Wiesel

Reisetagebuch 2019 (4): Outbound II

Im Februar 2019 steht der Brexit wieder mal ganz kurz bevor. Herr Silencer macht sich auf, das Unvereinigte Königreich ein letztes Mal zu besuchen, bevor sich alles in rauchende Ruinen verwandelt. Dies ist das Tagebuch der „Last Chance to See“-Tour. Heute geht es nach Ochsenfurt, ich mache wieder mal mit Duschköpfen rum und gucke Tina Turner unter den Rock.

Dienstag, 05. Februar 2019, Bahnhof Paddington, London
Um kurz vor neun fährt der Zug der GWR, der Great Western Railway. Wie der Name schon andeutet, verlässt der Zug London „Outbound“ in Richtung Westen. Eine Stunde später hält er in einem kleinen Ort, und ich falle aus dem Wagen und bin etwas erstaunt: Das ist ja winzig hier! Das soll das weltberühmte Oxford sein?

Bild: Google Earth 2019

Sieht mehr aus wie ein Dorf in der Provinz.

Am Bahnhof steht ein Bulle, dem eine besorgte Omi einen Schal gestrickt hat. Richtig so, es ist wieder schweinekalt. Neben dem Bullen hängt ein Stadtwappen. Es zeigt einen Ochsen, der einen Fluss quert. Ja, dann kommt der Name Oxford wohl von einer Ochsenfurt, die hier mal war.

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Reisetagebuch 2019 (2): Outbound

Im Februar 2019 steht der Brexit wieder mal ganz kurz bevor. Herr Silencer macht sich auf, das Unvereinigte Königreich ein letztes Mal zu besuchen, bevor sich alles in rauchende Ruinen verwandelt. Dies ist das Tagebuch der „Last Chance to See“-Tour.

Sonntag, 03. Februar 2019, London, Norfolk Square
Ich mag das Belvedere, dieses kleine, etwas schrullige Hotel im Norfolk Square am Bahnhof Paddington in London. Im Keller des Hauses ist der Frühstücksraum, in der zwei Polinnen und eine Koreanerin den Frühstücksservice schmeißen. Heute Morgen ist der eng bestuhlte Raum noch leer, aber das ist nicht oft so. Auch wenn es nur 16 Zimmer im Belvedere gibt, übernachten bis zu 50 Personen hier. Dementsprechend voll ist es hier an den meisten Morgenden.

„Do you like english breakfast?“ ist immer die erste Frage. Die richtige Antwort lautet „Ja“, ansonsten wird man freundlich auf eine leicht staubig wirkende Schachtel Frühstücksflocken auf einer kleinen Anrichte hingewiesen. Antwortet man richtig, rumort es kurz in der Küche, und wenig später steht ein Klacks Bohnen, zwei Eier, ein Stück Frühstücksschinken, ein Würstchen und ein Stück Toast vor einem.

Verhandlungen sind übrigens Zeitverschwendung. Ich muss immer schon grinsen, wenn jemand „Ich hätte gerne etwas mehr Bohnen und zwei Würstchen, dafür kein Ei“ oder sowas bestellt. Dann nickt die Koreanerin freundlich, und die Küche macht trotzdem exakt das Standardfrühstück.

Ich frühstücke zu Hause nie, aber im Urlaub passe ich mich an. So, wie ich in Italien morgens an einem Stück Zwieback rumknabbere und dazu Espresso trinke, schlinge ich hier mit Genuss das Warme Frühstück mit ordentlich HP-Sauce hinunter.

Kurz darauf sitze ich in der U-Bahn. An der Wand wirkt eine Bank mit dem Brexit. „An alle 7.643 Personen, die ein monatliches Essenbudget mit dem Titel „Brexit Überlebens Rücklage“ eingerichtet haben: Haltet durch!“ – Und sowas, liebe Kinder, passiert, wenn man bei einer dieser modernen Internetbanken ist. Die werten die privatesten Daten aus und machen Werbung damit.

Am Bahnhof Kings Cross steige ich auch und schlendere zu den hinteren Gleisen. Wieder mal fällt mir auf wie paranoid die Briten sind. Displays und Plakate fordern überall auf, alles und jeden sofort zu verpetzen. Orwells Albtraum, hier ist er Realität geworden.


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Reisetagebuch Motorradtour 2018 (1): Das Vitra, der Muger und die Gaby

Freitag, 15.06.2018, Klein-Kems bei Basel

Klein-Kembs? Kleinkems? Klein Chems? Lustig, allein an der Verwirrtheit des Ortes über seinen Namen lässt sich schon ablesen, wo ich hier bin: In der Nähe von Basel, genau im Dreiländereck zwischen Frankreich, Deutschland und der Schweiz. Hier ist nicht nur alles mehrfach benamst, es ist auch das Bermudadreieck der Telekommunikation, wahlweise weißer Fleck auf der Karte der Funkabdeckung oder schwarzes Loch, was Empfang angeht.

