kleines gelbes Auto

Im Trockendock

So, beim Kleinen Gelben AutoTM wurden die Trägheitsdämpfer neu eingestellt, das Stasisfeld kalibiriert, das Deuterium aufgefüllt, die sonischen Kopplungen ausgetauscht, das Unwahrscheinlichkeitsfeld justiert und der verchromte Knopf am Armaturenbrett, von dem keiner weiß wozu er gut ist, poliert.

Darauf eine HU-Plakette! Aber keine mehr für die Abgasuntersuchung. Die AU darf man zwar noch bezahlen, aber eine Plakette gibt es dafür nicht mehr. Mein Vorschlag: den freigewordenen Platz auf dem vorderen Nummernschild könnte man prima für dieses Umweltplakettenvieh verwenden. Das stört mich an der Frontscheibe doch ganz gewaltig. Weshalb ich meine Umweltplakette hinter der Sonnenblende verwahre und nur auf Verlangen vorzeige.

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Knrz-Hmpf-Uff

Zu Hause. Endlich.
Auf den letzten Metern fast noch gescheitert. Im Parkhaus am Bahnhof wird renoviert. Die Ausfahrt führt jetzt über die Rampen, die normalerweise getrennt für Auf- und Abfahrt sind, sprich: Die direkt nebeneinander liegen.

Die Bauarbeiter haben einen hübschen Weg abgeklebt, den man fahren soll. Sieht gut aus, ist aber unrealistisch: KEIN existierendes Seienfahrzeug hat einen SO engen Wendekreis. Um um die Kurve zu kommen, muss man noch einmal zurücksetzen. Dummerweise hat das der Passatfahrer hinter mir nicht gerafft. Und der BMW hinter ihm auch nicht. Uns so standen wir da. Der Passat, der BMW und das Kleine Gelbe AutoTM und konnten weder vor noch zurück.

Für heute freue ich mich nur noch auf eine Dusche und dann BETT. Reisen kann anstrengend sein.
Wann wird eigentlich das Beamen erfunden? Ach, erst im 23. Jahrhundert? Schade, das es jetzt erst Viertel vor Zehn ist. Gute Nacht.

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*Peng VIII*: Ende gut, keinen Bock mehr & DER FILM

Mir fällt gerade auf, dass ich das (vorläufige) Ende der Peng-Reihe noch nicht geliefert habe.

Also: Das Kleine Gelbe AutoTM blieb statt 2 Tagen eine ganze Woche in den Fängen der Werkstatt – das Dach sollte begutachtet werden, die wassergefluteten Türen geprüft und die pfeifende Frontscheibe nachgesehen werden.

Am vergangenen Freitag konnte ich es dann wieder abholen. Und war spontan begeistert: Das Dach ist neu lackiert – und das sehr gut. Keine Spur mehr von den weggerissenen Lackstellen, und der Farbton ist nur eine Nuance anders als der Rest der Karosserie (passt aber dafür wieder zu den Kunststoffteilen). An der Frontscheibe wurden rechts und links neue Windleisten eingesetzt – die jetzt ordentlicher aussehen als vorher. Kosten für Lackierung, Windleisten und Arbeitszeit übernimmt die Werkstatt.
Der Wassereinbruch an den Türen liess sich angeblich nicht simulieren, aber gegen Einreichung eines Beweisfotos, wenn der Regen mal wieder durchschlägt, soll die Gewährleistung greifen.

Nunja. Eigentlich alles gute Nachrichten.

Jegliche Glücksgefühle wurden jedoch beim Verlassen des Hofes im Keim erstickt: Die Frontscheibe pfeift nach wie vor. Beim schnellerem Fahren ist das kaum auszuhalten.
Ich habe jetzt keine Lust mehr auf weiteres Hin-und-Her. Um das Pfeifen ordentlich zu reparieren, müsste die Scheibe nochmal komplett raus und neu eingeklebt werden – ohne Garantie, dass dann alles Still ist. Ich habe mir jetzt erst einmal hochtransparentes Silikon besorgt und werde demnächst mal selbst Hand an die Fuge zwischen Frontscheine und Dach anlegen.

