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Archiv der Kategorie: Service

Kartenzahlungsverfahren im Überblick

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Eigentlich wollte ich einfach durch die Absperrung rauschen. So wie immer. Durch das schnelle Personenvereinzelungssytem in der Londoner U-Bahn kann man nämlich einfach so durch zu laufen, ohne den Schritt verlangsamen zu müssen. Man muss nur seine Plastikkarte in einer fließenden Bewegung vor das Lesegerät halten, Zack, die Absperrung schwuppt zur Seite, und schon ist man in der Tube.


An diesem Morgen klappte das nicht, ich lief mit vollem Schwung gegen das Gitter. Meine Oystercard wollte nicht. Eine freundliche Angestellte von Transport for London war sofort zur Stelle und fand auch gleich die Ursache: Das Guthaben auf der Karte war aufgebraucht. Am Abend zuvor waren noch über 20 Pfund darauf gewesen. Die waren nun weg. Aber warum?

Aktuelle EC- und Kreditkarten sind kein dummes Stück Plastik mehr. Im Chip sitzt ein kleiner Computer, und in die Karte eingebacken ist eine Kupferantenne. Außerdem gibt es immer noch den Magnetstreifen und die Kartennummern, mit denen bezahlt werden kann.

Ein Zahlungskarte der Gattung der Kredit- oder Debitkarten angehören hat heute nicht nur eine, sondern gleich mehrere Bezahlfunktionen. Was die eigene Karte kann, erkennt man auf den darauf abgebildeten Symbolen. Und ja, es lohnt sich, die mal genauer anzugucken, wie meine London geschichte verrät.

Kreditkarte: Gibt es seit 1894, und so sicher sind sie auch. Insbesondere die Kreditkartenfunktionen, bei denen der Magnetstreifen ausgelesen wird oder mit einem Imprinter ein Abdruck(!) der erhabenen Kreditkartennummern genommen wird sind hoffnungslos unsicher, werden aber nur noch sehr selten verwendet. Bei Kreditkarten wird meist per Nummer plus Unterschrift oder PIN oder mit der Nummer plus Sicherheitsnummer bezahlt. Abrechnung erfolgt monatlich, vierteljährlich oder jährlich. Das Verfahren ist bei deutschen Händlern unbeliebt, weil die Teilnahme am Kreditkartennetzwerk und die Gebühren höher sind als bei nationalen Debitkarten. Die EU hat zwar das Interbankenentgeld auf 0,3% des Preises gedeckelt, aber das macht leider nur einen Teil der Kosten für den Händler aus.

Girocard/Electronic Cash: Nationale Debitkarte der Deutschen Kreditwirtschaft. Bis 2007 hieß die EC-Karte, jetzt Girocard. Debitkarten belasten, anders als Kreditkarten, zeitnah das eigene Konto. Identifikation erfolgt mittels PIN und Onlineabfrage der Bankensperrdatei im Hintergrund. Ist recht sicher und für den Einzelhandel günstiger als Kreditkarten. Giropay hat damit nichts zu tun, dass ist das Überweisungsverfahren im Internet.


Prepaid-Kreditkarte:
Sieht aus wie eine Kreditkarte, steht auch Mastercard oder Visa drauf, ist aber eine Debitkarte. Allerdings kann man damit nur ausgeben, was man auf dem Konto hat, man bekommt also keinen Kredit im eigentlichen Sinne. Das macht bei 95% aller Zahlungen keinen Unterschied und ermöglicht Kostenkontrolle, weil man sich nicht in Schulden stürzen kann. Allerdings akzeptieren Mietwagenfirmen diese Karten in der Regel nicht um Kautionen zu hinterlegen. Mitarbeiter solcher Firmen werden regelmäßig darauf trainiert Prepaid-Karten zu erkenne, um sie dann abzuweisen.

Electronic Cash Chip: Genau wie Giropay, aber normalerweise offline. Hier wird im Chip der Karte ein monatlicher Kreditrahmen definiert. Der Chip sagt der Kasse, für wie viel Kredit er noch gut ist. Ist ds Limt noch nicht erreicht, entfallen die Kosten für Onlineabfrage. Die erfolgt nur, wenn das Limit im Chip erreicht ist oder über einen definierten Zeitraum keine Verbindung zwischen Bank und mehr aktiv war.

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Maestro oder V PAY: Debitfunktion von Mastercard (Maestro) oder VISA (V Pay). Verhält sich genauso wie Electronic Cash. Unterschied: Maestro wird weltweit nahezu überall akzeptiert, speichert aber wichtige Infos im Magnetstreifen und ist deshalb anfällig für Skimming, dem Datenklau am Lesegerät. V PAY speichert die Infos im Chip der Karte und ist deshalb Skimmingsicher, wird aber nur in Europa, und hier auch nicht in allen Ländern, akzeptiert. Bei beiden Verfahren ID mittels PIN.

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Elektronische Lastschrift: Weil die Einzelhändler sich gerne die Gebühren für die Banken sparen wollen, verwenden sie das Lastschriftverfahren mit Unterschrift als Identifikation. Hierbei wird über den Magnetstreifen die Kartennummer gelesen und dann die Unterschrift aus dem Kassenbon mit der auf der Karte verglichen. Oder auch nicht. Nachteil: Unsicher, auch für Händler, denn Lastschriften können ins Leere laufen und der Händler auf den Kosten sitzen bleiben. Für Kunden ist es auch unsicher, denn die Unterschriftprüfung ist ungefähr so sicher wie Homöopathie eine Wissenschaft. Mit dem ELV können auch geklaute Karten belastet werden.

Elektronische Lastschrift Online:
Für den Kunden ändert sich nichts, auch hier wird lediglich mit der Unterschrift identifiziert. Im Hintergrund wird abgefragt, ob die Karte gesperrt ist. Allerdings nicht bei den Banken, sondern bei der Firma Ingenico, was das Ganze für den Einzelhandel billiger als die Abfrage der Sperrdatei bei den Banken macht.

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Geldkarte: Hier wird ein Betrag der eigenen Wahl vom Bankkonto in den Chip der Karte übertragen und von da aus quasi abtelefoniert. Nennt sich auch elektronische Geldbörse. Hat bei meiner Volksbankkarte nie funktioniert, mittlerweile nutzt außer Rauchern am Zigarettenautomaten und Herrn S. aus G. an der L. niemand mehr diese Funktion.

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NFC: Die Near Field Communication erlaubt kontaktloses bezahlen. Karten werden nur noch oder an ein Lesegerät gehalten und nicht hineingesteckt. Man braucht sie nicht mal aus dem Geldbeutel zu holen, sondern hält den einfach ans Gerät. Auch manche Handys können bereits NFC-Bezahlung. Vorteil: Der Bezahlvorgang geht schneller. Nachteil: Keine Identifikation oder Bestätigung. Eine PIN wird erst bei Beträgen über 25 Euro verlangt. VISA nennt NFC „PayWave“, Mastercard „Pay Pass“ und die Deutschen Banken „GiroGo“. Apple hat eine NFC-Bezahlung über seine Geräte entwickelt, die den Fingerabdruckleser einbezieht. ApplePay gibt es in Deutschland aber noch nicht (Stand: 08/16).

So, und wo sind nun meine 20 Pfund in der Londoner U-Bahn hin verschwunden?

Ganz einfach. Die U-Bahn-Karte verwendet die gleiche NFC-Technologie wie meine Kreditkarte, und die Tube akzeptiert inzwischen beides als Fahrschein. Man kann also entweder die Oystercard oder die Kreditkarte verwenden, um durch die Absperrung zu kommen.

Ich habe beide Karten im selben Portemonnaie, und nun war Folgendes passiert: Am Vorabend hatte die Tube die Oystercard eingelesen, als ich eine Fahrt begann. Beim Verlassen der U-Bahn hatte die Auslassschranke aber nicht die Osyster-, sondern die dahintersteckende Kreditkarte angefunkt. Die war nicht eingestempelt, also wurde von der gleich mal der Maximalbetrag für 24 Stunden wildes Fahren abgebucht. Als am nächsten Morgen die Oystercard zum Einchecken verwendet wurde, stellte das U-Bahnsystem fest, dass der Checkout vom Vorabend fehlte – und nahm an, ich sei die ganze Nacht über alle Zonen Londons umhergefahren. Dafür wurden dann 20 Pfund abgebucht.

Was lehrt uns das? Zahlungsmethoden sind vielfältig und werden immer bequemer und schneller. Aber damit steigt leider auch das Fehler- und Mißbrauchspotential. Als Endnutzer kann man außer Totalverweigerung dagegen nicht viel machen, denn zugunsten der Bequemlichkeit entfallen Möglichkeiten der Kontrolle.

 
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Verfasst von - 26. August 2016 in Service

 

Girocard oder VPay oder Maestro?!?

Und dann stand ich da wie Max-inne-Möhren, glotzte auf das PIN-Pad an der Kasse und versuchte zu enträtseln, was es von mir wollte. Als ich es verstanden hatte, kam ich aus dem Fazialpalmation nicht mehr raus, denn ich hätte NIE gedacht, dass die EU diesen Quatsch durchsetzt.

Ich bin ja glühender Europafan, aber manchmal geht mir die EU auf den Saque. Nämlich immer dann, wenn die Kommission Dinge auf den Weg bringt, von denen von vornherein klar ist, dass sie nicht nur Rohrkrepierer sind, sondern ein fetter Blattschuss ins eigene Knie.

Die Cookieregelung auf Webseiten ist so ein Beispiel. Die nervigen „Wir verwenden Cookies“-Meldungen waren zum Schutz und der Sensibilisierung der Besucher gedacht, haben aber exakt das Gegenteil erreicht: Man hat sich einfach dran gewöhnt, beim erstbesten Popup auf einer Webseite stumpf „OK“ zu klicken ohne es zu lesen. Da könnte auch „wollen sie wirklich ihre Festplatte löschen“, ich würde es nicht sehen und gleich bestätigen.