In der Gaststube des „Blume“, in der gestern Abend die Einheimischen noch launig die Bierhumpen weggezecht haben, gibt es ein bodenständiges Frühstück. Dazu bodenständiges WLAN, das heute sogar am Internet hängt. Ich halte mich nicht lange auf, schlinge ein Brötchen herunter, kippe einen Kaffee hinterher und schwinge mich dann sofort auf die V-Strom. Es ist nicht mal acht Uhr, als die Maschine aus Klein-Kembs(?) herausrollt.

Anna bootet sich in meinen Helm und meldet Einsatzbereitschaft. Anna ist die Stimme des Garmin-Navigationsgeräts, das vor mir an der Gabelbrücke befestigt ist. Es kann ein wenig mehr als normale Navis. Unter anderem ist es mit Sensoren an den Reifen vernetzt, es hat crowdgesourcte Datenbanken über Verkehrsüberwachungen eingepatcht, und es hängt am Internet, aus dem es Verkehrs- und Wettermeldungen entlang der Reiseroute fischt und diese bei Bedarf anpasst. Dieses Level an „Intelligenz“ und die Tatsache, dass die Stimme des Navis manchmal Tage- und wochenlang die einzige ist, die mit mir deutsch spricht, führt dazu, dass ich dazu neige, das ZUMO zu vermenschlichen und von der Stimme in meinem Helm als virtuelle Copilotin zu denken. Die nenne ich, nach der Bezeichnung der deutschen Stimmsynthese, eben Anna.

Ich lasse Anna nach einer Tankstelle suchen. Sie findet eine, die 2,5 km Luftlinie entfernt ist. In der Gegend wird aber sehr viel gebaut, weshalb ich gestern schon recht lange durch die Weinberge zirkuliert bin, bis ich endlich die einzige noch offene Straße nach Klein_Chems(?) gefunden hatte. Auch heute muss ich einen riesigen Umweg fahren, erst 16 Kilometer nach Norden, dann wieder 15 nach Süden – so werden aus 2,5 km Luftlinie schnell über 30 Kilometer Wegstrecke.

Wurscht, der kleine Umweg führt über die alte Weinstraße, und die verläuft, wie der Name schon andeutet, durch Weinberge am Rhein entlang. Ich muss ans Büro denken und bin froh, dass ich heute an einem sonnigen Morgen an grünen Berghängen entlangfahren kann und nicht am Schreibtisch sitzen muss.

Frisch aufgetankt stürze ich mich dann in den Baseler Stadtverkehr. Der ist eine ziemliche Katastrophe, denn auch in der Stadt sind viele Straßen gesperrt, auch hier wird überall gebaut. Zwar findet Anna souverän immer neue Wege, aber ich habe Mühe, den Vorgaben des Navis zu folgen – die Straßen in Basel sind durchzogen von Straßenbahnschienen, und ich muss immer wieder aufpassen, dass mir das schlanke Vorderrad der V-Strom nicht in eine Schiene oder Weiche hineingerät.

Am Rand von Basel, auf der anderen Seite der Stadt, liegt der Campus des Vitra-Designmuseums. Das ist ein großes Areal mitten im Grünen, auf dem skurril anmutende Gebäude herumstehen. Die hat die Firma Vitra, ein Möbelunternehmen, hier von einigen der bedeutendsten Designerinnen und Architektinnen der Welt hinbauen lassen, u.a. Frank Gehry und Zara Hadid.

Die Feuerwache von Zara Hadid:

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Herbst! Saisonende 2018

Also höret und lobet das Herbstwiesel, das Euch wissen lässt, dass nun die Zeit für lange Abende bei Netflix und guten Büchern und Heißgetränken der eigenen Wahl angebrochen ist! Auf das alles kuschelig sein möge und gemütliches Einmuckeln zelebriert werde! Auf der Couch rumliegen und Videospiele spielen ist nun keine Sünde mehr, denn die Zeit des Motorrads ist für dieses Jahr vorbei! Preiset das Herbstwiesel, das die Blätter bunt anmalt und alles gemütlich werden lässt!

Die Motorradsaison 2018 ist damit offiziell beendet.
Wer jetzt nicht mehr fährt, muss kein schlechtes Gewissen haben.

Die Motorradsaison 2018 wird mir immer in Erinnerung bleiben als die mit dem tollsten Sommer seit Ewigkeiten. Wichtiger noch: Als eine ohne Probleme! Beide Maschinen, weder die kleine, schnelle ZZR 600 Renaissance noch der Reisedampfer DL 650 Barocca haben rumgezickt. Keine Ausfälle, keine Pannen, und am allerwichtigsten: Keine Unfälle. Ein Jahr ohne Nervkram, muss man ja dankbar für sein.

