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„Yeah, I can Blog“ zum Zehnten

Erster „Hello World“-Eintrag vom 03.05.2008.

„Yeah, I can Blog“, so lautete der Titel des ersten Posts in diesem Blog, damals, am 03.05.2008. In der Rückschau immer noch gute erste Worte für einen „Hello World“-Beitrag, analog zu Tony Starks Bemerkung „Yeah, I can Fly“ in „Iron Man“, der gerade im Kino lief.

Wir schrieben das Jahr 2008, und gefühlt hatte JEDER ein Blog. Die meisten drehten sich thematisch um den Bereich des eigenen Alltags, und wenn sich der vornehmlich um bestimmte Dinge wie den Job oder die Aufzucht der eigenen Brut drehte, war das eben ein Jobblog oder eine Mamablog oder so. Die meisten Blogger/-innen waren untereinander vernetzt und kommentierten einander fleißig, weshalb sie ihre jeweiligen Sphären gerne als „Kleinbloggersdorf“ bezeichneten. Bloggen und Kommentieren kostet viel Zeit, aber das ist genau die, die heute in Whatsapp und Facebook fließt.

Die große Blogwelle hatte 2008 ihren Zenith sogar schon überschritten, die ersten Blogs bröselten schon wieder weg. In dieser Situation versuchte mich meine Freundin zu nötigen, doch endlich ein eigenes Blog zu starten. Wollte ich aber nicht. Denn beim Bloggen kommt es auch auf Kontinuität an, und ich war mir nicht sicher, ob ich länger als drei Wochen Spaß daran hätte.

Eines Abends, am Küchentisch meldete sie mich quasi nebenbei bei WordPress an, und wenige Minuten später gab es ein Blog mit dem sperrigen Titel „Nonstop Action from a different Perspective“. Tja. Und wo es schon mal da war, schrieb ich dann mal was rein.

Weil mir die Alltagsblogs auf die Nerven gingen, die sich betont bescheiden oder individuell gaben („Willkommen in Inges kleinem Gedankenfluß. Taucht ein in meine kleine Welt, das ist aber immer nur die Sicht einer Freiträumerin“) stellte sich das Blog hier gleich mal selbstbewusst hin und sagte von sich im Untertitel: „Ich bin das relevanteste Blog der Welt“. Das stimmt selbstverständlich, auch heute noch.

Jetzt hatte ich also ein Blog. Und was sollte ich da nun reinschreiben? Sollte ich mich auf ein Thema einschießen? Oder ein Berufsblog aufmachen? Argh, ich hatte ein Blog! Hilfe! Ich fing dann einfach mal an. Filmrezensionen hatte ich schon woanders aufgeschrieben, dementsprechend wollte ich damit beginnen. Aber dann kam es anders.

Tatsächlich landete das Blog dann aber gleich zu Beginn einen Scoop, wie wir Medienleute sagen. Es begab sich, das Trickbetrüger Abmahnbriefe wegen eines angeblichen Verkehrsunfalls verschickten. Einen davon bekam meine Freudin. Ich recherchierte dem hinterher und stellte das Ergebnis ins Blog. Suchte man nach Infos zu diesem Abmahnschreiben, fand man NUR meinen Blogeintrag – und Boom, in den ersten vier Tagen hatte das Blog eine vierstellige Anzahl an Besuchern und war aus dem Stand wirklich relevant.

Also, so richtig, selbst das Fernsehen fragte an, ob ich den Fall vor laufenden Kameras erklären wollte. Wollte ich nicht. Außerdem brachte mich das Ganze ein wenig in die Klemme. Der sperrige Name „Non-Stop Action usw.“ war eigentlich nur als Platzhalter gedacht gewesen, bis mir was besseres eingefallen wäre. Aber nun war das Blog über Nacht unter diesem Titel berühmt geworden.

Ich bloggte dann mal weiter vor mich hin. Alltagsbeobachtungen, Netzfundstücke… halt allen möglichen Kram, meist zwei kurze Einträge pro Tag, einer morgens, einer abens. Das mag aus heutiger Sicht erstaunen, aber wie gesagt: Die Leute hingen damals permanent in Blogs rum und nicht auf Facebook, ein bis zwei kurze Artikel pro Tag, das konnte man schon machen. Nach Themen suchen musste ich übrigens nie. Im Gegenteil: Anstatt dass das Blog nach Themen suchen musste, fanden die Themen das Blog.

2009 fand ein Knallerthema das Blog. Ich hatte Spaß an Musikspielen gefunden, damals vor allem „Guitar Hero“ auf der PS2, später dann auch „Rock Band“ auf der XBOX. Ich verbloggte Neuigkeiten über Spiele, Rezensionen und Songlisten und nannte das als Oberbegriff „Plastic Rock“. Eines Tages probierte ich aus, welche Musikinstrumente an welchem Spiel funktionierten und schrieb das mal auf.

Damit landete ich wieder einen Scoop. „Die ultimative Kompatibilitätsliste“, eine Tabelle, die Konsolenplattform, Instrument und Spiel umfasste, war von Tag 1 an ein Kracher. Tausende Besucher fanden den Weg ins Blog auf der Suche nach den darin zusammengestellten Infos, diskutierten, halfen beim weiteren Ausbau. Über 500 Kommentare hat der Artikel.

Darin vernetzten sich auch die Besucher, und irgendwann kamen Blogkollegin Wortkomplex und rstockm auf die Idee, ein Forum als Spin-Off dieses Blogs zu gründen. Gesagt, getan. „PlasticRock.de“ wurde zur deutschen Plastic Rock Zentrale, mit wöchentlichen Musikwettbewerben, Live Events, Forumstreffen und einer großen Community, von denen viele angefangen haben echte Instrumente zu spielen und heute noch befreundet sind.

Plasticrock.de gibt es heute noch.

Von Anfang an dabei war übrigens das Wiesel. Jeden Freitag gab es sogar dedizierten Wieselcontent, meist ein Suchbild oder ein Foto. Das noch jemand im Blog wohnt, merkte ich erst 2009, als ich durch Zufall einen gewissen Blogpinguin hinter dem Kommentarkasten entdeckte. Huhu und das Wiesel sind also Blogurgesteine, wobei das Wiesel kurzzeitig eine echte Internetberühmtheit war.

