Lesen Sie unsere Artikel, sie sind sehr relevant.

Aus dem Blogbriefkasten:

Guten Tag,
Ich hatte vor einiger Zeit eine Anfrage betreffend einer Publikaiton auf Ihrer Homepage gesendet.

Wir würden Ihnen gerne einen sehr relevanten redaktionellen Artikel anbieten, der für Ihre Leser zugleich interessant und aktivierend ist und auf natürliche Weise zur Website meines Partners verlinkt ist.

Wir sind offen für verschiedene Arten von Kooperationsmöglichkeiten, um einen Artikel zu platzieren. Ich freue mich auf Ihre Antwort, falls dies für Sie interessant ist.
Leder habe ich noch keine Rückmeldung gekriegt und möchte deswegen auf diesem Anfragen, ob die Mail gut angekommen ist und ob es bereits eine Rückmeldung gibt?
Allerbesten Dank im Voraus und freundliche Grüsse, ….

(Alle Fehler im Original)

Sehr geehrte Werbemenschen,

Ne.
Einfach nur: Ne.

Zwar ist hier im Blog mangels Zeit gerade wenig los, aber ich bin mit Sicherheit nicht so verzweifelt, dass ich „sehr relevante redaktionelle interessante und aktivierende Artikel“ von Außerhalb einladen müsste. Mal ganz abgesehen davon, dass es gegen meine eigenen Regeln wäre. (ich bezahle viel Geld, um die Kiste hier komplett werbefrei zu halten).

Was mich aber schon mal interessieren würde: Ob diese hochwertigen Publikaitonen (SIC) von der gleichen, sehr relevanten Redaktion verfasst werden, die auch diese Mails schreibt. Falls ja, hier ein Tip: Macht die Schule zu Ende. Lernt was Vernünftiges. In Influencermarketing liegt leder (SIC) keine Zukunft, nicht allgemein und für Euch speziell mal gar nicht.

Allerbeste Grüsse,

Ihr aktivierender und sehr interessanter
Silencer

Ausgeglüht

„Öl gewechselt, Kupplungszug gewechselt, neue Reifen, Auspuff nachgezogen – das ist wichtig bei den Viechern“, der Meister blickt kurz auf, dann liest er weiter, „Kühlflüssigkeit und neue Kerzen hatten wir im letzten Jahr erst. Lager gecheckt, Bremsen gecheckt, Kette auch erst letzten Jahr neu, Motor gecheckt, Kühlsystem gecheckt… Keine Undichtigkeiten, Gabel ist auch OK. Die DL ist in einem sehr guten Zustand.“ Sehr schön. Die Barocca ist jetzt schon bereit für die Reise im kommenden Jahr. Und dieses Mal war die Wartung gar nicht teuer. Eine Erleichterung, nach den irren Kosten im vergangenen Jahr.

„Wir kriegen den Bremssattel nicht wieder hin“, sagt der Meister. „Immer wenn wir den los haben, sitzt er nach einer Umdrehung wieder fest. Und die Dinger sind teuer.“ Ich blicke ihn an. Jetzt weiß ich, was der Techniker im Frühjahr beim Reifen umstecken mit „da sitzt was fest“ meinte. Und warum der Spritverbrauch des Kleinen Gelben AutosTM trotz Sommerreifen so hoch war. Ich bin mit angezogener Bremse gefahren!

„Wie teuer“, will ich wissen.

„Über 220 Euro allein der eine Sattel. Das reicht aber nicht. Die Bremse ist ausgeglüht, die Scheibe ist Blitzeblau, total hin. Das kann man nur paarweise wechseln. Da brauchen Sie hinten komplett neue Bremsscheiben und Klötze, dann mindestens den einen Sattel, dazu die Arbeitszeit, das macht…“

Mir fällt das Essen aus dem Gesicht. Tja, Fahrzeuge sind teuer. Scheiße ist es trotzdem. Es macht keinen Spaß, so viel Geld nur für die Erhaltung des Status Quo auszugeben.

Go home, Hermes.

Acht Tage für ein Paket innerhalb Deutschlands? Wenn ich sowas schon höre, weiß ich sofort: Hermes.

Die Prognose ist kein Witz, die brauchen wirklich so lange. Kein anderes Paketunternehmen schafft es, zwischen Einlieferung und Zustellung sechs Tage lang eine Lieferung „im Logistikzentrum zu sortieren“. Und das liegt nicht an den schlecht bezahlten und überarbeiteten Zustellern, es ist die Logistikkette an sich, die da kaputt ist.

Thermische Erregungsprüfung

Ich musste mich gerade einer „peripheren, thermischen, vestibulären Erregungsprüfung“ unterziehen. Das kam so.