Statt in diesem Jahr in die Moppeds zu investieren habe ich meine persönliche Schutzausrüstung erneuert oder aufgelevelt. Die gute Mohawk-Sympatex-Kombi hatte halt schon sieben Jahre auf dem Buckel, und ich kann mir vorstellen, das insb. die Nähte bei der Verbindung zwischen Leder und Kunststoff nicht besser werden durch UV-Licht und Salzluft.

Deswegen waren im Frühjahr eine neue Jacke und eine neue Hose geplant. Weniger geplant waren neue Stiefel und Handschuhe, aber was muss, das muss. Als Gimmick kam am Ende noch ein neuer Helm. Jetzt bin ich also rundrum neu eingekleidet.

Ausprobieren konnte ich einen Teil des Krams gleich auf der Sommerreise im Juni, die dieses Mal bis auf den Balkan führte. Das Reisetagebuch dazu kommt in Kürze.

Danach standen nur noch Kurztouren an, für mehr blieb keine Zeit. Immerhin konnte ich einen Gutteil des Sommers mit dem Motorrad zur Arbeit fahren, auch angenehm. Ach, und ich habe versucht sozialer zu werden, bei einer Gruppentour im Juli im Spessart und beim ZZR-Herbsttreffen im September im Harz.

War also in der Summe ein schönes Motorradjahr mit einem eklatanten Mangel an Dingen, die man sich ohnehin nicht wünscht. Gut so!

Der Oktober ist zwar gerade noch golden, aber ich werde keine Zeit mehr zum Fahren haben bis in den November rein. Deshalb wurde die ZZR schon ordentlich geputzt und schlafen gelegt, die V-Strom wurde durchgewartet und feucht abgewischt. Jetzt träumen sie dem nächsten Frühjahr entgegen.

Damit wäre jetzt mal wieder Zeit die Daten aus den Maschinen auszulesen und ein wenig Statistik zu betreiben.

Management Summary: Die Saisondauer war ähnlich wie in den Vorjahren, von Anfang April bis Mitte Oktober. Mit beiden Maschinen habe ich ziemlich genau die gleichen Kilometer wie 2017 zurückgelegt, rund 11.500.

Mit der V-Strom war ich auf Fernreise, mit der ZZR fast nur im Stadtverkehr und auf kurzen Ausflügen unterwegs. Das macht sich bemerkbar, der Verbrauch der ZZR ist leicht höher als in den Vorjahren. Bei Spritmonitor.de ist sie aber über die Lebenszeit immer noch Verbrauchskönigin. Dafür war der Spritpreis pro Liter für die ZZR günstiger als bei der DL650, im Ausland ist der Sprit halt meist teurer. Das der Durchschnittsverbrauch der Suzuki dieses mal höher ist, erklärt sich durch mehr Autobahnstrecken, die schneller gefahren wurden – im Vorjahr war ja die Kette so fertig, das ich einen Großteil der Fahrleistung nicht schneller als 100 unterwegs war.

Wartungs- und Reparaturarbeiten standen nicht groß an. Gut so, nach den enormen (Anschaffungs-)Kosten im Vorjahr. Jetzt ist der Kilometerpreis auf erträgliche Maße gefallen.
Es sei denn natürlich, man rechnet auch die neuen Klamotten dazu.

Die Detailaufstellungen:

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Frühling! Saisonstart!

Höret und preiset das Frühlingswiesel! Das Frühlingswiesel sorgt dafür, dass auch in diesem Jahr wieder Frühling ist! Hiermit verkündet es den Beginn der Motorradsaison! Der Winter war lang und kalt und dunkel, aber nun macht das Wiesel Frühling und gutes Wetter, dass es nur so kracht! Passt auf Eure morschen Knochen auf, fahrt vorsichtig und huldigt dem Frühlingswiesel!

Das Wiesel ist ja ohnehin ein faules Viech, aber in diesem Jahr war es besonders schlimm. Längerer Winterschlaf als sonst, dann hat es Ewigkeiten im Badezimmer verbracht, schließlich musste es noch ein Nickerchen machen… aber nun ist es soweit, jetzt macht das Frühlingswiesel den Frühling!

Am heutigen Nachmittag zumindest mal die V-Strom ausgewintert. War erstaunlich unspektakulär. Statt elendigem Rumgeorgel, Chokegeziehe, Gasspielen, Rumhusten und irgendwann leistungslosem Anspringen (wie bei Vergasermoppeds üblich) einfach nur: Batterie eingesetzt, auf den Starter gedrückt, läuft.
Sollen das? Was mache ich denn jetzt mit dem angebrochenenen Nachmittag? Ach, einfach mal draufsetzen und losfahren. Die ersten 50 Kilometer. Ganz vorsichtig, trotzdem Heidenspaß gehabt.

