RSS

Blogparade: Tagesgepäck

03 Okt

„Wie sieht Euer Gepäck für eine Tagestour aus, und was ist da drin?“ will X-Fish von 600ccm.info wissen, und macht zur Sicherheit gleich mal eine Blogparade daraus. Hmmm, Tagesgebäck. Hier mein Beitrag.

Was bei mir nicht im Tagesgepäck ist, aber immer mitfährt: Warndreieck und Verbandskasten sowie Bordwerkzeug, Draht, Panzerband, Reifenflickset, Unfallbericht und Reserveschlüssel. Die sind bei meinen Motorrädern, einer ZZR600 und einer V-Strom 650, unter den Sitzbänken und damit sowieso immer dabei.

Ich bin ein großer Fan von Topcases, den Hartschalenkoffern, die oben auf einen Gepäckträger aufgeklippt werden. Ich mag das, weil es weitgehend wasserdicht ist, darin alles seinen Platz hat und es uninteressant aussieht. Softluggage oder Gepäckrollen auf der Sitzbank wirken dagegen gleich viel interessanter und wecken Begehrlichkeiten in Richtung Mitnahmediebstahl oder dem schnellen Schnitt mit einem Messer.

Wohlgemerkt,Topcases sind auch nicht sicherer: Ein gezielter Stich mit einem Schraubenzieher, eine schnelle Drehung und die Kiste ist offen. Ein Topcase weckt aber weniger Begehrlichkeiten, denn was soll da schon drin sein? Leute mit Topcase sind verkappte Rollerfahrer, uninteressant und langweilig, die fahren in ihren Topcase nur ihren Helm oder eine Dose Bohnen spazieren (eine Ausnahme bildet hier die GS-fahrende Alukistenfraktion, aber davon fange ich jetzt gar nicht an).

Andere Moppedfahrer stören sich oft an der Optik:

…aber die ist mir egal. Das hinter mir, wo ich es eh´nicht sehe, eine Kiste von der Größe eines Trolleys angebracht ist, stört mich herzlich wenig. Ich freue mich über einen Kofferraum am Motorrad. Ein Topcase macht ein Motorrad erst alltaugstauglich: Plötzlich lässt sich mit der Kiste zum Einkaufen fahren, und auf Reisen und für Tagestouren ist es gleichermaßen zu gebrauchen. Früher fuhr ich dafür immer mit zwei Koffern rum, dagegen ist ein Topcase noch schlank. Notiz am Rande: Auf gemeinsamen Ausfahrten waren bislang ausgerechnet die Motorradfahrer, die am lautesten über die Optik von Topcases schimpften, auch diejenigen, die als erstes fragten „Kannst Du meine Wasserflasche/Meine Schokolade/meine Kamera mitnehmen?“. Soviel dazu.

Was man vorher wissen muss: Ein Topcase verändert den Schwerpunkt des Motorrads. Das geht nicht bei jedem Motorrad gleich gut, einige werden kippelig, und auch als Fahrer muss man das können. Wobei die Beladung eines Topcases auch nicht zu heftig sein darf. Die meisten Topcases sind für 5 Kilo zugelassen.

Knackpunkt ist aber was was anderes. Die meisten Seriengepäckträger können insgesamt nicht mehr als 5kg tragen, also Topcase + Inhalt sollten 5 Kg nicht übersteigen, und die Grenze sprengt man schnell. Schnallt man sich ein Super-Duper-Ruggedized-Adventure-Topcase aus dem Abenteuershop auf´s Heck, dann kann es passieren, dass man damit den Heckträger schon ausgelastet hat.