Am Samstag lungerte ich so auf dem Balkon rum und dachte mir: Mensch, hier könnteste mal wieder fegen. Also ich den Besen in die Hand und so feg, feg…

Plötzlich wurde mir leicht schwindelig, und der leichte Piepton, den ich in den Tag schon gelegentlich im Ohr hatte, wurde lauter. Und dann war plötzlich das linke Ohr taub. Einfach so.

Das blieb auch so, für den Rest des Samstags. Auf dem linken Ohr hörte ich nahezu gar nichts, außer diesem unangenehmen Piepton. Das sind so die klassischen Anzeichen für einen Hörsturz. Früher hätte man gesagt: „Uh, Hörsturz! Notfall! Blaulicht, Tatütata, Krankenhaus, Cortisoninfusion!“

Macht man aber heute nicht mehr, heute sagt man erst mal: Abwarten, Tee trinken, in den meisten Fällen geht das nach 24-48 Stunden von alleine weg.

Tatsächlich war es am nächsten Tag ein wenig besser. Der Piepton war leiser, aber das Gehör war immer noch so, als hätte ich ordentlich Wasser im Ohr. Am Tag drauf auch, also bin ich dann mal zur HNO-Ärztin gegangen. Die hat erst in die Ohren geguckt, um zu gucken, ob die auch sauber sind und nichts den Hörgang verstopft. Dann gab´s einen Hörtest, bei dem man halt einen Knopf drücken muss, wenn man einen Ton hört. Die Frequenzen der Testtöne ändern sich, und genau auf der Frequenz des Tinnitus hört man lange Zeit nichts.

Dann kam das, was ich noch nicht kannte: Die thermische, vestibuläre Erregungsprüfung. Die geht so: Man bekommt 44 Grad warmes Wasser ins Ohr gespült, dann fällt man einfach um. Deshalb ist es gut, dass man dabei auf einer Liege liegt, wegen der Verletzungsgefahr und so.

Das warme Wasser regt nämlich das Gleichgewichtsorgan im Ohr an. In den Bogengängen beginnt Flüssigkeit zu rauschen, und nahezu sofort wird einem schwindelig. Das Zimmer beginnt sich so rasant zu drehen, als hätte man gerade einen doppelten Absinth auf Ex getrunken.

Das sieht man aber nicht, denn man trägt eine Art Skibrille, und in der ist es absolut dunkel. In der Brille sind Videokameras, die die Augenbewegung messen. Je nachdem, ob das warme Wasser im linken oder im rechten Ohr war, dreht sich das Zimmer nach links oder rechts. Das sagt zumindest der Gleichgewichtssinn den Augen, und die versuchen das zu erfassen und zucken in einem wilden Stagmus entgegen der Drehrichtung. Zucken die Augen nicht, ist der Gleichgewichtssinn angeschlagen.

Faszinierend, oder? Ich zumindest hatte von diesem Test noch nie was gehört. Und man, ist der unangenehm. Wie Achterbahnfahren im Dunkeln.

Am Ende die Diagnose: Mit meinem Gleichgewichtssinn ist alles OK, mit dem Rest auch. Es war wohl tatsächlich ein Hörsturz. Aber wo kam der her? Stress habe ich aktuell nicht, was also hat das ausgelöst? Die Ärztin zuckt mit den Schultern. „Kann schon mal am Wetter liegen. Oder Sie haben zu wenig getrunken. Oder beides“.

Oder Balkon saubermachen ist einfach ungesund. Man weiß ja nie. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte ich besser auch auf Fensterputzen verzochten und Staubwischen meiden.

Der gackernde Busch

Komme ich aus dem Urlaub wieder, hat die hiesige Fauna komische Dinge gemacht. Anscheinend gibt es den Hahn des Nachbarn nicht mehr, der sonst immer mitten in der Nacht über den Zaun geflattert und vor meinem Schlafzimmerfenster aufmarschiert ist, um dann in ohrenbetäubender Lautstärke herumzukrähen, bis er heiser war.

Dafür hat eines der Hühner jetzt Nachwuchs und die Rolle der Anführerin übernommen. Sobald es Mittags richtig heiss wird, führt das Huhn seine vier Küken und drei andere Hühner über und unter dem Zaun durch, marschiert über unseren Rasen und wacht darüber, dass all seine Schützlinge unter dem großen Rhododendronbusch vor unserem Haus Platz nehmen. Darin ist es schattig und kühl, und die Hühner picken und scharren darin herum. Das sieht man von außen natürlich nicht. Von meinem Balkon aus sieht man nur einen Busch, der aus unerklärlichen Gründen wackelt und gackert.

Vor meiner Abreise zur Sommertour versteckte sich ein dickes, braunes Kaninchen irgendwo im Garten. Das ist jetzt weg, dafür sind zwei dicke, schwarze Kaninchen da.