Die Strom ist ja im Herbst aus der Inspektion gekommen und direkt ins Winterlager gegangen. Jetzt mit einem perfekt gewarteten Mopped in die Saison starten zu können ist einfach nur schön. Und die Barocca läuft auf den neuen Reifen, mit der neuen Kette, mit gemachten Bremsen und allen Verschleißteilen ausgetauscht wie eine Göttin.

Das ist auch gut so, denn eine weite Reise steht an. Hoffentlich komme ich dieses Jahr weiter als nur bis zum ersten Tankstopp.

Noch ein ernsthaftes Wort: Nach einem halben Jahr Pause muss man sich erst wieder an die völlig andere Fahrphysik und Handling gewöhnen.

Für Moppedfahrer heißt das: Sich langsam und vorsichtig rantasten und wieder eingewöhnen, nicht gleich wie geisteskrank am Hahn reissen und Augen auf die Straße, die Dosenfahrer leiden an Aufmerksamkeitsdefizit.

Für Autofahrer heißt das: Augen doppelt offen halten. Zweiräder sind wieder unterwegs, und mit ihrem Fehlverhalten ist zu rechnen – die Schergen sind zum Teil noch so sehr mit sich selbst beschäftigt, dass man doppelt aufpassen muss. Achja, und blinken, blinken ist auch gut. Das gilt für alle.

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Reisetagebuch London (8): Zwei Madames

Dienstag, 07.Februar 2017

Es ist kurz vor neun, und ich wandere die Straßen nach Marleybone entlang. Das Viertel ist null touristisch, hier passiert einfach das ganz normale Vormittagsleben einer Großstadt. Menschen kaufen ein, gehen ihren Geschäften nach, manche vertreiben sich die Zeit.

Wenig später komme ich an der Baker Street vorbei, deren bekanntester nicht existenter Bewohner auf einem Denkmal verewigt ist.

Er bewacht zudem einen unterirdischen Fußgängertunnel, der etwas anders aussieht als ein normaler Tunnel.

Auf der anderen Seite des Tunnels liegt ein großer Gebäudekomplex mit einer skurrilen, riesigen Kuppel.


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Reisetagebuch London 2017 (7): Verwunschenes Grün

Durch ein literarisches Stilmittel machten Silencer und das Wiesel einen Zeitsprung von London im Februar 2016 in den Februar 2017. Heute wird Klein-Venedig besucht, verwunschene Ecken entdeckt und Bridget Christie sagt über den Brexit: „Ihr habt das so gewollt“. Außerdem: Pinguine! Kängurus! Und Babyflußpferde!!!

Montag, 06. Februar 2017, London

Aua-Aua-Aua was ist DAS denn?
Meine Füße tun weh! Als ich sie aus dem Bett schwinge und in Kontakt mit dem Teppich komme, brennt es an den Fußsohlen – ich kann kaum auftreten. Ein Blick auf die Unterseite der Füße verrät was hier los ist: Ich habe an beiden Fußballen riesige Blasen. So riesig, das beide schon aufgegangen sind. Igitt.

Ich weiß auch woher das kommt. Ich habe gestern 8 Stunden in überheizten Zügen gesessen, die Füße die ganze Zeit in geschlossenen Schuhen. Sicherlich waren dann die Socken zumindest leicht feucht, und die Haut an den Füßen dadurch ganz weich.

Und was mache ich Depp? Anstatt bei meiner Ankunft im Hotel mal die Schuhe auszuziehen oder die Socken zu wechseln bin ich dann direkt fast 20 Kilometer durch das nächtliche London spaziert. Klar, dass ich mir dabei den Fußballen in Fetzen gelaufen habe.

So ein Mist. Ich krame im Rucksack nach der roten Tasche mit der Reiseapotheke. Darin sind Blasenpflaster. Habe ich bislang selten gebraucht, aber immer dabei. Ich puhle die Folie ab und lege sie über die offenen Stellen. Sofort verbindet sich das Pflaster mit der Haut und wird fast unsichtbar. Es versiegelt die Blase nicht nur, sondern wird auch die Heilung unterstützen.

Eigentlich ist es kein richtiges Pflaster, sondern eine dicke, labberige, klebrige Folie, die mit einem Gel gefüllt ist. Das Gel besteht zum Großteil aus Wasser, ist luftdurchlässig und fast unsichtbar:

Die Stellen mit den Blasen ist jetzt geschützt und belastbar. Nach ein paar Tagen wird das Pflaster weiß werden und abfallen, vielleicht wird dann schon alles verheilt sein.

