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Archiv der Kategorie: Ganz Kurz

[Gelöst] Was ist das?

Hier, ich schon wieder, der Typ der Pflanzen hybsch findet, aber keine Ahnung davon hat. Deshalb eine Frage an die geneigten LeserInnen: Was´n das, was hier so herbstlich bunt in form einer Hecke rumsteht?

Lösung: Frau B. Hat´s gewusst: Feuerdorn muss das sein. Dankeschön!

 
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Verfasst von - 24. September 2017 in Ganz Kurz

 

Auf die Barrikaden!

Auch italienische Innenstädte werden jetzt mit Barrikaden gegen Terrorismus geschützt. Man stellt am Eingang der Fußgängerzonen das Härteste auf, was es in diesem Land gibt: Nonnas, Großmütter. Denen entgeht nichts, an denen kommt keiner vorbei.

 
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Verfasst von - 23. September 2017 in Ganz Kurz

 

Fokus

Bunte Blätter kleben auf regennassen Straßen. Es ist kalt. Ich leugne den Herbst, kann ihn aber nicht ignorieren. Der Balkon ist schon eingemottet. 8.000 Kleinigkeiten stehen noch an. Lange Tage und kurze Nächte. Dann die beiden aufregendsten Tage des Jahres. Dann alles in Ordnung bringen. Nicht von den Wetteraussichten irritieren lassen, die von Schnee sprechen.
Alles ausblenden.
Auf das Wesentliche konzentieren.
Fokussieren.

Die letzten Meter sind die schwersten. Jetzt nur nicht nachlassen, nicht aufgeben und vor allem nicht krank werden.
Durchhalten.
Nur noch bis Ende der Woche.

 
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Verfasst von - 11. September 2017 in Ganz Kurz

 

Demokratischer Volksport 2017

„Die Befragung des Wahl-O-Mat ist demokratischer Volkssport geworden“, sagt Thomas Krüger. Er muss es wissen, denn als Chef der Bundeszentrale für politische Bildung verantwortet er den interaktiven Fragebogen, der seit 2002 rund 50 Millionen mal geklickt wurde.

In den Wahl-O-Maten sind die Positionen aller Parteien hinter 38 zugespitzte Aussagen hinterlegt. Klickt man sich da durch, bekommt man am Ende als Ergebnis die Partei, die die eigenen Standpunkte am Besten zu vertreten behauptet.

Seit heute ist der Wahl-O-Mat mit den Positionen zur Bundestagswahl am 24.09. bestückt – und der Anstrurm so hoch, dass er aktuell nicht erreichbar ist.

Wenn sich der Ansturm etwas gelegt hat, findet man den Wahl-O-Maten hier:
https://www.bpb.de/politik/wahlen/wahl-o-mat/

 
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Verfasst von - 30. August 2017 in Ganz Kurz

 

Bye, SPON

Ach, SPIEGEL Online fehlt mir ja schon ein wenig.

Schon länger kann man die Seite nicht mehr ohne Adblocker besuchen, weil man dann von blinkenden und blitzenden Bannern, animierten Skyscrapern und durch´s Bild fliegendem Videomüll blind wird. Unabhängig davon konnte man echte Videos nicht angucken, weil SPON vor einen 10 sekündigen Nachrichtenschnipsel von Youtube oder REUTERS 30 bis 60 Sekunden Werbung schaltete. Erträglich war das Ganze wirklich nur mir Adblocker, auch wenn durch den immer mehr Werbung durchrutschte.

Seit vergangener Woche wird man nun von SPIEGEL Online geblockt, wenn man einen Adblocker im Browser hat. Sowas kannte ich bislang nur von den Seiten des SPRINGER-Verlags, aber BILD und Co. lese ich ohnehin nicht. Nun also auch SPON.

Die bieten zwar auch ein Abo an, aber das ist 1. preislich nicht angemessen für Inhalte wie „Massentourismus an der Ostsee“, „die Enttäuschung der Trump-Anhänger“ oder „So gefährlich ist ihr Küchenschwamm“ und 2. wird m.W. auch dieser Content mit Werbung ausgeliefert. Und das ist es dann genau nicht wert.

Tja. Wir hatten eine lange, gemeinsam Geschichte. Seit 1997 lese ich SPON, jetzt heißt es Abschied nehmen. Mach´s gut, SPIEGEL ONLINE.

 
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Verfasst von - 28. August 2017 in Ganz Kurz

 

Wibbel Stetz

Braucht hier noch jemand seinen Wibbel gestetzt? Dann nix wie los zum Schwammeneumel!


