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Schlagwort: google

MicroHooo! Hu?

MicroHooo! Hu?

Microsoft und Yahoo wollen kooperieren.
Na, herzlichen Glückwunsch! Ich wette, in diesen Minuten knallen die Sektkorken – und zwar im Hauptquartier von Google.

Grund: Google ist im Suchmaschinengeschäft die absolute Nummer eins, quasi der ungeschlagene Läufer an der Spitze. Microsoft und Yahoo sind weit abgeschlagen irgendwo im Mittelfeld der anderen Läufer. Beide spielen keine besondere Rolle, was auch an ihrem mittelmäßigen Angeboten liegt. Die, die die beiden nun aufgemacht haben, sieht folgendermaßen aus:

Mittelmaß 1 + Mittelmaß 2 = Spitzenklasse = Googlekiller

Darauf muss man erstmal kommen!
Um beim Bild des Laufens zu bleiben: Da machen nun zwei Läufer mitten im Rennen eine Pause, weil sie sich überlegt haben, dass sie vielleicht doppelt so schnell laufen könnten, wenn der eine sein rechtes Bein an das linke Bein des anderen bindet. Klar, wenn man mit zwei Beinen schon gut unterwegs ist, wieviel schneller muss man dann mit dreien sein?

Ich sage dann mal: Viel Glück, MicroHoo.
Man kann Google quasi bis hier hin kichern hören.

Scroogle

Scroogle

Mittlerweile hat sich ja durchaus schon rumgesprochen, dass es manchmal eine gar nicht so gute Idee ist Datenspuren im Netz zu hinterlassen. Schon gar nicht bei Google. Mit seiner Suche, den Blogs, seinen vielen Applikationen und natürlich Youtube weiß das Unternehmen schon viel zu viel über jeden einzelnen Internetnutzer. Der aktuelle Fall um Viacom zeigt, das auch andere Unternehmen schnell mal an Googles Goldschatz rankommen.

Das Internet zu nutzen und dabei um Google herumzukommen ist fast ein Ding der Unmöglichkeit. Trotzdem sollte man es den Profilern aber nicht zu einfach machen. Generell gilt: wenn man eine Google-Applikation zu Ende genutzt hat: Ausloggen. Bleibt man mit seinem Google-Konto angemeldet, folgt es einem quasi durchs Netz und verknüpft weitere Aktionen mit dem eigenen Profil.
Ein netter Service zur Nutzung der Google-Suche ohne Spuren zu hinterlassen ist Scroogle. Dort eingegeben Suchanfragen laufen durch Google, werden aber zuvor so verwürfelt das keine verwertbaren Nutzerdaten übrigbleiben.

Man braucht nicht paranoid zu sein und mit einem Hut aus Alufolie herumzulaufen um zu wissen, das SIE hinter einem her sind. Konzerne wollen stets nur unser Bestes. Und das bekommen sie über unsere Daten und Profile.

Ich weiß, was du letzten Sommer gesehen hast…

Ich weiß, was du letzten Sommer gesehen hast…

…kann nun der Konzern Viacom sagen.

Ein US-Amerikanisches Gericht hat verfügt, dass Youtube alle Nutzerdaten an Viacom übergeben muss (PDF). Wie die die enormen Datenmenge auswerten wollen ist mir, ehrlich gesagt, ein Rätsel. Und was dann? Jeden verklagen, der sich über Youtube einen Trailer für Viacom-Filme angesehen hat? Weil der dort nicht hätte stehen dürfen? Was soll sowas?

“Immer wenn Du das Bild nicht zusammenbekomst, weil die Teile zu unüberschaubar sind und nichts zusammenpasst, stell Dir die Frage: Where´s the money?”

Wenn man etwas tiefer gräbt kommt sehr schnell raus: das Geld steckt in diesem Fall in den Taschen von Youtube resp. Google. Es geht um eine Milliarde Dollar, die Viacom seit März 2007 wegen angeblicher Copyrightverstöße von Google einzuklagen versucht.

Viacom will nun die Daten der Nutzer auswerten um im Prozess zu beweisen, dass Material, welches gegen die Urheberrechte verstösst, auf Youtube beliebter ist als reiner user-generated-content. Zu den übergebenden Nutzerdaten gehören Profile und nicht-anonymisierte Statistiken genauso wie die Historys der Nutzer. Google hielt zwar noch etwas flügellahm dagegen, dass man damit die Privatsphäre der Nutzer verstoßen würde, dies störte den zuständigen Richter aber wenig.

Dabei ist das Ganze ein Kompromiss, den ursprünglich wollte Viacom auch gleich noch den Source-Code von Youtube, den Code der Filter zur Entdeckung von Urheberrechtsverletzungen, Kopien aller als nichtöffentlich gelabelten Videos sowie das Datenbankschema von Googles Werbeprogramm. Dies wurde aber abgelehnt.

Hier kann man schon mal einen Moment innehalten und überlegen: der Code eines Konzerns (Google) und die eventuellen Ansprüche eines anderen (Viacom) sind vor einem US-Gericht mehr wert als die persönlichen Daten von Millionen von Nutzenden.

Gmail.com verboten?

Gmail.com verboten?

Bei der Eingabe von http://gmail.com wird das hier angezeigt:


(KMG)

Aus Deutschland ist http://gmail.com also nicht erreichbar.
Und wieso, bitte?

Klar, die Adresse Gmail.de hat sich eine GmbH gesichert und bietet schon seit 2001 (Google-Mail kam erst 2004) irgendwas mit Mails und Business und so an. Die Firma hält auch die Rechte an der Marke “GMail” in Deutschland, weshalb Google schon seit längerem keine Name@gmail.com-Accounts mehr in Deutschland vergeben darf. Alles OK soweit.

Nun erleben wir wohl aber die nächste Stufe: auch die Erreichbarkeit internationaler Domains wird für Bewohner eines Landes eingeschränkt, wenn sie mit nationalem Markenrecht kolidieren (die Domains, nicht die Bewohner).

Wo genau soll das eigentlich hinführen?

Gmail ist nun entgültig nur noch unter http://googlemail.com zu erreichen.
Empfängeradressen mit @gmail.com funktionieren aber auch weiterhin.