Das eine wird von einer, ebenfalls neu zugezogenenen, Nachbarskatze durch den Garten gejagt. Das sieht merkwürdig aus, weil die Katze sehr klein ist und das Karnickel sehr dick. Würde es nicht weglaufen, sondern sich auf die Katze setzen, wäre die platt.

Das andere Karnickel hat offensichtlich schon mal kargestellt, wer hier der Boss ist. Dementsprechend unbehelligt von der Katze liegt es mitten auf dem Rasen rum und macht mal nix, was bei der Hitze naürlich gut ist.

Wohnen auf dem Dorf. Man muss es einfach lieben.

Telegonen

„Telegon“ – Da hat die Autokorrektur doch glatt einen Begriff rausgewürgt, der sich anhört, als hätte sie ein Telefon mit Klingonen gekreuzt.

Wie sowas wohl aussähe? Haarige, stacheliges Smartphones, deren Sprachassistenten extrem launig und unfreundlich sind?
Braucht niemand, oder?

Obwohl – vielleicht wäre das sogar ganz cool, wenn das Telegon nur aktiv wird, wenn man dummes Zeug damit macht. Also, wenn zum Beispiel ein Autofahrer während der Fahrt anfängt eine Textnachricht zu verfassen, dann könnte ihn das Telegon unvermittelt und auf voller Lautstärke anbrüllen „LASS DAS, DU FLACHSTIRNIGER TARG!“ und den Dienst verweigern. Oder wenn ein Schwachmat im Kino lieber Facebook guckt, dann könnte das Telegon die „Schmerzstock“-Funktion einsetzen.

Doch, wenn ich so drüber nachdenke, hätte ich gerne in jedem Handy einen Telegonen.
Gott, ist das warm hier.

Reisetagebuch Shorties (5): Toxische Hassbayern und Geisterglocken

Auf Fernreise mit der Barocca.

  • Plötzlich tauchte bei 5.000 Touren ein helles Klingeln auf, das mich fast wahnsinnig werden liess. Was ist das? Die Ventile? Irgendwas lose? Kurze Zeit später war dann Eigenfacepalmierung angesagt, hatte ich doch schlicht vergessen, dass seit Neuestem die Guardian Bell am Gepäckträger hängt.

    Die kleine Glocke sorgt dafür, das böse Geister, die sich am Motorrad festsaugen, durch das Gebimmel irre werden und abfallen. Immer wenn ein Moppedgeist auf den Asphalt aufschlägt, hinterlässt er ein Schlagloch. Es gibt viele Schlaglöcher hier. Guardian Bells soll man nicht kaufen, man muss sie geschenkt bekommen. Wie gut, dass mein Sternzeichen Wassermann ist. Wassermänner sind nicht abergläubisch 🙂 Danke für das Geschenk, Mobbedzwerch!

  • Am Strand. Nebenan hat eine Familie aus Bayern drei Generationen an stattlichen Wampen in Liegestühlen geparkt. Die Sonne scheint, ein mildes Lüftchen weht, das Meer lädt zum Baden ein. Ein Tag zum Entspannen und genießen. Was macht die Familie? Die sicher 80jährige Oma Wampe erklärt über Stunden und lang und breit, welchen Nachbarn sie wegen welcher Kleinigkeit angezeigt hat, mit welchem Anwalt, wie ihre Versicherung für alles zahlt, und wer im Dorf als nächster dran ist. Sohn Wampe, irgendwo in den 50ern, bekräftigt minütlich, dass das „Recht so“ sei. Und Enkel wampe, sicher auch schon in den 20ern, glotzt ungeniert und minutenlang Leute an. Weil eine Sonnenbrille ja unsichtbar macht. Wie kann man so leben? Wie halten die es mit sich selbst aus? Müssten die Leute nicht an dem Hass, den sie permanent versprühen, selbst ersticken?

    Das sind toxische Menschen, von sowas muss man sich fernhalten, sonst wird allein vom Anhören dieses ganzen Hasses die eigene Seele schmutzig.

  • Auch in Italien gibt es OBI:

    Dort werden hemmungslos deutsche Waren mit deutschen Verpackungstexten und ohne Übersetzung verkauft. Ratlose Italiener stehen vor Regalen und befragen ihre Smartphones, was wohl ein „Filzzuschnitt selbstklebend“ ist.

  • Ich fand diesen Laden ja schon immer super gruselig:

    Vorne Süßwarenautomaten und Reittiere und Musik aus den 80ern, dahinter ein schummriger Laden, der sich irgendwo im Dunkel verliert. Sieht aus wie eine Fassade, um Kinder in die Untiefen des Hauses zu locken, auf das sie nie mehr gesehen werden.

    Nun ist wenige Meter entfernt ein zweiter Laden aufgepoppt.

    Was ist das? Eine Phänomen a la „Needful Things“? Oder eine Lebensform, die sich von Kindern ernährt und aussieht wie ein Laden? Stephen King, übernehmen Sie!