Ab Herbst 2008 reiste es erst durch zahlreiche Blogs, dann mit Bloggern um die Welt. Es steuerte ein Kreuzfahrtschiff, stand mit Prominenten auf der Bühnen, war auf jedem Kontinent und fand nur schwer wieder nach Hause zurück. Zwischenzeitlich ging es dann nochmal mit Kenny auf Tour, der als (einziger!) Gastautor hier eine eigene Serie hatte. Bis heute reist das Tier gerne, allerdings hat es nun sein eigenes Blog: „Travelingweasel.wordpress.com„, hier ist es nun noch gelegentlicher Gaststar.

Das Wiesel war schon fast überall.

Ach ja, die turbulenten Anfangsjahre. Das Blog wurde zur Spielwiese, in dem ich durchaus mal journalistische Darstellungsformen ausprobieren konnte. Wichtig sind mir bis heute zwei Dinge:

Erstens: Das Blog sollte Meinungsstark auftreten. Kein verhuschtes „Das sind nur meine zwei bescheidenen Cent, und vielleicht kann man das auch anders sehen“, sondern zugespitzt und pointiert, dabei aber durchaus lernfähig.

Zweitens: Ich wollte das Blog für niemanden anderes schreiben als mich selbst. Wenn andere mitlesen freue ich mich, aber eigentlich blogge ich, als ob mir keiner zuguckt. Nicht falsch verstehen: Ich freue mich immer über Kommentare, die motivieren viel mehr als ihr glaubt. Aber wenn ich meine Motivation nur aus Kommentaren gezogen hätte, hätte sie mich schon vor langer Zeit verlassen. Die Kommentarkultur ist schon vor einiger Zeit den Bach runtergegangen – statt einem Kommentar hinterlassen die meisten heute maximal ein „gefällt mir“, und das war´s. Damit kann ich leben, und mit dem Ansatz „Ich blogge nur für mich selbst“ kann ich im Zweifel auch die gewisse Beliebigkeit, die man dem Blog berechtigterweise unterstellen kann, rechtfertigen.

Diese beiden Maximen haben zwei tolle Effekte:

Zum einen wird mir nie langweilig, weil sich das Blog ändert. Es ändert sich mit mir. Es hat kein festes Thema, das irgendwann auserzählt ist oder dessen ich überdrüssig werden könnte. So, wie sich mein Leben ändert, ändert sich das Blog. Und das ist sichtbar. Ging es in den Anfangsjahren um Popkulturkram und Plastic Rock, ging es später erst um Reisen, dann um Motorräder und aktuell im Schwerpunkt um beides.

Zum anderen kann ich mein Leben in diesem Blog nachlesen. Wieviele Details gibt es, die ich im Laufe von 10 Jahren schon wieder vergessen habe und hier nachschauen kann. Z.B. das ich 2009 mit dem Rauchen aufhörte. Wie ich 2010 mit Modnerd das erste mal auf Reisen ging. Dann das turbulente Jahr 2011 mit gleich zwei Umzügen. 2012, als ich mir die ZZR ausstattete und das erste mal auf Motorradreise ging. Wie das Blog Wörter erfand (z.B. „Nurk“, wenn man nichts mehr riecht). Und und und.

Schön ist auch die Serie der monatlichen „Momentaufnahme“, die seit Anbeginn läuft. Über 120 Mal habe ich schon aufgeschrieben, welche Bücher ich in einem Monat gelesen habe, welche Filme ich gesehen habe und anderes mehr. Dabei offenbart sich auch so mancher schwarzer Fleck. So versuche ich offenbar schon seit 2009 Gordon Dahlquists „The Glass Book of the Dreameaters“ zu lesen und komme einfach nie über die ersten 100 Seiten hinaus.

Natürlich habe ich zwischendurch mal Abstecher auf andere Plattformen gemacht. Einige habe ich wieder verworfen (Instagram, Facebook) andere nutze ich sporadisch (Tumblr). Diese Plattformen kannibalisieren das Blog, und sie sind nicht gut durchsuchbar. Man wirft Content hinein, zack, rauscht er durch die Timelines und ist verschwunden. Was gut funktioniert, ist das Blog in Kombination mit Twitter. Das eignet sich gut für kurze Shoutouts, während das Blog etwas aufbereiteteren Content erhält.

Ich hatte übrigens mal ernsthaft überlegt ein Videolog, ein Vlog, analog zum Blog zu machen. Aber das würde bedeuten, die Anonymität komplett aufzugeben und tatsächlich mit Bild und Ton in Erscheinung zu treten. Das möchte ich, schon aus beruflichen Gründen, lieber nicht.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ja, das Blog hier ist alt. Und es wird noch älter, denn ich habe immer noch Spaß daran, Dinge aufzuschreiben. Was mich beim bloggen hält, ist die Veränderung. Als dieses Blog startete, dachte ich noch, es würde sich um Filmrezensionen, Bücher und Wiesel drehen. Aber es veränderte sich: Im Lauf der Zeit machte das Blog etliche Wandlungen durch und erfand sich mehrfach neu. Ganz von allein.

Heute ist es so eine merkwürdige Mischung aus Meinung, Dokumentation und Reiseblog. Und natürlich Wiesel. Warum auch immer: Das Wiesel scheint die Konstante zu sein. Hm. Vielleicht ist das Thema dieses Blogs Wiesel.
Egal.
Alles Gute zum Geburtstag, kleines Blog, auf die nächsten 10 Jahre.

 
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Verfasst von - 3. Mai 2018 in Meta

 

Großes Blogsterben wegen EU DSGVO? Keine Angst vor Datenschutz!

Heute gleich mehrfach Dinge gelesen wie „Das Blog hier muss leider schließen, als kleiner Blogbetreiber kann die EU-Vorgaben für den Datenschutz nicht erfüllen. Bevor ich abgemahnt werde, höre ich lieber auf zu bloggen“. Da schwingt immer ein „Danke, EU!“ mit, was an ätzender Bitterkeit einem „Danke, Merkel!“ gleichkommt. Dabei gibt´s in der Datenschutzgrundverordnung wenig neues, bislang wurden die Regeln nur vielerorts ignoriert.