Vorsichtig mache ich ein paar Schritte. Doch, das wird gehen.

Direkt hinter meinem Hotel am Norfolk Square liegt der Bahnhof Paddington. Der ist umgeben von einer Betonwüste. Das große St. Marys Hospital ist hier, aber auch Bürokomplexe und Hochstraßen. Der Bahnhof ist kaum zu sehen: Direkt vor die prächtige Brunel-Front des Bahnhofs hat man ein Hilton-Hotel gebaut und ihn so in die zweite Reihe zurückgedrängt. Wirklich, der Bahnhof ist praktisch nicht mehr zu sehen und nur über eine lange, hässliche Rampe an der Seite des Hotelgebäudes zu erreichen.

Das klotzige Hilton (links) verdrängt den Bahnhof.

In London wird halt jeder nutzbare Quadratmeter bebaut. So ist es fast ein Wunder, dass es bis heute das Paddington Basin gibt. Das ist ein schmaler Kanal an der Seite des Bahnhofs, an dem Hausboote liegen.

Es ist ein sonniger, kalter Morgen. Besser geht es im Februar kaum. Der Atem der Jogger, die am Kanal entlanglaufen, kondensiert in der Winterluft. Ich jogge nicht, ich spaziere nur den Kanal entlang und sauge die Atmosphäre ich mich auf. Alles hier ist groß und anders und ich bin neugierig, was mich hinter der nächsten Ecke wohl erwartet.

Nach einem guten Stück führt der Wassergraben unter einer den riesigen Stützpfeilern einer Hochstraße hindurch. Dahinter weitet er sich zu einem See, der aus der Kreuzung zweier Kanäle entstanden ist. Am Ufer recken Bäume ihre kahlen Zweig ein den blauen Himmel. Hier sieht es aus wie in einem Park. Die Wohnhäuser dahinter sind kleiner. Fast wirkt es wie ein ganz andere Stadtteil: Eben noch Betonmoloch, hier alte, englische Wasserstraßen und Stadthäuser aus der Gründerzeit.

An der Seekreuzung liegen weitere, bunte Hausboote, sorgfältig restauriert und liebevoll bemalt. An manchen stehen noch Dinge wie „Wasserbus London“. Die Schrift lässt vermuten, dass der Einsatz als Bus im 19. Jahrhundert stattgefunden haben muss. Was diese Boote in den vergangenen 150 Jahren alles gesehen haben müssen!

Das hier ist „Little Venice“, was sich nur jemand ausdenken konnte, der noch nie in Venedig war. Stattdessen hat das hier mehr von niederländischen Städten, in deren Grachten ja manchmal auch Boote liegen sollen.


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Reisetagebuch London 2016 (5): Custard. Geschüttelt, nicht gerührt.

Donnerstag, 11.02.2016
Uh, was ist das denn? Warum tut mein Gesicht weh? Bäh, und die Nase läuft. Mist, ich habe mir eine Erkältung gefangen.

Ich werde ja selten krank, deshalb kommt das jetzt etwas überraschend. Hätte ich auch nicht unbedingt gebraucht, so mitten im Urlaub. Etwas wackelig auf den Beinen tappe ich zum Frühstücksraum. Das der im Keller des Hotels liegt, mein Zimmer aber unter dem Dach, und dazwischen 152 schmale und schiefe Stufen liegen, macht die Sache nicht besser.

Ich stehe vor der Tür und schaue den fleißigen Polinnen zu, die darin Spiegelei mit Bohnen zubereiten. Das Frühstück im Hotel ist wenig, aber kostenlos. Ich überlege einen Moment, dann drehe ich um und laufe zum Bahnhof Paddington hinüber. Heute möchte ich mir was gönnen, deshalb setze ich mich in die U-Bahn und fahre bis zum Euston Square. Dort frühstücke ich bei Speedys. Ein echtes Full English Breakfast mit Würstchen, Speck, Bohnen, Ei und mit Kaffee, viel besser als im Hotel.

Aus irgendeinem Grund liegt auch eine gekochte und gehäutete Tomate auf dem Teller, aber das passt ins Bild. Engländer kochen alles, bis jeglicher Geschmack und alle Vitamine sorgfältig vernichtet sind.
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Reisetagebuch London 2016 (4): Zauberhaft

Mittwoch, 10. Februar 2016, London
Wenn ich für eine Woche in einer Stadt bin, nehme ich mir gerne einen Ausflug nach Außerhalb vor. Von Florenz aus kommt man mit der Bahn gut nach Vinci, von Paris ist man schnell in Versailles, und von London aus ist man mit der Midland Bahn* vom Bahnhof Euston aus in 20 Minuten in Watford Junction.