  • Die Vorliebe der Italiener für deutsche Worte kennt keine Grenzen. Neu: Das Modelabel „Doppelgänger“, das gerade rapide expandiert.

    Das Wort mögen die Amis auch, aber die nutzen das nicht für Mode, sondern für Stephen King Geschichten.

  • Apropos Amis: Die exportieren mittlerweile ihren Hass. So wie die Amerikanerin, die sich mitten in Florenz über eine Frau mit Kopftuch beklagte. Ob es denn hier keine Security gäbe, oder warum könnten Muslime sich hier, mitten in einer Touristenstadt, frei bewegen? Ich wollte gerade was sagen, dann holte ich innerlich das Popcorn raus und wartete, bis die vermeintliche Muslima sich umdrehte. Zum Glück hatte die ältere Nonne die Hassrede nicht gehört. Ich ergriff dann die Gelegenheit, die der Amerikanerin ohnehin gerade etwas peinlich war, um ihr zu erklären, dass sie hier nicht in Trumpland ist und SELBSTVERSTÄNDLICH auch Muslime sich frei bewegen dürfen, auch zwischen texanischen Wabbelärschen.
  • Nachdem meine Tankbuch-App nicht mehr supported wird, bin ich mit der ganzen Baggage zu Spritmonitor.de umgezogen. Das ist ein nettes Tankbuch, das on the fly brauchbare Statistiken rauswirft. Das Besondere: Die Plattform dazu vergleicht Modellübergreifend den Verbrauch und ordnet den ein. Die Barocca liegt da nur so mittel, aber die große Überraschung ist die Renaissance: Von allen registrierten ZZR600 (mindestens 60) ist meine Maschine mit 4,25 Litern auf 100 km die mit dem geringsten Verbrauch. Der größte Heizer im Vergleich braucht mit 9,86 Litern mehr als doppelt so viel.

    Kann man mal sehen, was vorausschauendes Fahren, viel Landstraße und ein gut gepflegter Motor so ausmachen.

Impressionen eines Wochenendes (19): Neues im PS.Speicher

Einbeck ist für vieles bekannt: Für die historische Altstadt, für das Bockbier, die Tierquälereien von Till Eulenspiegel, dafür, dass ich dort geboren wurde und seit einigen Jahren auch für den PS-Speicher.

Das ist ein ehemaliger Kornspeicher, den einer der Gründer von Poco-Domäne (das mit der Katzenberger, wissen schon) gekauft und für seine Sammlung umgebaut hat. Die Sammlung, das sind allerhand Exponate. Allen gemein ist: Sie haben Motoren und Räder.

Der Besuch im PS-Speicher beginnt mit der Fahrt in einer Zeitmaschine. Die sieht zwar aus wie ein Fahrstuhl, bringt einen aber ganz an die Anfänge der Motorisierung. Allererste Fahrräder mit Hilfsmotor und automobile Vorfahren sind hier zu sehen.

Es gibt schöne und hässliche und skurrile Fahrzeuge zu bestaunen. Skurril wie dieses Ding, das den Motor in der Radnabe hat:


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Reisetagebuch Städtetour (6): Unfinished Business mit Jessica Rabbit

Februar 2018: Tag sechs einer Städtereise südlich der Alpen. Heute geht es nach Turin, wo ich meinen Onkel aufgeben möchte und Jessica Rabbit aus dem Jahr 200 v.C. begegne.

Mittwoch, 14. Februar 2018, Genua
Als ich um kurz nach Acht die Tür von Lo Zenzero hinter mir zuziehe, fühlt sich das seltsam an – als würde ich zu früh von hier weggehen.

Leicht melancholisch, aber gespannt auf den Tag trabe ich die hundert Meter die Straße runter, an deren Ende sich der Bahnhof Brignole befindet.

Als sich die Türen des Regionale Veloce, der mich aus der Stadt bringen wird, schließen, fühlt sich das auch nicht wie ein Abschied an – ich werde bestimmt mal wieder nach Genua kommen, das weiß ich jetzt schon.

Der Zug rumpelt unter Genua hindurch, sieht am Bahnhof Principe nochmal kurz Tageslicht, dann macht er sich auf seinen langen Weg durch die Tunnel der umliegenden Berge.

Bei Roncio kommt er dauerhaft wieder an die Oberfläche. Hier sind die Berge schneebeckt, und alles ist übergefroren.


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Der bildungsferne Jedi

„GameTwo“ ist eine lustige, kleine und dabei hochprofessionelle Internetsendung über, eben, Games. Eine Rubrik in der Sendung heisst „Wünsch Dir was“, und Redakteur Michi hat sich ein neues Star Wars-Spiel mit Lichtschwertduellen und einer frischen Grundidee und Story gewünscht. Zum Beispiel „Die Hauptfigur könnte ein bildungsferner Jedi sein, der seine Macht mißbraucht, bis er einen Meister findet.