Tatsächlich habe ich das Gefühl, dass die Europäische Datenschutzgrundverordnung (EU DSGVO), die am 25. Mai in Kraft tritt, jetzt von einigen genutzt wird um halb verwaiste Blogs zu schließen, die schon länger vor sich hinmodern und konsequenterweise schon vor einiger Zeit hätten dichtgemacht werden sollen. Da sollte man aber auch so ehrlich sein sich einzugestehen, dass man keinen Bock mehr auf´s bloggen hat, oder keine Zeit, oder sonstwas. Das ist überhaupt nicht verwerflich.

Verwerflich ist dagegen die Panikmache. Dabei braucht vor der EU DSGVO kein Blogger Angst zu haben.

Ich sag´s mal ganz klar:

  1. Datenschutz ist was Gutes.
  2. Don´t Panic! Kein Blogger muss Angst vor der Europäischen Datenschutzgrundverordnung haben.
  3. Wer vorgibt, wegen der DSGVO mit dem Bloggen aufzuhören, lügt in den meisten Fällen anderen (und vielleicht sogar sich selbst) in die Tasche.

Gerade nicht-kommerzielle Blogs haben wenig Schmerzen mit der DSGVO. Versucht man allerdings durch bloggen Kohle zu erwirtschaften, steigt der Aufwand. Immer noch nicht ins Unermessliche, aber signifikant. Das ist aber auch so gewollt: Die EU DSGVO möchte nichts anderes, als das man sich Gedanken darüber macht, wie man mit möglichst wenig Daten anderer Leute möglichst bewusst und sorgfältig umgehen kann. Sie möchte, dass man sich Gedanken macht, welche Daten erhoben werden und wozu, und wo die liegen und wie lange. Und sie möchte ins Bewusstsein rücken, dass es nicht OK ist, Nutzer heimlich zu tracken, zu profilen und ihre Daten weiter zu geben oder für sonstwas zu gebrauchen.

Ich bin kein Jurist, habe aber beruflich mit der EU DSGVO zu tun. Von daher weiß ich ziemlich genau von was ich rede, dennoch ist das hier natürlich weder eine Rechtsberatung, noch übernehme ich hier Garantien für Vollständigkeit, Aktualität oder Korrektheit der Angaben oder hafte für irgendwas, auch nicht für verletzte Gefühle. Ich gebe nur mal einen groben Überblick.

Wer sich tiefer über die EU DSGVO informieren möchte, findet viele Quellen dazu im Netz. Für den Einstieg gut und informativ ist z.B. fitfuerjournalismus.de und Datenschmutz, angenehm unaufgeregt informiert auch Binary-Butterfly.

Aber Achtung: Je mehr man dort liest, desto mehr Angst bekommt man wieder vor allen möglichen Verstoßszenarien. Deshalb hier nur mal ganz grobe Informationen, was man als kleiner Blogger, ggf. auf einer Plattform, tun sollte um dem Gedanken der EU DSGVO zu entsprechen.

Sagen wir es alle gemeinsam: Datenschutz ist was Gutes!

Wer mal weniger über Abmahn-Horrorszenarien liest und viel mehr die EU DSGVO direkt, der ist vielleicht etwas beruhigter. Denn:

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Verfasst von - 18. April 2018 in Meta

 

Monetarisierungsverdacht

Silencers Blog soll nicht Teil eines Problems werden, das langfristig die Kernidee hinter Blogs komplett demontieren kann. Dazu ein paar Worte, auch in eigener Sache.

Blogs haben ein Problem. Ich rede hier gar nicht vom massenhaften Sterben von Blogs und dem Niedergang der Blogosphäre, denn diesen natürlichen Prozess hat das, verhältnismäßig alte, Format schon durch. Nein, Blogs steuern gerade in neue Untiefen: Die der Monetarisierung.

Neulich bin ich über Blog gestoßen, in dem jemand sein vermeintliches Traumprojekt dokumentierte: Mit dem Motorrad um die Welt fahren! Die Seite war erstaunlich professionell aufgemacht – aber für die Thematik erstaunlich lieblos geschrieben. Ich konnte mir nicht ganz vorstellen, wie man so wenig Herzblut im Text haben kann, wenn man doch so für eine Sache brennen müsste. Bis ich dann entdeckte, dass sich der Blogautor die Fahrt von einem guten Dutzend Ausrüstungshersteller sponsorn lässt.

Damit hat das Blog auf einen Schlag seine Glaubwürdigkeit als Quelle für echte Erfahrungen verloren. Wird der Autor schreiben, dass die Koffer von Hersteller XY sich auf der Fahrt nicht bewähren, wenn der gleiche Hersteller ihm das halbe Mopped da hingestellt hat? Wird er schreiben, dass die Schuhe Mist sind, wenn der Schuhproduzent ihn mit Tretern in vierstelligem Wert bemustert hat? Vermutlich nicht. Bestenfalls schweigt er darüber, was mir für eigene Reisen exakt keinen Erkenntniswert bringt. Das Mißtrauen geht aber noch tiefer: Ist die Weltreise wirklich das Traumprojekt des Autors, oder ist das ein Geschäftsmodell? Verdient er am Ende damit sogar was, oder nutzt er das, um sich als Influencer zu etablieren?

Solches Sponsoring von Blogs ist kein Einzelfall mehr. Rübergeschwappt ist das aus der Youtube-Welt. Dort setzte vor einigen Jahren etwas ein, was es in dem Maßstab so bislang nicht gab: Monetarisierung von Inhalten. Zuerst über Ausschüttungen der Plattform, wenn Werbeanzeigen um den Content herum geschaltet wurden. Dann entdeckten die Werbestrategen der großen Firmen Social Media für sich. Am Anfang wurden Youtuber direkt mit Produkten bemustert, später wurden sie direkt unter Vertrag genommen oder Produkte um sie herum gestrickt. Diese Influencer haben zum Teil eine riesige Reichweite und verdienen dementsprechend gut.

Blogs spielten dagegen in den Werbebudgets lange Zeit keine Rolle, bis man sich schließlich gegenseitig entdeckte. Blogs bieten ein gutes Werbeumfeld: Sie sind oft monothematisch, wodurch sich die Zielgruppe sehr gut eingrenzen lässt. Auf der anderen Seite gibt es viele Blogbetreiber/-innen, die neidisch auf die Youtube-Influencerbande schielen und auch so gerne ein Stück vom Kuchen oder zumindest Gratisdeo von Rossmann hätten.