Beispiel: Das Givi-Trekker-Abenteuer-Topace mit 54 Litern wiegt ohne jede Beladung schon satte 6 kg und damit ein Kilo mehr, als der Heckträger der aktuellen V-Strom abkann. Darauf MUSS man achten. Denn ein Topcase, auch ein leeres oder nur leicht beladenes, ist der schnellste Weg um sich Gepäckträger oder Teile des Motorradrahmens kaputt zu machen. Will man was anderes fahren als Straßen oder Schotter, ist ein Topcase ein No-Go. Denn im Gelände ist es keine Frage ob, sondern nur wann die Masse des Topcases den Gepäckträger oder seine Halterungen zerstört.

Bei mir geht das aber. Ich fahre nicht im Gelände, jedenfalls nicht freiwillig, und sowohl die Renaissance als auch die Barocca haben Halterungen mit 10kg Tragkraft für das Topcase, das selbst netto nur 3 Kilo wiegt.

Das Topcase liegt, fertig bestückt, immer im Ausrüstungsregal der Garage. Ich muss es nur aus dem Regal nehmen, einrasten lassen, schon kann die Fahrt losgehen.

Gepäckregal: Oben und Mitte E45 Givis, beklebt als Topcase und Koffer, darunter schlankere E36.

Mein Topcase ist ein modifizierter Givi E45-Koffer. Die Dinger wurden über 30 Jahre nahezu unverändert produziert. Sie sind sehr leicht, unkaputtbar, benzinfest (looking at you, BMW!) haben eine stabile und selbstsichernde Halterung und das Beste: Sie sind symetrisch. Einen E45-Koffer kann man links, rechts und oben ans Mopped stecken, die sind immer gleich. Das ist doppelt gut, denn sollte auf Reisen mal ein Seitenkoffer kaputt gehen, kann das Topcase als Ersatz an seine Stelle treten.

Verändert wurde mein Topcase, das ich für Tagestouren bis zu 3 Tagen alleine und für echte Reisen in Kombination mit Koffern nehme, sowohl innen als auch außen. Außen hat es umlaufendes Reflexband aus dem besten LKW-Markierungsband bekommen, das man für Geld kaufen kann. Das Licht einer Kerze wird in der Reflektion der Mikroprismen in dem Zeug zu einem Scheinwerfer. Außerdem hat das Topcase Gummifüße, die auch als Dämpfer am Gepäckträger dienen und gleichzeitig die Halterung unter Spannung setzen. Da klappert nichts, und die Gefahr das Case zu verlieren ist geringer.

Das Innere des E45 bietet normalerweise gleich zwei Integralhelmen Platz. Bei mir ist es nur noch einer, weil ringsrum ein umlaufendes Gurtband angebracht ist, an dem Taschen hängen. Der Abstand zwischen Gurtband und Deckel ist so gebaut, das Taschen mit dem „Molle“-Halterungssystem einhängbar sind. „Molle“ stammt aus dem Militäbereich, deshalb gibt es viele, unterschiedliche Taschen dafür. Das ermöglicht Variabilität: Ich kann verschiedene Taschen und Flaschenhalterungen fast beliebig kombinieren.

Bei gutem Wetter ist das Topcase, abgesehen von den umlaufenden Taschen, einfach leer. Ich fahre ja meist nicht einfach so durch die Gegend, sondern weil ich irgendwo hin will, Kultur angucken oder auf Berge klettern oder sowas. Dann kann ich in das leere Topcase den Helm einschließen.

Bei ungewissen Wetter ist im Topcase die Vakuum-Rolle mit der Regenkombi.

In den Taschen im Inneren des Topcases ist allerhand Zeugs, das eigentlich immer dabei ist. Die Tasche hinten links enthält eine klein zusammenfaltbare Einkaufstasche und ein winziges Mikrofaserhandtuch. Letzteres dient meist zum Abwischen des Sitzes nach Regen oder zum Befreien der Spiegel von Morgentau. Wenn ich wirklich den ganzen Tag unterwegs sind, stecken ein paar Müsliriegel in der Tasche. Außerdem ist es der Ort, an dem ich das Navi aufbewahre. Naja, „Aufbewahren“… Sie ist halt oben offen, ich kann Anna einfach da reinschmeißen.

