruppen seit Beginn des Jahres infiltiert und sich zu Admins hochgedient haben. Am gestrigen Sonntag nun haben die „Partei“-Admins alle Administratoren rausgeworfen, die Gruppen auf „Öffentlich sichtbar“ gestellt und dieses Video veröffentlicht:

Ich finde: Sehr coole Aktion. Die zudem zeigt, wieviele Menschen tagtäglich und insgheim von der braunen Propoganda umspült werden. Denn Facebook baut Filterbubbles um Menschen anhand deren Vorlieben, und wenn man in zwei, drei dieser AfD-Gruppen ist, bekommt man nur noch Meldungen über kriminelle Ausländer und Hetze gegen Muslime in der Timeline angezeigt.

Von daher: Sehr coole Aktion! Die Partei, sie ist sehr gut.

 
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Verfasst von - 4. September 2017 in Internet

 

Willkommen beim Kundendienst

Kennt hier jemand Den Kundendienst noch nicht?

Der geht so: Mittlerweile trägt jeder Mensch ein Smartphone mit sich rum, auch die hohlsten Früchte unter der Sonne. Was macht man damit? Richtig: Facebook. Da andere Kommunikationswege (Brief, Mail) manchmal schon gar nicht mehr bekannt sind, wird von Hohlfrüchten inzwischen auch offizielle und eigentlich vertrauliche Kommunikation über die offiziellen FaceBook-Seiten von Firmen abgewickelt.

Klischee-Schantalles beschweren sich bei Unilever darüber, dass sie vom Klopapier mit dem Bären Brennen am Po bekommen haben, Nörgelrentner beklagen sich auf der Firmenseite von Opel über hohe Spritpreise, und irgendwelche Kevins dissen die Öffentlichen Verkehrsbetriebe, weil die es gewagt haben ihm das Konzept einer Fahrkarte zu erklären – und die ganze Welt liest mit.

Normalerweise antworten die Social Media Teams der Unternehmen auf den Facebook-Seiten und sind immer um Deeskalation und Unterwürfigkeit bemüht. Aber manchmal kommt auch Der Kundendienst vorbei. Das ist ein freier Account mit dem Namen „Kundendienst“, der überhaupt nichts mit irgendwelchen Firmen zu tun hat, aber auf die Bewschwerden der Hohlfrüchte reagiert – erst dezent, dann mit zunehmender Dialoglänge immer absurder.

Die Folgen sind teilweise echt herrlich. Die Beschwerdeführer beherrschen in vielen Fällen nicht mal grundlegende Regeln der Kommunikation, sind dreist frech sind und drohen im Verlauf der Konversation fast immer mit rechtlichen Schritten, behaupten selbst Jurist zu sein oder, die einfachste Variante, „den Chef zu kennen“. Da wird oft in wenigen Zeilen die ganze Hässlichkeit deutschr Spiessigkeit sichtbar, gerade bei jungen Leuten.

Was mich immer wieder erstaunt: Wie Ich-bezogen diese Leute sind. Ihre ganze Welt dreht sich nur um sich selbst, und wenn der Rest der Menschheit da nicht mitspielt, fangen die Wutbürger an zu kochen.

Wie diese Janine-Person, die dem Kapitän eines AIDA-Kreuzfahrtschiffes einen Zettel schreibt, dass sie länger auf Landgang bleibt um den Sonnenuntergang anzugucken. Große Überraschung auf Janine-Seite, als sie irgendwann wieder im Hafen auftaucht und das Schiff weg ist. Sie hat doch einen Zettel geschrieben, warum können der dumme Kapitän, die 600 Personen Besatzung und die anderen 2.700 Gäste nicht warten? Da wittert Janine unterlassene Dienstleistungsverpflichtung und verlangt eine Rückbestattung des Reisebetrags.

