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Thanks for saving the day, Jack Bauer!

Die Überschrift ist nicht ganz korrekt, eigentlich müsste es heißen „Danke, 24, dass Barak Obama Präsident der USA geworden ist“. Wäre aber zu lang und zu umständlich.

Ja, ich bin ein großer Anhänger der Theorie, dass durch die Performance von Dennis Haysbert als farbiger Präsident in der Serie 24 der Weg bereitet wurde. Präsident David Palmer, wie ihn Haysbert verkörperte, war ernst, nachdenklich, gelegentlich zu unpopulären Entscheidungen gezwungen, ständig umgeben von intriganten Strippenziehern – aber auch unabhängig, ruhig und jemand, der die Interessen seines Landes über die eigenen stellte. Nach so einem Präsidenten musste sich jeder sehnen – die Hautfarbe spielte da keine Rolle mehr.

Den Kontrast bildeten alle Präsidenten, die in der Serie nach ihm dieses Amt übernehmen durften – der Mensch aus Staffel 4 war als klar erkennbare Mischung aus Nixon und George W. Bush angelegt, was Intrigantentum und Unfähigkeit anging.

Über 4 Staffeln durfte sich das Wahlvolk also einen ehrlichen, aufrechten Präsidenten ansehen und sich an den Gedanken gewöhnen, dass so einer halt auch farbig sein kann.

Hat am Ende 24 einen Barak Obama erst möglich gemacht?
Inwieweit dieser „Palmer-Effekt“ tatsächlich die Wahl beeinflusst hat, wird sich nie klären lassen.
Als These finde ich (und auch andere) das nach wie vor nett.

Froh bin ich auch, dass sich eine andere Theorie, der sog. „Bradley Effekt“ (die Angst des weißen Mannes in der Wahlkabine) nicht nachweisen lässt.
Aber vielleicht wurde Bradley ja im Vorfeld der Wahl von Jack Bauer umgelegt.

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