Das gleiche Kaliber falsch verstandener Transparenz sorgt jetzt für maximale Verwirrung bei Kartenzahlungen. Moderne Karten tragen nämlich etliche Zahlungsmöglichkeiten mit sich rum. Welche an der Kasse verwendet wird, entschied bis vor Kurzem der Händler. Seit Juni gibt es eine Vorschrift, dass der Kunde die Zahlungsmethode auswählen soll, denn „Der Kunde soll Entscheidungsfreiheit haben“. Das ist einigermaßen sinnfrei, denn die meisten Kunden wissen nich mal, das ihre Karte mehr als ein Zahlungssystem hat, geschweige denn was die Unterschiede sind.

Für die meisten Deutschen ist ihre Zahlungskarte „Die Eurocheque-Karte“. Punkt.

Was grandioser Quatsch ist, denn die Eurocheque-Karte gibt es seit 2001 nicht mehr. Ab diesem Zeitpunkt stand EC für Electronic Cash, wobei das seit 2007 Girocard heißt*. Ausgegeben und betrieben wird das Girocard Netz von der Deutschen Kreditwirtschaft, es handelt sich also um eine nationale Debitkarte.

Die ist den international agierenden Finanzkonzernen ein Dorn im Auge, weshalb Mastercard und VISA eigene Debitsysteme geschaffen haben. Die heißen „Maestro“ (Mastercard) und „V Pay“ (VISA). Da diese beiden Konzerne die größten Ausgeber von Karten sind, ist ihre eigene Funktion meist zusätzlich zu Giropay enthalten.

Je nachdem mit welchem Unternehmen die eigene Bank kooperiert, hat die eigene Bankkarte also mindestens zwei Zahlungsfunktionen: Giropay oder Maestro/V Pay. Bei den Zahlungsarten Giropay/Maestro/V Pay entschied bis vor Kurzem der Händler was genutzt wurd. Nun soll man als Kunde selbst entscheiden, welches Zahlungsverfahren man verwenden möchte. Was einigermaßen sinnfrei ist, denn für den Kunden entstehen keine Zusatzkosten, egal für welches Verfahren er sich entscheidet.

Für die Händler gibt es aber sehr wohl einen Unterschied, denn je nach Verfahren sind die Gebühren für ihn bis zu doppelt so hoch. Bei Giropay bezahlt der Händler 0,2 Prozent des Umsatzes an die Bank, bei VPAY/Maestro sind es 0,3 bis 0,4 Prozent. Will man seinem Einzelhändler was Gutes tun, sollte man also die Giropay-Funktion verwenden. Will man ihn ärgern, V Pay/Maestro.

Bis sich rumgesprochen hat, dass dieser ganze Auwahlquatsch völlig Mumpe ist, dürfte das zu Verwirrung, Erkläraufwand und damit längeren Wartezeiten an den Kassen führen. Danke, EU! (Ich habe Dich aber trotzdem lieb)

In Teil II: Alle Verfahren, die eine Karte so können kann.

*(Die Deutsche Kreditwirtschaft hatte nämlich schlicht vergessen sich den Markenterm „EC“ zu sichern und musste die Karten deshalb umbenennen.)

 
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Verfasst von - 25. August 2016 in Ganz Kurz, Service

 

Die richtige Handschuhgröße

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Menschen neigen dazu, unangenehme Erfahrungen zu verdrängen. Herr Silencer schreibt deshalb seine Erkenntnisse und Tips zum Thema Motorradhandschuhkauf hier auf. In erster Linie für sich selbst, bevor sich das Drama in ein paar Jahren wiederholt.

Es gibt nur eine Sache, die ich noch weniger leiden kann als Schuhe kaufen: Neue HANDschuhe anschaffen. Ganz besonders: Motorradhandschuhe. Das die meisten Hersteller irre sind oder einem die Hucke vollügen, macht die Sache nicht einfacher.

Eine der beliebtesten Lügen ist, dass es sowas wie Allroundhandschuhe gäbe. Das stimmt einfach nicht. Auch Handschuhe wollen je nach Wetter, Temperatur und Einsatzzweck ausgesucht werden. Mit einem Tourenhandschuh fährt man nicht Motocross, und mit einem leicht gefütterten Handschuh hat man im Herbst oder in den Bergen schlechte Karten.

Wenn ich mit dem Motorrad verreise, hatte ich bislang zwei Paar Handschuhe dabei. Ein dick gefüttertes Paar, das dank Goretex-Membran absolut wasserdicht ist und für Temperaturen bis 15 Grad taugt. Dazu ein ungefüttertes Paar für heiße Tage, durch dessen überlappende Leder- und Carbonschichten der Wind zieht.

In letzten Jahr kam ich ein paar mal in Situationen, in denen es sehr warm und gleichzeitig nass war, weshalb ich mich jetzt mal nach ungefütterten und wasserdichten Handschuhen umgesehen habe. Bis der richtige Handschuh mit einer guten Passform gefunden war, hat mich das so einiges an Zeit und Nerven gekostet.

Meine erste Wahl war ein Handschuh von Held. Der renommierte Hersteller fertigt exzellente Handschuhe aus hochwertigen Materialien. Auf den ersten Blick passten die in Größe M: Sie waren lang genug für die Finger und saßen auch ansonsten OK. So kaufte ich die im vergangenen Herbst, konnte sie aber wegen einer Fuß-OP nicht gleich auf dem Motorrad ausprobieren. Als ich das 8 Wochen später nachholte, stellte sich heraus: Die passten exakt GAR NICHT. Dass der Daumen eher für Außerirdische Kreaturen als für Menschen gemacht ist, wußte ich vorher. Bei der Probefahrt mit dem Motorrad stellte sich dann aber raus, dass alle Finger zwar die richtige Länge hatten, rundrum aber jede Menge Raum war. Es war überall so viel Spiel, das ich die Finger in den Handschuhen bewegen konnte. Dadurch hatte ich keinen festen Griff, was natürlich gar nicht geht.

Die rote Linie zeigt, wo mein Daumen im Handschuh  "Louis75 xTraFit" von HELD endet. Der Handschuhdaumen ist rund 30 Prozent länger als bei einem normalen Menschen. Sind die vielleicht für Außerirdische vom Planeten Knäcke IV gemacht?

Die rote Linie zeigt, wo mein Daumen im Handschuh „Louis75 xTraFit“ von HELD endet. Der Handschuhdaumen ist rund 30 Prozent länger als bei einem normalen Menschen. Sind die vielleicht für Außerirdische vom Planeten Knäcke IV gemacht?

Zum Glück liess sich das Elend umtauschen. Eine Nummer kleiner umschlossen die Handschuhe meine Finger fester und der Griff war gut, aber zu einem hohen Preis. Wie sich auf dem Motorrad rausstellte, sind die Finger des Handschuhs nun zu kurz: Meine Fingerkuppen stoßen vorne an. Das kann dazu führen, dass die Finger einschlafen.

Der nächste Versuch: Vanucci Summer Dry II-Handschuhe. Saßen in Größe M im Geschäft ebenfalls super. Finger lang genug und vorne noch ein wenig Raum, aber rundrum sicher sitzend.

Trotzdem schlief mir bei der ersten Probefahrt praktisch sofort die rechte Hand ein. Der Grund: An genau einer, ganz kleinen Stelle auf dem Handrücken sind die Handschuhe zu eng. Genau dort laufen aber zwei wichtige Adern entlang. Die Druckstelle war winzig und kaum zu spüren, der Effekt aber riesig.

Saßen richtig gut, nur an der rot umrandeten Stelle drückten sie ein ganz klein wenig: Vanucci Summer Dry II.

Saßen richtig gut, nur an der rot umrandeten Stelle drückten sie ein ganz klein wenig: Vanucci Summer Dry II.

Dummerweise laufen an der Stelle die Hauptadern für Zeige- und Mittelfinger entlang, wie man hier gut sieht.

Dummerweise laufen an der Stelle die Hauptadern für Zeige- und Mittelfinger entlang, wie man hier gut sieht.

Vielleicht hätte sich der Handschuh noch geweitet, riskieren wollte ich das aber nicht. Also wieder umtauschen. Eine Nummer größer ist jetzt alles gut, ich habe meine perfekten Handschuhe für nasse Sommertage gefunden.

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Damit der Kauf der nächsten Handschuhe nicht wieder so ein Drama inkl. Fehlkauf wird, notiere ich hier mal für mich die wichtigsten Erkenntnisse:

1. „Fits like a glove“, sagt der Engländer, und meint damit: Sitzt eng, wie eine zweite Haut. Genau DAS dürfen Motorradhandschuhe aber nicht. Motorradhandschuhe müssen wesentlich größer sein und dürfen nicht wie eine zweite Haut sitzen oder drücken. Nirgendwo.

2. Keine zwei Hände sind gleich, auch dann nicht, wenn sie am gleichen Körper sitzen. Meine rechte Hand ist größer als die linke, und auch die Finger sind länger. Ein Handschuh der links perfekt passt, ist u.U. rechts zu klein. Die rechte Hand ist die wichtigere, trotzdem sollte ein Handschuh an beiden Händen sitzen.

3. Handschuhe dehnen sich vielleicht in der Breite, aber nie in der Länge. Zu kurze Finger bleiben zu kurz. Noch schlimmer: Wenn das Leder an den Fingergelenken Falten wirft, wird der Handschuh dadurch sogar noch kürzer.

4. In guten Fachgeschäften gibt es einen Griff-Dummie, dass ist ein Stock, mit dem der Lenker simuliert wird.

Den Dummie so umgreifen. Jetzt dürfen die Fingerkuppen vorne nicht anstoßen und in den Fingerzwischenräumen nichts ziepen.

Den Dummie so umgreifen. Jetzt dürfen die Fingerkuppen vorne nicht anstoßen und in den Fingerzwischenräumen nichts ziepen.

Wenn man den fest umgreift, sollten die Handschuhe 1. Nicht zwischen den Fingern kneifen, 2. an den Fingerkuppen noch ca. 0,5-1 cm Platz sein, 3. Die Oberhand nicht vom Knöchelschutz gequetscht werden, 4. An der Außenseite des Handtellers beim zusammendrücken des Leders gut 2-3 cm Raum sein. Oder anders: Wenn man die Hand ausgestreckt vor sich hat, sollten beim Zusammendrücken an der Seite und an den Fingerkuppen ein Fingerbreit Raum sein:

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Der Handschuh ist zu klein, wenn die Fingerkuppen vorne anstoßen oder der Handteller oder die Oberhand irgendwo gequetscht wird, auch, wenn es nur wenig ist. Der Handschuh ist zu groß, wenn die Finger mehr als 2-3 cm zu lang sind.