Die Tasche, ursprünglich für´s Militär gemacht um Patronen einzusammeln, hat seitliche Einschübe. Darin steckt Campingbesteck: Ein schweizer Messer, ein Opinel, ein Spork und ein Faltbecher. Dahinter, im Gurtband, ein Kuli und eine Winkeltaschenlampe. Winkelig deswegen, weil man sich die einfach an die Jacke stecken kann, dann leuchtet die nach vorne und man hat die Hände frei. Praktisch beim Rumklettern in Höhlen oder dem beidhändigen Rumwühlen in den Innereien des Motorrads.

Dann kommt eine Wasserflasche. Ein Liter ist immer dabei, wenn ich im Sommer auf Reisen bin, steckt daneben noch eine zweite Flasche.

Vorne rechts klemmt ein Resqme und eine Notfalleuchte. Das ResQme ist ein winziges Ding, mit dem man nach einem Unfall Autoscheiben zerschießen und Gurte zerschneiden kann. Ich bin einmal zu oft an frischen Unfallstellen vorbeigekommen um auf sowas zu verzichten. Außerdem kann man damit im Sommer sehr schnell Haustiere aus Autos befreien, weshalb die spanische Polizei sowas als Standardausrüstung am Gürtel hat.

Die Notleuchte ist ein Warnlicht, wasserfest, mit verschiedenen Blitz- und Leuchtmodi. Sie dient dem Sichern von Unfallstellen und ist magnetisch. Unter eine Zierblende am Topcase habe ich einen Neodym-Magneten eingearbeit. Im Notfall kann ich die Leuchte also auf´s Topcase „kleben“. Ist seit der Episode, wo ich bei der ich fast mit dem Motorrad in den Bergen abgestürzt wäre, immer dabei. Zum Glück seitdem noch nie gebraucht.

In der flachen Tasche vorne rechts steckt meine Lumix-Kamera und Kleinkram. Taschentücher, Magnesiumtabletten, was alte Leute halt so auf Reisen brauchen. Vermutlich kommt irgendwann Hämhorrhoidensalbe und Blasenkapseln dazu.

Die große Tasche hinten rechts beinhaltet auf Reisen die Actioncams samt Ersatzakkus sowie eine winzige Pumpflasche mit Sonnenschutz und ein Cap. Ich bin aber kein Capträger, und trage das nur widerwillig bei starker Sonne oder Regen. Jetzt habe ich etwas Besseres gefunden: Im kommenden Jahr fährt dort ein Oilskin-Hut mit, der wasserdicht und knautschbar ist – dank des eingearbeiteten Drahts verliert er seine Form nicht.

Die kleine Tasche hinten links enthält eine Ersatz- bzw. eine Sonnenbrille in meiner Sehstärke. Ohne Brille geht halt bei mir gar nichts, ein Ersatz in Reichweite zu haben ist wichtig. Wenn ich in ganz seltsamen Gegenden unterwegs bin, steckt in der Tasche ein Bremsscheibenschloss.

Die Dokumentenklappe hat ein Warndreieck aus Reflexfolie bekommen, das ist gut sichtbar, wenn der Deckel aufgeklappt ist.

In der Dokumentenklappe befinden sich tatsächlich Dokumente – eine „Missionsmappe“ mit dem Tagesprogramm, der nächsten Hotelreservierung und ggf. Buchungen für den Tag.

Dazu befindet sich noch das hier dahinter:

Im Einzelnen:

Eine Parkscheibe mit eingeklebten Magneten, so dass die an der Kanzel der ZZR und der V-Strom kleben bleibt. Außerdem eine Hülle für Parkscheine, ebenfalls magnetisch. Ziplockbeutel, um kleine Geräte bei Regen wasserdicht zu verpacken. Und ein Wörterbuch, das nur aus Bildern besteht und darum für jede Sprache taugt.

