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Archiv der Kategorie: Ganz Kurz

Kaliumiodid

Auf Amazon sind Jodtabletten gegen Strahlenkrankheit ausverkauft. Das ist alles, was man über den Zustand der Welt an diesem Morgen wissen muss.

 
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Verfasst von - 18. April 2017 in Ganz Kurz

 

Konfirmandenmode

Meist merkt man ja erst Jahre später, wie doof die Mode früher wirklich war. Die End-90er waren einigermaßen dezent, aber neulich, beim Gucken von „Friends“, fiel mir auf, wieviel Stoff MANN damals am Körper trug. Der Schnitt mancher Anzüge schlackerte und schlotterte geradezu am Körper rum.

Aber das sah immer noch besser aus als das, was es im Moment zu kaufen gibt. Da brauchen keine Jahre dazwischen zu liegen um zu erkennen, das die aktuelle Herrenmode… nun, ALBERN ist.

Mal ernsthaft, WER außer Hipsterchen zieht Anzüge an, die 3 Nummern zu klein sind? Damit sieht man aus wie ein Clown. Das passt natürlich zum restlichen Clownsoutfit der Hipstcherchen, mit ihren Riesenbrillen, Vogelnestern auf dem Kopf und Skinnyjeans. Irgendwo lacht sich ein Mugato darüber kaputt.

Nein, spätere Generationen werden nur zurückgucken, kichern und sagen „Mit was habt ihr damals gewaschen, dass euch alle Klamotten eingelaufen sind? Oder gab es keine passenden Klamotten zu kaufen?“

 
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Verfasst von - 29. März 2017 in Ganz Kurz

 

Technikgestützter Fail

Aus einem Prospekt:

„Unsere Dash Cams sind ultrakompakt und diskret, können aber unterwegs eine große Hilfe sein. Sie zeichnen während der Fahrt hochwertige Videos auf und bieten (…) den Go!-Alarm. Der Go!-Alarm kommt zum Einsatz, wenn haltende Fahrzeuge vor Ihnen wieder losfahren.“

OMG das darf doch nicht war sein! Wir haben tatsächlich das Problem, dass immer mehr Autofahrer das rote Licht einer Ampel als „STOP! HandyTime“! interpretieren, ihr Ding rausholen und daran rumspielen und dann das Anfahren verpeilen. Und jetzt gibt es auch noch Technik, die diesen Fail unterstützt? ARGH. So war das irgendwie alles nicht gedacht.

 
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Verfasst von - 24. März 2017 in Ganz Kurz

 

Quark Express

Mir wurde gerade vorgehalten, ich sei “passiv-aggressiv”.

Das ist natürlich Quark.

ICH BIN NICHT PASSIV, VERDAMMTE SCHEIßE!

 
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Verfasst von - 22. März 2017 in Ganz Kurz

 

Amercia First

„America First“ ist die Devise von Trump. Dazu gehört wohl auch, dass man die kostbaren, eigenen Waren gar nicht mehr außer Landes lässt. Oder wie ist das sonst zu erklären, dass mein Paket erst eine Woche durch die Südstaaten dümpelt und sich nun in Fort Worth häuslich eingerichtet hat?

 
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Verfasst von - 14. März 2017 in Ganz Kurz

 

Übertrieben

Die Stadt übertreibt es etwas mit der Bürokratie.

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(gesehen im Rathaus Göttingen)

 
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Verfasst von - 6. März 2017 in Ganz Kurz

 

Von modernen Hofschranzen und -narren

Absolutistische Herrscher ziehen sie an wie Scheißehaufen die Schmeißfliegen: Günstlinge, Opportunisten, Höflinge, Ranschmeißer. 

Der alte, aber richtige Begriff für solche Leute lautet: Hofschranzen. Königshöfe waren voll von solchen Subjekten, die alles, was der Herrscher tat und sagte, glorifizierten. Seltsame Moden sind nur entstanden, weil Hofschranzen die Ticks und Eigenheiten der Mächtigen und Reichen nachahmten.

Und heute? Vorhang auf für Hope Hicks, einer PR-Beraterin am Hofes des amerikanischen Königs.

Quelle: Washington Post

Quelle: Washington Post


Quelle: Huffington Post.

Quelle: Huffington Post.

Laut Insidern fällt sie dadurch auf, dass sie in Gegenwart des Präsidenten mädchenhaft kichert, nahe an ihn ranrückt und bei jeder Gelegenheit Körperkontakt zu Donald Trump herstellt. Außenstehenden fällt vor allem die merkwürdige Gesichtsfarbe auf. Anscheinend wird es am Hofe Trump gerade zur Mode sich mit SprayTan fleckig-orange anzumalen. Genau wie der Herrscher.