Watford Watt? Gut, das muss man jetzt nicht kennen, lange bleiben die meisten Besucher dort eh´ nicht. Watford Junction hat viel Publikumsverkehr, aber die meisten Besucher sehen vom Ort gar nichts. Sie steigen aus dem Zug und direkt in einen der großen Busse auf dem Bahnhofsvorplatz, die von oben bis unten mit „Warner Bros.“-Motiven beklebt sind. Die bunten Busse fahren in das 10 Minuten entfernte Leavsden.

Leavsden? Das sagt Filmfreunden was! Hier steht schon lange ein Filmstudio. Das wurde in den 90ern so richtig groß, als George Lucas hier Teile der Star-Wars-Prequels drehen ließ. Dann siedelte sich die Produktion der Harry-Potter-Filme hier an. Für die wurden ganze Hallen neu gebaut, und als 2010 der letzte Harry-Potter-Film abgedreht war, ließ Warner Bros. die Gebäude stehen, dekorierte ein wenig um und machte sie dann der Öffentlichkeit zugänglich.

Die gesamten Filmstudios aus der Luft.

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Reisetagebuch London 2016 (3): Die seltsame Begegnung mit der Frau in der Nacht

Im Februar 2016 sind Silencer und das Wiesel in London unterwegs. Heute geht es in den Park, das Wiesel boxt mit einem Schwan und lernt eine Bombe zu lieben und eine Frau will kein Eis von mir.

Dienstag, 09.02.2016
Wenn man vom Norfolk Square, wo ich gerade wohne, rechts um die Ecke geht, kommt man zum Bahnhof Paddington. Geht man links rum, landet man im Hydepark. Der ist riesig, zusammen mit dem anschließenden Kensington Garden ist die Grünfläche größer als Monaco.

Hyde Park. Ja, der ist ganz schön groß.

Hier wandere ich durch den Morgennebel und bin an allen Ecken überrascht von der Vielfalt der Flora und Fauna. Eichhörnchen hüppeln durch Gebüsch, überall hocken verschlafen aussehende Wasservögel. Das erklärt die Möwenschreie, die ich manchmal nachts höre. Das ist voll die Wildnis hier!

Berühmt ist der Hyde Park ja wegen der Speakers Corner. In der darf übrigens jeder zu jeder Zeit über FAST alles öffentlich reden. Was man hier nämlich nicht macht: Reden über die königliche Familie schwingen, die ist tabu.

Wildhund.

Hm, ja, mit dem Namen hat man es auch nicht leicht, oder?

Mitten im „Serpentine See“ baden alten Männer, bei Lufttemperaturen knapp über Null Grad. Das Wiesel versucht mit einem Schwan zu spielen, aber der ist nicht zu Scherzeken aufgelegt. Als ich weiter gehe, höre ich hinter mir die typischen Geräusche eines No-Nonsense Schwans, der zum Angriff übergeht.


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Reisetagebuch London 2016 (2): The Full Monty

Im Februar 2016 sind Silencer und das Wiesel in London unterwegs. Heute fällt Karneval aus, was aber niemand bemerkt, es gibt eine Tour durch Dungeons und Museen, und am Ende des Tages steht Nudelsalat.

Montag, 08. Februar 2016
Es stürmt das ganze Wochenende durch, und auch am Montag ist es windig. Aber nicht nur in London, auch auf dem kontinentalen Festland stürmt es. Die Natur verhindert damit in Deutschland eine von Menschenhand geschaffene Katastrophe: Den Karneval. Der fällt wegen des Wetters aus.

Aber das kümmert in London niemanden. London ist ohnehin Hauptstadt von Geh-mir-nicht-auf-den-Sack-Land. Bestes Beispiel: U-Bahn. Londoner unterhalten sich nicht in der Tube. Unterhalten tun sich nur Touristen. Der Londoner sitzt da und macht die Augen zu, liest Zeitung oder notiert handschriftlich Dinge in seinem, Leder gebundenen, Organizer. Mitreisende werden ignoriert und nicht mal angesehen.

Das macht sich auch in den U-Bahnhöfen bemerkbar: In keiner anderen Stadt kollidiere ich so oft mit Leuten. Der Trick ist nämlich, ganz deutlich in die Richtung zu gucken, in die man tatsächlich gehen will. Schaut man links oder rechts an ihnen vorbei, nehmen andere Menschen nehmen das unbewusst wahr und gehen aus dem Weg. Das ist ein ganz unbewusster Vorgang, eine zwischenmenschliche Kommunikation, die wir gar nicht bewusst mitbekommen- außer, wenn das System mal nicht funktioniert. Das ist z.B. dann der Fall, wenn wir uns versehentlich direkt angucken – zack, stehen wir plötzlich voreinander und trippeln anch links und rechts und sind verlegen. Das „Ich guck an Dir vorbei und du bemerkst das“ klappt eigentlich überall – nur in London nicht, weil die Leute hier einander nicht ins Gesicht sehen. Jeder ist ganz in seiner eigenen Welt. Es ist, als sei man von Geistern umgeben.