Einen kleinen Clou hat das Topcase noch. Den Boden habe ich aus Kunstleder gemacht und darunter ein Polster eingezogen, damit der Helm nicht verkratzt. Die Polsterung ist aber nicht aus Schaumstoff oder ähnlichem – sie ist aus einer Warnweste gemacht! Im Notfall muss ich nur das Kunstleder aus seinen Klettschlussriegeln rupfen, und habe eine stabile und sehr gute Warnweste in der Hand. Übrigens von XL-Moto, die sind qualitativ sehr gut und zerfleddern nicht nach den ersten Kilometern im Fahrtwind. Auf die hat mich X-Fish gebracht, die ersetzt seit Anfang 2018 die Billigversion aus dem Baumarkt, die ich bis dahin darunter spazieren fuhr.

In mein Tagesgepäck sind also viele Gedanken und Ideen eingeflossen. Was haltet ihr davon? Übertrieben oder cool?
Und wie ist es bei Euch? Was ist bei Euch immer an Bord, und wie sieht Euer Tagesgepäck aus? Macht mit bei der Blogparade!

 
12 Kommentare

Verfasst von - 3. Oktober 2018 in Motorrad

 

12 Antworten zu “Blogparade: Tagesgepäck

  1. ruediger

    3. Oktober 2018 at 09:54

     
  2. Lupo

    3. Oktober 2018 at 12:37

    So ähnlich sieht es bei mir aus, nur im Tankrucksack. Wie Du schon richtig geschrieben hast, ist die Stabilität durch das Topcase ein Thema, das man beachten muss. Daher habe ich mch für die Tankrucksackvariante entschieden. Da habe ich mehrere alte Harro-Tankrucksäcke für meine Motorräder. Die Ausstattung ist je nach Moped unterschiedlich, jedoch i.d.R. ausschliesslich technscher Natur. Notfallmässig habe ich nichts dabei, wie Warndreieck o.ä., nur Erste-Hilfe-Tasche.

    Gruss

    Lupo

    Gefällt 1 Person

     
  3. Albrecht Wagenhöfer

    3. Oktober 2018 at 12:41

    Überzogen finde ich den Mitreisekrempel nicht, findet das doch eine Antwort auf unvorhergesehene Situationen, wo man ohne ganz einfach wisserwie steht und es geht nur humpelnd weiter.
    Bei mir ist die Situation sehr oft durch Sozia im Platz eingeschränkt, d.h., daß der Sitzstauraum bis in das Heck sehr voll gestopft ist, Brillen und Microtücher sowie das, was zugriffsverschmerzbar ist, wandert in Sturzbügeltaschen, den Rest nimmt ein Rucksack auf, welcher dann mitgenommen werden muß, sobald man nicht mit Helm in der Stadt unterwegs sein möchte. Genau diese Situation des Helmspazierentragens finde ich für mich peinlich.
    Schloßsicherheit: da kann doch als Marke draufstehen wie will, einen kräftiger Schlag verträgt das Blech meist nicht, es suggeriert nur Zugriffssicherheit, gegen einen Schraubenzieherhebel ist das eh chancenlos. Was ich bei der DL gar nicht benötige: Ersatzbirnen, da die Mühle alles paarweise hat. Gegen Kofferüberbreite und noch mehr Stauraum habe ich GfK-Munitionskisten wahlweise dran. Lenkerbreite = Durchfahrtsbreite und verhindert schlimmeres, wenn beim Durchschlängeln zu lässig im Abstand gehandelt wird.