Genau hier fangen m.E. die Probleme. Ich schätze viele Blogs, weil sie entweder eine bunte Spielwiese sind, oder sich ihre Betreiber aus einer intrinsischen Motivation heraus mit einer sehr spezifischen Materie intensiv auseinandersetzen. Das sind Blogs, die ich aus purem Vergnügen lese oder weil hinter ihnen Personen mit unfassbarem Expertenwissen stehen, die bei Fragen auch gerne mal helfen. Blogs sind für mich nützlich, weil sie glaubwürdig und authentisch sind. Das ist ihre Kernkompetenz: Glaubwürdigkeit. Und an genau der nagt die Monetarisierung.

Der Kommerzialisierungswunsch steht, zumindest in meiner Wahrnehmung, bei vielen Blogs deutlich öfter im Vordergrund als früher. Wurde früher aus purer Freude über ein Ding darüber gebloggt, kommt man heute nicht mehr ohne mindestens den Affiliatelink zu einem Onlineshop aus. Das ist Lowlevel, sozusagen. Auf mittlerer Ebene liegt die Bemusterung durch Hersteller, deren Produkte dann ausführlich im Blog vorgestellt werden. Und geschafft hat es, wer eine Firma als regelmäßigen Sponsor aufgetan hat.

Dafür, so wird bei Blogtreffen mittlerweile geraten, muss man aber schon mit einer Mappe voller Medidaten vorstellig werden. Blogreichweite und -zielgruppe sollten exakt darstellt werden, am besten legt man sich noch eine Corporate Identity für´s Blog zu, inkl. eigenem Farbschema, Design und Logo. Das ist super wichtig, wenn das Self branding erfolgreich sein soll, wenn man vom Autor zur Marke werden will.

Ich stehe der Entwicklung mit einigem Kopfschütteln gegenüber und bin damit zum Glück nicht allein. Nun ist es nicht von vornherein verwerflich, mit seinem Hobby auch ein wenig Geld zu verdienen. Aber: Die Monetarisierung ist die Axt am Stamm der Glaubwürdigkeit von Blogs, und das ist fatal. Viel anderes als ihre Authentizität haben sie nicht, und wenn sie sich diesen Ast absägen, was bleibt dann noch?

Werbemedien sind selten eine relevante Erkenntnisquelle. Schlimmstenfalls schreiben sich Blogs hier also in die eigene Bedeutungslosigkeit, und das wäre nun wirklich schade. Werben können andere Formate und Medien definitiv besser, siehe Youtube oder klassische Kampagnen. Hier muss sich jeder fragen, wie hoch sein Preis eigentlich ist, und ob die paar Euro es wert sind, sich in Abhängigkeiten zu begeben.

Mittlerweile gucke ich bei Blogs, die ich neu entdecke, ob die irgendwo „Mediadaten“ aufführen oder eine „Unterstützt von“-Seite haben. Falls ja, mache ich mir in den meisten Fällen nicht die Mühe sie zu abonnieren.

Auch mit diesem erworbenen Mißtrauen bin ich nicht allein, das geht auch anderen so, auch diesem Blog gegenüber. In den letzten Monaten wurde hier mehrfach vermutet ich wolle Werbung machen, z.B. als ich meine Erfahrungen mit Matrazzo schilderte. Mißtrauen ist gesund, aber zu diesem Monetarisierungsverdacht ein paar Sätze in eigener Sache:

Dieses Blog wird nicht gesponsort. Angebote für Testmuster oder gesponsorte Blogposts lehne ich grundsätzlich ab. Affiliate-Links gibt es hier nicht. Werbeanzeigen wird man hier nicht finden. Im Gegenteil: Ich bezahle pro Jahr einen dreistelligen Betrag an WordPress, damit hier keine Werbung eingeblendet wird.

Dieses Blog ist finanziell unabhängig und damit auch rechtlich auf der sicheren Seite.
Rechtlich? Oh ja. Die strikte nicht-kommerzielle Ausrichtung erlaubt es mir z.B., Creative-Commons-Inhalte mit NC-Verweis zu nutzen. Selbst Fotos vom Eiffelturm bei Nacht darf ich problemlos zeigen – und da ist bedeutend mehr Wert als die paar Kröten, die vielleicht Affiliate-Links bringen würden.

Also: Wenn ich hier positiv über Dinge, Firmen oder Menschen schreibe, dann deshalb, weil ich ehrlich begeistert bin und meine Erfahrungen damit weiter geben möchte. Dafür bezahlt mich niemand. Das hier ist mein Tagebuch und meine kleine Spielwiese, die sich je nach Lebensabschnitt auch ganz anders ausrichten kann. Hier tue und lasse ich was ich möchte – ohne das ich dafür externe Verpflichtungen eingehe. Denn dieses Blog soll Teil der Lösung sein, nicht Teil des Problems.

 
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Verfasst von - 3. Januar 2018 in Meta

 

Die dicke Agathe

Als der Vormieter hier auszog, hinterließ er ungefähr 5 Kubikmeter „wertvolle, quasi antike Möbel“, vulgo: Schrott. Sagen wir es, wie es ist: Der ist einfach ausgezogen und hat seinen ganzen Krempel hier zurückgelassen. Antikes Bügelbrett, my ass.

Unter den Hinterlassenschaften war auch ein großer Topf mit einem mickrigen Weihnachtskaktus und einer kränklichen Palme.

Der Palme habe ich Anfang des Jahres hinübergeholfen, als ich sie im April in die Freiheit des Balkons entließ und es nochmal Frost gab. Der Weihnachtskaktus ist aber nicht erfroren und wächst seither wie Zeng, so dass er sich den Spitznamen „dicke Agathe“ eingefangen hat.

Der Weihnachtskaktus als solcher ist nicht besonders ansehnlich. 11 Monate im Jahr besteht Agathe nur aus labberigen, gummiartigen, knotigen, fleischigen Blättern, die wie tote Wurstfinger auf dem Topf hängen. Aber im Dezember, da dreht sie voll auf. Plötzlich wird aus dem hässlichen Weltraumgemüse eine blühende Pracht in, äh, Pink. Erst zeigen sich rosa Spitzen an den Gummifortsätzen, dann explodiert Agathe.