Ein Fall für den Kundendienst:

Oder diese Konversation mit Klaus, der über Facebook den Vorstand von EDEKA wegen einer schlecht geräumten Gemüsetheke sprechen möchte:

Die neuesten Lacher verbloggt der Kundendienst unter https://fb-kundendienst.de/

—-
Dies war ein Beitrag aus der Service-Reihe: Die Zeiten sind finster, aber hier, was zum Schmunzeln.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen.

 
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Verfasst von - 24. Februar 2017 in Internet

 

Lahmes, geschwätziges Twitter

Was ist eigentlich mit Twitter nicht in Ordnung? Das schickt mir seit rund drei Wochen Mails mit „News“, oder was es dafür hält. Meist sind es kuratierte Links auf Medien wie Spiegel Online, aber zu alten Artikeln. So kam es, dass Twitter vier Tage nach Ende der Fußball-WM geradezu hysterisch darüber informierte, dass Deutschland ja Weltmeister sei. Letzten Woche, und damit Wochen nach dem Ereignis, machte Twitter mit einem „EIL: Flug MH470 abgeschossen“ auf.

Bekomme nur ich diesen Mailschrott? Testet Twitter vielleicht gerade, ob sie Newsnetwork werden wollen? Das wäre es ja noch. Am besten teilen die Twitter in zwei Apps auf: Eine ernsthafte, die eine neue „Personal News Experience“ ermöglicht, und eine für Privatanwender, bei der die Tweets nur noch vom eigenen Freundeskreis gesehen werden können. Die könnte man dann „Flock“ nennen, nach dem englischen Ausdruck für Vogelschwarm.

Na, wie wär´s, Twitter?

 
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Verfasst von - 5. August 2014 in Internet

 

Preis für Realitätsverlust

Thomas Oppermann. Bild von Moritz Kosinsky, CC-BY-SA-NC 3.0

Der dieswöchige Preis für Realitätsverlust geht an, Taadaa, den Thomas Oppermann von der SPD.
Der Oppermann kommt aus der Stadt in der ich wohne, und hier fiel er schon unangenehm auf, weil er ü-ber-all auftauchte um sein Gesicht in die Kamera zu halten.

Wirklich, Oppermann, oder, wie wir ihn hier nennen, Oppermann, ist als Photobomber berüchtigt. Egal was, ob Supermarkteröffnung, Museumseinweihung oder Geburtstag von Oma Traudel: Zack, tauchte der Opperman auf und griente in die Kamera. Nichtmal Selfies im abgeschlossenen Badezimmer konnte man machen, weil auf dem Bild mit Sicherheit irgendwo der Oppermann hinter dem Duschvorhang hervorgrinste.

Seit er seine merkwürdige Auffassung von Politiksimulation auf Bundesebene betreibt, hält er seinen gebräunten Teint gerne in Berlin in die Kameras. In dieser Woche strömten dann Worte aus seinen gebleachten Zähnen, die von fortschreitender Hirnzersetzung künden. Der SPIEGEL, in dieser Woche bereits durch ein menschenverachtendes Cover unangenehm aufgefallen ist, hat das Oppermann´sche Gestammel mal kommentarlos aufgeschrieben:

„Nach der Spähaffäre des US-Geheimdienstes NSA müsse nun weiter an einer Normalisierung der deutsch-amerikanischen Beziehungen gearbeitet werden, mahnte Oppermann. Allerdings gebe es noch keine gemeinsame Wahrnehmung. „Die Amerikaner können offenkundig unser Problem nicht verstehen.“

Oppermann argumentierte: „Wir müssen jetzt zunächst damit leben, dass wir in einer wichtigen Bündnisfrage nicht einer Meinung sind. Es geht nun darum, verlorenes Vertrauen wiederherzustellen und das bewährte Bündnis mit den Amerikanern fortzusetzen“, betonte er.“
Quelle

Oppermann erklärt die massenhafte Überwachung aller Menschen zur „Affaire“ und die faktisch für beendet und erhebt USA-Schmuserei zum wichtigsten Task. Wie, bitte, soll man Vertrauen wiederherstellen, wenn man weiterhin abgehört und ausgeforscht wird? Daran hat sich nämlich in der Tat nichts geändert, wir werden nach wie vor ALLE ausgespäht, über die Geräte die wir tagtäglich benutzen. Die US-Regierung weigert sich sogar, mit unserer „Bundesregierung“ auch nur darüber zu sprechen. Und da will Oppermann was „normalisieren“? Ich würde das ja als Zeichen der Verzweifelung und Resignation werten, ich fürchte nur: Der Oppermann, der glaubt wirklich was er da sagt.