Wie es um das Rückgrat mancher Höflinge bestellt ist, lässt sich in ungeahnter Deutlichkeit sehen. Wer sich schon mal gefragt hat, warum sich Sprecher Sean Spicer von Trump so demütigen lässt, dass er mittlerweile in Anlehnung an ein altes Meme den Beinamen „Comical Sean“ trägt, dem sei gesagt: Spicer macht einfach ALLES und kennt überhaupt keine Schamgrenze.

Hier ist er auf einem Foto von 2007 zu sehen, wie er gerade als Osterhase für eine Feier von George W. Bush verkleidet wird. Der Man ist Hofnarr!

Bild: Twitter.com/schooley

Bild: Twitter.com/schooley

Hofschranzen. Keine Würde, keine Selbstachtung, keine Grenzen nach unten. Kein Wunder, dass Trump von der Realität nichts mitkriegt, wenn er von solchen Leuten umgeben ist.
Unfassbar.

 
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Verfasst von - 1. März 2017 in Ganz Kurz

 

Zeit ist relativ

„Ihr Artikel wurde mit HERMES verschickt. Lieferung voraussichtlich am 28.02.“

– Tja – aber in welchem Jahr? Zeit ist relativ, und im Universum von Hermes ticken die Uhren (und Kalender) ganz anders als bei uns.

 
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Verfasst von - 23. Februar 2017 in Ganz Kurz

 

No Sports. No Hope.

Winston Churchill ist bekannt für seine Zitate, die fast immer geistreich und vor allem zeitlos sind. Das hier, das von Regierungsbehörden gerade in der U-Bahn-Station unter Big Ben plakatiert wird, gehört definitiv nicht dazu:

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„Niemand weiß, was die Zukunft bringt, aber die Vergangenheit gibt Grund zur Hoffnung.“

Das ist gerade so unpassend wie nur irgendwas. Es zielt klar auf die aktuelle politische Lage ab, und funktioniert damit genau: Gar nicht. In Bezug auf den Brexit klingt es wie das Pfeifen im Walde, und wenn man es mal mit den Geschehnissen in den USA abgleicht macht es eher Angst als das es einen Grund zur Hoffnung signalisiert.

 
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Verfasst von - 14. Februar 2017 in Ganz Kurz

 

Mitgehört

London, Einkaufsstraße. Zwei Frauen steuern auf eine Boutique zu, bleiben vor dem Schaufenster stehen und mustern die Frühlingsfarbpalette.

– „O my, there is a LOT of orange, isn´t there?“
„Indeed, an AWFUL lot of orange. Maybe the new trend?“
– „Must be a trend from the US.“

Ich habe mich so weggeschmissen.
Orange is the new trump.

 
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Verfasst von - 13. Februar 2017 in Ganz Kurz

 

Er ist wieder da.

Auf Twitter geht gerade ein Foto viral. Tausendfach wird dieses Bild geteilt, dass ein Poster in einer Hollocaust-Gedenkstätte in den USA zeigt.

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Dort steht:

Frühe Warnzeichen für Faschismus:

  • Ausgprägter und fortwährender Nationalismus
  • Geringschätzung von Menschenrechten
  • Schaffung eines gemeinsamen Feindbildes
  • Betonung der Überlegenheit des eigenen Militärs
  • Unverhohlener Sexismus
  • Kontrolle der Massenmedien
  • Fixierung auf Nationale Sicherheit
  • Vermischung von Staat und Religion
  • Protektion von Unternehmen
  • Unterdrückung der Gewerkschaften
  • Verachtung von Intellektuellen und Künstlern
  • Fixierung auf harte Verbrechensbekämpfung und -bestrafung
  • Ungezügelte Vetternwirtschaft und Korruption
  • Manipulation von Wahlen

Das Poster basiert auf dem Artikel „Facism Anyone?“ von Lawrence Britt aus dem Jahr 2003. Der Artikel ist eher populärwissenschaftlich als hart sozialwissenschaftlich, aber so prägnant, dass man die Kernthesen gut auf Poster drucken kann. Weniger wahr sind sie dadurch nicht.

Wenn man sich die Liste so anguckt, kann man nur zu dem Schluss kommen: Er ist wieder da, der Faschismus. In den USA regiert er, und im Parteiprogramm und den Reden der AfD ramentert er durch Deutschland. Faschismus sollte man als solchen benennen, Rassismus auch. Wenn Euch das nächste Mal Aussagen oder Reden von Höcke, Petry, von Storch oder Scheuer unterkommen, gleicht mal die Inhalte mit der Liste ab.