Huhu findet Agathe übrigens sehr bequem, das Wiesel hält sie für lecker. Keine Ahnung was mit den Viechern nicht stimmt.

Ist aber auch egal, aktuell sind die beiden Blogtiere ohnehin mit anderen Dingen beschäftigt. Sie haben nämlich Weihnachtspakete von einer Blogleserin bekommen. Huhu eine Tüte in Form eines Pinguins, die er erst seltsam fand, dann aber zu seinem neuen besten Freund erkoren hat. In der Tüte ist auch noch was drin, aber er findet die Verpackung schon so cool, dass er damit wohl noch ein wenig beschäftigt ist.

Und das Wiesel hat Sternchenkekssternchen bekommen, die es ganz verliebt anhimmelt.

In diesem Sinne: Das Team von Silencers Blog wünscht ruhige Festtage!

 
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Verfasst von - 24. Dezember 2017 in Meta

 
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Sendepause

 
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Verfasst von - 1. Juni 2017 in Meta

 

On the Road. Again.

Auf Tour, mit dem Motorrad.

Kann ich auch brauchen. Keine Ahnung, was in diesem Jahr los ist, aber das gesamte Frühjahr durch bis jetzt bin ich schlecht gelaunt, leicht reizbar, unfit und dauernd müde. In den vergangenen Wochen bin ich quasi nach Hause gekommen, habe noch ein, zwei Stunden was gemacht und bin dann ins Bett gefallen – um am nächsten Morgen müder wieder aufzustehen als ich beim Einschlafen war. Für andere Aktivitäten, Side- und Blogprojekte oder sogar Sport, war keine Kraft da.

Körperliche Ursachen, sagt Tante Doktor, gibt es angeblich nicht, das ist aber nicht wirklich ein Trost. In anderen Jahren hat mein Körper vor einer Sommerreise gesummt vor Energie, in diesem Jahr schleppe ich mich bildlich über die Ziellinie des Urlaubs und frage mich, wie ich die körperlichen Herausforderungen der Reise meistern soll. Aber vielleicht ist es genau das, was ich brauche kann: Herausgefordert werden, in Kombination mit Konzentration auf was anderes.

Dafür ist Motorradfahren nämlich gut geeignet: Das Bewusstsein konzentriert sich ganz auf´s Fahren, für alle anderen Gedanken ist gar kein Platz. Erst ab dem dritten, vierten Tag auf der Straße stellt sich ein Zen-artiger Zustand ein, bei dem der Körper schön weiter Motorrad fährt, aber ein Teil der Gedanken auf Wanderschaft geht. Der Kopf wird dabei angenehm leer, Prioritäten werden zurechtgerückt und die Sicht auf´s eigene Leben wieder etwas klarer.

***

Ist schon merkwürdig. Obwohl ich jetzt schon zum sechsten Mal auf Fernreise mit dem Zweirad bin, habe ich kurz vorher immer noch ein komisches Gefühl in der Magengegend. Es kann hat halt viel passieren, wenn man wochenlang und allein unterwegs ist. Dazu kommt, dass es diesmal mit einem Mopped losgeht, dass ich noch gar nicht richtig kenne – ich kann die V-Strom zwar fahren, aber die Ticks und Eigenarten von Maschinen bekommt man erst nach einiger Zeit raus.

Wer wissen möchte, ob es mich noch gibt, kann ab und an mal in auf twitter.com/silencer137 reingucken, da gibt es mit Sicherheit den ein oder anderen Eintrag.

So, und nun drückt mal die Daumen, dass mir keine Passatfahrer in die Quere kommen und schlechtes Wetter und Pannen an mir vorbeigehen.
Man liest sich!

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Verfasst von - 31. Mai 2017 in Ganz Kurz, Meta

 

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So, ich wäre dann auch mal wieder da. Sechstausendsechshundertundfünf Kilometer habe ich in den letzten drei Wochen auf den Straßen Europas zurückgelegt. Mir geht´s gut, dem Motorrad… nicht so.

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Einen Unfall gab es zum Glück nicht, aber dafür auf allen anderen Frequenzbändern Scheiße am laufenden Meter. Nach vier Jahren ohne Panne kam es dieses Jahr ganz geballt: Probleme mit der Elektrik und strukturelles Versagen tragender Teile am Motorrad waren Grund für Sorge und Anspannung. Die Schlaglochorgien, die man in Umbrien „Straßen“ nennt, haben der 600er dann den Rest gegeben.

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Jetzt muss die Renaissance erst mal ins Trockendock. Bis sie wieder tauglich für längere Fahrten ist, wird viel Arbeit und Geld nötig sein: Der Motor muss neu eingestellt werden, ein neues Rad- oder Lenkkopflager ist fällig, neue Reifen und ein neuer Kettensatz sind nötig, Öl und Zündkerzen ebenso. Und wenn ich jemals wieder mit ihr auf Reisen will, dann muss sie auch rundherum komplett neue Kofferträger bekommen müssen. 

Das hier wird vermutlich nicht die letzte lange Fahrt der Renaissance gewesen sein, aber ich werde jetzt dennoch mal die ein oder andere Probefahrt mit Reiseenduros machen. Deren Konzept ergibt auf den Strecken, auf denen ich zuletzt unterwegs war, durchaus einen Sinn. Aber erstmal bin ich froh, dass die ZZR und ich es überhaupt zurück nach Hause geschafft haben.
Fahrten durch Starkregen und Gewitterstürmen in den Bergen sorgten ebenfalls für gedämpfte Laune und den ein oder anderen Wutausbruch unterm Helm. Aber es gab auch schöne Momente, Treffen mit tollen Leuten und Augenblicke voller Glück in großartigen Landschaften und an sehr speziellen Orten.

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Schön zu sehen, dass das Blog noch steht. Hatte ich aber auch nicht anders erwartet, war ja nix los hier.

Huhu döst gerade auf dem Balkon vor sich hin, vermutlich hat er in meiner Abwesenheit die ganze Zeit Langeweile geschoben. Nunja, dass ist nun vorbei, es geht wieder los. Was ich auf dieser sehr abenteuerlichen Fahrt alles erlebt habe, gibt es dann in einiger Zeit hier zu lesen, im Reisetagebuch: Motorradtour 2016.