Echt, ich habe keine Ahnung was das ist und was das soll, aber allein die seltsamen Worte machen mich lachen.
(…und ich habe auch kein Interesse daran zu erfahren was das in echt ist. Das würde die Magie kaputt machen)

 
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Verfasst von - 18. August 2017 in Ganz Kurz

 

Reichsbürgerverwahrung

Reichsbürger sind, wir erinnern uns, diese Komiker, die die Existenz der Bundesrepublik Deutschland nicht anerkennen wollen. Nach Reichsbürgerideologie ist Deutschland eine GmbH, gegründet von den alliierten Siegermächten. In Wahrheit bestünde das Deutsche Reich bis heute, weil es ja nach dem Krieg keinen Friedensvertrag gegeben hätte.

In Facebook-Gruppen oder Youtube-Channels tauschen sich Reichsbürger aus und geben sich gegenseitig „Tipps“, wie man mit den illegitimen Besatzer umzugehen hat. Post von Behörden brauche man nicht anzunehmen, Banken müsse man nur ein Schriftstück zukommen lassen um Kredite nicht bedienen zu müssen und die Polizei müsse man auch nicht anerkennen, die können einem gar nichts – all so´n Quatsch wird da verbreitet.

Zum Wesen des echten Reichsbügers gehört es auch, dass man sich bei einer obskuren „Reichsdruckerei“ bunte „Personenausweise“ drucken lässt und der Personalausweis der BRD abgegeben wird. Denn erstens gibt es die ja gar nicht, und zweitens ist man ja kein Personal. Behörden sind verpflichtet, freiwillig abgegebene Personalausweise und Reisepässe aufzubewahren.

Mittlerweile stehen viele Reichsbürger nicht nur unter Überwachung durch Verfassungsschutz und Polizei, auch die Verwaltungen von Kommunen und Ländern haben die Faxen dicke von den Spinnern. Schleswig-Holstein ist deswegen dazu übergegangen, so die Legal Tribune Online, eine Verwahrgebühr für Dokumente zu erheben. Kommt jetzt ein Reichsbürger angetrabt und will entrüstet seinen Ausweis abgeben, wird ihm ein Kostenvoranschlag präsentiert: 5 Euro Verwahrgebühr pro Tag, macht rund 1.800 Euro pro Jahr. Die meisten Reichskrampen überlegen sich das dann nochmal.

Ich finde: Sehr coole Idee! Aber falls es da draußen jetzt verzweifelte, schleswig-holsteinische Seelen gibt, die nicht mehr ruhig schlafen können, weil sie immer noch Personal der BRD sind, sich die Verwahrgebür aber nicht leisten können: Ich bin für Euch da! Ich bewahre Euren Perso für die Hälfte auf! Schickt mir einfach 900,00 Euro und den Ausweis, ich rechne das dann selbst in Reichsmark um und schließe den Perso sicher weg!

 
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Verfasst von - 16. August 2017 in Ganz Kurz

 

Reisetagebuch Shorties (4): Landsmann

Am Rastplatz. Ich schüttele mir die Muskeln aus, als so ein Wohnmobilrentner auf mich zustrolcht. Er hat offensichtlich Langeweile und meint, sie sich dadurch vertreiben zu müssen, dass er fremde Leute anquatscht.

„Un, was sin´sie denn für ä Landsmann?“, nuschelt er.

Statt zu antworten zeige ich wortlos auf meinen Helm.


Irritiert wackelt das Rentnerchen davon. Irgendwie fehlte im wohl der weitere Text.

 
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Verfasst von - 9. August 2017 in Ganz Kurz

 

Bestseller Nr. 1 in Spiralförmige Rührstäbe

Manchmal läuft das autoamtische Kategorisierungssystem von großen Plattformen komplett Amok. Das trifft u.a. auch Netflix („Filme in der Kategorie dokumenarische Sci-Fi-Tragödien mit Adam Sandler“), aber Amazon produziert den schönsten Schrott:

 
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Verfasst von - 21. Juli 2017 in Ganz Kurz

 

Vorüber

Die beste physikalische Gesetzmäßigkeit in unserem Teil des Universum, gleich nach der Schwerkraft, ist der lineare Ablauf der Zeit. Sie tickt unaufhaltsam vor sich hin, und auch wenn es uns manchmal vorkommt als ob sie verfliegt oder sich ewig zieht: In jedem Moment wird aus Zukunft Gegenwart, aus Gegenwart Vergangenheit.