 
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Verfasst von - 2. August 2014 in Betrachtung, Internet

 

4Square, Nachtrag

If an app’s sole purpose is location sharing and seeing where your friends are, and none of your friends use it, why would you keep it on your phone?
– Salted Lolly

Kleiner Nachtrag zum 4Square-Desaster: SaltedlLolly hat sich die Mühe gemacht und noch einmal detailliert analysiert, warum und unter welchen Bedingungen FourSquare Spaß gemacht hat, warum der Split in zwei Apps kam und wieso Swarm für so viele nicht funktioniert. Generell unterstützt SL die Aufteilung in zwei Apps, erklärt aber sehr genau, was bei Swarm gerade kaputt ist.

Haupterkenntnisse:

1. FourSquare funktionierte auch und vor allem wegen der Game-Elemente.

2. Die Game-Elemente hielten aber viele Nutzer nicht dauerhaft bei der Stange, deshalb jetzt der Übergang vom Spiel zum Werkzeug – der geobasierten und personalisierten Suche in FourSquare und den Freunde-Updates in Swarm.

3. Swarm funktioniert nicht, wenn man keine echten Freunde in der gleichen Stadt hat oder die App generell im eigenen Umfeld nicht verbreitet ist. was in San Francisco und Berlin super klappt, funktioniert im Rest der Welt maximal Mittel, meist aber gar nicht. Money quote:
In the original Foursquare, not having many friends on the service didn’t really matter – badges and mayorships all worked well regardless. Swarm, on the other hand, doesn’t work without your friends.

Must-Read: Salted Lolly: Overturning Monopoly Board – Thoughts on FourSquare and Swarm

Ich persönlich möchte noch hinzufügen: Das neue FourSquare soll den eigenen Geschmack und die Vorlieben lernen und einem dann an fremden Orten z.B. Restaurants empfehlen, die ähnlich sind wie die, die man ohnehin kennt. Der Reiz neues an anderen Orten zu entdecken und andere Dinge kennen zu lernen wird dabei vollkommen ignoriert. Wer denkt sich so nutzlosen Quatsch aus?

Ist letztlich auch egal. Ich habe Sowohl Foursquare als auch Swarm mittlerweile von meinem Telefon gelöscht. Den Account behalte ich noch, einfach weil ich es schön finde zu sehen, wo ich überall war.

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Verfasst von - 28. Juli 2014 in Internet

 

Square

„Square“, heisst eigentlich viereckig, aber Englischsprechende sagen das auch, wenn sie etwas seltsam finden. Seltsam ist auch FourSquare, eine kleine App, die seit 2009 die Mobiltelefone eroberte. Die App bestimmt den eigenen Standort, guckt nach Sehenswürdigkeiten in der Nähe und erlaubt den „Check-In“ dort, was nichts anderes heisst als: Die Nutzer teilen anderen FourSquare-Nutzern mit, wo sie sich gerade aufhalten. „Silencer checked in at Landesmuseum Hannover“ ist so eine Ansage. Sehenswürdigekeiten und Orte werden von den Nutzern selbst angelegt, mit der Möglichkeit weitere Infos zu hinterlassen. „Im Café Otto gibt es tollen Kirschkuchen“, zum Beispiel. Damit alle auch fleissig ihre Standorte weitergeben und Orte und Infos in FourSquare eintickern, und damit quasi für das Unternehmen Informationen sammeln, nutze der Dienst den Spieltrieb der Nutzer. Für jeden geteilten Standort gab es Punkte, für bestimmte Dinge gab es Medaillen und wenn man oft genug bei einem Objekt eincheckte, konnte man dessen Bürgermeister werden. Das war im echten Leben natürlich exakt gar nichts wert, aber ich fand es trotzdem nett, dass die Welt (bzw. andere FourSquare-Verwender) sehen konnten, dass ich der Mayor des Casa Brescia in Siena war.