An der Haltestelle Embankment spuckt mich der Underground an die Oberfläche. Ein kurzer Spaziergang über die Golden Jubilee Brücke und vorbei am London Eye, dem Riesenrad, dann stehe ich vor der ehemaligen County Hall. Das riesige Gebäude direkt an der Westminster Bridge wird heute nicht mehr von der Verwaltung genutzt. Es beherbergt verschiedene Geschäfte, ein Aquarium und den London Dungeon.


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Reisetagebuch London 2016 (1): Strike!

Samstag, 06.02.2016

Der Februar ist in diesem Jahr zwar trocken, aber auch kalt und grau. Ich sitze am Schreibtisch, blicke raus in das winterliche Zwielicht und muffele vor mich hin. Bis sich der Frühling blicken lässt, wird es noch mindestens zwei Monate dauern. Ich will diese grauen Suppe da draußen nicht mehr. Ich brauche Abwechselung. Es muss ja nicht Sonne und Wärme sein, aber Winter in Deutschland, das ist wie ein halbes Jahr lang Rauhfasertapete anstarren. Das macht auf die Dauer dullig im Kopf. Ich will Input, was zum Ansehen, wenn es gar nicht anders geht würde ich mir jetzt sogar Kultur angucken!

Um den winterleeren Kopf wieder zu füllen bietet sich eine Städetreise an, zumal einer der großen Vorteile meines Wohnortes die Verkehrsanbindung ist. Hier kommt man schnell weg, was durchaus ein taktischer Vorteil ist. Ich brauche hier nur in den Bus zu steigen, der vor meiner Haustür abfährt, und nach maximal drei Mal umsteigen bin ich in Paris, Mailand oder… London.
Hm.
London.

Warum eigentlich nicht? Da war ich zwar schon mal, aber die Stadt ist groß. Und da ist es wärmer als hier UND es gibt mehr zum Ansehen. Geringfügig zumindest.

So kommt es, dass ich an einem Samstag Morgen das verschlafene Wiesel in den großen Rucksack setze, dann in den Bus steige und es mir dann in einen ICE gemütlich mache.

Es ist 2016, und am Frankfurter Bahnhof sind gerade Schilder zur Begrüßung von Flüchtlingen aufgestellt worden. Wird auch Zeit.

Kurzer Aufenthalt in Frankfurt bietet Gelegenheit für einen Kaffee. Beim Bäcker beugen sich Indiana Jones und eine Hexe über die Auslage. Klar, ist ja bald Karneval! Ganz vergessen. Kenne ich ja praktisch nicht, in Südniedersachsen bemerkt man Karneval nur daran, dass man im Rest der Republik niemanden erreicht.
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WeltWieselTag 2017

In jedem Jahr am zweiten Wochenende des Augusts ist WeltWieselTag, so will es der Codex. An den heurigen Iden des Wiesels fand der WWT in Hamburg statt. Am Vorabend traf sich eine Abordnung von Wieseln in Göttingen zum Vorglühen. Von Links nach Rechts: Wiesela (angereist aus München), die Ältere Dame, Horst, Nanderez (ohne Bart, olé!) und das Wiesel.

Die Wiesel glühten vor, dass es nur so eine Freude war. Mit dem Ergebnis, das am nächsten Morgen alle mit einem Kater in der Ecke lagen und nur das Blogwiesel noch reisefähig war.

Wir machten uns auf zum Bahnhof.

Radfahrer in Göttingen = Kopf auf Tisch

Vor dem Bahnhof hatten sich ca. 200 asiatische Touristen versammelt um vielleicht ein Foto mit dem Wiesel machen zu können, aber das blie im Rucksack.

Erst als es in der Bahn vor den Paparazzi sicher war, guckte es wieder raus.

Am Hundertwasserbahnhof in Uelzen wurde ein kurzer Zwischenstop eingelegt um Aspirin nachzukaufen.

Dann ging es nach Hamburg. Wir hatten Glück noch reinzukommen, denn Hamburg war wegen so voll, dass es beinahe vor Überfüllung geschlossen worden wäre. Alles nur, weil JEDER zum WeltWieselTag wollte. War gar nicht so einfach, im Bahnhofsgewühl @FrauZimt zu finden.

Tatsächlich sprengte der WWT alle Rekorde. Zur vereinbarten Zeit, gegen 15.00 Uhr, trafen etwas über 30.000 Wiesel am Ort der zentralen Kundgebung ein. Hier startete gleich der Rekordversuch des diesjährigen: Massen-Versteckspiel! Und tatsächlich gelang es. Gegen 15.03 Uhr notierten die Vertreter des Guinessbuch einen neuen Weltrekord im Wiesel-Massenverstecken. Auf diesem Bild sind 30.000 Wiesel versteckt. Wiesel sind äußerst geschickte Verstecker.