Der Nachteil dieses Konzepts: Schöne Momente lassen sich nicht anhalten und ewig bewahren. Der nicht zu unterschätzende Vorteil: Alles hat einmal ein Ende, alles geht irgendwann vorüber. Ein Leben genauso wie die schwersten aller Tage, denen man voller Angst und Sorge entgegensieht. Alles kommt und geht und dann ist es irgendwann vorüber. 

Die Abschiednahme von einem geliebten Menschen fällt auch in diese Kategorie. Ich habe noch nie jemanden verloren der mir so nahestand, und ich wusste nicht, was der Tag der Beisetzung mit mir machen würde. Der Tag dräute in der Zukunft, düster und schwarz, dann kam er, und nun ist er Vergangenheit. Die Lücken, die in Leben hinterlassen wurden, werden erst kommende Jahre füllen, aber dieser eine Tag, der ist vorüber.

Gedankt sei dem linearen Zeitablauf.

 
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Verfasst von - 19. Juni 2017 in Ganz Kurz

 

 
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Verfasst von - 3. Juni 2017 in Ganz Kurz

 

On the Road. Again.

Auf Tour, mit dem Motorrad.

Kann ich auch brauchen. Keine Ahnung, was in diesem Jahr los ist, aber das gesamte Frühjahr durch bis jetzt bin ich schlecht gelaunt, leicht reizbar, unfit und dauernd müde. In den vergangenen Wochen bin ich quasi nach Hause gekommen, habe noch ein, zwei Stunden was gemacht und bin dann ins Bett gefallen – um am nächsten Morgen müder wieder aufzustehen als ich beim Einschlafen war. Für andere Aktivitäten, Side- und Blogprojekte oder sogar Sport, war keine Kraft da.

Körperliche Ursachen, sagt Tante Doktor, gibt es angeblich nicht, das ist aber nicht wirklich ein Trost. In anderen Jahren hat mein Körper vor einer Sommerreise gesummt vor Energie, in diesem Jahr schleppe ich mich bildlich über die Ziellinie des Urlaubs und frage mich, wie ich die körperlichen Herausforderungen der Reise meistern soll. Aber vielleicht ist es genau das, was ich brauche kann: Herausgefordert werden, in Kombination mit Konzentration auf was anderes.

Dafür ist Motorradfahren nämlich gut geeignet: Das Bewusstsein konzentriert sich ganz auf´s Fahren, für alle anderen Gedanken ist gar kein Platz. Erst ab dem dritten, vierten Tag auf der Straße stellt sich ein Zen-artiger Zustand ein, bei dem der Körper schön weiter Motorrad fährt, aber ein Teil der Gedanken auf Wanderschaft geht. Der Kopf wird dabei angenehm leer, Prioritäten werden zurechtgerückt und die Sicht auf´s eigene Leben wieder etwas klarer.

***

Ist schon merkwürdig. Obwohl ich jetzt schon zum sechsten Mal auf Fernreise mit dem Zweirad bin, habe ich kurz vorher immer noch ein komisches Gefühl in der Magengegend. Es kann hat halt viel passieren, wenn man wochenlang und allein unterwegs ist. Dazu kommt, dass es diesmal mit einem Mopped losgeht, dass ich noch gar nicht richtig kenne – ich kann die V-Strom zwar fahren, aber die Ticks und Eigenarten von Maschinen bekommt man erst nach einiger Zeit raus.

Wer wissen möchte, ob es mich noch gibt, kann ab und an mal in auf twitter.com/silencer137 reingucken, da gibt es mit Sicherheit den ein oder anderen Eintrag.

So, und nun drückt mal die Daumen, dass mir keine Passatfahrer in die Quere kommen und schlechtes Wetter und Pannen an mir vorbeigehen.
Man liest sich!

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Verfasst von - 31. Mai 2017 in Ganz Kurz, Meta

 

Hand drauf

Jeder Handschlag ein Duell: Wenn Donald Trump anderen die Hand gibt, lohnt es sich genau hinzusehen. Der orangefarbene Primat hat nämlich eine ganz besondere Handschütteltechnik. Erst hält er seine Hand ausgestreckt, geöffnete Handfläche nach oben, als würde er seinem Gegenüber ein Stück Torte präsentieren. Dann grabscht er blitzschnell zu, greif die andere Hand, dreht sie um 90 Grad und reisst gleichzeitig mit aller Kraft seinen Arm bis an die Hüfte zurück und zieht die Leute an sich heran. Im ungünstigsten Fall bringt er damit die Leute aus dem Gleichgewicht und sie stolpern auf ihn zu, im merkwürdigsten Fall machen beide eine Reissbewegung, und es zieht aus, als wollten Trump und der „Begrüßte“ Holz sägen. Dann beginnt Trump sein Gegenüber zu tätscheln, während er gönnerhaft grinst.