    Gefällt 1 Person

     
  4. zwerch

    3. Oktober 2018 at 18:09

    Gefragt wurde nach Gepäck für eine Tagestour….
    Hmm… Geld, Taschentücher, Smartphone (wenn ich es nicht, wie meistens, zuhause vergesse), 0,5 l Wasser, Navi. Das alles passt prima in meinen kleinen Tankrucksack (5 -9 l) von Moto Detail, der mittels Magneten am Tank befestigt wird. Weil diese aber auf Dauer den Tank verkratzen wird er jetzt gegen einen mit Quicklock-System ausgetauscht.
    Immer im Motorrad verstaut: Warnweste, Verbandtasche, Helmüberzieher (Warndreieck)
    Ansonsten für eine Tagestour ohne Netz und doppelten Boden, aber IMMER mit ADAC-Karte 😉

    Für bzw. gegen das Topcase schlagen 2 Herzen in meiner Brust… zum einen ist es überaus praktisch zum Verstauen von Helm und Regenkombi bzw. wenn es warm ist auch mal die Motorradjacke. Dagegen spricht für mich persönlich dass sich damit das Fahrverhalten der ZZR beträchtlich verändert. Bedingt durch meine „Größe“ von 157 cm/50 kg und den dadurch nochmal erhöhten Schwerpunkt ist der Aufbau sehr windempfindlich, ich hab da nicht viel entgegenzusetzen.
    Dennoch bin ich unentschlossen mich davon zu trennen.

    Für eine mehrtägige Kurzreisen, die bisher nur in D bzw. A stattfanden, ist dann nur noch eine kleine Werkzeugrolle mit dem allernötigsten in entweder den Seitenkoffern oder bevorzugt der Gepäckrolle. Kein Reifenpannenset oder ähnliches, denn ist die Sandalette im Eimer ist der Tag eh gelaufen…. dann hilft wiederum der ADAC.

    Warum hab ich jetzt das Gefühl viel zu wenig mitzuführen und „unterversorgt“ zu sein???

    Gefällt 1 Person

     
  5. Lupo

    3. Oktober 2018 at 20:16

    Ich habe vergessen, zu schreiben, was im Tankrucksack drin ist:

    – Erste-Hilfe-Päckchen,
    – Luftdruckmesser von Flaig,
    – kleine Luftpumpe (brauchte ich tatsächlich mal),
    – Multimeter (auch schon öfters gebraucht, nicht nur bei mir, konnte damit aushelfen),
    – einen Satz Glühbirnen für alle Lampen (gehen immer kaputt, wenn man es gerade nicht braucht)
    – Ersatzunterbrecher,
    – Zündkerzen (mir ging mal eine auf der Paßstrasse zum Julier in ungünstiger Lage kaputt, Bosch – Made in India),
    – ein Tütchen mit allerlei Schrauben und Muttern (brauchte ich selbst noch nicht, aber ein Kollege, gut, wenn man helfen kann),
    – Pannenspray,
    – Ersatzbowdenzüge für Kupplung, Bremse und Gaszüge (gerade letztens ist der Kupplungszug mal wieder gerissen),
    – ADAC-Karten (Nachfolger der alten Deutschen Generalkarte von Mairs Geografischem Verlag)
    – Taschenmesser,
    – Schreibzeug (Stift, Schreibblock)
    – Taschenlampe
    – Visierreiniger
    – Ersatzhandschuhe
    – in der Packtasche dann noch eine Werkzeugrolle mit Werkzeug, das sich über Jahre als nützlich erwiesen hat.

    Gruss

    Lupo

    Gefällt 1 Person

     
  6. Silencer

    3. Oktober 2018 at 21:17

    @Lupo: Danke für die ausführlichen Kommentare! Eine Luftpumpe habe ich tatsächlich auch dabei, aber nur wenn es wirklich auf Reisen geht. Denn auch wenn man es kaum glauben mag: Wenn man wirklich mal Luft braucht, gibt es unter Garantie keine.

    @Albrecht: Jupp, dass die V-Strom alles doppelt hat, ist echt beruhigend.