Foursquare war also ein Spiel, mit dem das Unternehmen Daten sammelte. Mit denen stellte es so halbwegs nützliche Dienste zur Verfügung, z.B. konnte man schnell nach guten Restaurants in der Nähe gucken. Vor einigen Wochen vielen die Gamification-Elemente in Foursquare weg, was die App schlagartig uninteressant machte. Keine Punkte, keine Achievements – warum soll ich das Ding dann noch nutzen? Sollte ich gar nicht, stellte sich raus. Statt FourSquare sollte man doch bitte Swarm nutzen, die neue App der Firma. Erst wurde man über Wochen sanft darauf hingewiesen, am Wochenende wurde Foursquare dann praktisch stillgelegt.

Swarm wiederum ist zu hundert Prozent auf soziales Netzwerk ausgelegt, und zwar auf die schlimmste Sorte: Es will Freunde enger vernetzen, die sich ohnehin am gleichen Ort aufhalten. ARGH. Gefühlte 90 Prozent der App drehen sich darum, dass man in die Gegend trötet „Ich gehe jetzt in den Park, chillen“ und Freunde in der Nähe sagen können „Oh super, ich komme mit“. Das hört sich in der Theorie und beim Venture-Capital-Gespräch bestimmt toll an, praktisch funktioniert das bei mir exakt Nullo und bei anderen vermutlich nur unwesentlich besser. Denn: Die drei Freunde, die ich auf Foursquare hatte und die nun bei Swarm sind, sind in anderen Teilen der Welt. Da nützt es gar nichts, wenn Herr X postet, dasss er jetzt Kaffeetrinken geht, denn das ist 800 Kilometer entfernt. Und abgesehen davon: Interessiert mich das? Wenn mich jemand beim Kaffee dabei haben möchte, dann kann er mich dazu einladen. Das ist nämlich der widerlichste Punkt an Swarm: Es ist dafür designt worden, sich anderen Leuten aufzudrängen. Und das kann ich nicht leiden. Ich dränge mich nicht auf, und wenn ich mit jemandem essen gehe, dann will ich nicht, dass sich jemand spontan mein Bekanntenkreis anschliesst.

Ich sehe keinerlei Nutzen mehr in der App, zumal man nun auch die Spielelemente so verbogen hat, dass sie nicht mehr funktionieren. Das Mayorship-Konzept bei Swarm dahingehend überarbeitet wurde, dass man Bürgermeister eines Objekts nur noch innerhalb seines Freundeskreises ist – der Rest der Welt bekommt davon nichts mit, und unter Umständen gibt es für ein Objekt tausende Teilzeitbürgermeister. Damit ist das Mayorship auch gefühlt überhaupt nichts wert.

Nee, FourSquare und Swarm sind damit für ich gestorben. Der Kram bietet präzise keinen Nutzwert mehr, Mehrwert schon gar nicht, und damit sehe ich auch nicht ein, dass ich die Geodatenbank des Unternehmens weiter füttern soll. Vielleicht benutze ich es nochmal aus nostalgischen Gründen, weil es schon nett ist zu wissen wann man das letzte Mal an einem Ort war, aber Spaß, den macht das Ganze nicht mehr.

 
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Verfasst von - 21. Juli 2014 in Betrachtung, Internet, Rant

 

Spam mit Würstchen

Der Spam wird immer absurder. Gerade ein Dutzend mal per Mail erhalten:

Zur Eröffnung bekommen Sie einen Gutschein für kostenlose Würstchen von uns geschenkt.
Gutscheinnummer: 3B101368465360
Gültigkeit: bis 17.05.2014

Mit freundlichen Grüßen,

Absender: Pathologie Stuttgart.
AAAAARGH! Wer will den Würstchen von der Pathologie???