Das sieht schon sehr schräg aus:

Ist natürlich alles eine Kraftprobe. Durch seinen Handschlag versucht Trump andere zu dominieren. Er unterwirft seine Gäste bereits bei der Begrüßung. Den japanischen Premier hat er damit vollkommen überrumpelt, spätestens seitdem ist die Masche aber bekannt. Für ausländische Staatschefs ist Händeschütteln mit Trump seitdem eine Feuerprobe. Gut gemacht hat das Justin Trudeau, der Kanadier, der sich einfach mit der linken Hand an Trump abgestützt hat, damit der ihn nicht an sich heranreissen konnte. Oder Macron, der Trumps Hand mit stählerndem Griff packte und keinen Millimieter bewegte. Großartig!

Das ein simpler Handschlag eine Kraftprobe und ein Ritual zur Unterwerfung sein kann, ist mir persönlich erst Anfang des Jahres klar geworden. Es war auf einer IT-Tagung. Fast alle Teilnehmenden waren Männer, Anteil der Frauen ca. 1 Prozent. Einer der Frauen gab ich die Hand – und war im nächsten Moment sehr verblüfft. Anstatt eines normalen Handschlags setzte Sie ihre Hand in einem spitzen Winkel an meine, und drückte dann von oben mit ihrem Daumen in mein Daumengelenk. Das war nicht nur sehr unangenehm, weil an der Stelle Nerven zusammenlaufen, sie drückte meine Hand auch von oben einfach runter. Das war kein Handschlag unter zwei Menschen, die sich auf Augenhöhe begegnen, das war absolute Dominanz.

Hatte ich so noch nie erlebt, war sehr unangehem und macht in der Rückschau die Dame zu einem Menschen, mit dem ich nichts weiter zu tun haben möchte.
Seitdem achte ich genauer auf Handschläge.

 
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Verfasst von - 30. Mai 2017 in Ganz Kurz

 

Hohlspiegel

SPIEGEL Online gerade so:

Heimwerkerblog? Echt jetzt?

 
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Verfasst von - 19. Mai 2017 in Ganz Kurz

 

Ich werfe den ersten Stein

„80 Prozent aller Teenager bis 16 Jahren haben etwas getan, was strafbewährt zu ahnden wäre, mithin ein Verbrechen darstellen“, sagt der Jurist und guckt in die Runde. Unsere Gruppe besteht aus 20 Personen, die letzten Minuten hat der Jurist uns was von Kriminalitätsstatistiken erzählt. Dass die seit 1993 sinken, kontinuierlich, Jahr für Jahr. Und das mit den Jugendlichen. Besonders Jungs stellen Unfug an, aber nur bis sie 16 sind, danach hört das abrupt auf.

„Gehen Sie mal in sich. Melden Sie sich, wenn Sie noch NIE ein Verbrechen begangenhaben. Haben Sie nie etwas geklaut, eine Kneipenschlägerei angefangen, Vandalismus oder Fahrerflucht begangen?“

Ich melde mich.
Und gucke verblüfft in die Runde.
Ich bin tatsächlich der einzige. Die Gruppe besteht aus Akademikern, die meisten sind klassische Schlipsträger, ungefähr 1/3 Frauen. Manche treten von einem Fuß auf den anderen, ein paar verkreuzen die Arme vor der Brust und schauen zu Boden, einer blickt versonnen in die Ferne und grinst dabei leicht.

Ich bin einigermaßen erstaunt. Wie kann das denn sein? Bin ich wirklich so eine Ausnahme? Ich habe tatsächlich nie eine Schlägerei angefangen – wenn man clever ist, bekommt man andere dazu sich zu prügeln. Vandalismus ist Zeitverschwendung, Fahrerflucht und Diebstahl gehören sich ohnehin nicht. Ich handele nicht unbedingt nach der Kantschen Maxime („„Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“ Er ist im System Immanuel Kants das grundlegende Prinzip der Ethik.“), aber stets nach dem Motto „Was ich nicht will, dass man mir tu, füg ich keinem anderen zu“.

Anscheinend bin ich damit ziemlich alleine.
Erstaunlich.

 
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Verfasst von - 17. Mai 2017 in Ganz Kurz

 
 
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