Damit ist diese unsägliche Geschichte erst einmal zu Ende.
Frau Zimtapfel fragte vor Kurzem, wer wohl die Hauptrolle übernimmt, wenn „Die Leiden* des Kleinen Gelben AutosTM“ wohl verfilmt würden.

Ich hätte da einen Favoriten:

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Bild: Dreamworks SKG

Und wenn der Scheibendoktor kommt…
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Peng (VII): Ach, doch, ja

Zwei Tage sollte das Kleine Gelbe AutoTM im Torture Test in der Werkstatt des Vertrauens bleiben.
Sagte man mir zumindest vor drei Tagen.

Testfahrten mit abgeklebten Dichtungen, stundenlang geduscht und von einem Gutachter befummelt werden stand auf dem Programm, um die Ursachen für lautes Pfeifen der neuen Windschutzscheibe und Wassereinbruch herauszufinden. Ansonsten sollte ohne meine ausdrückliche Zustimmung nichts gemacht werden.

Nicht, dass ich nicht gerne mit einem Austauschwagen durch die Gegend eiere, dessen Stoßdämpfer und Motor nicht mehr vorhanden sind und dessen Warnanzeigen wild blinkend auf einen bevorstehenden Warpkernbruch aufmerksam machen, aber so langsam würde es mich ja doch interessieren, was die Schergen da treiben. Also mal angerufen und freundlich erkundigt.
Meister Rüddeck bekommt von der Telefonistin den Hörer in die Hand gedrückt, als er gerade irgendwie abgelenkt ist.

Rüddeck: „Ja, was für ein kleines gelbes Auto?“
Ich: „Das Kleine Gelbe AutoTM.“
Rüddeck: „Ach, das! Doch, ja.“
Ich: „?“
Rüddeck: „Die Farbe ist fast trocken und die Ersatzteile kommen morgen.“
Ich: „WAS?! Sie sollten doch nichts machen ohne vorher rückzufragen!“
Rüddeck: „Ach, doch, ja… Aber der Gutachter sagt, das Dach war noch nie nachlackiert worden, und der Lack war ja nun bei der Scheibentauschaktion weggerissen, und das musste halt gemacht werden. Zahlen wir und der Scheibenarzt.“
Ich: „Hm. Sie haben doch den Farbton gar nicht treffen können.“
Rüddeck: „Ach, doch, ja, den Unterschied sieht man kaum.“
Ich: „Uh. Und was für Ersatzteile?“
Rüddeck (mit Begeisterung in der Stimme): „Wir sind mit ihrem Wagen über die Autobahn gefahren!“
Ich: „Ja? Und, haben sie das Pfeifen gehört?“
Rüddeck: „Ach, doch, so ab 200, da haben meine Kollegen und ich das Pfeifen dann auch gehört! Deshalb kommen da jetzt neue Leisten an die Scheibe dran.“
Ich: „Fein. Und die Türen, bei denen das Wasser durchläuft?“
Rüddeck: „Ach, doch, ja… ich wusste ich habe was vergessen.“

Bin mal gespannt wann und in welchem Zustand ich die Kiste wieder bekomme. 🙄

Historie:
*Peng*
Peng II: Vertauscht
Peng III: Magische Steine, alles auf Grün
Peng IV: Der romulanische Buckelwal
Peng V: Streifenhörnchen
Peng VI: Dusche

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*Peng* (V): Streifenhörnchen

Die Murphy-Woche ist noch nicht vorbei und hat noch mal einen draufgesetzt.
Die Frontscheibe ist wieder okay.
Dafür ist das Kleine Gelbe AutoTM nun ein Streifenhörnchen. Oder ein Fleckenzebra. Wie auch immer, es sieht Scheiße aus, denn die Werkstatt hat es geschafft, zwei große Lackstreifen aus dem Dach rauszureißen.

Das kleine Gelbe ist schon schon ein paar Jahre alt, und die Lackierung ist ebenfalls gealtert, sprich: Ein wenig ausgeblichen. Es hat die Farbe einer gesunden Zinane, was ein Farbton irgendwo zwischen Zitrone und Banane ist.