5. Wenn auch unterschiedliche Größen nicht passen und entweder zu groß oder gleich wieder zu klein sind, dann ist das entsprechende Modell nichts für einen. Oder der Hersteller, denn jeder Produzent verwendet sein eigenes Modell einer Durchschnittshand und seinen eigenen Standardschnitt. Ich habe z.B. REUSCH- oder Vanucci-Hände, deren Schnitt passt mir in Größe L/9. Modelle von HELD und FLM dagegen sind eher für Menschen mit dickeren, kürzeren Fingern als meine.

6. Nach dem Kauf sollte man am besten sofort auf dem eigenen Motorrad Probefahren, mindestens 50 Kilometer. Dabei darauf achten ob die Finger einschlafen. Nach 50 Kilometern Handschuhe ausziehen und die eigenen Hände betrachten. Sind irgendwo deutliche, rote Druckstellen zu sehen? Haben die Innenähte Abdrücke in der Haut hinterlassen? Dann ist der Handschuh zu klein.

7. Polo und Louis stellen sich erfahrungsgemäß nicht an, wenn man Handschuhe kurz nach dem Kauf umtauschen will. Dennoch gilt: 1. Sich vor dem Kauf vergewissern, dass auch nach einer Probefahrt auf dem eigenen Mopped ein Umtausch möglich ist. Und 2.: Bis man wirklich zu 100 Prozent sicher ist, dass die Handschuhe perfekt sind: Pfleglich damit umgehen. Auch der kulanteste Händler guckt komisch, wenn die erste Probefahrt durch den Regen ging, der Knöchelschutz Abrieb aufweist oder das Mesh voller toter Fliegen hängt. Regel des gesunden Menschenverstands: Wenn etwas in einem Zustand ist, den Du selbst nicht mehr kaufen würdest, trägst Du es nicht ins Geschäft zurück!

 
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Verfasst von - 8. April 2016 in Motorrad, Service

 

Ransomware

Aus gegebenem Anlass eine ernst gemeinte und wichtige Durchsage:

Mir sind in den vergangenen Wochen mehrfach Mails ins Haus geflattert deren Absender ich nicht kannte. Der Inhalt war in bestem Deutsch verfasst. Mal war es eine Anfrage nach irgendwas, mal eine Bitte zu überprüfen ob eine Zahlung schon veranlasst sei, mal eine Bestellbestätigung. Stets mit vollständiger Signatur und Absender von deutschen Unternehmen. Ich habe schon sehr viel Spam gesehen – das sah definitiv nicht danach aus. Außerdem sind die Mails durch alle Filter gekommen, und auch der Virenscanner hat nichts angezeigt.

In allen Fällen hing eine .doc oder .pdf Datei an, auf die der Text Bezug nahm. Das perfide: Öffnet man die Datei, wird ein Programm ausgeführt, dass den eigenen Rechner und angebundene Netzlaufwerke verschlüsselt. Zugriff auf diese Dateien ist damit nicht mehr möglich, man kommt nicht mehr an seine eigenen Dokumente, die Musiksammlung oder die Urlaubsfotos.

Um die wieder zu entschlüsseln, soll man einen ordentlichen Betrag an ein anonymes Konto zahlen. Das nennt sich Ransomware, vom englischen ransom, „Lösegeld“. Zahlt man nicht, kommt man schlimmstenfalls nie wieder an seine eigenen Daten – gegen die neueste Version des Tesla-Trojaners gibt es aktuell kein Gegenmittel. Aber auch wenn man das Lösegeld zahlt ist keinesfalls sicher, dass man dafür einen Freischaltcode erhält.

Daher:

1. Keine Mailanhänge von unbekannten Absendern öffnen. Auch nicht von bekannten Absendern, wenn der Mailtext merkwürdig scheint.

2. Backups der eigenen Daten machen und die unvernetzt oder in einem anderen Netz aufbewahren.

Das ist kein Witz. Diese Mails haben eine Qualität und Credibility, wie ich sie vorher noch nicht gesehen habe. Sie breiten sich aus und kommen überall durch, und einen Rechner, der erst einmal verschlüsselt wurde, kann man praktisch abschreiben. Aktuell betrifft das alles in erster Linie Windows-Rechner, allerdings gab es auch schon Ransomware für Macs und sogar für iPads und iPhones. Da sich solche Erpressersoftware mittels auf dem Schwarzmarkt erhältlicher Werkzeuge mittlerweile sogar recht einfach zusammenklicken lässt, wird die Zahl solcher Malware weiterhin stark zunehmen.

 
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Verfasst von - 15. Februar 2016 in Service

 

Fernsehhinweise

Jaja, ich weiß, niemand guckt mehr lineare Medien, zeitsouveränes Sehen ist angesagt. Dank der Depublikationspflicht der öffentlich-rechtlichen Sender ist das aber nicht ganz einfach.

Wie, niemand guckt mehr Öffentlich-Rechtlich? Quatsch! Und hier die Gründe:


Der Tatortreiniger, Staffel 5, NDR

Episode 1: „Bestattungsvorsorge“, Donnerstag, 17.12.15, 22.00 Uhr (Anschauen in der Mediathek)
Episode 2: „Das freie Wochenende“, Donnerstag, 17.12.15, 22.30 Uhr (Anschauen in der Mediathek)

Episode 3: „Pfirsichmelba“, Montag, 21.12.15, 22.00 Uhr (Anschauen in der Mediathek)
Episode 4: „Anbieterwechsel“, Montag, 21.12.15, 22.30 Uhr (Anschauen in der Mediathek)

Episode 5: „E.M.M.A. 206“, Donnerstag, 07.01.16, 22.00 Uhr (Anschauen in der Mediathek)
Episode 6: „Freunde“ (mit Olli Schulz!), Donnerstag, 07.01.16, 22.30 Uhr (Anschauen in der Mediathek)

Sherlock
New Year Special, BBC One
„The Abominable Bride“, 01.01.16, 21.00 Uhr

Nur als Hinweis, was man im Online-TV-Recorder programmieren muss.

Dieser Service wird Ihnen präsentiert von Silencers Blog. Bittegerne.

 
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Verfasst von - 18. Dezember 2015 in Service

 

Eulenfest+ Spekulatius

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Weil gerade so viele Leute auf der Suche nach Spekulationseulen hier ins Blog stolpern:

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So sicher wie der Herbst kommt auch das Eulenfest in Einbeck. Das wäre undenkbar ohne die Spekulatiusseulen. Große, harte Kekse aus würzigem Spekulatiusteig, handgemacht von Bäcker Busse. Die gehörten für mich immer dazu, eine „Eule“ ohne Eulen, das geht doch gar nicht, oder? Stimmt, und deshalb fühlt sich das Eulenfest dieses Jahr auch nicht richtig an. Es gibt keine Spekulatiuseulen mehr. Leider hat sich für die Traditionsreiche Bäckerei wohl kein Nachfolger gefunden.

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Verfasst von - 11. Oktober 2015 in Service

 

iPhone 6s „Prozessorgate“: Alternative zu Lirum Info Lite

Situation: Im iPhone 6s und 6s Plus werkelt ein A9-Prozessor. Der ist entweder von Samsung oder von TSMC gefertigt. Die sind nicht identisch. Der Prozessor von TSMC ist etwas größer, wird weniger warm und verbraucht dadurch weniger Strom. Unter Vollast in künstlichen Testsituationen macht sich das durch längere Akkulaufzeit bemerkbar, in der Praxis fast gar nicht.

Welcher Prozessor ist in meinem iPhone 6s?
Nun will natürlich jeder iPhones 6s-Besitzer wissen, von welchem Hersteller sein Chip ist. Dazu dient eine App namens Lirum Info Lite, die aber leider seit gestern nicht mehr im Appstore ist.

Die Alternative: VAInfo. Das schlanke Tool zeigt unter „Model/Code“ die Chipkennung an.

N66AP oder N71AP: Samsung
N66MAP oder N71MAP: TSMC

VAInfo gibt es im Appstore: Link.

 
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Verfasst von - 9. Oktober 2015 in Service

 

Tag der Organspende – Entscheidend ist nur die Entscheidung.

Am 06.06, also am kommenden Samstag, ist übrigens Tag der Organspende. Ich selbst trage seit Jahren einen Organspendeausweis mit mir rum, und nicht weil, haha, der zur Standardausstattung von Motorradfahrern gehört. Sondern weil ich mich ganz bewusst entschieden habe, anderen Menschen zu helfen. Wenn ich tot bin, brauche ich meine Organe eh nicht mehr, und es ist ein schönes Gefühl zu wissen, dass ich dann doch immer noch anderen Menschen das Leben retten werden. Diese Entscheidung selbst zu treffen ist außerdem fair meinen Angehörigen gegenüber, die sich im Ernstfall nicht fragen müssen, wie ich mich wohl entscheiden würde.

Ich weiß, ich weiß, Organspende ein Thema, mit dem man sich eigentlich nicht beschäftigen will. Vielleicht weil einem die Sache generell unangenehm ist, vielleicht aber auch, weil man sich darauf gedanklich nicht einlassen will. Dabei ist es irre wichtig sich einmal damit auseinergesetzt zu haben. Wenn man das einmal durchgedacht hat und für sich zu dem Ergebnis kommt, Organspende abzulehnen – OK. Denn:

Entscheidend ist nur die Entscheidung.

…und zwar sowohl dafür als auch dagegen. Das die Beschäftigung mit dem Thema schwierig ist, ist auch Claudia irgendwann klar geworden. Sie hat daraufhin den Verein „Junge Helden“ (http://www.junge-helden.org) gegründet, der behutsam an das Thema heranführt und es erklärt. Dabei werden auch Fragen beantwortet, z.B. wie eine Organspende abläuft und wer Spenden kann und darf. „Entscheidend ist nur die Entscheidung“ ist das Vereinsmotto. Prominentestes Vereinsmitglied ist übrigens Klaas Heufer-Umlauf, aber man sollte dem Verein trotzdem eine Chance geben🙂

Sollte man sich nach der Beschäftigung FÜR einen Organspendeausweis entscheiden, kann man den dort mit einem Klick runterladen und ausdrucken.
So einfach kann es sein, Gutes zu tun.