    @Zwerch: Macht sich das TC wirklich so bemerkbar bei Dir? Ich habe immer das Gefühl, dass sich gerade die Zette gar nicht darum schert… möglicherweise ist das aber mit Tieferlegung tatsächlich nochmal anders.

    Gefällt mir

     
  7. typ3typ

    4. Oktober 2018 at 17:54

    Mein Dampfer hat ja serienmäßig sowohl 2 Koffer, als auch Topcase. Wobei letzteres seit Jahren eingepackt im Regal steht. Fahre nur noch Tagestouren. Meistens jedenfalls…

    Da die Koffer irgendwie zum Outfit des Bikes gehören und ja auch die hinteren Auspuffhalter an der Reling befestigt sind, bleiben die auch montiert.

    Im linken Koffer ist ein kleines Notfallpaket mit zölligen Werkzeugen, eine Rolle Ducktape, der Luftdruckpüfer mit Adapter (https://www.louis.de/artikel/spezial-verlaengerungs-adapter/10009880?filter_article_number=10009880&list=e2694d22e5b01d50302290ed4644d49a), eine kleine Luftpumpe (haupts. für die Dämpfer) und ein bis zwei Wasserflaschen (Juniors alte Sic-Flaschen, auch schon 15 Jahre alt) für unterwegs.

    Im rechten Koffer ist das Regenzeug, ein Satz Ersatzhandschuhe (keine Ahnung warum, seit zig Jahren so ein Tick von mir), das Regenvisier für den Jethelm und in einer speziellen Aufnahmeschale (Saddlebag Organizer Tray http://eglidegoodies.com/id226.html) das Handy, die Box fürs Navi, die Ladekabel und eine Powerbank dazu.

    Gefällt 1 Person

     
  8. Bla (@blablog)

    4. Oktober 2018 at 19:28

    Als bekennender Topcasefahrer musste ich schon ein wenig schmunzeln. Soviel Kram nehm ich ja nicht mal für Wochendendtouren mit. Für Tagestouren ist in meinem kleinen Beautycase genau das gleiche wie jeden Tag: Ein Küchenhandtuch und eine Einkaufstasche. Sonst wäre kein Platz mehr für den Helm. Werkzeug ist im Werkzeugfach, die Ölflasche ist am Sturzbügel und gut. Ein paar praktische Dinge sind im Tankrucksack, aber der fährt nur bei seltenen Übernachtungen mit.

    Gefällt mir

     
  9. DL650R

    5. Oktober 2018 at 13:37

    Ich bin immer wieder verblüfft und erschreckt – auch bei lesen deines Blogs – dass wir doch politisch durchaus entgegengesetzte Ansichten haben, wenn es um Technik geht, du aber immer schon da warst (oder bist) wo ich erst nach langer Recherche hin will. Nun, das ist ja auch ein Grund, warum ich dich gerne lese (neben den tollen Reiseberichten): Hier kann man was lernen! 😀

    Was die Koffer betrifft, hast du ja absolut recht und ich hatte die Dinger ja auch an meiner Transalp (in blau) aber mur nun aus, äh, ästhetischen Gründen Tankrucksack und Hecktaschenrucksack verordnet, weil ich aus der V-Strom unbedingt einen Sporttourer für Riesen bauen wollte. Dafür muss ich nun leiden … und will es so. Koffer könnte ich mir nur solche schick integrierten, wie an der aktuellen Versys 1000 (dann aber ohne Topcase, damit der hintere Sitz zum querspannen einer Rolle frei bleibt) vorstellen.

    Aber nun zu deinem Blog-Eintrag. Wie schon angedeutet, hier bin ich mal wieder um zu lernen und habe sowohl Text als auch Bilder studiert und dabei gleich mal zwei Fragen. Zum Einen, wo kauft man denn passende Oilskin-Hüte. Mir sind Base-Caps auch immer zu „Ami-like“, doch in Sommern, wie diesen ging’s manchmal nicht ohne, sonst droht der Sonnenbrand auf dem Kopf.