Wenn eine neue Scheibe eingeklebt wird, muss die während des Trockungsprozesses mit Klebebändern am Dach fixiert werden. Beim Ablösen der Klebebänder hat die Werkstatt nun auch gleich die oberste Lackschicht mit abgerissen – an den entsprechenden Stellen fehlt auf einer Fläche von 10 mal 25 Zentimeter rund ein halber Millimeter Lack, und darunter schimmert es Sonnengelb. Ein Schöneres als das Zinanengelb, aber die ausgefranzten Streifen sehen einfach nach Müll aus.

„Uh“, sagt der Werkstattbesitzer, ein gemütlicher und eher unsicherer Mann, dazu.
„Gut, das wir das nicht waren.“
Mir fällt fast das Essen aus dem Gesicht. „BITTE WAS?! WER DANN?“
„Na, wir hatten so viel zu tun, und dann haben wir das an den Scheibendoktor von drei Geschäfte weiter vergeben. Der macht das ja hauptberuflich und nichts anderes und mit dem gab´s noch nie Probleme und….“
„Ja, und nun?“
„Moment, ich probier mal was.“

Das „Probieren“ sieht so aus, dass der Chef des Autohauses Lackpolitur über das Dach, die Seitenscheibe und seine Hose verteilt und mit einem Lappen darin rumwischt. Natürlich lassen sich die Stellen nicht rauspolieren – ein fehlender, halber Millimeter und ein ganzer Farbton Unterschied, das kann man nicht so wegrubbeln.

„Müssen sie sich überlegen, was sie nun machen“, meint er und guckt verlegen, während ihm die Politurpaste über die Schuhe rinnt. Ich sage in ruhigem und deutlichen Tonfall:
„ICH muss da gar nichts überlegen. Ich habe IHNEN den Auftrag zur Reparatur erteilt, Sie haben den ohne mein Wissen delegiert, ihr Subunternehmer hat Mist gebaut.“
„Vielleicht rufen Sie den einfach mal an?“, meint der Chef und wringt das Poliertuch in den Händen.
„Bestimmt NICHT. Der Vertrag ist zwischen uns zustande gekommen. Hören Sie, ich brülle hier ja niemanden an und will niemanden verklagen. Aber sie sehen, dass hier Murks gemacht wurde. Ich möchte einen Wagen zurück, der so ordentlich aussieht wie ich ihn abgegeben habe.“

Beim anschließenden Telefonat zwischen Chef und dem Scheibendoktor lässt dieser Sätze fallen wie „Das Dach ist bestimmt mal nachlackiert worden, und das nicht fachmännisch“ und „In 4.000 Austauschfällen gab´s das noch nie“ und „Soll der Kunde erst mal mit einem Gutachten und dem Rechtsanwalt kommen.“
Wäre das technisch möglich, ich würde den Kerl übers Telefon erwürgen. Dummerweise reicht meine MACHT dazu nicht aus.
Das Gehabe des Scheibenarztes geht aber auch dem Autohauschef etwas zu weit. Er will am Montag erstmal Gutachter befragen, ob die schon mal ähnliche Fälle hatten, und sich nochmal mit dem Scheibenkleisterdoktor besprechen. Im Notfall wird ein Gutachten auf Chefs Kosten erstellt, die Haftpflicht vom Subunternehmer ist dann dran.

Schön, wenn es so laufen würde. Ich habe weder Lust auf einen Rechtsstreit, noch eine Rechtsschutzversicherung.

Nur: Was soll die Haftpflicht des Glasers eigentlich zahlen? Wenn das Dach ausgebessert und neu lackiert wird, passt das nicht mehr zum Rest des (ausgeblichenen) Wagens. Eigentlich müsste der rundrum neu gestrichen werden, und darauf werden die sich wohl kaum einlassen.

So oder so, heute hat das Kleine Gelbe AutoTM seine Unschuld und sein gutes Aussehen verloren. Bei allen anderen Fahrzeugen, die ich bisher besass, war mir die Optik absolut egal. Beulen? Kratzer? Störte mich nur am Rande oder gar nicht.
Beim kleinen Gelben ist das anders, und diese Aktion, die ärgert mich einfach nur.

Meine Laune ist noch weiter im Keller als den Rest der Woche. Ich will nicht mehr, ziehe mir jetzt die Decke über den Kopf und verkrieche mich die nächsten Tage im Bett.