Zur Website der Jungen Helden.

Wem die Jungen Helden zu sehr Claudia-Beweihräucherung sind und gerne ausführlichere Informationen möchte, ist bei der offiziellen Seite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung besser aufgehoben:

https://www.organspende-info.de

 
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Verfasst von - 1. Juni 2015 in Ganz Kurz, Service

 

Deutsche Bahn Identifizierungskarte (DBpI) – Vorsicht, falsche Bahnmail

Gerade flatterte mir folgende Mail ins Postfach:

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Der Text lautet:

Wunderschönen Tag Sil Encer (Hier bitte den echten Namen denken),

die allgemeinen Geschäftsbedingungen der Deutschen Bahn AG werden sich im Bezug auf die Richtlinien der Sicherheit im Personenverkehr ab dem 29. März 2015 verändern.

Wir bitten alle Kunden der Deutschen Bahn AG, sich einen Abgleich ihrer personenbezogenen Daten zu unterziehen. Sie werden daraufhin an die bei der Registration angegebene Adresse eine persönliche Identifizierungskarte (DBpI) der Deutschen Bahn AG erhalten.
Diese dient für mehr Sicherheit in Bus und Bahn und ist ab dem 29. März 2015 von jedem Kunden mitzuführen.

Es entstehen für Sie keine weiteren Kosten, die Registrierung sowie die Identifizierungskarte (DBpI) sind kostenlos.

Jetzt Identifizierungskarte (DBpI) beantragen!
Ihre Vorteile der Online-Registrierung:

Gratis Identifizierungskarte (DBpI)
Entfall der Kosten der Bahncard für drei Monate
kostenlose Reservierungen im Bereich der zweiten Klasse
Nutzungen aller exklusiven Services, z.B. Benachrichtigung im Verspätungsfall

Der Registrierungsprozess der Karte nimmt nur wenige Minuten in Anspruch. Der Schutz Ihrer persönlichen Daten ist uns wichtig. Alle Daten werden sicher übertragen und sind vor externen Zugriffen geschützt dank moderner Verschlüsselungstechnologie.
Wir danken Ihnen für das entgegengebrachte Vertrauen und bitten Sie die auftretenden Unanehmlichkeiten zu entschuldigen.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Team von http://www.bahn.de

Diese E-Mail wurde automatisch versendet, bitte antworten Sie hierauf nicht. Wenn Sie uns etwas mitteilen möchten, nutzen Sie bitte das Kontaktformular unter http://www.bahn.de/kontakt

Ich muss schon sagen: Das ist eine der besten Scam-Mails die ich je gesehen habe. Hier stimmt nahezu alles: Layout, Grafikelemente, Text. Und ich bin tatsächlich Bahnkunde mit fester BahnCard und werde regelmäßig von der Bahn mit Post bedacht, die genauso aussieht. Der Link „Jetzt Identifizierungskarte (DBpI) beantragen!“ führt zu einer Seite, die genauso aussieht wie eine Bahnseite. Hier soll man sich mit Nutzernamen und Passwort der DB-Seite anmelden.

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Weder der SpamAssassin auf dem Server noch ein lokaler Junk-Filter noch eine Spam-Protection Software haben die Mail auch nur im Ansatz als bedenklich eingestuft, und auch die Website ruft weder bei F-Secure noch bei Google keinen Alarm hervor.
Warum es eine Fälschung sein muss?

  • Die Bahn redete einen in Mails nicht mit „wunderschönen Tag“ an.
  • Das Datum 29.05. wäre viel zu knapp um allen deutschen Bahnkunden ID-Karten auszustellen.
  • Wozu überhaupt ID-Karten? Bahncards SIND ID-Karten nach den AGB der Bahn.
  • Die angepriesenen Verbilligungen (3 Monate sparen! Gratis Reservierungen!) sind unrealistisch hoch für eine Maßnahme, die als Pflicht ausgegeben wird. Oder unrealistisch niedrig, denn „Benachrichtigung im Verspätungsfall“ ist eh schon kostenloser Standard.
  • Wenn der ganze Zinnober wegen der „Richtlinien der Sicherheit im Personenverkehr“ gemacht wird, und diese Richtlinien so weitreichende Folgen hätten, müsste das eine AGB-Änderung nach sich ziehen. Und die müsste Bahncard-Kunden zuerst mitgeteilt und gründlich erläutert werden.
  • Die Buttons auf der Seite stimmen nicht (Mehrfachpfeile, die Bahn verwendet nur einfache)
  • Die Seite, auf die der Link „Jetzt Identifizierungskarte (DBpI) beantragen!“ zeigt, trägt zwar bahn.de in der URL – aber die Domain ist .de-Fahrkarten.com. Registriert auf eine Privatperson unter einer deutschen Adresse, das definitiv nicht die deutsche Bahn.

Also: Finger weg, das ist ein Scam um an die Nutzerdaten von Bahnkunden zu kommen!*

———
* Von diesen Bahnkunden haben etliche, dank der Strafgebühren der Bahn auf andere Zahlungsmittel, ihre Zahlungsweise in den letzten Wochen auf Bankeinzug umgebogen.Damit sind Einkäufe in beliebiger Höhe und ohne jegliche weitere Kontrolle möglich. Das die Bahn auch im Jahr 2015 keine Zwei-Faktor-Authentifizierung hinbekommt, davon wollen wir lieber nicht anfangen.

 
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Verfasst von - 22. März 2015 in Service

 

Tips für Rom

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Wissenswerte Dinge für den Besuch der italienischen Hauptstadt.

1. Gute Tage, schlechte Tage
In Italien sind nahezu alle Museen und Sehenswürdigkeiten am Montag geschlossen. Ausnahme: Kirchen.

2. Essen und Trinken

  • Man geht im Restaurant auf das Personal zu und lässt sich platzieren, einfach irgendwo hinsetzen ist nicht üblich.
  • Einzelzahlung ist nicht üblich und verpönt! Ist man mit mehreren Unterwegs, bekommt man die Rechnung für den ganzen Tisch. Es wird erwartet, dass das auch im Ganzen bezahlt wird. Wie die Gruppe das unter sich aufteilt ist nicht das Problem des Kellners. In der Regel schmeisst jeder Geld auf einen Haufen, bis die Rechnungsumme erreicht ist.
  • Trinkgeld gibt man in der Regel nicht, Bediengeld ist im Rechnungspreis enthalten. Nur wenn der Service exorbitant gut war (in Rom quasi nie) lässt man ein paar Münzen auf dem Tisch zurück.
  • In der Alstadt sollte man besser nicht essen. Hier ist alles auf Touristen ausgelegt, die ein Mal dort speisen und dann nie wieder. Dementsprechend unfreundlich ist das Personal, die Preise sind hoch und das Essen oft echt schlecht.
  • Meiden sollte man Pizza. Pizza können die Römer einfach nicht. Was man bekommt ist in der Regel ein etwas von der Konsistenz und dem Geschmack eines verbrannten Kekses.
  • Anfänger erkennt man daran, dass sie Wasserflaschen mit sich rumtragen. Rom-Profis nutzen die Nasones: Überall in Rom plätschert Wasser aus kleinen Brunnen am Wegesrand, die wegen Ihrer gebogenen Form „Nasones“, Nasen, genannt werden. Man hält den Auslauf mit der Hand zu, dann kommt oben eine Fontäne raus, von der man ganz hygienisch trinken kann. Es gibt sogar eine App, die den Weg zum nächsten Nasone weist. In Rom ist übrigens in jedem Brunnen Trinkwasser von höchster Qualität (es sei denn, es steht auf großen Schildern „Non Potabile“, aber sowas habe ich nicht gesehen). Karte der Trinkwasserbrunnen.

3. Verkehr

Anreise:

  • Anreise mit dem eigenen Auto: Ist Quatsch. Parkplätze gibt es nicht, der Straßenverkehr unterliegt ganz eigenen Gesetzmäßigkeiten und die Wahrscheinlichkeit der Beulenbildung ist sehr hoch.
  • Per Flugzeug: Vom Flughafen Fiumicino (Aeroporto Leonardo da Vinci) fährt zwischen 06.30 Uhr und 23.30 alle halbe Stunde der „Leonard Express“, der Reisende in 35 Minuten bis zum Hauptbahnhof Roma Termini bringt. Kostet ca. 15 Euro. Wer auf die Westeseite des Tiber muss, z.B. nach Trastevere, nimmt die FR1 (Eine Mischung aus Nahverkehrszeug und Straßenbahn) Richtung Tiburtina. Das dauert zwar länger, dafür ist man näher am Ziel. Fährt von 06.00 bis 23.30 Uhr alle 15 Minuten. Das FR-Ticket kostet um die 10 Euro und ermöglicht den Umstieg in andere FRs, nicht aber Busse. Die günstigste Möglichkeit vom Flughafen in die Stadt und zurück zu kommen sind Busse (Terravision, ca. 5 Euro eine Fahrt, Fahrzeit 1 Stunde, Abfahrt in der Via Marsala 29, Mehr hier: http://www.terravision.eu/tedesco/airport_transfer/bus-flughafen-fiumicino-rom-zentrum/?noredirect=de_DE)
    Die teuerste Variante vom Flughafen in die Stadt sind Taxis: Der gesetzlich festgelegte Pauschalpreis für eine Taxifahrt vom Flughafen zu einem beliebigen Ziel in der Stadt kostet 49 Euro (Stand Herbst 2014).
  • Per Bahn: Ist aus Deutschland eine gute Alternative, per Nachtzug von München aus kommt man ausgeruht um 08.35 Uhr in Roma Termini an und ist schon mitten in der Stadt.