 
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Verfasst von - 2. Februar 2017 in Ganz Kurz, Politik

 

Trailer

(Anm: Die ersten 27 Sekunden sind kein Zeitraffer.)

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Verfasst von - 29. Januar 2017 in Ganz Kurz

 

Spamquatsch

Das hier kam gerade rein:

Dear professor Silencer,

Please tell the how to arrive to the campus from the airport of Berlin ? by train or by bus ?
please tell me the spesific transportation route and send me the German electronic map to me ,I select this university .
What about campus and accomodation ? how far from Berlin ? if the enviroment is quiet and social safety? no gun shot?
Thank you
Regards,

Jingye Chen

Fand ich etwas irritierend, zumal ich mit echtem Namen angesprochen wurde und wirklich gerade was mit Uni mache. Kann also sein, dass die Anfrage ernst gemeint war. Aber mal ehrlich: Wer im akademischen Umfeld so schreibt, verdient enviroment mit gun shot.

 
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Verfasst von - 17. Januar 2017 in Ganz Kurz

 

KaputtSIM

Eine Reise steht an, und damit wiederholt sich das ewige Ratespiel: Ist die SIM-Karte für das Besuchsland wohl noch gültig?

Mittlerweile habe ich da schon fast alles erlebt, der Schlechtigkeit der Netzbetreiber sind in Sachen Prepaid-SIM keine Grenzen gesetzt. Britische SIMs von ee, zum Beispiel, haben zwar ein aufgedrucktes Gültigkeitsdatum bis 2023, benutzt man sie aber ein halbes Jahr nicht, werden sie deaktiviert. Das ist ärgerlich, aber harmlos, in England gibt es Pay-as-you-go (PAYG)-SIMs für 99 Pence in jedem Supermarkt.

Schlimmer ist da die italienische TIM, die hat es sogar geschafft, dass ich bei denen Schulden mache. Prepaid-Karten von TIM sind aktuell gerne mit einem Tarif verseucht. Ja, richtig gelesen: Prepaidkarten mit einem monatlichen Premium-Tarif drauf. Der zieht jeden Monat Geld vom Prepaidguthaben, bis nichts mehr drauf ist. Kein Guthaben hält TIM aber nicht davon ab den Tarif weiterlaufen zu lassen. Und so schafft man es, mit einer Prepaidkarte Schulden zu machen!

Ich wusste das nicht, und war zielich überrascht, als ich mich in mein Kundenkonto einloggte und feststellte, dass ich dem italienischen Staatskonzern schn 25 Euro schuldete. Geschrieben haben die mir das nicht, weder per Mail noch per Post. Deaktivieren liess sich der Tarif übrigens nicht. In der Benutzeroberfläche war die Schaltfläche dafür zufällig kaputt. Und der Hilfechat auch. Nicht mal bezahlen konnte ich die Schulden, denn die Paypal-Schnittstelle wirft nur Fehler, und ausländische Kreditkarten akzeptiert TIM nicht. Na egal, dann halt doch eine neue Karte. Vermutlich werde ich irgendwann in Italien verhaftet, wegen nicht bezahlter TIM-Rechnungen.

Warum benutze ich eigentlich ausländische SIM, wenn es doch Roaming gibt und wir das Jahr 2017 haben? Dafür gibt es mehrere Gründe.

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Verfasst von - 12. Januar 2017 in Ganz Kurz

 

Eine Stadt lebt.

Eine Stadt lebt. Sie ist ein Organismus, der atmet und pulsiert. Laufen wir durch ihre Straßen, spüren wir ihr Wesen, ihre Geschichte, ihren Charakter. Der muss nicht immer schön sein. Genua zum Beispiel ist freundlich, aber auch alt und vernarbt. München ist bieder und schroff. Berlin ist chaotisch, Paris offen.

London ist distanziert und zugeknöpft. Es dauert eine Zeit, bis London sich mitteilt, es lebt und atmet in einem ganz eigenen Takt. Der lässt sich am Besten von oben beobachten, und am Allerbesten im Zeitraffer.

Mitten in London steht The Shard. Die Scherbe ragt wie ein 300 Meter hoher Stachel aus dem Fleisch der Stadt heraus. Auf seiner Spitze trägt das Gebäude Webcams, die die Stadt in drei Himmerlsrichtungen und rund um die Uhr aufnehmen und die Aufzeichnungen für einen Monat als tägliches Timelapse speichern. Von hier aus kann man sehen wie London pulsiert. Hier der 29.12.2016:

Nach dem Klick die anderen Himmelsrichtungen und als Bonus: Silvester.
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Verfasst von - 4. Januar 2017 in Ganz Kurz

 
 
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