Am Abend setzen sich das BlogWiesel, Frau Zimt und ich in Richtung Hafenviertel ab. Das Wiesel liess es sich nicht nehmen, den offiziellen sELPHIspot vor der Elbphilharmonie zu benutzen.

Mittlerweile hungrig gab es dann erstmal einen schönen Uschi-Teller.

Dann ging es zum Hauptakt des Tages. Im eigens angemieteten Volksparkstadion warteten bereits die angereisten Wiesel und einige ausgewählte Companions. Das Blogwiesel eröffnete die Veranstaltung mit einem ShowAkt allererster Güte.

Dann begann das Wiesel Film Festival.

Design: Owley

Hintereinander wurden zahlreiche Werke internationaler Künstler gespielt. Der vielleicht bekannteste: Owley, bei dessen zuvor aufgezeichneten Videogruß das Publikum total ausrastete.

Spät in der Nacht endete das Filmfestival, und der harte Kern der Wiesel, u.a. das Wunderbare Wiesel, Festivus und das Blogwiesel, zogen weiter in die Luana-Lounge und tanzten dort durch bis dem Morgen graute.

Ein äußerst erfolgreicher WeltWieselTag 2017!

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Weltwieseltag 2017

Am zweiten Samstag im August findet in Hamburg der Weltwieseltag 2017 statt*.

Die Veranstalter der WTF (Wiesel Task Force) rechnen mit bis zu 30.000 Besuchswieseln aus aller Welt. Die zentrale Kundgebung beginnt am Samstag, 12.08. um 15.00 Uhr im Hamburger Stadtteil Ohlsdorf auf dem Platz Kapellenstraße Ecke Waldstraße.

Willkommen sind alle Wiesel und Menschen, die in Begleitung eines Wiesels kommen. Wer dabei sein möchte aber kein Wiesel hat, guckt in die Röhre. Die WTF weißt aber darauf hin, dass man sich HIER evtl. noch kurzfristig ein Wiesel organisieren kann.

Wie in den vergangenen Jahren wird die Veranstaltung bestenfalls seltsam ablaufen. Da Wiesel nicht sprechen können, fällt die Eröffnungsrede aus. Danach werden die Wiesel sehr leise, dafür aber sehr unorganisiert ca. 5 Minuten durch die Gegend marodieren, bis die Aufmerksamkeitsspanne ausgeschöpft ist und sie in alle Richtungen auseinanderlaufen.
Danach Abendprogramm.

Wer dabei sein möchte ist selbst schuld und muss sich vorab per Fax bei silencer137@me.com anmelden.

Bild vom WWT 2014: Damals waren es ca. 6 Wiesel, diesemal werden bis zu 30.000 erwartet.

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* Arme Hansestadt. Erst G20, nun Weltwieseltag.

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Reisetagebuch Sizilien (10): Vie dei Tesori

Sonntag, 16. Oktober 2016, Palermo

Federica und Marco, die jungen Akademiker denen der B&B-Palazzo gehört, haben Frühstück hingestellt und sich dann nochmal ins Bett verzogen. Richtig so, immerhin ist Sonntag.

Und was mache ich heute mal so? Ins Bett legen und den Tag verpennen ist keine Option. Allerdings habe ich auch keinen festen Plan und laufe darum einfach mal los, die lange Prachtstraße Via Roma entlang und Richtung Bahnhof. Heute ist die Straße für Autos gesperrt und eine einzige, große Fußgängerzone. Ich bin nicht allein, gefühlt ist bereits halb Palermo auf den Füßen.

Vielleicht liegt das am Sonntag und dem schönen Wetter, vielleicht aber auch den den Vie dei Tesori – den Straßen voller Schätze oder anders übersetzt, den Schätzen am Wegesrand. Passen würde beides. Palermo hat viele Schätze, die meisten existieren im Verborgenen. Das Vie dei Tesori ist ein Festivalprogramm, dass die verborgenen und weniger verborgenen Attraktionen ins Licht rückt. Überall sehe ich Aufsteller, die auf Sehenswürdigkeiten hinweisen, und ein Heer Ehrenamtlicher Helfer organisiert und lenkt die Besucher.

Gedacht ist das Programm vor allem für die Einwohner von Palermo, damit die ihre Stadt besser kennen- und schätzen lernen. Dem kommen die auch gerne nach. Besonders die bekannteren, aber sonst nicht zugänglichen Orte sind bereits überlaufen. Vor dem Luftschutzbunker unter dem Rathaus haben sich schon lange Schlangen gebildet.
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