In der Stadt:
Zu den römischen Verkehrsbetrieben gehören Bus, U-Bahn und Straßenbahn. Fahrkarten sind für alle drei Vehikel gültig. Es gibt sie in Tabakläden („Tabacchi“, weißes T außen am Geschäft) oder am Automaten. Wichtig: Fahrkarten in Bus und Bahn vor Fahrtantritt am Bahnsteig oder im Bus entwerten und sorgfältig wegstecken! Wenn eine Kontrolle stattfindet, dann am Ausstieg oder am Zielbahnsteig – also das Ticket unbedingt behalten bis man die Zielhaltestelle verlassen hat!
Sorten:

  • Einzeltickets: heißen BIT (Biglietto Integrato a Tempo), sind 100 Minuten gültig und kosten 1,50 Euro. Umstiege zwischen Metro und Bus sind erlaubt, allerdings darf man die Metro nicht zweimal innerhalb 100 Minuten verlassen und betreten. Beispiel: Bus-Metro A- Metro B – Bus ist erlaubt, Bus – Metro A – Bus – Metro B aber nicht.
  • Tageskarten (BIG, Biglietto Integrato Giornaliero) kosten ca. 6 Euro und müssen vor der ersten Benutzung entwertet werden, dann läuft die Zeit. Sie gelten NICHT 24 Stunden, sondern nur bis zum Ende des Tages, an dem man sie entwertet hat
  • 3-Tages-Karten BIT (Biglietto Turistico Integrato) für 16,50 Euro, müssen vor der ersten Benutzung entwertet werden, dann läuft die Zeit.
  • Wochenkarten CIS (Carta Integrata Settimanale) für 24 Euro, Daten des Nutzers müssen darauf notiert werden, müssen vor der ersten Benutzung entwertet werden, dann läuft die Zeit.
  • U-Bahn: Es gibt nur zwei U-Bahn-Linien. Eine dritte ist seit Jahren im Bau, der kommt aber nicht voran, weil alle zwei Meter tote Römer im Untergrund gefunden werden. Die ziehen Rudel von wilden Archäologen an, die die Baustellen lahmlegen. Die U-Bahnlinien eignen sich gut für weite Querungen, um z.B. vom Hauptbahnhof zum Vatikan zu kommen. Ansonsten lieber zu Fuß gehen oder Busse nehmen.
  • Busse: Rom hat ein dichtes Busnetz. Alle par Minuten kommt ein Bus, manchmal kommt auch 30 Minuten kein Bus und dann drei auf einmal, feste Pläne gibt es nicht.
  • Zu Fuß: Rom lässt sich gut zu Fuß erkunden. Alle Sehenswürdigkeiten liegen in einem Radius von 1,5 Kilometern um das Pantheon herum. Hat man eine Unterkunft in Laufweite, braucht man gar keine öffentlichen Verkehrsmittel.

4. Rabatte und Touristenkarten

  • In diesen Museen muss man keinen Eintritt zahlen: Accademia Nazionale di San Luca, Museo Carlo Bilotti a Villa Borghese, Museo della Repubblica Romana e della memoria garibaldina, Museo delle Mura, Museo di Scultura Antica Giovanni Barracco, Museo Napoleonico, Museo Pietro Canonica a Villa Borghese, Villa di Massenzio.
  • Roma Pass: Ist ein Touristenpaket und beinhaltet eine 3-Tages-Fahrkarte (Biglietto Turistico Integrato), die aber nicht für Fahrten vom/zum Flughafen gilt. Die beiden ersten besuchten Museen/Ausgrabungen sind kostenlos, auf andere gibt es evtl. Ermäßigung. Außerdem bekommt man einen kleinen Stadtplan und ein Heft mit Sehenswürdigkeiten, an denen der Romapass gilt. Der normale Romapass kostet 36 Euro. Der Rompass kann sich rechnen, das hängt aber stark davon ab was man besuchen will. Infos unter http://www.romapass.it/
  • Romapass48hours: Gilt halt nur zwei Tage, kostet 24 Euro ansonsten wie Romapass. Kann sich rechnen, das hängt aber stark davon ab was man besuchen will. Infos unter http://www.romapass.it/

5. Hotels
Im Vergleich zu anderen europäischen Hauptstädten ist die Preisstruktur in Rom fast moderat. Allerdings ist unter dem angebotenen viel Schrott. Günstige Unterkünfte sind meist im Bahnhofsviertel zu finden, aber da ist es hässlich. Zwar nicht unsicherer als in anderen Gegenden, aber hässlich und laut. Dem Vernehmen nach sind viele B&Bs ziemlich gammelig, Bewertungen von 5 oder 6 bei Booking sprechen da eine deutliche Sprache.

Persönlich habe ich gute Erfahrungen mit dem Viertel hinter der Engelsburg gemacht. Das liegt 10 Minuten zu Fuß vom Vatikan entfernt, ist nicht touristisch überlaufen und spiegelt das typisch römische Leben wieder. In den Wohn-Palazzi sind die Wohnungen in der Regel eine Vierteletage, also ca. 150 Quadratmeter und 4 bis 5 Zimmer, groß. Es gibt Anbieter, die diese Wohnungen in schicke Minipensionen umgebaut haben und Einzel- und Doppelzimmer, jeweils mit eigenem Bad, vermieten. Dafür gibt es keine 24h-Rezeption und gefrühstückt wird im Café um die Ecke. Hier habe ich gute Erfahrungen gemacht: http://www.adaroomsbb.com/
Günstigere Hotels gibt es auch in Trastevere (wörtlich: Über den Tiber), einem weniger auf Touristen fixierten Teil von Rom auf der westlichen Tiberseite. Sehr natürlich und typisch römisch, was aber auch heisst: Kaum jemand außerhalb der Hotels spricht etwas anderes als italienisch, und der Weg in die Altstadt ist kein Katzensprung mehr.

6. Online buchen
Generell ist es immer eine gute Empfehlung vor der Reise online Tickets zu kaufen. „Fare la Fila“ nennen die Italiener das Schlangestehen, und bei manchen Sehenswürdigkeiten stehen die Schlangen kilometerweit die Straßen entlang, auch außerhalb der Saison. Das kann man vermeiden oder minimieren, in dem man Gruppenführungen oder vorab per Internet bucht. Onlinebucher nutzen fast immer einen separaten Eingang und sind sofort drin („skip the line“). In die Galleria Borghese, das Domas Aurea und die Nekropole unter dem Vatikan kommt man ohne Voranmeldung per Internet Monate im Voraus gar nicht rein (s. Punkt 10).

7. Handy und Internet
Hotel-WLANs sind Glücksache. Rom baut gerade ein Stadtweites und kostenloses WLAN auf, für dessen Benutzung man seine Handynummer angeben muss. Ob das auch mit deutschen Nummern funktioniert kann ich nicht sagen.

Es empfiehlt sich eine Prepaid SIM-Karte von TIM, die haben ein gut ausgebautes und sauschnelles Netz. Die SIM bestellt man vor der Reise bei beim netten Team von Kühn&Laimer auf der Seite Messaxio.com, die erledigen Registrierung, Freischaltung, Test der Karte und schicken sie zu einem nach Hause. In Italien legt man die SIM nur noch ein und hat fast überall, selbst auf dem Land, rasend schnelles 4G oder LTE. Anfang 2015 gibt es 10 GB für 30 Tage für 25 Euro.

8. Reisezeit
Im Oktober und November sowie Januar und Februar ist weniger los, Attraktionen wie das Pantheon, das Colosseum oder die vatikanischen Museen sind aber trotzdem überlaufen. Im Juli und August ist es fast zu heiß um überhaupt was zu unternehmen. Das wissen auch die Römer und hauen alle ab, die Stadt wird dann nur noch von Touris bevölkert und ist komplett unerträglich.

9. Post
Briefmarken (Francobolli) kauft man in Tabacchi, den Tabakläden. Gibt es an jeder Ecke, sind von Außen am weißen „T“ auf dunklem Grund zu erkennen. Porto für eine Postkarte (Cartolina) nach Deutschland bzw. Zentraleuropa kostet Anfang 2015 95 Cent. Aber: Die italienische Post nimmt Postkarten nicht ernst, in 50% aller Fälle kommen die nicht an. Besser: Karten in Briefumschlag stecken, damit steigt die Wahrscheinlichkeit des Ankommens auf 90%, und es kostet das gleiche.

Briefkästen sind feuerwehrrot und tragen die Aufschrift „Poste“. Sie haben manchmal zwei Schlitze: Der linke ist für Post innerhalb einer Stadt („Per la Citta“) oder einer Kommune, der rechte für alles, was darüber hinausgeht, auch Post ins Ausland („Per tutte le altre destinazioni“). Sehr selten gibt es an sehr großen Poststellen blaue Briefkästen mit zwei Schlitzen, die beide die Aufschrift „Estero“ tragen. Das bedeutet Ausland, auch hier kann man seine Post für die Heimat loswerden.

10. Museen, Kirchen, Sehenswürdigkeiten
Rom ist eine Stadt voller Wunder und eine Stadt des Schlangestehens. Mit ein paar Tricks kann man das Anstehen minimieren. Im folgenden sind nur die Sehenswürdigkeiten aufgeführt, die schwierig zu erreichen sind, die erhöhten logistischen Aufwand erfordern oder zu denen ich einen praktischen Tip habe. Ansonsten gibt es tausend Dinge, die man in Rom machen oder ansehen kann – der sehr gute Reiseführer Rom aus dem Michael Müller Verlag hilft bei der Auswahl weiter.