    Zum Anderen finde ich es interessant, dass du auch Kunststoffsteckregale zum Lagern der Koffer nutzt. Ich bin ebenfalls im Keller (dem bei Starkregen Wassereinbruch droht) rein auf Kunstoff umgestiegen. Rostet und fault dann nicht gleich. Was ich nun suche, ist ein Spint (für Kleidung, etwa wie in der Badeanstalt) aus Kunststoff. Kunststoffschränke habe ich entdeckt aber auf einen Kunststoffspint bin ich noch nie gestoßen. Ist dir schon mal einer unter gekommen?

    PS: Hattest du nicht auch immer einen Winkeladapter für die Luft in den Reifen dabei?

    Gefällt mir

     
  10. Silencer

    5. Oktober 2018 at 19:35

    @Typ3Typ: Klar, an Deine Kiste gehören unbedingt Koffer! Der Organizer sieht chique aus, hätte ich solche Koffer, würde ich mit dem auch liebäugeln 😀

    @BlaBlog: Viel? Naja. Ist relativ. Praktische Dinge, halt. Dafür habe ich nie einen Tankrucksack 😉

    @DL650R: Unamerikanischer wirds mit einem Oilskin nicht: https://www.betterwesternwear.de/Outfit/Kopfbedeckungen/Huete/Wachshut-Oilskin-Hut-Wanderreiten-Waxhut-Regenhut-Wetterhut-Schlapphut_8

    Ich finde den aber sehr cool. In der Krempe ist ein Draht eingearbeitet, so dass der auch bei Regen seine Form nicht verliert. Dieses Jahr war ich mit einem „Abenteuerhut“ einer Billigmarke unterwegs. Der sah bei Sonnenschein aus wie die Kopfbedeckung von Indiana Jones – und nach dem ersten Regen wie die von Paddington Bär 🙂

    Winkeladapter ist bei der V-Strom unter der Sitzbank, genau.

    Gefällt mir

     
  11. DL650R

    5. Oktober 2018 at 20:00

    Also unangenehm finde ich diese patriotischen Base-Caps, am besten noch mit aufgestickter Wahlwerbung. Sich so rauszuputzen, wie Doc und Marty im dritten BTTF-Teil ist ok, wenn man damit wirklich am Feuer pennt. 😉

    Letztes Jahr habe ich auch mal meine Gartenjacke entsorgt, weil die zum Einen zu alt wurde aber mir auch nicht gefällt, wenn man mit ausrangierten Sachen wie ein Penner aussieht. Auf der Suche nach einer Jacke, die von Baumharzflecken und Heckendornenlöchern authentischer und nicht gammeliger wird, habe ich dann beim Angebot eines der Motorradshops zugegriffen und eine Feldjacke erstanden.

    Also so das, was der Volksmund als SchimanskiJacke kennt. Nur nicht in oliv, schwarz oder Tarn, sondern so einem Ockerbeige. Lange Rede kurzer Sinn, meinst du diese Mütze ist vom selben Hersteller gleichwertig gut? Oder sind nur die dunklen wasserdicht?

    https://www.betterwesternwear.de/Outfit/Kopfbedeckungen/Huete/Wachshut-Oilskin-Hut-Wanderreiten-Waxhut-Regenhut-Wetterhut-Schlapphut_32

    Gefällt mir

     
  12. DL650R

    6. Oktober 2018 at 10:34

    Nachtrag:

    Ach, vergiss die Frage. Nichts lässt einen Mann dämlicher aussehen, als ein zu kleiner Hut (und zu kurze Ärmel und Hosenbeine). Ich sehe ja jetzt erst, die Dinger gibt es nur bis Umfang 60-61 und damit bin ich raus. 😥

    Gefällt mir

     

Kommentar verfassen (und sich damit mit der Speicherung von Daten einverstanden erklären, siehe "Rechtliches & Kontakt")

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.