Wie das aussehen kann, spielt er gleich mal selbst vor, und ICH KANN NICHT AUFHÖREN DIESES VIDEO ZU GUCKEN BITTE MACH JEMAND DIESES VIDEO AUS ICH MACH MICH SONST EIN VOR LACHEN OMG LOL ROFL!!!!!

Das ist fast so gut wie das legendäre „The Slap“:

Impressionen eines Wochenendes (18): Einfach weggepustet

Ein kleiner Ausflug am Wochenende führte mich in meinen Heimatort. Der liegt im Leinetal, Luftlinie rund 30 Kilometer vom Nordwestlichen Harzrand entfernt. Wenn man von oben auf Deutschland guckt, liegt das Leinetal ziemlich genau in der Mitte und ist damit von allen spannenden Orten maximal weit entfernt. Ein bergiges Gebiet mit vielen Feldern, Wiesen und Wäldern, dass man, wenn überhaupt, nur vom durch- oder dran vorbeifahren kennt.

Mit der letzten Bergkuppe vor dem Tal stimmt irgendwas nicht. Ich kenne die typischen Silhouetten des Leinetals mein ganzes Leben lang. An den Berghängen sind Felder, oben drauf dichter Wald. Also, WIRKLICH dichter Wald. Nicht sowas wie das hier, das aussieht wie Zahnbürste von Oppa.

Ich fahre näher ran, stoppte die V-Strom auf einem Feldweg und kAnn kaum glauben, wie es hier aussieht. Vom Wald ist an dieser Stelle praktisch gar nichts übrig. Es sieht aus wie nach einem Krieg. Die Erde ist aufgewühlt, Wurzelballen umgekippter Bäume ragen in der Luft, Baumreste stehen schief in der Mark.

Erinnert sich noch wer an Friederike? Das war der Sturm, der am 18. Januar 2018 über Deutschland hinwegzog. Die Bahn machte damals komplett dicht, weshalb später vor allem aus Teilen Süddeutschlands heftige Kritik kam. Nach dem Motto „Soll´n das, bei uns war schönes Wetter, kann doch nicht so schlimm gewesen sein!“ Tja, hm.

Die Aufräumarbeiten sind schon beeindruckend weit, dutzende Baumstämme liegen abholbereit am Forstweg. Die Kerben im Holz zeigen, dass das keine Handarbeit war, sondern automatische Harvester am Werke waren, vermutlich ein ganzes Heer. Hauptsache weg mit dem Holz, bevor sich darin Schädlinge einnisten.

Später erfahre ich von einem Forstwirt, das allein in diesem Flurstück so viel Holz gefallen ist, wie man sonst in 5 Jahren schlagen würde: Über 100.000 Kubikmeter. Von überall her wurden Harvester rangekarrt, um der Holzmenge Herr zu werden. Fast rund um die Uhr karren LKW die Baumstämme auf Züge zu den kleinen Bahnhöfen im Leinetal, die das Holz zur Verarbeitung nach Süddeutschland und Polen bringen. Die Holzpreise sind im Keller, aber für die Forsteigentümer lohnt sich das Ganze trotzdem. Sie bekommen vom Land Förderung und Beihilfen für die Beseitigung der Schäden, außerdem Ausfallsgeld und Entschädigungen. Eher ein Grund zum Frohlocken als zur Sorge.

Dennoch, die Zerstörung, die Friederike hier angerichtet hat, ist enorm. In Anbetracht der Tatsache, dass die ICE-Trasse und die Nord-Süd-Achse des Bahnverkehrs nur zwei Kilometer von hier entlang laufen und nicht klar war, ob der Sturm am Harzrand nach Osten weitergeht oder nach Süden abdreht, war die Sperrung des Bahnverkehrs während Friederike absolut richtig, ganz egal ob in Teilen Bayerns zeitweise die Sonne schien oder nicht.

137

Die Zahl 137 verfolgt mich schon mein ganzes Leben. Sie taucht immer wieder auf, mal als Personalnummer im Job, mal auf groß auf Paketen, mal versteckt in Werbeanzeigen und Texten. Was mich schon früh zu dem Schluß führte: Douglas Adams irrte. Nicht 42 ist die Antwort auf das Leben, das Universum un den ganzen Rest. Es ist die 137.

Heise Online bestätigt nun diesen Verdacht. In einem launigen Artikel über die „Aufmüpfige 137“ beschreibt der Autor, wie ein Mathematikprofessor von der 137 träumt, die auf die Metaphysik aller Zahlen hinweist. „When the world goes pop, we shall go pop too“ – Wenn die Welt untergeht, verschwinden auch die Zahlen.