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*Peng* (IV): Der romulanische Buckelwal

In der Werkstatt: Meister Rüddeck hat gute Laune, aber keinen Kaffee, keine Mitarbeiter und vor allem: Keine Ersatzscheibe.
Die kommt aber ganz bestimmt noch heute Vormittag, kein Problem, der LKW hat sich nur verspätet wegen Schnee und so.

Einen Leihwagen hat Rüddeck eigentlich auch nicht. Wegen der Abwrackprämie ist die Nachfrage nach Winzigautos so hoch, dass nicht nur das Werk nicht mehr liefern kann und die nächsten 60 bestellten Autos schon verkauft sind, sondern die Werkstatt auch ihren Leihwagenfuhrpark verkauft hat.

Er gräbt dann doch noch ein Wägelchen aus, das gerade in Zahlung gegeben wurde. Einen Mazda 121, Codename „Buckelwal“.


Symbolbild von WikiCommons

Mein Buckelwal hat praktisch keine Bremswirkung mehr und eine Leerlaufdrehzahl von 2.000, ist dafür aber poppig-Türkis. Und mit einem besonderen Extra: Einer original giftgrünen, romulanischen Innenbeleuchtung.

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Vielleicht ist das aber auch nicht nur eine auf´s Armaturenbrett getackerte Kaltlichtkathode, sondern die Tarnvorrichtung. Das würde zumindest erklären, warum die LKWs den kleinen Buckelwal von der Landstrasse schubsen wollten.

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*Peng* (III): Magische Steine, alles auf Grün

Anruf vom Versicherungsfritzen, in breitestem Hessisch:

Versicherungsfritze: „Mir kemmt des kommisch vor, in ihre Schaddensmeldung. Habbe Sie magische Steine bei sich in Niedersachse?“
Ich: „WTF?“
VF: „Na, der musse ja um die Eck´gefloge sei, wenner Front- und Seitenscheib´zerkrümelt hat!“
Ich: „WTF? NUR Frontscheibe!“
VF: „Naa, dann is ja gut. Alles klaa, hadd die Kollejin wohl die Kreuz anne verkehrte Stell´gemacht. Dann ist bewilligt“

Wenig später: Anruf in der Werkstatt des Vertrauens. Natürlich ist nicht die nette Frau vom Chef dran, sondern der stets mürrische und arbeitsvermeidende (dabei aber herzensgute) Lagerist Waschinowski. Ich kann hören, dass er beim Telefonat nicht mal die Kippe aus dem Mund nimmt.

Ich: „Moin, … (Sachverhalt erklär)
Waschinoswki: „Frontscheibe für Auto, Klein, Gelb. OK. Mussich bestellen. Ist morgen da. Kommse vorbei, wir bauen dit ein, dann ist fertig.“
Ich: „OK.“
Waschinowski: „Jut. Moment.“
*KLICK*
Andere Stimme: „Rüddeck, Werkstattmeister?“
Ich: „Äh…Frontscheibe kaputt und so? Habe ich gerade alles schon Waschinoski erzählt… muss ausgetauscht werden, so bald wie möglich.“
Rüddeck: „Müssen wir aber bestellen. Ist morgen da. Dann kommen sie einfach vorbei und wir bauen die ein.“
Ich: „Äh… Ja. Das sagte Waschinowski auch gerade“
Rüddeck: „Und nun?“
Ich: „Wie, und nun? Termin? Vielleicht?“
Rüddeck: „Achso, Na, das müssen Sie auch sagen, dass sie das gemacht haben wollen. Moment.“
*KLICK*
Waschinowski: „Waschinoski?“
Ich: „Grrrrrh“
Waschinoswki (kichernd): „Ah, Sie sind´s. Wat gibts?“
Ich: „Termin?!!“
Waschinoswki: „Ich muss die Scheibe erst bestellen…“
Ich: „DAS habe ich mittlerweile schon kapiert!“
Waschinoswki: …Was hatten Sie noch mal, ein kleines Auto in gelb? Da nehmen wa ne grün getönte, wie Original. Ist morgen da.“
Ich: „Die jetzigen Scheiben sind aber gar nicht grün!“
Waschinowski: „Dann kommt da jetzt so eine halt rein, dit passt schon. Murmelmurmel… Morgen um acht dann.“
*KLICK*

ARGh, haben heute alle einen Kasper gefrühstückt? Oder ist das die offizielle Murphy-Woche? Oder wollen mit einfach alle nur mit Gewalt auf den Sack gehen? Wenn ich in Kürze Rundumsicht in bicolor habe, werde ich zum Tier!