  • Kirchen sind per Dekret immer frei von Eintritt. Wenn es davor Schlangen gibt, dann nur wegen der Sicherheitschecks. WICHTIG: Es gilt eine Kleiderordnung! Keine Hüte, und die Schultern und Knie müssen bedeckt sein. Personen in sehr kurzen Hosen, Männer mit nacktem Oberkörper und Frauen mit ärmellosen Tops dürfen Kirchen nicht betreten. Für letztere gibt es in den größeren Kirchen Einwegumhänge aus Papier, die Frau sich über die Schultern legen muss. Fotografieren ohne Blitz ist fast immer erlaubt, nur im Dom von Mailand muss man eine Fotoerlaubnis kaufen.
  • Museen kosten in der Regel Eintritt und haben Montags geschlossen. Online vorab buchen ist bei den größeren dringend anzuraten, bei den kleineren Kunstgallerien in der Regel weder nötig noch möglich.Fotografieren ohne Blitz ist in den staatlichen Sammlungen meist erlaubt, in den kleineren in der Regel verboten.
  • Colosseum: Hier sind immer lange Schlangen. Um die zu Umgehen gibt es drei Möglichkeiten:
    1. Vom Colosseum geht man nach Westen die Via Sacra entlang zum Forum Romanum, das sind die Ruinen von Rom. Dort ist ein Kassenhäusschen, das Eintrittskarten für das Forum Romanum und den Palatin verkauft. Der Clou: Die Tickets gelten auch für das Colosseum! Am Forum Romanum gibt es kaum lange Schlangen und verhältnismäßig kurze Wartezeiten. Mit dem Ticket geht man zurück zum Colosseum und geht durch den Eingang und folgt der linken Spur an der langen Warteschlange vorbei und geht durch den Eingang (Pre-Order/Online Booking/Prenotazione/Reservations) 2. Man hat einen Roma Pass. In dem Fall nimmt man die mittlere Spur am Eingang und geht direkt zu den Kassen, die einem ein Ticket verkaufen. 3. Man hat Online bestellt und einen Gutschein (Voucher) ausgdruckt. Mit dem geht man auch durch die mittlere Spur und kommt sofort zu den Kassen, wo man den Gutschein gegen ein Ticket umtauscht. Hat man eine Gruppenführung gebucht, erhält man jetzt einen Aufkleber mit der Aufschrift „Meeting Pont“ und einem Buchstaben. Mit dem geht man nach rechts weiter bis links mehrere Schilder mit Buchstaben auftauchen. Man stelle sich unter das passende Schild und warte auf die Führerin.
    Anmerkung: Ohne Führung sieht man nur einen winzigen Teil des Colosseums. Nur mit Führung kommt man in den dritten Stock und das Hypogäum im Keller. Einzeltickets kosten bei Resellern ca. 16 Euro, z.B, hier: http://www.rome-museum.com/de/kolosseum-eintrittskarten.php Preise für Touren liegen bei ca. 23 Euro, Buchung z.B. über http://www.rome-museum.com/
  • Forum Romanum: Sehenswert. Kombiticket gilt auch für Colosseum und Palatin, kosten 16 Euro und gibt es hier
  • Galleria Borghese: Kleine, exklusive Kunstgallerie mit erlesendster Kunst. Etwas vergleichbares gibt es sonst in Europa nur noch im Louvre, und das was dort steht, hat Napoleon aus der Galleria Borghese geklaut. Um die Kunst auch angemessen genießen zu können ist die Besucherzahl stark limitiert. Ohne Vorabreservierung kommt man nicht mal ins Foyer. Tickets kosten 11 Euro und sind hier unter Auswahl der Besuchszeit zu bestellen: http://www.galleriaborghese.it Montags geschlossen.
  • Nekropolis: Die Nekropole unter dem Vatikan ist ein echtes Erlebnis – und eines, dass nicht alle machen dürfen. Die Personenzahl ist streng limitiert, man muss vorher eine Erlaubnis zum Besuch beantragen. Ist die gewährt, hat man ein Zeitfenster, in dem man online ein Ticket (13 Euro) kaufen darf. Am vereinbarten Tag sollte man 30 Minuten vorher am Ende des linken Säulengangs des Petersplatz sein und dort an der Sicherheitsschleuse bei der Schweizer Garde vorstellig werden. Von dort geht man Richtung vatikanische Gärten und dann links unter dem Torbogen ins Kartenbüro des Ufficio Scavi. Dort startet die Führung durch die Totenstadt unter dem Vatikan. Hier ist ein Bild davon. Das Procedere wird durch die neue Website vereinfacht: http://www.scavi.va
  • Vatikanische Museen und Sixtinische Kapelle: Ein Must-See, alles was die Kirche in Jahrtausenden zusammengeklaut geschenkt bekommen hat ist hier ausgestellt. Unbedingt vorab buchen, sonst kilometer- und stundenlanges Anstehen. Einzelticket für Museen plus sixtinische Kapelle kostet 20 Euro. Zu Hause druckt man sich einen Gutschein aus. Damit kann man direkt zum Eingang gehen und durch das Tor mit dem Schild „Online Booking“ laufen. Im Inneren der Empfangshalle sucht man sich einen Tresen an dem nichts los ist, weil es so aussieht, als ob sich da niemand anstellen darf. Nicht irritieren lassen: Das sind die „Cassa Online e Gruppi“-Tresen, und die Angestellten dahinter sind froh, mal was machen zu dürfen. Hier tauscht man den Gutschein gegen das richtige Ticket ein.
  • Vatikan: Der Vatikan bietet verschiedene Touren: Vatikanische Museen + Sixtinische Kapelle + Basillika des Petersdoms (37 Euro), nur Vatikanische Gärten (32 Euro) oder nur Museum und Kapelle (32 Euro). Tickets unter musei.vatican.va. Der Eintritt in den Petersdom ist kostenlos, aber die Schlange an den Sicherheitschecks ist lang. Vorne rechts neben dem Haupteingang geht es zur Kuppel. Die besteigen zu dürfen kostet 5 Euro, Online buchen oder skip the line gibt es nicht. Am besten vor 09.30 Uhr da sein, da gibt es noch keine Schlangen. Es sind 551 Stufen bis nach oben, wer das schafft, hat die beste Aussicht über Rom.
  • Castel Sant´Angelo: Einen Besuch wert, schon wegen der tollen Aussicht. Tickets 7 Euro, Online Buchung nicht nötig, schadet aber auch nicht: http://www.galleriaborghese.it/castello/en/einfo.htm
  • Domus Aurea: Neros goldener Palast ist eine Grabungsstelle, die man nur mit Gruppenführungen nach vorheriger Reservierung besuchen darf. Phasenweise ist die Sehenswürdigkeit ganz geschlossen. Aktuelle Infos hier.
  • Catacomba Domitilla: Die erste Katakombe des Christentums liegt ein wenig außerhalb. Mit Metro B Richtung Laurentina bis nach Garbatella, von dort zu Fuß (3 Kilometer) zur Via delle Sette Chiese 282 oder mit Bus 716 Richtung Ballarin bis Haltestelle Caffaro, von dort noch 400 Meter zu Fuß. Nicht reservierbar, aber die Ordensbrüder sind auf viele Personen eingerichtet, ständig fahren Reisebusse aus aller Herren Länder vor. Alle halbe Stunde gibt es eine Führung, auch auf Deutsch, je nach Bedarf. Als Allreinreisender schliesst man sich einer größeren Gruppe an, die ad hoc gebildet wird.

11. Weiterführende Informationen

12. Tips für Besichtigungstouren
…finden sich im Reisetagebuch Rom:

  • Reisetagebuch (1): Die lange Nacht der Papstschützerin
  • Reisetagebuch (2): Nackt erzählte Geschichte (Villa und Galleria Borghese, Spanische Treppe)
  • Reisetagebuch (3): Dekorateure des Todes (Flohmarkt Porta Portense, Angelusgebet mit dem Papst, Piazza del Popolo, Villa Borghese, Kapuzinergruft, Trajanssäule, Giolitti)
  • Reisetagebuch (4): Unter dem Vatikan (Nekropole, Vatikanische Museen, Sixtinische Kapelle)
  • Reisetagebuch (5): Vesuv, Neapel und Pompeji
  • Reisetagebuch (6): Engel und Sklaven (Engelsburg, Colosseum, Forum Romanum, Palatin)
  • Reisetagebuch (7): Der Mund, das Schlüsselloch und die Schwaben (Catacomba Domitilla, Schlüsselloch der Malteser, Circus Maximus, Bocca della Verità, Santa Aecoli, Nationalmonument mit Museo Risorgimento)
  • Rom bei Nacht
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    6 Kommentare

    Verfasst von - 10. März 2015 in Reisen, Service

     

    Tips für Paris

    tipspaparisheader

    Wissenwertes über die französische Hauptstadt:

    1. Gute Tage, schlechte Tage
    Montag und Dienstag sind Shoppingtage. Grund: Am Montag haben fast alle Museen und Sehenswürdigkeiten geschlossen, nur der Louvre ist geöffnet. Will man den besuchen, sollte man früh dort sein, ab Mittags bekommt man keinen Fuß mehr auf den Boden. Am Dienstag hat der Louvre geschlossen, und die Touristenmassen, die er normalerweise absorbiert, stürmen die geöffneten Sehenswürdigkeiten. Was man am Dienstag auf keinen Fall tun sollte: Katakomben oder Versailles besuchen wollen. Beides ist selbst außerhalb der Saison völlig überlaufen.

    2. Essen und Trinken

    • Auch in der Nähe der Sehenswürdigkeiten gibt es erstaunlich wenige Stellen, an denen man zu vernünftigen Preisen (weniger als 3 Euro) eine kleine Flasche Wasser bekommt. Besser immer eine mitnehmen.
    • In Frankreich geht man nicht in ein Restaurant und sucht sich selbst einen Platz. Man wird beim Personal vorstellig und lässt sich platzieren. In Paris wird man beim Personal vorstellig und muss warten bis es aufhört einen zu ignorieren, also die Streiterei mit den Kollegen beendet oder die Untersuchung eines interessanten Flecks an der Wand beendet hat.
    • Kaffee: Wie in Italien. Nimmt man den Kaffee im Stehen an der Bar ist er am günstigsten. Setzt man sich, kommt eine Platzgebühr und Bediengeld hinzu, so dass aus einem Euro für einen Espresso 2,20 Euro werden.
    • Trinkgeld: Man lässt sich passend wiedergeben, Trinkgeld ist im Preis schon enthalten (weil NIEMAND pariser Bedinungen freiwillig ein Trinkgeld geben würde). Aufrunden oder Aufstocken des Rechnungsbetrags ist nicht üblich und irritiert nur. War man mit dem Service exorbitant supergut zufrieden (was in Paris nicht möglich ist), lässt man ein paar Münzen auf dem Tisch liegen wenn man geht.