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Verfasst von - 28. Juni 2016 in Meta, Motorrad, Reisen

 

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So, ich bin gerade mal weg. Auf Tour, mit dem Motorrad.

Ist schon merkwürdig. Obwohl ich jetzt schon zum fünften Mal auf Fernreise mit dem Zweirad bin, habe ich kurz vorher immer noch ein komisches Gefühl in der Magengegend. Es kann hat halt viel passieren, wenn man wochenlang und allein unterwegs ist. Vielleicht ist es einfach nur der Respekt vor den x-tausend Kilometern, die ich in den nächsten Wochen zurücklegen werde. Aber das ist wie mit dem Berg: Wenn er vor einem aufragt, sieht er mächtig uznd unbezwingbar aus. Aber man setzt immer einen Fuß vor den anderen, konzentriert sich immer nur auf das nächste Stückchen, und bezwingt so irgendwann den Riesen. So wird es auch bei dieser Reise sein: Eine Etaoppe nach der anderen, ein Kilometer nach dem nächsten, immer Stück für Stück und irgendwann ist die gigantische Summe zusammen. Respekt davor zu haben schadet trotzdem nicht.

In meiner Abwesenheit sorgt Huhu (der Blogpinguin, der hinter dem Kommentarkasten wohnt) hinter den Kulissen dafür, dass die WordPress-Engine immer schön weiter tuckert und hier im Blog nicht das Licht ausgeht. Neues gibt´s die nächsten Wochen aber nicht, denn hier herrscht erstmal Sendepause.

Wer wissen möchte, ob es mich noch gibt, kann ab und an mal in auf twitter.com/silencer137 reingucken, da gibt es mit Sicherheit den ein oder anderen Eintrag.

So, und nun drückt mal die Daumen, dass mir keine Passatfahrer in die Quere kommen und schlechtes Wetter und Pannen an mir vorbeigehen.
Man liest sich!

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Verfasst von - 5. Juni 2016 in Meta

 

Happy Blogsday

Katja schreibt:

And now for something completely different: Happyhappy Blogsday und heute bitte eine extra Portion Fischstäbchen für Huhu, der das Blog so gut in Schuss hält!❤

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Ach, ihr seid die Besten! Wenn die Leserinnen und Leser wie Katja oder Kenny nicht an den Bloggeburtstag denken würden – ich hätte ihn auch in diesem Jahr wieder vergessen. Dabei ist dieses kleine Blog jetzt gerade aus seinem verflixten, 7. Jahr raus und begeht heuer, wie wir Österreicher sagen, schon den 8. Geburtstag!

Neulich mal mit Rüdiger vom Thatblog philosophiert, was uns eigentlich beim bloggen hält und ob wir irgendwann „unser Ding“ auserzählt haben und dann das Blog als abgeschlossen zurücklassen, quasi ein verwaistes Stück Kunst im Netz.

Ich glaube nicht, dass das so bald passiert. Einfach, weil dieses Blog nicht auserzählt sein kann, denn es hat sich zum Glück von Anfang an nie auf ein Thema festlegen lassen.

Nun, was mich beim bloggen hält, ist die Veränderung. Als dieses Blog startete, dachte ich noch, es würde sich um Filmrezensionen, Bücher und Wiesel drehen. Tat es aber nur zum Teil. Und es veränderte sich: Im Lauf der Zeit machte das Blog etliche Wandlungen durch und erfand sich mehrfach neu. Ganz von allein. Heute ist es so eine merkwürdige Mischung aus Meinung, Dokumentation und Reiseblog. Und natürlich Wiesel. Warum auch immer: Das Wiesel scheint die Konstante zu sein. Hm. Vielleicht ist das Thema dieses Blogs Wiesel.

Egal, Fischstäbchen.

 
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Verfasst von - 3. Mai 2016 in Meta

 

Und wieder vergessen…

…ich habe den Geburtstag dieses Blogs. Nur Kenny hat dran gedacht, dass gestern vor sieben Jahren diese Kiste hier an den Start ging.

DamalsTM dachte ich, ich mache das nur zwei Wochen und habe dann keine Lust mehr. Tatsächlich macht bloggen heute noch genauso viel Spaß wie damals, auch wenn es ganz anders ist. Neulich, im Gespräch mit Rüdiger, erwischte mich die Erkenntnis: Es macht nur deswegen noch Spaß, weil dieses Blog sich in den vergangenen 7 Jahren mehrfach komplett neu erfunden hat. Das ging nur, weil es von vorn herein nicht monothematisch angelegt war, sondern seit Beginn als Spielwiese und Tagebuch genutzt wurde. Wie in ein klassisches Album packe ich hier Dinge rein, die mich beschäftigen.

So wie ich mich verändere, verändert sich auch das Blog. Im Jahr 2008 beschäftigte sich das Blog viel mit kleinen Wenfundstücken und Dingen wie Filmtrailern u.ä. Dann gab es eine Phase, in der längere Texte mit leicht lustigem Inhalt häufiger vorkamen. Und seit einiger Zeit entwickelt es sich stark in Richtung Reiseblog. DamalsTM dauerte das Verfassen eines Blogeintrags Minuten, heute brauche ich für einen größeren Reiseartikel mit Video und allem SChisselaweng ein bis zwei Tage.

Mittlerweile kann ich hier zwar nicht mehr alles schreiben, weil der Schutz der kompletten Anonymität gefallen ist und sogar Familie hier mitliest. Aber das macht nichts.

Wenn ich mal schaue, was mich im Mai vor 7 Jahren beschäftigt hat, fällt eine erstaunliche Kontinuität ins Auge:

Fernsehserie: Dr. House (damals Staffel 3, 2015 habe ich Staffel 7 und 8 geguckt)
Filme: Marvel (damals Iron Man, heute Avengers II)
Aufreger: Alte Männer auf Rädern (damals wie heute, nur das ich jetzt selbst dazu gehöre. Aber natürlich VIEL besser fahre.)
Haustier: Wiesel. (Damals wie heute. Huhu zählt als Mitarbeiter.)
Buch: The Glass Books of the Dreameaters. 2008 schon dran rumgekämpft, 2015 steht es immer noch halb gelesen im Regal und guckt mich vorwurfsvoll an.

Nunja. Manche Dinge ändern sich halt nur alle 8 Jahre.