 
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Verfasst von - 12. Mai 2014 in Internet

 

Altes und neues iCloud-Design

Ich war, zugegebenermaßen, nie ein Fan des skeuomorphen Designs bei Apple. Im Gegenteil, mich hat die Farbgebung immer irritiert. Bestimmt hundert Mal habe ich seit seeligen me.com-Zeiten schon auf das Adressbuch statt auf den Kalender geklickt, weil das Kalendericon zwar rot, der Kalender im Inneren aber aus braunem Lederimitat war – genau wie das Adressbuchicon.

Vorbei. Seit heute gibt es für alle das neue, flache iOS7-Design auch für iCloud-Nutzer.
So sieht es aus:

Bildschirmfoto 2013-09-18 um 08.51.07

Sehr gewöhnungsbedürftig, besonders mit dem sich bewegenden Hintergrund. Aktuell finde ich es sogar nur pottenhäßlich. Genau wie das PlastikiPhone. Grau-en-haft. Steve Jobs würde im Grab rotieren. Johny Ives, der Mann, der das Design der 70er (Formen) und 80er (Farbverläufe) recycled, und zwar genau die Teile, die damals schon nervig und hässlich waren. „Aber hey, es kommt ja von Apple, die werden schon wissen was gut ist“. So setzt zumindest bei einigen jetzt schon der Apfelinduzierte Stockholmeffekt ein. Ja, man kann sich an alles gewöhnen. Auch an Scheusslichkeiten.

Nur zur Dokumentation: So sah es bis gestern aus, mit Forrestall´scher Skeuomorphie.

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Verfasst von - 18. September 2013 in Internet

 

Southpark

Wenn man so gedankenverloren mit Google Maps durch die Welt reist, kommt man manchmal zu Orten, bei denen man fast schon vorher weiß, dass hier jemand Schabernack treibt.

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Und jetzt alle:
Les: Goin‘ down to south park gonna have myself a time!
Stan and kyle: Friendly faces everywhere, humble folks without temptation!
Les: goin‘ down to south park gonna leave my woes behind!
Cartman: ample parking day or night, people spouting howdy neighbour!
Les: goin‘ down to south park gonna see if i cant unwind,

 
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Verfasst von - 22. August 2013 in Internet

 

Das nächste große Ding nach Angry Birds

Angry Birds begann als kleines, nett gemachtes Spiel auf dem iPhone. Es ging, ganz grob, darum, mit einer Schleuder Strukturen physikalisch korrekt zum Einsturz zu bringen. Als Munition werden wütende Vögel verwendet. Bizarr, ich weiß. Ich war in dem Spiel eine Niete und habe es nie weiter als Level acht gebracht, aber Millionen Leute lieben das Spiel. Es findet sich auf fast jedem iPhone und iPad und mittlerweise gibt es auch Versionen für Android-Geräte, PCs, Konsolen, es gibt Star Wars-Ableger, Plüschfiguren und Brettspiele.

Vergangene Woche bin ich in Frankreich über das NEXT BIG THING gestolpert. Nach den Angry Birds kommen nun die GEWALTÄTIGEN FISCHE!

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Verfasst von - 18. Mai 2013 in Internet

 

Was das Internet mit unserem Hirn macht

OK, die Überschrift ist vielleicht ein wenig irreführend. Eigentlich müsste es heißen: Wie das Netz unsere GEsellschaft verkrüppelt. Oder auch: Wie unsere Jäger- und Sammlergene uns dumm machen.

„Wenn das Internet ausfallen würden, bin ich von jetzt auf gleich dumm wie Brot“, las ich neulich ein strunzdummes Statement. Oder es war ernstgemeint, dann muss man aber in der Tat am Verstand des Schreibers zweifeln. Der folgende Kurzfilm visualisiert sehr schön einige Kernthesen aus Nicolas Carrs Buch „The Shallows: What the Internet Is Doing to Our Brains“ und erklärt in knappen drei Minuten, wieso das Netz unsere Aufmerksamkeitspanne reduziert und uns langfristig… Oh, Katzenbilder!