    3. Verkehr

    • Mit dem eigenen Auto anreisen ist Quatsch. Pariser Stadtverkehr ist die Hölle, die Einbahnstraßen und wundersame Spurvermehrungen stehen dem Verkehr in Rom in nichts nach. Es gibt keine Parkplätze, dafür jede Menge abgerissene Außenspiegel. In Paris ist das Auto ein Gebrauchsgegenstand, und Parkrempler sind egal. Dementsprechend verbeult sehen die Kisten auch aus, und als Tourist braucht man keine Gnade zu erwarten.
    • Metro: Das Verkehrsmittel der Wahl. Statistisch gesehen ist man nie weiter als 500 Meter von einer Haltestelle weg. Das Liniensystem ist Farb- und Nummerncodiert, die Richtungen sind nach den Endstationen benannt. Einfacher geht es nicht. Unbedingt einen Metroplan besorgen (gibt es an den Infohäusschen gratis), der ist der wichtigste Ausrüstungsgegenstand bei einer Parisreise!
    • In Paris gibt es 5 Tarifzonen. Die Innenstadt ist Zone 1 und 2, alle Metrostationen, selbst die weit entfernten, liegen in Zonen 1-3. Versailles ist Zone 4, die Flughäfen Zone 5. Als Touri braucht man in der Regel nur Zone 1-2!
    • Es gibt in der Metro Klappsitze. Wenn es zu Stoßzeiten voll wird, steht man auf um mehr Platz zu machen!
    • Tickets werden an die Eingängen zur Metro in eine Metallsäule neben einem Tor gesteckt. Es verschwindet im Schlitz und kommt weiter vorne wieder raus. Man nimmt es an sich (nicht wegwerfen!) und geht durch das Tor. Man kann beliebig oft innerhalb der Metro umsteigen.
    • In Paris verkehrt nicht nur die Metro, sondern auch Züge (RER) und eine Seilbahn (zum Montmartre). Die Nahverkehrstickets sind auch für Seilbahn und RER gültig und öffnen auch die Toiletten in den Bahnhöfen!
    • Tickets zieht man an den grünen Automaten, über denen „Tickets & Navigo“ steht. Steht da nur „Navigo“, ist man dort falsch. Zahlung erfolgt in Münzen oder per Kreditkarte. Die Automaten lassen sich auf Deutsch einstellen und benutzen.
    • Einzelfahrscheine kosten 1,70 Euro und gelten für beliebig viele Umstiege, so lange man die Metro nicht verlässt. Es gibt ein „Carnet“ (Heftchen) mit 10 Fahrscheinen für 1,37(!) Euro pro Stück. Nicht kaufen sollte man vom deutschen Schaffner im Zug nach Paris – bei der DB kosten die Metrotickets ab 2,00 Euro aufwärts.
    • Ein Tagesticket („Mobilis“) für Zonen 1-3 kostet 9,05 Euro, für Zonen 1-4 (Versailles) 11,80. Ein Tagesticket lohnt sich also, wenn man mehr als sieben Fahrten pro Tag macht.
    • „Paris Visiter“ ist eine Touristenkarte, bei der man zwischen 1, 2, 3 und 5 Tagen Gültigkeit wählen kann und die Anzahl der Zonen (1-3 oder 1-5) selbst festlegt. Mit dem Ticket bekommt man vielerorts Vergünstigungen auf Eintrittspreise. Das kann sich lohnen, muss aber nicht. Wer vorab viel Online gebucht hat, hat keinen Preisvorteil. Paris Visiter mit 5 Tagen Gültigkeit für Zonen 1-3 kostet 34,80 Euro.
    • Der Navigo-Pass ist eine Wochenkarte und sehr günstig (unter 20 Euro), man braucht aber ein Lichtbild, er lässt sich nur an den orangefarbenen Infohäuschen kaufen und gilt NUR von Montag bis Sonntag und muss dann wieder aufgeladen werden. Ist man also von Mittwoch bis Mittwoch in Paris, braucht man zwei Navigoladungen, das lohnt sich nicht.
    • Tip: Am günstigsten und flexibelsten dürfte das Carnet, das 10er Heft Fahrscheine, sein. Allerdings muss man dann halt mit Einzelkarten rumfummeln und muss dabei einigermaßen organisiert sein, welche man schon verbraucht hat und welche noch gültig sind.

    4. Hotels

    • Hotels sind sehr teuer. Ausweichen in die Banlieue, die Vororte, sollte man trotzdem nicht. Der Ort, an dem man während eines Parisaufenthalts wohnen möchte, ist Montmartre: Ruhig, gemütlich, günstiger und schöner als der Rest. Ich habe sehr gute Erfahrungen in zwei Hotels in Montmartre gemacht (Siehe Karte). Von dort ist man mit der Metro in 15 Minuten an der Seine. Zeitweise sind die Hotels recht teuer, bei Booking.com gibt es immer mal wieder Angebote, auch die Hotels selbst machen ausserhalb der Hauptsaison Reduktionen, so dass man mit etwas Glück für ein Einzelzimmer nur ca. 60-70 Euro zahlen muss.
    • Frühstück im Hotel: Kann man sich sparen, ist in der Regel teuer (10 Euro aufwärts) und wenig gehaltvoll (1 Croissant, 1 Stück Baguette, 1 Kaffee). Lieber vor die Tür gehen und stilvoll in einem der allgegenwärtigen Cafés frühstücken, für 4-8 Euro bekommt man in der Regel was Vernünftiges.

    5. Online buchen
    Generell ist es immer eine gute Empfehlung vor der Reise online Tickets zu kaufen. Gerade in Paris sind die Warteschlangen SEHR lang. Aber Achtung: Die Franzosen bekommen Online nicht gut hin. Etliche Sehenswürdigkeiten verkaufen zwar über das Netz Eintrittskarten, ein Skip the Line ist aber nicht möglich und man steht wie alle anderen auch in der Schlange. Andere Sehenswürdigkeiten kann man vorab buchen und es gibt einen Extraeingang für Onlinebucher, aber das Ticket kann nicht zu Hause gedruckt werden, sondern man muss es in der Stadt an einem bestimmten Ort abholen.

    • Eiffelturm
      15 Euro, Website: http://www.toureiffel.paris/
      Gut: Vorab buchbar, Ticket lässt sich zu Hause drucken, Extraeingang für Onlinebucher (ein kleines Häusschen mit einer grünen Fahne am Nordosteingang).
      NICHT GUT: Nach dem Extraeingang steht man mit allen anderen in der Schlange im Turm, aber zumindest konnte man die abkürzen.
      Tip: Unbedingt drauf achten das man „Sommet“ (Spitze) bucht, sonst kommt man nur bis zur zweiten Etage.
    • Versailles
      25 Euro all inkl. Tagespass, Website:http://billetterie.chateauversailles.fr/index-css5-chateauversailles-lgen-pg1.html
      Gut: Online Buchbar, zu Hause ausdruckbar. Zugang zum Schloss, den Gärten und den Lustschlösschen lässt sich auch separat buchen, dann ist´s günstiger.
      Nicht gut: Kein Extraeingang, man steht mit allen anderen in der u.U. kilometerlangen(!)Schlange.
      Tip: Eine Tour buchen. Die kostet 7 Euro zusätzlich, aber dadurch umgeht man nicht nur die Schlange, man sieht auch Räume, die normalerweise nicht zugänglich sind. Eingang für Touren ist im vorderen, rechten Gebäude noch vor dem Zaun, ganz schlecht ausgeschildert, hinter einer unscheinbaren, weißen Holztür.
      Tip: Nicht versuchen zu Fuß zu den weiter draußen gelegenen Gebäuden wie den Trianons zu kommen, wenn man nicht einen ganzen Tag Zeit hat. Das Gelände ist riesig, man braucht Stunden für den Weg. Entweder am SChloß einen Golfwagen buchen oder für 4 Euro die Bimmelbahn nehmen. Die fährt alle 10 minuten und ist Hop-On Hop-Off.
      Um nach Versailles hinzukommen nimmt man die Bahn RER C5 von Invalides nach Chateau Versailles Rive Gauche (alle 15 bzw. 30 Minuten, Fahrzeit 30 Minuten). Das normale Metroticket gilt nicht, man braucht eines für Zone 4. Am besten am Automaten ein Tagesticket („Mobilis“) für Zonen 1-4 kaufen, dann hat man keine Probleme.
    • Louvre
      12 Euro. Tickets gibt es nicht über die Website des Louvre, sondern bei Drittanbietern, z.B. http://ticketmaster.fr
      Gut: Online buchbar, Extraeingang für Onlinebucher. Ticket ist den ganzen Tag gültig, man kann theoretisch zwischendurch rausgehen und später wiederkommen.
      Schlecht: Kein Ausdruck zu Hause, Ticket muss im Falle von Ticketmaster in einem Büro am Pont Neuf abgeholt werden.
      Tip: Online buchen und trotzdem früh da sein, die Schlange der Vorabbucher ist auch für Gruppen und kann lang werden. Unbedingt vorher überlegen, was einen interessiert, einfach nur durchschlendern ist nicht machbar. Für den Besuch mindestens 4 Stunden einplanen, eher den ganzen Tag.
    • Conciergerie und Saint Chapelle
      Website: http://de.parisinfo.com/
      Gut: Online buchbar, einzeln oder kombiniert. Kombiniert ist etwas günstiger.
      Schlecht: Abholung nur im Büro von Paris.Info in Pyramides. Kein Extraeingang, kein Skip the Line.
      Tip: Lohnt sich nicht, besser vor Ort kaufen.
    • Katakomben
      Gut: –
      Schlecht: Nicht Online buchbar. Stundenlanges Anstehen. Ab spätestens Mittags Wartezeit mindestens 4 Stunden, auch außerhalb der Saison. Ab 19.00 Uhr kein Einlass mehr.
      Tip: Sehr früh da sein, am besten um 09.00 Uhr (Öffnet 10 Uhr, Montags geschlossen). Nicht alleine anstellen, sondern mit mehreren, damit einer immer mal zur Toilette gehen oder Verpflegung holen kann.
    • Tour Montparnasse
      Website: http://www.tourmontparnasse56.com/de/
      Gut: Online buchbar, zu Hause druckbar
      Schlecht: Kein Einzeleingang für Onlinebucher, Mittags und Nachmittags lange Schlangen
      Tip: Kurz vor Sonnenuntergang dort sein. Dann sind die Wartezeiten kurz und das Erlebnis noch schöner.
    • Opera Garnier
      Website: http://www.cultival.fr/en/visites/the-opera-garnier-day-tour-01092014
      Gut: Online buchbar, zu Hause druckbar
      Schlecht: Man druckt nur einen Gutschein, der am ersten Fenster gleich gegenüber des Besuchereingangs gegen ein echtes Ticket eingetauscht werden muss. Das erste Fenster ist von der Schlange der normal Anstehenden verdeckt. Hat man eine Führung gebucht, steht auf dem Ticket ein Buchstabe. Man geht dann an allen Kassenschaltern vorbei in den großen, niedrigen, runden Raum mit den vielen Säulen, ganz am Ende des Ganges. An den Säulen stehen Buchstaben. Man stelle sich an die, deren Buchstabe dem auf dem Ticket entspricht und warte auf den Guide.
    • Notre Dame
      Website: http://www.notredamedeparis.fr/
      Der Zugang zur Kathedrale kost nüscht, ab 11.00 Uhr stehen die Schlangen stehen oft über den ganzen Vorplatz. Dabei ist das richtig interessante in der Straße links neben dem Gebäude, dort ist der Aufgang zu den Türmen. Die werden vom Staat gepflegt und kosten deshalb 8 Euro Eintritt. Hier dürfen immer nur 20 Leute auf einmal hoch, was immer und zu jeder Zeit zu Schlangen führt. Infos unter http://notre-dame-de-paris.monuments-nationaux.fr/
    • Père Lachaise
      Der große Friedhof mit den vielen Promis. Als Besucher tut man gut daran, hinter dem Haupttor die Straße hochzugehen, die erste Abzweigung links zu nehmen und auf der Rückseite des Verwaltungshauses, das nach 150 Metern auf der linken Seite liegt, nach einem Plan zu fragen.