Von daher: Alles Gute zum Geburtstag, kleines Blog.

 
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Verfasst von - 4. Mai 2015 in Meta

 

Meta: [PAUSE]

Kurze Durchsage: Das Blog läuft weiter, aber das Reisetagebuch geht in eine kurze Pause. Der ganze Kram hier mit Neubau einer neuen Wohnung, Umzug, Nachmieter finden, dem Krieg gegen die Gewöhnlichenn(in den ich mich einmischen musste) und eine ungewöhnlich hohe Dienstreisedichte kosten gerade so viel Zeit, dass ich meinen eigenen (sehr niedrigen) Ansprüchen nicht gerecht werde.

Zwar sind Texte und Bilder fertig, aber Korrektur und Videos fehlen. Was dann dabei rauskommt, konnten Feedreaderleser schon am vergangenen Wochenende beobachten: Die erste Version des „Vergessenen Fürstentums“ war so verbuggt, dass der Text stellenweise keinen Sinn ergab, von den ganzen Rechtschreibfehlern mal ganz abgesehen. Außerdem war die Werkbank zum Drechseln feiner Analogien kaputt, wodurch Adjektive in den Text einfielen und sich dort vermehrten wie die Karnickel. Eine logische Lücke war sogar so groß, dass ein Thesaurus da durchstampfte und überall widerliche Hinterlassenschaften · Hypotheken (fig.) · Vermächtnisse · Relikte · Reliquien · Residuum · Reste · Restbestände · Rückstände hinterließ.

Der Artikel wurde zwar im Verlauf des Samstags der Text auf Version 1.4 hochgepatcht und war dann zumindest ohne Kopfschmerzen zu verursachen lesbar, dennoch gab es nach wie vor matschige Texturen und ziemliches Kantenflimmern. Das macht so keinen Spaß.

Aller Voraussicht nach geht es am Samstag, den 26.12., weiter. Wer es bis dahin gar nicht aushält, möge bitte Kalescos Abenteuerreise auf dem Atlantik lesen oder einen Reisetagebucheintrag aus dem Archiv.

 
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Verfasst von - 5. Dezember 2014 in Meta

 

My Blog is my Castle

Laura ist wieder da (was mich sehr freut!), und sie macht sich in ihrem Blog HowlAtTheMoon Gedanken über „Wenigerwertbloggen“, als dass das klassische vor-sich-hinbloggen mittlerweile von manchen wahrgenommen wird. Aus einem Kommentar bei Laura ist dieser Blogeintrag entstanden, weil ich ohnehin schon länger Lust hatte, das mal aufzuschreiben.

Es stimmt schon, die Blogszene hat sich verändert. Gefühlt, und nicht durch Fakten belegt, würde ich sagen: Vor ca. 10 Jahren probierten viele Menschen Blogs mal aus, kamen aber über ein „Hallo Welt“ kaum raus. Ansonsten hatten viele Blogs Tagebuchcharakter. Sie dienten zum Festhalten von Trivialitäten. Die Masse der Bloggenden waren Teenager oder Twentysomethings. Zeiten ändern sich, und spätestens wenn Kinderkriegen, Hausbau oder Karriere ansteht, bleibt keine Zeit mehr für´s bloggen. Oder die Lust lässt nach, immer das gleiche zu machen.

Dazu kamen Plattformen wie Studi.VZ (lacht nicht), dann Facebook, Instagram, Twitter, Tumblr, Youtube oder auch FourSquare (RIP). Die Trivialitäten des Alltags, die vorher, wenn überhaupt, in Blogs stattfanden, wurden von diesen Plattformen aufgesogen. Essensfotos zu Instagramm, „OMG ich geh ins Kino“ auf FourSquare, Lebenseinträge auf Facebook, Anleitungen auf Youtube.

Blognutzung wandelt sich, und Blogs suchen sich ihre Nischen. Dabei hat sich die Art des Bloggens geändert. Laura weist zu Recht darauf hin, dass heute wenig persönliches verbloggt wird, dafür gibt es eine große Anzahl an Blogs die „Service“ bieten, oft in Form von Kosmetik- und ModeTips, und das zu monetarisieren versuchen.

Wenn ich mir meinen Feedreader so ansehe, stimmt das absolut. Zwei Drittel aller Streams kommen aus Blogs, die sich auf irgendwas spezialisiert haben und was mich interessiert. Und das ist super. Blogger haben mehr Zeit als Journalisten. Sie beschäftigen sich gerne und über die Jahre mit einem Thema und können viel besser über ihre Nische schreiben als jeder Bezahlautor.

Feld-, Wald- und Wiesenblogs, wie das hier, gibt es nicht mehr so häufig wie noch vor ein paar Jahren. Dabei hat auch dieses Blog Veränderungen durchgemacht. Gut, das Wiesel war von Anfang an da und geht wohl auch nicht mehr weg, aber ansonsten haben sich die Inhalte gewandelt. Begonnen hat es als reines Tagebuch im Stil von Reality-Bloggern wie dem Supermarktblog, durchsetzt mit Filmkritiken und Spaßquatsch, dann wurde es zur Anlaufstelle Nr.1 in Deutschland für alle Fragen rund um PlasticRock (so lange, bis wir PlasticRock.de gegründet haben), und in den letzten Jahren drehte sich viel um Reisen.

Ich betrachte mein Blog als eine Art Tagebuch. Was bleibendes. Anders als Facebook, Twitter und co, die mir immer wieder wie ein reissender Fluß vorkommen: Man wirft seine Gedanken hinein, wusch, sind sie weg und irgendwie verloren, nicht mehr auffindbar. Im Blog sind sie sicher aufbewahrt. Hier werden Erinnerungen, Situationen und manchmal auch Gefühle abgelegt, so wie man sorgfältig Fotos, gepresste Blätter und ähnliches in ein Buch klebt. Und so wie ich mich ändere, ändern sich auch die Bloginhalte. Ob das andere interessiert oder nicht. Aber ein „wenigerwertbloggen“? Das gibt es nicht. Zum Glück.