 
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Verfasst von - 8. Mai 2013 in Internet

 

Hotel Seitenbruch: Satirespam

[Update:] Wie Rohabu richtig hinweist, gibt es in der Mail doch einen aktiven Link. Der Unsubscribe-Link dient zum Harvesten der Mailadresse. Also: NICHT auf „Lass mich Inruhe ich habe keine Lust so ein scheiss zu empfangen!“ klicken! Das dient nur dazu die Mailadresse zu bestätigen und damit Handel zu treiben.
Nichtsdestotrotz: Origineller Spam. Endlich mal was anderes als die ewigen Radebrech-Postbank-Mails.

[Ursprüngliche Meldung]
Das hier hatte ich gerade in meinem Postkasten und weiß nicht, was ich davon halten soll. Sah aus wie normaler Spam, aber die Inhalte mussten mich Schmunzeln lassen. Das Hotel scheint es nicht zu geben, man soll auch keinen Anhang öffnen oder auf einen Link klicken. Also… was soll das?! Eine neue Art von Spam? SatireSpam? Wenn es das Hotel gäbe, hätte ich vermutet, dass ein unzufriedender Gast sich hier auf originelle Art rächen wollte.

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Von: Mike Stecher
An: Silencer

Die Anzeige der eMail geht nicht? Pech gehabt!
Hotel Seitenbruch – Wo Mittelklasse Luxus ist!
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Sehr geehrte Damen und Herren,

Das Hotel Seitenbruch liegt direkt am anderen Ufer des idyllischen Ammersees, ca. 30 km westlich von München. Evtl auch 40km. Uns ist es egal. Hauptsache Sie lassen etwas Bares da. Wo? Hier: Direkt an der kürzesten Uferpromenade Deutschlands erwarten wir unsere Gäste im mittelmässigen Ambiente. 40 individuelle Zimmer, über die Hälfte davon mit Blick auf die Müllverbrennungsanlage, laden zum Verweilen oder Ableben ein.

Bei der Zimmereinrichtung haben wir auf Komfort und Funktionalität keinen Wert gelegt. Wozu auch. Erneut lassen Sie einfach ihr Bares bei uns.
Erholloser Schlaf in Betten mit harten, staubigen Decken und Kissen. Technik auf aktuellem Stand der 90ger: neue Röhren-Fernseher in Farbe! mit über 3 Fernsehprogrammen, 1 Radioprogram, BTX und Wecker. Für angenehmes Arbeiten ein Schreibtisch mit Holzwürmern sowie mit kostenfreiem 56k Modem-Internetanschluss in jedem Zimmer. Zur Verwahrung Ihrer Wertsachen steht ein Safe im Zimmer zur Verfügung – Unsere Reinigungspersonal passt schon darauf auf und kennt alle Safekombinationen – Nur falls Sie ihre vergessen haben sollten.

ES ERWARTET SIE KOSTENREI:

1 Flasche Mineralwasser gratis und Bademantel auf dem Zimmer
reichhaltiges Ungesundes-Frühstücksbüffet
Seeterrasse und Lounge
Spa mit Beauty- und Wellnessabteilung,
Sauna, Dampfbad und geräumige Ruhezone
kostenfreier DSL-Internetanschluss auf jedem Zimmer
kostenloser W-LAN Zugang in der Lobby
Coffee-Bar in der Lobby
Hauseigener Escortservice und SM Studio.
Für Natursektliebhaber ein eigener reinigungsarmer Raum

Massagen

Das Hotel Seitenbruch verwöhnt Sie in unserer hauseigenen medizinischen Badeabteilung von Kopf bis Fuß mit verschiedenen Massagetechniken. Zur Verfügung stehen zum Beispiel Unterwasser-Massagen, Massagen mit Magnetenergie, Aromaöl oder Bürsten sowie Massagen, die das Bindegewebe stärken.

