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Review: Band Hero & Instrumente

Um es kurz zu machen: Band Hero ist ein weichgespülter Klon von Guitar Hero 5. Spielmodi, Grafiken, Charaktermodelle, Challenges – alles dasselbe. Das muss nicht schlecht sein, ist es in diesem Fall aber. Lediglich die neuen Instrumente lohnen das Schreiben über diesen dreisten Fall von Eigenkopie.

Neu sind tatsächlich lediglich die Bühnen, die „Treasure Hunt“-Achivements (XBOX: unverschämte 490 Punkte für das Spielen von „Geheimen Noten“ – was soll diese Inflation?!) und 2 Charaktere, ansonsten wird alles vom Vorgänger recycled. Die Songliste ist auf Mainstream getrimmt, ohne wirklich zu wissen wo sie hinwill – uralter 80er-Krempel mischt sich ohne Sinn und Verstand mit modernem Popkram, der in den USA bestimmt der Brüller ist, den aber hierzulande keine Sau kennt – oder weiß hier jemand ohne zu googeln wer Taylor Swift ist? Eben. Und allein von der Tante sind gleich 3 Songs enthalten.

Das die Songs Mainstream sind heisst ürigens keinesfalls, dass der Schwierigkeitsgrad geringer ausfällt als bei Guitar Hero. Im Gegenteil, auch bei Band Hero wird wieder Overcharting betrieben und Noten über alle Spuren verteilt, dass es eine wahre Pracht ist.

Mit anderen Worten: Das Spiel an sich ist von Mechanik und Grafik OK, aber die Setlist kann man getrost vergessen. Einige Songs wären als Download OK gewesen, aber die teuer verkaufte Kombination ist einfach nur Murks. Man merkt sehr deutlich, dass das Game auf Mädchen als Zielgrupe schielt und die Average Soccer Mum ansprechen soll, die bei Walmart nach Irgendwas von Taylor Swift für´s Töchterchen sucht.

Sei´s drum. So schnell Band Hero der verdienten Vergessenheit anheimfallen wird, umso eindrucksvoller sind die Instrumente, die hierzulande damit ausgeliefert werden. In den USA gab es die schon zu Guitar Hero 5 dazu, unsereins sollte sich die Band Hero-Grütze dafür zulegen – ein Plan, der nur bedingt aufging. Anscheinend verkaufte sich das Bundle so schlecht, dass für das Band Hero Instrumenten-Bundle zwischenzeitlich nur noch 89,- Euro auf Amazon fällig waren. Bei einem Streetprice von 69,- Euro für die XBOX-/PS3-Version der Software gab es also quasi Gitarre, Mikro und Drums für einen 20er extra. Wenn man bedenkt, dass normalerweise schon die GHWT-Drums einzeln über 100 Ocken kosten, war der kauf ein No Brainer.

Und die neuen Instrumente haben es in sich. Ich habe bisher noch nirgendwo gelesen wie AWESOME die Teile sind, deshalb schreibe ich es hier mal selbst hin: Die neuen Instrumente sind großartig! Zwar wird das Rad nicht neu erfunden, aber die vielen Detailverbesserungen rechtfertigen den Kauf für 20 Euro.

Das Instrumentenpaket in der Verpackung, die wesentlich effizienter gestaltet ist. Weniger Plastik und Raumverbrauch. Gut für die Ökobilanz, sehr löblich.

Die neue Gitarre. Von der Form her eine GHWT, von der Optik noch Faker als die anderen Plastikgitarren: Selbst der Glitzer ist nur gedruckt und glitzert nicht. Menno.

Wichtigster Unterschied zur GHWT-Gitarre: Die Mikroschalter der Strumbar sind wieder gummigelagert – dadurch klickt es nicht mehr so laut und fängt hoffentlich nicht an zu quietschen, wie es bei der Vorgängerin der Fall war.
Strumbar und andere Bedienelemente (mit Aunahme der Fretttasten) sind jetzt gummiert, mit einem Überzug ähnlich den Analogsticks der normalen Controller. Sehr angenehm und griffig. Die beste Mainstreamgitarre, die man für wenig Geld kaufen kann.


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Kategorien: Ganz Kurz, Plastik Rock | Schlagwörter: , , | 8 Kommentare

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