Tatsächlich berechnete später der Astrophysiker Sir Arthur Eddington, dass die 137 der Kehrwert der Sommerfeldschen Feinstrukturkonstante ist. Oder anders ausgedrückt: „Basierend auf der Sommerfeldschen Feinstrukturkonstante, kam Eddington zum Schluss, dass 137 die Zahl ist, die das Universum zusammenhält.“

Aha. Nun, das erklärt einiges. Wenn mich die 137 dauernd stalked, erklärt das zumindest den gelegentlichen Ausfall der natürlichen Entropie, weshalb mir ständig Dinge passieren, die eigentlich extrem unwahrscheinlich sind. Aber warum hat die Metaphysik ausgerechnet an mir solchen Spaß? Bin ich ein Endzeitapostel? Oder wird die Welt einfach enden, wenn ich ende? Zumindest letzteres werde ich nie erfahren.

Augenmysterium

„P… D… 2… K… 6… 8…“
„OK, können sie die dritte Reihe auch lesen?“
„M… … D… … Äh…. Hm… Also… Das nächste könnte eine 5 sein.“
„So besser oder so?“

Ich bin ja normalerweise nicht gut in diesen „So-besser-oder-so“-Dingen. Ich bin dann immer der, der fragt „Kann ich das erste nochmal sehen?“ Aber hier, beim Optiker des Vertrauens, da läuft´s. Ich bin nach drei Jahren mal wieder hier, weil sich die Augen gelegentlich müde anfühlen, und wenn ich was in der Ferne lesen möchte, schiebe ich manchmal die Brille hoch oder merke, wie ich die Augen zusammenkneife. Das sind so die ersten Anzeichen, dass man mal wieder die Sehschärfe kontrollieren lassen sollte.

Also ab zum Optiker. Der fährt ein Prüfgestell mit Testlinsen vor´s Gesicht, darin stellt er meine aktuellen Brillenwerte ein, dann muss ich auf eine Tafel mit kleiner werdenden Buchstaben und Ziffern gucken. Der Optiker macht dann Stück für Stück Einstellungen am Messapparat, und ich muss immer sagen, ob ich damit jetzt besser oder schlechter gucken kann.

„Ist der Kreis auf dem roten Untergrund schärfer und kontrastreicher oder auf dem grünen?“
„Rot.“
„Und jetzt?“
„Grün.“
„Und jetzt?“
„Beide gleich“
„Und noch mal die dritte Reihe. Die vierte muss nicht, aber die dritte sollten Sie lesen können.“

Beim Optiker bin ich ohnehin alle paar Jahre. Die nehmen sich nämlich mehr Zeit für Sehtests als Augenärzte. Von Ärzten lasse ich nur den Augenhintergrund checken, ein Mal im Jahr. Das ist bei mir auch notwendig, denn mit 11 Dioptrien Fehlsichtigkeit ist mein Augapfel so verkrümmt, dass die Netzhaut reissen kann. Deshalb: Regelmäßige Checks. Immerhin lassen sich meine seltsamen Augen noch korrigieren. Mit einer gut eingemessenen Brille erreiche ich eine Sehschärfe von 120 Prozent. Normalerweise ist man froh, wenn man Sehfehler wie meine auf 80 Prozent korrigieren kann.

Nach einer halben Stunde „So-oder-so-besser“ sagt der Optiker „So, jetzt haben wir die Ergebnisse. Das linke Auge ist um eine ganze Dioptrie schlechter geworden, das rechte fast genauso viel“.

„WAS?!“, entfährt es mir, „Das kann doch nicht sein! Ich merke, wenn meine Augen signifikant schlechter werden! Hätte ich eine Dioptrie zu wenig, wären das 40 Prozent Sehschärfe, damit würde ich doch gar nichts mehr erkennen können! Das kann nicht stimmen“. „Ist aber so“, sagt der Optiker bedauernd. Ich runzele die Stirn.

Ich schwenke die Messapparatur mit den Prüflinsen von meinem Gesicht weg und setze meine alte Brille auf. Die, die angeblich jetzt eine Dioptrie zu schwach ist. Dann schaue ich beiläufig auf die Wand mit der Buchstabiertafel.

„K-D-P-F-6-7-4-5-Z“, lese ich flüssig und ohne ein Stocken vor. „Das war jetzt aber nicht die dritte Reihe“, sagt der Optiker verwundert. „Nee, das war die vierte“, sage ich.

Jetzt runzeln wir beide die Stirn. Mit einer Dioptrie zu wenig durfte ich nicht mal erkennen das überhaupt Buchstaben an der Wand sind. In der Messapparatur haben meine Augen schlechtere Werte als mit der Brille? Das ist uns beiden noch nicht untergekommen.