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*Peng* (II): Vertauscht

Selbst im Halbdunkel liess sich beobachten wie mit fallenden Temperaturen der Riss immer weiter die Windschutzscheibe hochwanderte. Gut, das war vielleicht auch Einbildung, Tatsache ist aber, dass er heute morgen noch mal ein gutes Stück länger war als noch gestern Abend – und erste Wassertropfen ihren Weg hindurch gefunden hatten. Es muss also bald was getan werden, wenn ich nicht irgendwann den Schoß voller Scherben haben will. Damit noch lange durch die Gegend fahren ist nicht.

Der Preis für den Austausch der kompletten Frontscheibe ist happig: Mit 500 Euro ist man locker dabei.

Nächster logischer Schritt: Versicherungsvertrag suchen und gucken, ob Glasschäden von der Teilkasko abgedeckt werden. Dumm nur: Der Vertrag ist nicht auffindbar. Stattdessen findet sich der Vertrag für das Auto meines Vaters.
WTF? Nun, wir sind damals beide gleichzeitig zu einer anderen Autoversicherung gewechselt und hatten einen gemeinsamen Termin im Versicherungsbüro. Dabei haben wir wohl die Unterlagen vertauscht. Mein Vertrag liegt also bei ihm rum. Das Vater nicht zu erreichen ist, weil er gerade Skiurlaub macht, hilft nicht wirklich.

Glücklicherweise ist der Versicherungshotline das relativ egal, um einen Schaden zu melden reicht es, wenn man noch seinen eigenen Namen und das Autokennzeichen kennt. Und weil diese Hotlines auch Nachts besetzt sind und da bestimmt wenig los ist, rufe ich um kurz nach 23.00 Uhr da mal an.

Die freundliche Dame an der Hotline lacht nicht mal, als ich das Gespräch etwas ungelenk mit dem Satz „Ich habe einen Schaden. Und eine Frage.“ eröffne. Zwei Minuten später habe ich die Auskunft, dass die Teilkasko so was abdeckt. UFF!
Ich bekomme eine Schadensnummer zugeteilt, die ich in der Werkstatt angeben soll. Und ein Kollege wird mich noch anrufen, um die Übernahme des Schadens zu bestätigen.

Fein. 150 Euro Selbstbeteiligung sind immer noch viel Geld, aber eine andere Größenordnung als 500.

Nächste Station wird nun schnellstmöglich die Werkstatt meines Vertrauens sein.

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*Peng*

Verdammter Mist.
Das, was da gerade im Dunkel auf der Windschutzscheibe schimmerte, ist kein Wassertropfen.
Was bedeutet: Das neulich auf der Autobahn, als es mächtig laut *PENG* gemacht hat, war kein „winzig kleiner“ Steinschlag.
Heute morgen war noch nichts zu sehen, jetzt ist es ein 15 cm langer Riss.

Ich könnte kotzen. Das hebt meine ohnehin gerade extrem miese und melancholische Laune in keinster Weise.
Jetzt geht die Recherchiererei los.
Was kostet der Austausch der Frontscheibe, übernimmt evtl. die Versicherung den Schaden, wer repariert`s…

Hat jemand mit so was Erfahrung oder Tips?

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Brumm-Brumm!

Steht ein Fiesta.
15 Zentimeter.
Vor dem Kleinen Gelben AutoTM.
Und lässt den Motor aufheulen.
Und hupt.
Und macht Drohgebärden.
Und blinkt.
Habe mir das Spektakel zwei Grünphasen lang amüsiert angesehen.
Was kann ich denn dafür, lieber Fiesta, wenn Deine Fahrerin zu dumm ist und denkt ich wäre ein Geisterfahrer, nur weil sie es mit ihren geschätzten 107 Jahren nicht mehr rallt, dass IHRE Fahrbahnseite 2 Meter weiter rechts verläuft, neben dem blauen Schild mit dem weißen Pfeil?
Ausgestiegen und Oma (war doch erst Anfang Vierzig) StVO sowie Straßenverlauf erläutert.
Frau und Fiesta daraufhin knallrot mitten auf der Kreuzung gewendet und (fast) Auffahrunfall verursacht.
Habe den Verdacht, dass das Kleine Gelbe AutoTM immer noch hämisch grinst.