Ayurveda

Die altindische Kunst der ayurvedischen Medizin soll ein Gleichgewicht zwischen Körper und Geist herstellen und für ein langes, erfülltes Leben sorgen. Sie gründet auf der Vorstellung, dass der menschliche Organismus in den fünf kosmischen Elementen Feuer, Wasser, Erde, Luft und Äther reflektiert wird.

Die traditionellen indischen Massage­tech­niken beleben Körper und Organismus und helfen bei der Lösung von Stress und Verspannungen.

Lass mich Inruhe ich habe keine Lust so ein scheiss zu empfangen!
Hotel Seitenbruch am Ammersee – Im Freizeitgelände 4, 86919 Utting am Ammersee

 
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Verfasst von - 18. April 2013 in Internet

 

Bildblog ist Malware?

Das hier erscheint, wenn ich versuche auf meinen Google Reader zuzugreifen:

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Äh, WAS BITTE? Das Bildblog soll Malware sein? Und ich dachte bislang, dass nur der Springer-Verlag so denkt.

[Update:] Wenn man aus der Google Suche heraus mit Google Chrome direkt auf http://www.bildblog.de geht, kommt die Meldung ebenfalls.

[Update 2:] Sieht so aus, als wäre über ein Werbebanner Schadcode eingeschleust worden, ähnlich wie bei SPIEGEL Online neulich. Aber da ist man sich wohl auch nicht ganz sicher:

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[Update 3, 17.4.] Alles wieder OK – Google hat die Einstufung zurückgenommen.

 
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Verfasst von - 16. April 2013 in Internet, Skurril

 

TOAZ!

Der Herbst hat begonnen. Schade, dass der Sommer vorbei ist. Viele Dinge hat man jetzt zum letzten Mal oder in diesem Jahr gar nicht getan – in der Nordsee schwimmen, etwa.

Ich mag den Oktober, schon immer. Ich mag es, wenn es morgens schon kalt und tagsüber nochmal richtig warm ist. Ich mag das goldene und rote Laub der Bäume und den typischen Herbstgeruch. Ich mag es, dass die Tage wieder kürzer werden und ich Abends in der Bibliothek, eingerollt in den Lieblingssessel, in aller Ruhe Bücher lesen kann. Vor allem mag ich das Licht. Die Oktobersonne ist ganz besonders, das Licht ist warm und zeichnet die Schatten anders als im Rest des Jahres. Nein, keine Bange, ich habe keine Drogen genommen. Klar habe auch ich viel zu tun, auch bei mir stehen unschöne Sachen an und klar hätte ich Gründe zum Jammern – aber mal ehrlich, das Leben ist zu kurz dafür. Das Leben ist, was wir daraus machen.

Weil ich genau deswegen dieses Jahr bislang absolut ausgekostet habe und den Oktober so mag, werde ich ihn dieses Jahr ganz besonders zelebrieren. Mein Oktober ist so vollgepackt mit tollen (und ein paar nicht so tollen, aber bestimmt, äh, unvergesslichen) Dingen, dass ich für mich schon mal den tollsten Oktober aller Zeiten angesagt hatte.

Owley fand das nun spontan so gut, dass er den TOAZ in der Blogosphäre ausruft, was nun wiederum ich spontan so gut finde, dass ich zum mitmachen auffordere. Ich zitiere Owley:

Wenn ihr auch auf den Herbstblues scheisst, und gewillt seid, diesen Oktober zum TOAZ zu machen, dann sorgt dafür, dass die verbitterte Onlinegemeinschaft davon erfährt und VERDAMMTNOCHMAL den TOAZ zelebriert! Postet euren Beitrag zum TOAZ auf eurem Blog, eurem Facebook-Profil, eurer Twitterwall oder meinetwegen eurem Küchenfenster!

Also: Alle mitmachen! Den Herbst genießen, den Oktober feiern, was Besonderes machen – und dann darüber schreiben! Was ist besonderer Euer TOAZ-Moment? Ein Stück Zwiebelkuchen? Die erste Kerze, die ihr in diesem Jahr angezündet habt? Eine Reise? Ein besonderes Buch, ein Film oder sogar eine Erinnerung? Ich würde mich freuen, wenn jemand beim #TOAZ mitmachen und ggf. einen Backlink auf diesen Beitrag setzen würde.