    6. Ermäßigungen

    • Es gibt einen „Museumspass“, der freien Eintritt und Skip the Line (falls verfügbar, das ist selten!) in 60 Museen und Sehenswürdigkeiten in und um Paris an 2, 4 oder 6 Tagen ermöglicht. Die Preis liegen zwischen 42 und 69 Euro. Man sollte sehr genau rechnen ob sich das wirklich lohnt. Mehr Infos hier.http://en.parismuseumpass.com/
    • Das Ticket „Paris Visite“ ist nicht nur eine Dauerkarte für die Metro, sondern bietet auch Preisreduktionen von bis zu 30 Prozent auf Eintritte in Museen und Sehenswürdigkeiten. Mehr Infos hier.
    • Ab 19 Uhr sind im Centre Pompidou die Ticketautomaten ausgeschaltet, aber die Rolltreppe zum Aussichtpunkt noch offen. Man braucht dann keinen Eintritt dafür zu bezahlen und kann einfach so hochfahren.

    6. Handy und Internet
    Die Netzabdeckung in Paris ist absolut lökerig, egal bei welchem Anbieter. Man kann vorab Prepaid SIM-Karten für Mifis kaufen, und die sind auch besser als nichts, aber ordentliche LTE- oder HDSPA-Geschwindigkeit gibt es nirgends, 3G geht, wenn nicht zu viele Leute an einem Ort sind, aber manchmal fällt man aber tatsächlich auf 2G zurück. Vorab kann man Simkarten von Three oder Lebara hier bekommen: http://www.prepaid-global.de/

    7. Reisezeit
    In Paris ist es immer voll, egal wann man fährt. Im Februar und November ist die Packungsdichte bei Touristen geringfügig weniger hoch als im Rest des Jahres, im Juli und August ist dafür die Bevölkerungsdichte niedriger.

    8. Post
    Briefkästen sind knallgelb und tragen die Aufschrift „Poste“. Briefe bis 20 Gramm von Frankreich nach Deutschland kosten 1,35 Euro, Postkarten als „Lettre Prioritaire“ 95 Cent (Stand Januar 2015, Tarifrechner auf http://www.laposte.fr/particulier/outils/calculateur-de-tarif). Briefmarken (timbre-poste) gibt es in den Läden zu kaufen die auch Postkarten führen, ansonsten in Tabakwarenläden.

    9. Hilfequellen

    10. Tips für Touren und Besichtigungen
    …finden sich ab April im Reisetagebuch Paris an dieser Stelle.

    Mehr Städtetips:
    London

     
    15 Kommentare

    Verfasst von - 4. März 2015 in Reisen, Service

     

    Neue Folgen: Der Tatortreiniger

    Kurze Servicedurchsage: Die zweifellos beste deutsche Serie der letzten Jahre wird heute fortgesetzt.
    „Der Tatortreiniger“ ist ein echtes Phänomen. Heiko „Schotty“ Schotte ist Tatortreiniger, er beseitigt Spuren von Verbrechen. Darum geht es aber meist nicht. An den Tatorten trifft Schotty auf Situatione, Menschen und Dinge, aus denen sich eine Art Kammerspiel entwickelt. Jede der halbstündigen Episoden ist eine Miniatur, ein toll geschriebens, intensiv gespieltes und oft absurdes Kunstwerk.

    Es gibt nur 4 bis 5 Folgen pro Jahr, und im vergangenen wurde nur eine davon ausgestrahlt. Mit dem tatortreiniger ist es ähnlich wie mit „Sherlock“: Wer das ein Mal gesehen hat, fiebert das ganze Jahr den neuen Folgen entgegen. Nach der Schotty-Knappheit 2013 gibt es nun Tatortreinigerinflation: Der NDR strahlt gleich acht neue Folgen aus, jeweils im Doppelpack, von heute an bis zum Jahresende. Den NDR kann man übrigens auch im Internet und im Ausland, z.B. über Zattoo, empfangen

    Die Termine im einzelnen:

    Mittwoch, 3.12.
    22.00 Uhr: Schweine
    22.25 Uhr: Carpe diem

    Mittwoch, 10.12.
    22.00 Uhr: Wattolümpiade
    22.25 Uhr: Ja, ich will

    Mittwoch, 17.12.
    22.00 Uhr: Der Putzer
    22.25 Uhr: Damit muss man rechnen

    Dienstag, 30.12.
    22.00 Uhr: Der Fluch
    22.25 Uhr: Tauschgeschäfte

    Website

     
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    Verfasst von - 3. Dezember 2014 in Service

     

    Regionalklasse

    Ach guck mal an, jetzt zieht die Autoversicherung zur Beitragsberechnung neben dem Alter und Geschlecht des Fahrers, dem Vorhandensein von Wohneigentum, dem Vornamen des Hundes und den Feigwarzen der Großmutter mütterlicherseits auch Schadenstatistiken zu Autotypen und geographischen Regionen mit ein.

    Diese Karte hier findet sich bei der RV24, dabei gleich eine Erklärung, was das Ganze zu bedeuten hat.

    Leider sind nur die Großstädte aufgeführt. Die Karte verleitet schnell dazu, von der Höhe der Beiträge auf das fahrerische Können der Einwohner zu schließen. Und tatsächlich können Berliner kein Auto fahren. Aber klar, je größer die Stadt, desto mehr Verkehr und desto häufiger kracht´s. In Hannover sind die Beiträge übrigens so niedrig, weil sich da niemand ein neues Auto leisten kann. Wenn´s da mal einen Unfall gibt, zucken die Besitzer der Uraltmöhren mit den Achseln und fahren einfach weiter, kommen aber nicht auf die Idee das der Versicherung zu melden.

    Witzig fände ich mal eine Karte mit Beitragshöhen ländlicher Gebiete. Ich vermute mal: Die höchsten Beiträge zahlen Opelfahrer im Eichsfeld und Passatfahrer im Main-Taunus-Kreis.

     
    Ein Kommentar

    Verfasst von - 14. November 2014 in Ganz Kurz, Service

     

    Servicehinweis: Edge of Tomorrow

    Kleine Servicedurchsage: Edge of Tomorrow, der vermutlich beste earthbased Science-Fiction-Flick seit Minority Report, ist jetzt im Verkauf und im Verleih. Allerdings nicht unter dem Namen. Der Verleih hat sich dazu entschieden, dem Film einen neuen Titel und neues Coverwork zu verpassen. Er ist jetzt unter dem Namen

    „Life. Die. Repeat.“

    zu finden.

    Keine Ahnung warum, aber auch egal: Der Film ist kein reines Tom Cruise-Vehikel, sondern eine launige und spannende Mischung aus „Starship Troopers“ und „Täglich grüßt das Murmeltier“ und hat meine uneingeschränkte Empfehlung.

     
    3 Kommentare

    Verfasst von - 13. Oktober 2014 in Service

     

    Bügeltischpolsterung

    Habe ich schon mal erwähnt, dass ich Meister im Hemdenbügeln bin? Eine der wenigen Sachen, die mein Vater mir beigebracht hat, und durch jahrelange Übung kann ich ein Hemd mit geschlossenen Augen und in 2 Minuten perfekt aufbügeln. Vorausgesetzt, das Equipment spielt mit. Ich komme zum Beispiel mit diesen breiten Bügeltischen nicht klar.

    Mein Bügeltisch ist schmaler als der Durchschnittstisch. Keine Ahnung wie alt der eigentlich ist. Ich habe den aus meinem Elternhaus mitgenommen, als ich dort nach dem Abi ausgezogen bin. Dort stand er schon Jahre rum, weil er nur in der Zeit gebraucht wurde, als mein Vater eine Pendeltätigkeit hatte. Vermutlich hat der Bügeltisch also schon so seine 30 Jahre auf dem Buckel.

    Neulich, als ich mal wieder mit geschlossenen Augen und in Rekordzeit ein Hemd bügelte, blieb das Eisen plötzlich an einer Unregelmäßigkeit in der Tischplatte hängen. Das war eine Schraube. Anscheinend habe ich schon so viel vom Tisch weggebügelt, dass jetzt die Schrauben durch den Bezug stoßen.

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    Weil ich bewährte Dinge nicht gerne wegwerfe (und ich keinen neumodischen, breiten Bügeltisch haben will), suchte ich nach einer Möglichkeit die Lebensdauer des guten Stücks zu verlängern. Und bin tatsächlich fündig geworden! Es gibt tatsächlich, für genau solche Anwendungsfälle, Bügeltischpolster! Das ist ein dicker (0,5 cm) dicker Moltonstoff. Einfach in Form schneiden, auf die Tischplatte legen, Bezug drüber, festzurren, fertig. Keine Schraube mehr zu spüren.

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    Auf die nächsten 30 Jahre!

     
    10 Kommentare

    Verfasst von - 4. August 2014 in Service

     
     
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