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Nie-Nie-Nie

…lasse ich die Fenster am Auto offen. Nicht mal einen kleinen Spalt wenn draußen Hochsommer ist.
Naja, bis auf gestern. Als ich die tolle Funktion entdeckt habe, dass man die Fenster des Kleinen Gelben AutosTM auch von Außen hoch- und runterfahren kann. Und weil so eine unglaublich brütende Hitze war, blieben die einen winzigen Spalt offen.

Hatte nur nicht mit dem markanten Wetter gerechnet. Das hier im Nachbarort die Gullis aus der Strasse drückte.

Jetzt ist das Kleine Gelbe AutoTM eine große gelbe Badewanne.

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Wenn die Autos Trauer tragen

Spruch des heutigen Morgens:

„Na, Herr Silencer – wir haben doch gestern gewonnen! Warum trägt ihr Auto denn Trauer?“

Gut beobachtet, Herr-dessen-Namen-ich-mir-nie-merken-kann. Das Kleine Gelbe AutoTM wurde gegen ein winziges Schwarzes eingetauscht. Zum Glück nur für einen Tag.
Das KGA lag im Trockendock und wurde gleich von einer ganzen Horde Techniker umwuselt.

Wenn ich die kryptische Rechnung richtig deute, wurde unter anderem die Antimaterieeindämmung geprüft, die Multiphasenschilde rekalibriert, die Stabilisatoren ausgetauscht und der lockere Stecker des Quantensprungzeitbeschleunigers festgezogen. Natürlich haben die Werkstattsschergen auch wieder das Auffüllen von Deuterium auf die Rechnung gesetzt, obwohl ich das nun wirklich noch selbst hinbekomme. So weit also die Routineinspektion.

Womit ich nicht gerechnet hatte: die Trägheitsdämpfer für das strukturelle Integritätsfeld, die schon seit einiger Zeit ein wenig quietschten, mussten komplett ersetzt werden.

Gnh. Argh.
Ach, Autofahren ist teuer.
So viel also zur Frage, was ich mit dem Hauptgewinn aus Tor 2 mache.

Können Autos nun Trauer tragen? Natürlich nicht.
Aber dem Besitzer auf´s Gemüt schlagen und Löcher in Bankkonten reißen, das können sie gut.

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Hilflos

…liegt der Mann am Boden, die Beine unter sich verdreht. Direkt hinter der Eingangstür des Wohngebäudes. Den Kopf halb auf der Treppe, das Hemd hochgerutscht.

Mein Kumpel hatte am Telefon schon ernst geklungen. „Bist Du gerade in der Gegend? Kannst Du SCHNELL mal hier vorbeikommen?“.

Endlich hatte ich den Satz aus „Pulp Fiction“ sagen können – da habe ich schon lange drauf gewartet:
„Das ist 15 Minuten entfernt. In 5 Minuten bin ich da!“
während ich das Kleine Gelbe AutoTM rumriss und Gas gab.

Und jetzt liegt dieser Mann vor mir. Der Grund des Anrufes.
Ohnehin schwer gehbehindert ist er vom Frühschoppen voll wie ein Amtmann nach Hause gekommen und auf den zwei Stufen zu seiner Wohnung gestürzt. Verdreht und nach Schweiß und Alkohol stinkend liegt er dort, wer weiß wie lange schon.

Mein Kumpel fand ihn so – und schaffte es nicht, den Betrunken 90-Kilo-Mann wieder auf die wackeligen Knie zu stellen. Sowas ist für einen allein unmöglich, zu Zweit schon schwer und komplett sinnlos wenn der Hilfebedürftige nur „liegen bleiben und schlafen“ will.