Nach dem Klick gibt es ein paar Banner, die nach Belieben genutzt werden können.

In diesem Sinne: Einen schönen TOLLSTEN OKTOBER ALLER ZEITEN allerseits!

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Verfasst von - 3. Oktober 2012 in Event, Internet

 

Clean IT

Saubere IT? Hört sich gut an, nicht war? Ist leider ACTA in neuem Gewand. Lawblog fasst es zusammen als erneute Bestrebung der ACTA-Fraktion, das reale Leben UND das Internet in allen Bereichen so zu kontrollieren, dass wir auf Internetebene quasi irakische Verhältnisse haben. Und auf real life Ebene die Verhältnisse von Orwells 1984, möchte ich hinzufügen. Die Bürgerinnen und Bürgerinnen sollen vorbeugend beobachtet und kontrolliert werden, also dauerhafte Überwachung zur Entgegenwirkung einer undefinierten Terrorismusgefahr. Richtig gelesen: Es geht nicht mehr um Kinderpornografie, wie beim letzten Versuch, eine Zensurinfratruktur zu rechtfertigen, sondern diesmal angeblich gegen Terrorismus.

In einem geleakten Dokument zu CleanIT wird u.a. gefordert:

– Aufhebung aller gesetzlichen Bestimmungen, die der Filterung/Überwachung der Internetanschlüsse von Angestellten in Betrieben entgegenstehen
– Strafverfolgungsbehörden sollen die Möglichkeit erhalten, Inhalte zu entfernen, „ohne [dass sie sich an] die arbeitsintensiven und bürokratischen Prozeduren wie Notice&Takedown halten“ müssen
(…)
– Schaffung gesetzlicher Grundlagen für einen „Klarnamen“zwang, um eine anonyme Nutzung von Onlinediensten zu unterbinden
– ISPs sollen haftbar gemacht werden, wenn sie keine „vernünftigen“ Anstrengungen machen, technische Überwachungsmaßnahmen zur Identifizierung einer (unbestimmten) „terroristischen“ Nutzung des Internets zu setzen
(…)
– Regierungen sollten die Hilfsbereitschaft von ISPs als Kriterium für die Vergabe von öffentlichen Aufträgen heranziehen

(…)

Quelle: Unwatched.org

Insbesondere den Mittelteil muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: Die Serviceprovider, die am besten darin sind, ihr Kunden zu bespitzeln, zu überwachen und bei Anfangsverdacht zu melden, SOLLEN BEI ÖFFENTLICHEN AUSSCHREIBUNGEN BEVORZUGT WERDEN!!!

WAS SOLL DENN SOWAS?

Ich kann mir gut vorstellen, woher da der Wind weht bzw. wer EU-Kommissarin Cecilia Maelström zu sowas treibt: Zum einen möchten Verwertungsunternehmen (Musik, Filme, usw.) gerne wissen, was die Kunden so über die Leitung schieben, zum anderen braucht man für Überwachung und Zensur spezielle Software, und deren Hersteller – so könnte ich mir vorstellen – betreiben auch massiv Lobbyismus, damit alle ihre Spitzelsysteme kaufen müssen.

Und wer jetzt denkt: Der Silencer spinnt doch Verschwörungstheorien, hier geht es doch nur gegen Terrorismus, nicht gegen Filesharer, dem sei gesagt: Wenn eine Überwachungs- und Filterinfrastruktur erst einmal da ist, dann wird sie hemmungslos für alle möglichen Zwecke eingesetzt, dafür gibt es – gerade in jüngster Vergangenheit – sehr viele Beispiele.

Ich bin langsam müde. Aber der Kampf muss wohl weitergehen. Der Preis der Freiheit ist ewige Wachsamkeit.

 
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Verfasst von - 25. September 2012 in Betrachtung, Internet

 
 
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