Ein Mysterium.
Der Termin bleibt ohne Ergebnis. Stattdessen machen wir einen neuen. Andere Tageszeit, woher soll ich die Augen entspannen.
Mal sehen, was dann rauskommt.

Spannung!! Vom Abenteuer, Karten für Harry Potter 8 zu buchen

Soll ich die jetzt nehmen oder nicht? Ich merke, dass ich vor Nervosität zittere. Zwei Schritte zurück. Einer vor. Wieder das gleiche Ergebnis. Verdammt.

Kaum jemand kennt alle Teile der „Harry Potter“-Geschichte. „Moment“, werden jetzt viele sagen, „ich habe alle sieben Bücher gelesen und alle 8 Filme gesehen!“ Tja, mag sein, aber es gibt ACHT Bücher, und das letzte ist nicht verfilmt worden.

Das Siebte endet kurz nach dem Sieg über Voldemort, in der letzten Szene verabschieden Harry und Ginny Potter ihr Kind am Bahnsteig nach Hogwarts. Das achte Buch spielt 19 Jahre später. „Harry Potter and the Cursed Child“ ist allerdings kein Roman und kein Film. Es ist ein Drehbuch für ein Theaterstück, und das lief bis vor Kurzem nur an einem Ort auf der Welt: Dem Palace Theatre in London.

Man denke in diesem Zusammenhang an einen neuen Star Wars-Film, der nur in einem Kino auf der Welt läuft. Das gibt eine kleine Vorstellung davon, wie gewaltig der Andrang auf die Karten ist. Mittlerweile läuft die Produktion zwar auch in New York und Melbourne, aber dennoch ist die Nachfrage riesig. Erschwerend kommt hinzu: Die Geschichte ist so episch, dass ein Theaterbesuch nicht reicht, um sie zu in Gänze erleben. Man muss tatsächlich zwei Vorstellungen besuchen, jede gut 150 Minuten lang, um alles zu sehen. Fast 6 Stunden braucht es, um „The Cursed Child Part I & II“ zu sehen.

Das Palace Theatre veröffentlicht alle drei Monate Karten für die Vorstellungen in einem Jahr, zu beziehen nur Online und in Minuten ausverkauft. Heute war es wieder soweit, es gab Karten für den Zeitraum Februar bis April 2019. Der Buchungsvorgang war… eine interessante Erfahrung.

Die Harry-Potter-Produktion arbeitet mit zwei Ticketvertrieben zusammen, die beide unter dem Webauftritt http://www.harrypottertheplay.com arbeiten, aber leicht unterschiedliche Buchungseiten haben. Die ATG-Seite ist etwas übersichtlicher, auf der Seite von Nimax hat man dafür mehr Optionen.

Wer Tickets haben möchte, abonniert am besten den Newsletter auf der Website, dann wird man rechtzeitig informiert wann der Verkauf startet. An einem Tag X geht es dann um 11:00 Uhr los, um eine Chance zu haben muss man 30 Minuten vorher auf der Seite sein. Dort betritt man einen virtuellen Warteraum, während ein Timer runtertickert.

Kommt er bei Null an, geht es los: Alle Wartenden bekommen eine Nummer, die willkürlich zugelost wird. Die Nummer gibt die Position in der Warteschlange an. Ich muss zugeben: Ich bin nervös. Ich bin allerdings auch derjenige, der bei Ebay-Auktionen drei Sekunden vor Schluss vor Adrenalin kaum aus den Augen gucken kann. Werde ich dieses Mal Karten bekommen? Falls nein, werde ich ein Jahr warten müssen bis zum nächsten Versuch.

Das Buchungssystem läuft stabil, die Seite ist erreichbar und reagiert flüssig. Das ist bei so vielen, gleichzeitigen Aufrufen auch schon eine Kunst für sich. Ich bin in zwei Browsern eingeloggt. Während meine eine Identität Platz 90.489 bekommt, hat die andere Glück: Platz 175. Man sieht übrigens jederzeit wie viele Personen vor einem sind, und wie lange es ungefähr dauert, bis man dran ist.

Kommt man in die Buchungseite, hat man bei Nimax 5 Minuten, bei ATG 15 Minuten Zeit. Nun gilt es zunächst auszuwählen: Möchte man beide Teile an einem Tag oder an aufeinanderfolgenden Tagen sehen? Oder doch nur ein Ticket für einen Teil? Dann muss das Datum gewählt werden. Auf der ATG-Seite sucht man sich jetzt eine Preiskategorie aus, dann bekommt man vom System die besten Plätze zugewiesen – oder das, was der Computer dafür hält.

Auf der Nimax-Seite kann man sich zumindest aussuchen, ob man im Parkett oder auf einem der Balkone sitzen möchte, aber auch hier ist dann der Platz vom Buchungssystem vorausgewählt. Man bekommt übrigens in beiden Vorstellungen denselben Platz. Ist der also mies, ärgert man sich gleich zwei Mal darüber.