 
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Verfasst von - 10. September 2014 in Betrachtung, Meta

 

7.187

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So, ich wäre dann auch mal wieder im Lande. In den vergangenen dreieinhalb Wochen habe ich im Sattel des Motorrads insgesamt 7.187 Kilometer zurückgelegt und dabei 6,25 Länder besucht – in der Summe war das noch länger und weiter als die LANGE REISE im vergangenen Jahr. Dabei bin ich über die schönste Autobahnbrücke Europas gefahren, habe das surrealste Gebäude Spaniens besucht und mich in der mich in der Kathedrale der Bilder verzaubern lassen.

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Unterwegs habe ich interessante Leute getroffen, wie die Zuckerbäckerin getroffen, deren Schwiegervater seit 40 Jahren eine Höhle unter der Bäckerei buddelt, oder die Linsenbauern, die ihre Felder mitten im Gebirge haben. Außerdem sind das Wiesel und ich Mythen nachgegangen: Wie haben den Eisernen Baron gefunden, sind über die Teufelsbrücke gegangen, haben dem Klagen des Verräters gelauscht und die Diana gesucht.

Die Teufelsbrücke und das Wiesel. Devil May Cry.

Die Teufelsbrücke und das Wiesel. Devil May Cry.

Ich würde gerne schreiben, dass Motorrad, Wiesel und ich ohne einen Kratzer wieder da sind, aber das wäre gelogen. Hier ist er, der zum Glück einzige Kratzer, den wir uns zugezogen haben:

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Wie der zustande kam und was noch so passiert ist, das gibt es dann im Reisetagebuch. Ich muss jetzt erst einmal Erinnerungen und Bilder sortieren. Oh, und ich muss noch ergründen wie Huhu es geschafft hat seinen… Diätplan zu sprengen. Bis ich dazu komme steht allerdings erstmal noch eine Dienstreisewoche an. Bis es hier im Blog weitergeht wird es noch einen Moment dauern.

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P.S.: Ja, ich habe Euch auch vermisst 🙂

 
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Verfasst von - 7. Juli 2014 in Meta, Motorrad, Reisen

 

Nur noch 36 Stunden

Jetzt gibt es ein ganzes Jahr keine Motorradreise mehr. EIN GANZES JAHR!!! Das ist EINE EWIGKEIT.
Dachte ich bei mir.

Dann schaltete die Zeit den Turbo ein, und das Jahr flog vorüber und ich bin nicht mal dazu gekommen die Bücher über mögliche Reiseziele zu lesen, die ich im Oktober 2013 gekauft hatte. Zu dem Zeitpunkt, also 8 Monate vor der Fahrt, stand der grobe Verlauf der Motorradreise 2014 schon fest. Ich hatte im Kopf wo ich hinwollte, hatte die Strecke ergoogelt, in Tagesetappen teilt und schon die drei Viertel der Unterkünfte gefunden und gebucht.

Dann kam Weihnachten, dann das neue Jahr, und ZAPP ist plötzlich Juni. Die letzten drei Monate habe ich wieder fünf Mal die Woche das Fitnessstudio besucht, schon um die über Weihnachten angefressenen 8 Kilo (! Swwas ist mir noch nie passiert!) los und wieder fit zu werden. Muskelaufbau- und Ausdauertechnisch ging´s diesmal auch schneller als im vergangenen Jahr, vermutlich weil ich auch zwischendurch regelmäßig im Fitti war und das nie ganz habe schleifen lassen.

Am Ende passte die Planung für die Vorbereitung ganz genau, aber viel Luft war nicht mehr. Das Motorrad musste noch unerwartet oft in die Werkstatt, zuletzt wegen Problemen an den Bremsen. Softwareprobleme legten vorübergehend die Naviplanung lahm, und die letzten Tagestouren sind auch erst gestern fertig geworden. Dazu kam tagsüber viel Arbeit, nachts Sachen packen und eine längere Abwesenheit vorbereiten. Ich habe gerade nicht Ringe unter den Augen, sondern tiefe Gräben.

In 36 Stunden kann es also losgehen. Das Wiesel wird mich begleiten. Es ist mindestens so aufgeregt wie ich. Bei mir ist es eine Mischung aus Vorfreude und Angst vor der eigenen Courage. Auch wenn die 2014er Tour nicht auf die Auslotung von Extremen ausgelegt ist, sondern auf eine Mischung aus Entdeckung und Vertiefung, habe ich en wenig Respekt ob der schieren Größe. Komisch. Im Vorfeld komt mir das immer als zu lang, zu viel, zu groß, unschaffbar vor – und im Nachgang war alles ein Klacks. Nun, fast alles.

Im Blog herrscht während meiner Abwesenheit Sendepause. Hinter den Kulissen sorgt, wie üblich, Blogpinguin Huhu für die Aufrechterhaltung basaler Funktionen im Maschinenraum von WordPress. Vermutlich ist er ganz froh mich erstmal eine Zeitlang nicht zu sehen. Ich bin nämlich nicht der einzige, der über das Jahr zugenommen hat, allerdings ist Huhu der Meinung, das eine Diät mit Enzug seiner über alles geliebten Fischstäbchen eine Verletzung seiner Grundrechte darstellt. Dementsprechend schmollt er gerade ein wenig, ich habe ihn schon seit Tage nicht gesehen (aber irgendwo bimmelt es gerade). Huhu ist schon merkwürdig. Er liebt zwar die Reiseberichte im Blog und träumt vermutlich auch von anderen Orten, allerdings würde er nie im Leben freiwillig einen Fuß vor die Tür setzen. Tja, jedem das seine.

Ich sage dann mal tschüss und verabschiede mich. Neuigkeiten gibt es vielleicht auf Twitter (siehe Box am rechten Bildschirmrand), vielleicht auch nicht. Bis die Tage, man liest sich!

 
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Verfasst von - 4. Juni 2014 in Huhu, Meta, Reisen, Wiesel

 

Penguin Awareness Day

Der 20. Januar ist, man gaubt es kaum, der Penguin Awareness Day!
Huhu braucht sowas natürlich nicht, der ist IMMER aufmerksam.

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Was wird ansonsten diese Woche noch wichtig? Außer #IBES gucken, natürlich? Nun das Blog-Highlight in dieser Woche findet am Mittwoch statt, denn dann feiert in Silencers Blog ein neuer Gastautor sein Debüt! Seien Sie gespannt…

 
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Verfasst von - 20. Januar 2014 in Ganz Kurz, Meta