Klarer Fall: so wird das nichts. Da müssen Profis ran. Wir könnten versuchen ihn zu tragen, aber ein Betrunkener ist ungefähr so gut tragbar wie ein riesiger, wabbeliger Wasserballon – und wenn er uns wegrutscht, knallt er mit dem Kopf auf die Steintreppe.

Nach Konsultation des Notrufes wird ein Krankenwagen vorbeigeschickt. Auch die Profis haben echt zu kämpfen, schaffen es aber irgendwie den Mann in seine Wohnung zu schleifen. Sie haben ihn gerade über die Schwelle gewuchtet, als er plötzlich meint jetzt käme er alleine klar. Die Sanitäter ziehen ab, die Tür fällt ins Schloss, dahinter liegt der Mann mitten im Flur auf dem Boden und schnarcht.

Ob er sich bei dem Sturz etwas getan hat, und nur zu besoffen war um es zu bemerken, wird nicht geprüft. Wenn jemand behauptet es gehe ihm gut, kann der Rettungsdienst nicht viel machen.

Es gibt schönere Arten den Sonntag zu verbringen.

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Ich war in der Hölle.

Es gibt Dinge, die sind so unfassbar und so fürchterlich, das der Verstand einfach abschaltet. Es hockt sich nur noch in eine Ecke, lutscht am Daumen und wimmert leise vor sich hin.
Die Netzhäute liefern noch Informationen ans Hirn, aber das nimmt den Wahnsinn gar nicht mehr wahr – weil es damit beschäftigt ist durch Ohren und Nase dem Körper zu entkommen.

In solch einer Situation befand ich mich gestern. Ich wurde gegen meinen Willen festgehalten und gefoltert.
Eigentlich bin ich immer noch zu traumatisiert um darüber zu schreiben.
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Dinge fressen Seele auf

…oder: „St. Silencer gegen den Chaosdrachen“

Esoterik-Wellness ist größtenteils Mumpitz. Wenn in diesem Artikel vom „Chaosdrachen“ fabuliert wird, den man im Zaum halten soll, schmunzelt man erstmal. Tatsache ist aber, dass einem unstrukturiert angehäufter Besitz tatsächlich irgendwann mächtig auf den Sack geht. Man hat das Gefühl, dass die eigenen Dinge einem, allein durch die Masse und ihre Überzahl, die Seele rauben.

Vor Kurzem sah ich mich in meiner Wohnung um und schudderte spontan zwischen Gruselanfall und Hass auf den eigenen Besitz.

Problem: So viel Kleinkram hatte sich in den letzten Jahren angesammelt, netter Schnickedöns neben Erinnerungsstücken, Ausrangiertes neben unbenutzten Nützlichkeiten.

Lösung: Mein neuer bester Freund Toni.
Toni lotst auf dem örtlichen Recyclinghof verwirrte Leute zu den richtigen Containern und nimmt ihnen, wenn auch widerwillig, für bestimmte Müllsorten Geld ab. Toni grüßt mich schon von Weitem, haben wir uns doch an den letzten drei Werktagen schon vier Mal gesehen.
In einer Tag- und Nacht Radikalkur wurde das Apartment samt Nebengebäude von Dingen befreit.

Die Betonung liegt auf BEFREIT – nicht nur in der Wohnung ist jetzt mehr Platz, auch ich fühle mich erleichtert. Das große Wegwerfen hat Spass gemacht, ein seit 10 Jahren überfälliger Frühjahrsputz, quasi.
Dabei kamen auch Dinge zu Tage die sogar Toni in Erstaunen versetzten, z.B. das 286er-Notebook oder ein komplettes Flugsteuerungssystem.

Bilanz: Zweimal das Kleine Gelbe AutoTM voller Hausmüll gewuppt, ein Kofferraum voller Altreifen und Motorradbatterien und zwei Wagenladungen Computer- und Elektroschrott bei Toni vorbeigeschlürt.
Und wieder mehr Raum. Für Körper und Seele.
Der Chaosdrache wurde von St. Silencer zurückgeschlagen.
Jetzt hockt er irgendwo und leckt sich die Wunden. Irgendwann wird er sicherlich wieder sein finsteres Haupt erheben, aber für den Moment genieße ich den Triumph.

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