Klick-Klick-Klick
, ich möchte beide Teile an einem Tag, im Februar 2019… „Superplätze in I19“, meldet die Website. Ja, nee, glaub ich nicht.

Ich habe nämlich nebenbei die Website „Seatplan“ offen. Die kann ich uneingeschränkt empfehlen, die ist für London eines meiner wichtigsten Planungsinstrumente. Auf Seatplan.com sind von fast allen Londoner Locations die Sitzpläne abrufbar. Aber nicht nur das: Nutzer der Seite können Rezensionen und Bilder zu jedem einzelnen Platz posten. Im Besten Fall kann man auf Seatplan also genau sehen, wie der Blick auf die Bühne ist.

„I19“ liegt im „Dress Circle“, dem ersten Balkon. Recht weit weg von der Bühne, und oben drüber wölbt sich schon der nächste Balkon, der Grand Circle. Das Bild ist von seatplan.com:

„Ist nicht so toll“, schreiben die Rezensionen. „Lieber einen Platz weiter unten nehmen“. Und: „Platz war für mich OK, aber ich habe auch nur 10 Pfund für die Karte bezahlt. Gepriesen sei Last Minute, hehe“, schreibt einer. Nun, billig sind die Tickets im regulären Verkauf mal nicht. Die Preislage, in der der Computer mir gerade Plätze sucht, liegt bei 70 Pfund. Für Londoner Verhältnisse ist das günstig, aber dazu kommen noch 5 Euro Gebühren, und man braucht halt zwei Tickets, und schon ist man bei 150 Pfund, was aktuell 170 Euro sind. Dafür kann man 10 mal ins Kino gehen.

Ich gehe nochmal zwei Schritte zurück und wähle nochmal, aber wieder bietet mir der Computer nur I19 an. Oder einen Platz im Parkett, aber da ist die Gefahr groß, dass ein großer Mensch vor mir sitzt und ich 6 Stunden lang einen Hinterkopf begutachten kann. Nein, wenn, dann Balkon. Aber so meilenweit von der Bühne entfernt?
Der Timer tickert langsam runter, ich muss mich entscheiden…

Kurz darauf habe ich tatsächlich die I19-Tickets für HP8. An meinem Wunschdatum. Aber halt auf einem nicht optimalen Platz. Aber hey, es geht noch schlimmer, Seatplan hat auch Bilder vom „Balcony“. In dessen letzter Reihe muss man schwindelfrei, man guckt gefühlt senkrecht und aus großer Höhe auf einen kleinen Ausschnitt der Bühne. DAS sind schlechte Plätze.

Bild: Seatplan.com

Wie ein befriedigender Kauf fühlt sich das trotzdem nicht an. Aber ein nicht-ganz-so-doller Platz besser ist als keiner, oder?

Wrong. Später am Tag kam die Erkenntnis: Ich fahre nicht nur, aber auch wegen dieses Stücks nach London. Dann sollte das Erlebnis besser ein Gutes sein.
Am Abend, als der Ansturm auf die Website vorbei ist und das Buchungssystem wieder ohne Warteschlange arbeitet, klicke ich mich nochmal durch den Bestellprozess.

Aha, jetzt sind bei Nimax auch die besonders guten Karten auswählbar! Das Preisband „Premium“ enthält die Karten, die man WIKRLICH will. Gute Sicht auf die Bühne, praktisch nicht verbaubar. Und tatsächlich noch für mein Wunschdatum erhältlich!

Schnell klicke ich mir die und fühle kurzzeitig den Endorphinrausch. Der endet, als die Bezahlung mittendrin scheitert, weil meine Kreditkarte mit einer App authorisiert werden möchte, die ich gerade nicht auf dem Handy habe.

Ich bin kurz am Boden zerstört, aber nicht lange, denn tatsächlich hatte ich das verkehrte Datum ausgewählt. An meinem Wunschdatum gibt es keine Premiumkarten. Aber eine Woche vorher…

Lange Rede, kurzer Sinn: JETZT habe ich nicht nur irgendwelche Karten, sondern sogar richtig gute. Leider nicht an meinem Wunschdatum, aber dicht dran. Und dieser Blick auf die Bühne ist es wert, das Datum der Reise zu verschieben:

Bild: Seatplan.com

Puh, spannender Tag. An dessem Ende steht nun fest: Ich fahre im Februar 2019 wieder mal nach London. Und ich werden den achten Teil von Harry Potter sehen.

Auch wenn ich gerade viel Geld ausgegeben habe: Ich freu mich! Jetzt muss ich mich nur noch darum kümmern, dass ich die zuerst geklickten I19-Karten erstattet bekomme. Denn in Summe 350 Pfund wäre selbst für das tollste Theaterstück der Welt zu viel…